Offshore-Wind-Fiasko: Nach kurzer Betriebs­zeit steht Erneuer­baren-Industrie vor Milliarden Dollar Reparatur­kosten

Der Ørsted-Windpark bei Anholt wurde im Jahre 2013 fertig gestellt. Aber schon jetzt sind die Rotorblätter so stark beschädigt, dass sie an Land gebracht und repariert werden mussten. Bild: Andrea Damm  / pixelio.de

Jillands-Posten
Ørsted muss bis zu 2000 Rotorblätter von 600 Offshore-Windturbinen reparieren lassen, weil die Ränder der Blätter nach nur wenigen Jahren auf See durchkorrodiert sind. Insgesamt betreibt das Unternehmen 646 Windturbinen des Herstellers Siemens Gamesa, die alle mehr oder weniger betroffen sind, wie das Unternehmen bestätigte.

Der Eigentümer der Windturbinen will die Zahlen nicht nennen, sagt aber, dass die finanzielle Signifikanz „gering“ ist.

Auch Siemens Gamesa möchte keinen Kommentar bzgl. der Kosten abgeben, aber die dänische Tochtergesellschaft des Unternehmens hat jüngst 4,5 Milliarden dänische Kronen (ca. 750 Millionen Dollar) oder 16% seines Einkommens zurückgelegt, um seinen Garantie-Verpflichtungen nachkommen zu können. …

Die Probleme von Ørsted bedeuten unter Anderem, dass fast 300 Rotorblätter des Windparks bei Anholt nach nur wenigen Betriebsjahren abgebaut, an Land und zur Fabrik der Firma Siemens Gamesa in Alborg transportiert werden müssen.

Allerdings ist der Anholt-Windpark bei Weitem nicht der einzige betroffene Windpark. Die Rotorblätter vieler britischer Ørsted-Windparks müssen ebenfalls nach nur wenigen Jahren auf dem Wasser repariert werden.

Die Gesamthöhe der Rechnung ist unbekannt, aber Finans Information zufolge deckt die Garantie des Herstellers normalerweise die ersten fünf Jahre ab. Allerdings gab es Unstimmigkeiten zwischen Ørsted und Siemens Gamesa hinsichtlich der Frage, ob die aufgetretenen Probleme überhaupt von der Grantie abgedeckt oder einfach ein Fall normalen Verschleißes sind.

Der ganze Beitrag (auf dänisch)

Link: https://www.thegwpf.com/offshore-wind-fiasco-green-industry-faces-billions-in-compensation-for-early-repairs/

Anmerkung des Übersetzers: Dass das Thema keineswegs neu ist, zeigt dieser Beitrag, der in der Daily Mail bereits im Dezember 2012 erschienen ist.

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Ebenfalls bei GWPF wurde vor ein paar Tagen über ähnliche Probleme allgemein berichtet:

Chef von Iberdrola warnt: der Sektor Erneuerbare Energie steht global vor dem Kollabieren nach Art von Enron

Financial Times

Das Ende der Ära billigen Geldes dürfte dafür sorgen, dass viele Unternehmen in dem so hoch gehandelten Sektor erneuerbare Energie global vor einem Kollaps nach Art des Enron-Zusammenbruchs stehen. Dies sagt der Direktor von einem der größten Windenergie-Erzeuger der Welt.

Abbildung: Wie die Welt von grünen Phantasten zum Narren gehalten worden ist

Ignacio Galán, Direktor des spanischen Unternehmens Iberdrola sagte, dass neue, nicht industrielle Quer-Einsteiger mit wenig Erfahrung überaus aggressive Angebote unterbreiten für Verträge zur Einrichtung erneuerbarer Energie – in dem Glauben, es handele sich hier um ein finanzielles „El Dorado“.

„Weil Geld so billig ist, sind viele Leute ohne jede Fähigkeiten in dem Bereich mit einem extrem hohen Niveau der Verschuldung auf den Plan getreten“, sagte er der Financial Times. „Mit der Änderung der Raten wird es eine Bereinigung in diesem Sektor geben“.

Das Unternehmen gab kürzlich einen Anstieg von 3,6% des Gesamt-Profits über das ganze Jahr bekannt auf 2,8 Milliarden Euro und geplanten 32 Milliarden Euro an Investitionen während der nächsten fünf Jahre. Galán: „Ich denke, dass das, was Enron widerfahren ist, jederzeit wieder passieren kann. Enron war hoch verschuldet … und das Unternehmen hatte keine Gabe als Unternehmen oder Händler. Und was war geschehen? Das Unternehmen verschwand!“

Mr. Galán erhob keine Vorwürfe gegen irgendwelche Neulinge im Erneuerbaren-Sektor bzgl. der Bilanzfälschungen, welche den US-Energiehändler im Jahre 2001 kollabieren ließen. Vielmehr unterstrich er, wie billiges Geld einige Akteure in einen Geschäftsbereich drängt, von dem sie nichts verstehen.

