SELBSTBEDIENER: Wie die Deutsche Umwelthilfe vom Staat gefüttert wird.

DUH Chef Jürgen Resch, Bild Screenshot BR (ARD) Sendung vom 6.3.17

Von Holger Douglas
Der Staat zahlt die Kampagnen gegen den Geldbeutel der Bürger mit. Für den bedeutet das, nicht nur einer gigantischen Wertvernichtung seines Eigentums zusehen, sondern auch den Wertevernichtern. Im Namen der Umwelt, was denn sonst?


Der Staat unterstützt seine Auto-Feinde nach Kräften. Er beteiligt sich kräftig an der Finanzierung der Deutschen Umwelthilfe – Der Staat finanziert die DUH. Die offenbar größenwahnsinnig gewordene Kleinst-Aktivisten-Truppe klagt sich bekanntlich derzeit quer durch die Republik, um in vielen Städten den Autoverkehr zu verbieten. Jetzt kommt heraus: Ein Teil seines Etats wird durch verschiedene Bundesministerien mitfinanziert.

Zu den dubiosen Geschäften des heftig umstrittenen Vereins gehört einmal dessen Abteilung „Abmahnungen“, die Autohäusern Abmahnungen wegen formaler Nichtigkeiten ins Haus schickt. Zum anderen hat sich die Truppe darauf spezialisiert, seit Jahren öffentliche Töpfe für alle möglichen „Umweltprojekte“ anzuzapfen. Dann „spendet“ Toyota ins DUH-Töpfchen, um den Kampf gegen deutsche Autohersteller zu führen. Früher gab es sogar Geld eines Herstellers von Auto-Partikelfiltern.

Finanzquellen der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

Jetzt schließlich zeigt sich, dass auch Millionenbeträge aus Bundesministerien in die DUH-Kasse fließen. Der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Mario Mieruch wollte in einer parlamentarischen Anfrage wissen: „In welcher Form und in welchen Projekten arbeiten die Bundesregierung oder ihre Ministerien mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zusammen?“ Die derzeitige Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), listete in ihrer Antwort die laufenden Projekte der Bundesregierung mit der DUH auf. Die Antwort des Schreckens beschreibt in zwei Teilen, wie umfangreich die Zusammenarbeit aussieht. Aus dem ersten Teil, einer Übersicht, geht hervor:„Im Bundesministerium für Bildung und Forschung ist die Deutsche Umwelthilfe in folgenden Netzwerken und Beiräten vertreten:

  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung – Mitglied im Partnernetzwerk „Außerschulische Bildung“ (Jahre 2015 bis 2019)
  • Fördermaßnahme „Nachhaltiges Wirtschaften“ (Jahre 2016 bis 2018): Mitarbeit im Praxisbeirat in den Verbundprojekten
  • Nachhaltig gewonnene mineralische Rohstoffe
  • Integrierte Analyse einer grünen Transformation
  • Vom Klimaschutzkonzept zur zielgruppenorientierten Sanierungsoffensive
  • Mitarbeit im Praxisbeirat der Nachwuchsgruppenförderung „Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit – Ursachen und Alternativen“ (Jahre 2016 bis 2021).“

Dann sitzt die DUH noch im Verkehrsministerium und hat dort an der «Expertengruppe 1 des Nationalen Forums Diesel sowie anderen Unterarbeitsgruppen „Technik“ und „Vorschriften“ teilgenommen.“»

Nach außen findet man keine Ergebnisse der Arbeit der DUH-„Experten“ vor allem in Vorschriften. Es wäre noch schöner, die DUH mit in normengebenden Gremien sitzen zu sehen, also den Bock ganz zum Gärtner machen.

Der zweite Bereich, in dem Berliner Regierungstruppen öffentliche Gelder mit vollen Händen rauswerfen wie Karnevalisten ihre Kamelle, ist die „Energiewende“. Hier abseits stehen geht für die DUH gar nicht: „Die Deutsche Umwelthilfe ist darüber hinaus über die DUH Umweltschutz Service GmbH Teil eines Dreierkonsortiums, das für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach einer europaweiten Ausschreibung einen zeitlich befristeten Dienstleistungsauftrag (Initiative Bürgerdialog Stromnetz) erfüllt.“„Initiative Bürgerdialog Stromnetz“ – dreister kann man Abzocken für null Gegenleistung nicht formulieren.

