Das Trump’sche Energiezeitalter

Braunkohlebagger Bild Rike / pixelio.de

Permanentes Trump-Bashing ist ein Muss! Jedenfalls für alle deutschen Medien, egal welcher Couleur. Egal was Präsident Trump sagt oder nicht sagt, egal was er tut oder nicht tut, es ist immer falsch und muss öffentlich ausführlichst gegeißelt werden. Offenbar können sich die Medienschaffenden nicht damit abfinden, dass Präsident Trump sich keinen Deut um ihre Meinung und negativen Berichte über ihn schert. Nun ist es keineswegs so, dass wir alles gut und richtig finden, was dieser Präsident sagt oder tut. Doch wäre er dann der erste Präsident, wenn nicht der erste Mensch überhaupt, dem dies gelänge. Doch dass es mit der Berichterstattung auch anders geht, wenn man objektiv berichten will, beweist unser Autor Klaus Humpich, gerade von einer USA Reise zurückgekehrt. Lesen Sie selbst!


Wenn man nach einigen Wochen USA wieder zurück ist und das Zwangsgebühren-Fernsehen einschaltet, glaubt man Nachrichten von einem anderen Stern zu sehen. Jedenfalls ist Washington ferner, als einst Bonn für “Aktuelle Kamera” und den “Schwarzen Kanal” gewesen sind. Es ist deshalb dringend zu raten, sich etwas näher mit der Energiepolitik der USA zu beschäftigen.

Was will Trump?

Hier wird immer noch von einer “Unberechenbarkeit des POTUS (President Of The United States)” geschwafelt. Die Wirklichkeit ist anders: Für deutsche Verhältnisse offensichtlich unbegreiflich, handelt es sich bei Trump um einen Mann – die Bezeichnung Politiker wird an dieser Stelle bewußt nicht verwendet – der das ausspricht, was er denkt und es anschließend auch umsetzt. Wer die unzähligen Wahlkampfauftritte aufmerksam verfolgt hat, ist von keinem seiner Schritte überrascht.

Trump ist kein Politiker und er wird wahrscheinlich auch nie einer werden, weil er es gar nicht sein will. Er ist ein Vollblut-Unternehmer in des Wortes ursprünglicher Bedeutung. Der Kosmos “Washington” ist ihm so fremd und so zuwider, daß er nur noch vom Sumpf spricht. Getreu seinem Vorbild Ronald Reagan: Der Staat ist nicht die Lösung, der Staat ist das Problem. Bezeichnenderweise wird genau dieser Präsident bis zum heutigen Tage in Deutschland gern als Schauspieler verunglimpft. Anders in den USA: Dort wird er – unabhängig von der Parteizugehörigkeit – inzwischen zu den zehn besten Präsidenten gezählt, die es je in der Geschichte der USA gegeben hat. Freilich gemessen an ihren Taten und nicht an irgendeinem Geschwafel aus den Lehrbüchern der “politischen Wissenschaften”. Obama war der Prototyp des Schönsprechers schlechthin. Er hat diesen Stil soweit auf die Spitze getrieben, bis er sogar farbige Wähler, Minderheiten und vor allem die sogenannte Arbeiterschaft (die traditionelle Wählerschaft der Demokraten) in das Trump’sche Lager getrieben hat.

Trump ist Patriot. Das kann man mögen oder nicht. Er wurde in Schule und Elternhaus so erzogen und er ist von der Kraft der Bibel und der Verfassung zutiefst überzeugt und kann aus beiden auswendig zitieren. Wer glaubt, >>America first again<< sei nur ein flotter Spruch einer Wahlkampfagentur gewesen, hat diesen Mann und seine Anhängerschaft in keiner Weise verstanden. Ganz im Gegenteil: Das gesamte Trumplager ist geradezu beseelt von dem Gedanken, die USA wieder großartig zu machen und sie haben auch ganz klare Vorstellungen wohin die Reise gehen soll: Mehr Wohlstand, mehr Freiheit und Verantwortung für den Einzelnen und größere Stärke nach außen, um diese Werte jederzeit verteidigen zu können – ein Frontalangriff auf jede linke Ideologie.

