Luftmess­stationen: Aktivisten entlarven Tricksereien

Bild 1. Deutsche Behörden spielen zunehmend mit gezinkten Karten (Foto: Autor)

Fred F. Mueller
Der von EIKE und Tichys Einblick parallel herausgegebene Aufruf zur Aufdeckung von behördlichen Tricksereien bei Messstationen hat ein enormes Echo ausgelöst. Dutzende ehrenamtliche Helfer und Aktivisten haben uns ihre Beobachtungen mitgeteilt und akribisch dokumentiert. Aufgrund von Kommunikationspannen konnte die Veröffentlichung leider nicht zeitgleich erfolgen, und eine gemeinsame Systematisierung ist wegen der Fülle des Materials erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Hier folgen jetzt in mehreren Folgen diejenigen Meldungen an EIKE, die zum aktuellen Zeitpunkt bereits in auswertbarer Form vorliegen.

Vorab sei noch kurz angemerkt, dass das Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen seiner neuesten Veröffentlichung über angeblich 6.000 NO2-Tote und über 400.000 angebliche Diabetesfälle durch NO2 im Jahre 2014 so freundlich war, eine Grafik zu veröffentlichen, die seine eigene ständige Panikmache als Fake-News entlarvt, Bild 2.

Bild 2. Diese Grafik beweist, dass die erdrückende Mehrheit der Bevölkerung an ihren Wohnorten nur geringen NO2-Immissionen ausgesetzt ist (Grafik: UBA)

Diese vom UBA selbst in Auftrag gegebene Untersuchung dokumentiert, dass nur ein verschwindend kleiner Teil der deutschen Bevölkerung überhaupt an Orten wohnt, wo die Immissionsmesswerte den Jahresgrenzwert von 40 µg/m3 überschreiten. Schon seit 2010 gibt es selbst in der Kategorie zwischen 35 und 40 µg/m3 gar keinen Farbbalken mehr, und die Kategorie über 40 µg/m3 wird gar nicht mehr aufgeführt.

Wie das UBA aus Mücken Elefanten macht

Die in den Medien immer wieder kursierenden Behauptungen des UBA über die viel zu hohen NO2-Wert2 in Städten beruht auf einem recht simplem, aber sehr wirksamem Trick: Man platziert seit vielen Jahren einen erheblichen Teil der Messstationen nicht etwa da, wo sie für den größten Teil des Stadtgebiets repräsentativ wären, sondern gezielt dort, wo man in eng begrenzten „Hot-Spot-Bereichen“ die höchsten überhaupt aufzufindenden Messwerte finden kann. So findet sich in einer Pressemeldung des Landesumweltamtes Baden-Württemberg der Hinweis, dass schon 2006 alle Gemeinden in Baden-Württemberg gebeten wurden, sogenannte straßennahe Belastungsschwerpunkte zu melden, an denen dann sogenannte Spotmessstellen eingerichtet wurden [SPOT]. Hiervon gibt es allein in Stuttgart vier Stück, das sind 50 % aller städtischen Messstellen. Die „Belastung“ der Stuttgarter Bürger wird demnach zu einem geradezu grotesk überproportionalen Anteil aus Daten hergeleitet, die an vier räumlich eng begrenzen „Hot-Spots erfasst werden. Zudem wurden diese Messstationen immer mal wieder anders platziert: Wenn die Belastungssituation an einer Messstelle unter den Grenzwert gefallen war, wurde ein anderer Ort gesucht und gefunden, wo man noch die gewünscht hohen NO2-Werte auftreiben konnte. Vor diesem Hintergrund bekommen die jeweiligen oberen Kurven in den Teilbildern von Bild 3 und Bild 4 eine ganz neue Bedeutung.