Im zweiten Teil der Antwort listet die Staatssekretärin „der Vollständigkeit halber“ eine Liste der DUH-Projekte auf, ein „Projekte“-Panoptikum, das zeigt, wofür im Bereich Umwelt Steuergelder hinausgeworfen werden können.


Die umstrittene Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat ein Herz für grüne Flächen in der Stadt. Glauben Sie nicht? Grün- und Freiflächen in der „sozialen Stadt“ liegen ihr besonders am Herzen – was auch immer eine „soziale“ Stadt ist. Gleichviel, 182.672 Euro klingelten dafür in der DUH-Kasse.

Dem Umweltministerium hilfreich zur Seite stehen musste die DUH in Sachen Stickstoff. Da hat die DUH mit ihrem abgebrochenen Verwaltungswissenschaftler Resch an der Spitze bekanntermaßen einen weltweit anerkannten Experten. Der warnt auf der DUH-Online-Seite „Stickstoff – Die vergessene Gefahr“: „Stickstoff in schädlichen Verbindungen zählt aber auch zu den größten Umweltbedrohungen unserer Erde. Was wir dagegen tun können? Politischen Druck machen. Und weniger Fleisch essen, weniger Lebensmittel wegwerfen und keinen Diesel fahren!“Merkwürdig! Sämtliche Autofahrer und Spediteure haben gerade tief in die Taschen gegriffen und die teure Stickoxid-Reinigung im Abgasstrang bezahlt, kippen literweise AdBlue nach, so dass nun wirklich nichts mehr an Stickoxiden aus dem Auspuff kommt – dann verlangt die DUH dennoch „Weg mit dem Diesel!“

Macht nichts, für eine „Informationskampagne Stickstoff“ haben die DUH-Kumpels im Umweltministerium knapp 150.000 Euro an die DUH überwiesen. Mit 34 000 Euro Finanzvolumen geradezu günstig erscheinen die DUH Aktivitäten, aus den Braunkohle-Abbbaugebieten in der sächsischen Lausitz „innovative Naturschutzkonzepte zu entwickeln und umzusetzen“. Doch mit der Verwandlung in eine grüne Wiesenlandschaft, wie sich Max Mohr freie Natur vorstellt, ist es nicht getan. Denn gerade die schreckt offenbar Insekten, Bienen, Vögel ab, solche renaturierten Gebiete sind der wahre Schrecken der Artenvielfalt und wohl mit für Insektensterben verantwortlich. Gefördert von der DUH.

Einer der größten Einzelposten mit 524.086,76 € ist F&U NBS Verbund „AgoraNatura – NaturMarkt“ Teilvorhaben C: Umsetzung und Einführung des Marktes. Die DUH will „einen Online-Marktplatz für Ökosystemleistungen und Biodiversität“ entwickeln, was auch immer sich hinter diesen Spruchblasen verbirgt.Wenn wir schon bei Spruch- und Windbeuteleien sind, darf eine der beknacktesten Floskeln nicht fehlen, zivilgesellschaftlich. Fast eine Million Euro läßt die geschäftsführende Umweltministerin Hendricks für Erfahrungsaustausch von zivilgesellschaftlichen Akteuren in Mittel- und Osteuropa im Bereich Klimaschutz springen. Davon bekommt die DUH allerdings nur 227.000 Euro ab. OK, da kann man noch am ehesten Positives abgewinnen: Saufen mit Ukrainern.

Auch das Bildungsministerium verpulvert Geld an die DUH für „Bewertung, Management und Kommunikation als Schlüssel für eine klimaresiliente und naturnahe Grünflächenentwicklung“.

