Wer bei der nächsten Wahl ans Klima denkt und an Demon­strationen teilnimmt, bekommt CO2-Kompen­sation gutge­schrieben

Bild CO2-Fastenaktion. Quelle: BR-Homepage, Screenshot

Helmut Kuntz
Bis Ostern ist wieder CO2-fasten angesagt [1]. Früher musste man noch mühsam wallfahren, um wirklich etwas Gutes für die Welt und auch sein späteres Weiterleben im Himmel zu tun. Heutzutage macht man es viel bequemer zuhause und „besänftigt“ nicht einen Gott weit weg im Himmel, sondern rettet gleich die viel näher liegende, im Klimafieber darbende „Mutter Erde“.

CO2 Fasten: Wegen des großen Erfolges wird die Aktion weitergeführt

Letztes Jahr wurde von der CO2-Fastenaktion berichtet. Dieses Jahr wird diese aufgrund des großen Erfolges und medialer Resonanz weitergeführt und ausgeweitet:
BR 24 14.02.2018: [2] Fastenzeit in Franken CO2-Fasten-Staffel geht in die zweite Runde
… Im vergangenen Jahr war es noch ein Experiment. Heuer geht sie mit deutlich mehr Teilnehmern in die zweite Runde: die CO2-Fasten-Staffel des Initiativkreises der Klimaschutzmanagerinnen und -manager der Metropolregion Nürnberg. Von Aschermittwoch (14.02.18) bis Karsamstag (31.03.18) stellen sich Fastende der Herausforderung, ihren persönlichen CO2-Ausstoß zu reduzieren …

Letztes Jahr fastete nur die Klimaelite, dieses Jahr auch Bürger

BR 24 14.02.2018: [2] … Die CO2-Fasten-Staffel ist ein Klimaschutzprojekt des Initiativkreises der Klimaschutzmanager/innen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN), der dem metropolitanen Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung angegliedert ist. Im Initiativkreis sind 25 Kommunen und Landkreise sowie eine Arbeitsgemeinschaft und kirchliche Umwelt- bzw. Klimaschutzbeauftragte vertreten.
Plastikfrei und ohne Auto
Die Teilnehmer der
CO2-Fasten-Staffel wollen zeigen, dass es auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen des Alltags möglich ist, Klimaschutz aktiv zu leben. Das Ziel: Im Alltag so wenig CO2 wie möglich verursachen und herausfinden, in welchen Lebensbereichen sich ressourcenschonendes Verhalten umsetzen lässt. Die Herausforderung wird individuell gewählt. Beispielsweise verzichten die Fastenden auf das eigene Auto, kaufen plastikfrei ein, ernähren sich vegetarisch, tauschen anstatt zu kaufen oder verzichten auf den Wäschetrockner.

