Die Desertec-Pleite

Prinzip der Versorgung mit DESERTEC Solarstrom. Bild Wikipedia DESERTEC Foundation. nach CC BY-SA 2.5

Das Projekt Desertec wurde 2009 voller Euphorie gestartet. Es sollte die Energieversorgung mit Solarstrom für Europa sichern helfen und dem Erzeugerland hohe Einnahmen sichern. Wie fast immer bei Energiewendeprojekten hat man auch hier versucht politische, öknonomische und Naturgesetze auszuhebeln. Und ist erwartungsgemäß gescheitert.
Roger Letsch fasst den Iststand zusammen


In seiner „Was-wurde-aus…“ Serie schaut SPON heute auf das Projekt Desertec, das 2009 voller Euphorie und mit großen Erwartungen gestartet war. Wüstenstrom für Europa sollte es sein, den man mittels Gleichstromleitungen über Gibraltar und Sizilien ins energiegewendete Europa schaffen wollte. Und wer da nicht alles eingestiegen war: E.On, RWE, Deutsche Bank, Siemens… ein Projekt im Volumen von 400 Mrd. Euro klingt nach einem Schlaraffenland für Investoren. Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Warum das ganze scheiterte?

SPON bietet zwei Erklärungen an. Zum einen hätte es Streit gegeben, was mit dem produzierten Strom geschehen solle. Der Export nach Europa wäre angesichts des wachsenden Energiebedarfs in Afrika moralisch doch irgendwie untragbar. Das ist die altruistische Erklärung. Es gibt natürlich auch noch eine, in der ein böser Gegenspieler auftaucht – die Kohleverstromer! Die würden nämlich um ihre veralteten Kraftwerke bangen und deshalb den Fortschritt aufhalten. Ich halte beide Erklärungen für lächerlich und konstruiert.

Die erste deshalb, weil durch Handel immer Wohlstand entsteht, selbst wenn man nicht erst den heimischen Markt sättigt, sondern fast nur für den Export produziert. Den Strom nach Europa zu exportieren, wäre nämlich allemal lukrativer, als den heimischen Markt zu bedienen. In Maranello fahren ja auch weniger Ferrari herum als in München. Das zweite Argument ist noch bekloppter. Als wenn bei RWE oder E.On irgendwer an irgendeiner Technologie hängen würde! Dort will man nicht vordergründig Kohle verstromen, sondern Kohle verdienen. Man nimmt das Geld, das man kriegen kann, ganz gleich, welche Technologie man dafür einsetzen muss. Im überregulierten Deutschland nennt man das wirksamste Mittel der Gewinnerzielung deshalb auch nicht „Angebot & Nachfrage“, sondern Lobbyismus.

Im Bereich der Erneuerbaren muss man in Deutschland noch nicht einmal Marktpreise machen, da durch das EEG und angeschlossene Gesetze (ein „Lex Desertec“ wäre der Klimakanzlerin, den Grünen und den Trittbrettfahrern von der SPD ein Fest gewesen) die Subventionen nur so sprudeln. Man lebt nach dem Motto „Pecunia non olet“, und sobald das Geld dem Verbraucher zwangsweise aus der Tasche gezogen wurde, ist es genauso gut und schön, wie anstrengend auf funktionierenden Märkten verdientes. Man sollte endlich aufhören zu glauben, dass marktwirtschaftlich organisierte Unternehmen sich in einem hart umkämpften Markt wohler fühlen als in einem Umfeld aus Subvention und Protektionismus. Denn das haben Geld und Strom gemeinsam: Beide bevorzugen den Weg des geringsten Widerstandes.

Die wahren Gründe des Scheiterns

Zunächst zogen die Initiatoren von „Desertec“ nicht ins Kalkül, dass sich die politische Lage zwischen Marokko und Ägypten jemals ändern könnte. Man hatte sich so daran gewöhnt, dass die lokalen Diktatoren ihre wie Privatfarmen regierten Länder fest im Griff haben, dass man komplett verdrängte, von welcher Art die brodelnde Suppe war, auf der die schweren Deckel der Diktatur lagen. Der „arabische Frühling“ beendete die solaren Energieträume zuverlässiger, als das ein Sandsturm je tun könnte. Ein Funken Restverstand war bei den Projektinitiatoren wohl noch übrig, und die Idee, die europäische Energiesicherheit auf unbestimmte Zeit in die Hände islamistischer Banden vom Schlag der Muslimbrüder oder Boko Haram zu legen, wurde verworfen.