Bild 3. So manipuliert das UBA die Öffentlichkeit mit „kreativ“ neu selektierten Informationen seiner eigenen Messstationen. Das untere Bild wurde zwischenzeitlich von der Webseite entfernt (Grafik oben: [UBAHGP], Grafik unten [UBANO2])
Das Bild 3 dokumentiert eine gleich doppelte Manipulation durch das UBA. Einerseits sind im Prinzip nur die grünen und gelben Kurven der beiden Teilbilder maßgeblich für die tatsächliche Luftqualität für vermutlich mehr als 99,98 % der deutschen Bevölkerung. Die obersten Kurven gelten nur für die „Hot-Spot“-Messstellen, die nur für einen verschwindend kleinen Bruchteil der Bevölkerung relevant sind. Obwohl beide Bilder aus dem gleichen Kalenderjahr stammen, unterscheiden sich die jeweils oberen Kurven drastisch. Grund hierfür ist die Tatsache, dass man 2016 eine „Hintergrund“-Broschüre mit dem Titel „Luftqualität 2015 Vorläufige Auswertung“ [UBAHGP] herausbrachte, deren Stoßrichtung betont alarmistisch war. Die Botschaft im Kapitel über NO2 war: „Stickstoffdioxid: Kaum Besserung gegenüber dem Vorjahr“. Da den Autoren die vorhandenen Daten wohl nicht dramatisch genug waren, wurden die Daten sowohl der mittleren als auch der oberen Kurve durch kreative Auswahl der Datensätze nach oben frisiert, damit sie besser zur Botschaft passten (man beachte hierbei auch die Farbwahl der oberen Kurve). Das untere Bild wurde mittlerweile von der UBA-Webseite entfernt, es ist jedoch nahezu deckungsgleich mit einer Fassung aus dem Jahr 2017.

Abgesehen von den oben dokumentierten Manipulationen wird insbesondere bei den „Hot-Spot“-Messstationen auch durch diverse Tricks dafür gesorgt, dass diese höhere Messwerte liefern als nach EU-Richtlinien eigentlich vorgesehen, wie von unseren ehrenamtlichen Helfern nachfolgend dokumentiert wird.

Messtationen in absteigender Reihenfolge

Die jetzt vorgestellten Meldungen wurden nach der Höhe des im Jahre 2017 ermittelten NO2-Jahresmittelwerts in absteigender Reihenfolge ausgewählt. Da einige besonders fleißige Helfer uns gleich mehrere Stationen gemeldet hatten, werden diese dementsprechend öfter genannt.

DEHH068, Hamburg-Habichtstrasse, 58 µg NO2/m3, Rangfolge 6, gemeldet von Uli W., Hamburg

Bild 4. Die Messtation in Hamburg-Habichtstrasse (Bild: Institut für Hygiene und Umwelt)

Die Habichtstrasse ist eine Hauptverkehrsader und befindet sich östlich des Hafens. Bei den vorherrschenden südwestlichen Winden wird die Gegend durch die Emissionen der Schiffe beaufschlagt. Wie bei vielen anderen Hot-Spot-Stationen mit überhöhten Werten ist die Messanlage direkt unter Alleebäumen aufgestellt, was die Durchlüftung erschwert und den Abtransport von Abgasen behindert. Zudem ist sie direkt am Straßenrand aufgestellt, wo die Abgase noch ziemlich konzentriert sind.

DEBW117 Ludwigsburg Friedrichstraße, 51 µg NO2/m3, Rangfolge 13, gemeldet von Martin S, Ludwigsburg

Bilder 5 und 6. Die Messstation Ludwigsburg-Friedrichstrasse (Bilder: Martin S.)

Die Messstelle ist in eine Nische gequetscht, weder der Freiwinkel von 270° noch der erforderliche Gebäudeabstand von mehreren Metern wurden eingehalten. Noch im letzten Jahr lag der städtische NO2-Hintergrund bei 26 μg/m³, dem Verkehr bleiben als nur 16 μg/m³. Ergänzend ist noch anzumerken, dass man bei der Messstelle auch hinterfragen kann, ob sie für 100 m Straße repräsentativ ist, denn sie liegt in einer Steigung nahe einer „Mulde“. Nimmt man an, dass NO2 eher absinkt, dann ist der Messort auch diesbezüglich ungünstig.