Dieses Jahr nutzen auch „ganz normale Bürger“ das spezielle Fasten, um (etwas bekannter zu werden und) Kompetenz beim Klimaretten zu zeigen.
BR: [2] Im vergangenen Jahr haben sich an der CO2-Staffel nur Klimaschutzmanagerinnen und -manager aus den Landkreisen beteiligt. In diesem Jahr sind auch Bürger der einzelnen Kommunen dabei.
Zum Beispiel aus der Politik: Landrat … genießt Gutes aus dem Fürther Land:
(Landrat) Für diesen Blogbeitrag ist jedoch vor allem das Thema CO2 relevant. Durch die kurzen Wege regionaler Produkte spart man sich sowohl für die Transportwege, als auch für die notwendigen Kühlungsvorrichtungen unterwegs CO2 …
… Der Winter ist wohl die schwierigste Jahreszeit um auf eine regional-saisonale Ernährung zu setzen. Vor allem, wenn man nicht selbst durch Einkochen und Einlagern vorgesorgt hat. Doch mit etwas Kreativität und Können lassen sich aus den regionalen Basics wie Nudeln, Mehl und Kartoffeln, frischen tierischen Produkten, eingelagerten Äpfeln und frischem Wintergemüse noch erstaunlich viele unterschiedliche Gerichte zaubern.
Ob der Landrat daran denkt, dass „frisches Wintergemüse“ in unseren Breiten fast nur aus einem beheizten Gewächshaus oder aus dem wärmeren Ausland kommt und eingelagerte Äpfel mit Kühlenergie und Begasung im „Winterschlaf“ gehalten wurden. Sowieso stellt sich die Frage, wie der Landrat Folgendes gemeint hat: „ … wer nicht selbst durch Einkochen und Einlagern vorgesorgt hat … “.
Macht seine Familie das wirklich für den gesamten Winter und meint, dass könnte doch wie zu alten Zeiten jede andere Familie auch machen (neben dem, dass kein moderner Keller und schon gar keiner, welche die Wärmedämmvorschriften erfüllt, dafür geeignet ist?)
Dazu der Eintrag eines Fachmannes, welcher eher belegt, wie problematisch Elektroautos sind, welche trotz Sonnenschein vier Tage zum vollen Aufladen benötigen. Eine Versorgung „strombedürftiger Nachbarn“ während dieser „Ladetage“ wäre vollkommen unmöglich (wird im „zellularen Netz“ jedoch immer als Vorteil propagiert). Ideell ist es trotzdem erfolgreich, denn man kann ja immer noch ein Backup-System (das andere bezahlen müssen) nutzen: Wenn im Winter wenig Solarstrom fließt, holt man sich den erforderlichen eben vom Kraftwerk:
Peter Ille, Geschäftsführer des Umweltbüros vom BUND Naturschutz in Bayreuth und langjähriger Umwelt- und Klimaschützer:
… Glück hatten wir aus Sicht unserer PV-Anlage die letzten Tage mit dem Wetter, auch wenn es vielen Menschen zu unangenehm war: Es war sonnig, kalt und klar. So hatten wir über Mittag Ende Februar praktisch volle Leistung von maximal 3 kW. 4 ½ Stunden Aufladen an der Steckdose brachte der Batterie 12 kWh, bei einer maximalen Kapazität von 41 kWh. Gleichzeitig hatte unser Dach genau 12 kWh erzeugt. Exportieren konnten wir in dieser Zeit deshalb natürlich nichts, und importiert haben wir 2 kWh von unserem Lieferanten, den
Stadtwerken Schönau, für den übrigen Verbrauch unseres Hauses … Dies war für uns durchaus ein Erfolg und das Ende Februar, zumal ja im Sommerhalbjahr deutlich mehr Strom erzeugt wird.

Erschütternder zu lesen sind Einzelschicksale, wie das Folgende:

Eine Klimasünderin will sich bessern

Titelte die Lokalzeitung des Autors und brachte über eine ganze Doppelseite den Bericht der Sünderin [3]. Einleitend erklärte die Klimasünderin (wohl eine Redakteurin) die Beweggründe ihres CO2-Fastens:
… „Der Ozean kommt näher, jeden Tag ein bisschen mehr. Das Salzwasser unterspült Häuser, macht den Boden unwirtlich und zerstört Stück für Stück eine ganze Kultur. Die Bewohner der Marshallinseln erleben seit Jahren, wie ihre Nation im Meer versinkt. In Afrika wechseln sich dagegen Überschwemmungen und Dürren ab, Millionen Menschen sind von Dürren und Hunger bedroht. Die Folgen des vom Menschen gemachten Klimawandels treffen, wie häufig, am Stärksten die ärmsten Regionen auf der Erde, obwohl diese zum Problem am Wenigsten beigetragen haben. Schuld daran ist, so erklären Expertenberichte, der Ausstoß des Treibhausgases CO2 … Und Schuld daran bin damit zum Teil auch ich durch mein Konsumverhalten … Um das Problem in den Griff zu bekommen, müsste der Ausstoß an Treibhausgasen nach Berechnungen des Weltklimarates drastisch gesenkt werden – bis zum Jahr 2050 auf unter zwei Tonnen pro Kopf …“
Diese Einleitung listet das vollständige Glaubensbekenntnis der Klimakirche. Wer es glaubt, muss sich persönlich betroffen fühlen und mit seinem Gewissen um Maßnahmen ringen.
Solche wurden auf der Doppelseite ausführlich beschrieben. Da sie sich nicht von den gängigen Varianten, welche im Internet kursieren [1] [2] unterscheiden und einzig und alleine auf einer Minimierung auch kleinster Mengen an CO2-Ausstoss bestehen, seien sie hier nicht wiederholt. Nur so viel: Eine Fachfrau von „KlimAktiv“ hält nichts von monetärer CO2-Kompensation: „ … bei vielen Klimaschutzprojekten sei Skepsis angebrachtNur wenn es nicht anders ginge, sind die Kompensationen eine gute Sache … “.