Zeitgleich mit dem Tod des Desertec-Projektes starb auch die deutsche Solarbranche immer schneller aus. Heute ist sie so tot wie Eisbär Knut. Es hatte sich nämlich gezeigt, dass die Chinesen bei der Subventionierung ihrer eigenen Solarzellen-Produktion noch großzügiger waren als die grünstrombesessenen Deutschen. Das, was man also in den Wüstensand zu klotzen beabsichtigte, wären letztlich vermutlich chinesische Anlagen gewesen. Die Reihe der Unterstützer, die sich noch 2009 als Profiteure der Idee „Wüstenstrom“ sahen, lichtete sich angesichts dieser Aussichten schnell weiter. Den Todesstoß für das Projekt bilden allerdings zwei physikalische Tatsachen, an denen auch die deutsche Energiewende letztlich scheitern wird. Der Betrieb von Solarmodulen in einer Sandwüste hat eine höhere Degradation zur Folge. Es kommt zwar prinzipiell immer zu Leistungsverlusten der Zellen, weil diese gewissermaßen „altern“; die erhöhte UV-Strahlung und die staubig/sandig/salzige Umgebung von Wüsten ist allerdings Zellgift für die Module. Diese müssen regelmäßig gereinigt werden, weil sie pro Tag sonst 0,5% ihrer Leistung einbüßen. (Anmerkung der Redaktion: Das gilt prinzipiell auch für die vorrangig von DESERTEC geplanten Spiegelsysteme) Reinigt man sie allerdings zu oft, wirkt sich dies ebenfalls negativ aus. Egal was man also macht, es geht bergab mit der Leistung. Die „Verwüstungen“, die ein ordentlicher Sandsturm oder die wohlmeinende lokale Bevölkerung in einem Solarpark anrichten können, sind da noch nicht mitgezählt.

Bleibt noch das letzte große Problem, welches sich die schöne Desertec-Idee mit allen anderen Solar- und Windideen teilt: fehlende Speicher für Kurz- und Langzeitpufferung. Es sind auch keine in Sicht. Heute, am 25. März, geht in Hannover die Sonne 19:42 Uhr unter. Es wäre schön, dann die eine oder andere Lampe einschalten zu können. Hingen wir heute schon an Desertec, würde daraus leider nichts – aus der Sahara käme nämlich schon seit 18 Uhr kein Strom mehr. Dort geht die Sonne um diese Jahreszeit schon deutlich früher unter. Für SPON ist die Idee „Desertec“ allerdings noch nicht tot. Es gäbe hier und da kleine Nachfolgeprojekte. Doch die sind lokal begrenzt und sollen ihren Strom auch nicht nach Europa liefern. Dies hat also mit der ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun. Statt also von diesem toten Pferd abzusteigen, erklärt man, dass kein Pferd so tot sein könne, dass man nicht wenigstens ein klein wenig darauf reiten könne. Und sicher wird auch bald gemeldet, dass es nun neue Sättel gäbe, mit denen sich tote Pferde noch besser reiten ließen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

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29 Kommentare

  1.  

     
    In der saudischen Wüste soll das weltweit größte Solarenergieprojekt entstehen.
     

     
    Die Kapazität der Anlage soll bei der Fertigstellung im Jahr 2030, 200 Gigawatt betragen.
     
    Also die Strommenge von über 20 Kernkraftwerken raus hauen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
     
    Vermutlich wird da auch noch was mit Speichern gemacht um einige kWh in die Nacht zu ziehen, ist aber nur mal eine Vermutung.
     

     
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/strom-fuer-das-ganze-land-ein-solarprojekt-fuer-200-milliarden-dollar-soll-ganz-saudi-arabien-mit-strom-versorgen/21122060.html
     

     
    In der Region gibt es ja bereits eine Solarprojekte die das kWh für 1,5 bis 2,5 Cent anbiden.
     

     
    MfG
     

     

     

     

    • „Also die Strommenge von über 20 Kernkraftwerken raus hauen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang“

      Falsch, da es so Dinge wie Einstrahlungswinkel gibt.

      Und Blödsinn, da niemand eine intermittierende Stromquelle braucht, die ihr Maximum während der Mittagspause liefert.

      Der Link zum Handelsblatt zeigt, wie grottenblöde die schreibende Zunft hierzulande ist.

