Einige der größten Gletscher außerhalb der Polar­gebiete stoßen vor, trotz globaler Erwär­mung

Wie auf diesem Gletscher in den Alpen wandern Menschen mit ihren Gepäckträgern auch über den Baltoro-Gletscher im Karakorum-Gebirge in Pakistan. Geographisch ist das Land ein Paradies für Bergsteiger. Es rivalisiert mit Nepal bzgl. der Anzahl von über 7000 Meter hohen Gipfeln. Auch der zweithöchste Berg der Welt K2 befindet sich dort, ebenso wie 4 der 14 Gipfel in der Welt mit einer Höhe über 8000 Metern. In friedlicheren Zeiten war die unverdorbene Schönheit des nördlichen Pakistan eine große Touristen-Attraktion, aber die potentiell lukrative Industrie ist durch die Jahre mit Gewalt eingegangen. Die Anzahl von Expeditionen ist erheblich geschwunden, was die von dem Einkommen der Bergsteiger abhängigen Gemeinden in den Ruin trieb und die pakistanische Wirtschaft insgesamt hart trifft. ... Bild: Dietmar Meinert / pixelio.de

Michael Bastasch
Neue Studie: Einige der weltgrößten Gletscher außerhalb der Polargebiete sind entweder stabil oder wachsen infolge eines Kaltluftwirbels über einem 1200 Meilen [ca. 1930 km] großen Bereich im Himalaya.


Der Studie zufolge waren Klimamodelle bislang nicht in der Lage, das Phänomen zu reproduzieren, welches verhindert, dass die Gletscher im Karakorum-Gebirge nicht wie die meisten anderen Gletscher in der Welt schrumpfen.

„Während sich die meisten Gletscher als Folge globaler Erwärmung zurückziehen, sind die Gletscher im Karakorum stabil oder wachsen sogar“, sagte Hayley Fowler, Mitautor der Studie und Professor an der Newcasle University.

Der Karakorum ist eines der am stärksten vergletscherten Gebirge der Welt außerhalb der Pole und enthält die zweit- und drittgrößten nicht polaren Gletscher. Auch der zweithöchste Berg der Welt, der K2 [oder Mount Godwin Austen, Anm. d. Übers.] befindet sich dort — Vertical Limit, anyone?

Der Studie zufolge könnte eine ,anomale Abkühlung‘ im Karakorum einen Einfluss auf die Flüsse haben, welche stark von der Eisschmelze abhängen. Sie nennen es den ,Karakorum Vortex‘.

Fowler: „Die meisten Klimamodelle zeigen sowohl sommers als auch winters im gesamten Gebiet Erwärmung. Allerdings hat unsere Studie ergeben, dass großräumige Zirkulationen die regionale Variabilität der Lufttemperaturen kontrollieren mit einer Abkühlung der Sommertemperaturen in jüngster Zeit. Dies zeigt, dass Klimamodelle dieses Phänomen nicht gut abbilden“.

Fowler ist nicht der Erste, der sich fragt, warum die Karakorum-Gletscher nicht wie von den Modellen prophezeit abschmelzen. Während der letzten Jahre sind diesbezüglich viele Studien veröffentlicht worden, in denen die gleiche Frage gestellt wird. Was ist da los?

Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Klimamodelle dazu neigen, die Erwärmung im Karakorum zu übertreiben, das heißt, sie unterschätzten den Schneefall in der Region. Die Region erreichen kältere westliche Winde aus Afghanistan mit im Winter zunehmenden Schneefällen. In anderen Berggebieten regnet es mehr.

Die meisten anderen großen Gletscher ziehen sich Fowler zufolge zurück, was die Causa Karakorum nur noch interessanter macht. Dabei zeigen sich auch die Schwächen von Modell-Prophezeiungen [eigentlich zeigen die sich überall! Anm. d. Übers.]

Fowler weiter: „Aber das Zirkulationssystem bewirkt derzeit einen dämpfenden Effekt auf die globale Erwärmung [gibt es die überhaupt noch? Der Autor der Studie scheint doch stark alarmistisch angehaucht zu sein. Anm. d. Übers.], was die Gletscherschmelze im Karakorum reduziert, und jede Änderung hat sofort signifikante Auswirkungen auf Schmelzraten, welche wiederum ultimativ Auswirkungen auf die Flüsse der Region zeitigen“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/08/12/some-of-the-worlds-largest-non-polar-glaciers-are-expanding-despite-global-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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52 Kommentare

  1. Ich habe immer wieder gelinde Bauchschmerzen, wenn ich diese primitiven Modelle zur Erklärung der Gletscherdynamik präsentiert bekomme. Sind die grundlegenden Studien so ärmlich oder die Interpretation durch die Journalisten?
    Es ist eben nicht so einfach, dass es wärmer würde und der Gletscher sich deshalb zurückzöge.
    Die Gletscherdynamik ist eine Funktion vielfältiger Prozesse und statischer Größen. Die ominöse Mitteltemperatur ist, wenn überhaupt nur einer davon. Unabhängig von ihr ist der Niederschlag im Nährgebiet.
    Wenn Gletscher wachsen oder schrumpfen sollte zunächst einmal eine veränderte Niederschlagsbilanz geprüft werden.