Und dazu recherchierte die „Klimasünderin“ auch Möglichkeiten, an die beim Thema „Klimafasten“ seltener gedacht wird:
… Es hilft, einfach weniger Geld auszugeben. Eine Reduzierung der Monatsausgaben von 450 EUR auf 350 EUR erspart 900 kg CO2 (jährlich). Auch bringt es viel: … wer bei der nächsten Wahl ans Klima denkt … oder an Demonstrationen teilnimmt … Auch das Bekennen zu den Zielen der Energiewende, oder die Bereitschaft, mehr für Energie zu bezahlen, und wer den Ausbau der Infrastruktur auch im persönlichen Umfeld akzeptiert ...

Der Autor fühlte sich beim Lesen spontan um 501 Jahre zurückversetzt. Eine fast identische Glaubens- und Argumentationskette war damals Anlass für Luthers Thesenanschlag. Dass einer Zeitungsredaktion und der Redakteurin diese Spiegelbildlichkeit nicht auffällt. Doch das psychologische Prinzip: Erzeuge Angst und liefere dazu gleich eine Lösung, für Betuchtere am besten verbunden mit monetären Ablassmöglichkeiten, funktioniert auch heute noch genau so gut wie damals:
Prinzip beibehalten, Begriffe austauschen, und das Geld der Klimasünder klingelt im Kasten von NGOs und Regierungen (CO2-Steuern).

Nur kann man sich heutzutage viel freier und leichter darüber informieren. Wenn man das Denken jedoch bedingungslos „Fachpersonen“ der Klimakirche überlässt, bemerkt man es eben auch 501 Jahre nach Martin Luther nicht:
Antwort der Redaktion einer Lokalzeitung auf eine frühere Beschwerde des Autors zur Klimaberichterstattung: … Wir sind kein Klima-Fachblatt, wir veröffentlichen Recherchen von Agenturen, Fachjournalisten und Einschätzungen von renommierten (!) Wissenschaftlern. Es ist ihr gutes Recht, dass alles für Humbug zu halten. Es ist aber auch unser gutes Recht, an der Reputation und der Motivation von Netzwerken wie „Eike“ zu zweifeln …

Renommierte Wissenschaft

Anbei eine Darstellung, was „renommierte Wissenschaft“ über Öffentlich-Rechtliche verbreiten lässt. Im BR-Artikel über das CO2-Fasten [2] gibt es einen Informationslink zur CO2-Gefahr:
BR24, 04.11.2017: Klimawandel Das CO2-Budget ist fast verbraucht So viel Kredit haben wir noch beim CO2-Ausstoß
Etwa 3.000 Gigatonnen CO2 darf die Menschheit produzieren, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. 2.000 Gigatonnen sind bereits verbraucht. Jahr für Jahr kommen 36 dazu. Für eine Trendwende bleibt nicht mehr viel Zeit …. Dieses CO2 ist nach dem gängigen Modell der Wissenschaft der Grund für, dass die mittlere Temperatur der Erde steigt. In den vergangenen 100 Jahren um etwa ein Grad. Bis zum Ende des laufenden Jahrhunderts könnte sich das – im ungünstigsten Fall – auf fünf Grad Celsius addieren. Das entspricht in etwa dem Unterschied zwischen einer natürlichen Eiszeit und einer Warmzeit. Damit wird deutlich, welche ungeheuren Auswirkungen solche Temperaturveränderungen haben können.

