Hurrikan Irma ist NICHT der stärkste atlantische Hurrikan jemals!

Flugzeugbild im Auge von Hurrikan IRMA. Quelle:

WUWT
David Middleton
Hurrikan Irma ist wirklich übel. Es könnte der schlimmste Sturm seit 1935 sein, der auf das US-Festland trifft … Aber er ist NICHT der stärkste jemals beobachtete atlantische Hurrikan! Also … warum belügt man uns in dieser Hinsicht?


Update: Neueste Meldung – Irma ist der siebtstärkste landfallende Hurrikan seit Aufzeichnung 

Hurrikan Irma trifft als stärkster Hurrikan seit Beginn von Aufzeichnungen auf die Inseln der Karibik (hier)

Kategorie-5-Hurrikan Irma wird zum stärksten Hurrikan, der sich je im Atlantischen Ozean gebildet hat (hier)

Hurrikan Irma wird stärkster jemals beobachteter Sturm im Atlantik (hier)

Hurrikan Irma ist jetzt der stärkste atlantische Sturm seit Beginn von Aufzeichnungen.

Gerade beim Aufräumen nach dem verheerenden Hurrikan Harvey bereiten sich die USA auf einen sogar noch gefährlicheren Sturm vor – den Hurrikan Irma.

Mit einer Windgeschwindigkeit von 300 km/h gilt Irma jetzt als der stärkste Hurrikan im Atlantischen Ozean. Er ist der zweitstärkste im Atlantischen Becken, wozu der Atlantik, die Karibik und der Golf von Mexiko zählen – nach dem Hurrikan Allen im Jahre 1980, der eine maximale Windgeschwindigkeit von 305 km/h aufwies.

(…)

IFL Science!

Steht IFL vielleicht für „I FLunked”-Wissenschaft?

[Original: I FLunked” Science? I Flunked: Unübersetzbares Wortspiel. Im Schulsystem der USA gibt es nicht Noten nach Ziffern, sondern nach Buchstaben – A bis F. „F“ steht für „flunked“ = durchgefallen. Der Bedeutung nach heißt es also „Steht IFL für ,Ich habe die Wissenschaft zerschlagen‘?“ Anm. d. Übers.]

Geographie 101

Die Karibische See und der Golf von Mexiko sind Teil des Atlantischen Ozeans, genauso wie die Sargasso-See.

Karibische See, subozeanisches Becken des westlichen Atlantik, liegt zwischen 9° und 22° nördlicher Breite bzw. zwischen 89° und 60° westlicher Länge. Sie erstreckt sich etwa über 2.753.000 km². Im Süden wird sie begrenzt durch die Küsten von Venezuela, Kolombien und Panama, im Westen durch Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Belize sowie der Yucatán-Halbinsel von Mexiko. Im Norden durch die Inseln der Großen Antillen wie Kuba, Hispaniola, Jamaica und Puerto Rico. Im Osten liegen die Kleinen Antillen mit dem Inselbogen, welcher sich von den Virgin Islands im Nordosten bis nach Trinidad im Südosten vor der Küste Venezuelas erstreckt. Innerhalb der Grenzen der Karibischen See selbst liegt südlich von Kuba noch Jamaika.

Britannica

Golf von Mexiko

Der Golf von Mexiko ist ein kleinerer Teil des Atlantischen Ozeans, aber dennoch die neuntgrößte Wasserfläche der Welt.

(…)

Deepsea Waters

Die Apostrophierung von Irma als der stärkste atlantische Hurrikan jemals ist so, als ob man einen Sportler, der einmal einen Rekord erzielt hat, gleich als den Sportler mit den meisten Rekorden benennt.

Unter den 24 stärksten atlantischen Hurrikanen seit 1924 rangiert Irma derzeit an zweiter Stelle bzgl. seiner Windgeschwindigkeit:

Und hinsichtlich des tiefsten Luftdrucks an 12. Stelle neben anderen:

Der Terminus „der stärkste atlantische Sturm seit Beginn von Aufzeichnungen“ passt zum Narrativ, dem zufolge globale Erwärmung Ursache dafür ist, dass Hurrikane immer stärker werden … eine weitere Lüge.

Hurrikane nehmen nicht an Stärke zu

Die Hurrikan-Klimatologie-Website des National Hurricane Centers präsentiert eine handliche Liste von tropischen Stürmen, Hurrikanen und starken Hurrikanen im Atlantischen Becken von 1851 bis 2014. Es gibt bei Hurrikanen keinen statistisch bedeutsamen Trend, weder nach Häufigkeit noch nach Stärke.