        • Ähm… 200GW entsprechen etwa 200 typischen KKWs oder 60 EPR-Doppelblöcke der Größe „Hinkley Point C“. Das wären also – je nach Schätzung – rund 0,8…1,5 Billion Dollar in KKW.

          Es wäre – rein auf die Kraftwerkskosten bezogen – also ab einer mittleren Leistung von 12…22% der Nennleistung dem KKW gegenüber wettbewerbsfähig.

          • Sehr geehrter Herr Deutering,

            Ihre Aussage

            „Es wäre – rein auf die Kraftwerkskosten bezogen – also ab einer mittleren Leistung von 12…22% der Nennleistung dem KKW gegenüber wettbewerbsfähig.“

            ist falsch!

            Die Aufgabe an einen Stromproduzenten lautet, eine bestimmte Menge zu einer beliebigen Zeit im 24h-Fenster zu produzieren.

            Dies kann die Solarenergie nicht leisten.

            Die Produktionskosten für 1 KWh sind daher nur dann vergleichbar, wenn der Solarstromlieferant entweder zusätzliche Speicher (die es in der notwendigen Größe nie geben wird), oder einen zusätzlichen konventionellen oder kernkraftbasierten Kraftwerkspark vorhält.

            Damit ist jegliche Wettbewerbsfähigkeit dahin.

             

            MfG

          • Warum habe ich wohl „rein auf die Kraftwerkskosten“ geschrieben?

            An einem freien Markt muss ein einzelner Stromhersteller nicht zu jeder beliebigen Zeit Strom produzieren und auch nicht zu jeder Zeit günstig. Photovoltaik würde – ich unterstelle mal, dass  in Saudi Arabien die Sonneneinstrahlung im Ahead Markt vorhersagbar ist – tagsüber häufig andere Produzenten verdrängen. Pufferkraftwerke werden für die Nacht benötigt.

        •  

          Frieder Ermel schreibt am 13. April 2018 um 15:42
          Und 20 KKW kosten wahrscheinlich auch nicht mehr als 200 Mrd. Dollar, bringen aber 90 % ihrer Nennleistung.

          20 AKW bringen im Jahr ca. 130.000 GWh

          200 GWp Solar bringen in Jahr in der saudischen Wüste ca. 300.000 GWh

          So sind die Größenortungen.
          Da bringen die 200 GW Solar zumindest das doppelt an GWh.

          AKW mit je 1 GW und 6500 Volllaststunden
          (weltweiter Durchschnitt ist um die 6400 Volllaststunden)

          Solar mit 1500 Volllaststunden in der saudischen Wüste

           

          • IIRC haben 4 Jahre 1461 Tage, mithin wären das nahe 1461 Vollaststunden pro Tag im Jahr; vielleicht ±2h um Mittag herum wenn gerade kein Staubsturm in der Nähe das frühstmorgentliche Putzen der Anlage wieder ungeschehen macht.

          • „200 GWp Solar bringen in Jahr in der saudischen Wüste ca. 300.000 GWh“

            Jo, und 400 GWp bringen dann 600.000GWh.

            Wohingegen 100 GWp entsprechend 150.000 GWh liefern.

            Die pumpen Sie dann auf einen Stromtanker und verschiffen diese nach Blödland, wo sie über 24h verteilt ins Stromnetz geschüttet werden.

            Oder so.

            Oh Herr, laß Hirn regnen…

  2. Solarstrom am Äquator…wo es maximal 12 Stunden Sonne hat und der Sonnenuntergang innerhalb von 20 Minuten den Tag zur Nacht macht. Man hat also ca. 10 Stunden Sonnenenergie um damit den Rest des Tages = 14 Stunden zu überbrücken. Und das auch nur im optimalsten Fall, wenn es nicht bewölkt ist in den 10 Stunden die zur Energie-Stromgewinnung vorhanden sind. Ein Kraftwerkspark hingegen kann 24 Stunden….rund um die Uhr Energie/Strom produzieren und zuverlässig die Verbrauchernachfrage decken…und das 24 Stunden, 7 Tage in der Woche an 365 Tagen im Jahr. Was zum Teufel soll also Afrika mit diesen Mittelaltertechniken anfangen, die von den Launen der Natur (Sonne und Wind) abhängig sind, wenn es mit einen Kraftwerkspark rund um die Uhr Strom und Energie im Überfluss erzeugen und verteilen kann…?!

