Bitte nur Studien mit dem richtigen Ergebnis

mdr Aktuell Sendung mit Prof.Köhler.hier

von Peter Grimm
In Bereichen, in denen es um Feinstaubbelastungen am Arbeitsplatz geht, liegen Belastungen, ab denen man Schäden messen kann, mindestens hundertfach höher, sagt der Lungenspezialist Prof. Dr. Dieter Köhler in einem Gespräch in MDR-Aktuell.

Man könne sagen, die Konzentrationen auch bei Stickoxiden, über die man jetzt beim Diesel redet, sind vollkommen ungefährlich. Die realen Risiken seien völlig überschätzt. Auf diese Aussage seines Gesprächspartners war der MDR-Moderator offenbar nicht vorbereitet. Etwas ungläubig fragte er nach, wie Köhler denn den Ergebnissen der meisten Wissenschaftler widersprechen könne. Köhlers Antwort:
„Das Dilemma ist, dass die Wissenschafts- und die Forschungsförderung eng zusammenhängen und es werden tatsächlich nur Studien veröffentlicht, die ein Risiko darstellen.“
Man könne das aber in diesen Studien gar nicht erfassen, weil das Risiko im Vergleich zu anderen Einflüssen viel zu gering sei.
„Es gibt Kollegen, die sagen: Du hast ja recht, aber wenn ich das sage, dann kann ich mein Institut zumachen.“
Prof. Köhler ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. Er ist ferner Mitglied mehrerer Fachgesellschaften und Mitglied der Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen der Ärztekammer Westfalen-Lippe sowie Sachverständiger für das Bundesgesundheitsamt und Sprecher des Arbeitskreises pneumologischer Kliniken Deutschlands. / Link zum Fundstück
Wenn nicht mehr auffindbar dann hier
Übernommen von ACHGUT hier
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18 Kommentare

  1. Inzwischen pfeifen es doch schon die Spatzen von den Dächern: Wir haben gar keinen Dieselskandal, wir haben einen massiven Grenzwert- u. Messskandal. Wie man der heutigen Ausgabe des Münchner Merkur entnehmen kann, wird in München gerade an den kritischen Stellen (Landshuter Allee, Stachus / Sonnenstraße seit Jahren mit viel zu geringen Abständen von der Fahrbahn gemessen. Nach EU-Vorschrift sollte der 25 Meter betragen, die Messhäuschen stehen aber unmittelbar am Fahrbahnrand. Wenn man das dazu noch im Kontext mit dem völlig unsinnigen und unfundierten Grenzwert von 40 µg/m³ sieht, ist die Frage, wo das eigentliche Problem zu suchen ist, schnell beantwortet. Und auch das Schlagwort vom „Dieselbetrug“ bekommt plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Hier der Link:  https://www.merkur.de/wirtschaft/schadstoffwerte-in-muenchen-sind-messtationen-falsch-platziert-9671855.html

  2. Danke! Über die Suchfunktion hatte ich es nicht versucht. Dieser Ursprungslink ist jedenfalls nicht mehr gültig. https://www.mdr.de/mediathek/infothek/audio-642444.html Das dieser Beitrag von vielen missbilligt wird, ist wahrscheinlich. Eine Löschung hätte allerdings dem Faß den Boden ausgeschlagen. Jedenfalls haben die Aussagen m.E. nach eine gewaltige Sprengkraft. Eine Thematisierung in der breiten Öffentlichkeit ist dringend geboten!

     

  3. Hier habe ich noch ein ausführlicheres, auch aktuelles, Interview mit Prof. Köhler:

    Viel Freude beim Anhören!

    Was ich absolut nicht verstehe: Wie können die Mitarbeiter und Chefs der Institute noch in den Spiegel schauen? Scheinbar ist das regelmäßige üppige Einkommen zu verlockend…
    Kann man wissenschaftlichen Erkenntnissen überhaupt noch trauen?

    • „Kann man wissenschaftlichen Erkenntnissen überhaupt noch trauen?“

      Aber  sicher. Nur wer kann beurteilen, ob das, was präsentiert wird, auf Wissenschaft beruht?

