FakeNews: ..Brände von Elektrofahrzeugen sind im Vergleich zu Bränden bei Benzinfahrzeugen relativ selten!

FakeNews, diesmal von FOCUS Online

von Michael Limburg
Die Post setzt massiv auf Elektro-Transporter. Jetzt gab es einen folgenschweren Zwischenfall in Baden-Württemberg: Wie FOCUS Online meldet fingen drei Lieferwagen vom Typ Streetscooter wegen eines technischen Defekts Feuer.


Die Wahrheitspostille Nr 1 (oder ist es Nr. 2, oder 3 oder,,,) der deutschen Medienlandschaft FOCUS Online meldet am 21.8.17

„Elektrische Streetscooter Brand nach technischem Defekt: Drei Elektro-Transporter der Post zerstört!“

In einem relativ sachlichen Bericht wird erläutert, dass…

Drei Lieferwagen vom Typ Streetscooter fingen wegen eines technischen Defekts Feuer.

Und weiter

Nach Auskunft der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von 250.000 Euro. 30 weitere Transporter wurden durch Ruß und Hitzeeinwirkung beschädigt, so die Polizei. Verletzt wurde niemand.

Dann –man schreibt mal eben die Fakten bei Kollegen ab…

Wie die „Rhein-Neckar-Zeitung“ unter Berufung auf die bisherigen Ermittlungen berichtete, sollen die Akkus der elektrischen Postautos die Ursache des Feuers sein. Dem widerspricht allerdings jetzt ein Sprecher der Deutschen Post: Der Akku sei bisherigen Erkenntnissen nach nicht die Brandursache gewesen…

Soweit so klar, der eine glaubt es seien die Akkus gewesen, der andere mit seinem speziellen (Förder)-Interesse widerspricht. Soweit so fair.

Dann aber der Hammer: So schreibt der/die anonyme AutorIn und besinnt sich dabei auf seine unmittelbare Pflicht Propaganda für das einzig Gute, Wahre, Schöne zu machen, Und dichtet :

Brände von Elektrofahrzeugen sind im Vergleich zu Bränden bei Benzinfahrzeugen relativ selten und lassen sich meistens auf zwei Ursachen zurückführen: Entweder durch aufgerissene Akkus bei schweren Unfällen oder durch technische Probleme beim Aufladeprozess.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:

Brände von Elektrofahrzeugen sind im Vergleich zu Bränden bei Benzinfahrzeugen relativ selten

Ein einfacher Dreisatz zeigt, dass bei nur 3 (1) von ca. 25.000 E-Fahrzeugen (Bestand 2016) auf deutschen Straßen ca. 5.040 (korr. 23.8.17) Auto-Bränden von im wahrsten Sinne des Wortes Verbrennern (bei 42 Mio KfZ) auf deutschen Straßen entsprechen?

Das vorhersehbare Ergebnis dieser Massenzerstörung:

Die Medien würden Amok laufen, alle Zeitungen wären voll, Sondersendungen Tag und Nacht berichten, die Grünen hätten es schon immer gewusst, die Deutsche Umwelthilfe sowieso und würde nach strengeren Brandschutzgrenzwertregeln rufen, dann alle anderen abmahnen und Schadensersatzklagen einreichen, die anderen Parteien die Manager beschimpfen und die Kanzlerin würde sofort einen weiteren Verbrenner-Verbots-Gipfel mit sofortiger Verbotswirkung einberufen.

Nur, so etwas passiert beim Lieblingskind aller Grün-Bewegten – dem E-Auto- in diesem Land nicht. Und sei es noch so gefährlich.

Trotzdem stelle ich meine bisher ungeklärte Frage:

Wie kommt der AutorIn auf „relativ selten“?

Einzig mögliche Antworten

  1. Er/sie kann nicht rechnen

und

  1. Er/sie will verdummen, d.h die Leser auf sein(ihr Niveau herabziehen.

Ich fürchte es wird ihm/ihr sogar gelingen.

 

(1) Die anderen Brände bei E-Autos- über die so gut wie nicht berichtet wird- sind in diesem Vergleich nicht berücksichtigt. Eine aussagefähige Erhebung dazu liegt mir nicht vor.

 

 

 

image_pdfimage_print

Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

17 Kommentare

  1. Das Problem der brennenden Batterien ist relativ einfach zu erklärbar:
    Eine brennende Batterie benötigt keine Zufuhr externer Energie, wie z.B. ein brennender Benzintank (O2).
    Ein Benzinbrand kann durch Abwürgen der Luftzufuhr (O2) gelöscht werden z.B. mittels Schaumteppich.
    Bei einer Batterie klappt das nicht, weil diese die gesamte chemisch gebundene Energie in sich gespeichert hat. Da hilft nur wegrennen und abwarten bis Alles vorbei ist!
    Dafür funktioniert ein E-Motor mit Batterie im Vakuum, ein Verbrennungsmotor mit Tank nicht – aber ich will ja nicht auf´m Mond rumfahren.

