Von der Licht­gestalt zum Aschen­brödel? Die Realität der Elektro­mobilität

Bild: Der von einer Tochtergesellschaft der Post gebaute Streetscooter wird auch an andere Abnehmer ausgeliefert. Hier ein Streetscooter Work als Kastenwagen der Städteregion Aachen. (Foto: ACBahn, Wikipedia)

Fred F. Mueller
Die grünlinke Kampagne gegen den Diesel hat einen entscheidenden Dreh- und Angelpunkt: Die mit geradezu biblischem Eifer ständig wiederholte Mär vom unmittelbar anstehenden Durchbruch der Elektrofahrzeuge als Alternative für die Mobilität des Bürgers. Leise, emissionsarm und autonom fahrend soll man sie mit dem Handy anfordern können, damit sie danach lautlos zum nächsten Bedürftigen weitergleiten. Unsere Kanzlerin orakelte bereits, dass man in absehbarer Zukunft nicht mehr selbst würde fahren dürfen. Zu den Heiligengestalten dieses künftigen Paradieses erkoren die Medien den von der Post an der Automobilindustrie vorbei entwickelten Paketwagen „Streetscooter“, von dem aktuell bereits ca. 5.000 im Einsatz sein dürften. Was sagt der Faktencheck?


Mit Schlagworten wie „Clever E-Mobility for Work“ oder „Unsere Antwort für eine saubere Zukunft“ bewirbt die Post-Tochter Streetscooter GmbH ihre Lösungen für den Paketauslieferdienst, einen batteriebetriebenen Lieferwagen für die Post, der auch an andere Lieferdienste verkauft wird. Auf seiner Webseite präsentiert sich das Unternehmen als Problemlöser für die zunehmende Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung insbesondere in den urbanen Zentren. Auch gehe es um einen schonenderen Umgang mit den Ressourcen auf unserem Planeten. Man sehe sich in der Verantwortung, bereits heute Lösungen bereitzustellen, um die Zukunft für nachfolgende Generationen zu sichern. Soweit die schönen Worte.

Häme für die Autobranche

Zeitgleich mit der Vorstellung begann eine intensive Pressekampagne, in der die Medien die Neuentwicklung in den Himmel lobten. Man überschlug sich geradezu mit Lobeshymnen, während den Automobilherstellern vorgeworfen wurde, die Post ignoriert zu haben, bis diese clevererweise mithilfe externer Partner eine eigene Lösung entwickelt und selbst zum Hersteller geworden sei. In den Kommentarspalten wurde geradezu kübelweise Häme und Spott über die „unfähigen“ Automanager ausgegossen, die „zu dumm und zu gierig“ seien, um die Zeichen der Zeit zu erkennen. Warnungen von Fachleuten, die insbesondere die geringe Batteriekapazität der neuen Fahrzeuge skeptisch beurteilten und vor Reichweitenproblemen insbesondere im Winter warnten, wurden von „Dinosaurier“-Rufen übertönt. Inzwischen sind rund 5.000 dieser Fahrzeuge im Einsatz. Und der Winter ist da.

Erste Berichte über ernste Probleme

Schon vor einigen Monaten gab es in der Presse gelegentlich Hinweise auf Probleme und Beschwerden, die jedoch in den Foren sofort als „Einzelmeinungen“ einiger unzufriedener Quertreiber abgetan wurden. Auch ein Brand, bei dem gleich drei der Fahrzeuge im Depot abfackelten, wurde als Randerscheinung abgetan. Mit den zunehmend sinkenden Temperaturen scheinen sich jetzt jedoch die Schwierigkeiten derart zu häufen, dass man die Sache anscheinend nicht mehr unter dem Deckel halten kann. Auszugsweise werden hierzu Erkenntnisse einer Recherche der Zeitschrift „Welt“ vorgestellt [WELT]

Dem Bericht zufolge bleiben inzwischen immer mehr Fahrzeuge auf der Strecke liegen oder müssen vorzeitig zurück, weil die Reichweite aufgrund der beschränkten Batteriekapazitäten auf 70 km gesunken sei. Ein Grund hierfür sei der zunehmende Bedarf an elektrischem Strom für die Fahrzeugheizung. Dies stelle die Mitarbeiter vor das Dilemma, dass sie sich zwischen ausreichender Beheizung oder ausreichender Reichweite entscheiden müssten.

Die „Welt“-Journalisten sagen aus, dass eigene Recherchen in mehreren Bundesländern belegten, dass es tatsächlich zu solchen Stillständen mitten auf der Strecke komme. In einem Fall ist die Rede von einer „unglaublichen psychischen Belastung“, weil sich die Beschäftigten mit dem Fahrzeug nicht mehr auf die Straße trauten. In Süddeutschland berichteten Betriebsräte von technischen Mängeln der Heizung sowie von einer viel zu geringen Reichweite sowie von Ausfällen, die im zweistelligen Prozentbereich lägen. Weiterhin ist die Rede von Angst vor Unfällen wegen der Leichtbauweise sowie von mehreren Fällen wo die Motorhaube während der Fahrt aufgesprungen sei.

Bei der Frage der Beheizung der Kabine geht es übrigens nicht allein um die Bequemlichkeit des Fahrers: Wie jeder Autofahrer aus Erfahrung weiß, ist im Winter eine gute Heizung erforderlich, um die Scheibe durchgehend frei von Beschlag zu halten, welcher die Sicht beeinträchtigen könnte. Unfallgegner, welche in der kalten Jahreszeit mit einem Streetscooter aneinandergeraten, sei demnach empfohlen, unmittelbar nach dem Ereignis einen kritischen Blick auf die Front- und Seitenscheiben des Unfallgegners zu werfen und Sichtbeeinträchtigungen sofort mit dem Handy zu dokumentieren.

Probleme größer als zugegeben?

Aufgrund der Tatsache, dass sich die Post beim Start des Projekts PR-mäßig ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt hat, scheint man dort seitens des Managements offensichtlich zu versuchen, diese Probleme nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Dem Bericht in der „Welt“ zufolge gebe es aus Sicht der Mitarbeiter keine angemessene Reaktion aus dem Konzern. Beschwerden im Zusammenhang mit den alltäglichen Problemen würden mit dem Hinweis, es müsse sich um Bedienungsfehler handeln, abgebügelt. Trotz mehrfacher Hinweise auf notwendige Nacharbeiten am Fahrzeug gebe es kein Vorankommen der Entwicklung, und interne Papiere zu Verbesserungsvorschlägen seien Verschlusssache.

Maulkorb für Mitarbeiter

Besonders nachdenklich stimmt die Tatsache, dass Mitarbeiter, welche Mängel öffentlich bekannt machten, arbeitsrechtliche Schritte bis hin zu einer Abmahnung riskierten. In unserer freien und offenen Gesellschaft kann man letzteres als Eingeständnis dafür werten, dass an der Sache etwas dran ist und die Post mit rabiaten Mitteln versucht, den tatsächlichen Umfang der Probleme zu verschleiern. Fachleute gehen angesichts der geschilderten Sachlage davon aus, dass es in den nächsten Jahren zu noch massiveren Schwierigkeiten kommen dürfte. Einerseits unterliegen die im Streetscooter verbauten Batterien Alterungsprozessen, welche ihre Kapazität in den nächsten Jahren immer weiter nach unten drücken wird. Andererseits ist der Winter bisher noch vergleichsweise mild mit nur geringen Frosttemperaturen verlaufen. Sollten in einigen Jahren schwächer gewordene Batterien mit strengen Frösten auch tagsüber zusammentreffen, so könnte es durchaus zum Debakel kommen. Und dann dürften die hohen Herren von der Post in Erklärungsnöte geraten, nicht zuletzt auch angesichts der Tatsache, dass in das Projekt knapp 10 Mio. € an öffentlichen Geldern aus dem Bundesumweltministerium geflossen sind.

Fred F. Mueller

Quelle

[WELT] https://www.welt.de/wirtschaft/article171801021/Deutsche-Post-Winterprobleme-mit-dem-Streetscooter.html#Comments

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105 Kommentare

  1. Die Frage ist aufgekommen, warum sollte man ein E-Auto nicht abschleppen..mit Abschleppstange oder Abschleppseil….?

    Gehen wir halt der Frage auf den Weg der Technik und der Physik nach….Das E-Auto hat als Motor einen Speicher in Form einer Batterie oder auch Akku genannt….ein Speicher ist ein „Werkzeug“, dass nur darauf ausgelegt ist…Energie zu Speichern und bei Bedarf Abzugeben….was passiert jetzt aber bei einen Abschleppvorgang mit einen Seil oder Stang bei der E-Mobilitätstechnik….die ja bekanntlich keine „Entkopplungsstelle“ zum Motor sprich Batterie/Akku kennt….kann es sein, dass die „Abschleppenergie“ = Reibungsenergie/Bewegungsenergie auf den Akku bzw. Batterie direkt zurückschlägt und so eine Beschädigung der Batterie/Akkus durch Überhitzung stattfindet….?

    Schleppen Sie mal ein E-Auto mit 80 km/h ab….die Batterie/Akkus werden ganz schön ins Schwitzen kommen….und wenn ich doch die Batterie und den Akku abklemmen kann, dann funktioniert eben meine ganze Elektronik nicht mehr und macht mein ganzes E-Auto funktionsunfähig…

    Habe hier nur mal zwei Alternative Möglichekeiten aufgezeigt, warum man ein E-Auto mit Abschleppseil oder Stange nicht abschleppen kann…

     

     

    • So dramatisch, wie befürchtet, wird es nicht sein. Zwischen dem Elektromotor und dem Akku befindet sich der statische Stromrichter (Umrichter), sodass eine Entkopplung vorhanden ist.

      Die Steuerungselektronik wird vermutlich auch einen Programmpunkt Leerlauf oder Abschleppen enthalten, der vom Fahrer per Schalter oder Menüpunkt eingestellt werden kann.

      Vielleicht können Besitzer von Elektromobilen die Sache anhand der Bedienungsanleitung aufklären.

    • Kapitel 5.19 der Bedienungsanleitung des Renault Zoé, als Beispiel, klärt zum Abschleppen auf.

      http://at.e-guide.renault.com/sites/default/files/pdfs/deu/X10/ZOE-979-11_DEU.pdf

      Nur bei leerem Akku darf ohne Abschleppbühne abgeschleppt werden.

      Interessant sind auch die Temperaturgrenzen für die Betriebsbereitschaft des Akku. Im minus 40 Grad kalten Nordamerika wären die Renault-Elektromobile zum Stillstand verurteilt und ob der Akku wieder geladen werden könnte, lässt Renault offen. Vgl. Aufladen 5/8, Seite 1.12. Aber: Zu warm darf es auch wieder nicht sein. Konkrete Temperaturgrenzen verschweigt die Bedienungsanleitung. Sie bleibt im Ungefähren, sodass kein Kunde erwartete Eigenschaften einfordern kann.

      Was Techniker nicht überraschen wird: Der Elektromotor des Zoé hat eine Flüssigkeitskühlung.

      Anhängelast: 0 kg. Anhänger, die jeder Kleinwagen mit Verbrennungsmotor haben darf, sind nicht zugelassen.

      Fazit: Zurzeit ist das Elektromobil ein nettes Spielzeug für Leute, die sich selbst oder die sich als Großfamilie Zweitwagen leisten können, und die Zuhause über Ladestationen exklusiv für das eigene Elektromobil verfügen.

      Alle anderen werden noch für lange Zeit aus praktischen und aus wirtschaftlichen Gründen Autos haben, die von Otto- und Dieselmotoren angetrieben werden.

      Die physikalischen Grenzen elektrochemischer Energiespeicher und der dazugehörigen Ladetechnik wird auch eine Bundeskanzlerin Dr. rer. nat. nicht sprengen können.

  2. Lieber Hr. Seltsam,
    da sprechen Sie einen guten Punkt an. Stellen sie sich einen Stau von 5 km Länge  auf einer Autobahn im Winter vor. Alles E-Autos, die man nicht mit normalen Methoden abschleppen kann, sondern auf den Abschleppwagen laden muss. Nehmen wir 15 Min. pro Aufladevorgang an (ich weiss, ist unrealistisch schnell, wenn das Fahrzeug ohne Kratzer bleiben soll, aber einfach mal als Gedankenspiel). 10 Autos von der Spur schaffen dauert nach Adam Riese 2,5  Stunden. Preisfrage: Wann sind bei ALLEN Autos im Stau die Batterien leer (weil niemand erfrieren will), und wie lange dauert es dann, die Autobahn komplett zu räumen?

    Noch Fragen bezüglich der glänzenden Perspektiven der E-Mobilität?

    Und hat irgendjemand in den TV-Berichten über die Strassenzustände  auf den eisüberkrusteten nördlichen Highways der USA einen Tesla gesehen?
    Mfg

    • Komisch nur das in Norwegen im Dezember 2017 52 % der Neuzulassungen Elektroautos sind obwohl es sich um ein Land mit einem langen und kalten Winter handelt, die Bevölkerungsdichte in der Bundesrepublik Deutschland 17 mal so hoch ist, mit anderen Worten es ländlich geprägt ist.

