Katastro­phales Feuer-Manage­ment stürzt Kali­fornien ins Chaos

Bild: aus dem CFACT-Beitrag. Keine Quelle angegeben

Bonner Cohen
Wie Heuschreckenschwärme, die alles in ihrem Weg Liegende vertilgen, haben die Wald- und Buschbrände in Kalifornien Tod und Zerstörung in unvorstellbarem Ausmaß in den einst blühenden Weinbaugebieten und umgebenden Regionen hinterlassen.


Ohne Vorwarnung begannen die Brände, sich am Sonntag Abend, 8. Oktober, rapide auszubreiten, und bis zum Ende der Woche gab es 31 bestätigte Todesopfer, über 400 Menschen werden noch vermisst und 350 Bauten wurden zerstört. In Santa Rosa, das lange als sicher vor Waldbränden galt, gingen ganze Wohnkomplexe innerhalb von Minuten in Flammen auf. Geschätzt 60.000 Menschen waren gezwungen zu fliehen oder wurden aus den Feuergebieten evakuiert.

Alles in allem zerstörten 22 separate Brände etwa 300 Quadratmeilen Land [ca. 780 km²]. Es ist das zweittödlichste Feuer in Kalifornien seit 1923. Launen von Mutter Natur sorgten für eine Verschlimmerung der Misere. Der Diablo-Wind, ein starker, böiger und häufig im Norden Kaliforniens auftretender Wind half bei der Ausbreitung der Flächenbrände. Und während sich die Region jüngst aus einer schweren, Jahre langen Dürre erholt hat, haben die Gräser, die dank des dringend benötigten Niederschlags wieder gewachsen sind, dem Feuer geholfen, sich noch rascher zu verbreiten.

Flächenbrände und die Umwelt

Zusätzlich zu den verheerenden Verlusten von Menschenleben haben die Brände, welche wohl noch einige weitere Wochen wüten werden, auch ihren Zoll von der Wildnis und der Luftqualität gefordert. Satellitenbilder zeigen eine riesige Rauchwolke, welche sich vom zentralen Kalifornien über den Nordwesten von Nevada bis ins südliche Oregon und Idaho erstreckt. Sean Reffuse, ein Fachmann bzgl. Luftgüte an der University von California in Davis sagte, dass die Feuer 10.000 Tonnen Partikel in die Luft geblasen haben, eine führende Ursache von Dunst. Ist man einem höheren Niveau dieser Partikel in der Luft ausgesetzt, führt dies zu Atem- und Herz-Kreislauf-Problemen.

Die Ursachen für die Brände bleiben aber zunächst unbekannt. Flächenbrände waren seit jeher eine Geißel in Kalifornien und anderen Gebieten des ariden Westens. Das trockene Klima Kaliforniens ist zusammen mit starken Winden – Diablo im Norden und Santa Ana im Süden – der beste Freund eines Flächenbrandes.

Konsequenzen einer schlechten Politik

Die Region ist bewachsen mit riesigen nationalen Wäldern, welche Jahrzehnte lang mittels einer verheerenden Politik der Feuer-Unterdrückung verwaltet worden sind. In Wäldern können Waldbrände, normalerweise verursacht durch Blitze, der Weg der Natur sein, wucherndes Unterholz zu beseitigen, bevor es sich in gefährlicher Weise ausbreitet. Wenn diese relativ kleinen Brände unterdrückt werden, können Wälder zu veritablen Brandbeschleunigern werden. Selbst nach Implementierung der Healthy Forest Initiative im vorigen Jahrzehnt, also einem Gesetz, welches dem US Forest Service erlaubt, tote und kranke Bäume aus den Wäldern zu entfernen, enthalten viele von der Forstverwaltung bewirtschaftete Gebiete immer noch das Risiko, einen Flächenbrand auszulösen.

Was aber noch mehr zählt: Restriktive Flächennutzungs-Vorschriften in Städten wie San Francisco und San Jose haben die Preise für Menschen der oberen Mittelklasse, mit mittlerem oder geringerem Einkommen das Wohnen in den Nobel-Gebieten unerschwinglich gemacht. Weil sie nicht mehr in der Lage sind, die Preise in Nobel-Stadtgebieten aufzubringen, sind viele Menschen gezwungen, in entfernten Vororten zu leben, was sie näher an die Gebiete treibt, die für den Ausbruch von Bränden anfällig sind.

Flächenbrände wird es bei uns immer geben. Das hängt vom Territorium ab. Aber bei einer Politik, welche Bedingungen schafft, die Wälder einem Brand wie reife Früchte in den Schoß fallen lässt, oder wenn man Menschen zwingt, in Hochrisiko-Gebieten zu leben, dann sollte man sich nicht wundern, wenn die Katastrophe auf dem Fuße folgt.

