Solare Aktivität weiter unter normal – Klimamodelle verwenden übertriebene Forcingparameter

Die Sonne ist mehr als die sichtbare Strahlung:Bild ©Li-Bro - Fotolia.com

Der Ko-Autor des klimakritischen Bestsellers „die kalte Sonne“, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt untersucht in regelmäßigen Abständen den solaren Einfluss auf unser Klima. Dazu gehört eine detaillierte Überprüfung der solaren Aktivität. Als erweiterten Service stellt er manche daraus gewonnenen Erkenntnisse den offiziellen Klimaverlautbarungen gegenüber und schickt sie an interessierte Leser.
Lesen Sie seinen jüngsten Bericht…

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Sonne war auch im vergangenem Monat deutlich unternormal aktiv. Die festgestellte Sonnenfleckenzahl SSN (SunSpotNumber) betrug 18,3. Dies sind nur 36% des zu diesem Zykluszeitpunkt Üblichen (SSN=51) als Mittelwert aller 23 bisher komplett beendeten Zyklen. An 11 Tagen des Juli war die Sonne gänzlich fleckenfrei. Der aktuelle Zyklus entwickelt sich zum drittschwächsten Sonnenzyklus seit 1755. Mal sehen, wie sich das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf unser Klima auswirkt.
Eine hoch interessante Arbeit unter Führung von Thomas Mauritsen vom Hamburger Max- Planck- Institut erschien am Monatsende des Juli. (http://www.nature.com/nclimate/journal/vaop/ncurrent/full/nclimate3357.html?foxtrotcallback=true). Die Autoren stellten sich die Frage: Wie viel Wärme ist schon in der „Pipeline“, also was wäre, wenn der Antrieb durch Treibhausgase auf dem heutigen Stand eingefroren würde und wir ins Jahr 2100 schauen? Ein (wirklich sehr) aufmerksamer Leser wird sich vielleicht erinnern, dass auch wir diesen Fall schon einmal betrachtet haben, und zwar im Oktober 2015, kurz vor der Pariser Klimakonferenz.(http://www.kaltesonne.de/die-sonne-im-september-2015-und-ein-bericht-zum-wissenstand-vor-der-pariser-klimakonferenz/) Das erste, was man für ein solches Experiment wissen muss, ist: wie empfindlich reagiert unser Klima auf die Verdopplung von CO2? In der Arbeit von Mauritsen/ Pincus benutzen die Autoren löblicherweise einmal nicht Modelle, sondern stützen sich auf Beobachtungen, wie es jeder empirische Wissenschaftler bevorzugt tun würde. Sie ermitteln die „TCR“ (Transient Climate Response), das ist die Erwärmung durch Kohlendioxidverdopplung im Verlaufe der stetigen Erhöhung des Anteils dieses Treibhausgases in unserer Atmosphäre. Sie ist vornehmlich für das Temperaturniveau in dekadischen Zeiträumen (also bis mindestens 2100) verantwortlich.
Mauritsen kommt zu einer TCR von 1,32 °C , wir kamen seinerzeit zu einer TCR von 1,25 °C – da besteht kein großer Unterschied, zumal Mauritsen die neueren Erkenntnisse der Aerosolforschung nicht berücksichtigt hat, die ergeben, dass Aerosole (Staub, Sulfat) eine nur halb so stark dämpfende Wirkung auf die Temperaturentwicklung haben als in den IPCC -Berichten angenommen. Daraus ergibt sich, dass die erwärmende Wirkung des CO2 in den Modellen entsprechend weniger stark sein muss, wie bislang behauptet. Darüber hatte ich in meinem letzten Rundschreiben berichtet : Wenn Björn Stevens , Direktor des Max-Planck Instituts für Meteorologie in Hamburg, feststellt , dass Aerosole keine so stark negative Wirkung auf die Temperaturentwicklung haben kann, dann darf CO2 nicht so stark temperaturtreibend sein, wenn Modelle und Wirklichkeit einigermassen in Übereinstimmung zu bringen sind.
