New Yorks idiotische Klima-Klage

Justitia! Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Steve Goreham
Am 10. Januar hat die Stadt New York Klage erhoben gegen BP, Chevron, Conoco-Philips, ExxonMobil und Royal Dutch Shell. Verklagt wurden die Ölunternehmen, weil sie angeblich einen gefährlichen Klimawandel verursachen und die Stadt New York City schädigen. Man verlangt einen monetären Ausgleich. Aber die Historie wird diesen Vorgang in den Annalen menschlichen Aberglaubens sehr hoch ansiedeln.

In der 67 Seiten umfassenden Klageschrift wird behauptet, dass das Verbrennen fossiler Treibstoffe seitens der Ölindustrie das Klima verändert und dass diese Änderungen „New York City Schaden zufügen“. Die Klage reklamiert für sich eine Zunahme von Todesopfern durch Hitzewellen, Überschwemmungen durch Extremwetter, welche das Wasserversorgungs-System der Stadt schädigen, zunehmende Häufigkeit von Dürren, was zum Austrocknen der Wasserreservoire in den Hügeln von New York State führt, sowie katastrophale Überflutungen durch steigenden Meeresspiegel.

Der Hurrikan Sandy wird häufig in der Klageschrift angeführt als ein Beispiel sowohl von Extremwetter als auch durch steigende Ozeane infolge der vom Menschen verursachten Erwärmung. Als Folge von Sandy legte New York im vorigen Jahr ein 20-Milliarden-Dollar-Programm auf. Dieses Geld will die Stadt von den Ölfirmen einklagen mit der Begründung, dass sie, die Ölfirmen, „fortgesetzt und wiederholt die Stadt schädigen“. Aber diese Behauptungen unterscheiden sich kaum von Aberglauben.

Der Hurrikan Sandy erreichte New York City und den Bundesstaat New Jersey am 29. Oktober 2012 als Hurrikan der schwächsten Kategorie 1 mit Spitzenböen bis 130 km/h. Er traf ausgerechnet genau zum Gezeiten-Flutzeitpunkt auf das Festland und verursachte große Überschwemmungen. [D. h. sechs Stunden später, bei Ebbe, wäre gar nichts passiert! Anm. d. Übers.] Die geschätzten Schäden beliefen sich auf über 50 Milliarden Dollar. Aber Gleichartiges war auch zuvor immer wieder aufgetreten.

Während der letzten 300 Jahre wurde der Staat New York über 80 mal von tropischen oder subtropischen Stürmen heimgesucht. Beispielhaft ist hier der Hurrikan von Norfolk und Long Island im Jahre 1821. Er traf New York City als Hurrikan der Kategorie 3, war also erheblich stärker als Sandy. Obwohl der Landgang bei Ebbe erfolgte mit einem Wasserstand, der um 1,5 m tiefer lag als zum Zeitpunkt von Sandy, überschwemmte der Sturm 1821 New York City bis zur Canal Street.

Dem National Hurricane Center zufolge traten im 20. Jahrhundert 170 Hurrikane auf das Festland über. 59 dieser Stürme wiesen mindestens die Stärke 3 auf, also allesamt viel stärker als Sandy. Wie kann man angesichts dieser Tatsachen dann Hurrikan Sandy als Beweis für eine vom Menschen verursachte globale Erwärmung heranziehen?

Während der letzten 20.000 Jahre ist der Meeresspiegel um rund 120 Meter gestiegen, wie aus Daten der NASA hervorgeht. Tidenmessungen zeigen während der letzten 150 Jahre einen Anstieg von etwa 18 cm pro Jahrhundert. Kein Wissenschaftler vermag uns zu sagen, wann der natürliche Anstieg des Meeresspiegels aufgehört und der vom Menschen verursachte begonnen hat. New York City tut gut daran, sich auf einen steigenden Meeresspiegel vorzubereiten, liegt aber absolut falsch mit dem Gedanken, dass Treibhausgase durch das Verbrennen von Öl die Ursache dieses Anstiegs sind.

In der gesamten Menschheitsgeschichte haben die Menschen daran geglaubt, dass menschliche Aktivitäten das Klima ändern und Extremwetter hervorrufen können. Die Azteken des 16. Jahrhunderts praktizierten Menschenopfer in einem Versuch, das Wetter zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass die Sonne sich weiterhin über den Himmel bewegt. Nachdem sich König Heinrich von seiner Frau Katharina im Jahre 1533 hat scheiden lassen, glaubten die Engländer, dass neun Monate mit ungewöhnlich starken Regenfällen die Folge dieser Scheidung waren. Während der Kleinen Eiszeit zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert wurden hunderttausende Menschen in Europa exekutiert, weil sie sich angeblich des Verbrechens der Hexerei schuldig gemacht hatten, welche für kurze Wachstums-Saisons und Missernten verantwortlich gemacht wurde.

Heute leben wir immer noch in einer Welt des Aberglaubens. Klima-Advokaten hämmern uns ein, dass wir die Eisbären retten können, wenn wir andere Glühlampen verwenden. Falls wir Windturbinen aufstellen, können wir die Stürme weniger stark machen. Und falls wir mit E-Autos fahren, können wir die Ozeane von einem weiteren Anstieg abhalten. Unsere modernen Hexen sind die Öl- und Kohle-Unternehmen.

Steve Goreham is the author of “Outside the Green Box: Rethinking Sustainable Development” (New Lenox Books, 2017).

Link: https://www.washingtontimes.com/news/2018/jan/14/the-city-of-new-york-claims-that-by-burning-fossil/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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2 Kommentare

  1. Na  das kann hoch interessant werden. Bin doch mal äußerst gespannt, welche fundieren Argumente die Anwälte der Klägerin anführen und wer sich findet, das Klima zu verteidigen.

    Vielleicht gelingt es ja sogar die Klima Propheten bloß zu stellen.

    Ich hoffe ihr bleibt am Thema dran..

     

    • Keine Chance. So stümperhaft sich die beklagten aufführen, wird das ein Dissaster. Kant hat vor 260 Jahren mal geschrieben, die Chemie ist keine exakte Naturwissenschaft, weil sie keine quantitativ überprüfbaren Ergebnisse liefert. Damals bestand Chemie darin, dass man etwas zusammenkippte, Feuer darunter machte, und wenn nach zwei Stunden das Haus noch stand, war der Versuch gelungen. Heute besteht Klimaforschung darin, dass man quantitative Voraussagen macht, die 50 Jahre in der Zukunft liegen, und die nur überprüft werden können, wenn Captain Kirk aus der Enterprise gesprungen kommt, und uns erzählt, wie das Klima in 50 Jahren war.

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