Ehrenrettung eines Moleküls

Alex Baur, Foto WELTWOCHE

Kohlendioxid, kurz CO2, gilt als die grösste Bedrohung unserer Epoche. Zu Unrecht, schreibt der Basler Geologe Markus O. Häring in seinem neuen Buch. Die Realität ist komplizierter, als viele denken.
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Alex Baur  (Red. WELTWOCHE Zürich)*

Es ist nicht so, dass der Basler Geologe Markus O. Häring ein Umweltmuffel wäre. Nachdem er seine wissenschaftlichen Sporen in den siebziger und achtziger Jahren mit der ­Suche nach Erdgas auf der halben Welt verdient hatte, wandte er sich schon früh der Geo­thermie zu. In der Schweiz gilt er als Topexperte auf diesem Gebiet. Allerdings gehört Häring zu den seltenen Forschern im Bereich von Alternativenergien, die es wagen, Fehlentwicklungen beim Namen zu nennen.

In seinem neusten Buch, «Sündenbock CO2 – Plädoyer für ein lebenswichtiges Gas», setzt sich Häring mit dem ­famosen Kohlendioxid auseinander – der angeblich grössten Bedrohung ­unserer Epoche. Was hat es wirklich an sich mit diesem Stoff? Wie genau wirkt er sich konkret auf das Weltklima aus? Was wäre, wenn morgen keine fossilen Brennstoffe mehr verfeuert würden? Wir glauben die Antworten zu kennen. Tatsächlich ist einiges ziemlich anders, als man denkt – und wenig sicher. Ein Überblick in neun Stichwörtern:

1 – Kohlendioxid: Es handelt sich um eine Verbindung aus einem Atom Kohlenstoff (C) und zwei Atomen Sauerstoff (O), also ein Molekül. Unsere Atmo­sphäre besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff (N), zu 21 Prozent aus Sauerstoff und zu 0,04 Prozent aus CO2. Letzterer Wert hat sich in den letzten sechzig Jahren vor allem infolge der Nutzung fos­siler Brennstoffe und der Herstellung von Zement um einen Viertel erhöht.

2 – Schadstoffe: CO2 ist kein Gift, sondern ein Grundstoff, der hauptsächlich im ­Boden und im Wasser gebunden ist und ohne den es kein Leben gäbe. Eine Erhöhung der CO2-Konzentration in der Luft steigert das Wachstum von Pflanzen markant, was bereits heute messbar ist. Ein Teil des CO2 wird von den Gewässern und vom Boden absorbiert. Das ­gefährlichste Element ist übrigens das Wasser: Ertrinken ist weltweit die dritthäufigste tödliche Unfallursache.

3 – Treibhauseffekt: Neben anderen Gasen sorgt das CO2 dafür, dass ein Teil der Sonnen­einstrahlung als Wärme in der Erdatmosphäre erhalten bleibt, sonst wäre die Erde unbewohnbar. Einen vielfach stärkeren Treibhauseffekt hat das Methan, das etwa auf Reisfeldern entsteht. Bislang verlangt allerdings noch niemand den Verzicht auf Reis. Allerdings verläuft diese Erwärmung nicht linear, sie flacht vielmehr ab, es tritt eine Sättigungsgrenze ein. Zu drei Vierteln ist Wasserdampf für den Treibhauseffekt verantwortlich, der 1896 entdeckt wurde. Wird der Dunst zur Wolke, kann dies ­allerdings auch kühlend wirken, weil die Sonnenstrahlen zurück ins All reflektiert werden.

4 – «Runaway»-Effekt: Gemäss einer weitverbreiteten These könnte die erhöhte Konzentration von Treibhausgasen zu einer erhöhten Verdampfung und damit zu einer explosionsartigen Erwärmung der Erdatmosphäre führen. Markus O. Häring bezweifelt diesen Rückkoppelungseffekt allerdings; man wisse zu wenig über das von zahlreichen Einflüssen (Niederschlägen, Meeresströmungen, Wind et cetera) bestimmte Geschehen am Himmel.

5 – Erdtemperatur: Dass es in den letzten hundert Jahren wärmer wurde, ist eine Tat­sache. Warum das so ist, weiss niemand mit ­Sicherheit. Es gab Zeiten, in denen es wärmer (etwa das Mittelalter) oder auch kälter (etwa die Eiszeiten) war. Mögliche Ursachen gibt es viele (Verschiebung der Erdachse, Meteoriten, Vulkane, Sonnenaktivität), beweisen lässt sich nichts. Tatsache ist: Kältephasen sind für die Menschen bedrohlicher als Wärmephasen.