    • Sehr geehrter Herr Merbitz,

      ich kann Ihre Bedenken wegen der Vereinfachung teilen, allerdings war es weniger der Beitrag selbst als die Diskussion, wo man sich wunderte „Anscheinend schmilzt das Eis der Gletscher auch bei Minustemperaturen. Jahrestemperatur auf der Zugspitze 2016: – 3,63 C.“
      Sie haben es ja schon angedeutet: nicht nur die Temperatur auch der Niederschlag entscheidet. Neben der Menge und der Verteilung spielt auch eine wesentliche Rolle. Im Fall der Karakorum-Gletscher sieht es so aus, dass die sinkende Sommertemperatur eine Rolle spielt. Herr Hemmer hatte ja den umgekehrten Fall beschrieben, wie bei wärmeren Sommermonaten und gleichbleibender Mitteltemperatur die Gletscher schrumpfen. In den Alpen, insbesondere in den westlichen und nördlichen Teilen, haben die Niederschläge eher zugenommen.
      Am Sonnblick kann man gut sehen, dass insbesondere der Anteil an Schneeniederschlägen im Sommer abgenommen hat. Bei gleichzeitiger Zunahme der Sonnenstunden ist es schon wahrscheinlich, dass dies zum Rückgang der Gletscher beiträgt, auch wenn die Gesamtmenge der Niederschläge nicht abgenommen hätte.

  2. Wer in den 80.er Jahren die Bücher von H.v. Ditfurth gelesen hat (ich kenne sie alle) weiß ein zentraler Punkt seiner Religionskritik war der von ihm so genannte „anthropozentrische Mittelpunktwahn“ – der Mensch als „Krone der Schöpfung“, von der Erkenntnis der Evolution als Trugschluss entlarvt. H.v. Ditfurth engagierte sich stark in der aufkeimenden Öko-Bewegung und wurde dann mit seinen Weltuntergangsszenarien – auch durch CO2 – Opfer genau dieses anthropozentrischen Mittelpunktwahns! Nur eben auf der anderen Seite der Medaille, wenn schon nicht „Krone der Schöpfung“ dann eben „Zerstörer der Schöpfung“. Dass das genau so ein Irrsinn ist wie der Anspruch auf Gottgleichheit, ist Ihm leider nicht mehr aufgegangen. Und bis heute dominiert dieses Negativ der „Krone der Schöpfung“ unser Gesellschaftssystem, wir sehen uns als der große Zerstörer. Alles nur eine Hybris aus gekränkter menschlicher Eitelkeit, wir werden entsprechend der biologischen Gesetze sowohl als Individuen als auch als Gattung irgendwann (aus)sterben, aber mit Sicherheit nicht an ein paar ppm CO2 mehr in der Atmosphäre als die, die zufällig im Moment unserer kurzen Existenz vorhanden waren. CO2, NO2, Feinstaub, Fukushima und in 200 Mio Jahren kollidiert unsere Milchstraße mit der Andromeda Galaxie; dagegen können die Grünen ja schon einmal einen Aktionsplan vorbereiten, wir müssen ja die Zukunft retten…..

    • Damals habe ich auch das Buch „So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen“ gelesen.
      Auf der einen Seite tut es mit leid, mein Taschengeld für diesen Salat bezahlt zu haben. Auf der anderen Seite gibt es einen Einblick, wie es möglich ist, dass „moderne wissenschaftlich denkende Menschen“ in der Lage sind, sich eine eigene religiöse Fantasiewelt auf Basis von
      Ökologie aufzubauen.
      Von Ditfurth schmeisst die Gefahr eines Atomkrieges in einen Topf mit Reaktor-GAUs. Auf der einen Seite weist er hin auf einen nuklearen Winter nach einen Atomkrieg, auf der anderen Seite warnt er vor Klimaerwärmung. Eigentlich egal was da steht – Hauptsache apokalyptisch genug um zu beweisen, dass der Homo Sapiens sich einst selber aus dem Weg räumen wird. Dieses Buch liest sich wie die Johannesoffenbarung – nur ökologisch inspiriert und interpretiert, denn es wird sowieso passieren (der Untergang des Homo sapiens) und NUR DIE ÖKOLOGIE kann diesen Prozess VERLANGSAMEN, NICHT AUFHALTEN.

  3. Ich möchte gerne folgende Bemerkung an den ARD schicken und bitte um Verbesserungsvorschläge an mosswerner@web.de

    Sehr geehrtes ARD-Team!

