21 schlechte Tatsachen über Windenergie – und drei Gründe dafür

Windmühlen im Gebiet Texas – Oklahoma. Bild: © Anthony Watts 2009

John Droz Jr.
Förderung der Windenergie ist eine politische Agenda, die sich längst von realen Fakten und Wissenschaft weit entfernt hat.
Der Versuch, die Argumente der Windkraft-Befürworter zu widerlegen, gleicht ein wenig dem Versuch, einen eingefetteten Ballon zu ergreifen. Kaum hat man gedacht, ihn eingefangen zu haben, windet er sich irgendwie heraus aus dem Griff. Ich möchte hier einen Abriss darlegen, wie sich die Dinge mit der industriell vermarkteten Windenergie entwickelt haben.

1: Windenergie wurde bzgl. der meisten kommerziellen und industriellen Anwendungen vor über 100 Jahren aufgegeben. Zum Ende des 19. Jahrhunderts war sie absolut unzureichend für die aufkeimenden moderneren Bedürfnisse bzgl. Energie. Wenn wir den Schalter umlegen erwarten wir, dass das Licht angeht – und zwar in 100% aller Fälle. Die Windenergie wird NIEMALS dazu in der Lage sein, und das ist der Hauptgrund dafür, dass die Windenergie der Sammlung antiquierter Technologien hinzugefügt worden ist (zusammen mit anderen, ähnlich ungeeigneten Energiequellen wie Pferde- und Ochsen-Kraft).

2: Jetzt ein Sprung in die Zeit vor einigen Jahren. Nachdem die Politiker davon überzeugt werden konnten, dass die anthropogene globale Erwärmung eine unmittelbar drohende Katastrophe darstellt, traten Lobbyisten Kampagnen los, um alles voranzutreiben, was vermeintlich Kohlendioxid reduzieren würde. Das war die Gelegenheit zur Vermarktung, welche die Windenergie-Industrie brauchte. Windenergie wurde aus dem Papierkorb antiquierter Energiequellen herausgeholt und wiederbelebt, posaunten doch deren Befürworter hinaus, dass Windturbinen Strom erzeugen ohne jeden CO2-Ausstoß.

3: Natürlich wäre dies allein noch kein bedeutender Anreiz gewesen, weshalb die Wind-Lobbyisten den Weg für einen Quantensprung bereiteten: Einspeisen von Windstrom in das Stromnetz könnte den CO2-Ausstoß jener „schmutzigen“ fossilen Stromerzeugungsquellen (vor allem Kohle) deutlich reduzieren. Dieses Argument wurden zur Grundlage vieler Staaten bei der Einführung eines Renewable Energy Standard (RES) oder Renewable Portfolio Standard (RPS). Jene undemokratischen Standards schrieben vor, dass die entsprechenden Versorger der Staaten eine bestimmte Menge Windenergie („Erneuerbare“) bis zu einem festgesetzten Datum verbrauchen (oder verkaufen) müssen.

Warum waren diese Vorschriften notwendig? Einfach weil die Realität der Integration von Windenergie eine sehr teure Option war. Daher würde kein Versorgungsunternehmen das aus eigenem Willen tun. Sie mussten dazu gezwungen werden. Weiteres zu den Kosten folgt weiter unten.

4: Obwohl es das explizite Hauptziel dieser RES/RPS-Programme war, CO2 zu reduzieren, hat interessanterweise nicht ein einziger Saat, welcher solche Programme aufgelegt hatte, jemals eine Verifikation der CO2-Reduktion durch irgendein Windprojekt angefordert, weder vorher noch hinterher. Die Politiker nahmen einfach die Versprechungen für bare Münze, dass CO2-Einsparungen realisiert werden würden.

5: Es dauerte nicht lange, bis die Versorgungsunternehmen sowie unabhängige Energie-Experten berechneten, dass die tatsächlichen CO2-Einsparungen minimal waren (falls es überhaupt derartige Einsparungen gibt). Dies war der inhärenten Natur der Windenergie geschuldet sowie den Realitäten der ständigen Ausbalancierung des Netzes Sekunde für Sekunde mit fossil erzeugtem Strom (typischerweise Gas). Die häufig zitierte Bentek-Studie (How Less Became More) kann beispielhaft als unabhängige Bewertung dieses Aspektes gelten. Wichtiger ist aber, dass es seitens der Windindustrie null wissenschaftliche, empirische Beweise gab, welche die Behauptungen einer konsequenten CO2-Einsparung stützten.

Von der Windindustrie zitierte Studien (über die CO2-Einsparungen der Windindustrie) sind fast durchweg Computermodelle. Als jemand, der einige 100.000 Programmierzeilen geschrieben hat, kann ich versichern, dass es sehr einfach ist, ein Modell zu konstruieren, welches „beweist“, dass Schweine fliegen können. Modelle mögen angemessen sein in Bereichen, in denen es keine echten Daten gibt. Da weltweit ein paar 100.000 Turbinen in Betrieb sind, gibt es aber empirische Daten. Falls wirklich CO2 eingespart wird, sollte die Windindustrie also in der Lage sein, mit realen Daten aufzuwarten.

6: In der offensichtlichen Erwartung, dass der CO2-Betrug bald auffliegen würde, griffen die Wind-Lobbyisten zu präventiven Maßnahmen. Sie führten eine weitere Begründung ein, um ihr Anliegen am Leben zu halten: Energie-Diversität. Da unser Stromsystem jedoch bereits eine merkbare Diversität aufweist (und viele fragen „noch mehr Diversität – zu welchen Kosten?“) nahm dieser Hype niemals wirklich Fahrt auf. Damit zurück zum Reißbrett…

Read the full story here at Master Resouce

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/03/25/twenty-one-bad-things-about-wind-energy-and-three-reasons-why/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentare

  1. Daß die meisten Politiker keine Ahnung von Naturwissenschaften haben, ist ja allgemein bekannt. Selbst wenn sie mal eine naturwissenschaftliche Ausbildung hatten, haben sie offensichtlich vieles  vergessen oder trauen sich nicht, der offiziell verordneten Meinung zu widersprechen.

    Ich frage mich aber immer wieder, wo die Stimme der Energiespezialisten und Naturwissenschaftler  war, als solche Entscheidungen, wie z.B. EEG oder Schließung der Atomkraftwerke usw.  getroffen wurden.

    Sicher gibt es einige aktive Realisten, aber warum reichte deren die Kraft nicht aus, diesen Wahnsinn zu stoppen?  Normalerweise sollte doch die Vernunft Siegen!

  2. @Die Politiker nahmen einfach die Versprechungen für bare Münze, dass CO2-Einsparungen realisiert werden würden.

    Ich bin überzeugt, dass die Politiker es zumindest ahnen, was tatsächlich damit los ist.

    Deshalb fragt auch keiner danach.

  3. inzwischen fliegen bei uns nicht nur Schweine … aber leider keine Politiker aus den Ämtern! Sie wissen sicher schon;  in einer (politischen) Hierarchie steigt nach dem Peter-Prinzip (vgl. gleichnamiges Buch) jeder solange auf, bis er die Ebene der eigenen Inkompetenz erreicht hat …Dietmar

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