Freier Handel für euch, aber nicht für mich

Bild: Aus dem Beitrag. Keine Quelle angegeben.

Paul Driessen
„Niemand möchte etwas kaufen, das mittels Ausbeutung Anderer hergestellt worden ist“ liebt der Mitbegründer von Fair Trade Jerry Greenfield uns zu sagen. Hoffen wir, dass er kein Elektroauto fährt, sich keines Labtops oder Smartphones bedient und sich nicht auf Wind- und Solarenergie stützt.


Wir werden unablässig bombardiert mit Slogans und Belehrungen über fairen Handel, Menschenrechte, Nachhaltigkeit, Umwelt- und soziale Gerechtigkeit, kleine Leute gegen Große Unternehmen. Viele dieser subjektiven Schlagwörter reflektieren die Perspektiven und Agenden der politischen Linken und zielen darauf ab, jene Weltanschauungen zu verbreiten und Diskussionen darüber abzuwürgen. Aber die meisten ihrer sich bekennenden Anhänger schauen niemals unter die Oberfläche der Dinge, die sie selbst kaufen. Tatsächlich hätten sie keinerlei Standards, falls sie keine Doppel-Standards haben.

Man stelle sich einfach mal vor, was ein Elektrofahrzeug zum Kostenpunkt 35.000 bis 150.000 Dollar kosten würde, falls man „Fair Trade“-Metalle verbaut hätte. Wie teuer der schon jetzt kostspielige Wind- und Solarstrom wäre, falls die Hersteller „Fair Trade“-Standards folgen müssten, die vollen humanen und umweltlichen Kosten tragen müssten in Verbindung mit dessen Komponenten, und wenn sie den Arbeitern die source-country equivalents von „Fight $15“-Löhnen zahlen müssten. Was aber eine noch größere Herausforderung ist:

Was wäre, falls Wind-, Solar- und EV-Systeme dem „Vorsorgeprinzip“ folgen müssten – welchem zufolge ein Produkt nicht gehandelt werden darf, bis deren Promoter nachweisen können, dass ihre Technologien niemals Menschen oder die Umwelt schädigen?

Die Fair Trade et cetera-Vorschriften werden schon jetzt mit eiserner Faust gegen nicht-erneuerbare Produkte durchzusetzen versucht, und zwar seitens Gesetzgebern, Politikern, Nachrichtenmedien und erbosten College-Studenten. Zumeist sind es ausschließlich die von den Progressiven Linken bevorzugten, vermeintlich erneuerbaren und ökofreundlichen Energie-„Alternativen“ und Spielzeuge, die von allen Auflagen befreit sind.

ExxonMobile wurde im Jahre 2009 zu einer Geldstrafe von 600.000 Dollar verurteilt wegen des Todes von 85 Zugvögeln, die in offenen Ölabfall-Stellen landeten. Man vergleiche diese rund 7000 Dollar pro Vogel mit den minimalen oder Null-Strafen, welche Unternehmen von Big Wind für 85.000 tote Adler und 8,5 Millionen geschredderte [sliced and diced] andere Vögel und Fledermäuse während der letzten Jahre zahlen mussten. (Dies sind künstliche Lizenz-Zahlen, liegen aber sehr eng bei der Wirklichkeit [close to the mark {unbedingt mal anklicken! Anm. d. Übers.}]).

Die Lasst-es-im-Boden-Kampagnen gegen Öl, Gas und Kohle; die Bewegung zur Ausgrenzung fossiler Treibstoffe [fossil fuel divestment movement] an Hochschulen; das anti-Israel Boycott Divestment and Sanctions (BDS)-Gesindel; die unaufhörlichen Klagen und Kampagnen von EarthJustice, Greenpeace und World Wildlife Fund gegen Bergbau ignorieren all das und noch mehr.

Unmittelbar unter der Oberfläche von Smartphones, EVs, Computern, Wind-, Solar- und anderen Technologien befinden sich einige schockierende und unbequeme Wahrheiten. Diese Erzeugnisse bestehen nicht aus Elfenstaub oder Rohmaterialien, welche vom Raumschiff Enterprise herunter gebeamt worden sind. Alle erfordern Lithium, Seltene Erden, Eisen, Kupfer, Silizium, Petroleum sowie viele andere Materialien, welche aus der Erde gebuddelt werden müssen, was menschliche Arbeitskraft oder fossile Treibstoffe erfordert.

Petroleum allein ist die Grundlage für etwa 6000 Produkte neben Treibstoffen: Gemälde, Plastik, Pharmazeutika, Kosmetikartikel und vieles mehr. Lithium ist unabdingbar in Computern und EV-Batterien, Neodym in den NdFeB Generator-Magneten in Windturbinen, Cadmium in Solarpaneelen, auf Petroleum basierende Kunstharze in den Rotorblättern.