Wer sich nicht bei EIKE, kaltesonne und den weiteren, klimakritischen Seiten neutral informiert, kommt nicht umhin, diesen als gesichert vorgetragenen „Klimafakten“ zu glauben. Ein schlechtes Gewissen und die Bereitschaft, zur Klimaerlösung alles, vor allem auch viel Geld zu geben, folgen. Eine „schuldige Seele“ fühlt sich gerettet, die Retter leben überwiegend nicht schlecht davon, nur, ob es der Erde etwas nutzt ist äußerst zweifelhaft.
Vor 501 Jahren blieb wenigstens der (auch aus Ablassgeldern finanzierte) Petersdom als Kunstwerk übrig. Welche in 500 Jahren noch bestaunte Werke wird man künftigen Generationen aus dem CO2-Ablasshandel wohl hinterlassen?

Quellen

[1] EIKE 11.03.2017: Ist Ihre Bank ein Klimakiller? Dann soll sie durch Klimafasten bestraft werden…
[2] BR 24 14.02.2018: Fastenzeit in Franken CO2-Fasten-Staffel geht in die zweite Runde

[3] nordbayerische nachrichten, print-Lokalausgabe vom 17./18. März 2018: Eine Klimasünderin will sich bessern

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20 Kommentare

  1. Ich nehme teil am CO2-Fasten: Ich atme nur noch halb so oft aus. Damit erspare ich der Umwelt 50 % an schädlichem Klimagas. Wer macht mit?

  2. Einspruch mit Fakten:

    Deutschland ist mit > 69 Mio € / a weltweit drittgrößter Exporteur von Agrar-Produkten. Es importiert mit > 78 Mio € / a sogar noch etwas mehr Agrar-Produkte (https://tinyurl.com/y6upeeyt)

    Aber:

    Jedes Jahr landen hierzulande > 18 Mio Tonnen Lebensmittel im Müll, wie die FR berichtete (https://tinyurl.com/y987dh3u).

    Es geht also NUR um das ganz große Geschäft, mit dem Profite generiert werden, ohne wirkliche Wertschöpfung für die Menschen.

    Das ist KEINE natürliche Entwicklung, sondern ein Irrweg.

    • Auch auf die Gefahr hin, dass es niemand mehr liest, hier ein Link hinter dem ein lesenwerter Artikel darüber steht, wie und warum die Schweiz ihren Bauernstand nicht so im Stich läßt, wie das Merkel-Regime: https://tinyurl.com/ya3rk2ur

       

    • „…Jedes Jahr landen hierzulande > 18 Mio Tonnen Lebensmittel im Müll, wie die FR berichtete….“

      Und wer hat sich das ausgedacht? Mal wieder der WWF.

      Ich erinnere mich da an Fotos, die im Internet von  mehreren Zeitschriften veröffentlicht wurden. Da hat jemand eine geöffnete schwarze Mülltonne fotografiert. Dort lagen  auf dem  Müll saubere Äpfel, Kartoffeln usw. Das war nur Katastrophentrickserei.  Danach habe ich mehrmals Mülltonnen und Biotonnen angeguckt. Dort gab es nie so etwas.Es waren nur Reste, wie z.B. Kartoffelschalen, Blätter von Möhren usw. Manchmal gab es auch verschimmeltes Brot oder extrem braunfleckige Äpfel.

      Rechnet da der WWF die Kartoffelschalen und Knochen mit dazu, um auf die 18 Mio Tonnen zu kommen?

       

  3. Und Schuld daran bin damit zum Teil auch ich durch mein Konsumverhalten …

    Und wie! Schon mal Cola getrunken? Was? Echt? Gehört ab sofort verboten. Bier auch?? Ist doch nicht dein Ernst. Kannst du noch mit ruhigem Gewissen schlafen? Du trinkst Bier und Cola, und das Meer unterspült langsam das Haus deines Nächsten?
    Bei einem allgemeinen Verzicht auf Cola, Bier und Mineralwasser mit CO2 würde die Welt 10 Tausenen Tonnen von CO2 einsparen.