      So schlimm kann es also im Winter mit einem Elektroauto nicht sein. Das Netz ist im Übrigen voll mit Erfahrungsberichten. Dass sie reihenweise liegen bleiben wird nicht berichtet.

      Da in Norwegen Elektroautos günstiger sind als Verbrenner können Sie sehen was passiert, wenn dies ca. in 2-3 Jahren auch in Deutschland eintritt. Die Menschen kaufen natürlich das günstigere Auto.

      • Lieber Hr. Manthey,

        Norwegen ist ländlich geprägt? Ich behaupte, Sie waren nie da. Der Norden ist fast menschenleer, entlang der gebirgigen Küste gibt es kaum Siedlungsmöglichkeiten. Die Bevölkerung konzentriert sich im Süden und insbesondere im Raum Oslo. In rund  90 % des Landes erreicht die Bevölkerungsdichte max 0-10 EW/Quadratkilometer.

        Da Elektroautos extrem hoch subventioniert werden, kauft man sie im Süden, auch wegen zahlreicher Privilegien, die damit verknüpft sind, z.B. Wegfall von Mautgebühren und Benutzung von Busspuren etc. Auch ist die Strominfrastruktur viel besser ausgebaut als in Rest-Europa. Jetzt ist die Kaufquote hoch, die Autos sind neu. Wir sprechen uns mal in ca. 4-5 Jahren wieder.

        Mfg

        • Lieber Herr Müller,

           

          Natürlich haben Sie recht, vergleiche sind immer sehr schwierig und es findet sich immer ein Grund warum der Vergleich hinkt.

          Was man an Norwegens sieht ist das die Kunden Elektroautos dann akzeptieren, jedenfalls in relevanter Stückzahl wie etwa 30,40 oder 50 % der Neuzulassungen, wenn der Preis stimmt. Das ist in Norwegen aufgrund der hohen Besteuerung von Verbrennungsmotoren der Fall. Das wird aber in den nächsten Jahren auch in Deutschland der Fall sein, wenn der Batteriepreis weiter so rasant sinkt und unsere deutschen Hersteller, namentlich VW, ihr Versprechen Tesla an der Preisgrenze von 30.000 € abzufangen, war machen werden. Ich bin kein Freund von Tesla und würde einen VW wenn er ähnliches leistet immer vorziehen. Aber wir werden uns damit auseinandersetzen müssen. Ich habe den Eindruck dass in diesem Forum, teilweise mit sehr vagen Begründungen, die Elektromobilität schlecht geredet wird auch dieser Artikel ist davon geprägt. Gründe etwas schlecht zu reden findet man immer. Man sollte aber das Große und Ganze nicht aus dem Auge verlieren. Man sollte auch die offensichtlichen Vorteile die die Elektromobilität insbesondere im Fahrverhalten, Geräusch- und Vibrationsalarm ohne lokale Emissionen, immer im Hinterkopf behalten, da man ansonsten die offensichtlichen Nachteile zu sehr in den Vordergrund rückt und vergisst dass der Kunde aber beide Seiten betrachten wird.

          Ich war übrigens in Norwegen und auch nur in Südnorwegen und habe es als ländlich mit einem langen, kalten Winter empfunden. Von der größten zur zweitgrößten Stadt sind es immerhin 460 km über Land mit wenigen Kleinstädten die man durchfährt.

          Ich habe aber den Eindruck dass viele der Foristen, im Gegensatz zu mir, noch nie mit einem Tesla Modell S oder ein BMW i3 gefahren sind. Ich kenne niemand der von dem Fahrverhalten nicht begeistert war. Es ist in Bezug auf das  ein Fahrverhalten ein gewaltiger Schritt.

           

          Um es militärisch auszudrücken. Wenn man einen Feind definiert und bekämpfen möchte sollte man ihn kennen und keinesfalls seine Stärken übersehen und seine Schwächen hochrechnen. Das geht schief.

          Herzliche Grüße

          Ihr Peter Manthey

          • Sehr geehrter Herr Manthey,

            Sie haben recht, das Elektromobil ist nicht unser Feind. Die Fahreigenschaften sind phantastisch.

            Das Elektromobil hat zwei andere Feinde.

            Feind Nr. 1 ist der dem System innewohnende elektrochemische Energiespeicher.

            Feind Nr. 2 ist die Notwendigkeit, den Speicher in kurzer Zeit, d. h. innert höchstens 10 Minuten „betanken“ zu können.

            Der Feind Nr. 1  existiert, seitdem es den Wunsch nach Akkus mit hohem Speichervermögen gibt. Der Feind Nr. 1 ist über 100 Jahre alt und auf absehbare Zeit nicht auszurotten. Den Wunsch, preiswerte, transportable und  leistungsfähige Speicher für elektrische Energie mit einer Energiedichte haben zu wollen, die der von flüssigen und gasförmigen Kraftstoffen vergleichbar ist, ist 100 Jahre alt und er wird weitere zig-Jahrzehnte unerfüllt bleiben. Es gibt nicht ansatzweise realisierbare Lösungen.

            Feind Nr. 2, die Betankung, wird auch nicht so einfach zu besiegen sein, wie es sich Lieschen Müller und Hänschen Ahnungslos in Bundesregierung, Bundestag und in der Bevölkerung vorstellen. Nehmen wir einen noch unerfundenen Akku mit 150 kWh, 15 Litern Dieselkraftstoff entsprechend, für 600 km Reichweite bei guten Bedingungen eines Mittelklasseautos geeignet, der innert 5 Minuten zu betanken sein soll. 5 Minuten ist 1/12 Stunde. Der Ladestrom ist folglich, ideale Ladefähigkeit und ideale Wirkungsgrade unterstellt, 12x 150 kW = 1.800 kW. 1.800 kW sind 1,8 Megawatt. Ich wünsche fröhliches Laden bei einer erforderlichen Ladeinfrastruktur, die alle Vorstellungen sprengen wird.

            Es darf nicht unterschlagen werden, dass nicht ein paar Elektromobile in idealem Umfeld zu laden sind. Es wird um 40 Millionen Elektromobile gehen, die in dichtbesiedelten Städten Elektronen tanken wollen.

            Falls jemand die Idee des 3-minütigen Akkutausches für besser hielte. Die Dinger müssten weltweit, auf wenige Typen reduziert, genormt sein, über 20 Jahre nach letzter Fertigung erhältlich sein, und, das größte Problem: Auch sie müssten wieder geladen werden.

            Nehmen wir uns Zeit und entwickeln das Auto evolutionär weiter. Diktate aus Politbüros beflügeln Nationen nicht, sie schaden ihnen. Siehe DDR.

            Grüße, Rainer Küper

          • Lieber Hr. Manthey,

            Sie verdrehen die Tatsachen. Was seit mindestens zwei Jahren schlechtgeredet wird, sind die  Verbrenner und dabei vor allem der Diesel. Die E-Autos werden dagegen über den grünen Klee gelobt. In so gut wie allen Sendern und Zeitschriften.

            E-Autos habe eine tolle Beschleunigung, das stimmt, aber sonst kaum etwas, was für Otto Normalverbraucher sinnvoll wäre. Das ist auch der Grund, warum sie wie Blei in den Regalen der Hersteller liegen. Wenn Sie E-Autos mögen, dann bitte gerne, kaufen Sie von mir aus eines, aber für den Alltag des kleinen Mannes sind sie untauglich. Da das Volk freiwillig nicht will, wie es soll, versucht man ihm den Verbrenner wegzunehmen, indem man ihn schlechtredet. Mein Beitrag gehört zu einer Serie über die Lügen und Verdrehungen der Dieselverteufler, den Sie hier unter dem Suchbegriff „Die Lückenmedien im Glashaus“ finden können.

            Was Ihren Optimismus bezüglich E-Mobilität angeht, so teile ich diesen nicht. Ich gehöre zu den Deppen, die beruflich – so wie vor einigen Wochen wieder mal der Fall – schnell mal eben in zwei Tagen 1100 km im Schneesturm abreissen und „nebenher“ noch einen vollen Tagesjob erledigen dürfen. Stellen Sie mir einen E-Karren hin, der das genauso kann wie mein kleiner Diesel der Golfklasse und nicht mehr kostet, und wir können drüber reden. Aber erst dann. Mir vorher das vorhandene Arbeitsgerät durch Lügen und Hetze wegzunehmen betrachte ich als existenzbedrohend und setze mich entsprechend zur Wehr. Deshalb auch der Seitenhieb gegen den Elektroscooter. Den sowieso nur der kleine Zusteller fahren muss, die Bosse bei der Post müssen sich damit nicht herumärgern. Ich würde die hohen Herren am liebsten dazu zwingen, ihre Dienstfahrten damit erledigen zu müssen, bei möglichst A….kaltem Wetter.

            Mfg

      • Sehr geehrter Herr Küper,

        Die Batterieentwicklung ist noch ganz am Anfang. Im den nächsten fünf Jahren wird sich in jedem Jahr die Produktionskapazität verdoppeln. Mit dieser extrem Ausweitung ist nicht nur ein massiver Preisverfall, sondern auch ein zu erwartender technischer Wettbewerb verbunden.

        Wenn sie eins zu eins die Vorteile eines Dieselfahrzeuges auf das Elektrofahrzeug übertragen ist es natürlich schwierig da mit zu halten. Ich glaube nicht dass das Elektroauto sich nur dann durchsetzt wenn es 600 km in 5 Minuten tanken kann. Das wäre doch die Sache zu sehr auf einen einzigen Aspekt der Mobilität reduziert. Übrigens möchte ich das Mittelklasse Auto sehen das 600 km mit 15 l fährt. Mein Fahrzeug der Golfklasse verbraucht im Drittelmix auf dem Papier 4 l, bei sehr sparsamer Fahrweise, ich halte alle zehn ADAC Benzinspartipps penibel ein, schaffe ich im Sommer 5,5 und im Winter 6,0 l auf 100. (Diesel). Auch der Vergleich der Energiedichte ist eigentlich uninteressant. Entscheidend ist doch das eine Reichweite erreicht wird die für die allermeisten ohne nachtanken zu meistern ist. Diese liegt meines Erachtens zwischen 400 und 500 km. Der Vorteil des Elektroautos ist doch dass er über Nacht immer wieder vollgetankt wird und daher nur außer Haus somit im Ausnahmefall nach betankt werden muss. Systeme die 100 km Reichweite in 5 Minuten Laden sind bereits entwickelt und werden sich in den nächsten Jahren durchsetzen. Mehr brauche es meines Erachtens nicht. Wer 800 km am Stück fährt der braucht auch mal 20 Minuten Pause, schon aus Sicherheitsgründen.

        Wie Sie sehen fahr ich selber Diesel und warte noch auf den zukünftigen Preisverfall der Batterie. Ich halte die Frage der E Mobilität ganz nüchtern für eine technische Frage und nicht für eine ideologische.

         

        Sehr geehrter Herr Müller,

         

        Für ihren Bedarf gibt es im Moment nur Elektroautos der Oberklasse. VW hat ein Fahrzeug für 2020 bzw. 2022 angekündigt welches zum Preis eines VW Golf 500 km Reichweite hat. Warten wir also mal ab.

         

        Herzliche Grüße

        Peter Manthey

        • Wie Sie sehen fahr ich selber Diesel und warte noch auf den zukünftigen Preisverfall der Batterie. Ich halte die Frage der E Mobilität ganz nüchtern für eine technische Frage und nicht für eine ideologische.

          Darin sind Sie sich bestimmt mit allen Diskutanten hier einschließlich Autor einig. Die Frage ist, woher Ihr Glaube (ja, Glaube, nicht Wissen) rührt, dass sich das Batterieproblem, bedingt durch die Unverrückbarkeit der elektrochemischen Spannungsreihe, in Wohlgefallen auflösen wird? Das ist Glaube und damit nicht technisches Wissen und damit ideologisch. Da nützen auch plausible Alternativbeispiele nichts. Es spricht nichts dafür dass diese Barriere übersprungen werden kann.

        • Sehr geehrter Herr Manthey, an der Entwicklung von Speichern der Energieform Elektrizität wird seit über 1oo Jahren geforscht. Wie Herr Admin und andere bei EIKE schon zigmal beschrieben haben, gibt es keine Ansätze für Lösungen mit Speicherdichten und mit „Betankungseigenschaften“, die auch nur in die Nähe von denen flüssiger und gasförmiger Energieträger kommen. Die Elektrizität ist für die sofortige Nutzung in unzähligen Anwendungsfällen ideal, aber über den Umweg Speichern und Entspeichern nur in Fällen mit wenig Energie.