Die große Mehrheit dieser Mineralien und Metalle könnte möglicherweise in ökonomisch wiederherstellbaren oder sogar Weltklasse-Lagerstätten in den USA gefunden werden. Allerdings sind bekannte Lagerstätten mit Abgaben belegt, geregelt und juristisch in Vergessenheit geurteilt worden, während exzellente Möglichkeiten in westlichen Gebieten und Alaska durch den Kongress, durch Gerichte, Aktivisten und Gesetze unzugänglich gemacht wurden. Wir dürfen nicht einmal hinschauen.

Dies hat Bergbau-Unternehmen gezwungen, sich in Übersee umzusehen. Mit wenigen Ausnahmen zahlen amerikanische, kanadische, europäische und australische Unternehmen gute Löhne, begleitet durch Gesundheits- und Umweltvorschriften. Sie investieren stark in lokale Schulen, Büchereien, Krankenhäuser sowie Wasser-, Entwässerungs- und Stromsysteme. Aber sie werden immer noch an den Pranger gestellt durch radikale Gruppen in Peru, Guatemala und anderswo.

Roy Innis, Vorsitzender des Congress of Racial Equality [Kongress für Rassengleichheit] brachte es perfekt auf den Punkt, als er den WWF ob dessen brutaler Kampagne gegen eine geplante Mine in Madagaskar verurteilte.

„Diese Feinde der Armen gerieren sich als ,Bewahrer‘, welche eingeborene Völker und Dörfer ,erhalten‘ wollen“, beobachtete Mr. Innis. „Sie berücksichtigen niemals, was die wirklichen Bewahrer wollen – also die Menschen, welche tatsächlich in diesen verarmten Gemeinden leben und leben müssen mit den Konsequenzen schädlicher Kampagnen, welche auf der ganzen Welt losgetreten werden, was deren Möglichkeiten, Hoffnungen und Träume blockiert“.

Diese gut finanzierten, selbstgerechten Anti-Bergbau-Übergriffe hinterlassen Dorfbewohner zu oft in Arbeitslosigkeit und Armut, und die Welt bleibt abhängig von schäbigen, staatlich betriebenen Operationen wie die Minen Seltener Erden und Verarbeitungsstätten in Baotou, der Inneren Mongolei sowie von lokal betriebenen, oftmals illegalen „Kleinst“-Minen in Afrika und Asien. Die Umweltzerstörungen und die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit im Zusammenhang mit diesen Operationen sind horrend.

In den Gebieten nördlich von Baotou befinden sich 70% der globalen nachgewiesenen Reserven seltener Mineralien (REMs). Einst war dieses Gebiet produktives Ackerland. Aber wie Australia News, Business Insider, ABC News, der Guardian in UK, die BBC, die Daily Mail, und Andere dokumentiert haben, gibt es jetzt dort nur noch riesige tote Landflächen, auf denen gar nichts mehr wächst.

Erze werden extrahiert mittels Einleitung von Säure in den Boden, dann mittels weiterer Säuren und Chemikalien weiter verarbeitet. Eine Tonne REM setzen bis zu 420.000 Kubikfuß Gase, 2600 Kubikfuß Abwasser und 1 Tonne anderer Abfallstoffe frei – allesamt sauer, giftig und radioaktiv. Der daraus resultierende Schlamm – voller Säuren, Schwermetalle, Karzinogenen und anderer Materialien – wird in etwas geleitet, was zu einem faulen, stinkenden „See“ mit einem Durchmesser von sechs Meilen [ca. 10 km!!] geworden ist, bar jeden Lebens. Deren giftige Komponenten sickern in das Grundwasser und gelangen dann in den Gelben Fluss, welcher eine wichtige Quelle für Trinkwasser und zur Bewässerung für große Gebiete in Nordchina ist.

Bergleute und andere Arbeiter schuften bis zu 16 Stunden für ein paar Yuan oder Dollars unter Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltbedingungen, welche sehr wahrscheinlich in den USA, in UK und Europa schon vor einem Jahrhundert unerträglich waren. Schmutzige Verarbeitungswerke werden kaum oder gar nicht gewartet, es wird nie regelmäßig gereinigt oder repariert. Arbeiter und Anwohner leiden unter, Lungen-, Herz- und Darmkrankheiten, unter Osteoporose und Krebs, und zwar mit viel höheren Raten als vor Beginn des Bergbaus beobachtet und auch viel höheren Raten als in anderen Teilen des Middle Kingdom.

Inzwischen erzeugt Kongo in Afrika 60% des Kobalt-Lithium-Erzes der Welt. Über 70.000 Tonnen pro Jahr gehen mittels der Congo DongFang International Mining Company an Hersteller in China. Ganze Familien – einschließlich Kinder, teils schon im Alter von vier Jahren – schuften von morgens bis abends für einen oder zwei Dollar pro Tag, damit sich Kunden an Smartphones, Computer und Elektrofahrzeuge sowie anderen Geräten erfreuen können.

