Forsythie: Der Vorzeige­strauch des Deutschen Wetter­dienstes verspätet sich deutlich seit über 30 Jahren.

Blütenbeginn 2018: 4. April! Bild: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de Anmerkung an die Ortskundigen: Falls sich die Umgebung des Strauches geändert haben sollte, bitte ich um ein aktuelles Foto, am besten vom gleichen Standort aus.

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe
Die Forsythie ist eine vom Deutschen Wetterdienst benutzte Zeigerpflanze für den Erstfrühlingsbeginn im März. Eigentlich ist die Forsythie nicht besonders geeignet als Erstblütenbetrachtung, der DWD hat sie auch nicht ausgesucht, denn er erhielt mehr zufällig die lange Datenreihe aus Hamburg. Und mit schöner Regelmäßigkeit behauptet die politisch besetzte Führungsriege des Deutschen Wetterdienstes einen früheren Frühlingsbeginn der Forsythienblüte an der Lombardsbrücke inmitten der großen Wärmeinsel Hamburg.


Der immer frühere Beginn sei ein eindeutiger Beweis der Klimaerwärmung, die wiederum ausschließlich CO2 bedingt wäre, wird behauptet, aber ohne jedweden wissenschaftlichen Versuchsnachweis. Vor allem die deutschen Medien verschärfen die meist noch neutral gehaltenen Texte des Deutschen Wetterdienstes. Dem unbedarften Leser soll suggeriert werden, dass die Forsythien vor 40 Jahren erst im Mai geblüht hätten und jetzt rücke der Termin von Jahr zu Jahr weiter vor. Als Beweis wird dann oftmals nicht die Blühgrafik gezeigt, sondern die Grafik des CO2-Anstieges, einen Anstieg, den niemand bezweifelt.

Wir sind der Sache nachgegangen und fragen uns: Blühen die Forsythien wirklich früher? Hält der Lenz tatsächlich immer einen früheren Einzug in Deutschland? Zu 2018: Für dieses Jahr gibt der Phänologe Iska Holtz den Referenzbusch an der Hamburger Lombardsbrücke mit dem Blütenbeginn 4. April an. Das sind 94 Tage seit Jahresbeginn. Ein bis zwei Tage wohl verfrüht, wenn man den Temperaturverlauf von Februar und März in Hamburg betrachtet. Denn auch unser Strauch im Garten blühte am 4. April, Februar und März waren in Süddeutschland jedoch wärmer als in Hamburg.

Wie verhalten sich die Blühtermine der Forsythie seit 1988 bis heute?

Ende der 80-er Jahre war der Wiederaufbau der Innenstadt Hamburg weitgehend abgeschlossen, so dass zusätzliche Wärmeinseleffekte wohl nur noch gering auf die Temperaturen einwirken. Interessant wäre aber ein Temperaturverlauf der Alster, denn der Strauch steht direkt am Ufer und die Wassertemperatur bestimmt den Blütentermin ebenfalls mit. Eine Zunahme warmer Abwässer infolge des gestiegenen Lebensstandards seit 1988 hätten selbstverständlich Auswirkungen auf die Erstblüte, aber genauso auch eine Düngezugabe am Ufer und natürlich auch die CO2-Zunahme der Luft.

Doch nun zur Grafik: Vor allem für die Laien und Medienvertreter, bitte beachten: In der folgenden Grafik sind auf der y-Achse die Blühtermine der Forsythie als Tage nach Neujahr aufgetragen, ein Ausschlag nach oben bedeutet somit einen späten Blühtermin.

Abbildung 1: Vorsicht, nicht verwechseln, die dunkelblaue Trendlinie steigt, das bedeutet aber nicht Erwärmung. Auf der linken senkrechten Achse sind nicht die Temperaturen aufgetragen, sondern die Kalendertage seit Jahresbeginn. Je mehr Kalendertage, desto später der Forsythien-Blütenbeginn. 1988 lag der Blühbeginn der Forsythien noch im Februar.

Die Überraschung ist groß. 1988 lag der Blühbeginn noch im Februar. Die Hamburger Daten zeigen eine Verspätung seit 1988 und nicht die stets in allen Medien behauptete Verfrühung. Können die meist nicht naturwissenschaftlich ausgebildeten Reporter der Medien die Diagramme nicht lesen, oder handelt es sich um ideologische Verblendung?

