Die Winter der Antarktis – kälter oder wärmer?

Antarktis; Bild über Wikipedia Apcbg - Eigenes Werk nach CC BY-SA 3.0

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe
Deutschland wird keine Winter mehr erleben. Diese falsche Prophezeiung des Mojib Latif kennen wir; nachzulesen hier. Wie ist es aber am Südpol, konkret, wie verhalten sich die Jahrestemperaturen und die Wintertemperaturen in der Antarktis? Wir haben uns mal – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – fünf Stationen mit mindestens 30ig jährigen, brauchbaren Datensätzen näher angesehen und fanden Erstaunliches, was man so in den Deutschen Qualitätsmedien nie zu lesen bekommt. Die sprichwörtlich „negativen“ Ergebnisse sind freilich nur Stichproben in den endlosen Eiswüsten der Antarktis.


Die deutsche Forschungsstation Neumayer in der Antarkts

Die alle 3 Stunden durchgeführten Wettermeldungen von Neumayer werden seit 1981 regelmäßig validiert und archiviert. Die Daten sind über den Data Publisher for Earth & Environmental Science PANGAEA in monatlicher Granularität frei zugänglich. Sie werden in der Klimaforschung zur Verifikation von Modellen sowie Satellitenmessungen und zur Erfassung von Klimatrends verwendet. Soweit die Erläuterungen.

Beginnen wir mit den Jahrestemperaturen seit Bestehen der Station

Abb. 1: Die deutsche Station Neumayer in der Antarktis zeigt: Es gibt zumindest an dieser Südpolarstation, am Nordrand des Eisschildes gelegen, keine Klimaerwärmung, seit 1981 ist die Trendlinie der Jahrestemperaturen sogar leicht fallend. Was uns in den Medien durch sogenannte Experten über eine Südpolerwärmung erzählt wird, ist ein Märchen, man könnte auch sagen: eine glatte Lüge. Siehe hier.

1981 wurde am Südpol eine deutsche wissenschaftliche Station ganzjährig eingerichtet und nach dem deutschen Geophysiker und Polarforscher Neumayer benannt. Die erste Station wurde einfach in Küstennähe aufs Eis gesetzt, was ein Fehler war, denn das Eis wächst am Südpol und die Station ist inzwischen im Eis versunken. Genauso erging es dann Neumayer II. Die jetzige größere und teurere Station Neumayer III wurde deshalb auf Stelzen gebaut und etwas weiter landeinwärts erstellt, damit sie eine längere Lebensdauer hat. Die Eismasse wird am Südpol nicht nur dicker, sondern sie wandert langsam auch in Richtung Meer, wo dann immer wieder größere Eisberge abbrechen. Die Lebensdauer von Neumayer III ist auf mindestens 30 Jahre projektiert, wovon nun schon 20 Jahre um sind. Entweder versinkt sie im Eis oder sie wandert mit dem Eis ins Meer.

Da es am Südpol wohl kaum Wärmeinseleffekte gibt, sind die erhobenen Temperaturdaten des Winters mit früher vergleichbar. Winter in der Antarktis sind allerdings die Monate Juni, Juli und August. Auf der Nordhalbkugel rechnet man die Monate Dezember, Januar und Februar zusammen zu einem Winterschnitt.

Winter am Südpol, die letzten 30 Jahre.

Abb. 2: Merklich kältere Winter an der Deutschen Neumayer-Station in der Antarktis.

Zum Vergleich die deutschen Wintertemperaturen der letzten 30 Jahre.

Abb. 3. Auch in Deutschland wurden, ähnlich wie am Südpol, die Winter seit 30 Jahren kälter, die Trendlinie ist allerdings nur leicht fallend. Ein Grund sind die vielen städtischen Stationen, die den fallenden Deutschlandschnitt abbremsen („Wärmeinsel- Effekt“). Kalte Temperaturen werden einfach weggeheizt. Am Südpol ist das nicht möglich.
  • Die Abkühlungstrendlinie des Winters am Südpol bei der Station Neumayer entspricht etwa der Abkühlung der ländlichen Station Amtsberg-Dittersdorf im Erzgebirge, was freilich purer Zufall ist; eine „CO2- bedingte Klimaerwärmung“ scheint aber hier wie dort zu fehlen.
Abb. 4: im sehr ländlichen Amtsberg bei der Station im Teilort Dittersdorf und damit auch in der freien Fläche des Erzgebirges werden die Winter seit 30 Jahren ähnlich kälter wie am Südpol.