6 – Statistiken: Untersuchungen im Eis zeigen, dass die Wärmephasen des Klimas stets von einer erhöhten CO2-Konzentration begleitet waren. Doch damit ist die Frage von Ursache und Wirkung nicht beantwortet. Tatsächlich war die Temperaturkurve der CO2-­Kurve stets etwas voraus.

7 – Klimaabkommen: Obwohl die Schweiz dank einem fast abgasfreien Strommix (Wasser/Atom) pro Kopf viel weniger CO2 produziert als vergleich­bare Industrieländer, hat sie sich die weltweit höchsten Ziele gesetzt. Die Zielsetzung ist freiwillig, Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien begnügen sich damit, den CO2-Ausstoss etwas weniger stark ansteigen zu lassen. Mit der Umstellung von Kohle auf Erdgas haben die USA ihre Emissionen mehr reduziert als alle andern.

8 – CO2-Export: Lenkungsabgaben können zwar den Verbrauch an fossilen Brennstoffen reduzieren, bringen unter dem Strich aber oft nichts. Denn sie ­können auch dazu führen, dass energie­intensive Prozesse einfach ins Ausland verlagert werden. So ging der Treibstoffverkauf in der Schweiz in den letzten Jahren zwar zurück – aber nicht, weil weniger Auto gefahren würde, sondern weil wegen des hohen Frankens mehr im Ausland getankt wird.

9 – EROI: Auch wenn die ganz konkreten Auswirkungen diverser Gase auf das Klima alles andere als gesichert sind, gibt es gemäss Häring gute Gründe für einen möglichst umweltschonenden Umgang mit den Ressourcen. Die Zauberformel lautet EROI (Energy return on investment): Entscheidend ist die Gesamtrechnung. Windräder und Solarpanels mögen als grün gelten; misst man aber den Verbrauch an Ressourcen und grauer Energie (Herstellung, Bau, Unterhalt, Stromspeicherung) am Ertrag, weisen sie eine schlechtere Öko­bilanz aus als etwa Wasser- und Atomkraft­werke. Auch Elektrofahrzeuge sind unter diesem Aspekt nicht a priori umweltfreundlich. Letztlich plädiert Häring für mehr Köpfchen und weniger Hysterie.

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Markus O. Häring: Sündenbock CO2 – Plädoyer für ein lebenswichtiges Gas. Carnot-Cournot-Verlag. 190 S., Fr. 29.–

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :  Dieser Artikel ist zuerst erschienen in WELTWOCHE Zürich :

Ehrenrettung eines Moleküls | Die Weltwoche, Ausgabe 7 (2018) | 15. Februar 2018; http://www.weltwoche.ch/

EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und dem Autor Alex Baur für die Gestattung des ungekürzten Nachdrucks.

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28 Kommentare

  1. 1896 wurde überhaupt kein Treibhauseffekt entdeckt. Diese Aussage ist falsch. 1896 wurde lediglich die Hypothese aufgestellt, dass es Treibhausgase geben könnte, welche die Atmosphäre erwärmen. Diese Hypothese konnte niemals durch Versuche auch nur annähernd bestätigt werden. Im Gegenteil, diese Hypothese wurde versuchstechnisch durch den Amerikanier R. Woods im Jahre 1909 widerlegt. Deshalb hat Svante Arrhenius seine Hypothese entnervt aufgegeben. Wenn der widerlegte CO2-Treibhauseffekt vor 35 Jahren dann eine Widerauferstehung erfahren durfte, dann handelt es sich um eine reine Glaubenswissenschaft, ähnlich der Religionswissenschaft, wo man im Mittelalter erneut auf den Begriff Erbsünde zurückgegriffen hat, um an Gelder zu gelangen und in Rom das Vatikanzentrum mit allem Protz zu errichten und zu erhalten. Man denke allein an Stromkosten der heutigen Gebäude, die immer noch von den Gläubigen bezahlt werden. Dieses erfolgreiche Geschäftsmodell ist die Grundlage des Geschäftsmodelles Klimaerwärmung.

    • Dudendefinition: Einfluss der Erdatmosphäre auf den Wärmehaushalt der Erde, der der Wirkung des Daches eines Treibhauses ähnelt

      Vermutlich beziehen 97% der Klimawissenschaft ihren Standpunkt aus dem Duden?