    Es geht um den Beitrag im Rahmen des Bildungsauftrags “Wissen vor acht – Natur” Das große Tauen – sind die Gletscher noch zu retten? Vom 15.08.2017 19:45 Uhr.
    Hier wurden gravierende wissenschaftlicher Fehler gemacht. Der Beobachtungszeitraum der Gletscher beschränkt sich keineswegs, wie im Beitrag behauptet, ausschließlich auf die letzten 200 Jahre. Vielmehr muss man die stetigen Änderungen der Gletscher im historischen Kontext von vielen Tausend Jahren sehen, um den ständigen Wechsel der Temperatur- und Niederschlagsänderungen und infolge dessen diese Einflüsse auf die Wachstumsphasen und Schrumpfphasen der Gletscher zu verstehen. Da wir vor 400 Jahren den kältesten Zeitabschnitt der “Kleinen Eiszeit” hatten, waren bis dahin die Gletscher wieder angewachsen, nachdem sie wegen des warmen Mittelalters vorher geschrumpft waren. Natürlich schrumpfen sie jetzt erneut nach der Wachstumsphase, ausgelöst durch die kalte “Kleine Eiszeit”, und wenn unsere jetzige warme Periode wieder vorüber ist, wachsen die Gletscher auch wieder an. Dieser stetige Wechsel ist völlig normal und natürlich. Die Kratzspuren an den jetzt freigelegten Rändern der Gletscher zeugen von früheren Gletschern. Auch werden als Zeugen Baumreste von Wäldern freigelegt, die sich früher dort befanden, wo jetzt die Gletscher abschmelzen. Es war also früher teilweise sehr viel wärmer als heute mit sehr viel weniger Eis. Von einem „ewigen Gleichgewicht“, wie im Beitrag behauptet, kann bei Gletschern nicht die Rede sein, auch nicht vom “ewigen Eis”. Es macht auch keinen Sinn, wenn Sie einen netten und bekannten Sänger einsetzen, dem das nötige Fachwissen fehlt und der, ohne dass es ihm klar ist, wissenschaftlichen Unfug erzählt, denn Sie müssen davon ausgehen, dass es auch Zuschauer gibt, die etwas vom Fach verstehen und die Fehler leicht erkennen. Damit tun Sie dem armen Sänger keinen Gefallen. Er glaubt etwas Gutes zu tun und weiß nicht, dass er Nonsens erzählt. Versuchen Sie mal statt dessen einen Glaziologen zu finden, der die Sache hoffentlich korrekt darstellt. Ich habe Ihnen einen Graphen beigefügt, der das ewige Auf und Ab der Gletscher im historischen Kontext zeigt, damit Sie die wissenschaftlichen Fehler erkennen können. Sie sehen auf den ersten Blick am variablem Auf und Ab, dass man nicht von einem Gleichgewicht sprechen kann. Auch sehen Sie die Schrumpfung des Eises im Mittelalter und das anschließende Anwachsen durch die „Kleine Eiszeit“. Nach 1860 schrumpft das Eis nun wieder, so dass wir jetzt ähnliche Zustände haben, wie auch schon im Mittelalter. Nur und ausschließlich die letzte Schrumpfphase nach 1860 ohne die davor liegenden Änderungen zu betrachten ist nicht wissenschaftlich. Sollten Sie mit dem Graphen nicht klar kommen, suchen Sie sich Rat bei kompetenten Glaziologen in bekannten Universitäten.
    Nehmen Sie bitte Ihren Bildungsauftrag ernst und bereiten Sie wissenschaftliche Beiträge etwas besser vor.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Werner Moß

    Anhang: http://vademecum.brandenberger.eu/grafiken/klima/aletsch.jpg

    • Möglichst bald abschicken. Nur zur Info: Im warmen Mittelalter war der Pasterze-Gletscher gar nicht da, es handelte sich um eine Hochalm. Pasterze könnte man mit Viehweideland übersetzen. Der Begriff ist slawischen oder rätoromanischen Ursprungs und wurde eingedeutscht.

      • Nur zur Info: Im warmen Mittelalter war der Pasterze-Gletscher gar nicht da,

        Sehr geehrter Herr Kowatsch, haben Sie dafür Belege?
        Bisher hatte ich nur gelesen, dass der Zungenbereich der Pasterze im Zeitraum ca. 1300 Vor Christus eisfrei war und sich dort Torfmoore befanden, die am mittlerweile unter dem schmelzenden Gletscher geborgen hatte. Von mittelalterlichen Funden habe ich nichts gelesen. Möglicherweise lag das Zungeende der Pasterze im Mittelalter höher als heute. Immerhin hat sich die Pasterze in den vergangenen 17 Jahren auch über 700m zurückgezogen. Selbst wenn en heute nicht mehr wärmer werden sollte die Pasterze wird sich noch weiter zurückziehen, bis sie sich auf die derzeitigen klimatischen Bedingungen eingestellt hat.
        Auch kann ich mich erinnern, dass die Baumgrenze zur (warmen) Römerzeit ca. 300m höher lag. Auch die Gleichgewichtslinie der Pasterze wird sich pi mal Daumen um diesen Betrag gehoben haben. Aber selbst dann wäre der obere Teil der Pasterze als (kleiner) Gletscher zur Römerzeit noch vorhanden gewesen.
        Ich halte Ihre Behauptung für nicht stichhaltig, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Wenn der Begriff aus dem Slawischen oder Rätoromanischen kommt, wieso soll er dann im Mittelalter von den Kärntnern verwendet worden sein?