Wir haben noch 4 weitere Antarktis- Stationen mit halbwegs vollständigen Datensätzen seit 1988 gefunden. Eine chilenische Station an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel zeigt eine nicht signifikante Winter- Abkühlung von 0,3 K (Winter ist dort stets der Zeitraum von Juli bis August), und 3 australische Antarktis-Stationen mit signifikanter Winter- Abkühlung von 1,4 bis fast 2,5 Kelvin. Das Wintermittel aller 5 Stationen zeigt dann auch einen deutlich fallenden Temperaturtrend:

Abb. 5: Wintermittel aus fünf antarktischen Forschungsstationen. Nicht repräsentativ, trotzdem bedenkenswert.

Und in den letzten Jahren häuften sich Meldungen, dass die Schifffahrt im Südpolargebiet durch immer mehr Eis behindert wurde. Die letzte Abbildung zeigt, warum:

Abb. 6: Flächenmäßige Entwicklung der antarktischen Meereisbedeckung seit 1979. Stellvertretend ist hier der Süd- Wintermonat Juli gezeigt; die Entwicklung im Juni und August verlief ähnlich. Im Jahr 2014 wurde die bisher höchste Juli- Eisbedeckung mit 17,11 Millionen Quadratkilometern beobachtet. Quelle: NOAA (USA- Wetterdienst).

Zusammenfassung: Die Winter werden kälter

Es ist nur eine Stichprobe, keinesfalls repräsentativ für die gesamte Antarktis. Aber auch in Deutschland und an anderen Orten der Erde, vor allem aber in der Antarktis, werden die Winter kälter. Wir fordern die Leser auf, mit unseren Grafiken vom Abschmelzen des Südpols der vorherrschenden Klimalüge zu widersprechen. Wann wird darüber endlich mal im grün- ideologisch verseuchten, zwangsgebührenfinanzierten deutschen Staatsfernsehen berichtet?

Zugegeben: Man hat aber bei den eingefleischten Erwärmungsgläubigen keine Chance auf irgendeine Bewusstseinsänderung. Das Ganze ist inzwischen eine religiös motivierte Glaubenssache, besser gesagt: ein eingefleischter Aberglaube an Erwärmungsgläubigen ist entstanden und hat sich breit gemacht.
Den Aberglauben kann man auf zwei Sätze beschränken.
1) Der Mensch erzeugt CO2, deshalb steigt die CO2-Konzentration in der Luft. Dieser Glaubenssatz ist richtig.
2) Diese CO2-Konzentrationserhöhung führt zur Erwärmung, am Schluss zum Hitzetod der Erde.
Es interessiert die Erwärmungsgläubigen nicht, dass es keinen einzigen Nachweisversuch für den Aberglaubenssatz 2 gibt, danach wird nicht gefragt. Genauso gut hätte man postulieren können, dass die steigenden Bischofsgehälter zur Erwärmung führen. Und es interessiert auch nicht, dass wir seit 30 Jahren fast einen Temperaturstillstand haben. Wie der grüne BaWü-Umweltminister Untersteller beginnen diese Scheinexperten mit einem kalten Anfangsstartjahr, z.B. 1931 oder 1850 oder 1881. Und dann ist es nun halt momentan wärmer. Es interessiert die Leute auch nicht, dass man die heutigen höheren Temperaturen gar nicht mit 1931 oder davor vergleichen darf, weil die Messstationen damals alle an viel kälteren Plätzen waren. Man darf nur vereinzelte Stationen vergleichen, deren Standort selbst und deren Standortumgebung sich nicht verändert haben. Aber wo in aller Welt wird diese wissenschaftliche Voraussetzung einer vergleichenden Messung erfüllt?

Der Normalfall ist: Früher standen die Wetterstationen an viel kälteren Plätzen, z.B. bei einem Forsthaus am Waldrand und heute in dem viel größeren Ort, oft sogar an einer Straße, weil noch andere Standortparameter wie Abgase des Verkehrs automatisch mitgemessen werden.
Gemessen wir so keine globale Klimaerwärmung, sondern hauptsächlich die vom Menschen verursachte Wärmeinselerwärmung. Und das ist die einzige Auswirkung der Menschheit auf die Temperaturen. Will man die WI- Erwärmung bekämpfen, dann nützt keine CO2-Einsparung, sondern man müsste die Landschaft wieder zurückbauen und den ursprünglichen Zustand herstellen, samt Reduzierung der Bevölkerung. Das wollen wir doch gar nicht. Und der steigende CO2-Anteil wirkt wachstumsfördernd für alle Pflanzen der Welt und damit auch für die Nahrungspflanzen.
Auf alle Fälle sind die ganzen Klimakonferenzen für die Katz, da treffen sich – wie in Bonn- 25 000 Leute und wollen das Klima retten. Sie sind die besten Märchenerzähler der Welt.