Was auch immer sich hinter dem leeren Wortgeklingel verbirgt, rumms – 225.609,71 € in den DUH-Säckel. Gut Geldverdienen, so hat das goldene DUH-Näschen ergeben, ist auch in Sachen „nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) im Dämmstoffmarkt“. 470.522,79 € erhält die weithin bekannte Experteninstitution DUH. Richtige Forscher könnten mit einer solchen Summe schon einiges entwickeln. Die DUH bekommt die Förderung bereits nur für Propagandazwecke pro nachwachsende Rohstoffe.Die DUH hat klar erkannt: „Die Vorteile von Dämmstoffen aus NawaRo werden bei der energetischen Sanierung durch die aktuellen politischen Rahmenbedingungen nicht aufgezeigt. Staatliche Förderinstrumente sind unspezifisch bzw. klammern den Aspekt der Nachhaltigkeit aus und bauordnungsrechtliche Anforderungen hemmen den Einsatz von Bau- und Dämmstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe.“

Nach dem Diesel jetzt auch Benziner unter Beschuss

Fast eine halbe Million Euro von den DUH-Freunden aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium für „Informationsmaßnahmen“! „Es fehlt vor allem an einer gezielten Verbraucherinformation über alternative ökologische Dämmstoffoptionen. Architekten, Handwerker oder Energieberater sind Schlüsselakteure, deren Fachwissen und Kundenberatung maßgeblich die Verbreitung von NawaRo Materialien beeinflussen kann.“ Jeder gestandene Architekt und Bauingenieur allerdings, der rechnen kann, läßt die Finger von dem Kram.Insgesamt, so ergibt die Auflistung, fließen 4,9 Mio Euro direkt aus der Staatskasse in die Kasse der DUH. Der Staat bezahlt die Kampagnen gegen den Geldbeutel der Bürger mit. Für den Steuerzahler bedeutet dies: Er muß nicht nur einer gigantischen Wertvernichtung seines Eigentums zusehen, sondern auch, wie sich die Wertevernichter aus dem Staatssäckel bedienen. Im Namen der Umwelt natürlich, was denn sonst?

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19 Kommentare

  1.  
    Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“ „Putztruppen-Terrorist“ Joschka Fischer

     

  2. SZ:20.2.2018
    Seite 3: „Wenn die Luft in München bald besser ist, dann ist das auch ein Verdienst von Jürgen Resch.“
    Seite 11: „Jeder elfte Münchner ist bankrott“.

    Klar geht man bankrott, wenn man sich heute einen Benziner kaufen muss wegen NO2, morgen einen neuen Benziner wegen Feinstaub, übermorgen neue Fenster und Fassade für bessere Wärmedämmung (Reduktion der CO2-Emissionen). Glücklicherweise muss ich noch keine Privat-Insolvenz anmelden, weil ich mich gegen die ganze Panikmache wehre, die nur dem Profit einzelner Branchen dient.

  3. Die DUH besteht aus XXXXXXX mit kriminellem Potential, denen es in Ihrer verblendeten Ideologie egal ist, wieviele der Bevölkerung um Ihr Hab und Gut gebracht werden. An Wiederlichkeiten in keinster Weise zu überbieten.

    Es wundert mich scon lange, dass sich BMW, Porsche, Mercedes und Opel nicht zusammen tun und diese XXXXXXX mit Klagen zudeckt? Die Kriegskasse der DUH ist nicht so gut gefüllt, wie die der Automobilhersteller. Falls daher einer der Konzernbosse das lesen sollte, was ziemlich unwahrscheinlich ist, dann Rate ich Ihnen, sich endlich aus Ihrem Bürostuhl in der Chefetage zu bewegen und etwas zu unternehmen. Aussitzen und Abwarten funktioniert hier nicht. Sie haben gegenüber Ihren Mitarbeitern, Zulieferer und Kunden Weltweit eine Verantwortung zu übernhemen. Das duldet kein Aussitzen, sondern entschlossenes Handeln.

    René Funk

  4. Ohne die massive Unterstützung der linksgrünen Medienmafia würde die DUH doch niemand kennen. Es sind doch die Medien, die die Dieselhetze betreiben. Selbst Leserbriefe, die nur sachlich auf Fakten hinweisen, wie z.B. daß , wie die WHO selbst feststellt, es keine wissenschaftlich validen Studien gibt, die einen Grenzwert von 40 µg/m3 stützen, werden nicht veröffentlicht. (man kann solches Weglassen als LÜckenpresse bezeichnen, aber wer systematisch Erkenntnisse verschweigt , ist ein Lügner und damit ist das Wort Lügenpresse gerechtfertigt.