Wir stellen hier nur fest: Obwohl die Beobachtungsreihe mitten in der großen Wärmeinsel Hamburg aufgenommen wurde, und damit gar nicht die Bedingungen einer objektiven Beobachtung erfüllt, ist der Blütenbeginn des DWD Vergleichsbusches seit 31 Jahren eindeutig verspätet. Der Frühling erwacht in Deutschland innerhalb der letzten 31 Jahre später und nicht wie behauptet früher.

Halten wir fest: Die vom DWD beobachtete Forsythienblüte der Stadt Hamburg zeigt seit 1988 einen deutlich verspäteten Frühlingsbeginn. Alle Veröffentlichungen in den Medien, dass just dieser Strauch an der Lombardsbrücke immer früher blühen würde, sind falsch.

Wegen des in den letzten 30 Jahren zweifellos gestiegenen CO2-Gehaltes der Luft hätten die Forsythien und andere Märzenblüher eigentlich früher blühen oder austreiben müssen, denn Kohlendioxid ist für die Pflanzen ein anregendes Düngemittel.

Es gibt andere Gründe, und die überwiegen: Die Temperaturen von Januar bis März sind gefallen, wobei der Januar wohl nur noch sehr wenig den Blühtermin entscheidet. Wichtiger sind die beiden Monate Februar und März und die Wärme der letzten Woche vor Blühbeginn.

Zunächst die Grafik des Februars für Hamburg:

Abbildung 2: Auch ohne eingezeichnete Trendlinie würde man auf Anhieb erkennen: Der Februar wurde eindeutig kälter in Hamburg. Der Februar 2018 ist der zweitkälteste, damit ist ein später Frühlingsbeginn bereits festgelegt.

Die Grafik für den März von Hamburg

Noch mehr als der kalte Februar beeinflussen die Märztemperaturen den Blühtermin der Forsythie an der Hamburger Lombardsbrücke. Und auch der März war in Hamburg noch kein Frühlingsmonat, an vielen Tagen zeigte er sich vor allem 1988 sehr winterlich. Mit 2,0 C im Schnitt war es der viertkälteste März der letzten 30 Jahre. Und die letzten Märztage waren in Hamburg besonders kalt. Nur nebenbei, auch die beiden Ostertage 2018 hatten nur einen Schnitt von 3,4°C, so dass der diesjährige Blühtermin etwas früher ist als man aufgrund der Februar- und Märztemperaturen erwarten dürfte

Abbildung 3: Das Diagramm zeigt den kälter werdenden Monat März in den letzten 30 Jahren in Hamburg. Die Abkühlung beträgt deutlich über 1 Grad. Der März 2018 war der viertkälteste im Betrachtungszeitraum.

Kürzere Dauer des Erstfrühlings in Deutschland?

Ähnlich wie die Forsythie verhält es sich mit dem Laubaustrieb der Wilden Stachelbeere, welcher sich ebenfalls verspätet hat. Wegen eines tendenziell etwas wärmeren Aprils hat sich jedoch der Einzug des Vollfrühlings (Beginn der Apfelblüte) leicht verfrüht. Aus der Differenz beider Eintrittstermine ergibt sich die Dauer des Erstfrühlings. Bei der Analyse der Forsythiendaten käme man zu ähnlichen Ergebnissen mit insgesamt geringeren Tageszahlen der Erstfrühlingsdauer:

Abbildung 4: Leichte Verkürzung der Dauer des Erstfrühlings in Weimar von 52 auf 44 Tage seit 1990. Würde man die etwas spätere Forsythienblüte verwenden, käme man zu einem ähnlichen Trend bei geringerer Tageszahl.

Momentan wird also die durch eine Abkühlung der Monate Januar bis März verursachte Vegetationsverspätung durch einen wärmeren April noch mehr als egalisiert. Den Trend darf man keinesfalls in die Zukunft extrapolieren, allerdings zeigt er, wie sich Vorgänge in der belebten Natur den Witterungsverhältnissen anpassen

Zusammenfassung:

  1. Februar und März wurden deutlich kälter in Hamburg in den letzten 30 Jahren. Da auch die beiden Osterfeiertage 2018, der 1. und der 2.te April recht kalt waren in der Hansestadt ist der angegebene Blühtermin 4. April schmeichelhaft. Da wir dem Phänologen Iska Holtz vertrauen, zeigt die Forsythie, dass es auch noch andere Ursachen für den Blühtermin einer Pflanze oder eines Strauches gibt. Zumindest ist die Zunahme an CO2 seit über 30 Jahren ein Faktor für einen früheren Blühtermin, da CO2 wie ein Düngemittel wirkt.