Es bedarf also einer grundlegenden Überarbeitung der IPCC-Modelle, die von einer TCR bis 2,5 °C ausgehen – mit fundamentalen Konsequenzen.
Denn selbst, wenn man in der Modellwelt des IPCC verbleibt – wonach der Einfluss der Sonne und der ozeanischen zyklischen Meereströmungen eine völlig untergeordnete Rolle spielen – kommt man zu einer Konzentration von 600 ppm CO2 , um das 2 Grad Ziel nicht zu überschreiten. Geht man von aktuell 407 ppm CO2 aus und einem augenblicklichen Wachstum von 2,11 ppm pro Jahr, wären die 600 ppm im Jahre 2108 erreicht. Natürlich wäre es notwendig, gegen Ende dieses Jahrhunderts die CO2 –Emissionen deutlich zu senken –eine Aufgabe für drei globale Generationen und nicht für drei deutsche Legislaturperioden !
Insofern steht nichts anderes als der Pariser Vertrag zur Disposition. Denn danach kann der mit Abstand globale Hauptemittent China ( 29 % der CO2-Emissionen der Welt) bis 2030 die CO2-Emissionen um 85 % ansteigen lassen, Europa hat aber aber die Emissionen um 40 % bis 2030 zu senken. China baut nach dem aktuellen 5 Jahresplan bis 2020 allein 368 Kohlekraftwerke, Indien 370. Das heißt für China, zwei Kohlekraftwerke pro Woche. Diese Planung ist sechs Monate nach dem Pariser Abkommen bekannt geworden.
Da kann man die Bewertung der deutschen Umweltministerin, Barbara Hendricks, zum Ausstieg der USA aus Paris :„Es kann ja nicht im Interesse Europas sein, China die Führungsrolle im Klimaschutz allein zu überlassen“ nur als ziemlich dümmlich zu bezeichnen.
Nun kann man einwenden, dass es doch gerechter wäre, den CO2 Ausstoss pro Kopf zu berechnen. Nun, das Ergebnis ist überraschend: China 7,7 t CO2/ Kopf , EU 6,9 t CO2/Kopf. In 2030 sollen die Europäer mit dem CO2- Ausstoss pro Kopf runter auf 4 t und China darf auf 14t/Kopf, USA soll runter auf etwa 10t/Kopf. Letzteres hat nun Donald Trump kassiert. http://www.kaltesonne.de/usa-beginnen-den-prexit/
Dabei wird er bemerkenswerter Weise unterstützt von US- amerikanischen Klimaforschern wie Prof. Richard Muller, Berkeley, verantwortlich für die globale Temperaturmessreihe BEST ( Berkeley Earth Surface Temperature). Er fordert die Aufkündigung des Pariser Abkommens mit der Begründung, dass China angekündigt habe aus den Mitteln des grünen Klimafonds (100 Mrd Dollar) neue Kohlekraftwerke zu bauen. Muller spricht sich dagegen für Schiefergasnutzung, Kernenergie und vor allen Dingen gegen das Elektro-Auto aus, dass die CO2 Emissionen dramatisch steigen lässt, so lange die Batterieherstellung mit Hilfe von Kohlekraftwerksstrom in Südostasien erfolgt. So stösst dort die Herstellung von Batterien soviel CO2 aus wie ein Dieselfahrzeug auf 160 000 gefahrenen Kilometern.
Alles das geht an unseren grünen Wahlkämpfern vorbei : die Kanzlerin erklärt im Kreis von Regierungs- und Staatschefs, dass die “ Autoindustrie in ihrer heutigen Form nicht überleben werde“ , Martin Schulz will eine Quote für das Elektro-Auto und die Grünen fordern das Verbot für Benziner und Diesel ab dem Jahre 2030.
Alles für den Kimaschutz. Wir haben die Wahl.
Herzlichst
Ihr
Fritz Vahrenholt

 