          Die großen Tesla haben Akkus, die aus bis zu 6.000 Lithium-Ionen Einzelzellen zusammengebaut werden. Alle Zellen müssen miteinander verschaltet werden, es muss Zellenmonitoring installiert werden, um Anormalitäten erkennen zu können, ehe es Bumm macht. Das mehrere hundert Kilogramm schwere Zellenpaket muss bis in das Innerste je nach Umgebungstemperatur und betrieblicher Belastung künstlich gekühlt oder gewärmt werden. Ansonsten fliegt dem Fahrer das Ding um die Ohren oder die Karre kommt nicht vom Fleck.

          Es wurde nicht behauptet, dass ein Mittelklasseauto mit 15 Litern Diesel 600 km weit kommt. Mit der Mengenangabe sollte nur das Energieäquivalent von 150 kWh Elektrizität veranschaulicht werden und der Leser sollte sich fragen, wie wenige Sekunden er gebraucht hätte, um 15 Liter Diesel in einen Tank zu füllen, wenn er mit dem Elektromobil an der Säule auf seine 150 kWh so vor sich hin wartet. Mittelklasse-Elektromobile benötigen unter guten Bedingungen 25 kWh/100 km, sodass 150 kWh für 600 km realistisch wäre.

          Unabhängig von allem muss sich der Erwerber eines Elektromobiles fragen, welche Eigenschaften das System Elektromotor-Stromrichter-Steuerung-Akku hat: Zulässige Umgebungstemperaturen, temperaturabhängige Reichweiten, zeitliche und betriebliche Alterung, Austauschintervall, Garantiebedingungen – ein heikles Thema: Für Tesla und Co. liegt ein Garantiefall erst vor, wenn der Akku < 70% der Energie speichern kann, die er bei der Auslieferung hatte. Man diskutiere mit dem Verkäufer:  < 70% – ja oder nein? –  u.s.w.

          Das gewaltigste Problem kann aber keine noch so revolutionäre Akkutechnik lösen: Das der Betankung in akzeptabler Zeit. Einzelheiten der Ladetechnik sollen nicht mehr wiederholt werden. Jeder, der einen Dreisatz lösen kann, wird in der Lage sein, sich einen Überblick über die technischen Anforderungen für eine Kohorte von 40 Millionen PKW mit 150 kWh-Akkus zu machen. Über Busse und LKW kann anschließend geredet werden.

          Neues wird gekauft, wenn der Erwerber einen höheren Nutzen sieht, als beim Alten. Bis das Elektromobil soweit sein wird, werde ich warten können. Grüße, Rainer Küper

          • Sehr geehrter Herr Küper,

            Ihrem letzten Satz stimme ich voll und ganz zu. So wird es kommen.

            Das Tankverhalten von flüssigem Kraftstoff wird sich gegenüber dem Ladeverhalten insgesamt ändern (müssen). Man wird häufiger laden, also nicht alle 600 km. Man wird deswegen nicht in kürzester Zeit 600 km laden müssen, da man im Vorfeld einer solchen Reise das Fahrzeug läd und dann gegebenenfalls 1, 2 oder 300 km Reichweite nachladen muss. Wenn das dann eine Viertelstunde dauert wird das der Pkw Fahrer akzeptieren wenn dieser Änderung im Ladeverhalten ein entsprechender Vorteil vor allem ein finanzieller Vorteil gegenüber steht. Ich selbst tanke Diesel ausschließlich in der günstigen Zeit zwischen 19:00 und 21:00 Uhr. Das ist eine kleine Erschwernis, deren finanzielle Vorteil ca. fünf Euro pro Tankfüllung für mich lohnenswert ist. Genauso wird es mit der Elektromobilität werden, wenn die Fahrzeuge günstiger sind, was VW uns für 2020 bzw. 2022 versprochen hat. Dann wird man das geänderte Ladeverhalten in Kauf nehmen.

            Noch ein Satz zur Energiedichte. Die Energiedichte ist auch deshalb ohne entscheidenden Belang, da der Großteil der Energie gerade nicht in Bewegungsenergie sondern in Wärme umgewandelt wird und verpufft. Was nützt mir dann die hohe Energiedichte wenn ich, im Schnitt, nur 15 % davon auf die Straße bringe. Die gern angegebenen 35 % Wirkungsgrad sind ein maximale Wirkungsgrad in einem Fahrspektrum den wir zum Sprit sparen tunlichst vermeiden.

             

            Im Moment ist Elektromobilität ein teures Nischenprodukt. Das wird sich aber in den nächsten 2-4 Jahren ändern. Und dann unterhalten wir uns gerne noch mal.

            Herzliche Grüße

            Peter Manthey

          • „Das Tankverhalten von flüssigem Kraftstoff wird sich gegenüber dem Ladeverhalten insgesamt ändern (müssen).“

             

            Herr Manthey da haben Sie was angesprochen das zu befürchten ist. Wenn eine Anpassung von unten nach oben nicht möglich ist, wird man eben von oben nach unten anpassen. Sprich das Tanken von flüssigem Kraftstoff aus fadenscheinigen Sicherheitsgründen verlangsamen.

            Vergleichbares haben wir ja schon bei der Schulbildung damit wir mehr Akademiker bekommen.

  3. dieser Tage stand ich mit meinem Diesel (igitt) mitten im 2,8 km Tunnel 40 Minuten im Stau. Fahrbahn in beiden Richtungen dicht an dicht.  Bei 8°.   Wären das alles E-Autos sind sehr schnell einige Batterien leer.  Wie kommen die wieder raus?  Diesel, Benzin auffüllen geht mit einem Kanister.  Der E-Auto Wahn ist wie derzeit üblich nicht zu Ende gedacht, die Qualifikation der Entscheider ist heillos überfordert, dafür mehr ideologisch umnachtet.

     

     

  4. Zum Jahresende sei ein Schwenk zu einem Zusatzthema an dieser Stelle erlaubt.

    Die öffentlichen Verkehrsbetriebe müssen seit einiger Zeit für ihre Busse und sogar Straßen – / U- Bahnen einen Art Fahrtenbuch mit km- Angabe führen [Fahrzeugzettel mit Störungen u.ä. gabs schon immer]. Für Fahrten nach Fahrplan mit Fahrgästen (auch wenn gerade keine drin sind), kann der Verkehrsbetrieb die MWSt wie jedes Unternehmen von den Betriebsstoffen (Diesel, Gas u.ä.) abziehen, weil die von den Verbrauchern kassierten Fahrpreise, die MWSt enthalten muss und abzuführen ist.

    Liegt jedoch eine Überführungsfahrt oder Wst-Probefahrt vor, so muss auf den Brennstoff die MWSt für diese km  „selbst bezahlt“ werden. Bei Straßen – und U-Bahnen ist das genauso, nur das die anteilige MWSt auf den Strom pro km  geschätzt wird. (Schwierig mit dem Durchschnittsverbrauch, Beispiel Stuttgart, wenn die Probefahrt oben am Berg beginnt).

    Die Daten müssen dann in eine PC Tabelle eingeben werden. Der Finanzbeamte verbringt nun seine Zeit damit, ob auch alle Fahrten lückenlos erfasst wurden – Das bringt’s für die Steuern!

  5. Hallo  Admin.

    Kann mir  mal  jemand mitteilen warum  meine Beiträge  nicht  mehr  veröffentlicht werden ?

    Es  wird zum  wiederholten male  mein  Name in Kommentare  erwähnt, und  ich  kann nicht  reagieren.

    Es  muss doch in einem  seriösen Forum  möglich  sein, eine  andere Meinung zu ertragen, und  sich damit  sachlich, argumentativ  auseinander zu setzen.

     

     

     

     

     

    • Ihre Beiträge werden dann nicht mehr veröffentlicht, wenn Sie ihre zigfach widerlegten Behauptungen immer wieder -evtl. auch in anderem Gewand- wiederholen. Wenn Sie eine Veröffentlichung dieser Beiträge wünschen, dann empfehle ich Ihnen dafür einen eigenen Blog aufzumachen.

    • Die Vorstellung, man könne beim Wechsel des Elektrizitätslieferanten irre Kostensenkungen erreichen, ist offenbar nicht ausrottbar.

      Eine reale Rechnung für das letzte verfügbare Abrechnungsjahr 2016 weist bei einem Jahresverbrauch von 5.436 kWh und Gesamtkosten in Höhe von 1.463,05 Euro als Kosten für Erzeugung und Vertrieb exakt 6 ct/kWh (incl. MWSt.) = 326,16 Euro aus.

      Welche Kostensenkungen sind bei einem Anbieterwechsel noch denkbar? 10 Euro, 20 Euro, 100 Euro?

      Die restlichen Kosten sind unabhängig vom Elektrizitätslieferanten: Der Netzbetreiber als regionaler Monopolist, von der Bundesnetzagentur reguliert, und säckeweise Steuern und Abgaben, die der Gesetzgeber diktiert. Sie beherrschen die Elektrizitätsrechnung.

      Man analysiere die eigene Jahresabrechnung. Ergänzend sind Einzelheiten auch hier zu finden: https://tinyurl.com/ycdl8qad

      Ausgaben für Elektrizität können am Wirkungsvollsten durch Abschaffung des EEG und aller damit verbundener direkter und indirekter Zuwendungen an die EE-Industrie gesenkt werden.

      Das wäre eine sehr gute Entscheidung zugunsten der Entwicklung des Landes und es wäre im Sinne der Bevölkerung.

      •  
        Herr Küper
         
        Sie müssen das „Paradoxon“  ab der Wurzel betrachten.
        Natürlich wird  auch  von denen, die damit  Werbung  machen nicht  alles  weiter gegeben.

         
        Schauen Sie sich die folgende Grafik an.
         
        http://solarbetreiber.de/tl_files/solarbetreiber/platzhalter/aee_strompreis_beschaffung_eeg_umlage_2009_15.jpg
         

         

         
        In 2009, bei Strom Beschaffungskosten von 7,2 Cent, hatten wir eine EEG Umlage von 1,1 Cent, und bis 2015 sind die Beschaffungskosten auf 4 Cent gesunken, aber die EEG Umlage auf 6,2 Cent gestiegen.
         
        Nun haben wir aber schon 2018, und die EEG Umlage liegt bei 6,8 Cent, obwohl die Börsenpreise, sprich Beschaffungskosten in 2017 zeitweise unter 3 Cent lagen.
         
        Da liegt das Potenzial das bei den Verbrauchern nicht ankommt.
         
        Das meine ich wenn ich sage, bei einer Kosten/Nutzen Betrachtung wäre die Energiewende bezüglich der Strom Haushaltspreise ein Nullsummenspiel.
         

         

         

        • Der Börsenstrompreis lag 2017 nicht nur zeitweise unter 3 Cent, er war sogar mehrmals kurzzeitig negativ, da ein Überangebot von Strom vorherrschte. Dies führt aber logischer- und nicht paradoxerweise dazu, dass die EEG-Umlage steigen musste, da die Differenz zwischen fixer Einspeisevergütung und Börsenstrompreis größer wurde. Insgesamt steigen die Stromkosten, da wir in Deutschland eine Doppelstruktur aus konventionellen Kraftwerken und immer mehr „regenerativven“ haben.

        • Herr Diehl schreibt: „Sie müssen das „Paradoxon“  ab der Wurzel betrachten.“

          Ok, mach ich mal.

          Die kWh Strom aus „Erneuerbaren“ ist bereits mit durchschnittlich 15 Cent bezahlt zu dem Augenblick in dem sie an der Börse zu 3 Cent angeboten wird. Bekäme ich meinen Strom also zum Börsenpreis, wären das 18 Cent/kWh.

          Die Bereitstellung von konventionellem Strom (Produktions- und Vertriebskosten) von durchschnittlich 7,5 Cent/kWh entspricht noch nicht mal der Hälfte davon.

          Ein Paradoxon ist nicht mit dem Verstand erklärbar. Sonst wärs keins.

          Die Wurzel ist der Beginn eines Geschehens. In diesem Fall also Leute mit einer „Logik“, die nicht mit dem Verstand erklärbar ist.

        • Ach Herr Diehl….

           

          Ich versuche es mal mit einem anschaulichen Beispiel. Im Gemüseladen liegen zwei Kisten mit Paprikaschoten, grüne zu 15 ct und rote zu 3 ct. Ich möchte natürlich die roten kaufen. Geht nicht, sagt der Verkäufer, denn so lange grüne im Korb sind müssen sie grüne kaufen. Nur bestimmte Kunden dürfen die roten direkt kaufen, sie müssen, so lange der Bauer neue grüne in den Korb schüttet, die grünen kaufen. Ich beschwere mich beim Bauern, aber der sagt mir: „Ha, der Händler ist schuld, durch das Überangebot der grünen sinken seine Beschaffungskosten für die roten immer weiter, manchmal muss er sogar Geld drauf legen damit sie jemand nimmt“.“Mich trifft keine Schuld“. Also zurück zu Händler, ich will jetzt auch von seinen gesunkenen Beschaffungskosten profitieren.“Halt, halt“ sagt da der Händler „ich muss die grünen zu hohen Preisen einkaufen so lange grüne im Angebot sind, und sie müssen die grünen kaufen; die Gesetzeslage ist nun einmal so“. „Was soll ich also da an Sie weitergeben?“

           

          „Gehen sie zur Politik“. Und da sagt man mir dann „die Mehrkosten sind doch nur der Preis von einer Kugel Eis im Monat“

           

          Jetzt verstanden, Herr Diehl?