  5. Es ist ein wichtiges Merkmal der entwickelten kapitalistischen Industrieländer, dass eine riesige Anzahl von „Akademikern“, die niemand braucht und die oft auch gar kein Fachwissen haben, in unproduktiven, bürokratischen Strukturen geparkt und subventioniert werden. Die Allgemeinheit hat den Schaden und die Kosten.

    Eine wichtige Forderung wäre darum ein Verbot jeder staatlichen Bezuschussung von NGOs u.a. selbsternannten „Weltverbesserern“, die meist nichts verbessern, sondern eher verschlechtern. Für Projekte dieser NGOs kann es Geld geben, das muss aber einer direkten öffentlichen (nicht staatlichen) Kontrolle unterliegen, auf keinen Fall den NGOs selbst.

     

  6. Was soll da auch schon heraus kommen, eine Regierung bei der alles alternativlos ist, Hauptsache man ist im Amt und Würden. Wie und wo die Wertschöpfung für das Bezahlen der ganzen grünen Ideen herkommt – egal.

  7. Völlig nebulös, diese „Integrierte Analyse einer grünen Transformation“. Sie wird auch im Teil 2. bei den Projekten nicht konkretisiert. Klingt irgendwie nach PIK-Sprech zur großen ‚Transformation der Gesellschaft“, wo man sich ebensowenig zu Zweck und Ziel äußert und schon gar nicht dazu, ob „die Gesellschaft“ das braucht oder überhaupt will, dass ihr jemand eine Transformation (wohin auch immer) angedeihen läßt.

    Immer schön schwammig und undurchsichtig bleiben, Hauptsache man behält Deutungshoheit, Macht und Geld! Die DUH scheint eher eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für in wertschöpfenden Bereichen nicht einsetzbare Schwätzer und Demagogen zu sein. Man gibt sich als Experte aus, gebraucht einschlägige Reizworte, und schon wird man von der Politik, die es ohnehin nicht besser weiss, alimentiert.

    Was im Teil 2 bei den Projekten mit „Erfahrungsaustausch“ umschrieben wird, meint vermutlich die Akquise grüner Mitkämpfer in Mittel- und Osteuropa sowie vor allem deren Indoktrination mit grüner Ideologie und Propaganda-Strategien zum Anzapfen staatlicher Finanzquellen.

    Für Naturschutz, Ressourcenschonung, artgerechte Tierhaltung oder das Errichten bauphysikalisch vernünftiger Gebäude braucht es vorrangig eine von Fachleuten begleitete Gesetzgebung, die weder durch Lobby-Organisationen beeinflusst, noch lediglich  zur Rechtfertigung von immer mehr „Grüner“ Administration missbraucht wird.

    Das Versagen der selbsternannten grünen Welt-Retter z.B. beim  brutalen Schächten von Tieren und beim Stillhalten angesichts stetig wachsender LKW-Kolonnen, wird nur noch von ihren, die Gesellschaft zersetzenden Kampagnen wie das Gender-Mainstreaming oder ihre größtmögliche Förderung von immer mehr Zuwanderung übertroffen.

    Wer fällt eigentlich immer noch auf deren Parolen rein und wählt sie in die Parlamente?

     

    • Manchmal glaube ich klammheimliche Freude im Gesicht Tittins und seiner Genossen zu erkennen. Dann fällt mir Strauß und Kohl ein. Die haben die Grünen immer als »fünfte Kolonne Moskaus« bezeichnet. Die Sowjetunion ist zwar weg, aber auch das autoritäre Russland hat kein Interesse an einem stabilen und erfolgreichen Europa. Einmal Agent, immer Agent, so war das zumindest früher mal. 

  8. Und wie kommt diese enge Verbindung zwischen DHU und Staat zustande?
     
    Immer wieder tauchen vier Namen auf:
     
    Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH).
     