     

  3. Rein rechnerisch würde es in Verbindung mit Wasserstofftechnologie/Elektrolyse schon funktionieren. Wirtschaftlich ließe sich eine Win-Win-Situation konstruieren, indem die dort ansässige Bevölkerung ganz gut von den Anlagen leben könnte, die sie pflegen muss.

    Allerdings ist unsere Wirtschaft nur an Win-Loss interessiert, und politisch ist es wahrscheinlicher, dass der Papst zusammen mit dem iranischen Oberayatollah das jüdische Grashüttenfest feiert als dass sich etwas tut. Die Physik braucht man gar nicht zu bemühen, wenn man wissen will, warum so etwas scheitert.

    • Die Wasserstofftechnologie ist auch so ein Steckenpferd der Ökoträumer.

      Sie ist wegen der Speicherproblematik des Wasserstoff technisch sehr aufwendig und aufgrund der damit verbundenen Kosten höchst unwirtschaftlich.

      Daran ist auch in Zukunft nicht zu rütteln, es sei denn es gelingt das Wasserstoffatom auf den fünffachen Durchmesser aufzublasen.

      Selbst dann wäre ein KKW mit angeschlossener Elektrolyse vermutlich wirtschaftlicher.

  4. DESERTEC war von vornherein ein totgeborenes Kind. Bei ca. 5000 km Leitungslänge kommt hinten bei uns nur wenig an. Die HGÜ-Leitungen müßten erst noch gebaut werden. Unterirdisch? Eine normale Höchstspannungs-Drehstrom-Übertragung ist sowieso nicht machbar. Es ist unfaßbar: Die Initiatoren waren nicht nur technisch unwissende Banker, sondern leider auch wissende Ingenieure.

  5. Anfangs fand ich die Idee richtig gut. Strom aus der Wüste, wo jeden Tag die Sonne vom wolkenlosen Himmel strahlt. Die Idee ist naheliegend.  Ein Projekt dieser Größenordnung hätte vielleicht auch eine Problemlösung der Speicherung von Strom für die Dunkelheit in großindustriellem Maßstab ermöglicht. Aber schon nach kurzem Nachdenken war für mich klar, dass es nicht funktionieren würde. Europa hat einfach zu wenig Soldaten um in diesem riesigen Gebiet Solarfelder, Stromspeicher und Stromleitungen vor Terroranschlägen, Besetzungen, Erpressungen oder einfach vor blinder Zerstörungswut zu schützen. Wobei sich grundsätzlich zuerst die Frage stellt ob europäische Streitkräfte überhaupt in den betroffenen Ländern Nordafrikas geduldet worden wären. Eines ist klar, sicherheitspolitisch wäre das Projekt extrem riskant für alle europäischen Volkswirtschaften geworden. Ohne massiven Schutz aller Einrichtungen hätten wir uns völlig in die Hand von Diktatoren, Terroristen, Islamisten und größenwahnsinnigen Stammesfürsten begeben.

  6. Tatsächlich ist das Projekt am Ohmschen Gesetz gescheitert. Und die Idee war auch nicht neu. Bereits in den 1980gern haben wir im ersten Semester Elektrotechnik an der FH-München die Solarstomversorgung von Europa aus der Sahara durchgerechnet mit dem Ergebnis, daß schon die ohmschen Leitungsverluste ausreichen, den Wirkungsgrad so niedrig werden zu lassen, daß es weder rentabel noch konkurrenzfähig ist. Man bräuchte schon Supraleitung in der Übertragung. Das war auch den Ingenieuren von Siemens und anderen bekannt. Also ging es denen wohl eher um den Abgriff von Fördergeldern als wirklich ein Projekt abzuliefern.

     

  7. 2009 war ich noch beim VDI und habe Herrn Prof. Lüdecke bei einem Vortrag in der Oberpfalz kennengelernt. Ich erinnere mich, das damals ein paar Grüne zwar den Unterschied zwischen elektrischer Anschlussleistung und abgegebener Energie nicht kannten, dafür waren diese dann total beleidigt, als Prof. Lüdecke das Desertec Projekt kurz und bündig als „technisch und ökologischer Blödsinn“ abhandelte.

  8. Es fehlen noch zwei weitere physikalische Gründe, die ebenfalls die deutsche Energiewende zum scheitern verurteilen:

    1. Die geringe Energiedichte von Sonnenstrahlen, die eine großen Aufwand zum „einfangen“ der Energie erfordert und damit verteuert.

    2. Die Energiequelle ist zwar häufiger verfügbar als im nördliche Deutschland, aber eben auch im Idealfall unter 50%. D.h. die teure Anlage produziert zu über 50% Nichts.

