Wie man Klima-Skepti­zismus zu offi­zieller [US-]Bundes­politik macht

Bild: CFACT

David Wojick, Ph.D.
Die Veröffentlichung eines Sonderberichtes zu Klimawissenschaft (CSSR) in der New York Times (NYT) hat zu beträchtlichen Diskussionen geführt. Die NYT wirft die Frage auf, ob der heftig alarmistische CSSR von der skeptischen Trump-Regierung blockiert werde könnte, vielleicht von Trump selbst.


Zwar ist es sicher eine Möglichkeit, den Bericht zu blockieren, jedoch ist es weitaus besser, wenn die Regierungsamtlichen den CSSR heranziehen für einen Praxistest des Red Teams. Der alarmistische CSSR kann nicht zurück in die politische Flasche gestopft werden. Aber er wäre das perfekte Objekt für Kritik, und zwar genau wegen seiner radikal alarmistischen Natur. Am Wichtigsten wäre es aber, dass diese Kritik amtlich wäre, was Klima-Skeptizismus amtlich macht.

In Wirklichkeit verleiht der CSSR einem „sehr hohen Vertrauen“ Ausdruck in Behauptungen, die tatsächlich hoch kontrovers sind. Falls die Arbeit des Red Teams erfolgreich ist und diese Statements „hohen Vertrauens“ korrigiert, wird die Debatte um den realen Klimawandel voll und ganz in den Politik-Mix der [US-]Bundesregierung Eingang finden, wo sie mit Sicherheit auch hingehört.

Der CSSR stellt seine alarmistischen Schlussfolgerungen gleich an den Anfang in der Executive Summary, welche alles ist, was die meisten Menschen lesen. Die Leitautorin Katharine Hayhoe fasst diesen Alarmismus hübsch zusammen:

Er ist real!

Wir sind es!

Es ist ernst!

Und das Zeitfenster zur Verhinderung gefährlicher Auswirkungen schließt sich schnell!“

Ein gutes Red Team könnte es leicht amtlich machen, dass diese Behauptungen im besten Fall spekulativ sind. Dass es während der letzten 100 Jahre eine gewisse Erwärmung gegeben hat, ist möglich, aber Satellitenmessungen der letzten 40 Jahre haben gezeigt, dass diese gering war. Dass diese Erwärmung in irgendeiner Form menschlichen Aktivitäten geschuldet ist und wie stark, wenn überhaupt, ist höchst kontrovers. Dass es ernst ist, wird weit verbreitet angezweifelt, und es gibt keinen Grund irgendeiner Art zu glauben, dass sich irgendein präventives Fenster schließt oder dass es überhaupt etwas gibt, das verhindert werden muss. Dieses Fenster-Gerede ist wiederkehrende politische Rhetorik und keine Wissenschaft.

Die Vertrauensniveaus im CSSR mit hohem und sehr hohem Vertrauen sind lediglich die bloßen Angaben der Verzerrungen (biases) der Autoren. Angesichts der Tatsache, dass diese Leute eindeutig Alarmisten sind, sind diese Angaben wissenschaftlich irrelevant. Es wäre viel genauer, wenn man „sehr hohes Vertrauen“ ersetzen würde durch „wir glauben das wirklich“ und „hohes Vertrauen“ durch „wir glauben das“. Dann wäre klargestellt, dass es sich hier um nichts weiter als ein paar Aussagen über alarmistischen Meinungen sind seitens einer Handvoll sorgfältig ausgewählter Personen.

Ein Red Team sollte keine Schwierigkeiten haben darauf hinzuweisen, dass diese Statements bzgl. hohen Vertrauens in Wirklichkeit hoch kontrovers sind. Einen solchen Widerspruch amtlich zu machen würde auf einem langen Weg dazu führen, die Politik auf das richtige Gleis zu bringen. Gleis bedeutet, dass die wissenschaftliche Debatte sehr real und weit davon entfernt ist, vorüber zu sein. Im Besonderen sind drakonische Maßnahmen wie hohe Kohlenstoff-Steuern und erzwungene Änderungen des Lebensstils einfach nicht gerechtfertigt.

Das Red Team muss nicht einmal etwas Neues sagen. Tatsächlich gibt es viele herausragende Beispiele, auf welche das Red Team hinweisen könnte, wie z. B. das Video „Climate Hustle” von CFACT. Es geht ganz einfach darum, es skeptischen Wissenschaftlern zu ermöglichen, klar die Fehler im CSSR zu benennen, und es gibt sehr viele Personen, die genau das tun können. Natürlich wird der Bericht des Red Teams ziemlich fachlich ausfallen, während sogar Kinder Climate Hustle verstehen können. Die Methode ist aber die gleiche.

Der entscheidende Unterschied zwischen Climate Hustle und einem Red-Team-Report ist, dass dieser Report amtlich wäre. Gegenwärtig gibt es kein einziges amtliches wissenschaftliches Statement bzgl. Skeptizismus hinsichtlich es Klimawandels. Das ist eine riesige Lücke , die gut gefüllt werden muss. Im Gegensatz dazu gibt es eine ganze Reihe amtlicher Berichte, welche dem Alarmismus huldigen, vor allem die National Climate Assessments aus der Obama-Ära. Der CSSR ist lediglich der jüngste dieser amtlichen alarmistischen Reports, geschrieben von Obama-Gefolgsleuten.

Eine amtliche Kritik des Red Teams des CSSR wird dieser schlagseitigen Lage einen guten Schuss Ausgeglichenheit zufügen. Es wird etwas sein, auf das Politiker verweisen und auf dieser Grundlage auch Entscheidungen treffen können.

Es besteht keine Notwendigkeit, neues wissenschaftliches Territorium zu betreten. Es geht lediglich darum, eindeutig auszusprechen, was bereits bekannt ist. Skeptizismus ist ordentliche Wissenschaft.

Link: http://www.cfact.org/2017/08/31/how-to-make-climate-skepticism-official-federal-policy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentar(e)

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1

Off topic: Es war doch hier ein Artikel eines schweizer Physikers veröffentlicht. Der ist jetzt verschwunden. Was ist los damit?

2

Er genügte in einigen Teilen nicht den Anforderungen an den Inhalt die wir stellen und brachte einiges durcheinander. Deswegen haben wir ihn wieder rausgenommen.

3

Das Internet hat nicht vergessen dass der von EIKE erzeugte Link nach x-Männchen-art _entsorgt_ wurde,
- google.de/search?q=Physiker+empirische+Daten+Treibhaus­theorie+Hirngespinst
Mancher Re-Blogger zitiert bereits und die Qoogle Borg haben das EIKE Original im Cache, zum Abrufen mit:
- webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:
und dahinter den EIKE Link anfügen.

OT: wurde Dr. Allmendinger schon als Gastredner zur nächsten IKEK eingeladen; was wäre denn an einer anti-klimareligiösen Interpretation der empirischen Resultate evtl. ketzerisch für EIKE?

4

Gott sei Dank - dann muß ich keinen Kommentar dazu verfassen...

5

O.K. dann war ich ja nicht alleine damit, den das Lesen des Artikels etwas verwirrt hat.