           

          • Im Grunde haben sie beide recht. Weniger die Stadtwerke, die Strombeschaffung längerfristig planen und daher nur sehr ergänzend, d. h. zu einem kleinen Teil an der Börse zum günstigen Preis nachkaufen, profitieren von dem durch die EEG Zulage und deren Überschussstrom künstlich niedrigen Börsenkurs. Das wirkliche Paradoxon ist das Großverbraucher, nämlich die Industrie, die frei ist den Strom dort zu kaufen wo er am günstigsten ist, am meisten vom EEG-umlagebedingten niedrigen Börsenstrompreis profitiert. Paradox ist auch deshalb weil sehr viele dieser großen Firmen von der EEG Umlage als Großverbraucher befreit sind.

             

            Die Ungerechtigkeit der Umsetzung der Energiewende ist das der Kleinverbraucher mit der EEG Umlage abkassiert wird, während die Großverbraucher befreit sind und zusätzlich vom günstigen Börsenkurs profitieren

  6.  
    @ Hans Diehl

    Sehr geehrter Herr Diehl,
    Sie können sich sicher sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter Ihnen steht.
    Deshalb werden alle diese Menschen es als selbstverständlich betrachten, dass Sie mithelfen, denen die Taschen leer zu machen.
    Sie stehen rechtlich auf der richtigen Seite und man wird Ihnen, als Held, auf die Schultern klopfen. Das ist alles kein Problem, denn der Wähler hat sich ja so entschieden und wird das wieder tun.
    So wie Sie hier die, staatlich unterstützten, Lügenargumente vortragen, frage ich mich allerdings, ob Sie so etwas wie ein Selbstwertgefühl haben.
    Nicht dass Sie mich falsch verstehen, Sie sind durchaus ein Teil der Masse, die genau Ihre falsche Auffassung vertritt.
     

    •  

      Sehr geehrter Herr Diehl,
      Sie können sich sicher sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter Ihnen steht.
      Deshalb werden alle diese Menschen es als selbstverständlich betrachten, dass Sie mithelfen, denen die Taschen leer zu machen.
       

       

       
      Sehr geehrter Herr Bühner.
       
      Ich bin doch gerade dabei mit Daten und Fakten deutlich zu machen, warum dieser Eindruck entsteht.
       
      Und dass nur denjenigen die Taschen leer gemacht werden, die nicht bereit sind zu den Stromanbietern zu wechseln die die gesunkenen Strom Beschaffungskosten an ihre Kunden weiter geben.
       

       
      Leider werden ja meine diesbezügliche Beiträge bisher nicht veröffentlicht.
       

  7. @ Hans Diehl

    Anders gesprochen. Statt unbelehrbar, Sie lügen (dreist).

    Die Quelle >Der Aktionär< ist ein absolut unseriöses Blatt, dass schon damals, zu Zeiten des kriminellen Neuen Marktes, mit sein Unwesen treiben durfte. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob nicht Mitglieder dieses Blattes zu Haftstrafen verurteilt worden sind, wegen Insidergeschäften. Verdient hätten dies allemal. Leider leben wir diesbezüglichen seit sehr, sehr langer Zeit in einer Bananenrepublik. Das freut jeden Kriminellen.  Denn, soviel Müll wie dort publiziert wird, passt auf keine Kuhhaut.

    Sie lügen, weil Sie nur Teilaspekte (die Ihnen genehm sein wollen) hier kundtun.

    Ein ehrlicher Mensch hat aber die Pflicht, das Problem aus allen (!) Seiten zu beleuchten und alle Mitglieder bei diesem Spiel zu berücksichtigen. Das tun Sie nachweislich nicht. Somit haben Sie schon lange verloren. Niemand, der seine Tassen alle beisammen hat, glaubt Ihnen.

    So ein fragwürdiges und kriminelles Geschäftsmodell (der roten Kommunisten in grünem Gewand) gutzuheissen ist abscheulich. Ich hoffe für Sie, dass Sie sich mal verkalkulieren und verzocken. Denn irgendwann ist das Spiel aus. Und die dubiosen Blender-Elemente beim >Der Aktionär< wahrscheinlich über alle Berge oder auch mit Verlusten liegen geblieben (und deren gierige und unwissende Zahnärzte und Co-Gesellschaft, wie so oft.) Ohne illegale, kriminelle Insider-Infos wären die längst weg vom Fenster. Die Tipps können sehr oft nach hinten losgehen. Den, wer weiss schon ob die stimmen. Hehehehehe. Gelacht wird erst am Ende des Liedes. Erst am Ende.

    Sicher wie der Tod ist jedoch die Anführung der lächerlichen, unglaubwürdigen Zocker-Quelle: Der Aktionär. Igitt!!

  8. Renault Zoé, Herr Diehl, ist das nicht das Elektromobil, das Renault netto verkauft, nämlich ohne Tank für die Elektronen, auch Akku genannt, den der Erwerber je nach jährlich gefahrenen Kilometern und Speichergröße ab 59 € pro Monat extra mieten muss?

    Link: https://www.renault.de/modellpalette/renault-modelluebersicht/zoe.html

    Bei 7.200 km/a kostet die Akkumiete 10 ct/km. Die Kosten des Tankens der  Elektrizität kommen für die Unglücklichen, die kein Haus, keinen Hof, keine Garage, keine Ladestation und keine Fotovoltaikanlage  haben, in voller Schönheit dazu. Meistens haben sie weit und breit aber nicht einmal eine Ladestation.

    Für 10 €/100 km gibt es ca. 7 Liter Dieselkraftstoff zu kaufen. Damit kommt man locker 100 km weit. Und der Tank für den Dieselkraftstoff ist bei jedem Auto mietfrei eingebaut. Und er altert nicht. Und er muss nach 6-8 Jahren nicht ersetzt werden. Weshalb also ein Elektromobil kaufen, dessen Akku eine elektrochemische Krücke ist?

    Insofern wird Elektromobilität für absehbare Zeit Spielzeug für Privilegierte sein, für Besserverdienende, für die Oberschicht. Das Volk steht am Zaun und zahlt.

    • Vielleicht haben das ja die Öko-Bewegten im Hinterkopf. Freie Fahrt für Privilegierte und Besserverdienende der Oberschicht. Ist das nicht die Kernwählergruppe der Grünen? Grüne Beamte, insbesondere Lehrer und gelangweilte Charity-Gattinen von Besserverdienern?
       
      Aber noch was zu den Kosten! Bei e-Autos das zweite große KO-Kriterium neben der zu geringen und unsicheren Reichweite. Kleiner Einschub, um entspannt unterwegs zu sein, hat man beim Benziner eine „Reserve“ von rd. 100 km und sichere und schnelle Benzinquellen, Tankstellen genannt, gibt es an jeder Ecke. Ohne gute Planung, funktionierende Ladesäulen mit der richtigen Benutzerkarte oder täglich immer gleiche kalkulierbare Stecken, landet man schnell auf dem Abschleppwagen.
       
      Aber zurück zu den Kosten. Der Renault Zoé kostet (ohne Batterien) ab 22.100 Euro. Er ist ein Kleinwagen. Ein vergleichbarer Renault Clio kostet 11.990 Euro. Dazu kommen ca. 10 Euro pro 100 km Batteriemiete, wie Sie schreiben. Aber auch Menschen mit Solardach haben bei starker Bewölkung oder im Winter mit kurzen Tagen und eventuell Schneebedeckung kaum Stromüberschüsse für das e-Auto. Da kommen nochmal Stromkosten für 12 bis 15 kWh/100 km dazu, also weitere 3,60-4,50 Euro. Der Service ist zwar billiger, auch Steuer und Versicherung, aber insgesamt bleibt das e-Auto doch nur ein viel zu teurer Zweitwagen für etwas Öko-Bewegte mit großem Geldbeutel. Für sozial Schwache wird Mobilität mit dem e-Auto unbezahlbar.
       
      Aber Achtung liebe Öko-Bewegte, für die Grünen ist das Feindbild die individuelle Mobilität, das Auto an sich. Das geht gar nicht. Wegen Öko-Fussabdruck und so. Erst wird der Diesel bekämpft, dann der Benziner, aber wenn der Verbrenner weg ist, ist das e-Auto dran. So steht es heute schon in vielen Grünen Programmen und Foren.

      • @Klaus Metzger

        Eine E-Auto hat KEINEN Komfort zu bieten…diese Ökobeseelten Beamten und sonst welche „Möchtegern“ fahren da lieber im Porsche Cayenne oder einen anderen hochwertigen Diesel- oder Benziner SUV durch die Gegend.

        Wasser predigen und Wein saufen…dass konnten die von der Grün-Linken Front schon immer…die mit ihren Sozialistischen-Diktatur Kollektiv.

         

      • Herr Metzger,

        wieso meinen Sie, bei e-Mobilen sei der Service billiger?
        Die Zahl der verbauten Teile sagt Nichts aus über die Servicekosten.

        Im Störungsfall dürften da in einer Werkstatt folgende preistreibende Floskeln fallen:
        Spezialmonteur, Spezialwerkzeug, spezielle Ersatzteile und Serviceanleitungen, Softwareupdate/s, etc..
        Außerdem ist der Kollege, der sich „da“ auskennt, gerade auf Lehrgang, Urlaub, krank; also: das dauert….. bis dahin gibt´s dann einen konventionellen Kleinwagen als Ersatz.

    • @Rainer Küper

      Und vergessen Sie nicht…in der freien und wohlstandschaffenden (mehrwertschaffenden) Markt-Gesellschaft (Wirtschaft) muss man die Kosten der Photovoltaik-Anschaffung und Infrastruktur auch mit hinein rechnen. Bis dato muss diese Anschaffungs- und Infrastrukturkosten ja der gemeine Stromverbraucher (also wir ALLE) mit Zwangssubventionieren über die EEG Zwangsabgabe.

      Diese Energiewende mit ihren marktfeindlichen EEG schafft somit nur eines für eine Gesellschaft…Kosten! Aus einer freien und offenen Marktgesellschaft = mehrwertschaffenden Wohlstandsgesellschaft wird somit eine politische = EEG/Energiewende/CO2 Verbot diktierte Grün-Sozialistische Mangel- und Armutsgesellschaft.

    • Herr Küper, Ihre Rechnung ist ja noch sehr positiv zu gunsten des Zoe.

      Die Jahresmiete des kleinsten Akku beträgt 808 Euro/Jahr. Das entspricht bei Ihrem Beispiel rd. 11 Cent/km

      Ihre Gegenrechnung mit 7 Liter Diesel auf 100 km kann man stehen lassen, wenn das Fahrzeug schon etwas arg betagt ist.

  9. Ich bin an einem Bauprojekt in Tübingen beteiligt. Trotz unseres bundesweit bekannten grünen Bürgermeisters, der nebenbei Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist, wird es aufgrund der zu geringen Anschlussleistung nicht möglich sein, dass alle Bewohner gleichzeitig ihr E-Auto laden. Die Anschlussleistung für die rund 30 Wohnungen beträgt 164 KW. Auch wenn der Stromverbrauch nachts geringer ist, werden wohl kaum mehr als zehn Autos gleichzeitig geladen werden können. Der Architekt teilte mir mit, dass das bei einem Projekt in Stuttgart nicht anders ist.

    Aber die Grünen wollen die Realität nicht wahrhaben.

    • Diese Berechnung kann ich nicht ganz nachvollziehen:

       

      Nehmen wir an zu jeder Wohnung gehört ein Elektroauto. Nehmen wir weiter an es handelt sich im Schnitt um die Golfklasse, d. h. einige Autos sind größer, einige kleiner bei Mietwohnung auch ein realistischer Wert.

       

      Die durchschnittliche Tageskilometerleistung liegt in Deutschland bei 39 km. Da einige Fahrzeuge länger unterwegs sind und außer Haus nachladen müssen gehe ich von  80% Nachtladung aus. Der Nennverbrauch laut Hersteller liegt bei 12,7 kWh pro 100 km. Der vom ADAC ermittelte Testverbrauch, der auch den Nutzererfahrungen in einschlägigen Blocks entspricht, liegt bei 18,2 kWh pro 100 km. Daraus ergibt sich dann folgende Rechnung kam (Device überschlägig) neun 30 km mal 80 % sind drei 30 km. Und bei einem Verbrauch von 18,2 kWh ergibt sich ein Strombedarf von genau 6 kWh täglich, die nachts geladen werden müssen. Mal 30 Autos sind das in der Summe 180 kWh, die verteilt auf 5 Stunden Kernnacht (1:00 bis 6:00 Uhr) ein Bedarf von 36 kWh/h spricht von 1,2 kWh pro Fahrzeug pro Stunde darstellen. Hier handelt sich’s wie gesagt um eine Modellrechnung, in der Realität wird nicht jedes Auto jede Nacht laden müssen dafür aber im Einzelfall einen höheren Strombedarf haben. Es werden sich die Nutzergewohnheiten umstellen müssen. Wer aber jede Nacht ein wenig nach lädt spart sich ein Großteil der Tankstellen besuche.

