EU Initiative gegen Fake-News: Wo sind die deutschen Medien?

Allgemeines

Noch einmal der Link zur Initiative (hier) und der Link zu den Fragebögen, die in Deutsch erhältlich sind, aber nur direkt Online bearbeitet werden können (hier). Die Fragebögen sind zu unterscheiden in Bögen für Einzelpersonen (hier) und für Organisationen (hier). Zu beachten in der Beschreibung der Initiative (hier) ist insbesondere die Definition der Zielgruppen. Zumindest auf den ersten Blick scheinen alle relevanten Gruppen aufgeführt zu sein. Etwas befremdend wirkt der relativ geringe Zeitraum, den die EU für Beschwerden in ihrer Fake-Initiative möglich macht. Das Ende der Aktion ist der 23. Februar 2018, viel Zeit verbleibt nicht.

Vielleicht handelt es sich ja nur um einen Versuchsballon der EU, um die Wirkung auf die Bevölkerung zu testen. Hierzu passt bestens, dass bisher auch nach sorgfältigem „googeln“ keine Reaktion der deutschen Medien auf die Initiative zu entdecken ist.

Schauen wir uns jetzt nur einmal die vielen EIKE-News aus dem Jahr 2017 an, die insbesondere die Fake-News der deutschen Medien aufs Korn nahmen. Es sind stellvertretende Beispiele (alle aus dem Jahr 2017), die Liste würde sonst zu lang werden (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, …..). An Hand dieser Beiträge wird sofort klar, warum die deutschen Medien über die EU-Initiative Stillschweigen wahren. Sind sie  schließlich selber die ersten Erzeuger von Fake-News und haben infolgedessen kein Interesse daran, dass sie als „Lückenpresse“ dem Bürger bekannt werden.

Ebenfalls recht befremdend ist der Aufbau der Fragebögen. Es werden alle nur denkbaren Quellen von Fake-News berücksichtigt. Leider ist aber die wichtigste Quelle völig unberücksichtigt, nämlich die jeweiligen großen Medien der betreffenden Länder und vor allem deren Regierungen selber. Es braucht hier wohl kaum näher ausgeführt zu werden, dass unser Bundesumweltministerium hier den Vogel anschießt. So viele Fakes, Desinformation und Dummheiten von einer einzigen Regierungsinstitution ist bereits bewundernswert.

Was können Sie tun?

Jeder Leser, der sich unseren Bemühungen nach Aufklärung anschließt, könnte Folgendes tun:

1) Seiner Tageszeitung oder auch den großen Blättern wie FAZ etc. schreiben und sie bitten, über die EU-Initiative zu berichten. Dabei nicht die Anmerkung vergessen, dass das Verschweigen von anderen Meinungen als der des journalistischen Mainstreams eine Spezialität der jeweils angeschriebenen Redaktion sei. Sie werden damit zwar keinen Erfolg haben, aber vielleicht zum Nachdenken anregen. Es wäre schön, wenn EIKE eine Kopie Ihreres Schreibens an die Redaktion erhielte, um darüber später berichten zu können (Ihr Name wird dabei natürlich nicht genannt).

2) Selber einen EU-Bogen ausfüllen und abschicken.

3) Gleichgesinnte Freunde und Bekannte mit der EU-Initiative bekannt zu machen und sie gegebenenfalls zu bitten, ebenfalls einen Bogen auszufüllen und abzusenden.

Worauf ist beim ausfüllen des Fragebogens zu achten?

Jede Meldung an die EU in Sachen Fake-News ist, wie schon erwähnt, nur Online möglich. Daher ist vielleicht folgendes Vorgehen sinnvoll: Geben Sie bei dem von Ihnen ausgesuchten Fragebogen (Bürger oder Institution) rechts oben  „Deutsch“ an, laden Sie sich den Fragebogen als pdf herunter, speichern Sie ihn ab und füllen Sie ihn erst einmal probeweise auf Papier aus. Dies empfiehlt sich, um den Überblick zu wahren und zu wissen, was auf Sie in diesem recht umfangreichen Fragebogen überhaupt zukommt.

Wir kommentieren nachfolgend nur den Fragebogen für Bürger und lassen dabei die selbsterklärenden Punkte weg. Uns interessieren ferner auch nur die Klima/Energie betreffenden Fake-News der öffentlichen Medien, denn diese richten den größten Schaden in einer weitgehend ahnungslosen Bevölkerung an.