    Und sag mal mein Kind: bist du schon mal mit einem Flugzeug geflogen? JA???
    Und du sitzt hier mit ruhigem Gewissen?
    Weißt du nicht, daß ein Boeing 2, 6 Tonnen CO2 je 100 km ausstoßt? Und was sie an NOx produzieren, wage ich nicht niederzuscheiben.

    Ich höre auf. Die Wahngläubigen lesen hier mit, und nehmen das noch ernst.

     

     

     

  4. Wurde bei der Besetzung dieser 650 Klimaschutzmanager-Stellen auch die Frauenquote eingehalten? Oder sogar übertroffen? Falls nicht, müsste man die Gesamtzahl der Klimaschutzmanager-Stellen IMHO um die zur Erreichnung der Gendergerechtigkeit nötige Zahl von Klimaschutzmanagerinnen-Stellen erhöhen.

  5. Was machen eigentlich diese Leute mit dem Geld, das sie beim Klimafasten eingespart haben?

    Spenden die das an Greenpeace, verbrennen sie es oder geht es im nächsten Jahr für eine Flugreise drauf?

    Ach ja, dafür gibt’s ja Atmosfair 🙂

  6. Wahnhaft religiöse Selbstüberschätzung, die sich in ihrer Lächerlichkeit inzwischen selbst disqualifiziert.

    In welcher Welt leben diese Leute? Gibt es nicht genug tatsächliche Probleme, deren Lösung jede Anstrengung wert ist?

    Z.B. die Folgen einer industrialisierten Landwirtschaft mit Bauern- und Bienen-Sterben, Verschmutzung der Böden und des Grundwassers mit Glyphosat und Unmengen von Gülle aus Massen-Tierhaltung. Z.B. Schächten von Tieren für „halal“ Nahrung oder Genitalverstümmlung von Kindern aus religiösen Gründen?

     

    • „Wahnhaft religiöse Selbstüberschätzung, die sich in ihrer Lächerlichkeit inzwischen selbst disqualifiziert. In welcher Welt leben diese Leute? Gibt es nicht genug tatsächliche Probleme, deren Lösung jede Anstrengung wert ist?“
      Da stimme ich zu.

      „Z.B. die Folgen einer industrialisierten Landwirtschaft mit Bauern- und Bienen-Sterben, Verschmutzung der Böden und des Grundwassers mit Glyphosat und Unmengen von Gülle aus Massen-Tierhaltung. Z.B. Schächten von Tieren für „halal“ Nahrung oder Genitalverstümmlung von Kindern aus religiösen Gründen?“
      Sorry, das nennen Sie tatsächliche Probleme, die zur Lösung jeder Anstrengung wert seien? Schächten und Genitalverstümmelung ist sicher nicht akzeptabel. Das dem zugrunde liegende Problem ist aber ein ganz anderes (unrechtmäßige Einwanderung, Islamisierung, Scharia, etc. pp.). Das weit gewichtiger ist.

      Und informieren Sie sich bitte mal über Glyphosat, was an dessen „Gefährlichkeit“ wirklich dran ist (nicht viel). Was haben Sie zudem gegen „industrialisierte Landwirtschaft“? Wollen Sie, daß mehr Menschen hungern? Sind Sie ein „Tierrechtler“?

      Also mir fallen ganze Berge von Problemen ein, die wahrlich weit größeren Ausmaßes sind und sehr viel eher alle Anstrengungen wert wären (Masseneinwanderung, Energiewende, Dämmwahn, Politikerdummheit, -korrumpiertheit, -größenwahn, Schüler- und Studentendummheit, Rückfall ins Glaubenszeitalter, Korrumpiertheit der Wissenschaft, Abschaffung der Meinungsfreiheit, linksgrüne Spinner, sprunghafter Gewaltanstieg, Messerstechereien, Terroranschläge, Judenverfolgung, …………………………).