 

  1. Der Vorzeigestrauch des Deutschen Wetterdienstes, die Forsythie in Hamburg zeigt eine deutliche Verspätung seit 1988, was in erster Linie auf die fallenden Temperaturen der ersten drei Monate des Jahres zurück zu führen ist, vor allem aber auf die Monate Februar und März.
  2. Ebenso mitbestimmend für die Erstblüte sind die Tageslänge, sowie die Sonnenscheindauer und der UV- Anteil im Sonnenlicht, Feuchtigkeit und Nachtfröste sowie Düngefaktoren im weitesten Sinne. Bekanntlich hat der Nitratgehalt im Grundwasser wieder zugenommen. Die gestiegene CO2-Konzentration der Luft dürfte in den letzten 3 Jahrzehnten bei allen Gehölzen die Blühwilligkeit gefördert haben.

 

Unser aller Wunsch: Der Frühling möge wieder früher kommen. Niemand von uns will einen verspäteten Frühlingsbeginn.

Wie wir aus diversen Artikeln nicht nur der Autoren Kämpfe/Kowatsch wissen, wurde es nach 1945 in Deutschland erst einmal kälter, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Städte ausgebombt waren und das Leben, besser das Überleben auf Sparflamme kochte. Auch deswegen waren die Winter und der März sehr kalt nach 1945 in den deutschen Städten. Der steigende Wohlstand, die rege Bautätigkeit und die allmähliche Beheizung aller Räume nebst steigendem Warmwasserverbrauch im Haus und die zunehmende Industrialisierung brachten wieder Wärme in Deutschlands Städte. Aus diesem Grunde kam nach dem Kriege der Frühling auch in Hamburg zunächst früher. Der Frühling folgte dem Wohlstand. Ein Vorgang, der in den 80-er Jahren in Hamburg wohl sein Ende gefunden hat. In der Innenstadt Hamburgs scheint der Wärmeinseleffekt ausgereizt zu sein.

Abbildung 5: Seit 1971 ist der Blühtermin der Forsythie in Hamburg ausgeglichen. Er liegt etwa bei 80 Tagen nach Neujahr. Trotz CO2-Zunahme – ein Dünger aus der Luft – und trotz Zunahme der Düngemittel im Grundwasser, alles wachstumsfördernde und blühtreibende Faktoren, hat sich der Frühling in Hamburg nicht verfrüht.

Es will einfach nicht wärmer werden, obwohl sich das jeder vor allem in der kalten Jahreszeit wünscht.

Liebe Medienvertreter, es wird endlich Zeit, dass den Deutschen die Wahrheit erzählt wird. Wir leben keinesfalls mittendrin in einer gefährlichen Erwärmung. Kohlendioxid ist ein sauberes Gas, das mit dem Klima wenig zu tun hat. Kohlendioxid ist neben Sauerstoff und Wasser die Grundbedingung des Lebens auf der Erde. Die Erde braucht mehr und nicht weniger Kohlendioxid. Das Klima wandelt sich immer, und das aus vielerlei Gründen, aber Kohlendioxid hat keine Wirkung.

Das Klima lässt sich nicht schützen; es ist als „chaotisches System“ viel zu komplex und erst recht wenig erforscht. Oder anders ausgedrückt: Die Forschung ist noch absolut ergebnisoffen. Notwendig wäre jedoch ein umfangreicher Natur- und Umweltschutz. Sauberes Wasser, saubere Luft und saubere Nahrungsmittel sind ein Grundgut, das allen Menschen zusteht. Natur- und Umweltschutz sind notwendig, Klimaschutz gibt es nicht.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimawissenschaftler

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

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28 Kommentare

  1. Ich habe keine einzige Quelle gefunden, aus der hervorgeht, dass irgendjemend beim Deutschen Wetterdienst die Blüte der Forsythie mit dem Klimawandel, menschengemacht oder nicht, in Verbindung bringt. Golbale Klimaveränderung und ein Gebüsch in Hamburg? Das ist keine Wissenschaft, sondern Kaffeesatzleserei – warum beschäftigt sich das „Institut“ Eike denn bitte mit so einer Lapalie???? Die amtliche Grafik des DWD zeigt überdies eindeutig, dass es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Frühlingstemperaturen  und dem Blühbeginn gibt. Wer (wie ich) selbst einen Garten hat und/oder öfter in der Natur unterwegs ist, weiß aus eigener Beobachtung,  dass die Blüüte von zahllosen Faktoren beeinflusst ist.