DEHE112 Wiesbaden Schiersteiner Straße, 50 µg NO2/m3, Rangfolge 14, gemeldet von Franz N. M.

Bild 7. Die Messstation Wiesbaden Schiersteiner Straße (Bild: Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie)

Angaben der HLNUG: „Die Luftmessstation Wiesbaden-Schiersteiner-Straße ist eine „Verkehrsbezogene Messstelle“. Diese Messstellen zeichnen sich durch ihre Nähe zu Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen sowie durch ihre Platzierung in Straßenschluchten aus, wodurch die Verteilung von Schadstoffen eingeschränkt ist und in der Regel hohe Konzentrationen erreicht werden“.

Ergänzend schreibt uns Franz N. M.: „Die Messstation steht direkt an der sechsspurigen Schiersteiner Str. Hier wird die 270 Grad Regel der EU verletzt. Außerdem ist die Messstation mit ihrem Fahrbahnabstand von 20 cm nicht repräsentativ für einen größeren Luftbereich“.

DEBE064 Berlin Neukölln Karl-Marx-Str. 49 µg NO2/m3, Rangfolge 17, gemeldet von Christian F.

Bilder 8 und 9. Die Messstation Karl-Marx-Str. in Berlin-Neukölln (Bilder: Christian F.)

Die Messstation befindet sich in unmittelbarer Nähe der Einmündung Karl-Marx-Str./ Flughafenstr. Beide Straßen sind sehr stark befahren.

Zusätzliche Recherchen zeigten, dass die Station direkt am Fahrbahnrand steht und vermutlich auch nicht 25 m von der Kreuzung entfernt stehen dürfte.

DEHE037 Wiesbaden Ringkirche, 49 µg NO2/m3, Rangfolge 17, gemeldet von Franz N.M.

Bild 10. Die Messstation Wiesbaden Ringkirche (Bild: Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie)

Angaben der HLNUG: „Die Luftmessstation Wiesbaden-Ringkirche ist eine „Verkehrsbezogene Messstelle“. Diese Messstellen zeichnen sich durch ihre Nähe zu Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen sowie durch ihre Platzierung in Straßenschluchten aus, wodurch die Verteilung von Schadstoffen eingeschränkt ist und in der Regel hohe Konzentrationen erreicht werden“.

Franz N. M. schreibt uns: „Die Messstation steht direkt an der Kreuzung von der fünfspurigen Rheinstraße und dem 6 spurigen Kaiser-Friedrich-Ring. Abstand zum Kaiser-Friedrich-Ring 20 Zentimeter. Sie verstößt eindeutig gegen die 25 m EU-Abstandsregelung zu Kreuzungen“.

Wie man auf dem Bild außerdem sieht, steht die Station auf dem Mittelstreifen einer Allee mit einer Doppelreihe von großen alten Bäumen mit dichten Kronen, die vor allem im Sommer den Luftaustausch sehr stark behindern. Auch bei der kreuzenden Straße handelt es sich um eine Allee mit einer Doppelreihe großer, dicht belaubter Bäume.

DENW189 Wuppertal Gathe, 49 µg NO2/m3, Rangfolge 21, gemeldet von Arnd B.

Bilder 11 und 12. Die Messstation in Wuppertal-Gathe. Während vorne gerade ein Bus abfährt, kommt hinten schon der nächste (Bilder: Google Maps mit eingefügten Markierungen)