      • Zwei Filme gestern abend bei PHÖNIX und vermutlich auch in der Mediathek noch abrufbar: „Ackern bis zum Umfallen“ und „Bis zur letzten Kuh“ haben nicht nur über das immer weiter um sich greifende Bauernsterben und die Entvölkerung ganzer Dörfer berichtet, sondern auch darüber, wie in den neuen Bundesländern riesige Ackerflächen von zumeist ausländischen Investoren aufgekauft wurden und großtechnisch landwirtschaftlich genutzt werden.

        Dagegen haben die über Generationen eingesessenen Bauernfamilien keine Überlebenschance mehr für ihre Betriebe und geben auf. Manche versuchen noch durch Umstellung (Milchvieh auf Schweine)  zu überleben, das sind aber nur Ausnahmen.

        Wenn Sie das gut finden und die Tierquälereien beim Schächten gutheißen, kommen wir sicher nicht unter einen Hut. Und nein, ich bin weder ein fanatischer Tierschützer, noch ein nicht ganz dichter Grüner. Aber diese Berichte waren nicht die ersten und nicht die einzigen.

        Es ist eine Entwicklung, die nicht nur viele, nunmehr dem Verfall preisgegebenen Gehöfte, Stallungen und Scheunen zeitigt, sondern auch die Folge, dass der kulturelle Beitrag durch Landwirte und ihre Familien in den Dörfern wegfällt und deren Kinder in die Städte zum Arbeiten müssen, oft indem sie Totalverlust an Haus und Hof sowie hohe Schulden zurücklassen.

        Solche Entwicklung nur aus Profitgründen ist menschenverachtend, weil nach meiner Auffassung die Ökonomie den Menschen dienen soll, und nicht einer Industrialisierung aus Gewinnsucht, wie sie übrigens auch im Gesundheitswesen immer mehr Probleme wie Arbeitsüberlastung, Personalmangel und Schließung vieler Krankenhäuser und Praxen im ländlichen Raum verursacht.

        In der Landwirtschaft ist es die logische Folge der durch die Macht der Lebensmittelkonzerne und Handelsketten betriebenen, für die Bauern aber ruinösen Preiskriege mit dem Verfall der Abnahmepreise für ihre Produkte. Daran gehen inzwischen schon ganze Genossenschaften ein. Und Sie finden das o.k.? Oder wußten Sie das nicht?

        • @Dietmar Fürste

          „In der Landwirtschaft ist es die logische Folge der durch die Macht der Lebensmittelkonzerne und Handelsketten betriebenen, für die Bauern aber ruinösen Preiskriege mit dem Verfall der Abnahmepreise für ihre Produkte. Daran gehen inzwischen schon ganze Genossenschaften ein. Und Sie finden das o.k.? Oder wußten Sie das nicht?“

          Lieber Herr Fürste,

          so funktioniert das mit der Effizienzsteigerung der eingesetzten Ressourcen und dem damit verbundenen Gewinn an Wohlstand. Ist doch gut, wenn die Erzeugnisse billiger werden. So können sich mehr Menschen diese Produkte auch leisten.

          Die Mechanisierung der Landwirtschaft hat Millionen von Arbeitplätzen gekostet. Wollen Sie Traktor und Mähdrescher abschaffen um wieder mehr Menschen in der Landwirtschaft zu beschäftigen???

          Wollen Sie die Dorfschmiede wieder einführen und die effizientere, industrielle Massenproduktion abschaffen?

          Im Mittelalter waren um die 85% der Bevölkerung nötig um die Nahrungsmittel für alle herzustellen, heute sind es noch 2%.

          Die „eingesparten“ 83% können nun was anderes tun: Autos bauen, Fliesen legen etc.

          Es gibt keine absolute Sicherheit dafür, daß ein ausgeübter Beruf die Zeit überlebt.

          Das galt für die Dorfschmiede, das galt für die vielen Schneider, das galt für die vielen Kleinbauern, die ihre Betriebe längst aufgegeben haben und das gilt heute auch für größere landwirtschaftliche Betriebe.

          Das gilt auch für die vielen Computershops, die heute schließen müssen oder es schon getan haben, weil das Produkt standardisiert und soweit verbessert wurde, daß die Bevölkerung selbst damit klar kommt.