  2. In D brennen pro Jahr etwa 15 000 (andere Quellen nennen 35 000) konventionell angetriebene Autos ab (ohne Vandalismus). Macht bei 44 Mio. ein Verhältnis von etwa 1:3000 (1:1300). Bei 3 E-Autos von 25 000 ist das Verhältnis dann etwa 1:8000.
    Soviel zur Anwendung des Dreisatzes.
    Herr Limburg, ich habe kein Problem damit, dass sie gegen E-Autos sind, aber gegen schlechte Recherche schon (nach autobrände deutschland googeln).

    • 1. Würden Sie so freundlich sein und die Quellen für Ihre Zahlen benennen?
      2. Wenn Sie diese angeben können, wäre interessant zu erfahren, was die Auslöser der Brände waren: z.B. per Unfall, wie jüngst der tragische Busunfall in Bayern. Meinen Sie die?
      3. Mein Dreisatz ist jedenfalls nach meinem Matheverständnis korrekt. Aber vielleicht haben Sie eine eigene Mathematik?

      mfG
      M.L.

        • Ich hatte Sie gebeten aus den Quellen die Ursachen zu für die Brände zu nennen und zu belegen. Das haben Sie nicht getan. Da ich nicht vorhabe Ihre Arbeit zu erledigen, sollten Sie nochmals nachschauen und sich erst dann wieder melden.
          Beim Dreisatz hatten Sie allerdings recht. Das richtige Ergebnis ist 5040 und nicht 5400. Da ist mir beim Schreiben eine Null verrutscht. Dank an Herrn Bühner der mich darauf hinwies.
          mfG
          M.L.

          • Allein in Berlin werden pro Jahr bis zu 374 Autos durch Branstiftung zerstört. Meines Wissens ausschliesslich Verbrenner. Rechnet man die Zahlen auf Deutschland hoch, so sind das allein pro Jahr bis zu 8760 Autobrände allein durch Brandstiftung (wie z.B. kürzlich auch in Hamburg). Diese Zahl sollte man von den technisch verursachten Bränden von ca. 15.000 (die Zahl von Autobild ist mehr als doppelt so hoch wie die 15.000, die man an anderen Stellen findet) abziehen, dann sind es nur noch rund 6240. Davon müsste man noch die Stümpereien und Basteleien abziehen, das sind bestimmt auch nicht so wenige. Auch benachteiligt die Altersstatistik die Verbrenner, denn so viele alte E-Mobile mit brüchig gewordenen Kabelisolierungen gibt es noch gar nicht.
            Last but not least kommt es mir so vor, als ob im Netz bezüglich der Brände von E-Autos manipuliert würde, ich weiss von mindestens zwei Fällen, die in der Suchmaschine Bing auf den ersten drei Seiten gar nicht auftauchen.
            Mfg

  3. Sie schreiben, dass das E-Auto das Lieblingskind aller Grün-Bewegten ist.

    Ich glaube das ist ein Missverständnis. Die Grünen sind gegen jede Art der Individualmobilität. Auf diversen Foren kann man das nachlesen. Wenn man den Maßstab des ökologisch korrekten Fußabdrucks der Grünen nimmt, also den Lebensstandard, den die Grünen den Deutschen als noch gerade eben akzeptabel zur Rettung der Welt zubilligen, dann ist jedes Auto, egal ob Elektro oder sonst irgendwas das pure Teufelszeug.

    Erst hat man die deutsche Automobilindustrie mit dem Toyota Hybrid als Hinterwäldlerisch diffamiert, dann hat man den Tesla (eine 100.000 Euro Luxusschleuder) als technisch vorbildlich propagiert und wenn dann alle Autohersteller Elektrofahrzeuge anbieten, dann wird der nächste Popanz durchs Dorf getrieben. Wetten?

    Schluss ist für die Grünen erst, wenn das letzte Auto von der Straße verschwunden ist.