Wer sich hier der Illusion hingibt, ein paar “Kulturschaffende” oder gewalttätige “Antifanten” könnten den personifizierten linken Albtraum bald vertreiben, wird sich täuschen: Hält Trump Kurs, wird er mit überwältigender Mehrheit wieder gewählt werden und der “American way of live” wird wieder einmal für viele zum Vorbild werden. Wie zielstrebig und hartnäckig der “Baulöwe” ist, hat er bereits in seinem bisherigen Leben unter Beweis gestellt: Jedes seiner Bauprojekte war umstritten und von vielen “Experten” als undurchführbar erklärt worden. Gleichzeitig liegt aber in seinem Erfolg auch sein persönliches Risiko: Er könnte Opfer – wie Ronald Reagan – eines Attentats werden.

Der Stellenwert der Energie im Trump’schen Plan

Trump weiß, daß Energie die wirtschaftliche Schlüsselgröße ist: Mit Energie geht alles, ohne (preiswerte) Energie geht nichts. Er hat deshalb sofort mit der Entfesselung begonnen. Bereits in der Übergangszeit zwischen seiner Wahl und seinem Amtsantritt hat er zahlreiche Dekrete unterschriftsreif ausgearbeitet und diese ohne zu zögern bei Amtsantritt in Umlauf gebracht. Diejenigen in der Industrie, die ihm schon vorher aufmerksam zugehört hatten, haben sich parallel auf das zu erwartende vorbereitet. Die “Energieexperten” in Deutschland reiben sich noch heute die Augen, warum Benzin und Diesel plötzlich wieder rund 50 Eurocent in den USA kostet. Geschweige, begreifen sie auch nur annähernd die Konsequenzen. Sie verharren lieber weiter in ihrer Traumwelt aus Wind, Sonne und Elektroautos.

Wenn man Wohlstand will, muß man Arbeitsplätze gestatten. Für Arbeitsplätze braucht man ein nachgefragtes Produkt. Sich gegenseitig die Haare zu schneiden – wie es mal ein in Ungnade gefallener SPD-Politiker treffend formuliert hat – oder staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, bringen gar nichts. Öl, Gas und Kohle werden überall auf der Welt zu kalkulierbaren Preisen nachgefragt. Amerika hat sie in unvorstellbaren Mengen. Man muß nur Förderung, Abbau und Handel gestatten.

Wie einfach “Wirtschaftswunder” geht, kann man im gesamten Süden der USA beobachten. Mit den Bohrtürmen, Pipelines und Tanklagern kommen die Arbeiter, die so etwas bauen. Diese brauchen aber Essen und Unterkunft. Es entstehen überall Motels und Restaurants. Diese wiederum müssen gebaut und renoviert werden, was das lokale Handwerk fördert. Aus Dörfern werden Kleinstädte – wie einst im Ölboom der 1920er Jahre. Es folgen die Familien, die Schulen und Kindergärten etc.

Und die Löhne steigen. Ganz ohne Gewerkschaftsfunktionäre, sondern durch Nachfrage. Sicheres Anzeichen dafür, sind heute schon die Schilder am Straßenrand: Wir stellen sofort ein. Üblich sind für einen LKW-Fahrer im Ölgeschäft 1.500 bis 2.000 Dollar – pro normaler Arbeitswoche. Wer bereit ist, auch nachts und am Wochenende (Zuschläge) zu fahren, auf Urlaub verzichtet, kommt auf bis zu 200.000 Dollar Jahreseinkommen. Wohlgemerkt als LKW-Fahrer. Bei Steuern und Sozialabgaben, die davon sogar etwas übrig lassen. Viele ziehen das einige Jahre durch und haben dann ein schuldenfreies Eigenheim. Man sieht auch immer mehr Frauen im Transportsektor. Sie verdienen halt mehr, als eine Friseuse oder Kindergärtnerin. Gleichberechtigung auf Kapitalismusart, ganz ohne Gendergedöns.