Zur Beschreibung verweist Arnd B. auf eine Dokumentation der Messstelle durch die Deutsche Autofahrerhilfe bei Facebook: „Die Messstation befindet sich neben einer Busspur und in unmittelbarere Nähe einer Haltestelle; sie ist so positioniert, dass sie quasi im “Abgasstrahl” der dort haltenden Busse liegt. Die Bus-Frequenz ist offenbar so hoch, dass das bei Google Maps verfügbare Bildmaterial gleich 2 ankommende bzw. abfahrende Busse zeigt….In der 39. BImSchV sind u.a. folgende Kriterien für Messstationen definiert: Der Messeinlass darf nicht in nächster Nähe von Emissionsquellen angebracht werden, um die unmittelbare Einleitung von Emissionen, die nicht mit der Umgebungsluft vermischt sind, zu vermeiden. Der Ort von Probenahmestellen ist im Allgemeinen so zu wählen, dass die Messung von Umweltzuständen, die einen sehr kleinen Raum in ihrer unmittelbaren Nähe betreffen, vermieden wird. Für die gemessene Verschmutzung sollte nicht eine einzelne Quelle vorherrschend sein, es sei denn, dies ist für eine größere städtische Fläche typisch. Die Probenahmestellen müssen grundsätzlich für eine Fläche von mehreren Quadratkilometern repräsentativ sein. Die Messstation Wuppertal Gathe (VWEL) verstößt gegen diese Kriterien [der 39. BImSchgV], denn sie ist unmittelbar neben einer bedeutenden NOx-Quelle positioniert – nämlich an einer Bushaltestelle, an der im Stand (Ein- und Aussteigen der Passagiere) sowie unter Last (Wiederanfahren/ Beschleunigen der Busse) laufende schwere Dieselmotoren für erhebliche Verschmutzungen sorgen. Die dortige Überschreitung der Grenzwerte ist also ein konstruiertes Ergebnis“ [DEAFH].

DEBE063 Berlin Neukölln, Silbersteinstraße, 48 µg NO2/m3, Rangfolge 23, gemeldet von Christian F.

Bilder 13 und 14. Die Messstation Silbersteinstrasse in Berlin Neukölln (Fotos: Christian F.)

Zur Messstelle gibt Christian F. folgende Hinweise: „Die Messstation befindet sich etwa 50 cm von der Fahrbahn entfernt. Die Silbersteinstr ist eine sehr stark befahrene Straße. Die Messstation befindet sich fast an der Kreuzung Silbersteinstr./ Karl-Marx-Str. Auch die Karl-Marx-Str. ist eine sehr stark befahrene Straße“.

Auch wurde der 25-m-Abstand zur Kreuzung augenscheinlich nicht eingehalten, dafür steht die Station in einem Bereich, wo Balkone den vertikalen Luftaustausch beeinträchtigen.

Berichterstattung wird fortgesetzt

Noch nicht aufgeführte Stationen werden noch in weiteren Folgen vorgestellt, wobei die Reihenfolge vom Jahresmittelwert für 2017 abhängt.

Allen Unterstützern und Helfern sei hiermit an dieser Stelle nochmals ausdrücklich gedankt.

Fred F. Mueller

Quellen

[DEAFH] https://www.facebook.com/notes/deutsche-autofahrerhilfe/wie-überschreitungen-des-nox-grenzwertes-durch-positionierung-der-messstationen-/234007083828775/

[SPOT] https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/presseservice/faq

[UBAHGP] https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/luftqualitaet-2015

[UBANO2] https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/stickstoffdioxid-belastung#textpart-1

[UBASTU] https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/quantifizierung-von-umweltbedingten

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15 Kommentare

  1. Gibt es eine einheitliche Höhe bei den Messungen? Ich glaube nicht und würde es gern wissen. Meiner Meinung nach wird in verschieden Städten unterschiedlich hoch gemessen.

    Da wäre Brüssel gefragt. Die schaffen nur Verordnungen über die einheitliche Krümmung der Gurke.

  2. Aus dem Artikel „Man platziert […] Messstationen […] gezielt dort, wo man in eng begrenzten „Hot-Spot-Bereichen“ die höchsten überhaupt aufzufindenden Messwerte finden kann..“

    Ich nehme mal an es geht um das Thema ‚Dreckige deutsche Dieselfahrzeuge‘ welche womoeglich gar nicht wirklich dreckig sind und die Moeglichkeit, dass der gesamte Dieselskandal als Finte dem Steuerzahler einfach nur mal wieder Mrd. aus der Tasche ‚zaubern‘ soll?