Generell ohne Genehmigungen, Gesundheits- und Sicherheitsstandards oder Rücksicht auf die Umwelt graben Eltern und Kinder mit Hacken, Schaufeln, Eimern und Säcken tiefe Löcher und große Gruben auf der Suche nach wertvollen Erzen. Einstürze und Schlammlawinen sind ein stets präsentes Risiko. Abhängig vom Wetter arbeiten sie in Staub oder Moorboden, wobei sie sich gefährliche Mengen von Kobalt, Blei, Uran und andere Schwermetalle in ihrem Gewebe, ihrem Blut und anderen Organen einfangen.

Handschuhe, Gesichtsmasken, Schutzkleidung und Duschen zum Abwaschen des giftigen Drecks am Ende des Tages sind ebenfalls nirgends vorhanden. Gebrochene Knochen, Erstickungen, Blut- und Atemwegserkrankungen, Geburtsschäden, Krebs und Paralyse sind allgegenwärtig. Dies berichten übereinstimmend der Guardian, die Washington Post, NPR und Menschenrechtsgruppen.

Vielleicht sind diese Übel besser als Prostitution von Müttern und Töchtern, als Drogenhandel und Verbrecherbanden von Vätern und Söhnen, oder Hunger und Tod für ganze Familien. Aber mit Sicherheit stinkt das nach Ausbeutung.

Wo sind die Rufe nach Gerechtigkeit einschlägiger Gruppen? Wo sind die Studentenproteste, Sit-Ins und Boykottaufrufe gegen Nokia, Samsung, Apple, Lenovo, Tesla, Vestas und Trina Solar? Wo sind die Forderungen, dass sich College-Stiftungen und Lehrer-Pensionsfonds von diesen Unternehmen abgrenzen? Wo sind die wütenden Studenten-Protestzüge in den USA und der EU zur Unterstützung der Arbeiter in Baotou und Peking?

Wo sind die Rufe, staatlich gelenkte und kleine Bergbau-Operationen zu ersetzen durch sozial und umweltlich verantwortungsbewusste westliche Bergbauunternehmen? Wo sind Ausgleichszahlungen des WWF an arme Dorfbewohner für die Löhne, den Strom, sauberes Wasser und verbesserte Lebensstandards, die sie haben könnten?

Bei Umweltpolitik geht es nicht einfach nur um Doppel-Standards. Egal wie Greenpeace oder der Sierra Club diese verzuckern oder verstecken – radikale grüne Politik und Kampagnen sind ungerecht, unethisch, unmenschlich, imperialistisch und rassistisch.

Es ist an der Zeit, Lebensstandards und Prinzipien der Umweltgerechtigkeit auch auf die Anti-Bergbau-, Anti-Menschen-Campaigner anzuwenden. Ihr Ziel ist es, die Dritte Welt in Armut zu halten, und das ist nicht hinnehmbar.

Link: http://www.cfact.org/2017/08/24/fair-trade-for-thee-but-not-for-me/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Ein Kommentar

  1. Erschütternde Bilanz der WKA-Mordmaschinen gegen die fliegende Fauna!
    In China unter Mao führten in der Mitte des letzten Jahrhunderts eine Reihe unsinniger, von der kommunistischen Führung angeordneter Kampagnen, auch regelmäßig in Katastrophen:
    „Alle Chinesen können schwimmen!“ ließ die überzeugten Genossen in Seen und Flüssen damals massenweise ertrinken, weil sie nicht Schwimmen gelernt hatten.
    „Wir bekämpfen Vögel, die unser Land mit ihrem Kot verschmutzen und unsere Reis-und Hirse-Ernten fressen, solange mit Lärm, bis sie tot von den Bäumen fallen!“,
    was logischerweise eine Insektenplage biblischen Ausmaßes verursachte, weil die Fressfeinde der Fliegen, Mücken, Heuschrecken usw. umgebracht wurden.
    Man darf sicher davon ausgehen, dass z.B. die bis heute nicht ansatzweise geordnete Entsorgung von WKA und Batterien von „alternativlosen“ Elektrofahrzeugen am Ende ihrer Nutzungsdauer für deren Eigentümer einige unerwartete und kostspielige Überraschungen bereithält. Dass die Batterien bis dahin naturgemäß immer weniger Energie speichern können, wissen wohl auch die wenigsten; nach spätestens 8 Jahren ist der Austausch fällig.
    Und dass die Masse der Verbraucher wieder wie bisher, für die daraus entstehenden Folgekosten der grünen Energiewende aufkommen muss, ist absehbar. Schöne neue Welt des planmäßigen Irrsinns!

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