        • Der Dumme begreift nicht.
          Ich meine greifen, händisch, wörtlich.

          Kennen sie neueste Ergebnisse nicht, oder wollen sie nicht.
          Lösen sie mal das Rätsel des des Wortes Pasterze! Ist mit Sicherheit sehr alte Sprache, und soll was bedeuten? ….. Selber googlen, – und das richtige finden.

          Die Gegend kenn ich fast wie meine Hosentasche.
          Da siedelten ganz nah die ollen Römer, saudumm auch, dass da auch noch ein ein Flurname mit dem Wortteil Wein-…. beginnt.

          Saudummer Zufall aber auch, alles wegen diesen
          dämlichen römischen Sandalenträgern,

          Kleiner Tip. Reisen, Lesen, und Verstehen bildet ungemein!

        • Lieber Herr Ketterer
          Ihre 2 Fragen zeigen, dass Sie vielseitig interessiert sind, ebenso wie ich. Sie fragen, wenn der Begriff Pasterze aus dem Slawischen kommt, wieso soll er dann von den Kärtnern(Deutschen) verwendet worden sein. Ich antworte: Deutschland war nicht immer ein einsprachiges Land, in Mitteleuropa lebten diverse Völker im gleichen Raum. Wieso hat der Fluß durch Nördlingen -Wörnitz- einen slawischen Namen, ebenso der Fluß durch Nürnberg. Viele unsere Flüsse in Württemberg tragen noch keltische Namen und die Bezeichnung -wörth, werder, verden ist ebenfalls keltischen Ursprunges und bedeutet Insel. Bis im Mittelalter wurde im Vorarlberg und Südtirol noch der Kelto-romansiche Dialekt gesprochen und vor allem in Südtirol sind viele Landschaftsbezeichnungen noch aus dieser Sprache beibehalten worden. Kärnten, Steiermark und Burgenland haben heute noch slawische Überbleibsel in den Landschaftsbezeichnungen, weil einstmal Deutsche, Slawen, Awaren, romanisierte Kelten und sogar Ungarn dort lebten. Bei einer Radtour im Burgenland, 60 km südlich von Wien, war ich vor 20 Jahren überrascht als ich durch 2 kroatisch sprechende Dörfer kam, die wohnen schon „immer“ hier, erkärte man mir. Zum Pasterzegletscher; in diesem Raum lebten wohl vor 1000 Jahren mehrere Völker, wobei auch Ungarn bzw. Awaren sich angesiedelt hatten. So mag manche Landschaftsbezeichnung als Lehnwort in die andere Sprache übergegangen sein. In Südtirol hat sich die deutsche Sprache erst nach dem Bauernaufstand auf Druck der Haubsburger durchgesetzt. Die Bezeichnung Graz könnte übrigens auch slawischen-awarischen Ursprungs sein. Ihre Frage 1: Belege? Das habe ich mal in einer Sendung des ORF vor einigen Jahren mitbekommen. Natürlich kann ich nicht belegen, dass der Pasterzegletscher im Mittelalter noch gar nicht da war, des sagte nur der Sprecher. Er behauptete auch, dass die heutigen Almen im Mittelalter ganzjährige Siedlungseinrichtungen trugen. Belege? Keiner von uns war dabei, man erzählt halt weiter, was man gehört/gelesen hat und wenn viele dasselbe sagen, dann wird die Aussage irgendwann zur historischen Wahrheit. Bei unserem winzigen Teilort Seitsberg- 400m nördlich des Limes- ist nirgendwo ein Berg in der Nähe. Aus welcher Sprache wurde wohl dieser Begriff entnommen?

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
            ich hatte nicht angezweifelt, dass dort wo heute (noch) die Pasterze-Zunge liegt einstmals (Römerzeit?!?) eine Hochalm war – also Weideland.
            Nur haben Sie behauptet, „Im warmen Mittelalter war der Pasterze-Gletscher gar nicht da“.
            Wenn ich Arbeiten der Pasterze-Experten lese (Nein ein Autor Namens Reichart ist dort nicht aufgetaucht), dann belegen diese, dass dort wo heute die Gletscherzunge der Pasterze liegt in der Bronzezeit und davor auch Bäume standen. Ihren Satz hatte ich bei keinem der Experten gelesen. Der „Pasterzeboden“ liegt zwischen 2900 und 3200 m Seehöhe. Es spricht wenig dafür, dass in dieser Höhe im Mittelalter kein (kleinerer) Pasterzegletscher lag.
            Die Entwicklung der Höhe der Baumgrenze

            http://www.geooek.uni-bayreuth.de/geooek/bsc/de/lehre/html/85904/nicolussi_et_al_2005_holocene_tree-line.pdf

            legt nahe, dass die nicht vorhandenen Pasterze im Mittelalter nicht wirklich wahrscheinlich ist.