  2. Wenn man sich die Situation etwas weiter denkt:

    „Wasserdampf ist für 2/3 des Treibhauseffekts verantwortlich.“

    Und da steigt man um auf Gas (produziert mehr Wasserdampf) oder gar auf Wasserstoff/ Brennstoffzelle die nur Wasserdampf freisetzen!? Ich denke, alleine dieser Gedankeufluss zeigt doch, welcher Unsinn verzapft wird!

    • Na ja Herr Rutich, vom Wasserdampf „Abgas“ kann sich eben niemand vorstellen zu sterben, jedoch vom gleichen Effekt hervorgerufen vom CO2 :verdrängen des Sauerstoff. Wird halt nciht so publik gemacht. Manche denken halt nur soweit es die Medien ihnen vordenken.

       

  3. 9-EROI: „Windräder und Solarpanels ……  weisen eine schlechtere Ökobilanz aus als etwa Wasser- und Atomkraftwerke.“ Leider ist der Autor nicht auf dem aktuellen Stand des Wissens. „Erneuerbare Energien“ haben nicht nur eine „schlechtere Ökobilanz“ als Wasser- und „Atomkraftwerke“, sie erzeugen darüber hinaus ein Vielfaches dessen an CO2, das unsere guten alten und zuverlässigen Kohlekraftwerke verursachen. Nachzulesen unter http://www.kosten-energie-aequivalenzgesetz.com

  4. Treibhauseffekt: Neben anderen Gasen sorgt das CO2 dafür, dass ein Teil der Sonnen­einstrahlung als Wärme in der Erdatmosphäre erhalten bleibt, sonst wäre die Erde unbewohnbar. Einen vielfach stärkeren Treibhauseffekt hat das Methan, das etwa auf Reisfeldern entsteht. Bislang verlangt allerdings noch niemand den Verzicht auf Reis. Allerdings verläuft diese Erwärmung nicht linear, sie flacht vielmehr ab, es tritt eine Sättigungsgrenze ein. Zu drei Vierteln ist Wasserdampf für den Treibhauseffekt verantwortlich, der 1896 entdeckt wurde. Wird der Dunst zur Wolke, kann dies ­allerdings auch kühlend wirken, weil die Sonnenstrahlen zurück ins All reflektiert werden.

    Damit hat der Mann sich schon disqualifiziert…

  5. Sehr geehrter Herr Häring

    Im wesentlichen stimme ich Ihnen zu, habe aber einige Bemerkungen.

    1 – Kohlendioxid: CO2. Letzterer Wert hat sich in den letzten sechzig Jahren vor allem infolge der Nutzung fos­siler Brennstoffe und der Herstellung von Zement um einen Viertel erhöht.“

    1.) Wir wissen aus der Änderung des delta-14C-Verhältnisses durch die Kernwaffentests, die sich nach dem Stop dieser Tests wieder in Richtung „Normalverhältnisse“ zurückbewegen, daß der Kohlenstoffanteil in der Atmosphäre sich mit einer Zeitkonstante von etwa 15 Jahren anpaßt (und nicht 200 Jahre, wie von „Alarmisten“ – z.B. Prof. Rahmstorf behauptet). Dies bedeutet bei ca. 750 Gt Kohlenstoff in der Atmosphäre, daß etwa 750/15 = 50 GT/Jahr aus der Atmosphäre wieder in eine Senke (Ozean, Biosphäre, Bindung in Gestein durch Erosion) verschwinden.

    2.) Wir wissen, daß sich parallel zu dem CO2-Gehalt „seit Beginn der Industrialisierung“ auch das delta-13C-Verhältnis von ca. -6.5 Promille auf -8 Promille geändert hat. Der anthropogene Beitrag (Kohle, Erdöl) ist mit einem delta-13C-Verhältnis von ca. 25 Promille markiert. Daraus folgt schon aus einem einfachen Dreisatz (z.B. Segalstad), daß der anthropogene Anteil nur in der Größenordnung von ca. 30 ppm und nicht 120 ppm – dem (wahrscheinlich) tatsächlich aufgetretenen – liegen kann! Simuliert man den anthropogenen Eintrag und den Kohlenstoffaustausch gemäß der Messungen mit der Senke direkt, dann kommt man auf die gleichen Werte.

    Der Rest der tatsächlich erfolgten Erhöhung um ca. 120 ppm muß auf anderen Ursachen beruhen (Gleichgewichtsverchiebung durch Erwärmung der Ozeane?), die heute weitgehend nicht verstanden und erfaßt sind.