In der Warnung ist implizit eine verbreitete Furcht enthalten vor einer potentiellen Störung globaler Unternehmen, leiten doch führende Bankiers die Rücknahme eines Experimentes im Wert von Multi-Billionen Dollar ein. Bedenken bestehen, dass einige verschuldete Investoren und Unternehmen vom Anstieg der Raten kalt erwischt werden.

Ganzen Beitrag lesen (Zahlschranke!)

Link: https://www.thegwpf.com/iberdrola-chief-says-global-renewable-sector-faces-enron-style-collapses/

Beide Beiträge übersetzt von Chris Frey EIKE

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11 Kommentare

  1. Zitat:

    „In der Warnung ist implizit eine verbreitete Furcht enthalten vor einer potentiellen Störung globaler Unternehmen, leiten doch führende Bankiers die Rücknahme eines Experimentes im Wert von Multi-Billionen Dollar ein.“

    Hä?

  2. Wenn bis zu 2000 Blätter von 600 oder 646 Anlagen ersetzt werden müssen, heißt das nach meiner Sicht vollständig, da die Rotoren jeweils drei Flügel aufweisen und 600 oder 646 x 3 < 2000 sind. Dies hieße, dass bei einigen bereits der zweite Austausch ansteht, oder liege ich da falsch?

    Dummheit und Stolz wachsen an einem Holz, sagt der Volksmund. Wie wahr! Ich bin Soziologe, also rede ich bei technischen hochkomplexen Systemen mit und nehme Stellung zu möglichen Preisanstiegen in Eiskugel Äquivalenten. Im Wirtschaftssektor würde man wahrscheinlich vom Straftatbestand der Untreue sprechen. Seit über 40 Jahren fordere ich den Straftatbestand des Amtsmissbrauchs, aber so etwas wird wohl nie realisiuert werden. Also werden wir uns dauerhaft auf eine steigende Anzahl von BERs, unterirdischen Bahnhöfen, Philharmonien und andere Geldvernichtungsmaschinen einstellen müssen. Und wenn – etwas weiter die Straße runter, wie der Anglophone sagt – jeder Idiot feststellen kann, dass das mit CO2 und Erwärmung so nicht stimmen kann, werden die für die Geldvernichtung Verantwortlichen sagen: Seht doch, unsere Maßnahmen haben gewirkt, es ist nicht wärmer geworden!

  3. Salzwasser? Rost?

    Da reicht bereits ein einziger schwerer Hagelschauer. Bei ca. 150 bis 200 km/h Blattspitzengeschwindigkeit des hochlaufenden Blattes gegen den Hagel sind Dellen kein Wunder. Eigentlich müßte die Eintrittskante gepanzert werden.

    Ein Bekannter von mir hat in den 90-ger Jahren einen Windrotor privat gebaut. Die Vorderkanten der Rotoren (Faserkunststoff) sehen fürchterlich aus, aber damit muß man leben und den Wirkungsgradverlust eben einstecken.

    MfG
    G.Wedekind

    • Die Blätter der Rotoren bestehen aus glasfaserverstärktem Kuntsstoff (GFK). Das Ganze wird durch einen Lacküberzug geschützt. Platzt der Lack ab, z.B. durch Hagel oder durch Vogelschlag, denn dringt Wasser in das freiligende Gewebe ein und zerstört es. Jeder, der ein GFK-Boot, Kajak oder Surfbrett hat, weiss, dass man selbst kleine derartige Schäden umgehend reparieren sollte. Nur ist das bei Offshore-WEA eben äusserst aufwendig und teuer – und wird daher wohl nur unzureichend durchgeführt.

      Derzeit werden auf Druck der Politik (Macrons Spezialgipfel Ende 2017) die Banken weltweit „motiviert“, gigantische Summen in den Quatsch zu inverstieren bzw. solche Investitionen durch günstige Kreditkonditionen zu begünstigen. Dieser Geld-Tsunami wird in einem Tal der Tränen enden. Und die Rentengroschen der Werktätigen (Rentenfonds z.B. in Norwegen) werden damit auch den Bach runtergehen. Der grösste Betrug aller Zeiten nimmt ungehindert seinen Lauf.