          • Kann Ihnen nur beipflichten.
            Kenne noch viele Beispiele, z.B. Flußnamen, nördlich und südlich der Alpen, fast gleich. Ich hörte Sprachen, wie Rätoromanisch, Ladinisch, oder das erst vor nicht zu langer Zeit wiederentdeckte Althochbayrisch, wurde wirklich so bennant.
            Wenn ich in Urlaub war, – nein besser, eine Reise machte, haben mich Land, Leute, Sprache, Kultur, Geschichte, und Natur gleichermaßen interessiert.
            Damit habe ich meine Weltsicht gebildet.
            Damit ging es mir bisher sehr gut, denn mit Erfahrung kann man auch widersprechen.
            Meist hat der andere dann das Problem. 😉

    • @F.Ketterer
      Das Problem was Sie aber haben, ist nicht das Schrumpfen von Gletschern sondern die Zunahme….die AGW Truppe hat das CO2 bereits so „Böse Warm“ gemacht, dass es keine Zunahme bei Gletschern/Eis mehr geben darf.

  4. Danke für den Artikel und die guten Argumente, einem möchte ich aber widersprechen: „…Während sich die meisten Gletscher als Folge globaler Erwärmung zurückziehen..,“ Für mich steht nicht fest, dass es diese behauptete Erwärmung überhaupt gibt. In der freien Fläche sehe ich keinen verfrühten Frühlingsbeginn in Deutschland und die ländlichen Stationen zeigen auch keine Erwärmung. Weshalb der Schneefernergletscher trotzdem kleiner wird ist mir ein Rätsel. Die Zugpsitze hatte schon immer Jahresminustemperaturen und fast alle Niederschläge, also auch im Juli und Augst fallen als Schnee (so erst vor einigen Tagen). Sicher, an warmen Tagen schmelzen die schnell wieder, aber das war auch früher so. Wichtig ist: Die Niederschläge haben in Deutschland vor allem im Winterhalbjahr zugenommen, und dieser Schnee schmilzt nicht, sondern trägt zur Eisbildung bei. Mir ist das ein Rätsel, weshalb die meisten – nicht alle- Gletscher in den Alpen kleiner werden. An den Temperaturen kann es nicht liegen. Anscheinend schmilzt das Eis der Gletscher auch bei Minustemperaturen. Jahrestemperatur auf der Zugspitze 2016: – 3,63 C. Zum Vergleich der kalte Januar 2017 im DWD-Deutschland: -2,2 C . Herr Kämpfe hat bereits eine Begründung gefunden, die ich hier aber nicht nennen möchte, weil ich auf weitere Erklärungen warte. Was Herr Hofmann schreibt, halte ich grundsätzlich für richtig, aber das Wachstum hätte bereits einsetzen müssen.

    • “ […] fast alle Niederschläge, also auch im Juli und Augst fallen als Schnee (so erst vor einigen Tagen)“

      Sehr geehrter Herr Kowatsch, hier muss ich Ihnen widersprechen:
      Im Sommer überwiegt derzeit die Anzahl der Tage mit (nur) Regen die Anzahl der Tage mit (nur) Schnee. Bei Niederschlag haben wir auf der Zugspitze in den Sommermonaten bis in den Spetember hinein bei den Tagesbeobachtungen überwiegend Schnee und Regen oder Schneeregen. Ihre Behauptung, dass der Winterschnee nicht schmilzt ist falsch. Als Naturkundelehrer muss ich Ihnen nicht erklären, dass der Schnee, der einen Sommerüberstandenhat ersteinmal Firn genannt wird. Selbst dieser ist auf der Zugspitze dieses Jahr fals aller verschwunden:
      https://zugspitze.panomax.com/
      Und der Schnee, von dem hier so enthusiastisch berichtet wurde ist bis auf wenige Schneeflecken in geschützten Mulden verschwunden.
      Wahrscheinlich haben ihn grüne Männchen heruntergetragen. Oder es ist wärmer geworden. Im Übrigen ist die (mittlere) Temperatur nur einer der Faktoren bei der Gletschermassenbilanz: Winterniederschläge (Schnee) und vor allem über den Sommer verteilte Schneeniederschläge spielen eine wesentliche Rolle.

    • freie Fläche und Frühlingsbeginn

      Hallo Herr Kowatsch, ich habe Hinweise gefunden dass im Altertum die Kaulquappen recht pünktlich im Jahr schlüpfen.

      Hätten Sie mir Links zu vertrauenswürdigen Aufzeichnungen / Institutionen mit denen so eine Aussage überprüft werden kann (je älter je besser).

      MfG

        • l. Keine Ahnung vom Gebirge, und dessen Wandlungen; […]

          Sehr geehrter Herr Reichart,
          Wenn sie mir Ahnungslosigkeit attestieren wollen, nur zu Butter bei die Fische.
          „vom Gebirge, und dessen Wandlungen“ habe ich schon mehr als nur eine Anhung. Wer es sehen will, kann feststellen, dass heute dort Bäume wachsen, wo vor ca. 40 Jahren noch der Gletscher lag.