       

      Andere Berechnung machen häufig den Fehler, dass sie entweder den Strombedarf auf die Spitzenzeit abends um 8:00 Uhr drauf rechnen, was sich aber mit einem einfachen Zeitsteuerelement vermeiden lässt oder den Strombedarf von schnell Ladegeräten berechnet, was über Nacht aber nicht erforderlich ist und durch eine zentrale Steuerung herunter geregelt werden kann.

      • In meiner Straße mit 32 Wohneinheiten könnten laut RWE nur max. 4 E-Autos gleichzeitig geladen werden. Es müßte also in meiner Garagensteckdose eine Elektronik stecken, die verhindert daß ich mein Auto als fünftes dran hänge.

        Über die Nacht verteilt funktioniert natürlich Ihre statistische Rechnerei. Nur, wer steht um 3 Uhr morgens auf weil dann möglicherweise wieder Kapazitäten frei sind?

  10. Ich verstehe es einfach nicht, dass es immer noch Menschen gibt, die sich ein E-Auto anschaffen….das E-Auto ist sowas von Rückständig…nach jeder Fahrt muss geladen werden, die Fahrten werden zum „Nervenkrieg“….weil man nicht weis, wie lange die Energie (Saft) reicht…externe E-Verbraucher wie Heizung, Klimaanlage, Radio, Licht usw. werden zum „Hochsicherheitsrisiko“….Fahrspaß und Fahrkomfort…bei einen E-Auto…unmöglich, weil keine Entspannung eintreten kann…die ständige Angst vor Energiemangel.

     

    • Sind Sie schon mal ein E-Auto gefahren ??
      Nur fliegen ist schöner. Wenn ich auf Parkplätzen so geräuschlos angeschwebt komme, werde ich oft angesprochen.

      Erzähle ich dann noch von meiner eigenen Tankstelle auf dem Dach, werden das manchmal Vorträge, die meinen Zeitplan total durcheinander bringen.

      Mit den Zweitwagen wird das beginnen, und mit dem Ausbau der Infrastruktur, allmählich zum Selbstläufer werden.

      Eine Frist setzen ist da vollkommen überflüssig.

      Wenn Sie mal mit einem   E-Auto gefahren wären, würden Sie nicht von Nervenkrieg reden.

      Wie schon gesagt der wird bei uns als Zweitwagen im Umkreis von 100 Km gefahren.
      Die Tankanzeige ist ein Behälter auf dem Display, mit Kilometerangaben die noch zur Verfügung stehen. Man kann ständig sehen, was rausgeht, und was bei jedem Bremsvorgang wieder zurückfließt.

      Wenn,s eine Weile Berg ab geht, ist es interessant zu beobachten wie der Tankinhalt, sprich Reichweite wieder zunimmt.

      Was das Tanken betrifft, da wird ein Stecker reingesteckt und fertig. Das ist nicht mehr Aufwand, als eine Heckklappe runter zu lassen.

      Wie schon gesagt, der Renault ZOE ist mit einer Reichweite von 300 Km angegeben, wie weit das zutrifft kann ich nicht sagen, weil er mehr als 200 Km noch nicht gefahren wurde bevor  er  wieder an  unsere Tankstelle angedockt  wurde.

       

      • @Hans Diehl

        Ihre Energieanzeige können Sie in den Mülleimer treten. Die gauckelt einen nur etwas vor. Wenn ich mit einen Benziner oder Diesel bergab fahre, dann hab ich auch auf einmal mehr Sprit im Tank und wenn man bergauf fährt hat man auf der Anzeige auch gleich wieder weniger. Das mit den Tankanzeigen ist immer so eine Sache im realen-bewegten Umfeld.

        Und ihr laden…Stecker rein und das war es…nach jeder Fahrt dran denken und ja nicht mal vergessen. Eilig brauchen Sie es auch nicht zu haben…evtl. bei einen Notfall bei dem ihre Frau oder Kind ins Krankenhaus oder zum Arzt gefahren werden muss. Ständig unter Stress sobald man das E-Auto zu seinen Fortbewegungsmittel macht. Und das mit ihren Bremsvorgang…na gut, dass so wenig Energie auf ihre Bremsen wirkt und das meiste davon in den E-Speicher geht…merken Sie was?!

         

      • Herr Diehl,

        Sie sind ja begeistert von Ihrem E-Auto und wollen, so scheint’s, daß jeder umsteigt. Sie können ihres anscheinend selbst laden, durch PV auf dem Dach. Erklären Sie mir bitte doch mal dann folgendes: Schauen Sie in die Städte. Wieviele Mehrfamilienhäuser gibt es da? Wieviele Autos stehen auf der Straße? Wieviele in Garagen? Wie sollte es Ihrer Meinung nach funktionieren, daß die Autos, die auf der Straße stehen, alle mittels PV geladen werden? Wieviele PV-Anlagen würden bei einem MFH mit 100 Wohnungen und 130 Autos benötigt, um diese ständig zu laden? Wo sollen Ihrer Meinung nach die ganzen Anschlüsse angebracht werden? Wieviele Autos wären bundesweit Ihrer Meinung nach betroffen?

        Und weiter: Wieviele EFH gibt es bundesweit, die auf ihrem Grund keinen Platz für ein Zweitauto haben, manchmal auch keines für irgendein Auto. Wo sollen deren Anschlüsse angebracht werden? Kabel raus auf die Straße? Anschluß fest auf dem Gehweg installieren?

        Und bei Ihrer ganzen Euphorie über das Elektroauto und weil Sie ja so gut rechnen können: Wenn alle derzeitigen Fahrzeuge (nehmen wir nur mal Pkw) in D mit Strom fahren würden, welche Mengen an Strom mehr als heute müßten produziert werden?

        Gerne sehe ich Ihren Ausführungen entgegen.

        • Hallo Herr Frankel
          Ich wollte doch nicht  sagen,   dass jeder nun sofort  ein E-Auto fahren soll, oder muss.
          Ich habe auf Grund der gegebenen  Umstände, sprich eigener Tankstelle auf dem   Dach,  meine Situation  mit  dem E-Auto als Zweitwagen , als  ideal für mich bezeichnet.
          Wenn der Ausbau der Infrastruktur  weitere Interessenten in diese Richtung bewegt, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung.

          Alles was seit her neu war, wurde doch auch nicht gleichzeitig von allen Gesellschaftsschichten, vom einen auf den anderen Tag genutzt.

          Nicht  mehr und  nicht  weniger  wollte ich zum Ausdruck bringen.

          Das ist jetzt keine Wiederholung, und meiner Meinung nach auch nicht unsinnig, deshalb hoffe ich, dass diese Antwort veröffentlicht wird.

           

           

           

           

           

           

          • Herr Diehl, leider antworten Sie nicht auf konkrete Fragen. Ihre Befindlichkeiten und Absichtserklärungen interessieren niemanden. Werden Sie doch konkret. Wenn Sie von einem Schritt in die richtige Richtung sprechen, was ist denn Ihrer Meinung nach die richtige Richtung? Nach allem was ich hier von Ihnen las, scheint es wohl der Zwangsumstieg auf das E-Auto für alle zu sein. Sonst ergeben Ihre Worte keinen Sinn.
            Meine Meinung zum E-Auto: Wer meint, daß er eines braucht und es für ihn sinnvoll sei, möge es kaufen. Wenn jemand zuviel Geld hat oder Versuchskaninchen spielen will, soll man ihn nicht abhalten.
            Der entscheidende Unterschied ist aber, ob derjenige auch meint, alle müßten dies tun. Und vor allem, ob ich für solche Hobbies auch noch ungefragt mitzahlen muß. Sie sind, wenn man es zu Ende denkt, ein Subventionsschmarotzer und damit ein Betrüger an allen anderen Steuerzahlern, wie jeder Subventionsempfänger. Mit fremder Leute Geld um sich schmeißen ist keine Kunst, das haben die bisherigen Amtsträger in diesem Land schon lange perfektioniert.
            Solange jeder seinen Unsinn selbst finanziert, ist mir dies schnurzpiepegal. Ich mische mich aber ein, wenn ich mitzahlen soll aber nicht mitbestimmen darf. Und das erst recht bei so unsinnigen Projekten wie einem E-Auto.

          • Zitat Herbert Frankel

            Herr Diehl, leider antworten Sie nicht auf konkrete Fragen. Ihre Befindlichkeiten und Absichtserklärungen interessieren niemanden. Werden Sie doch konkret. Wenn Sie von einem Schritt in die richtige Richtung sprechen, was ist denn Ihrer Meinung nach die richtige Richtung?

             

            Ein Schritt in  die  richtige Richtung, ist nach  meiner Meinung der Folgende.

            Die Infrastruktur  weiter   ausbauen.

            Siehe hier.   https://www.automobilwoche.de/article/20170911/AGENTURMELDUNGEN/309119990/elektromobilitaet-dobrindt-will-aufbau-von-ladesaeulen-forcieren

            Und die  Autoindustrie  — angetrieben von  der ausländischen  Konkurrenz   —   machen lassen.  Dann kann der Markt, sprich  der Kunde entscheiden wo die  Reise hin geht.

        • Lieber Admin, lieber Herr Frankel,

          Ich möchte ein wenig für Herrn Diehl in die Bresche springen. Nicht etwa weil ich seine Auffassung vollständig Teile, hierzu hatte ich an anderer Stelle auch schon geschrieben. Insbesondere das das Paradoxon das darin besteht, allerdings nicht in der von Herrn Diehl interpretierten Weise sondern in der Art und Weise wie es Frau Lengsfeld auf ihrer Homepage gestern veröffentlicht hat, auch wenn sie diesen Punkt nicht explizit erwähnt hat, darin, dass es die Umverteilung von unten nach oben verstärkt. Der Kleinverbraucher, Privatpersonen und kleines Gewerbe zahlt, der Großverbraucher ist befreit und profitiert noch zusätzlich. Überhaupt halte ich die EEG Umlage insgesamt für falsch. Unsere Bundesregierung hat sich in einem völkerrechtlichen Vertrag zur Energiewende verpflichtet dann soll sie das auch bitte selbst bezahlen und nicht dem Kleinbürger aufs Auge drücken und in die Stromrechnung verstecken. Mit selbst bezahlen meine ich, dass sie dann andere Projekte, für die offenbar Geld da ist, entsprechend kürzt und dass dem Bürger verkauft und sich dann zur Wahl stellt. Das ist aber so eine verlogene Politik die leider von allen Parteien unterstützt wird, außer der AfD, allerdings mit anderer Begründung.

           

          An anderer Stelle hatte ich aber bereits erwähnt, dass ich es für einen Fehler halte die Nachteile der E-Mobilität hochzustilisieren und die Vorteile klein zu rechnen oder ganz zu ignorieren. Im Clausewitzschen Sinne ist das tödlich.

           

          Und sehr faktenreich sind die Kritiker hier wahrlich nicht immer.

           

          Daher möchte ich jetzt auf Herrn Franke antworten. Nach einer Untersuchung der TU München, wenn sie es anzweifeln suche ich auch noch mal Quelle raus, haben 85 % der Pkw einen festen Nachtstellplatz. Ich halte es daher für sinnvoller sich mit diesen 85 % zu beschäftigen als mit den 15 % Laternenparker.  Mit Ausnahmen lässt sich immer einfach argumentieren man sollte aber das gesamte im Auge behalten. Und niemand verlangt das jetzt jeder sich an Elektroauto kauft für viele ist es auch nicht mal ratsam. Aber für viele, mindestens 85 %, ist es jetzt schon möglich. Diese Zahl ist für mich plausibel, da 25 % der Fahrzeuge Zweitwagen sind und diese eher vor dem Einfamilienhaus im Grunewald als vor einem Silo des sozialen Wohnungsbaus steht. Hinzu kommt das viele Pkw als Firmenfahrzeuge auf dem Firmengelände einen festen Stellplatz haben. Auch in der Stadt gibt es Tiefgaragenplätze mit fester Zuordnung. D. h. 85 % der Fahrzeuge können über Nacht geladen werden und das schon jetzt mit dem aktuellen Stromnetz. Das ergibt sich aus folgender Rechnung: bei der durchschnittlichen Fahrleistung und hiervon 80 %, da einige auch längere Fahrten haben wo sie außerhalb nachladen müssen ist der tägliche Strombedarf eines durchschnittlichen Fahrzeuges 6 kWh. Diese lassen sich am normalen Drehstromanschluss in knapp 2 Stunden nachladen. Also mit einer Leistung die ein Wasserkocher brauch, den man natürlich nicht 2 Stunden laufen lässt, aber vom Stromangebot 2 Stunden laufen lassen könnte. Insbesondere natürlich in der Nacht wenn niemand sonst sein Wasserkocher, sein Elektroherd, seine Waschmaschine oder seine Spülmaschine benutzt.