Zwar könnte es eine irgendwie statistisch signifikante Zunahme der Anzahl tropischer Stürme (R² = 0,2274) geben, doch kann dies auch einfach eine Folge von Verbesserungen bei der Erkennung und Identifizierung von Stürmen auf See sein … Es gibt jedenfalls keinen statistisch bedeutsamen Trend der Anzahl von Hurrikanen oder starken Hurrikanen.

Es gibt auch keine statistisch bedeutsame Trends der Raten, mit denen sich tropische Stürme zu Hurrikanen oder starken Hurrikanen entwickeln:

Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden

Irma ist dicht davor, einen Rekord bzgl. Windgeschwindigkeit zu brechen. Na und?

Die Wahrscheinlichkeit pn(1), dass die n-te Beobachtung einer Reihe xm = x1, x2, …, xn einen höheren Wert hat als Beobachtungen zuvor [pn(1) = Pr(xn > xi |i < n)] kann ausgedrückt werden als:

pn(1) = 1/n

unter der Voraussetzung, dass die Werte in der Reihe iid-Zufalls-Variable sind.

(Benestad, 2003)

Während Irma eine Chance von weniger als 1% aufweist, den Windgeschwindigkeits-Rekord von Allen zu brechen, zeigt die Summe der individuellen Wahrscheinlichkeiten seit 1924, dass es an der Zeit ist, dass dieser Rekord fällt.

Die Y-Achse ist die fortlaufende Anzahl neuer Rekorde. Siehe Blatt 1 der folgenden Tabelle für erwartete Rekord-Berechnungen:

AtlanticStormTotalsTable (1)

Wie in aller Welt haben wir bloß die Mittelalterliche Warmzeit überlebt?

Falls wärmere Gewässer unvermeidlich zu stärkeren Hurrikanen führen … wie hat die Menschheit die Mittelalterliche Warmzeit überlebt? Oder die Minoische Warmzeit? Es muss im Jahr 1000 v. Chr. Jedes Jahr Hurrikane der Kategorie 9 gegeben haben!!! (/SARC)

Rekonstruktion der Wassertemperatur in der Sargasso-See (Keigwin 1996) und Große Neu-England-Hurrikane (Donnelly 2001). Quelle.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/09/07/hurricane-irma-is-not-the-most-powerful-atlantic-hurricane-ever-recorded/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentar(e)

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1

Im deutschen Staatsfernsehen wird jetzt schon eine Sendung vorbereitet, wie diese Hurricane-Saison zu interpretieren ist, nämlich kommenden Dienstag, 12. September 2017, 21.00 - 21.45 Uhr im WDR in der Sendung "Quarks und Co"
Mal sehen, was die Fantasiewelt des Ranga Yogeshwar dann wieder zu bieten hat.

Wenn der globale natürliche Wärmetrend seit dem Ende der "kleinen Eiszeit" (und der wird statistisch noch min. 200 Jahre andauern) wirklich stärkere Wirbelstürme auslösen könnte, dann müssen die Menschen vor Ort sich eben darauf einstellen, aber nicht mit Fotovoltaik+Windkraft.... 🙂

2
Dr. Klaus Sander

Zitat: " stärkster Hurrikan seit Beginn von Aufzeichnungen"
Was heißt denn das? Seit vorigem Jahr, vorigem Monat oder seit voriger Woche?

Ich habe mich jetzt mal bei Wikipedia informiert. Dort sind die Wirbelstürme im Atlantik seit 1492 mit Angabe der Quellen zusammengestellt.
http://tinyurl.com/yalbns2g

Das schlimmste Ereignis war 1780 mit 22000 Toten.

Ich habe mich auch mal über die Ursache eines Hurrikans informiert. Steigt die Meerestemperatur auf 26,5 Grad C, dann passiert es. Doch wer hat das Meer erwärmt? 2017 schrieb der Spiegel, dass Forscher unter dem Meereseis 91 Vulkane entdeckt haben.
http://tinyurl.com/ycexsou3
2008 schrieb der Spiegel, dass Forscher entdeckt haben, was sie vorher nicht vermuteten. Vulkane explodieren tief im Meer.
http://tinyurl.com/y9vnqjel
Auch wenn die dort geschrieben haben, dass das wahrscheinlich keine Ursache für Tsunamis sind, so würde ich vermuten, dass die explodierenden Vulkane im Meer zu einer Erwärmung des Meeres führen und damit sind sie wahrscheinlich doch ein wesentlicher Teil der Ursache. Zumindest ist es nicht menschengemacht. Die Natur macht mehr als der Mensch.