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Josef Kowatsch, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

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12 Kommentare

  1. Herr Sörensen, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber auch noch keine Eiszeit. Zumindest zeigt auch diese Einzelmitteilung aus Dänemark, dass die Temperaturen in der Gegenwart stagnieren, trotz weiter CO2-Konzentrationszunahme der Atmsophäre. Gehen wir aber zum Südpol zurück. Neben der amerikanischen, zeigt auch die russische Station keine Erwärmung, bwz. beide zeigen die leichte Abkühlung wie Neumayer, obwohl die drei an unterschiedlichen Orten liegen. In Wikipedia wird gleichfalls von starken Erwärmungen des Südpoles berichtet, natürlich ohne Grafik einer Messstation. Computersimultionen irgendwelcher Institute sind natürlich wertlos. Mein Frage an die Leser: Kennt jemand überhaupt irgendeine Station auf diesem großen Kontinent Antarktis, bei welcher die Wintertemperaturen oder die Jahrestemperaturen in den letzten 30 Jahren wärmer wurden? Auffallend ist bei allen uns bekannten Stationen die deutliche Winterabkühlung der letzten 15 Jahre.

  2. DMI (Danmarks Meteorologiske Institut) meldet für 2017 einen Klimarekord:
    Die maximale Temperatur betrug in 2017 nur 26,8oC, das ist die niedrigste Höchsttemperatur eines Jahres die jemals in Dänemark gemessen wurde. Dabei trat diese Temperatur nicht einmal im Sommer auf, sondern im Frühjahr, die maximale Sommertemperatur betrug sogar nur 26,6oC.

    • Herr Urbahn. Das stimmt. Wir sind auf der Suche nach weiteren Stationen. Die Amundsen Station geht 20 Jahre weiter zurück, liegt fast direkt am Pol und hat gleichfalls sinkende Temperaturen. Und das sowohl bei den Winter- als auch bei den Jahrestemperaturen. Ich wünsche mir, dass irgendjemand aus der Erwärmungshysterie mal irgendeine Grafik von steigenden Temperturen zeigt und nicht nur behauptet, dass der Südpol wärmer wird. Zu den Behauptern ohne zugehörige Beweis-Grafik gehört auch das Umweltbundesamt. Mich wundert auch, dass das Alfred Wegner Institut, welches über die Daten von Neumayer verfügt, niemals öffentlich den deutschen Falschmeldungen über ein angebliches Wärmerwerden der Antarktis widerspricht.

      • Sehr geehrter Herr Kowatsch,

        haben Sie links zu vertrauesnwürdigen Publikationen aus den verganenen 2 Jahren, in denen gesagt wird, dass sich die Antraktis erwärmt?

        MfG

        Ketterer

         

        • Herr Ketterer

          Herr Ketterer, was heißt vertrauenswürdig, vertrauenswürdig sind unsere Grafiken. Sie tun so -jedenfalls wirkt das so auf mich – als wären die leicht sinkenden Temperaturen der Antarktis jedermann in Deutschland bekannt und nur vereinzelt gäbe es Gegenmeinungen, die wir dann belegen müßten. hier auf die Schnelle einen link mit einer Behauptung des UBAs ohne die dazugehörige Grafik einer Messstation.  https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/antarktis/die-antarktis/das-klima-der-antarktis

          Die Behauptung des UBAs lautet, dass in einem bestimmten Teil des Südpols die Erwärmung noch stärker wäre als global. Wenn Sie eine Statistik führen wollen, wer und wie oft jemand die Erwärmung der Antarktis behauptet , dann fangen Sie jetzt an und veröffentlichen Sie diese dann in einem Jahr. Erstaunlich ist, wie oft das sogenante Fachleute im Fernsehen tun, allerdings hat man dann nichts schriftlich. Man kann sich nur erinnern.

           

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