          Ich möchte an dieser Stelle bewusst ihre Frage nur zur Hälfte beantworten oder besser gesagt zu 85 %. Wenn 85 % der Fahrzeuge auf Elektro umgestellt sind wird sich für die anderen 15 % sicherlich auch was finden, hier ist die Entwicklung ja noch am Anfang. Was den Strombedarf betrifft ist zu sagen, dass sich die Kraftwerke über Mehrverbrauch in der Nacht freuen würden weil sie in der Nacht künstlich runter geregelt werden. Der Strombedarf in der Nacht liegt bei 20% des Spitzenbedarfes. Unsere Stromexporte von 50 GWh würden ausreichen um den Mehrbedarf die von einer Umstellung, hierfür sind mindestens 15-20 Jahre zu kalkulieren,  für die nächsten zehn Jahre abzufangen kann. Erst dann müssten wir uns über neue Strom Quellen Gedanken machen. Bis dahin wird aber dem Markt auf Angebotsseite sicherlich was einfallen. Stromes ist immerhin ein lukratives Geschäft, wenn Bedarf entsteht entsteht auch Angebot.

           

          Richtig ist natürlich das zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund des Fahrzeugangebotes und der Infrastruktur sich ein Elektroauto nicht für jeden anbietet und für viele auch gar nicht empfehlenswert ist. Ich bin mir aber sicher dass der technische Fortschritt, der damit verbunden ist kommen wird und zwar völlig unabhängig von Fragen der Energiewende, der Umweltbelastung oder staatlicher Steuerung, sondern allein über das Preisargument. Deswegen nützt es nichts über die CO2 Gesamtbilanz nachzudenken und die aktuell noch unbefriedigende Situation zu beschreiben ohne den Blick auf die Entwicklung zu verlieren.

           

          Herzliche Grüße

           

          Peter Manthey

          • Hallo Herr Manthey, gehen Sie mal durch die Städte und bilden Sie den Quotienten Laternenparker/(feste Stellplätze). Was tippen Sie?

            Übersichtlicher wäre, den Quotienten(feste Stellplätze mit eigenem Anschluss > 10 kW)/Laternenparker zu tippen: Was meinen Sie? Größer oder kleiner 1%?

          • Lieber Hr. Manthey,

            ich vermute mal, Sie gehören zur Generation „Wischbewegung“, so begeistert, wie Sie offensichtlich von der heutigen E-Auto-Technologie sind.

            Ich bin dagegen von der Generation der ersten „Computerkids“ – lange ist es her – und habe damit eine Zeitlang sogar meine Brötchen verdient, als die Prozessoren noch 6502, Z80 oder 8088 hiessen. Inzwischen habe ich ca. meinen 30sten Computer hinter mir. Ausserdem bin ich aber auch mechanisch-technisch vorbelastet und habe  zudem mehr als 1 Mio. Strassenkilometer auf dem Tacho. Dabei macht man Erfahrungen, insbesondere auch, was die Unterschiede in der Zuverlässigkeit von Technologien angeht. Abgesehen davon, dass Ihre Zahlen zum Energiebedarf von E-Fahrzeugen viel zu optimistisch sind und alle Verluste ausgeklammert werden, ist die Technologie dieser „Smartphones mit Rädern“ schlicht nicht ausgereift. Auch was die Batterien angeht. Und auch wenn Sie Ihr Auto direkt vor dem Haus parken könnten (dazu habe ich als langjähriger Innenstadtbewohner auch so meine Erfahrungen), heisst das noch lange nicht, dass Sie einfach ein Kabel vom 3. Stock nach unten baumeln lassen könnten. Die Mutter mit dem Kinderwagen auf dem Bürgersteig wäre davon nicht begeistert, der daneben parkende Stromklauer dagegen sehr, und dann gibt es noch jede Menge Spassvögel, denen bestimmt etlicher Schabernack einfällt, den man mit solchem herumhängenden und -liegenden Gedöns treiben könnte.

            In kurzen Worten: Ich begegne heute den Versprechungen und Heilslehren im Zusammenhang mit neuen Technologien mit grosser Skepsis. Erst die Praxis zeigt, was etwas taugt. Die Berichte über den Streetscooter bestätigen mich in dieser Haltung.

            Mfg

    • Es dürfen auch nur geschulte Elektriker die E-Autos reparieren, da für die Hochspannungsbatterie besondere Schutz- und Vorsichtsmassnahmen „lebensnotwendig“ sind.

      Hoffentlich passiert unterwegs nichts besonderes.

  11. Ich wiederhole es mal wieder, da ich es schon mehrfach kommentierte. Schon im letzten Winter kam die Postfrau bei mir nicht mehr mit dem Scooter, sie sagte schon damals, die Dinger würden bei Kälte nicht funktionieren, daher wieder Diesel.

     

    Gestern schau ich gegen 16:00Uhr aus dem Fenster, fährt gerade die Post vor. Erkannt habe ich das nur an der gelben Jacke des Zustellers, denn sein Auto war weiß. Richtig, offensichtlich ein Mietwagen oder ein Sofortzukauf, weil denen die Fahrzeuge zu fehlen scheinen, da die Scooter nicht fahren. Kann das sonst noch jemand bestätigen, daß DHL mit völlig untypischen Fahrzeugen ankommt, also nicht in Postgelb gestrichen (beklebt)?

  12. Ich hätte da die perfekte Lösung für die Deutsche Post…man könnte ja seine Postkutschen wieder aus dem Museum holen und sich einige Pferde in die Garage…ähmm…Stall stellen. Die Pferde ersetzen den Motor ganz auf natürliche Weise und für die Wärme in der Kutsche reicht dann eine gewöhnliche Batterie aus….alles ganz ökologisch.

    • @ Marc H., Ihre Bemühungen in allen Ehren.

      Die Energiewende & Co. ist zu 100 Prozent politisch motiviert (partikulare Interessen). Es hat mit Wissenschaft absolut nichts zu tun. Erben haben nun einmal das verbürgte Recht ein Land ruinieren zu dürfen. Wer diese Erben genau kennt, der tut wissen, wohin die Reise gehen muss. Alles andere ist unlogisch.

      Seit das Haus der Wissenschaft vor sehr vielen Jahren von linksfaschistischen Elementen, die es mit der Wahrheit nie ernst nahmen, (im Gegenteil, die haben gelogen ohne rot zu werden,) infiltriert, übernommen, kontrolliert wird (USA, Europa) ist es mit sauberer und ehrlicher Kommunikation vorbei. Wahrheit? Hahahaha. Macht zählt. Linke sind überwiegend Heuchler. Doppelmoral.

      Dieser Typ Mensch ist rechthaberisch, egoistisch, inkompetent, uneinsichtig, et cetera. Obwohl eindeutig nachweisbar ist, dass viele der heutigen Probleme erst durch linke Faschisten überhaupt entstanden sind, schieben sie deren Schuld auf andere: Sündenbock-Fraktion. Der Sündenbock ist immer ein anderer. Die machen keine Fehler. Kommt Ihnen das bekannt vor?

      Sie werden es ertragen müssen und Strategien zur Abschwächung dieser perversen Politik sich ausdenken müssen. Ihre Idee kann für mich eines Tages durchaus eine Möglichkeit sein, mich gegen diese geisteskranken Spinner zu immunisieren. Kommt drauf an. Mir kam sie auch schon.

      Sie sind im Recht, was die Energiewende angeht. Ich will nicht falsch verstanden werden. Was machen Sie jedoch in 15 oder 20 Jahren? Was glauben Sie wie es dann in Europa aussehen wird? Obwohl, Sie sind ein Mensch, der sich da keine Illusionen machen will. Ich teile das, dieses Stück, mit Ihnen.

  13. Was da in den Scooter marketingmäßig hinein gelogen wird (Reichweite, Komfort, …), ist physikalisch nicht möglich! Und wer das öffentlich macht wird eben abgemahnt. Aber trotz aller Abmahnungen, die Physik lässt sich nicht überlisten. Der „Scooter“ hat keine Heizung und im Winter eine Reichweite von einem Postpferd von vor 200 Jahren. Nennt sich dann „Verkehrswende“….

  14. Die technisch unbedarften müssen ihre praktischen Erfahrungen sammeln, die technisch Gebildeten vermeiden Enttäuschungen mit unbrauchbaren Produkten. Letztlich entscheidet das Käuferverhalten über solche „Innovationen“. Gleich fahre ich von Hamburg nach Berlin. Auf der Strecke gibt es wenig Teslas zu bestaunen.

  15. Mir wurde mal bei einer Standheizung Einbau ein Smart Elektro als
    Ersatzfahrzeug kostenlos angeboten.
    Vollgetankt, ä…hh mit vollgeladener Batterie wurde mir das Fahrzeug übergeben.
    Normale Reichweite 120 km, es war Herbst und 4 Grad plus-kalt.
    Das Auto schaltete dann irgendwie automatisch auf ÖKO?..Reichweite nur noch 90 km.
    Nun gut, 20 km von der Werkstadt nach Hause, ca.15 km Stadtfahrt und dann wieder retour. auf der Hälfte der Strecke ca.10 km veränderte sich das Display und forderte mich auf die Batterie zu laden.
    Die restlichen 10 km habe ich gerade noch geschafft.
    Puh… das war ein Erlebnis. Gesamt gefahren, ohne Heizung und Radio, zum Schluss mit ca.70 kmh, ca. 60 km.
    Nie wieder fahre ich ein Elektroauto. Ich will so ein Scheiß nicht mal geschenkt.

     

     

     

    • Ich bin vor einiger Zeit auf der Autobahn an einem Telekom-Mitarbeiter mit seinem e-Golf vorbeigefahren. Der fuhr im Windschatten eines LKW. Der wollte wahrscheinlich noch ohne Zwischenstopp in den Feierabend. Das Gesicht hätten Sie sehen sollen.

      • In Österreich fahren einige Teslas rum. Auf der Autobahn mit einem zur Faust geballtem Gesicht mit etwa 110km/h auf der Mittelspur, oft mit 90km/h hinter einem rumänischen LKW auf der rechten Spur. In Wien an der Ampel fast immer an erster Stelle stehend (ich vermute, daß sie im Stadtverkehr so langsam unterwegs sind, daß sie immer die Ampeln bei rot erwischen) Der Anzug bei grün ist top, nach ein paar Metern dürfte die akustische Warnung der Akkus die Spurtis mit Anlauf auf den Boden der Realität krachen lassen……

  16. Die E-Auto-Ideologie offenbart nur, wie zunehmend irrational diese Gesellschaft – nicht nur die Grünen – tickt. Früher galt als technischer Fortschritt, wenn ein Produkt mit weniger Aufwand (Arbeit, Energie, Ressourcen) hergestellt wurde. Heute wird es als Erfolg bejubelt, wenn dieselbe Menge Energie von mehr Menschen hergestellt wird. Anstatt die Arbeitszeit zu verkürzen, wird mehr Arbeit gebraucht. Das ist nichts anderes als ein Rückschritt!

    E-Autos sind – obwohl der E-Motor sicher große Vorteile hat – genauso ein Unsinn. Der Energieaufwand steigt: a) durch mehr Fahrzeuggewicht durch die Batterie; b) durch die Speicherungsverluste in der Batterie. Wenn dann der per „Erneuerbare“ hergestellte Strom noch im Haus in einer Batterie gespeichert wird, um dann in die Auto-Batterie geleitet zu werden … der Wahnsinn hat Methode. Die Methode heißt Gewinn machen – koste es der Gesellschaft, was es wolle!

  17. Seit einem Dreivierteljahr  stehtbei uns  ein  E-Auto  als  Zweitwagen  vor  der Garage, oder genauer  gesagt er  hängt an  unserer Photovoltaikanlage.

    Ich  würde nicht  sagen den E-Autos  ist  der Durchbruch gelungen,  aber als  Zweitwagen  mit  eigener  Tankstelle auf  dem  Dach  für uns ideal.

    Es  ist ein  Renault ZOE mit  angebener Reichweite von 300 Km, ich weiß nicht wie genau  die Angabe ist, denn  unter 100  Km  hat  er noch  nicht  angezeigt, weil er bei  jeder gelegenheit wieder an  unserer PV Anlage hängt.

    Beim  einkaufen im Supermarkt, kommen da  jedesmal etwa 30 bis 35 Km kostenlos  dazu.