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11 Kommentare

  1. Ob wohl die ganz sicher nicht von Sonnenflecken betriebene gegenwärtige Warmzeit/Eiszeit Schaukel über die letzten 2 – 3 Millionen Jahre hinaus weiter tätig bleibt?
    Der Anstieg der Meeresspiegel allein beweist, dass die Energiebilanz der Erde seit etwa 12.000 Jahren – mit nur sehr geringen Unterbrechungen (!!) – noch heute positiv ist.
    Ob sichtbar als Wolken, Dunst oder als sehr kleine Schwebeteilchen gar nicht sichtbar, es ist Eis und Wasser, das in der Troposphäre und an der Erdoberfläche („ausgenommen die kleine Sahara“) alle nicht reflektierten und teils mehrfach gewandelten Energieflüsse der Sonne sammelt, speichert und so mit der Tropopause als oberster Teil eines „Deckels“ ein Fenster für Wärmestrahlung zum Weltraum schließt.
    CO2 sammelt und speichert nichts, sondern streut an diskreten Frequenzen (überwiegend bodennah) Energie in alle Richtungen, d. h. de facto nach „oben und unten“. Seine („lokal kühlende“) Interaktion wird quantitativ ebenfalls „eingesammelt“. Ein Einfluss auf die Größe der energetischen Rückkopplung, die bekanntlich das Produkt aus Energiezufluss und Speicherzeit – die Enthalpie der Materie an der Erdoberfläche – vergrößert, kann daher nicht entstehen. Fazit: Nur wer den Wasserkreislauf ignoriert, kann mit dem Phantom „radiative forcing“ des. CO2 den üblen politischen Handel betreiben.
    Würde es gelingen, den auf dem Planeten vorhandenen Kohlenstoff zu verbrennen, wäre die Fauna zwar mangels Sauerstoff (zunächst) weg, die Flora dagegen. üppig und Wetter und Klima könnten sich weiterhin „natürlich“ verändern!

    (Immer an Einstein denken: „Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“)

    Mit freundlichem Gruß,
    Ulrich Wolff

    PS:

  2. ALLE Zahlen berufen sich auf Annahmen, Schätzungen und manipulierten Datenreihen. Mit solchen Zahlen, als Basis, wird dann weiter gerechnet. Wer kann Beweise vorlegen, dass CO2, dessen Schwankungen offensichtlich durch Änderungen der Temperatur begründbar sind, wirklich einen Einfluss auf Verschiebungen der Klimazonen hat?
    Wer kann beweisen, dass eine Zunahme des CO2 in der Atmosphäre, egal bei welcher Konzentration, zu einer linearen Temperaturzunahme führt und beweisen, dass es nicht so etwas wie einen Sättigungsgrad gibt, was ja die Voraussetzung für alle BEHAUPTUNGEN ist?

    Das sollte Grundlage aller Politik sein:
    Alle Maßnahmen und Gesetzte, die auf so einen Unsinn hin eingeführt wurden, müssen sofort abgeschafft werden. CO2 ist für die Temperaturen auf der Erde nicht relevant.
    Bei aller Vorgaukelei, der Michel kann die Welt nicht retten.
    Den Profiteuren muss der Geldhahn abgedreht werden!

  3. Beide Kommentare sind falsch.
    CO2 kühlt die Atmosphäre! Ohne diese Kühlung wäre sie wärmer. Daß es mit mehr Kühlung kälter wird kann jeder Hilfsschüler verstehen.
    Daß die Atmosphäre durch Abstrahlung in das Weltall gekühlt wird ist gängige Physik. Selbst die Behauptung eines Treibhauseffektes beinhaltet diese Abstrahlung.

    Carsten

    „Die Systemmedien sind nur noch am Kotzen:
    Trump weigert sich einfach weiter, zwischen „guter“ linker Gewalt und „böser“ rechter Gewalt zu unterscheiden.“
    Tatjana Festerling

  4. Wie reagiert unser Klima auf die Verdoppelung des CO2 oder wie verändert sich die CO2‑Konzentration bei unterschiedlicher Temperatur?
    Tri tra trullala wir drehen uns im Kreis.
    Zumindest ist man sich einig, dass es für die Politik keinen Grund zum Eingreifen gibt.
    Oder?