    Sowas mag sein. Doch um die Behauptung, dass die Positionen der Messstationen genau dort sind, wo die „höchsten überhaupt aufzufindenden Messwerte“ gefunden werden koennen zu belegen, muesste an allen (halbwegs relevanten) anderen Stellen ueber einen relativ langen Zeitraum (min. 1 Jahr) gemessen worden sein.

    Und wenn das nicht stattfand, und davon ist auszugehen aufgrund der enormen Menge an Strassen und anliegenden Nebengelegen, wo Messungen haetten durchgefuehrt werden muessen, kann vom „höchsten“ Messwert gar nicht die Rede sein.

    Wie schaut denn die Methodologie genau aus? Ein Paar Fotos und ein Grafik sind fuer eine Beurteilung der Sachlage bedeutungslos, wenn die genauen Methoden der Standortwahl, Geraetekonfiguration, Ermittlung und Auswertung der Messwerte unbekannt sind oder nicht genannt werden.

    Die Immissionswerte sind uebrigens nicht das einzige Kriterium fuer die Bildung der Emissionshoechtwerte, welche dann die Kraftfahrzeuge einzuhalten haben.

    Ebenso, wie das Umweltbundesamt „Panik“ machen kann, kann es auch der Otto-Normal-Verbraucher, der eine Verschwoerung vermutet. Ich persoenlich halte die Veroeffentlichungen des Umweltbundesamt uebrigens nicht fuer Panikmache. Wollten ‚die‘ Panik machen, saehe das Balkendiagramm wie der boese boese CO2-Hockeyschlaeger aus.

    P. S. Wie kommen ‚die‘ eigentlich auf so extrem niedrige Werte in der Grafik, obwohl doch angeblich die Stationen ausschliesslich an Hot-Spots stehen? Sind die zu doof ihre eigene Statistik zu faelschen?

    Rationale Gruesse und frohes Schaffen weiterhin 😉

    • Lieber Anarchrist,

      Unsere Luft ist ein  turbulentes Medium. Direkt am Auspuff kann man besonders hohe Konzentrationen messen. Davon fällt man jedoch nicht sofort tot um. Entscheidend ist der Mittelwert über das Jahr hinweg. Den darf man eben nicht dort messen, wo punktuell die höchsten Konzentrationen auftreten, sondern an solchen Stellen, die für diesen Jahresmittelwert repräsentativ sind. Das steht in den EU-Richtlinien ausdrücklich drin. Und genau daran hält sich die deutsche Politik nicht.

      Was die Grafik angeht, die beruht auf Simulationen. Dabei hat man aus Versehen wohl mit einigermassen realistischen Modellen gearbeitet statt mit den beim UBA sonst so beliebten Extremstationswerten. So ein dummer Fehler aber auch. Beim UBA wird es wohl etliche rote Köpfe gegeben haben.

      Ansonsten: Meine Aussagen sind korrekt. Der Artikel gehört zu einer ganzen Serie. Viele Punkte, die hier aus Platzgründen nur kurz gestreift werden können, sind da ausführlich beschrieben.Einfach nachlesen.

      Mfg

      • Hallo Fred F.Mueller,

        danke fuer die nette Antwort. Bevor ich mir die ein oder andere Seite der „ganzen Serie“ ansehe, haette ich noch eine kleine Frage. Handelt es sich um eine Ansammlung von Einzelbetrachtungen oder sind die einzelnen Messstationen und ihr Status ueber einen entsprechend langen Zeitraum beobachtet bzw. kontrolliert worden? Ist auch dargelegt mit welcher Gewichtung und in welchen Zeitraeumen die Daten der Hotspots genau in die Auswertungen des UBA eingeflossen sind?