     

     

     

     

     

    • Toll, dass Sie sich auf ein e-Auto eingelassen haben. Im Marketing nennt man solche Leute „Early Adopters“. Ich würde für einen Zweitwagen niemals so viel Geld ausgeben. Und dann, wie sie schreiben, bei jeder Gelegenheit, also täglich, eventuell sogar mehrmals, Kabel raus, anstecken, Kabel ab, verstauen, bei Nässe sich die Hände und „das Gucci-Kleidchen“ einsauen. Da würde meine Frau streiken! Meinen Diesel tanke ich vielleicht einmal im Monat und ansonsten verschwende ich nicht einen einzigen Gedanken daran. Einsteigen, losfahren, bei jedem Wetter und egal wohin ich gerade will. Ich glaube, solange ich dazu nicht gezwungen werde, kommt für mich ein e-Auto erst in Frage, wenn es a) seine Arbeit günstiger macht und ich b) zum Laden auf jedem Parkplatz eine Induktionsplatte finde, auf die ich das Fahrzeug einfach abstelle.

      • Da  habe  ich  mich  möglicherweise etwas undeutlich Ausgedrückt.

        Der  „muss“  natürlich  nicht  ständig  am Kabel  hängen. Wenn er zu Hause  steht  hängt  man ihn  halt  dran, damit  er  immer bei 100%  ist. Meistens  schaltet er schon  nach kurzer Zeit ab.

         

         

        • Genau das meine ich, man hängt ihn halt sicherheitshalber dran, damit er immer 100% geladen ist. Versuchen sie doch mal mit 50% Ladung loszufahren. Sie haben ja nur ein paar Kilometer. Das gibt erst das richtige e-Auto Feeling.

          • Der Herr Diehl scheint technisch auch keine so rechte Ahnung von seinem E-Vehicel zu haben. Dass er zwanghaft jede Möglichkeit zum Nachladen nutzen muss, scheint ihm nicht mal so recht bewusst zu sein. Dass er mit seinen „Ladezyklen“ dem Akku keinen gefallen tut, wohl erst recht nicht. Der mag zwar nur „gemietet“ sein, aber die „Leidenskosten“ muss der Vermieter irgendwann  umlegen.

      • . Ich glaube, solange ich dazu nicht gezwungen werde, kommt für mich ein e-Auto erst in Frage, wenn es a) seine Arbeit günstiger macht und ich b) zum Laden auf jedem Parkplatz eine Induktionsplatte finde, auf die ich das Fahrzeug einfach abstelle.

         

         

        Genau so würde ich das  auch sehen.

        Mein Sohn mit Fam. im  gleichen Haus  haben das E-Auto, und  ich einen  Opel Zafira als Verbrenner.

        Wir  betreiben  sozusagen  privates Carshering.

        So  ergibt  sich bei uns der Zweitwagenstatus.

         

         

      •  
        Mit der Oberschicht scheinen Sie nicht so ganz mit der Realität vertraut zu sein.
         
        Es sei denn Sie zählen alle Arbeitnehmer zur Oberschicht.
         

         
        Es gibt Pendler, die tanken ihre E-Autos tagsüber am Arbeitsplatz.
         
        Siehe hier:
         
        https://www.solaranlagen-portal.de/news/solarsystemanbieter-baut-solar-carport-fur-eigene-mitarbeiter.html
         

         

         
        Oder hier;
         
        https://www.emobilitaetonline.de/news/produkte-und-dienstleistungen/496-tuev-nord-modernisiert-seine-solartankstelle
         

         

         
        Übrigens, von der Unterschicht subventioniert nur derjenige, der nicht bereit ist zu dem Stromanbieter zu wechseln, der die durch die Erneuerbaren gesenkten Strom Großhandelspreise an seine Kunden weiter gibt.
         

         
        Denn Fakt ist. Ein durchschnittlicher Haushalt wird jährlich durch die EEG Umlage mit etwa 240 Euro belastet.
         

         
        Siehe hier: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/eeg-umlage-oekostrom-kostet-jeden-deutschen-240-euro-im-jahr-12743150.html
         

         
        Auf der anderen Seite, kann man beim Wechsel zu dem Anbieter der die gesunkenen Großhandelspreise weiter gibt mehr als 300 Euro sparen.
         

         
        Siehe hier:
         
        http://www.computerbild.de/artikel/cb-Aktuell-Internet-Strompreise-wechseln-hunderte-Euro-sparen-8979572.html

         
        Sie sehen, ein Nullsummenspiel, wenn alle mitspielen würden, und die durch Sonne und Wind gesenkten Großhandelspreise für Strom weiter geben würden.
         

        • Lieber Hr. Diehl,

          es gibt Leute, die machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Man sich manches oder manchen auch schön trinken oder Scheuklappen tragen, ganz nach Belieben. Und natürlich verfügt jeder deutsche Arbeitnehmer über ein eigenes Häuschen mit der Möglichkeit, eine PV-Anlage zu installieren, oder er arbeitet bei einem der Millionen Unternehmen der Solarbranche, die ihren Mitarbeitern kostenloses E-Tanken spendieren.

          Kleiner Tipp: Beim Schöntrinken aufpassen, sonst können die Folgen unangenehm sein.

          Mfg

           

        • Lieber Herr Diehl,

           

          wenn Sie schon eine computerbild zitieren, dann bitte richtig: Im Artikel steht ‚bis zu‘ über 300 Euro kann man sparen. Und man kann dem Artikel entnehmen, dass computerbild ähnlich verivox als Vermittler auftritt. Der Artikel soll also Interessenten anlocken.

          Wer die Tarife mal angeschaut hat, der weiß, dass die Einsparmöglichkeiten weit unterhalb dieser 300 Euro liegen, und dass die Tarife schön gerechnet sind, beispielsweise durch einmalige Wechselgeschenke. Andere wollen Vorauszahlung, usw., also für eine seriöse Diskussion kaum geeignet.

          Und da Sie Innogy so zu lieben scheinen, schauen Sie sich doch mal den Aktienkurs der letzten Tage an: https://www.google.de/search?dcr=0&q=innogy+aktienkurs&stick=H4sIAAAAAAAAAONgecRowS3w8sc9YSn9SWtOXmPU5OIKzsgvd80rySypFJLmYoOyBKX4uXj10_UNDZNNLcwsCtJKeABubnvyPQAAAA&sa=X&ved=0ahUKEwitg7TCxrLYAhVRo6QKHdqnB3MQ6BMIuAEwFQ&biw=1481&bih=712

          Ansonsten dürfen Sie gerne an die Sinnhaftigkeit der verzerrten Preisgestaltung am Strommarkt glauben, und Sie mögen in einer Situation davon profitieren, in der dem Staat an einer Verhaltensänderung der Verbraucher gelegen ist. Sobald Elektromobilität aber ein bestimmtes Volumen überschreitet werden die Preise ‚ehrlicher‘, selbst der Staat wird sich Ersatz für verloren gegangene Mineralölsteuer suchen. Aus die Maus. Und wie Prof. Sinn in seinem Weihnachtsvortrag überzeugend aufgezeigt hat, wird mehr Stromverbrauch die ‚Erneuerbaren‘ nur noch schneller an die Wand fahren. Auch wenn Sie das heute noch nicht verstehen, die Physik lässt sich nicht überlisten.

          • @ Herr Schraag

            Die 300 Euro sind ja  nur ein  äußeres  Zeichen des  Verfalls der Strom Großhandelspreise. Selbst   diejenigen die damit werben die gesunkenen Strom  Beschaffungskosten weiterzugeben,  können selbst  bestimmen wie viel sie  weiter geben. Deshalb  auch  die  Unterschiede.

            Die genauen Einsparungen  zeigen  die  Statisiken. Danach  haben sich  die  Strombeschaffungskosten, seit  der  vorrangigen  EE  Einspeisung  mehr  als  halbiert. Die Verbraucherpreise allerdings  sind  ständig  gestiegen.

            Das liegt  an dem „Paradoxen“ System, denn seit  2010  gilt, „Je  niedriger  die  Börsenpreise, desto  höher  die  EEG  Umlage“

            Mit  anderen  Worten, je billiger  sich ein Versorger  Strom beschaffen kann, desto mehr  EEG  Umlage  muss sein  Kunde  bezahlen,

            Bevor  nun einige glauben jetzt ist  er  total  ausgeflippt  der Diehl, macht  Euch  mal  mit  dem EEG  Konto  vertraut. Dahinter verbirgt sich dieses Paradoxon

             

             

             

    • Lieber Hr. Diehl,

      der Wagen „hängt“ bei Ihnen also an der PV-Anlage. Und ab und zu bekommen Sie beim Discounter dann nochmal kostenlos Strom dazugeschenkt. Schön für Sie. Nutzen Sie es, solange es geht. Irgendwann hat diese Schmarotzerei nämlich ein Ende, und die „doofen“ Normalbürger werden darauf bestehen, dass Sie genauso behandelt werden wie sie selbst: Kfz-Steuer, Energiesteuer und noch einige andere Dinge wie Oekostromabgabe auf selbst erzeugten und verbrauchten PV-Strom. Und Feinstaub produziert Ihr Liebling genauso wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch.

      Kleiner Tipp: Wenn man schon auf Kosten der anderen profitiert, dann sollte man damit nicht lauthals vor denen angeben. Denn jede Welle, die den Strand hochläuft, komt irgendwann auch wieder herunter, und dann wird man sich an Sie erinnern.

      Mfg

      • Wo  profitiere ich  denn von anderen ???

        Es  ist  doch  nicht meine  Schuld, wenn Stromversorger die  durch die vorrangige   EE  Einspeisung  gesunkenen Großhandelspreise für  Strom   nicht  an  ihre  Kunden weiter geben, oder viele  Kunden  nicht  bereit  sind zu  denen  zu wechsel, die  das  tun.

        Lesen  Sie mal  was  ich  dem  Herrn  bezüglich „Nullsummenspiel“ geschrieben  habe.

        Das  sind  Tatsachen, die durch  Daten und  Fakten belegt  sind.

         

         

         

        • Es ist doch nicht meine Schuld, wenn Stromversorger die durch die vorrangige EE Einspeisung gesunkenen Großhandelspreise für Strom nicht an ihre Kunden weiter geben, oder viele Kunden nicht bereit sind zu denen zu wechsel, die das tun.
          Lesen Sie mal was ich dem Herrn Küper bezüglich „Nullsummenspiel“ geschrieben habe.

          Eigentlich nicht zu fassen, dass Sie immer noch nicht verstanden haben, dass der Börsenstrompreis so tief ist, weil Unmengen von zuvor vom Verbraucher per Zwang und EEG Umlage in das Netz gedrückter Strom (Vorrangeinspeisung, schon mal gehört? Bitte nicht antworten, ist rhetorisch gemeint) den niemand braucht, auf den Markt drückt. Eine Stromlawine, mit derselben Wirkung die Überproduktion immer hat. Die Preise fallen ins Bodenlose. Stichworte Butterberg und Milchsee.

          • zu: Butterberg und Milchsee

            Nein, es hat eine zusätzliche Dimension: Fabriken für linke Schuhe (ist bestimmt in ~10sec wieder vergessen).

          • Natürlich habe ich verstanden warum der Börsenpreis so tief ist.
            Das ist nun mal das Ergebnis der Energiewende, die irreführend immer als Preistreibend diskreditiert wird.
            Wenn durch die Energiewende in Form des vorrangigen EEG Stromes die Börsenpreise sinken, kann das – wenn die niedrigen Preise weiter gegeben werden – auf die Verbraucherpreise nicht Preistreibend wirken.

            Fazit; Die etwa 30% relativ teurer EEG Strom, haben die restlichen 70% konventionellen Strom in den letzten Jahren halbiert.
            Nach Georg Candor dem Begründer der Mengenlehre, können die 100% nicht teurer werden

            Nicht mehr und nicht weniger will ich als „Nullsummenspiel“ zum Ausdruck bringen, wenn mir der Herr Müller vorhält ich würde auf Kosten anderer profitieren.

            Wenn hier jemand profitiert, dann sind das eindeutig die Versorger die sich den billigen Strom beschaffen, und die Einsparung nicht an ihre Kunden weiter geben.

            Ich erinnere,   mit etwa 240 Euro im Jahr wird ein normaler Haushalt durch die EEG Umlage belastet, und mehr als 300 Euro kann er sparen, wenn er zu dem Anbieter wechselt, der die niedrigen Börsenpreise weiter gibt.

            Und von wegen Strom den niemand braucht. Schauen Sie sich mal das Geschäftsmodell der RWE Tochter „Innogy“ mit dem viel sagenden Namen „ÖKO Handel und Vertrieb“ an.