    Auf diesen aus Messungen folgenden Unstimmigkeiten zum „offiziellen Dogma“ kann man nicht oft genug verweisen, weil sie von den „Alarmisten“ einfach unter den Teppich gekehrt werden.

    3-Treibhauseffekt: Einen vielfach stärkeren Treibhauseffekt hat das Methan.“

    Das stimmt, wenn man von dem Treibhauseffekt pro Molekül (ppm) ausgeht. Man kommt für das Methan auf einen Faktor von ca. 25 gegenüber CO2 pro Molekül (je nach Atmosphäre, die man ansetzt).

    Allerdings ist der Methangehalt nach den Eismessungen „seit Beginn der Industrialisierung“ von etwa 0.7 auf ca. 1.7 ppm angestiegen und das CO2 von 280 auf 400 ppm.

    Als Maß für die „Gefählichkeit“ ist aber eher die Verdoppelung eines Stoffes relevant, weil Methan nicht im gleichen Maße wie CO2 in der Atmosphäre angereichert werden kann.

    Daraus folgt, daß der Einfluß einer Verdoppelung des Methan gegenüber dem CO2 mit einem Faktor von nur 0.16 zu Buche schlägt: Er ist also völlig vernachlässigber. Mal wieder ein „Alarmismus“ beim Methan!

    4 – «Runaway»-Effekt:

    Mit der Annahme, daß bei Erhöhung der Temperatur durch CO2 auch der absolute Wasserdampfgehalt der gesamten Atmosphäre steige, kommt man in die Nähe eines „Runaway“-Effektes. Diese Annahme wurde bereits früh getroffen und scheint auch heute noch in den Rechenmodellen zu stecken. Messungen bestätigen dies aber für die – entscheidend wichtige – höhere Troposphäre nicht. Offensichtlich wird der Effekt von Wolken und Niederschlag falsch beurteilt, wie bereits hier auf EIKE Bill Gray beschrieben hatte, der so etwas wie der Hurricanepapst von Amerika und ein echter Fachmann war.

    Eine Annäherung an solche „Runaway“-Effekte machen sich in Regelkreisen durch wildes Hin- und Herspringen bemerkbar. Beim Verhalten des Klimas ist so etwas nicht bemerkbar, und wenn man hier einen solchen hätte, wäre das Klima längst „away gerannt“.

    MfG
    G.Wedekind

    • Dann unternehmen Sie doch nahe liegender Weise mal eine Reise zum Mond, es gibt ja einige vielversprechende private Raumfahrtunternehmen. Der bekommt ebenso viel Sonne ab wie die Erde und wird auf der Tagseite bei 130 Grad gegrillt und nachts bei minus 160 Grad tiefgekühlt. Richtig kuschelig so ohne Treibhauseffekt. Wobei Sie sagen werden: Siehe da: Der Mond wird ohne Atmosphäre, ohne Luft und CO2 und all das ZTeugs 130 Grad heiß? Dann wirken ja die Treibhausgase auf der Erde kühlend! Also einfach mal bei den Fakten bleiben. Oder ist die Erde doch eine Scheibe im Mittelpunkt des Universums ????

      • Die relative Stabilität der Erdtemperaturen ist etwas anderes als ein Treibhauseffekt. Wir verdanken sie den Ozeanen, der Masse der Atmosphäre und natürlich den sehr viel kürzeren Tagen (im Vergleich zum Mond).

        Demgegenüber ist die Frage warum der Mond einen Treibhauseffekt hat viel spannender. Im gewichteten Mittel ergibt sich eine Durchschnittstemperatur von ca. 276K, gegenüber 269K die er gegenüber der herkömmlichen Formel (=(342/5,67e-8)^0,25 * (1-0,12)^0,25) haben sollte.

        Das Gleiche gilt übrigens auch für die durchschnittlichen Maximaltemperaturen am Äquator von 390K. Diese sollten gleichsam ja nur ((342*4)/5,67e-8)^0,25 * (1-0,12)^0,25 = 381,7K betragen.

        Wie also kann es sein, dass der Mond viel zu warm ist, wenn er doch keine Atmosphäre besitzt? Es wird doch nicht etwa die eine Formel, die das einzige Fundament der Theorie vom THE ist, völliger Unsinn sein?

      • Hallo Herr Flügel, bevor Sie hier weiter Ihre „beflügelten Theorien“ zum besten geben, eine Frage. Kennen Sie die Dauer eines Mondtages?

        • 29 Erdtage, 12 Stunden, 44 Minuten (Gegenstück zum 24 std. Erdtag) bzw.