          • Lieber Hr. Ketterer,
            und man findet heute unter „sterbenden“ Gletschern die Reste von Arven (das ist eine Baumart), die dort vor vielen Jahren vom vorstossenden Eis begraben wurden. Siehe Prof. Patzelt und Prof. Schlüchter.
            Mfg

          • Ja Herr Mueller,
            diese findet man,
            und das Alter dieser Baumreste deutet daruaf hin, dass diese vor Christi Geburt wuchsen.
            Im Übrigen findet man auch heute Bäume, die oberhalb der Gletscher (zungen) wachsen.

          • Wenn Sie soviel Ahnung haben, sagen Sie mal wie lange und wo Sie da rumgelaufen sind.
            Vor allen Dingen was sie da beobachtet haben!

            Hölzer in Seitenmoränen? Vertorfte Kleinseen auf über 2500 Metern. Holzreste plus neuer Vegitation vor einem Gletschertor, welche Höhe?, klickts? Vermutlich nicht!
            Man kann als Sehender, oder Blinder durch die Welt, das leben rennen!

            Mich hat das Sehen, und Verstehen wohl des öfteren vor Unbill gerettet. War knapp, aber hat!

            Und nun soll ich plötzlich simmulierten Unsinn glauben.

            Ein Satz speziell für Sie!!
            “ Der Kluge lernt von allem, und jedem; Der normale aus seiner Erfahrung; Der dumme weiß alles Besser“
            Soll von einem alten Griechen stammen!
            Bitte widerlegen. 😉

          • Lieber Hr. Ketterer,
            danke sehr. Diese Untersuchungen von Prof. Patzelt und Prof. Schlüchter, die nachweisen, dass das Klima vor mehr als 2000 Jahren in den Alpen viel milder war als heute, sind Ihnen also bestens bekannt. Ebenso demnach die Tatsache, dass die Baumgrenze damals auch höher lag als heute und grosse Bereiche, wo sich noch heute Gletscher befinden, eisfrei waren. Damit ist die ganze Verve, mit der Sie hier diejenigen angehen, welche die angebliche Dramatik des heutigen Eisrückgangs in Zweifel ziehen, als bewusstes Täuschungsmanöver entlarvt. Und dass die Prof. Patzelt und Schlüchter, beides erfahrene Fachleute auf dem Gebiet auch der Glaziologie, sich bei Ihren Untersuchungen nicht vergewissert hätten, dass es sich bei Ihren Befunden nicht um „Absturzopfer“ von der seitlichen Gletscherzungenflanke handelte, glauben Sie doch wohl selbst nicht.
            Also: Wir halten fest, dass das Klima vor rund 2000 Jahren in den Alpen erwiesenermassen viel milder war als heute. Und das bei einem CO2-Gehalt, der viel niedriger lag als heute. Damit ist das ganze CO2-Klimakonstrukt hinfällig, und das Gejammer der Presse sowie einiger „Wissenschaftler“ über eine angeblich katastrophale Klimaerwärmung durch menschengemachtes CO2 ist als Lüge entlarvt. Nochmals danke.
            Mfg

          • Und viel früher wuchsen dort auch schon welche.
            Kamen unters Eis, und heute wieder zum Vorschein.
            Nicht das ewige Eis ist ewig, sondern der Wandel des Wetters/Klimas.

    • l. Die Zugpsitze hatte schon immer Jahresminustemperaturen und fast alle Niederschläge, also auch im Juli und Augst fallen als Schnee (so erst vor einigen Tagen). Sicher, an warmen Tagen schmelzen die schnell wieder, aber das war auch früher so. Wichtig ist: Die Niederschläge haben in Deutschland vor allem im Winterhalbjahr zugenommen, und dieser Schnee schmilzt nicht, sondern trägt zur Eisbildung bei.

      Sehr geehrter Herr Kowatsch,
      Was Sie hier schreiben bedarf einer Korrektur: Die Niederschläge in den Sommermonaten auf der Zugspitze sind auf Tagesbasis betrachtet von Regen und Schnee oder auch Schneeregen geprägt. In den Sommermonaten gibt es aber bis in den September hinein mehr Tage an denen es nur regnete als solche an denen es nur schneite. Die Durschnitttemperatur ist nicht wirklich hilfreich, wenn man sich die Gletschermassenbilanzen ansehen will. Wenn Sie sagen „der Schnee schmilzt nicht“, dann genügt aus der Ferne ein Blick in die Zugspitz-Webcam:
      https://zugspitze.panomax.com/
      Man kann einfach im Archiv zurückblicken: der Schnee vom Samstag hatte am Sonntag noch den ganzen Schneeferner in schönem Weiß gehalten. Heute sehen Sie, dass der Schneeferner kaum noch Flächen mit Firn („Schnee aus dem letzten Jahr“) hat: das meiste ist nur noch ausgeapertes Eis. Woher soll da Eiszuwachs kommen? Sie sehen doch sicherlich selbst die Schmelzwasserrinnen auf dem Eis des Schneeferners.
      Schneeflecken gibt es noch einige wenige in geschützten Muldenlagen Die selbe Übung können Sie dann nochmals vor Beginn des Oktoberfestes und Sie werden sehen, dass der Scheeferner auch dieses Jahr an Masse verloren hat. Wenn Sie Glück haben findet sich zum Ende der Schmlzperiode Im September noch ein kleiner Firnflecken, unter dem das Eis etwas zulegt: auf dem größten Teil des Schneeferners werden Sie – wie auch in den vergangenen Jahren – vor allem ausgeapertes Eis finde, das in der Augustsonne munter vor sich hinschmelzen wird, also Massenverlust.