        Denn zur Ermittlung eines Gesamtdurchschnittes muessten eigentlich die Hotspots mit beruecksichtigt werden (moduliert). Und fuer die Bewertung der Situation der Personen, die Strassenverkehrsnah (Taxifahrer, Fahrradkuriere) arbeiten, sind die Werte an Hotspots im Besonderen von Bedeutung.

        Punkt 5.  FAQ der Landesanstalt fuer Umweltschutz BW (letzter Link aus Artikel):

        In Baden-Württemberg werden seit dem Jahr 2004 Spotmessungen durchgeführt. Im Gegensatz zu den Verkehrsmessstationen handelt es sich bei den Spotmessungen um zeitlich befristete Messungen. Werden die Grenzwerte an einer Spotmessstelle drei Jahre lang eingehalten, wird sie wieder abgebaut und an einer anderen verkehrsreichen Straße in Baden-Württemberg platziert. Stand März 2017 werden in Baden-Württemberg 35 Spotmessstellen betrieben.

        Auch MfG

        • Lieber Hr. Pastler

          rufen Sie mal folgendes Dokument auf: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/358/dokumente/no2_2017.pdf (gibt es auch als Excel-Version, bisschen suchen).

          Die grossen Ballungszentren und die Industrieregionen an Rhein und Ruhr werden so dargestellt, dass man meint, die Menschen dort müssten generell schlechte Luft atmen. Praktisch alle grossen Städte sind mit Warnfarben übersät.

          Die Herrschaften vom UBA haben seit Jahren so getan, als würden die Menschen in diesen Regionen – dort leben geschätzt ca.  40-50 % der gesamten Bevölkerung – massenweise durch NO2 vergiftet. Hier bei Eike wurde vor kurzem die UBA-Behauptung, dass jedes Jahr in Deutschland 6.000 Menschen deshalb sterben und über 400.000 an Diabetes erkranken, als Voodoo-Wissenschaft entlarvt. https://www.eike-klima-energie.eu/2018/04/12/umweltbehoerden-panikmache-mit-voodoo-wissenschaft/

          Ich habe mich jetzt mehr als ein Jahr lang mit diesen Dingen herumgeschlagen und bin vom Erstaunen über das Entsetzen inzwischen zum Stadium der kalten Wut gekommen über das, was die von Hr. Trittin beim UBA vor 2 Jahrzehnten ins Amt gehievten Grünlinge inzwischen mit Deutschland und seiner Schlüsselindustrie „Auto“ angerichtet haben. Wenn die kaputt ist, wird es allen Deutschen schlecht gehen. Arbeitslosigkeit und Hunger in „gesunder Luft“ ist nicht jedermanns Ideal.

          Was BW angeht: Schauen Sie doch mal, wieviele offizielle Messstellen es in BW überhaupt gibt (nach meiner Zählung beim UBA-Dokument 41), und welchen Prozentsatz die 35 somit ausmachen. Für ganz Deutschland weist das UBA für 2017 397 NO2-Messstellen aus, davon sind 127 als „Verkehr“ (= Hotspot) markiert, das sind 32 % aller Messstellen für geschätzt 0,0x % der Bevölkerung, die in Wirklichkeit maximal betroffen ist (Schätzwert).

          Zeitlich befristet heisst ausserdem, dass man dann, wenn man nicht mehr die gewünscht hohen Werte findet, die Station woanders aufbaut, wo man das an Messwerten bekommt, was man gerne hätte.

          Mfg

           

           

  3. Wie in der Kriminalistik sollte man sich fragen: „Wem nützt das?“

    Obwohl ausreichend phantasiebegabt scheitere ich hier…

  4. Heute (21.4.) meldung in der tageszeitung: verkehrsminister zweifelt an korrekter installation der stationen in deutschland.

    Im text dann aber eine aussage, daß man nir lachen kann: er habe aber zweifel, ob in madrid, brüssel, marsaille oder rom die schadstoffbelastung genauso exakt gemessen wird, wie in deutschen städten.

    Hmmmmm…. ist „exakt“ in dessen sichtweise automatisch GEGEN DIE VORGABEN ???