Kommentierung des Fragebogens für Bürger

Unsere Kommentierung besteht im Folgenden darin, ein stellvertretendes Beispiel für den Bürger-Fragebogen anzugeben. Falls Sie sich nicht die Zeit nehmen wollen, alle Einzelheiten des Fragebogens zu durchforsten oder von Ihnen selbst entdeckte Fakes zu melden, können Sie sich an diesem Beispiel orientieren. Vor allem haben wir mit der oben unter „Allgemein“ aufgeführten Liste von veröffentlichten Fake-News der Medien bereits eine ganze Reihe von Quellen angegeben, die Sie für Ihre Beschwerde bei der EU nutzen können.

Sie sollten grundsätzlich zwischen Fakes unterscheiden, die echte Falschaussagen oder nur das Verschweigen von begründeten Gegenmeinungen sind. Ein Beispiel für echte Falschaussagen sind zunehmende Extremwetter, hier können Sie die einschlägigen Sachstandsberichte des IPPC (IPCC 2013, AR5, WG1, Kapitel 2.6) zur Widerlegung angeben (hier), ein weiteres Beispiel betrifft Medien-Aussagen über das Versinken von Pazifik-Inseln infolge Meeresspiegelanstieg, auch hier können Sie die offen erreichbaren Pegelmessungen bzw. Fachliteratur angeben (hier, hier).

Die Mehrheit der Medien-Fakes bestehen aber wohl eher aus dem bewussten Verschweigen von begründeten Gegenmeinungen. Hier muss die Quelle der Gegenmeinung genannt werden. Prominentestes Beispiel sind die Behauptungen der Medien über eine gefährliche globale Erwärmung infolge anthropogener CO2-Emissionen. Begründete Gegenmeinungen wären hier populartechnology-paper, populartechnology-eminent scepticals, Oregon-Petition, Heidelberger Manifest, Leipziger Deklaration, U.S. Senate Minority Report, Eingabe an US-Präsidenten Obama, Offener Brief an UN Generalsekretär Ban Ki-Moon, Petition von R. Lindzen an Präsident Donald Trump, Umfrage v. Storch und Bray, Umfrage Kepplinger/Post.

Also noch einmal die drei wichtigsten Punkte  

1) Die Art des Fakes ist zu nennen, also Falschaussage oder Verschweigen anderer begründeter Meinungen.

2) Die Quelle des betreffenden Fakes ist nachvollziehbar anzugeben.

3) Die Aussage im Fake ist nachvollziehbar zu widerlegen.

Um Ihnen eine Vorstellung zu geben, wie es im Fragebogen abläuft, nachfolgend ein Musterbeispiel. Sie können es so machen, wohlgemerkt ist es aber nur ein Beispiel. Punkte, die selbsterklärend sind (Beispiel Angeben zu Ihrer Person etc.), haben wir in unserem Beispiel aus Platzgründen weggelassen.

Das Beispiel

Punkt 5 und 6: Hier sind für unser Thema die Unterpunkte „Umwelt“ sowie „Wissenschaft und Technologie“ anzukreuzen

Punkt 7 ist besonders wichtig, denn die laufend von den deutschen Medien verfassten Fakes über Klimawandel und Energiewende dienen der Verbreitung einer grün-roten Ideologie. Man kann, wenn man der gleichen Auffassung wie EIKE ist, in das darunter liegende Sonderfeld mit der Bezeichnung „Wenn Sie glauben, dass es andere Gründe für die Online-Verbreitung von Fake News gibt, geben Sie diese bitte an“ die entsprechende Beschwerde hineinschreiben. Leider sind 300 Zeichen viel zu wenig, probieren Sie es vorher aus, in Word gibt es unter „überprüfen“ einen Wort- und Zeichenzähler. Sie könnten beispielsweise schreiben „Fakes der öffentlich rechtlichen Medien zum Klimawandel und zur Energiewende dienen zur Verbreitung einer grünen Ideologie. Ein Beispiel für Fake-Aufklärung ist (hier könnten Sie den Link einer zugehörigen EIKE-News angeben, wie sie oben unter „Allgemeines“ genannt wurden)“.

Punkt 8:  Hier ist für EIKE-Leser der Unterpunkt „Ich besuche Fakten-Check-Websites, wenn ich Zweifel habe“ anzukreuzen.

Punkt 9: letzten Unterpunkt „Ich vertraue Informationen, die ich auf Fach-Websites und in Online-Fachpublikationen finde“ ankreuzen.