    Oder anders ausgedrückt, um effektiv und damit wirtschaftlich vernünftig Energie zu erzeugen wird eine konstante Quelle hoher Energiedichte benötigt, z.B. Verbrennung, die die Natur so nicht zu Verfügung stellt.

  9. Was in der Betrachtung von Desertec auch immer „vergessen“ wird, sind die erforderlichen Kupferquerschnitte der HGÜ-Leitungen, die ja über Tausende von km verlegt werden müssten – und das für Leistungen im GW-Bereich! Das ohmsche Gesetz schlägt auch hier zu und wenn nur wenige Ohm Verlustwiderstand zulässig sind, steigt der Querschnitt drastisch an.
    Beispiel: Ein Ohm bei 1000km Länge bedeutet einen Querschnitt von 180cm2 oder einen Durchmesser von 15cm.
    Das eine Ohm macht bei 1000A aber immerhin noch 1MW thermische Verlustleistung.
    Schon das beweist den Unsinn von Desertec.

  10. Passende Meldung vorhin im MDR: Der Herr Asbeck mit Solarworl Industries ist nach kaum 8 Monaten wieder pleite. 600 Leute in Arnstadt und Freiberg auf der Straße…..

  11. Bei Desertec ging es gar nicht um PV-Module, sondern um Parabolrinnenkraftwerke. Wenn man einen Artikel darüber schreibt, sollte man wenigstens das wissen.

    • Das ist nicht korrekt, ändert aber auch, wenn es das wäre, nichts an der Degradation auch der Spiegel. Bei Desertec findet man (Hervorhebung von mir)

      The DESERTEC Concept integrates all types of renewable energy. The installed capacity of wind energy and photovoltaics is already growing strongly. Concentrating Solar-thermal Power (CSP) is however an important technology in the DESERTEC Concept because it can deliver dispatchable power that compensates for the fluctuations of wind energy and photovoltaics.

      • Die PV-Anlagen sind allerdings laut Karte alle in Europa. In der Wüste sind nur Parabolrinnenkraftwerke. Ich kann mich noch an eine Doku erinnern, in der betont wurde, dass in der Wüste keine PV-Anlagen installiert werden sollten, wegen des zu geringen Wirkungsgrades. Fragt sich nur, warum man dann PV-Anlagen in nördlicheren Breiten installiert. Fragt sich auch, warum man Kraftwerke kritisiert, die das Prinzip haben, mit einer Dampfturbine Strom zu erzeugen und dann mit Parabolrinnen genau das Gleiche versucht, aber scheitert. Auch propagiert man einerseits die dezentrale Energieversorgung, aber wenn der Strom „sauber“ ist, darf er auch aus Afrika kommen.

      • Man wollte mit den Parabolrinnen wohl die schon so lang ersehnten Energiespeicher haben, weil ja ein Fluid einen Wassertank zu Dampf erwärmt aus dem man dann schöpfen wollte.

    • „Bei Desertec ging es gar nicht um PV-Module, sondern um Parabolrinnenkraftwerke. Wenn man einen Artikel darüber schreibt, sollte man wenigstens das wissen.“

      Sie haben Recht!

      Banausen, die!

      Daran sieht man schon, daß die Desertec gar nicht verstanden haben.

      Was anderes: ist Ihnen bekannt, ob schon ein paar Kilometer dieser Parabolrinnen samt ihren Spiegeln  produziert wurden und nun unverdienterweise ungenutzt rum liegen?

      Diese Parabolrinnenspiegel schaffen es ja, auch die diffuse Gegenstrahlung mit einem Wirkungsgrad von c.a. 30% auf die Röhren zu konzentrieren.

      Da Desertec nun von den großen Stromkonzernen mit vorgeschobenen Argumenten verhindert wurde, kann nun nicht mehr ganz Deutschland mit sauberem, kostenlosen Strom versorgt werden. Diese Chance ist vertan. Ein für alle mal. Eine Schande!

      Ich könnte aber mit Hilfe der Parabolrinnenspiegel ganz München rund um die Uhr mit lecker krossen, in der Gegenstrahlung gebratenen Hühnchen versorgen.

      Für Info über den etwaigen Verbleib der Parabolrinnenspiegel setze ich eine hohe Belohnung aus, die sofort fällig wird, wenn die Hähnchenbraterei erfolgreich in Betrieb geht.

      MfG

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