3

> Was heißt denn das? Seit vorigem Jahr, vorigem Monat oder seit voriger Woche?
Die NOAA hat durchgehende Datenreihen seit ca. 1850. Diese sind als HURDAT (gibts auch einen WIKI-Artikel dazu) bekannt

> Das schlimmste Ereignis war 1780 mit 22000 Toten.
Da es früher keine entsprechende Beobachtung gab und damit auch keine Vorwarnzeit existiert waren die früheren Hurricans (bei gleicher stärke) für die Bevölkerung tödlicher.

> Doch wer hat das Meer erwärmt? 2017 schrieb der Spiegel, dass Forscher unter dem Meereseis 91 Vulkane entdeckt haben.
http://tinyurl.com/ycexsou3
2008 schrieb der Spiegel, dass Forscher entdeckt haben, was sie vorher nicht vermuteten. Vulkane explodieren tief im Meer.
http://tinyurl.com/y9vnqjel

Sie nehmen doch jetzt wirklich nicht an das die Unterseevulkane eine mehr als minimalen Einfluss auf die Meertemperatur in der Golf-Region leistenß
Vor allem wenn diese Vulkane in Polaren Regionen liegen?

> so würde ich vermuten, dass die explodierenden Vulkane im Meer zu einer Erwärmung des Meeres führen und damit sind sie wahrscheinlich doch ein wesentlicher Teil der Ursache.
> Zumindest ist es nicht menschengemacht. Die Natur macht mehr als der Mensch.

Sie vermuten das eine und schließen damit alle anderen Faktoren (primär den Menschen) aus.
Hmm. Es wäre evtl. gut wenn Sie sich noch tiefer in die Materie einarbeiten würden um z.B. die Energiemengen dieser Vulkane abschätzen zu können um damit das Erwärmungspotential 10.000km weiter in der Golf-Region bestimmen würden.

4
Dr. Klaus Sander

1. Der erste Satz war als kleiner Witz gedacht. Warum? Es wird immer über "seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen" geredet. Dass öfter die Messverfahren geändert wurden, wird dabei weggelassen. Deshalb hat sich 2007 ein Klimaforscher in einer Zeitschrift entschuldigt. Durch diese Änderungen ist es zu einem Temperaturanstieg gekommen, aber nur statistisch. Deshalb müsste man immer sagen, auf welchen Zeitpunkt sich Aussagen beziehen. Die Daten für Hurrikans wurden auch schon viel früher erfasst.

2. Unabhängig davon, ob jemand vorgewarnt wird oder nicht , 22.0000 Tote sind ein extremes Ereignis. Aber auch damals gab es bestimmt Vorwarnungen, weil das Wetterereignisse sind, die alle paar Jahre, manchmal auch im Folgejahr, auftreten.

3. Meeresvulkane heizen das Meer nicht auf. Das Meerwasser wird sich jedoch erwärmen. Das führt zu Änderungen der Meeresströmungen. Damit reichen schon geringe Änderungen aus. Wenn Meeresströmungen Ursache für Hurrikans sind, warum sollte das an der Stelle keinen Einfluß haben.

4. Ich entscheide nicht einfach so, ob A oder B richtig oder falsch ist und schließe damit nicht bestimmte Dinge einfach so aus. Ich informiere mich auch über Nebeneffekte und denke darüber nach.

Aber warum soll der Mensch den Klimawandel mit Beginn der Industrialisierung verursacht haben. Das CO2 ist zwar etwas angestiegen, aber warum schaffen wir es in den Industrieländern auf 3900 ppm CO2 und in Afrika, Brasilien, Peru usw. auf 500 ppm. Haben die mehr Dieselautos, Kohlekraftwerke usw. als wir? Und wie schaffen es die Industrieländer oder auch Afrika, das CO2 über dem gesamten Meeresspiegel im Norden extrem zu erhöhen. Der Mensch wird es wohl kaum schaffen Wind in Richtung Norden umzudrehen. Der Mensch schafft es nicht mal annähernd auf die CO2-Mengen der Natur.

5
Dr. Klaus Sander

peinlicher Fehler, ich habe mich vertippt und den Fehler nicht gesehen:
"warum schaffen wir es in den Industrieländern auf 3900 ppm CO2 und in Afrika, Brasilien, Peru usw. auf 500 ppm. "

Das war eine 0 zuviel. Es sollte nicht 3900 sondern 390 ppm heißen.