    Eins noch zu Ihrer Aussage, dass der Frühling in Deutschland „kälter“ wird:

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/36/Temperaturreihe_Deutschland%2C_Fr%C3%BChling%2C_30-10.PNG

    Ist die Grafik ein Fake?

    • Herr Flügel,

      leider hören diese Grafiken alle 2009/20010 auf.  Und Herr Kowatsch und Kämpfe wollen sich nicht auf die langjährigen Mittel einlassen. Passt wohl nicht zum Bild.

      Zumindest für Potsdam gibt es montasweise die Daten (auch für Bodentemperaturen) mit 11jähigem geleitenden Mittel:

      https://www.pik-potsdam.de/services/klima-wetter-potsdam/klimazeitreihen/lufttemperatur-mittel

      und für den Boden.

      https://www.pik-potsdam.de/services/klima-wetter-potsdam/klimazeitreihen/bodentemperatur

       

      Gruß

      Ketterer

       

       

       

    • Lieber Herr Flügel

      Leider werfen Sie mal wieder einiges durcheinander. Wir haben geschrieben, dass der Vorfrühling, das sind die Monate Februar und März seit über 30 jahren kälter werden. Deshalb sind auch alle Märzblüher seit über 30 Jahren mehr oder weniger verspätet. Und was machen Sie.? Sie weisen auf eine ganz anderes Thema hin, nämlich die drei Frühlingsmonate März/April und Mai zusammen und das seit 1760. Warum bleiben Sie nicht bei den Aussagen des Artikels? Ob Ihre Grafik ein Fake ist, weiß ich nicht, denn ich habe mich damit nciht beschäftigt. Das müßten Sie eigentlich tun, da Sie ein neues Thema aufmachen.  Meine erste Frage an Sie wäre, anhand von welchen Wetterstationen wurde der Schnitt ihrer Frühlingsgrafik erstellt und stimmen diese Stationen von einst mit den heutigen überein?  1760 gab es die Bundesrepublik und den Deutschen Wetterdienst noch nicht. Einverstanden?

      Übrigens: die Aprilblüher zeigen um meinen Heimatort herum nun keine Verspätung mehr. Die Schlehen und der Birnbaum blühen seit drei Tagen so wie schon immer um diese Zeit. Der Kirschbaum in meinem Garten wird demnächst blühen, somit sogar 2 Tage früher als der Schnitt der letzten 30 Jahre.

      Freundlichst: Josef Kowatsch.

      • Lieber Herr Flügel, Ihre Grafik:

        https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/36/Temperaturreihe_Deutschland%2C_Fr%C3%BChling%2C_30-10.PNG

        Ist die Grafik ein Fake?, fragen Sie

        Ich habe nun selbst versucht, die Ihnen gestellte Frage zu beantworten. Ich denke, als noch CO2-Erwärmungsgläubiger werden sie noch nichts hinterfragen wollen. Also>: Schauen Sie sich die Grenzen Deutschlands von damals an und von heute, die meisten Wetterstationen, aus denen der Schnitt 1760 gebildet wurde, gibt es nicht mehr. Der Schnitt wurde also mit ganz andere Stationen gebildet als der Schnitt der drei Frühlingsmonate von heute. Und ein Großteil der damaligen Stationen vor über 200 Jahren hat noch in der Maßeinheit Reaumur gemessen. 8 R sind 10 C. Berlin-Tempelhof war vielleicht als einzige seit damals dabei und alle preußischen Wetterstationen haben die Celsiusskala benutzt. Damit scheidet eine Fehlerquelle aus, nämlich die scheinbare Erwärmung durch Maßeinheitenänderung. Eine Grafik von Tempelhof seit 1756, die ich anhand der Daten heute nacht erstellt habe, zeigt eine nahezu ebene Trendlinie. Also ganz anders als die Grafik bei Ihnen. Dabei ist zu bedenken. Die Station Tempelhof trägt nur denselben Namen, sie ist aber nciht dieselbe. 1756 stand die Wetterstation bei einem Gutshof, der tempelartig angeordnet war, daher der Name, vor den Toren Berlins in absolut ländlicher Umgebung. Heute steht Tempelhof in einem bebauten Stadtteil von Berlin, wahrscheinlich am Flughafen. Tempelhof damals und Tempelhof von heute sind nicht vergleichbar. Die Erwärmung des Tempelhof-Thermometers durch den Wärmeinseleffekt beträgt in diesem Falle mindestens 1 Grad.