    • „Schluss ist für die Grünen erst, wenn das letzte Auto von der Straße verschwunden ist.“ — ???????
      Oder nur: „… bis auf das Auto, das sie selbst fahren!“

    • Wie gut der Missbrauch der angeblichen besonderen Gefährlichkeit funktioniert zeigt die Kernenergie obwohl doch bei ihrer Nutzung 50 Jahre lang nicht einmal jemand erkrankt ist. — Als ich die Fahrschule besuchte, war – mangels PKW Diesel – der Vergaserbrand recht häufig, was übrigens keinen Menschen irritierte. – Der Fahrlehrer riet: „Wenn vorhanden Benzinhahn schliessen und Vollgas geben, sonst, Motor abstellen und den Brand mit der Jacke des Beifahrers löschen!“

  4. Der Dreisatz stimmt nicht.
    Es gibt auch mehr Brände, durch Akkus, als man glauben mag.
    Gerade in Verbindung von Unfällen mit Autobussen kostet das ganz schnell besonders viele Menschenleben. Da geht nichts über den guten alten Dieselmotor.
    Ein Argument für akkubetriebene Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit teilweisem Akkubetrieb gibt es nicht.
    Die Wähler haben Idioten gewählt.
    Ob es da bald, durch die kommenden Wahlen, eine Änderung geben wird?
    Gibt es da nicht eine Alternative?

    • Die Wähler haben Idioten gewählt.

      Ja, also sind das auch Idioten.
      Es standen aber nur Idioten zur Wahl.
      Nicht wählen und JEDE Forderung des Staates hinterfragen und eine LÜCKENLOSE Begründung und Legitimation fordern!

      Carsten

      „Dieses Grundgesetz haben uns die Amerikaner, um es vorsichtig zu sagen, anempfohlen. Man könnte auch sagen, auferlegt.“
      Willy Brandt

    • Gibt es da nicht eine Alternative?

      Ja, die gibt es, provoziert durch das ewige ‚alternativlos‘.
      Aber auch die wird im Erfolgsfall zur Systempartei, zur neuen CDU. Das Problem ist das Parteiensystem, das Vertretersystem, das Wahlrecht. Warum versuchen wir es nichtmal mit einer rechtmäßigen Wahl? Warum ist die seit 1956 nicht rechtmäßig?

      Carsten

      Das Märchen vom Retter Staat ist das Trojanische Pferd, mit dessen Hilfe die Herrschaftseliten die letzten Mauern um die Bürgerfreiheit schleifen werden.
      Roland Baader

  5. Dabei wäre doch die viel wichtigere Frage…wie viele E-Autos (Post-Scooter) der Post werden in Zukunft noch in Brand…in Flammen aufgehen?!
    Und wie lange wird es dauern, bis hier nicht nur das Material (E-Post-Scooter) in Flammen steht sondern auch Menschen zu schaden kommen?!
    Fragen über Fragen…die aber anscheinend keinen Grün-Sozialistischen Gutmenschen interessieren….ist ja nur das Leben anderer….und soll der Grün-Sozialistischen „Neuen Welt“ Propaganda/Bild nicht im Weg stehen bzw. stören.

  6. Hat jemand schon mal darüber nachgedacht zu überprüfen, wie gut die Feuerwehr auf solche Brände vorbereitet ist? Wie wir von Prof. Endres wissen, enthält der Rauch von brennenden Li-Ionen-Akkus hohe Anteile von Kobaloxiden, die sehr giftig sind. Dies gefährdet nicht nur die Feuerwehr, sondern auch das Reinigungspersonal in Hallen, die verraucht wurden, sowie ggf. das Personal in den anderen Fahrzeugen. Lt Wikipedia ist Kobaltoxid wie folgt eingestuft: Giftiger Stoff, Gesundheitsschädlicher Stoff, Umweltgefährlicher Stoff, Sensibilisierender Stoff. Oder müssen erst Menschen sterben, bevor man mit dem Dreck ausreichend vorsichtig umgeht?
    Mfg

    • Dazu hab ich mich bei unserer feuerwehr mal kundig gemacht. Die berufen sich auf das infoblatt der DGUV 130226 „Rettungs und Löscharbeiten an PKW mit alternativen Antriebstechnik“
      Was mich da mich sehr nachdenklich stimmt:
      Bei allen aktionen an e-kisten wird immer mit wasser gelöscht !!!
      Es geht denen fast nur um die ätzenden auswirkungen der elektrolyte und die wiederentzündlichkeit der batteriezellen.
      Daß wir es hier mit hochvolt-ladungsträgern zu tun haben, bei denen sowohl der wasserstrahl, wie auch der nasse boden zum leiter werden kann, ist offenbar völlig nebensächlich.

      • Der relativ lange Wasserstrahl besteht aus vielen einzelnen Tröpfchen, die gegeneinander genug elektrische Isolation haben, um die paar hundert Volt des E-Autos zu isolieren.
        Kritisch wird das Löschen mit Wasserstrahl erst in Hochspannungsanlagen, wo die Feuerwehr bis zur Freischaltung durch das EVU wartet.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

*