Wie wurde der Ölboom möglich?

Fachleuten war schon immer klar, daß die Ölvorräte (bezogen auf die heutigen Förderraten) nach menschlichen Maßstäben schier unerschöpflich sind. Alles nur eine Frage der Fördermethoden und der aktuellen Preise. Akzeptiert man das, ist es nur ein kleiner Schritt, Förderbeschränkungen und Handelsschranken abzuschaffen. Befreit man sich erst einmal von Irrlehren wie “Peak Oil”, “Klimakatastrophe” und dem Försterspruch von der “Nachhaltigkeit”, geht alles ganz schnell.

Trump brauchte nur die diversen Bohr- und Förderschikanen aus der Obamazeit außer Kraft setzen und schon wurde wieder gebohrt. Je mehr gebohrt wird, um so mehr wird in die Technik investiert und um so billiger werden die Bohrungen. Selbst Fachleute sind über den Preisverfall erstaunt. Je billiger das Öl wird, um so mehr steigt die Förderung. Hinter diesem vermeintlichen Widerspruch steht einfach die unsichtbare Hand des Marktes. Ökonomisch betrachtet, besteht kein Unterschied zwischen Computern und Öl.

Das Öl muß aber noch zum Verbraucher. Pipelines sind nach wie vor die günstigste und sicherste Methode. Trump hat per Federstrich die Verbote von Obama außer Kraft gesetzt. Schon flossen die Milliarden in diesen Sektor. Über die fadenscheinigen Gefahren für die Umwelt, wird man in einigen Jahren nur noch schmunzeln, wenn man sich überhaupt noch daran erinnert.

Je mehr Öl und Ölprodukte exportiert werden, je geringer werden die Inlandspreise. Seit den 1970er Ölkrisen gab es gravierende Exportbeschränkungen in den USA. Getreu der Lehre vom “peak oil”mußte mit dem kostbaren Saft sparsam umgegangen werden. Öl und insbesondere Gas ist aber wertlos, so lange es nicht vom Bohrloch zum Verbraucher gelangen kann. Je schlechter die Transportkette ist, um so höher sind die Abschläge für den Förderer. Dies führte dazu, daß die Ölpreise in den Weiten der USA weit unter den Weltmarktpreisen lagen. Kein Anreiz für Investoren. Es wurden lieber Raffinerien an der Küste gebaut und teures Importöl verwendet. Je mehr die Exportbeschränkungen gelockert wurden, um so mehr stieg die Nachfrage an. Es trat das ein, was viele jahrelang bestritten haben: Die Preise an den Tankstellen sanken, denn plötzlich gab es Inlandsöl zu Weltmarktpreisen. Durch die Skaleneffekte sanken die Produktionskosten. Viel schneller, als sich Saudi Arabien etc. vorstellen konnten.

Der Gassektor

Ausgelöst durch die technische Entwicklung von Bohr- und Fördertechnik für Schiefergas – hier als “fracking” bezeichnet – gab es plötzlich Erdgas im Überfluß. Die Preise fielen gewaltig. Die Technik wurde schnell auf die Ölförderung übertragen. Zum Überdruss tritt aber selten Gas und Öl alleine auf. Zumeist kommt aus jeder Ölquelle auch Begleitgas und aus jeder Gasquelle zumindest auch Kondensat (damit wird Rohöl besonders dünner Konsistenz bezeichnet). Plötzlich hatte man auch – insbesondere in den Ölfördergebieten des Permian-Basin und Bakken – Erdgas im Überfluss. Es mußten schnellstens Pipelines gebaut und zusätzliche Nachfrage geschaffen werden. Übergangsweise blieb nur das Verfeuern in Gaskraftwerken, was die Sektoren Kohle und Kernenergie (vorübergehend) kräftig durcheinander brachte.

Inzwischen baut man riesige Gasverflüssigungsanlagen und eine ganze Tankerflotte. Ziel ist es, sich die weitaus höheren Weltmarktpreise für Erdgas zu erschließen. Durch die steigenden Inlandspreise kann man die Förderung weiter ankurbeln und die anderen Energiesektoren wieder weiterentwickeln.