    Jochen Flasbarth, beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der Regierung Merkel III.
     
    Rainer Baake, beamteter Staatsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
     
    Und im Hintergrund als Strippenzieher: Jürgen Tritin (Grüne), ex-Bundesumweltminister
     
    Die Stuttgarter Zeitung hat das ganze Geflecht recherchiert und zeigt, wie gleichzeitig ein gigantisches Versorgungswerk für Grüne Politiker auf Staatskosten entstanden ist.
     
    https://tinyurl.com/yc3k2tps
     
    Auszüge:
     
    Strippenzieher, die unter Jürgen Trittin Karriere gemacht haben
     
    Wie eng die gewachsenen Beziehungen zwischen der DUH und dem Haus sind, darauf deutet etwa die Personalie von Rainer Baake hin. Der heute 62-jährige Baake war beamteter Staatssekretär unter Trittin und verhandelte für ihn mit den Betreibern der Kraftwerke den Atomausstieg. Als Trittin nach der Wahlniederlage von Rot-Grün 2005 das Ministerium räumen musste, verpflichtete die DUH wenig später 2006 Baake als Co-Geschäftsführer. Resch und Baake arbeiteten jahrelang Hand in Hand. Bis 2012 war Baake an der Spitze der Umwelthilfe. Obwohl Baake Grüner ist, holte SPD-Chef Sigmar Gabriel den ehemaligen Funktionär der Umwelthilfe 2014 wiederum als beamteten Staatssekretär ins Bundeswirtschaftsministerium. Dort arbeitet Baake mit Matthias Machnig zusammen, der im Wirtschaftsministerium die gleiche Position hat und schon 2005 bis 2009 im Bundesumweltministerium Staatsekretär war, als in Brüssel die Luftreinhaltungsrichtlinie beschlossen wurde, die derzeit für so viel Ärger sorgt.
     
    In der Regierung Merkel zieht mit Jochen Flasbarth, beamteter Staatssekretär im Bundesumweltministerium, ein weiterer Spitzenbeamter in der zweiten Reihe die Strippen, der unter Jürgen Trittin Karriere gemacht hat. Flasbarth wurde unter Trittin 2003 Abteilungsleiter im Umweltministerium, bevor der heute 55-Jährige 2009 Chef des Umweltbundesamtes (UBA) wurde. Der heutige Sprecher des Umweltministeriums, Michael Schroeren, ist ein weiterer Trittin-Vertrauter: Schroeren war Trittin-Sprecher im Umweltministerium und auch danach, als der Grüne Fraktionschef im Bundestag wurde.
     
    Zu Trittins Zeiten unterhielt Resch bereits beste Kontakte zu einem weiteren hohen Beamten im Bundesumweltministerium, Uwe Lahl. Der heute 66-jährige Lahl war in Berlin von 2001 bis 2009 Ministerialdirektor, zuständig für Immissionsschutz und Verkehr. Lahl spielte schon zu Berliner Zeiten mit der Umwelthilfe immer wieder über Bande, wenn es etwa um Grenzwerte im Verkehrsbereich ging. Obwohl Lahl eine große Nähe zu den Grünen hatte, ließ Gabriel ihn im Amt, als er in der ersten großen Koalition Umweltminister wurde. Erst nach dem Regierungswechsel 2009, als Schwarz-Gelb übernahm und Norbert Röttgen (CDU) Chef des Hauses wurde, musste Lahl gehen. Lahl tauchte aber wieder auf. Der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann holte ihn 2013 nach Stuttgart. Dort ist Lahl als Ministerialdirektor sein Stellvertreter. Lahl tritt im Bund und im Land als Verfechter einer strengen Linie in der Abgasproblematik auf.

    • Das war ja auch ein böswilliger Test, der die subversiven Methoden der DUH ein bisschen offengelegt hat. Ein 320d befindet sich bei 2000 U/min nicht in der Stadt, sondern auf der Autobahn. Mein Euro 5 3-Liter-Diesel bewegt sich in der Stadt zwischen 1000 und 1500 U/min.

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