      Besonders schlimm ist das Bereich Medizin, denn Mediziner sind nicht in Wissenschaft ausgebildet. Die wichtigste Qualifikation ist die Befähigung ein Telefonbuch auswendig lernen zu können. Wissenschaftliches Arbeiten ist nicht Teil des Studiums. Dementsprechend sind dann die Dissertationen und natürlich die Studien mit Medikamenten und Therapien etc. . Die Lehrbücher sind auch grauenvoll strukturiert.

      Habe da den Fall der Frau aus Dahme nachrecherchiert, die ihren Gatten mit Samenbruchstücken eines sog. suicide trees (cerbera odollam) vergiftet hatte und dafür drei Jahre ins Gefängnis soll. Kann man in der Süddeutschen, der FAZ, den Lübecker Nachrichten etc. alles nachlesen. Über die Wirkungen dieser Gifte, die man auch in heimischen Pflanzen wie dem Roten Fingerhut findet, wird in den Lehrbüchern praktisch nix berichtet, obwohl das alles Herzglycoside sind, die man auch als Medikamente nutzte und noch nutzt.

      Keiner der Ärzte in dem Fall konnte sagen, was die tödliche Dosis ist. Sei angeblich nicht zu finden. Stimmt natürlich nicht, weil die Ärzte offenbar zwar Latein können, aber kein Englisch. Heißt: Wie man wissenschaftlich recherchiert wissen die nicht.Liegt daran, daß die nie mit wissenschaftlicher Literatur, außer mit den Lehrbüchern, was zu tun hatten.

      Die Geschichte mit dem NOx kann man bei wiley nachlesen. Grenzwert so um die 900 microgramm/m³.

  4. Das ist mehr wie nur eine Ohrfeige für unsere Regierung, vorrangig für die SPD mit Frau Hendricks und für – im Hintergrund bleibend wie immer – Frau Merkel. Ein Abwatschen auch für die „Deutsche Umwelthilfe“ und sämtlichen Mainstreammedien, und dem Dauerexperten im Fernsehen Herrn Dudenhöfer, sowie allen anderen veröffentlichten „Studien“. Im Grunde genommen werden diese durch Dr. Köhlers Aussage alle entwertet.

    Würde interessant sein welche Studien sich gegen den Stickoxidhype ausgesprochen haben, und die von Dr. Köhler erwähnten 2 Studien aus Sevilla (die er zwar für Unsinn hält). aber die sogar eine Lebenserhöhung sehen.

    Was mich irritiert ist der Umstand, dass unsere – die deutsche –  Autoindustrie, die doch  massiv angegriffen wird, sich so gar nicht rührt, sich nicht entsprechend zur Wehr setzt. Obwohl – wie wir hören können – es doch eine gewaltig ins Gewicht fallende Gegenmeinung eines wirklichen Fachmannes wie Dr. Köhler gibt, bzw. die die es gibt auch noch unterdrückt werden. Es wurden hier ja schon mehrere Fachleute genannt und zietiert. Ich gehe mal davon aus, dass unsere Industriebosse mehr wissen wie unsereins und sie diese Gegenansichten inkl. den Studien kennen müssten um sie gegen den Unsinn eines DUH ins Feld zu führen. Ich habe jedenfalls den Eindruck sie bleiben viel zu zurückhaltend.

     

    Na hoffentlich darf der Interviewer des MDR noch weitermachen, nicht, dass man ihm vorwirft er hätte die Ansicht Dr. Köhlers doch kennen müssen und ihn erst gar nicht einladen dürfen. Oder aber es war Absicht ! dann wäre es ein Lichtblick, dass sich was tut.

  5.  
    Da kann ich nur sagen:
    „Mein lieber Freund, wenn dein Institut, mit seiner ganzen Arbeit, auf Lügen beruht und diese Lügen durch dein Institut anerkannt sind und weiterverbreitet werden, dann solltest du ihm eine angemessene Aufgabe geben, oder schnell zu machen.“
    Warum?
    Ich bin der Ansicht, dass Institute für ihre Schäden, die sie anrichten, haftbar gemacht werden sollten.
     