Kohle

Die USA sind (auch noch) ein Kohlenland. Sie verfügen über riesige Vorräte, die sich überwiegend noch im Tagebau gewinnen lassen. Als Trump im Wahlkampf angetreten ist und den Bergleuten versprochen hat, ihnen ihre Arbeitsplätze zurückzugeben, hat jede Telepromter-VorleserIn in der deutschen Medienlandschaft sich bemüssigt gefühlt, ihn mit Spott und Häme zu überziehen. Inzwischen hat die erste Kohlenmine seit 45 Jahren neu eröffnet und die Produktion zieht langsam wieder an. Die Nachfrage steigt weltweit immer weiter. Nicht nur in Entwicklungsländern. Trump hat nie behauptet, daß er die Kohle ausschließlich in den USA verfeuern will. Auch hier hätte man besser zuhören sollen.

Für den Verbrauch im Inland liegt der Schlüsselpreis bei etwa 2,3 $/MMBtu (1 Million British Thermal Units entspricht etwa 293 kWh) Wärmepreis. Liegt der Erdgaspreis darunter, werden die Gasturbinen angeworfen. Steigt das Erdgas über diesen Wert, übernehmen die Kohlekraftwerke wieder die Stromproduktion. Eigentlich ein sehr flexibles System. Obama wußte das auch und hat deshalb versucht die Kohlekraftwerke durch “Klimaschutz” auszuschalten.

Als Trump bei seinem werbewirksamen Fernsehauftritt mit Bergarbeitern den Spuk der Obama-Administration zurückgenommen hat, hat er immer wieder beschwörend den Begriff “clean coal” benutzt. Darunter versteht man nicht einfach “saubere Kohle”, sondern es ist ein Fachausdruck für CO2-Abscheidung. Nicht etwa zum “Klimaschutz”, sondern die Ölindustrie wartet sehnsüchtig auf große CO2 Ströme. Wenn die endlich bereitgestellt werden, kann man für sehr kleines Geld die bereits versiegten Ölquellen wieder reaktivieren und die Märkte endgültig mit billigem Öl fluten. Auch dies eine Entwicklung, die in Deutschland völlig verdrängt und verschlafen wird. Hier redet man sich lieber gegenseitig von der Zukunft des Elektro-Autos besoffen.

 

Der politische Aspekt

In Deutschland wird den Menschen seit ihrer Schulzeit eingehämmert, daß die USA Kriege nur um Öl führen. Dies war zwar schon immer Blödsinn, gehört aber inzwischen zu den festen Glaubensbekenntnissen linker Gutmenschen. Wer ein Gefühl dafür haben will, wie tief diese Propaganda viele Amerikaner verletzt, sollte sich mal mit Veteranen des Golfkriegs unterhalten. Inzwischen schlägt die Reaktion geradezu in Trotz um. Man will nicht nur von Ölimporten unabhängig werden, sondern es den “Feinden Amerikas” heimzahlen und ihnen ihr bequemes Leben durch Öleinnahmen wegnehmen. Es ist kein Zufall, daß auf den Bohrtürmen in Texas die amerikanische Fahne weht und viele Öltanks in der Wüste mit “remember 9/11” verziert sind. Im konservativen Amerika hat man längst begriffen, daß die wahre Macht der USA nicht seine Bomber, sondern seine Wirtschaftskraft ist. Genau darum geht es den Kreisen um Trump und das ist der politische Hintergrund der Parole “Make America Great Again”.