        Zu Ihrer Grafik im link läßt sich wissenschaftlich folgendes Ergebnis feststellen:  1) Es gibt keine einzige Wetterstation, die 1760 bereits den Schnitt bestimmt hat und heute noch genauso unverändert geblieben ist und in den heutigen Schnitt Deutschland mit einfließt. 2)Die Frühlingstemperaturen bei den heutigen Stationen an den heutigen Standorten im heutigen Deutschland sind wärmer als die Temperaturen bei den Standorten im gänzlich anderen Deutschland von 1760.

        • Damit scheidet eine Fehlerquelle aus, nämlich die scheinbare Erwärmung durch Maßeinheitenänderung.

          Sehr geehrter Herr Kowatsch, 
          was veranlasst Sie hier eine Fehlerquelle anzunehmen? Sie unterstellen Meteorologen/Klimatologen Unfähigkeit. Das finde ich schon heftig, haben Sie Belege für diese Fehlleistung. 
          Herr Kowatsch sie haben dereinst mit Herrn Leistenschneider Celsius-Temperaturen ins Verhältnis gesetzt (und diesen Fauxpas nicht korigiert sondern versucht das auch noch zu verteidigen). Mit dieser Historie sollten Sie hier IMHO etwas defensiver argumentieren.   

        • Damit scheidet eine Fehlerquelle aus, nämlich die scheinbare Erwärmung durch Maßeinheitenänderung.

          Sehr geehrter Herr Kowatsch, 
          was veranlasst Sie hier eine Fehlerquelle anzunehmen? Sie unterstellen Meteorologen/Klimatologen Unfähigkeit. Das finde ich schon heftig, haben Sie Belege für diese Fehlleistung. 
          Herr Kowatsch sie haben dereinst mit Herrn Leistenschneider Celsius-Temperaturen ins Verhältnis gesetzt (und diesen Fauxpas nicht korigiert sondern versucht das auch noch zu verteidigen). Mit dieser Historie sollten Sie hier IMHO etwas defensiver argumentieren.   

        • Lieber Herr Flügel

          Leider melden Sie sich nicht mehr. Sie sind am verdauen. Und noch ein Punkt. Ihre DWD-Erwärmungsgrafik endet im Jahre 2010. Warum führt der dWD die Grafik nicht weiter? Antwort: Weil die wissenschaftlich ausgebildeten Leute in der 2.ten Reihe inzwischen selbst eingesehen haben, dass man die Daten nicht vergleichen kann. Wir – damals war noch Herr Leistenschneider dabei- hatten ab 2011 einen ausführlichen Schriftverkehr mit dem DWD. Die Artikel des DWD sind inzwischen immer wissenschaftlich richtiger und neutraler geworden. Dass es aufgrund von CO2 in den letzten 100 Jahren wärmer geworden wäre, behauptet nur noch die politsch besetzte und unwissende Führungsriege des DWD. Und noch ein Tipp: Betrachten Sie nciht ihren Garten, sondern die Vegetation in der freien Fläche. Dort gibt es keine Winterheizung und auch keine Sommerbetonaufheizung aus dem Hause Flügel.

          nex fer oaguat, deswegen reden wir ja miteinander.

          Freundlichst Josef Kowatsch

          • Warum führt der dWD die Grafik nicht weiter? Antwort: Weil die wissenschaftlich ausgebildeten Leute in der 2.ten Reihe inzwischen selbst eingesehen haben, dass man die Daten nicht vergleichen kann.

            Ach Herr Kowatsch was soll das?

            Der DWD kann die Grafik nicht weiterführen weil der DWD die Grafik nie erstellt hatte. Da müssen Sie sich and die Autoren wenden.