Punkt 10: Unterpunkte 1 und 3 ankreuzen, also „Absichtliche Desinformation zur Beeinflussung von Wahlentscheidungen“ und „Absichtliche Desinformation zur Beeinflussung der Umweltpolitik„. Danach sehr wichtig, der Unterpunkt „Bitte präzisieren Sie, welche weiteren Kategorien von Fake News der Gesellschaft Schaden zufügen können?“ Hier könnten Sie z.B. schreiben „Eine angebliche Bedrohung durch CO2, denn es gibt wissenschaftliche Stimmen, die CO2-Einsparungen für wirkungslos halten. Die Fake-News besteht darin, dass diese anderen wissenschaftlichen Stimmen in den Medien nicht zu Wort kommen.“ Oder eben Analoges zur Energiewende schreiben.

Punkt 12: Unterpunkt 6 „Tatsachencheck durch unabhängige Nachrichtenorganisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft (Erklärung, weshalb ein Beitrag irreführend sein könnte)“ ankreuzen, er trifft 100% auf EIKE zu.

Punkt 13: Hier sollten Sie unter „Haben Sie einen Kommentar zu überprüften Informationen?“ nennen: EIKE (hier), Kalte Sonne (hier), Wattsupwiththat (hier), Joanne Nova (hier), Notrickszone von Pierre Gosselin (hier), welche die EU-Initiative indirekt aber engagiert unterstützen, indem sie Fake-News aufdecken.

Punkt 15: hier kommen nur die Unterpunkte „Online Plattformen“ sowie „Sonstiges“ in Frage. Unter „Sonstiges“ können Sie darauf hinweisen, dass ja gerade nationale Regierungen und zuständige Behörden, wie z.B. das Bundesumweltamt, die schlimmsten Erzeuger von Fake-News sind. Beispiele von Fakes nennen, s. oben unter Allgemeines die betreffende Liste von EIKE-News. Geben Sie den Link einer oder mehrerer News an, die Ihnen zusagt (max. 300 Zeichen insgesamt beachten!).

Punkt 16: Hier kommt nur der letzte Unterpunkt in Frage. Sein Ankreuzen entbehrt der waltenden Umstände wegen nicht einer gewissen Ironie.

Punkt 17: Maßgebend sind hier die Unterpunkte 1 „Investitionen in neue Formen von Journalismus (d. h. datengestützten Investigationsjournalismus), um verlässliche und attraktive Diskurse anbieten zu können“ und (ironisch) 5 „Unterstützung von Organisationen der Zivilgesellschaft und partizipativen Plattformen (zum Beispiel unter Nutzung von Wikipedia/Wikinews) zur Verbesserung der Überwachung und Aufdeckung von Fake News.“

An dieser Stelle sei auf den üblen Fake von Wikipedia über EIKE hingewiesen (hier), etwa, dass EIKE kein Büro habe (die Anschrift steht auf der EIKE-Webseite!) oder dass EIKE nicht in begutachteten wissenschaftlichen Journalen veröffentliche. Das Gegenteil ist der Fall, was zum Teil zuerst einmal (hier) nachzulesen ist. Es gibt aber noch weitere EIKE-Autoren von begutachteten Fachveröffentlichungen, in Kürze wird dies im Vortrag des Autors auf der Klimakonferenz in Düsseldorf in 2017 in den EIKE-News gebracht. Dort werden dann alle begutachteten Veröffentlichungen von EIKE-Autoren genannt.

Da insbesondere grüne Wikipedia-Sichter Musterbeispiele für schlimmste Fakes sind, wird hier gebeten, dass sich der eine oder andere Leser(in) mit seiner EU-Meldung speziell mit dem Wikipedia-Artikel über EIKE befasst, einen betreffenden Beschwerdebogen ausfüllt und absendet.

Punkt 19: Absolut zentraler Punkt, der Ihnen satte 2000 Zeichen als Kommentar bietet. Hier können Sie sich ein wenig ausführlicher austoben.

Fazit

Wir wünschen der EU-Aktion viel Erfolg, sind aber skeptisch. Man wird in der EU schnell bemerken, dass der Schuss nach hinten losgegangen ist und daher die Angelegenheit still und heimlich begraben. Liebe Leser(innen): Sie allein mit möglichst vielen Ihrer Stimmen können etwas dafür etwas tun, dass dies nicht erfolgt. Folgen Sie nicht dem Vorbild früherer trauriger Epochen Deutschlands, indem Sie sich wegducken und schweigen!