Eine besondere Stellung nimmt hierbei das (alte) Europa ein. Die Kritik an den nicht eingehaltenen Zusagen über die Verteidigungsausgaben ist nur das erste Wetterleuchten am Horizont. Die Stimmung in der Bevölkerung geht schon viel weiter: Man versteht es nicht, warum Europa mit seinen Energieausgaben Rußland füttert und anschließend Amerika deshalb seine Rüstungsausgaben erhöhen muß. Auch in dieser Frage sollte man nicht vergessen, daß das Vorbild von Trump Ronald Reagan ist. Reagan hat das “Reich des Bösen” dadurch zur Implosion gebracht, indem er auf das Wettrüsten voll eingestiegen ist und die Spirale beschleunigt hat. Man nannte diese Strategie damals in Deutschland abfällig den “Krieg der Sterne”. Nach dem Zusammenbruch des Sowjetreiches folgte eine lange Periode der Sympathie für Rußland in den USA. Inzwischen schlägt die Stimmung um: Man fühlt sich wieder bedroht und hintergangen. In der Deutschland eigenen Realitätsverweigerung und dem völligen Unverständnis der amerikanischen Mentalität wird das hier zur Wahlkampfposse zwischen Trump und den Clintons verniedlicht. Die Falken in den USA kommen langsam in eine Stimmung gegenüber Putins Reich, wie gegenüber Japan nach Pearl Harbor. Wenn Rußland weiter aufrüstet und Weltreich spielt, werden sie ihre Panzer und Kernwaffen diesmal nach nordkoreanischem Vorbild essen müssen.

Amerika bereitet sich darauf vor, die Öl- und Gaspreise jederzeit ins Bodenlose fallen lassen zu können. Staaten – wie Deutschland – die auf Rußland setzen (Ostseepipeline etc.), werden mit in den Strudel gezogen werden. Die Amerikaner bevorzugen immer simple Lösungen: O.K., wir haben im Moment keine Waffe gegen die U-Boote der Nazis, also müssen wir Schiffe schneller bauen als die Deutschen sie versenken können – hört sich aberwitzig an, hat aber funktioniert. Wenn Rußland weiter aufrüstet, o. k. dann müssen wir ihnen eben ihre einzige Einnahmequelle kaputt machen, indem wir die Energiepreise unter ihre Produktionskosten senken – einmal so betrachtet, ist die Nord-Korea-Frage ein Testlauf. Das Energiewende-Deutschland wird schon in wenigen Jahren ein böses Erwachen haben.

Übernommen von NUKEKLAUS hier 

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24 Kommentare

  1. Erst letzthin hatte ich einen CDU Abgeordneten im DLF Radio gehört der doch dafür plädiert hat die Russen nicht weiter zu unterstützen indem man ihnen ihr Gas abkauft (was wir seit Jahrzehnten machen). Und uns doch besser an die USA halten sollten die uns Erdgas in flüssiger Form liefern können, um sie zu unterstützen. Und jetzt meint Herr Humpich dies auch ein wenig versteckt uns hier andienen zu wollen. Übrrigens : die Kataris können auch Flüssiggas liefern.
    Ich hab aber keine Lust, dazu bin ich zu marktwirtschaftlich eingestellt, das teure US Flüssiggas zu kaufen ! Nur weil die nicht wissen wohin damit. Vor allem wenn es noch auf Erpressung beruht, wie der Kongress es gerade mit Sanktionen gegen Russland beschlossen hat. Ich bin für Northstream 2. Weiterhin sollte sich Europa um die immensen Gasvorkommen rund um Griechenland und Kreta kümmern. Die liegen quasi im eigenen Wirtschaftsraum und würden außerdem Griechenland die Gelegenheit geben seine Schulden wenigstens teilweise reel zu bezahlen.