    • Nicht nur die Institute, auch die gemeinnützigen (steuerfreien) Umweltschützer und die Politiker.

      Politiker sollte man auch nur noch werden, wenn man sich in dem jeweiligen Gebiet auskennt und echte Erfahrungen durch Arbeit (also nicht einfach nur Zeitungen lesen) gesammelt hat. Wer die Schule oder das Studium abgebrochen hat, dem sollte der Beruf als Politiker verboten werden.

      •  
        Na ja, Ehrlichkeit und die Fähigkeit sich in Sachthemen und Problematiken einzuarbeiten, sollten schon vorhanden sein, einen guten Charakter vorausgesetzt. Bei der Masse der Politiker besteht die Arbeit leider aus schmieren und nicken. Da paaren sich Gier mit Obrigkeitshörigkeit und der persönliche Erfolg gibt denen sogar Recht.
         

  6. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts erfuhr ich in der Schule, dass (neben CO2) auch NOX unverzichtbar sei für die Existenz der Flora, deren Versorgung mit dieser seltenen Substanz Gewitter und „Knöllchen Bakterien“ besorgen. Erst die Chemie machte es dann möglich, auf die „Drei Felder Wirtschaft“ zu verzichten. – Mehr Diesel, weniger Chemie, richtig? –

    Den Feinstaub (und auch größere Partikel) würde sog. Flimmer Epitel aus der Lunge transportieren, sagte der Lehrer. (Bei den Bergleuten mit Staublunge waren schlicht die „Brocken“ zu groß.) – Ohne den Feinstaub (allein aus den Ozeanen jährlich tausende von Tonnen Salz) würde es wohl kaum noch regnen.

    Vermutlich wird Paracelsus in seinem Grab gegenwärtig mit hoher Drehzahl rotieren!

     

     

     

     

    • Hat jemand eine Lungenkrankheit, dann schickt ihn der Arzt zur Kur in die Nähe des Ozeans. Dort muss der Patient den Feinstaub einatmen, damit seine Lunge wieder gesund wird. Ohne Feinstaub geht es also nicht.

      Aus welchen Chemikalien der Feinstaub besteht, wird heute vollkommen ignoriert.

      Über die Ursache von Krebs im Bergbau bin ich mir auch nicht mehr so sicher. Mediziner haben festgesetllt, dass diejenigen, die beim Militär ganztägig unter Deck arbeiten ein höheres Krebsrisiko haben.  Bei denen die über Deck in der Sonne arbeiten, ist das Krebsrisiko geringer, weil die UV-Strahlen ausnehmen.  Entschidende ist immer die Dosis. Als ich das vergangenes Jahr erfahren habe, kam mir auch der Gedanke mit dem Bergbau. Die arbeiten fast ihr ganzes Leben ohne Sonne. Wird der Teil weggelassen?

  7. Lieber Hr. Grimm,

    vielen Dank für Ihren Spürsinn und den Hinweis auf dieses Interview, aus dem ganz eindeutig hervorgeht, welche Spielchen hier die Medien und die Politik mit  uns spielen.

    Mfg

  8. Man kann sich die Risiken auch mal plausibel machen: Sogenannte Lebenszeitverkürzungen von wenigen Monaten kann man epidemiologisch nur an Menschen ermitteln, die die durchschnittliche Lebenszeit erreicht haben. Nimmt man einen heute 75-jährigen, so hat dieser im Laufe seines Lebens verrauchte Restaurants, Diskotheken, eigene vier Wände, usw. hinter sich. Nimmt man die ständig besser gewordenen Werte der Stadtluft hat er auch hier eine höhere Exposition hinter sich.

    Da sind die restlichen, meist geringfügigen Grenzwertüberschreitungen in D für die nächsten Jahre sogenannte peanuts im allgemeinen Lebensrisiko für die wir gerne Milliarden vernichten sollen. Nicht sehr intelligent.

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