  5. „Das erste, was man für ein solches Experiment wissen muss, ist: wie empfindlich reagiert unser Klima auf die Verdopplung von CO2? In der Arbeit von Mauritsen/ Pincus benutzen die Autoren löblicherweise einmal nicht Modelle, sondern stützen sich auf Beobachtungen, wie es jeder empirische Wissenschaftler bevorzugt tun würde. Sie ermitteln die „TCR“ (Transient Climate Response), das ist die Erwärmung durch Kohlendioxidverdopplung im Verlaufe der stetigen Erhöhung des Anteils dieses Treibhausgases in unserer Atmosphäre. Sie ist vornehmlich für das Temperaturniveau in dekadischen Zeiträumen (also bis mindestens 2100) verantwortlich.
    Mauritsen kommt zu einer TCR von 1,32 °C , wir kamen seinerzeit zu einer TCR von 1,25 °C“

    Wenn all die Pappnasen endlich mal kapieren würden, daß in der unteren Atmosphäre per Stoß entspannt wird, kämen sie auf Null.

    • Da können Sie lange warten.
      Wenn ich schon höre: „Geben wir den Pappnasen wenigstens ein wenig TCR zum Spielen“, geht mir der Kamm hoch. Wenn überhaupt, kann nur noch der Einsatz des dicksten Vorhammers etwas bewirken.

  6. Wenn es ab jetzt kälter werden sollte, wofür nach dem Zustand der Sonne und wie es auch Judith Curry sagte, so müsste doch die logische Schlussfolgerung – auch für den einfachsten unserer Bürger sein : CO2 rauspusten was nur geht, damit es wärmer wird. Nur noch Kohlekraftwerke.
    Eine köstliche Vorstellung. Was sagt dann das PIK ?

    • @Frank Grabitz
      Das Problem in Deutschland ist nur, dass man das CO2 als Böses Klima-Teufelszeug an den gesellschaftlichen Pranger gestellt hat und auch immer noch stellt…also man bewusst diese Hysterie von dem „bösen CO2“ hochhält….und das werfe ich ja einen Hr. Vahrenholt vor….er spielt weiter mit dieser „CO2 Hysterie“…..er gibt weiterhin dem CO2 den Stellenwert bei dieser Klimawandel Hysterie, die das CO2 gar nicht verdient hat (zusteht).
      Somit spielt es in dieser aufgeheizten Hysterie Stimmung in Deutschland um das „böse Teufelszeug CO2“ schon gar Keine Rolle mehr, ob das CO2 ursprünglich zu einer „Erwärmung“ beiträgt sondern wir sind hier in Deutschland schon längst einen Schritt weiter in der „Bösen CO2 Propaganda“…..das CO2 ist nämlich bereits für ALLES SCHULD, was das Klima-Wandel betrifft….jedes Negative Wetter Verhalten wird dem Klima-CO2 angelastet…..solange sich Hr. Vahrenholt und andere nicht vollständig von diesen CO2-Klimasteuerungs-Beeinflussungsthema los sagen, so lange wird man diese „Hysterie um und über das Böse CO2“ in Deutschland medial und politisch am Leben halten.
      CO2 hat nichts mit der Steuerung und Beeinflussung unseres Klima und erst recht nicht mit unseren Wetter zu tun!
      CO2 ist und bleibt die Basis für unseren industriellen Wohlstand, für das Leben von Mensch, Tier und Pflanzen….CO2 ist Überlebenswichtig…um so mehr CO2 um so besser für das Leben…so und nicht anders muss Argumentiert werden! Ansonsten verfallen wir immer weiter in diese Böse CO2 Klima Hysterie….mit den Folgen des Wohlstandsabbau, mit der Zunahme von Mangel und Armut und schlussendlich mit unserer eigenen gesellschaftlichen Vernichtung!

  7. Ich will es mal so auf den Punkt bringen…auch für einen Hr. Vahrenholt!
    CO2 = Energie = Wärme und dieses verdammte Wärme werden wir noch dringend brauchen in einer sich abkühlenden Zeit. CO2 = Wärme = Leben.
    Ich möchte die Gesellschaft/Politik sehen, die sich CO2-frei schimpft…wenn dies sich durch den Winter gehen muss oder eine Eiszeit vor sich hat….KEIN Gas, Kohle, Holz, Müllverbrennung….die Kernkraft ist sowieso Teufelszeug….die Wasserkraft wird eingefroren sein….Wind und Sonne…ein Totalausfall….Pflanzenenergie….die Pflanzen werden selber zu kämpfen haben die Winter und die Eiszeit zu überstehen…

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