    Die USA haben bereits unter Reagan erfolgreich die SU wirtschaftlich in die Knie gezwungen in dem sie im Kalten Krieg in Absprache mit den Saudis den Ölpreis runter gefahren haben damit das versiegen der einzigen Einnahmequelle die SU in Schwierigkeiten bringt. Und jetzt soll das wieder geschehen. An wen verkaufen wir dann unsere Produkte ? An ein Land das fast schon alles hat und selber eine Wirtschaftsmacht ist oder an ein Land das nach Aufbau hungert.
    Auf diese Weise kann man Deutschland auch kaputt machen, dazu braucht man keine Energiewendeträumer.
    Natürlich führen die USA Kriege wegen Öl bzw. Rohstoffen, für was denn sonst. Und Kriegsveteranen brauch ich nicht fragen die sind bestimmt von dem „edlen Sendungsbewusstsein“ ihrer Missionen überzeugt. Das überzeugt mich aber nicht
    Herrn Humpich stimme ich im ersten Teil seines Beitrages zur Energiegewinnung und Nutzung so wie es die USA im Land jetzt tun zu, nur im zweiten Teil, ich bin entsetzt, betreibt er starke unreflektierte Propaganda. Der Beitrag kommt mir argumentativ vor wie ein ideologischer AGW´ler (z.B. Hofreiter, Göring-Eckardt etc.) der seine Klimareligion unters Volk bringen will.
    Und was eine Annexion ist weiß Herr Humpich anscheinend auch nicht. Jedenfalls freie Wahlen gehören nicht dazu.

  2. An sich ein guter Artikel, nur die Rolle Russlands ergibt keinen Sinn. Wen sollte Russland denn angreifen? Für die Übernahme der Krim habe 100% Verständins, Putin war gezwungen so zu handeln! Ansonsten geht es Russland halt um die Landesverteidigung, aber in eine Rüstungsspirale lassen die sich nicht nochmal reinziehen. Warum auch? Oder gegen wen? Es ist unser Nachbar, unserer Wohlstand hängt von seinen Energiereserven ab, unabhängig davon sollte man immer mit seinen Nachbarn gut auskommen.

  3. Es waren doch erst die Vollblut-Unternehmer, die die USA, Deutschland und den Westen zu dem gemacht haben, was dieses heute sind. Diese Vollblut-Unternehmer haben und sorgen immer noch für Arbeitsplätze…für Lohn und Brot….für die Basis unseres Wohlstand und Sozialsystem.
    Siemens, Krupp, Benz, Trump, Heinz, Strauß usw.
    Es waren die Vollblut-Unternehmer, die ein Land aus der Taufe gehoben haben…ein Land, das wir heute westlich und wohlhabende nennen…das heute Erste-Welt-Land heißt und eben nicht Dritte-Welt-Land.

    • Jup. Als Gradmesser wie es länderabhängig um den Unternehmergeist der Neuzeit bestellt sein könnte, könnte man evtl weiterhin einmal überlegen, wo neuerdings so kleine Mini-Firmen wie Google, Amazon, Facebook, Microsoft, Apple u.v.v.m. entstanden sind? War es das Land der Dichter und Denker, unsere ach so hochtechnologiesierte Bildungsnation? Hhhm… (Zusatzaufgabe: Denke über die Ursachen nach?)

    • Erste Welt sein geht aber auch nur, wenn die anderen mit den immensen Rohstoffen Dritte Welt bleiben.
      Russland unter Putin hatte eben was dagegen Dritte Welt zu werden, der Alkoholfreund Jelzin nicht.

  4. “ Im konservativen Amerika hat man längst begriffen, daß die wahre Macht der USA nicht seine Bomber…“
    Wird ja wohl auch Zeit nach Hiroshima/Nagasaki, Vietnam, Serbien, Irak.
    „Wenn Rußland weiter aufrüstet, o. k. dann müssen wir ihnen eben ihre einzige Einnahmequelle kaputt machen“
    Die Rüstungsausgaben Rußlands betragen derzeit ca. 10% derer der USA .
    Bis zu welchem Prozentsatz würden sich denn die US-Amerikaner nicht bedroht fühlen?
    Ganz aktuell: Rußland kürzt 2017 die Militärausgaben. Dieser Putin ist aber ein gerissener KGB-Schurke. Der macht jetzt einfach aus weniger mehr – bedrohlich!

    Eines sollte man nicht vergessen: nicht nur in Deutschland gibt es eine gigantische Propagandamaschine zur Volksverdummung.
    Wenn man wirklich wissen will, wie Rußland tickt, dann muß man schon mal in echtes russisches Land reisen – egal ob St. Petersburg oder Krim – und mit den Leuten reden.

