Deutschland verfehlt eigene Klimaziele deutlich – und das ist auch gut so!

Einmal mehr musste ein Noch-Mitglied der Bundesregierung, die SPD Umweltministerin Barbara Hendricks, eingestehen, dass Deutschland seine völlig unsinnigen, wissenschaftlich durch nichts gestützten CO2 Emissionsziele bis 2020 deutlich verfehlen wird. Statt geplanter und als Staatsziel aufgerufener Senkung der Emissionen um 40 % gegenüber 1990 werden es wohl nur marginale 28 % – 32 % werden, wie Hendricks klagend – anklagend, denn Schuld sind immer die anderen, auf ihrer Pressekonferenz am Mittwoch dem 11.10.17 bekanntgeben musste. Außerdem ist bekannt, dass die stärksten Absenkungen in den frühen neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erreicht wurden, was fast allein dem Zusammenbruch der Industrie der ehemaligen DDR geschuldet ist. Damit hatte Hendricks, wenn auch wohl unfreiwillig, den einzig wirksamen Pfad zur Erreichung ambitionierter Emissionssenkungsziele vorgegeben. Die geplante Herbeiführung des Zusammenbruchs weiter Teile der deutschen Industrie und auch des Verkehrs, denn die sind nach wie vor die Hauptemittenten. Doch statt sich ehrlich zu diesem seit Jahren unerbittlich voran getriebenen Vorgehen mit seinen unausweichlichen Konsequenzen zu bekennen, forderte Hendricks mehr vom selben und beklagte die Verzögerungstaktik aus den betroffenen Industrie- und Gewerkschaftskreisen, die, zu Recht einen weiteren Abbau ihrer Jobs befürchtend, sich relativ erfolgreich dagegen zur Wehr gesetzt hätten. So weit so gut.

Deutschlands Rolle bei der Senkung der CO2-Emisssionen wird zwar oft als extrem wichtig von den Grünen aller Parteien und deren Medien hervorgehoben, hält aber einer realistischen Betrachtung in keiner Weise stand. Mit nur 2,2 % der weltweiten, durch den Menschen verursachten, CO2-Emissionen, ist Deutschland fast Schlusslicht unter allen wichtigen Industrienationen. Nimmt man die gewaltigen natürlichen CO2-Emissionen hinzu, beträgt der menschliche Anteil daran insgesamt nur marginale 2 bis 4 %. Bezogen darauf schrumpft der deutsche Anteil daran auf winzige ca. 0,08 %. Da aber nur maximal die Hälfte des emittierten CO2 in der Luft verbleibt, beträgt also der gesamte deutsche Beitrag ganze 0,04 % an den globalen evtl. klimawirksamen CO2-Emissionen. Das sind in absoluten Werten 450 Mio. Tonnen (t). Bekanntlich beträgt die gegenwärtige Konzentration des Spurengases CO2 in der Luft – und nur die hat evtl. einen Einfluss auf die Temperatur – etwa 0,04 Vol %. oder 400 ppm (parts per million). In absoluten Werten sind das aktuell rd. 3.000 Gigatonnen (Gt) oder 3.000.000 Mio. t CO2. Diese steigt jährlich um 2 ppm oder 15 Gt an. Davon sind max. 450 Mio. t oder 0,45 Gt deutschen Ursprungs. Das sind nur 0,015 % oder 0,06 ppm von der Gesamtmenge CO2 in der Atmosphäre. Ob dieser deutsche Anteil nun um 10%, 20% oder 40% oder gar 100 % abgesenkt werden würde, ist für das Weltklima völlig und in jeder denkbaren Variante, so oder so, völlig irrelevant, für Deutschland als Industriestandort aber tödlich. Anders herum gilt auch: Wer da von einem wichtigen Beitrag Deutschlands an der Senkung der CO2-Emissionen redet, kann nicht nur nicht rechnen, sondern redet Unsinn oder bringt – neudeutsch – mit voller Absicht Fake News unter die Leute.