            Die wissen genau wann die Sturmtiefs angekündigt sind und liegen auf der Lauer um die Schnäppchen zu machen.
            Und das mit Erfolg wie im folgenden Link zu sehen.
            http://www.deraktionaer.de/aktie/rwe-tochter-innogy-mit-milliardengewinn–die-bessere-alternative-306090.htm
            RWE-Tochter Innogy mit Milliardengewinn: Die bessere Alternative

             

          •  

            Ich versuche es mal mit einem anschaulichen Beispiel. Im Gemüseladen liegen zwei Kisten mit Paprikaschoten, grüne zu 15 ct und rote zu 3 ct. Ich möchte natürlich die roten kaufen. Geht nicht, sagt der Verkäufer, denn so lange grüne im Korb sind müssen sie grüne kaufen. Nur bestimmte Kunden dürfen die roten direkt kaufen, sie müssen, so lange der Bauer neue grüne in den Korb schüttet, die grünen kaufen. Ich beschwere mich beim Bauern, aber der sagt mir: „Ha, der Händler ist schuld, durch das Überangebot der grünen sinken seine Beschaffungskosten für die roten immer weiter, manchmal muss er sogar Geld drauf legen damit sie jemand nimmt“.“Mich trifft keine Schuld“. Also zurück zu Händler, ich will jetzt auch von seinen gesunkenen Beschaffungskosten profitieren.“Halt, halt“ sagt da der Händler „ich muss die grünen zu hohen Preisen einkaufen so lange grüne im Angebot sind, und sie müssen die grünen kaufen; die Gesetzeslage ist nun einmal so“. „Was soll ich also da an Sie weitergeben?“

             

            „Gehen sie zur Politik“. Und da sagt man mir dann „die Mehrkosten sind doch nur der Preis von einer Kugel Eis im Monat“

             

            Jetzt verstanden, Herr Diehl?

             

    • Sehr geehrter Herr Diehl,

      schöner Bericht, der zeigt, dass ein E-Auto sehr gut als  Zweitwagen für Besserverdienende zum Einkaufen bei Aldi mit einer Jahreslaufleistung von 2000 km geeignet ist.

      Besonders gefallen hat mir Ihr „kostenlos“!

      MfG

       

  18. Als Kfz Ingenieur alter Schule bin ich natürlich voreingenommen und nach wie vor überzeugt, daß ein moderner Diesel mit ATL die effizienteste und mit neuester Abgasreinigung ausgestattet – auch unter Umweltaspekten- die beste Wahl ist. Leider läßt sich das durch die Manipulationen der Hersteller kaum noch vermitteln. Die Elektrovariante kann eigentlich nur unter bestimmten Randbedingungen- wenn überhaupt- sinnvoll sein.  Das werden die meisten Menschen aber erst merken, wenn sie Elektrofahrzeuge selbst erleben. Ich hoffe sehr, daß Tesla (Model 3) und andere Elektrohersteller mehr Fahrzeuge verkaufen. Erst dann werden sich in der Realität angekommene Elektrofreunde wieder ihren alten Diesel zurückwünschen. Leider werden manche nur durch Schaden klug.  Manche (die evtl gar keine Mobilität wollen)  leider auch dann nicht.

    • Ein moderner Dieselmotor mit Partikelfilter (Grüne Plakette) produziert keinen Feinstaub mehr. Seit rund 10 Jahren ist das so. Deshalb werden die Feinstaubregeln in Deutschland überall eingehalten. Und Stickoxyde sind ein Grüner Umwelt-Popanz. Nichts dahinter. Oder wie erklären Sie, das eine Belastung von Stickoxyden am Arbeitsplatz (MAK-Wert) mit 950 Mikrogramm kein gesundheitliches Problem ist, während eine Belastung von 40 Mikrogramm unmittelbar an wenigen städtischen Verkehrs-Hotspots eine Umweltkatastrophe sein soll. Nicht alles glauben, was die Grünen Schlümpfe so absondern. Selbst die „Qualitätsmedien“ haben das in den meisten Artikeln kapiert. Nur wie üblich der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat den Schuss noch nicht gehört.

      • Ich habe die auch bei EIKE veröffentlichte Übersicht über die Grenzwerte in der Schweiz, in Deutschland, infolge WMO und EU-Regelung u.a. an das erkennende Verwaltungsgericht in Stuttgart (DUH vs. Land) zur freundlichen Kenntnisnahme und Förderung der Sachaufklaerung sowie der CDU und diversen Zeitungen incl. dem Auszug aus dem Bericht über den Bundestagsausschuß zum Diesel zugesandt. 1. der urteilende Richter am VG Stuttgart folgte dem dubiosen Herrn Resch, ließ sogar Akklamationen zu (ich denke, der kommt jeden Tag, an dem Sitzungen sind, mit dem Fahrrad ins Gericht), was ich von dem Anwalt halte, der für das Land tätig war, sag ich nicht, 2. das Land ging wg. Friede/Freude etc. mit dem Chef in der Regierung nur in die Sprungrevision (lediglich formale Prüfung des Urteils), obwohl die CDU den Sachverhalt eindeutig kennt und 3. will die DUH nun auch noch, wohl wg. des überragenden Erfolgs im grünen Süden, andere Städte , so auch Tübingen wegen der ungeheuer katastrophalen Feinstaubgrenzwerte anklagen. Man sollte den ersten Teil von Nuhr’s Jahresrueckblick mal anschauen. Hier in Tbg. hat man auch eine Mooswand mit viel „Moos“ und natuerlich auch Moos aufgestellt – das Moos wurde auf die Straße rausgeworfen. Hat außer viel Moos nichts gebracht – 33.000 Euro stand zu lesen. Aber mit Hilfe der DUH schaffen wir das auch noch.  Also: das sind leider nicht nur die grünen Schlümpfe. Alle im Bundestag und natürlich die investigative, kritisch denkende Journaille lesen fensichtlich nicht einmal die Berichte, die mühevoll hergestellt und veröffentlicht werden.  Man fährt das “ Ding“ – genannt Umweltschutz o.ä. – noch munter mit viel „Moos“ an die Wand.

    • Hallo Herr Dudenhöffer,

      Fachwissen alter Schule ist ganz nützlich bei der Beurteilung dieser Prozesse. Aber eigentlich reicht hier der gesunde Menschenverstand und minimales Denkvermögen um festzustellen, dass sich bei der Mobilität die Technologie des langen Tankens und kurzen Fahrens niemals gegenüber dem kurzen Tanken und langen Fahren durchsetzen kann.

      Dazu könnte man die Autoschlangen an den Tankstellen bei Urlaubsstoßfahrten mal eine Stunde multiplizieren und den zusätlichen Energiebedarf in Kraftwerke umstellen.

      Damit wären alle Fragen zu Verkehrswende beantwortet.

      Nur nicht beim Volk der Dichter und Denker, vor allem bei den Eliten. Da scheint diese kleine Denkaufgabe unlösbar.

      • Die Fakten sind aber anders, da sie, übrigens auch Herr Ministerpräsident Kretschmer in dem oben gezeigten Video, nicht vom Regelfall sondern nur von der Ausnahme reden. 85 % unserer Fahrzeuge haben einen festen Standort über Nacht, entweder vor dem Eigenheim, mit einem festen Tiefgaragenplatz oder auf dem Firmengelände. Sie können über Nacht geladen werden. Damit erreichen Sie bei aktueller Batteriekapazität 95 % ihres Tagesbedarf. Wir reden also über 5 % Mehrbedarf von 85 % der Fahrzeuge. Das ist schon rechnerisch nur ein kleiner Anteil des Straßenverkehrs. Hinzu kommt dass die Ladetechnik sich im Moment rasant entwickelt. Porsche, aber auch Honda und sicher in der Folge auch weitere Hersteller gehen davon aus, dass sie in zwei Jahren ihr neues Elektroauto eine Fahrleistung von 100 km in 5 Minuten nachladen können. Den  5 % Fahrleistung des Durchschnittsbürgers, denen  die dies nicht ohne Nachladung schaffen reicht es möglicherweise 5 oder 10 Minuten nach zu tanken. Dass es wirklich keine unüberwindbare Hürde. Unsere deutschen großen Hersteller werden 2020, nämlich genau zu dem Zeitpunkt wenn Batterien 100 € pro Kilowattstunde Leistung im Einkauf kosten zeigen, dass dann Fahrzeuge nicht mehr teurer sind als Dieselfahrzeuge und dann bin ich sehr gespannt wie der Markt reagiert.

        • Ok, dann warten wir halt bis diese Superschnellladetechnik und die dazu erforderlichen Batterien existieren. Wenn dann auch noch eine ausreichende Anzahl an geeigneten Ladestationen mit netzkonformer Kapazität bereitgestellt ist, mach ich mir Gedanken über ein E-Mobil.

          • Na also, da sind  Sie auf  dem  richtigen Wege.

            Die  deutschen Hersteller müssen nur aufpassen, dass sie  nicht von der ausländischen  Konkurrenz  überrollt  werden.

            Über 200 Km  musste mein Sohn  fahren, um  unseren Zweitwagen  den ZOE  von  Renault abzuholen.  Drei  Stück würden von  einem prall gefüllten   Abstellplatz täglich  ausgeliefert, konnte er dort erfahren.

            Für  mich als alter Opelaner,  ( 40 Jahre  )  der nie ein  anderes Fabrikat in der Garage stehen  hatte, war  der Ampera-e,  leider nicht  verfügbar, und  der Corsa-e  soll erst 2020 auf  den  Markt  kommen. Dazu kommt, dass   der ZOE  mit seinen 22 000 Euro  gegenüber dem Ampera mit etwa 39 000 Euro als Zweitwagen  monetär   wesentlich angenehmer zu Buche schlägt.

          • Herr Diehl,

            mag sein daß ich geistig auf dem „richtigen“ Weg bin. Allerdings werde ich bis es so weit ist, wohl vorher noch altersbedingt meinen Führerschein einmotten können wollen müßen.

  19. Was sagt der VDA-Präsident Matthias Wissmann zur Chimäre Elektromobilität. Hier ein Zitat aus einem Interview in der ADAC-Motorwelt 12/2017: „Wir haben erkannt, dass die Gegner des Autos versuchen, die gesamte Branche in die Enge zu drängen. Einigen geht es nicht um Software-Manipulation, sondern sie bekämpfen heute den Diesel, morgen den Benziner und übermorgen die Elektromobilität.“ Das deckt sich mit einschlägigen Grünen Foren. Dort wird der Kampf gegen den Verbrenner nur als erster Schritt gegen die individuelle Mobilität gesehen. Ein Elektroauto wird von den Grünen genauso abgelehnt, wie ein konventionelles Fahrzeug, bietet es doch keinerlei ökologischen Vorteil (Öko-Fußabdruck und so).

    • Die beim ADAC sind so abgehoben, dass dort keiner merkt, wie alle im Grünschleimsumpf stecken. Mit ihren verkorksten, kranken Ansichten können die nicht auf die Idee kommen, dem Realitätsverlust entgegenzuwirken. Da regiert man an den Bedürfnissen der Mitglieder vorbei, ins eigene Täschchen. Betrug, aber grün?

  20. Was machen die Geräte- Autos möchte ich das nicht nennen – wenn es wirklich kalt wird mit Temperaturen tagsüber deutlich unter 0 °C, wie es im Moment in großen Teilen der USA ist.

    • Lieber Hr. Urbahn,

      früher hiess es bei Pannen: „Wer sein Auto liebt, der schiebt….“

      Ich bin mir aber nicht sicher, ob man die Dinger überhapt schieben bzw. abschleppen kann. Voraussetzung hierfür wäre eine Kupplung, und noch dazu eine, die stromlos offen ist.

      Mfg

      • Kurz googeln, Ergebnis: „Mein Nissan Händler sagt, das man den Leaf nicht abschleppen darf. Der müsste immer aufgeladen werden (auf den Abschleppwagen). So stehe es im Handbuch.“ und „Die angetriebene Achse muss immer angehoben werden.“

        Fazit: Schnell mal zur nächsten Steckdose geschleppt, geht nicht. Da muss immer der Abschleppwagen kommen, wenn die Batterie wieder irgendwo im Nirgendwo leer ist.

        • Lieber Klaus Metzger,

          man soll nicht immer glauben was ein Nissanhändler sagt. Wenn bei diesem E-Auto die Batterie leer ist, dann funktioniert der Bremskraftverstärker und die Servolenkung

          nicht mehr. Das ist auch bei fast allen anderen  Autos so, wenn der Motor nicht läuft.

          Also nicht abschleppen lassen; das kann schwer in die Hose gehen.

          MfG.

           

          • Das ist auch bei fast allen anderen Autos so, wenn der Motor nicht läuft.

            Interessant. Warum dürfen die denn abgeschleppt werden? 

        • Abschleppen geht wie bei PKWs mit Schaltgetriebe: wenn der Motor nicht läuft muss man mit stärkerer Kraft auf die Bremse treten und auch das Lenken geht schwerer.

          Zur Erinnerung: Erlaubt sind 40 km/h.

          LKWs, Busse schleppen sich mit Abschleppstange, da kann der vordere Wagen den hinteren wie einen Anhänger mitbremsen.

          PKWs  mit Automatikgetriebe dürfen nur selten – auf eigenen Achsen – abgeschleppt werden. Diese müssen aufgeladen werden, oder mindestens die Antriebsachse „aufladen“.

           

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