    Trotzdem danke für den erhellenden Bericht zur Energiewirtschaft. CO2-Abscheidung könnte D auch, wäre sogar gut für die Braunkohlekraftwerke. Aber nur, wenn das CO2 in solchen riesigen Mengen verkauft werden könnte. In die Erde zu pumpen ist ja wohl das Sinnloseste, was es gibt. Und niemand hat was davon.

  5. Der ökonomische Teil ist zutreffend, dem ist nichts hinzuzufügen. Aber bevor der Autor über Putins Reich spricht und Europa die „Fütterung“ des Feindes vorwirft, sollte er mal auch nach Russland reisen und anhand der russischen Mentalität die Politik Moskaus als absolut voraussehbar verstehen.

  6. „Das Energiewende-Deutschland wird schon in wenigen Jahren ein böses Erwachen haben.“

    Genau so ist es, Herr Humpich. Den deutschen „Weltrettungszug“ hält niemand mehr auf, und ich bleibe bei meiner Meinung, dass Deutschland den ganzen Unsinn, der auf zu vielen Ebenen abläuft, nicht mehr aus eigener Kraft wird beenden können. Ich habe diese Woche Dinge erlebt, die mich haben erschaudern lassen, in welche Richtung sich dieses Land bewegt. Schade, dass ich schon zu alt bin, um in den USA noch eine Chance zu haben. Mich würde hier nichts mehr halten.

    • „Schade, dass ich schon zu alt bin, um in den USA noch eine Chance zu haben. Mich würde hier nichts mehr halten.“

      Geht mir im Prinzip auch so.
      Blos scheinen mir die USA auf einem rapide absteigenden Ast (trotz Trump).

      • Meinen Rückzugsort habe ich östlich der Weichsel vorbereitet. Wobei mir Kenntnisse von Sprache, Land und Leute entgegenkommt. Es ist kein Traumland, aber man kann sich darauf verlassen, dass das Land nicht untergeht.

        Vielleicht werde ich dort nur Pkws anmelden, wenn es demnächst in D nicht mehr möglich sein sollte.

          • Die Krim ist wunderschön!

            Vor Allem, wenn man der westlichen Dekadenz entfliehen will, muss man nach Osten schauen, Trump hin oder her. Die Verdummung und Kulturverfall ist nicht auf Deutschland beschränkt, wir sind nur Vorreiter.

            Eine Änderung sehe ich nur nach einem grossen Knall im Finanzcasino und Rückbesinnung auf echte Werte.

            Das Wertesystem des Ostens, z.B. Familie, Vaterland etc. liegt mir näher, auch wenn Schwüle dabei schlechter wegkommen.

    • Schade, dass Sie nicht aus dem „Nähkästchen“ plaudern können.
      Aber wenn ich DLF beim Autofahren höre kann ich mir vorstellen, die drücken nämlich jetzt immer stärker auf den Klimaschutz der gerecht ist, weil WIR die Industrienationen den unterentwickelten Ländern wie z.B. Mittelamerika und Philippinen Stürme, Überschwemmungen und Dürre bringen die diese Länder nicht mehr stemmen können und WIR deswegen zahlen müssen. In überzeugender Rede, natürlich von Experten, wird dem Zuhörer dies verständlich beigebracht. Und wer nicht informiert ist oder sich nicht umfassender interessiert, der glaubt das natürlich. Grauenvoll, man könnte sofort reinbrüllen ins Radio : Lügner.

  7. Mit diesem Artikel wird die Situation exakt beschrieben.
    Zu ergänzen ist, daß in den USA (wie bei uns) der überwiegende Teil der Mainstream-Medien sowie unzählige NGOs in der Hand der Öko- und Multikultifaschisten ist, die von Globalisten wie Sorros finanziert werden.

    Und die tun alles, wirklich alles, um ihr Geschäftsmodell gegen Trump zu retten.