    • „Mir ist das ein Rätsel, weshalb die meisten – nicht alle- Gletscher in den Alpen kleiner werden. An den Temperaturen kann es nicht liegen.“

      Die Globalstrahlung hat möglicherweise zugenommen. Langzeit-Reihen der Globalstrahlung von Wetterstationen in den Alpen habe ich leider nicht. Ich kenne nur die der Säkularstation Potsdam ab 1937. Betrachtet man nur die Monate Mai-August von 1956-2016 so hat unter Zugrundelegung eines linearen Trends die Globalstrahlung von 198 W/m² auf 214 W/m² zugenommen.

  5. Die Klimaalarmisten sind schon ein komischer Haufen. Wird es ein bisschen wärmer, was uns reichlich Nahrung und ein bequemes Leben beschert, passt es denen nicht. Würde es kälter werden und diese Kälte vom Oktober bis April oder Mai, mit Schnee und Eis andauern, bin ich mir sicher, würden die gleichen Deppen ebenfalls wieder reklamieren und das ganze dann als angeblicher „Klimawandel“ verteufeln. Wobei das Motiv fast immer Geld ist.
    Es braucht eine politisch unabhängige, rechtlich über jeden Staat erhabene, globale Instanz, oder Gremium, welches befugt ist, die Medien zu zwingen, Fakten unverschleiert zu veröfentlichen. Politiker oder Staaten rechtlich zurecht zu weisen oder direkt zu belangen. Solange eine solche Instanz nicht existiert, wird es immer Missbrauch in den Demokratien geben. Deutschland, England, Österreich und die Schweiz sind Paradebeispiele, wie man das Volk in die gewünschte Richtung manipuliert. Das muss zwingend unterbunden werden, sonst vernichten diese „Machthaber“ unseren Wohlstand und unsere Wirtschaft.
    René Funk

    • „Es braucht eine politisch unabhängige, rechtlich über jeden Staat erhabene, globale Instanz, oder Gremium, welches befugt ist, die Medien zu zwingen, Fakten unverschleiert zu veröffentlichen. Politiker oder Staaten rechtlich zurecht zu weisen oder direkt zu belangen“.
      Wir haben schon genug solche angeblich unabhängigen Instanzen. Die sind wie der IPCC paritätisch bestückt und achten sorgfältig auf die politisch richtige Meinung und darauf, dass die Clan(Regierungs-)Interessen – meistens um Geld zu bekommen – ausreichend vertreten sind. Die Deutsche Umwelthilfe ist auch eine politisch unabhängige Instanz welche sogar Fakten präsentiert (um damit über die Gerichte unverschleiert Geld zu verdienen).
      Eine wirkliche Lösung wäre Drittmittel-unabhängige, nicht politisch beeinflussbare Forschung, die es erlaubt, Studienergebnisse welche den politischen Vorgaben widersprechen zu veröffentlichen, ohne dadurch die Karriere in den Wind schreiben zu müssen.

      • @Helmut Kuntz
        Ein Mittel wäre es, die GEZ abzuschaffen….diese Abhängigkeit von Medien zur Politik durch eine Fernsehrat in dem die Parteien vertreten sind würde somit der Vergangenheit angehören. Wo viel Geld (Steuergeld und Zwangsabgaben) vorhanden und eingesetzt (verteilt) wird, da ist auch immer viel Missbrauch, Betrug, Macht und Propaganda im Spiel.
        ARD und ZDF gehört dieser Zwangsabgabeneintreibungsstatus von Gebühren entzogen und diese ÖR-Medienanstalten müssen sich ihr Geld über Angebot und Nachfrage verdienen.
        Die GEZ Gebühr ist das wahre Problem in der Deutschen Gesellschaft/Medien-Politik!

        • Mittlere Temperatur taugt wenig: werden die Winter kälter bringt dies nicht in jedem Fall mehr Schnee. Werden die Sommer wärmer bleibt im Mittel die Temperatur gleich, der Gletscher wird aber kleiner werden.