            Zur „Naturbeobachtung“ Ich war am Wochenende im Südwesten Deutschlands: Diese Jahr war wiedereinmal ein Jahr in dem Forsythie, Kirsche und Apfel zusammen geblüht haben. Und der Maikäfer muss in Aprilkäfer umgetauft werden.

            MfG

            Ketterer

          •  
            Poahh, Herr Ketterer! Ich war auf Teneriffa – schön warm da und grün, an vielen Stellen.
             

  2. Derzeit blühen auf der Ostalb noch einigeLeberblümchen (erste Fotos vom 10. Januar), Buschwindröschen und verwandte Anemonen, Scharbockskraut, diverse Schlüsselblumen, der Hohle Lerchesporn sowie die Traubenhyazinthen im Trockenrasen. Küchenschellen  und Blaustern haben das Blühende erreicht, ebenso die Kornelkirsche, die dieses Jahr mehrheitlich spät aufblühte.
    Seit wenigen Tagen steht die Forsythie in voller Blüte. Die Traubenkirsche hält ihre Blütenknospen noch dicht geschlossen, ebenso der Apfelbaum, eine frühe Sorte. Auch die Felsenbirne wartet noch auf eine blühgünstige Witterung. Am Pfirsichbäumchen, ganz nah am Haus, hatten sich schon einzlene Blüten geöffnet. Das sind alles Beobachtungen im unmittelbaren Umfeld des Klimagartens der Wetterwarte Ostalb.

    Bei der phänologischen Beobachtung sollte man zusätzlich zur Lufttemperatur auch die Temperatur in verschiedenen Erdodentiefen sowie die Luftfeuchtigkeit in Betracht ziehen. Die Bodenwärme kommt noch kaum über 8 °C hinaus. Bis heute hat es im April 6 mm geregnet. Die obere Bodenschicht ist ziemlich trocken, und der Wind trocknet bei geringer Luftfeuchtigkeit noch weiter aus. Die Pflanzen haben sich auf diese Bedingungen vortrefflich eingestellt. Möglicherweise verfügen unsere Pflanzen über ein zuverlässiges Sensorium, das dem bloßen elektronischen Datensammeln weit überlegen ist.

    Phänologische Beobachtungen haben bei lokaler Betrachtung Aussagekraft, allenfalls noch in Teilen einer Region. Großräumig gibt es viele verschiedene klimatische Besonderheiten, die sich m. E. für eine statistische Zusammenführung und daraus abgeleitete Schlüsse wenig eignen.

     

    • @Guido Wekemann

      An diesen Satz….“Möglicherweise verfügen unsere Pflanzen über ein zuverlässiges Sensorium, das dem bloßen elektronischen Datensammeln weit überlegen ist“….sollte man seine „Naturwissenschaft/Neugierde/Forschung“ anknüpfen und weiterverfolgen.

      Das „zuverlässig Sonsorium der Pflanzenwelt“ zu entschlüsseln….wenn man dies entschlüsselt hat, hat man eine gemeinsame Basis die überall auf der Erde für die Rahmenbedingung = Wetter-Klimabedingungen (Umweltbedingung) der Pflanzenwelt steht….

       

       

  3. Mal was allgemeines zur Beobachtung von „Blühern“ (Strächern und Pflanzen) wenn es um Wetter und Klima Entwicklung geht…..

    Es sollten hier, neben dem Blühbeginn, noch einige andere Faktoren mit einbezogen (beobachtet) werden….

    1. Die Blühzeitspanne (von Blühbeginn bis zum Verblühen)

    2. Die Dichte und Masse der Blüten

    3. Die Farbenitensität der Blüten

    …kurz und bündig….der Gesamtzustand der Sträucher/Pflanzen ist in eine umfangreichere Betrachtungsweise/Beobachtung mit einzubeziehen. Naturbeobachtung ist mehr….Folra und Fauna können uns mehr über unser Klima und die Zukunft des Klima verraten….man muss sich auf Natur nur intesiv genug einlassen…die Natur mit der Zeit verstehen lernen um dann für die Zukunft ein Gespür/Gefühl zu bekommen wie das Wechselspiel von Flora und Fauna zum Wetter/Klima sich zusammenfindet.

    Flora und Fauna sind die Sensoren die uns zeigen wie sich unser Wetter/Klima…unsere Umgebungsbedingungen (Rahmenbedingungen) sich verändern.