          14 Erdtage, 18 Stunden, 22 Minuten (Tag im Gegensatz zur Nacht)

          Liegt an der gebundenen Rotation des Mondes (er guckt ja immer mit der gleichen Seite zur Erde, die er einmal im Monat umrundet)

          Aber das ist natürlich bloße Theorie

      • Lieber Herr Flügel

        Sie beobachten etwas richtig, dann suchen Sie Erklärungen und dann übernehmen Sie die vorgefertigte Meinung. Überlegen Sie nun mal andersrum. Der Mond wäre das kleinere identische Modell einer Erde, also alle Parameter gleich mitsamt Meer und Landverteilung, anstatt Mount Everest halt einen gleich hohen Mount Lunarest, und er würde sich genauso schnell um die eigene Achse drehen und nicht 28 Tage dafür brauchen. Eine zweite kleinere Erde neben der Erde. Sie stimmen nun sicherlich mit mir überein, dass die Temperaturen dann ähnlich wären wie auf der Erde. Und wenn Sie jetzt immer noch der Meinung sind, das läge ausschließlich an CO2 und all die anderen tausend Einflüsse spielen überhaupt keine Rolle, dann müssen Sie diese Meinung durch einen Versuch beweisen. Da es diesen CO2-Beweisversuch nicht gibt, müßten Sie sich nun als unabhängig Denkender Gedanken machen, wie man die Unterschiede sonst noch erklären könnte.

      • herr Flügel,

        ich empfehle Ihnen dazu die Arbeiten von G. Kramm sowie seine Beiträge dazu hier auf EIKE zu lesen. Wenn sie diese verstanden haben, dann reden wir weiter.

  6. Da ist mir das Buch von Dr. Thüne „Freispruch für CO2“ aber lieber. Dort wird dem CO2 wenigstens keine Verantwortung für die Erderwärmung draufgezaubert. Kein noch so dicker Gasmantel kann die nächtliche Erdabkühlung verhindern. Und daß die Wolkenschicht aus Wassertröpfchen und Eiskristallen den abkühlenden Strahlungsausgleich der Erdoberfläche mit dem eisekalten Weltall etwas abschirmen und so behindern, steht auf einem anderen Blatt.

    • Mein lieber Herr Fischer, ich schätze sehr Ihre gegen den Mainstream  schwimmenden Thesen zum „Klimaschutz“ am haus und zum Dämmwahn. Aber gerade Sie sollten doch wissen, wie warm es im eisigen Winter hinter einer dünnen Glasscheibe oder in einem Plastikmäntelchen werden kann … kleine Ursache, große Wirkung. CO2 ist klima-wirksam, als eines von vielen Gasen. ich denke, das ist Konsens in Wissenschaft und Technik, auch wenn  man viele Wechselwirkungen und Rückkopplungen und Selbstverstärkungen noch laange nicht versteht. Die Wissenschaft versteht auch die biologische Evolution nicht bis ins letzte Detail, ist also deshalb diese Theorie von Grund auf falsch und damit die Geschichte vom Garten Eden und der Arche Noah  als richtig bewiesen?

      • Sehr geehrter Herr Flügel

        Sie schreiben: „…CO2 ist klimawirksam, ich denke, das ist Konsens in Wissenschaft und Technik..“ Das ist eben nicht konsens. In unseren Medien wird das nur behauptet. Es kann gar nicht Konsens sein, weil 1) die Theorie falsch ist, 2) weil es keinen Beweisversuch gibt für die Treibhauswirksamkeit und 3) weil es keine technische Anwendungen dazu gibt. Sonst würden wir doch als Füllgas für unsere Fensterscheiben CO2 nehmen, das wurde natürlich schon versucht, und: bringt nichts. Es ist ein Glaubensmodell, derer, die momentan das Sagen haben. Eben wie die Kirche im Mittelalter. Deren Blödsinn damals galt zugleich als Konsens in der Wissenschaft. Wenn Sie bei EIKE bleiben und sich der regen Diskussion nicht verschließen, dann werden Sie bald merken wie die Erwärmungspropaganda funktioniert.

        • Sehr geehrter Herr Kowatsch,

          Ihren Beitrag kann man nur unterschreiben. Nicht nur das es kein Experiment gibt, das diesen Effekt zeigt ( Die Frage ist welcher denn genau gemeint ist. Gerlich hat in seiner Widerlegung 14 verschiedene Definitionen aufgeführt), es hat sich auch noch keomer von diesen Super-AGW-Wissenschaftlern  gefunden, der diesen Effekt aus den Grundprinzipien der Thermodynamik und/oder des Strahlungstransports herleiten konnte.