      Mfg

  4. Jaja…die lieben Instandhaltungskosten…das Salzwasser und das Wetter an sich nagen an jeden Material. Dagegen helfen nur ständige Schutzanstrich Maßnahmen. Auf Gut Deutsch heißt das…man hat mit den Windmühlen eine hoch sensible Technik (Rotorblätter und Getriebe inkl. Steuerung) den Gewalten der Natur schutzlos ausgeliefert. Eigenltich müssten jedes Jahr die Rotorblätter und das Getriebegehäuse auf Schäden untersucht werden und mit einen Schutzlack bestrichen werden. Der kleinste Lackschaden im Millimeterbereich kann mit der Zeit schwerwiegende Folgen haben. Und es sind ja nicht nur die hohen Instandhaltungskosten es sind ja auch die Ausfallkosten. Sobald nämlich ein Schaden festgestellt wird, muss die Windmühle stillgelegt werden. Ansonsten könnte dier Schaden nur noch größer werden. Besonders bei den Bauteilen der Rotorblättern.

     

  5. Eigentlich logisch… „erneuerbare“ Energieerzeugung hat eine Standzeit von 10 bis max. 15 Jahren. Nach 10 Jahren funzelt ein Solarpanel noch auf 50% Leistung, ein Windgenerator in 120 m Höhe über Boden hat revisionsbedarf. Das Panel wird also ausgetauscht, die Windanlage wird „Repowered“, d.h. abgerissen + neu gebaut. Betriebswirtschaftlich ist das für den Betreiber durch Subventionen über den Energie-Verbraucherpreis völlig ok.

    Hat man nicht eigentlich mal bei einem Kraftwerk mit einer Standzeit von 50-60 Jahren + gerechnet ? Ist es nicht einfach so, das sich mit der bisherigen Energieversorgungs-Infrastruktur nicht genug Möglichkeiten ergaben, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen ?

  6. Als Ingenieur ist mir das klar, mit besonderen Umweltanforderungen habe ich mein halbes Berufsleben lang zu tun gehabt. Allein ein Kran oder eine Metro – und nur in Hafennähe, erfordert schon größere Anstrengungen, in Betrieb gehalten zu werden. Salzwasser ist einfach sehr aggressiv.

    Die Windigen Dinger sind nun auch noch komplett von Wasser umgeben und man kommt auch so einfach hin.

    Trotz aller Sprüche [… Schutzüberzug und dann geht’s] ist die Technik sehr empfindlich und muss ständig überwacht werden.

    • Wir schaffen das – auch das noch! Der dämliche Mitte-Teutsch-Grüne: sind wir nicht alle ein bißchen grün? wird das auch noch bezahlen. Die paar hundert Milliarden – wer, bitte, kann sich eine solch (ir)rationale Zahl vorstellen, vor allem vor dem Hintergrund, daß es inzwischen Trilliarden (europäisch) von vagabundierendem, elektronisch repräsentiertem „GELD“ gibt. Geld als Tauschmittel – Mittelalter. Geld ist immateriell, informationell – daher ist seine rechenhafte Repräsentanz durch Elektronen=Information seiner grundlegenden Eigenschaft entsprechend.  Nicht solche Träger wie Salz oder Papier …  Das aber hat Folgen: Auflösung von Grenzen! Unbegrenztheit, Allverfügbarkeit …. Wo aber bleibt dann der Mensch?

      Globalisierte, nationalstaatlich nicht mehr gebundene Energie wird sich ausbreiten, siehe bitcoin, es sei denn, man geht hin und fängt an, diese Kräfte zu kontrollieren und zu begrenzen (vulgo siehe Goethes Faust) – wenn nicht, wie bei den vermeintlich „Erneuerbaren“ oder der vermeintlich möglichen Integration kulturell nicht Integrierbarer folgt das absolute Desaster, vor dem der Holocaust bezogen auf die kulturell Nichtintegrierbaren allenfalls, so furchtbar und furchterregend dieses Geschehen war, nur ein Vorspiel war. Dann wird, wie jetzt schon, niemand  mehr, der/die das angerichtet hat, verantwortlich sein. Verantwortlich für das Schicksal von Nationen!

      Wenn der Nationalstaatsgedanke so abwegig ist, warum denn gibt es jetzt an die 200 Nationen in der UNO, beginnend mit 51 im Jahr 1945! Das ist die Rettung, nicht die Auflösung der haltgebenden Strukturen. Wenn eine Idee missbraucht wurde und wird, ist dann die Idee würdelos geworden? Wie ist das mit missbrauchten Menschen – wo und wie auch immer? Haben diese dann auch ihre Würde damit verloren!!

    • Wie, Rost? Warum verbreiten Sie denn Fake-News? Der Bundestag hat das Rosten von Windkraftanlagen doch per Gesetz verboten, oder nicht? Und bald wird, natürlich per Bundestagsbeschluss, die Sonne auch nachts scheinen.

  7. Prima!

    Da kann das Abzockergesindel, das in diese „hochrentablen“ Anlagen investiert hat gleich mal die Renditerechnung aktualisieren…

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