     

     

  4. Das ansteigende CO2-Gas ist nicht Ursache,  sondern Folge der Erwärmung, wie jeder selbst leicht mit Hilfe zweier Meineramwasserflaschen -eine kalt, eine warm – durch Schütteln feststellen kann!

    • Lieber Webmax

      Keiner bezweifelt das, die Frage ist vielmehr, ist ihre Aussage überhaupt zu gebrauchen? Die Vorfrühlingstemperaturen sind in den letzten 30 Jahren kälter geworden, der CO2-gehalt soll gestiegen sein, erzählt man uns. Oder stimmt das auch nicht? Die Frage wäre somit eher, ob der CO2-Anstieg die Abkühlung bewirkt hat. Übrigens nicht nur in Deutschland. Auch bei der deutschen Südpolstation sind die Temperaturen in den letzten 30 Jahren leicht gefallen, genauso bei der Messtation Dale-Enterprise in Virginia. Was wollten Sie mit ihrer Aussage überhaupt sagen?

  5. Kein Medium erklärt dem deutschen Michl, was es bedeutet, wenn unsere Regierung ihren Klimaschutzplan wirklich umsetzt. Im Zentrum stehen massive Energieeinsparungen für den Bürger und die Industrie. Unser Lebensstandard läge dann auf dem Niveau von Moldawien. Das könnte den Bürger nachhaltig verunsichern. Was würde er wohl wählen, wenn er das wüsste?

  6. Wird eigentlich in der gleichen Gegend irgendwo auch die Bodentemperatur langzeitig und in verschiedenen Tiefen gemessen?

    Mfg

    • Sehr geehrter Herr Müller,

      Für Hamburg ist mir das nicht bekannt. Aber an der Station Potsdam finden Sie lückenlose Aufzeichnungen für verschiedene Bodentiefen auf der Website des PIK seit 1893. Die Bodentemperatur nahe der Bodenoberfläche wird übrigens stark von der Sonnenscheindauer bestimmt; ein recht sonniger Frühling regt also das Pflanzenwachstum an, solange noch genug Feuchte  in tieferen Bodenschichten verfügbar ist. Die Startseite für die Auswahl ist

      http://www.pik-potsdam.de/services/climate-weather-potsdam/climate-diagrams/

  7. Ich denke daran, dass solche später einsetzende „Blühtenphase “ wohl auch in der ‚kleinen Eiszeit‘ ihren Fortgang nahm.

    Und dann war es wohl auch früher wieder zu kalt.

    In den letzten Jahren bin ich immer im August zum Motorrad Treffen und habe im Zelt geschlafen. Dabei war es Nachts immer saukalt.

    Auch eine Langzeit Bemerkung.

  8. „Doch nun zur Grafik: Vor allem für die Laien und Medienvertreter, bitte beachten: In der folgenden Grafik sind auf der x-Achse die Blühtermine der Forsythie als Tage nach Neujahr aufgetragen, ein Ausschlag nach oben bedeutet somit einen späten Blühtermin.“

    y-Achse, nicht „x-Achse“

     

  9. „Forsythie: Der Vorzeigestrauch des Deutschen Wetterdienstes“

    Eine solche Überschrift macht mich immer etwas ratlos. Da werden genaue Thermometer entwickelt, die Messungen automatisiert und die Wetterhütten verbessert. Und am Ende zählt nur die Forsythie als Vorzeigestrauch.

    Die Autoren zählen verschiedene Faktoren auf, die den Blühbeginn beeinflussen: Zunahme warmer Abwässer, Düngezugabe, CO2-Zunahme in der Luft. Meine Frage an die Autoren: Inwieweit können frühblühende Forsythien gezüchtet werden? Es ist doch naheliegend dass sich solche Sorten besser verkaufen.

    • Vielen Dank Herr Berberich für die Anfrage. Das würde wahrscheinlich ein aktuelles Foto schon beantworten. Auch ich gehe davon aus, dass es nicht mehr diesselbe Forsythie wie 1945 ist und dass eine früher blühende eingepflanzt wurde. Außerdem könnte sich der Spazierweg entlang des Strauches verändert haben. Anstatt den hellen Kieselsteinen ein dunklerer Belag? Warten wir auf die Ortskundigen. Erstaunlich bleibt: Trotz der vielen sich verfrühenden Faktoren, die wir im Artikel genannt haben, hat sich die Blüte insgesamt verspätet, weil die Temperaturen gesunken sind.

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