Al Gore versucht ein günstiges Bild der Pariser Klimaabkommen zu zeichnen

Demmig, Allabendliche Lichterschau in Hongkong, mit zuverlässiger Energie gespeist

MICHAEL BASTASCH
Der ehemalige Vizepräsident Al Gore nutzt kürzlich verbreitete Daten über grüne Energie, um ein rosiges Bild von den Fortschritten zu zeichnen, die die Länder bei der Erfüllung ihrer Pariser Klimaabkommen machen.
[Finden Sie am Ende einige der aktuellen Energiedaten Chinas, der Übersetzer]

Gore führte an, dass Windkraft und Photovoltaik im Jahr 2017 mehr als die Hälfte der Stromerzeugungskapazitäten in den USA, China, Europa und Indien ausmachen. Der Großteil des weltweiten Zuwachses an grüner Energiekapazität wird voraussichtlich aus Indien und China kommen.

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Während saubere erneuerbare Energie in einem noch nie dagewesenen Tempo wächst, treiben die Länder mit den höchsten Emissionen ihre Verpflichtungen im Rahmen der #ParisAgreement voran. Im Jahr 2017 war mehr als die Hälfte der neuen [hinzu gebauten] Stromkapazitäten in jedem der 4 [Länder mit den] größten Kohlenstoff-Emittenten von #wind & #solar.

Obwohl nicht unwahr, verschleiert Gore die Tatsache, dass China und Indien immer noch den Großteil ihrer Energie aus fossilen Brennstoffen beziehen. In beiden Ländern stiegen ihre Emissionen auch im Jahr 2017, trotz des hohen Prozentsatzes neuer Stromergänzungen aus grünen Energiequellen.

Gore zitierte einen Bericht der Rhodium-Gruppe, dass Wind und Sonne 55 Prozent der neuen Kapazitätserweiterungen Chinas ausmachen. China ist der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen.

In China (28% der globalen Emissionen), machen Wind + Solar = 55% der in 2017 neu [hinzu gebauten] elektrischen Kapazität aus, nach [im Text oben verlinkten] Rhodium Gruppe

„Saubere Energie“ macht jedoch knapp 10 Prozent des chinesischen Stromverbrauchs aus, dazu gehören aber auch Atom- und Wasserkraft. Mehr als 60 Prozent des chinesischen Stroms stammten aus Kohle.

Chinas kommunistische Regierung scheint einige Schritte unternommen zu haben, um die Luftverschmutzung einzudämmen, aber das Land ist von einer Dekarbonisierung weit entfernt.

China hat seine Emissionen in 2017 um geschätzte 3,5 Prozent erhöht. Chinas Emissionswachstum war maßgeblich für einen Anstieg der globalen Emissionen um 2 Prozent verantwortlich.

Das Global Carbon Project stellt fest, dass „das Wachstum [der CO2 Emissionen] in 2017 aus den Konjunkturpaketen der chinesischen Regierung resultieren könnte und möglicherweise in den kommenden Jahren nicht fortgeführt wird, aber ein tatsächlicher Rückgang der globalen Emissionen könnte noch immer in weiter Ferne liegen, speziell wenn sich Chinas Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 weiter fortsetzt.“

Über Indien kann man eine ähnliche Geschichte erzählen. Gore propagierte die Tatsache, dass 64 Prozent der neuen Stromkapazität Indiens aus Wind und Sonne stammten.

Aber wiederum befeuert Kohle 75 Prozent der installierten Stromkapazität Indiens. Indiens erneuerbare Energiequellen, ohne Kernkraft und Wasserkraft, machen rund 13 Prozent der installierten Kapazität aus, nach Angaben der Regierung.

Indiens größte Kohleunternehmen projektieren  50 bis 120 Prozent Wachstum beim Kohleverbrauch bis 2030. Ergänzungen durch grüne Energie würden den geringen Anteil wahrscheinlicher machen, aber egal, der Kohleverbrauch wird wahrscheinlich um eine erhebliche Menge wachsen.

Was Gore nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass die Welt den Verbrauch fossiler Brennstoffe bis 2050 um 90 Prozent reduzieren muss, um die Ziele des Pariser Abkommens auf der Grundlage von Schätzungen der Vereinten Nationen zu erreichen. Roger Pielke, Jr., Professor an der University of Colorado, wies kürzlich darauf hin, wie gewaltig diese Aufgabe ist.

Erschienen auf The Daily Caller am 20.02.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2018/02/20/al-gore-cherry-picks-data-paris-accord/

* * *

Ausschnitte aus o.g. Bericht der

Rhodium Gruppe

Chinas-Energie-Schnappschuss 2017

Trevor Houser und Peter Marsters | 25. Januar 2018

Daten, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, geben einen ersten Einblick in das chinesische Energie- und Emissionsbild für das Jahr 2017. Nach drei rückläufigen Jahren erholte sich die chinesische Kohelnachfrage moderat – ein Plus von 3,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Ölnachfrage stieg um 4,6% und Erdgas um fast 16%, da Peking seine Anstrengungen zur Luftreinhaltung verstärkte. Die Stromerzeugung aus Kernenergie stieg um 16%, Wind um 26% und Solar um 75%. Nach zwei Jahren des Rückgangs schätzen wir, dass die energiebedingten CO2-Emissionen im vergangenen Jahr zwischen 2,2% und 4,1% gestiegen sind. Wir gehen davon aus, dass das schnelle Wachstum von Erdgas, erneuerbaren Energien und Atomkraft im Jahr 2018 anhalten wird und auch die Ölnachfrage expandieren wird.

Jährliche Änderung des Chinesischen Energiebedarfs auf die Quelle bezogen (nicht der Gesamt Anteil der Energiequelle)

Neu hinzu gebaute Energiekapazität in Gigawatt

Verkaufte E-Autos, rechte Skala = % Anteile ggü. aller verkauften Fahrzeuge

CO2 Emissionen aus Energieerzeugung

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Ein Kommentar

  1. Klimasensitivität des CO2, eine Seifenblase!  Es ist daher sehr erfreulich, dass die CO2 Konzentration in der Atmosphäre mit stetiger Zunahme die Flora besser und besser  ernährt, denn: Eine wachsende Weltbevölkerung möchte sich sowohl satt essen, als auch möglichst wenig Wälder in Ackerland umwandeln, richtig? (Merke, auch die „Gore`s“ sterben aus!)

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