Link: http://www.cfact.org/2017/10/16/disastrous-fire-management-wreaks-havoc-on-california/?mc_cid=3f2b47fe6c&mc_eid=1ad97dafa6

Hierzu gab es auch einen Mail-Austausch zwischen dem Vizepräsidenten des EIKE Michael Limburg und Craig Rucker von CFACT. Ruckers Antwort folgt hier als Anhang:

Im vorigen Jahrhundert gab es viel schlimmere Brände

Craig Rucker
Die in Kalifornien wütenden Brände haben zu einer herzzerreißenden Verheerung geführt. 41 Menschen verloren bislang ihr Leben, und der Schaden wird mit 3 Milliarden Dollar geschätzt.

Grüne Aktivistengruppen, die niemals eine Gelegenheit auslassen, eine „ernste Krise links liegen zu lassen“, schieben die Brände schamlos der globalen Erwärmung in die Schuhe und behaupten, dass die Brände in diesem Jahr die größten Flächen jemals verheert hätten. [Natürlich war auch die „Süddeutsche Zeitung“ sofort zur Stelle, um diesen Unsinn zu schreiben. Anm. d. Übers.]

Aber das liegt ausschließlich daran, dass das National Interagency Fire Center merkwürdigerweise – und irgendwie bequemerweise – die jährlich verbrannte Fläche nur zurück bis zum Jahr 1960 listet“, erklärt Bjørn Lomborg, Präsident des Copenhagen Consensus Center.

Aber die offiziellen historischen Daten der USA sagen etwas ganz Anderes. Man betrachte die Historische Statistik der USA – von der Kolonialzeit bis 1970. Das ergibt eine Statistik der Fläche der verbrannten Gebiete seit dem Jahr 1926 bis 1970. Um sicherzugehen, überlappen sich die Jahre von 1960 bis 1970. Es zeigt sich die gleiche Datenreihe“, kommentierte Prof. Lomborg obige Graphik.

Die Protagonisten der globalen Erwärmung wollen uns glauben machen, dass die Historie erst gestern angefangen hat. Das macht es ihnen leichter, hinsichtlich des Beginns einer Datenreihe „Rosinenpickerei“ zu betreiben, um den falschen Eindruck zu erzeugen, dass natürliche Phänomene heutzutage schlimmer sind als während der Vergangenheit. Ihre Behauptungen halten nicht einmal einer Schnell-Überprüfung stand.

Der leitende politische Analyst Bonner Cohen erinnert uns daran [siehe seinen Beitrag oben, Anm. d. Übers.], dass die Menschen in der Tat ihre Hand im Spiel hatten, als die Brände in Kalifornien schlimmer wurden, aber nicht mit dem Fahren von Autos oder den Verbrauch von Strom. Während der jüngsten Jahre gab es ein ganz mieses Wald-Management. Das Verbot, den Wäldern Brennholz zu entnehmen, hat dazu geführt, dass Wälder überwuchert sind durch tote Bäume und vertrocknetes Unterholz. Feuerschneisen sind unzureichend und die Politik der Brandbekämpfung ist unangemessen.

Stehen wir den Menschen in Kalifornien mit Wort und Tat zur Seite. Setzen wir uns ein für ein besseres Wald-Management, und sorgen wir dafür, dass wir all jene bloßstellen, welche diese Tragödie ausschlachten, nur um das Narrativ der globalen Erwärmung voranzutreiben.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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3 Kommentare

  1. Na klar, menschengemachter Klimawandel! Woanders sind es zubetonierte Flussläufe quer durch die Ortschaften, Hausbauten in Überflutungsgebieten, Siedlungen ohne Deich direkt am Meer…. alle haben nur den einen Feind: CO2, das ist an allem Schuld.

  2. … und wie es aussieht trägt der ultragrüne Gouverneur von Kalifornien, Gerry Brown, einen guten Teil Mitschuld an den Bränden.

    Die umgerissenen Stromleitungen und die an den Masten befindlichen Transformatoren scheinen durch elektrische Funken für einen großen Teil der Brandherde verantwortlich zu sein.

    Dieses Problem sollte durch ein Gesetz in 2016 angegangen werden, gegen das Brown sein Veto eingelegt hatte; es kam dadurch nicht zustande.

    http://www.mercurynews.com/2017/10/11/wine-country-fires-gov-brown-vetoed-2016-bill-aimed-at-power-line-wildfire-safety/

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