        • Herr Kowatsch, es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob ich ein paar Millimeter Luft zwischen Fensterscheiben mit CO2 fülle oder zehn Kilometer Atmosphäre. Wobei ich eines bis heute nicht verstehe, was die CO2-Experten hier bestimmt erklären können: CO2 ist schwerer als alle anderen Gase in der Erdatmosphäre. Warum befindet es sich dann überhaupt in der Luft, statt sich, wie es sich gehört, unten am Boden zu sammeln? In den Tälern müsste man ja eigentlich ersticken. Aber so einfach ist es eben nicht mit der Physik unserer Atmosphäre.

          Nur eines noch zu der hier immer wieder und wieder und wieder wiedergekäuten Behauptung, dass das bisschen CO2 in der Luft gar keine Wirkung haben kann. Ich bin Pilot und fliege ab und zu eine Privatmaschine meines Fliegerclubs. Früher nahm ich meine Kinder mit, die unbedingt in die Wolken fliegen wollte. Klar. So eine Wolke sieht, von unten betrachtet, durchaus bedrohlich aus, sie lässt die Sonne nicht durch. Fliegt man in sie hinein, ist sie nur noch ein feiner Dunst, kaum wahrnehmbar. Vielleicht kann man, auch wenn die Physik da eine ganz andere ist, auch die „Funktion“ von C02 in der Atmosphäre so etwas leichter verstehen (wenn man es verstehen will). 400 ppm (Parts per  million) sind nur ein  Hauch, bei 10.000 Metern Atmosphäre sind das aber schon eine Menge Teilchen. Ich freue mich schon  auf die Ko-Watschen und andere Schläge, die ich für diesen Beitrag hier werde einstecken müssen  …..  Der Herr Flügel ist und bleibt ein linksgrün verblödeter Mainstreamtrottel.

          •  „CO2 ist schwerer als alle anderen Gase in der Erdatmosphäre. Warum befindet es sich dann überhaupt in der Luft, statt sich, wie es sich gehört, unten am Boden zu sammeln? In den Tälern müsste man ja eigentlich ersticken. Aber so einfach ist es eben nicht mit der Physik unserer Atmosphäre.“

            Da bisher offensichtlich noch keiner der Experten hier Ihre Frage beantwortet hat, versuche ich es. Dies liegt an der Durchmischung der Atmosphäre durch Winde und Aufwinde. Als Flieger müssten diese Ihnen wohlbekannt sein.

      • Herr Flügel, wozu brauchen Sie Glasscheibe, wenn Ihr CO2 angeblich schon so etwas wie eine Glasscheibe ist?

        Und meinen Sie wirklich, daß Ihre Glasscheibe Ihr Häuschen im Winter heizt?

        • Wieso glauben? Ich habe ein 300 Jahre altes Fachwerkhaus mit wunderschönen und absolut nicht mehr zeitgemäßen Kastenfestern. Zwei Mllimeter starkes simples Bauglas, Abstand  zwischen äußerer und innerer Scheibe 17 Zentimeter. Ich messe heute mittag bei Sonnenschein Lufttemperatur außen minus 12 Grad. Lufttemperatur zwischen den Scheiben plus 1 Grad. Lufttemperatur im nicht beheizten Raum hinter den Kastenfestern plus 10 Grad. DAS nenne ich mal einen Treibhauseffekt, besser gesagt einen Glashauseffekt, wobei man sich hüten muss, wenn man darinnen sitzt, mit Steinen zu werfen.

    • @Konrad Fischer

      Sie schreiben

      „Und daß die Wolkenschicht aus Wassertröpfchen und Eiskristallen den abkühlenden Strahlungsausgleich der Erdoberfläche mit dem eisekalten Weltall etwas abschirmen und so behindern, steht auf einem anderen Blatt.“

      ——————————

      Die Wolken verhindern vor allem die vertikale Strömung (wie ein Kochtopfdeckel), die am Boden erwärmte Luft kann nicht mehr so nach oben strömen, wie ohne Wolken, die Konvektion wird behindert, darum ist es z.B. Nachts unter Wolken milder, als ohne!

      • Wir haben das letzten November in der Wüste Marokkos sehr schön beobachten können: Tagsüber schöne 22-24 Grad, nachts frostige 0-3 Grad. Dann eine bedeckte Nacht, es war sofort 3 Grad wärmer, obwohl es am Tag kaum kälter war.

         

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