    • Lieber besso Keks.

      wir wissen das doch alles – Trump ist kein „windschnittiger“ Politiker – und er wird es auch nie sein!
      Die Medien, hier und auch in den USA, haben schon seit langem begonnen, die Politik selber zu bestimmen, indem sie Druck auf die Politiker ausüben. Da wir fast keine Politiker mehr mit Rückgrat haben, läuft es so, wie die Medien bestimmen.
      In Deutschland regt sich ja keiner auf, dass Putin, KKB-Mann, Rußland so führt, wie eben eine KKB Mann.
      Er darf die Krim annektieren, alle regen sich auf, aber auf das russische Gas können und wollen wir nicht verzichten.
      Vielleicht retten uns unsere „Spezialisten“ – Mit Wind und Sonne werden wir sicherlich eines Tages autark sein!
      Und der Tag ist nicht mehr fern – so unsere Politiker und Medien – freuen wir und doch darauf!

      • Zumindest eine Seite der Medienpropaganda – die Russophobie – hinterläßt offenbar auch bei intelligenten Menschen deutlich Spuren.
        Ist ja verständlich, kann ja nicht alles bloß erfunden sein.

      • Sie, Herr Ordowski, übernehen einfach, daß es eine Annexion gewesen sei. Es gibt maßgebliche völkerrechtliche Stimmen, die eine Sezession annehmen.

      • Herr Ordowski, ich weiss nicht was Sie unter KKB-mann verstehen, kann Ihnen aber versichern, dass Putin sein Land so führt, wie das Volk es von ihm erwartet. Im Unterschied zu Deutschland.

        Und das ist nicht aufregenswert, sondern bewundernswert.

        Da Sie die falsche Darstellung der Medien bezüglich Energiewende, Trumup, Merkel u.s.w. selbst sehen, was gibt Ihnen die Gewissheit, dass über RF wahr beeichtet wird?

        • Hallo Peter Georgiev,
          Sie schreiben:
          „Herr Ordowski, ich weiss nicht was Sie unter KKB-mann verstehen, kann Ihnen aber versichern, dass Putin sein Land so führt, wie das Volk es von ihm erwartet. Im Unterschied zu Deutschland“

          Was erwartet das deutsche Volk denn?
          Bald sind ja Wahlen, da werden Sie sehen, wer gewählt wird. Die Mehrheit des deutschen Volkes ist absolut zufrieden, wie es jetzt läuft – warum wohl?

          • Das deutsche Volk wird aus Dummheit wie immer wählen, ist aber tief gespalten und unzufrieden. Der russische Präsident dagegen geniesst mehrheitlich das Vertrauen seines Volkes.

            Das ist ein Unterschied.

          • „Die Mehrheit des deutschen Volkes ist absolut zufrieden, wie es jetzt läuft – warum wohl?“

            Das ist nun wirklich einfach:
            Weil man den Deutschen die Wahrheit verschweigt und mit Propaganda das Hirn verblödet.

      • „In Deutschland regt sich ja keiner auf, dass Putin, KKB-Mann, Rußland so führt, wie eben eine KKB Mann.
        Er darf die Krim annektieren, alle regen sich auf, aber auf das russische Gas können und wollen wir nicht verzichten.“

        Nun, soviel ich weiß gab es auf der Krim eine Volksabstimmung, bei der das Volk gefragt wurde (!!!!!!!!!!!!), zu welchem Land es gehören möchte.
        Das Volk wollte nicht wie die westlichen linksgrünen Meinungsimperialisten wollten, sondern hatte eine eigene Vorstellung.
        Das können der westlichen Medienblock und das daran hängende Politgesindel natürlich nicht hinnehmen

        “ Vielleicht retten uns unsere „Spezialisten“ – Mit Wind und Sonne werden wir sicherlich eines Tages autark sein!“

        Meinen Sie Ihre „Spezialisten“ werden das Perpetuum Mobile erfinden?

        „Und der Tag ist nicht mehr fern – so unsere Politiker und Medien – freuen wir und doch darauf!“

        Warum sollte ich mich auf die Wiedererschaffung des Mittelalters freuen???

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