          Der Wandel ist jederzeit und überall, der Bedarf nach Anpassung bleibt bestehen.

           

        •  
          Sehr geehrter Herr Dietmar Fürste,
           

           
          in der vergangenen Woche wurde diese Thematik im Deutschen Bundestag angesprochen.
           

           
          http://tinyurl.com/yb5dkcbf
           

           

           

           
          Sie haben in Ihrer Argumentation völlig Recht.
           
          Wenn da nicht in Kürze um gedacht wird, ist nicht nur die Industrie weg , sondern auch die vielen kleineren bäuerlichen Betriebe.
           

           
          Mit herzlichem Glückauf
           

           

        • Sie glauben tatsächlich, daß Berichte auf Phoenix „Berichte“ sind? Sorry Meister, aber wer Phoenix schaut und den Quark auch noch für bare Münze nimmt, ist selbst schuld. Die bringen ja noch nicht einmal eine ordentliche Live-Übertragung aus dem Bundestag hin, ohne Zensur. Staatsfernsehen eben. Da könnten Sie auch sagen, BILD sei ein unmanipuliertes Qualitätsmedium, das nur die Wahrheit verbreitet, keinerlei Stimmung machen will und keine politische Einflußnahme versucht.
          Und wieso verknüpfen Sie „Schächten“ mit „eingesessenen Bauernfamilien“. Habe ich das gesagt oder auch nur angedeutet? Nicht daß ich wüßte.

  7. Mit welchem Motto ist Trump angetreten? Jobs, Jobs, Jobs! Und er meinte Minenarbeiter, Stahlarbeiter, Automobilarbeiter. So ein Unsinn. Der sollte sich mal ein Beispiel an Deutschland nehmen. Hier haben wir ein Grünes Jobwunder, von dem sich die USA eine Scheibe abschneiden könnte. Alles hier ist so „New Economy“ like, so nachhaltig, soft-power-mäßig, so sauber, gender-neutral und kuschelig trendy.

    „Initiativkreises der Klimaschutzmanager/innen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN)“
    „Metropolitanen Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“
    „kirchliche Umwelt- bzw. Klimaschutzbeauftragte“
    „KlimAktiv“

    Was wir alles haben! Und die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Und überall Jobs, Jobs, Jobs – sogar für Leute mit Rechenschwäche. Ideal für unsere heutigen Schulabgänger.

    Ich bin stolz auf Deutschland.

    Und dass jetzt sogar die Harz 4 Empfänger an vorderster Klimafront mitkämpfen. Super! Wie sagte die „Klimasünderin“, es hilft, einfach weniger Geld auszugeben. Eine Reduzierung der Monatsausgaben von 450 EUR auf 350 EUR erspart 900 kg CO2 (jährlich). 

    • Die Nationale Klimaschutz Initiative (NKI) hat von 2008 bis 2017 790 Mio € ausgegeben.
      Davon wurden u.a. die Stellen von 650 (in Worten sechshundertfünfzig) Klimaschutzmanagern in den Kommunen „geschaffen“ und besetzt. Die schützen jetzt im öffentlichen Dienst von VERDI betreut tagaus tagein das Klima. ABM auf höchstem Niveau.

      • Unsere Klimaschutzbeauftragte hatte den tollen Tipp, dass man den Kühlschrank nicht neben den Herd stellen soll.

        Als ich ihr in der Öffentlichkeit gesagt habe, dass sowas höchstens in Studentenbuden vorkommt und selbst wenn, es überhaupt keinen Sinn macht, seine Küche umzubauen um eine Kilowattstunde Strom zu sparen, war sie sichtlich angepisst.

        Die geistige Elite Deutschlands.

        • Das Bundesumweltministerium ist ganz stolz darauf, dass es seit 2009 mit der Nationalen Klimaschutz Initiative (NKI) 650 Stellen für solche Leute „geschaffen“ hat. Natürlich alle im öffentlichen Dienst und VERDI sorgt dafür, dass die Rundumversorgung jedes Jahr bis zur Rente verbessert wird.

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