    Für mich war „exakt“ bisher immer korrekt, bzw. den vorschriften entsprechend.

    A. Franke

    • Es gibt zwei Aspekte:

      1. Nimmt man das Beispielbild von Ludwigsburg, dann ist eindeutig, dass dieses gegen die EU-Richtlinie verstößt, da im Winkel von 270° des Lufteinlasses ein Gebäude steht, das nicht ‚mehrere Meter‘ entfernt ist. Die Messstation ist nur möglich, weil die deutsche Verordnung den Winkel auf 180° geändert hat. Das bedeutet eine Änderung der Messbedingung, ohne den Grenzwert entsprechend anzupassen. Außer den Österreichern, die gerne deutsche Verordnungen abschreiben, dürfte das kein anderes Land so manipuliert haben.

      2. Eine Messstation darf beispielsweise max. 10m vom Straßenrand stehen, sie soll repräsentativ für mindestens 100m Straße messen, also nicht kleinräumig. Ein Amt könnte die Station also bis zu 10m vom Straßenrand aufstellen, und so, dass 1km Straße repräsentiert werden. Die Ämter haben aber das andere Extrem gewählt und in Kauf genommen, dass die Ergebnisse in erster Linie schlecht verwirbelte Luft messen. In Anbetracht dessen, dass damit Milliarden Verluste und Milliarden Investitionen verursacht werden, darf gerne die Verhältnismäßigkeit einer solchen Umsetzung hinterfragt werden.

      Im Übrigen ist dies ein gutes Beispiel auch für die Diskussion der Abgaswerte von Kfz: Die Luftreinhalterichtlinie schreibt vor ‚bis zu‘, ‚maximal‘, ‚mehrere Meter‘, gibt also den Ämtern viel ‚Spielraum‘. Ähnlich ist das beim Diesel-Abgas: Für unterschiedliche Betriebsbedingungen hat man dem Hersteller ‚Spielraum‘ gegeben für das ‚Abschalten‘ der NO2-Reduzierung. Die Hersteller haben diesen Spielraum genutzt und sich mit dem KBA darauf geeinigt. Jetzt werfen Umweltaktivisten dem KBA vor zu großzügig gewesen zu sein, auch wenn dies im Rahmen der Vorgaben war. So gibt es eben zwei Sichtweisen.  Beim Aufstellen der Messstationen konnten sich dagegen die Verantwortlichen ohne Gegenpol ‚austoben‘. Das muss man möglicherweise jetzt korrigieren.

  5. Das Problem ist der Deutsche Städtetag…solange der das Spiel er UBA und den manipulierten Grenzwerten mitspielt….die Bürgermeister der Städte die von dem UBA angemahnt werden fügen sich dem UBA anstatt die UBA Messmethoden anzuzweifeln und dem UBA mit Klage zu drohen.

    Der Deutsche Städtetag wil genauso wie das UBA und die gesamte Grün-Sozialistische Merkel-Medien Gesinnungspolitik den Untergang der freien Deutschen Wohlstands- und Marktgesellschaft….die Abschaffung von Aufklärung und die Einführung des kollektiven Gesinnungsgehorsam….die wollen ALLE aus der Deutschen Gesellschaft eine Mangel und Armutsgesellschaft machen. Auf ALLEN EBENEN…in Politik und Wirtschaft!

     

  6. In Düsseldorf stehen die Messboxen auf der Cornelius- und Dorotheenstr., genau wie z.B. in Wiesbaden, in der Straßenschlucht zwischen Fahrbahn und der durchgehenden 5- stöckigen Bebauung. Na sowas…

    Es gibt hier in der Stadt auch eine Reihe Straßentunnels, vielleicht stellt man da drin auch mal Messstellen auf, das generiert bestimmt Horrorwerte!

    • Umgekehrt: Staat Fahrverboten werden die Tunnelventilatoren in den Straßenschluchten aufgestellt. Das geht schnell und effektiv.

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