    • Das Geldmkotiv unterstelle ich eher den Leugnern des Klimawandels. Damit meine ich nicht Sie als Person, ich denke nicht, dass sie an Erdöl verdienen,sondern den Großkonzernen, die die entsprechenden Ressourcen nutzen.
      Helmut Handler-Kunze

        • „Ein weiterer Indikator für lang­fristige Klimaänderungen ist die Häufigkeits­verteilung von Temperaturextremen. In der Grafik unten sind die europäischen Sommertemperaturen der letzten Jahrhunderte visualisiert – links stehen die kühlsten, rechts die wärmsten Jahre. Alle Hitzerekorde traten nach dem Jahr 2000 auf. Weltweit ist das Bild ähnlich. Die Rangfolge der wärmsten Jahre seit 1880 lautet: 2010, 2005, 1998, 2003, 2002, 2006, 2009, 2007, 2004 und 2012.“ Es tut mir leid, die genannte Grafik kann ich nicht einbinden. Die Daten sind aus 2013. Wie es weiter gegangen ist, wissen wir.

          Helmut Handler-Kunze

        • ZAMG, Wien:
          „Abbildung 1 zeigt oben die globale Temperaturentwicklung der letzten knapp 170 Jahre, also des durch Messdaten belegten Zeitraumes. Die 2000er-Jahre waren mit einer Abweichung von +0,49° C (über dem Mittelwert des Zeitraumes 1961–1990) das bisher wärmste vollständige Jahrzehnt. Alleine in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends (2001–2016) erwärmte sich die bodennahe Atmosphäre um 0,19° C. Vorläufiger Spitzenreiter sind 2016 und 2015, gefolgt von 2014, 2010, 2005 und 1998.

          Regional gibt es natürlich Abweichungen vom weltweiten Erwärmungstrend. Wie man aus Abbildung 1 erkennt, gehört Österreich zu den Regionen, in denen die Temperaturzunahme stärker als im weltweiten Mittel ausgefallen ist – und zwar etwa doppelt so stark. Hauptursache dafür ist, dass sich die Luft über Landflächen generell rascher erwärmt als über den thermisch trägeren Ozeanen. Aber auch eine Nordwärtsverlagerung des subtropischen Hochdruckgürtels, die zu einer beobachteten Zunahme von Luftdruck und Sonnenschein geführt hat, wird als Ursache für den überproporzionalen Temperaturanstieg diskutiert.

          Innerhalb Österreichs verliefen die Langzeitvariationen des Temperaturverlaufs in großer räumlicher Übereinstimmung. Nennenswerte Unterschiede in der Temperaturentwicklung gab es weder in der Horizontalen noch in der Vertikalen: Auf dem Sonnblick in 3100 m Seehöhe z. B. hat sich die Atmosphäre seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ebenso um etwa 2° C erwärmt wie in Wien.

          Helmut Handler-Kunze

      • Lieber Hr. Handler-Kunze,
        nennen Sie doch bitte Personen und Institutionen, die nach Ihrer Kenntnis von den „fossilkapitalistischen Kräften“ für Propagande für „Klimawandelleugnung“ bezahlt werden.
        Ich kenne da niemanden. Für das Gegenteil gibt es dagegen zahllose Beweise, so z.B. die „Agora Energiewende“, die Heinrich-Böll-Stiftung oder die Herrschaften von „Klimaretter“, um nur einige prominente Beispiele zu nennen. Oder kennen Sie auf der Gegenseite Institutionen wie das PIK, die auf Staatskosten mit Millionenbudgets alimentiert werden?
        Mfg

          • Sehr geehrter Herr Bühner, irgendwie kann ich auf Ihre Zeilen nicht antworten. Vielleicht lesen Sie es hier? Sie wissen genau, was ich meine: Bis die Gletscher wieder wachsen, geschweige denn so wachsen, dass wir uns fürchten müssen, vergehen so viele Jahrhunderte, wahrscheinlich Jahrtausende, dass unser Fremdenverkehr sich besser nicht auf diese Hoffnungen einstellt.

        • Speicherkraftwerke decken den Spitzenstrombedarf. Die Illwerke verkaufen dabei einen großen Teil nach Deutschland. Zu den Tagesspitzen, besonders den Produktionsspitzen wird Spitzenstrom erzeugt, nächtens mit Billigstrom das Wasser wieder hochgepumpt. Das wissen Sie aber sicher. Der stetige Zufluss der Gletscherwässer gleicht so gut es geht, die niederschlagsarmen Tage und Wochen aus. Fällt das weg, hat ein Pumpspeicherwerk Probleme.

          • Wer glaubt, mit Pumpspeichern ein immer kränker werdendes Netz stabil halten zu können, ist auf dem Holzweg. Allein Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke reichen, um billigen, unschädlichen und umweltfreundlichen Strom herzustellen. Gas und Wasser sollte man, in kleinem Maße, wenn überhaupt Bedarf besteht, als teure Ergänzung betrachten. Mit sauberer Luft, Wetter und Klima hat das nichts zu tun. Sie wandern gerne, das ist erfreulich.

        • Sehr geehrter Herr Bühner, ich persönlich benötige keinen Gletscher, obwohl mich die unglaublichen Optiken sehr erfreuen, wenn ich wieder einmal in meiner Heimat Richtung Biz Buin unterwegs bin. Leider schaffe ich es nicht, hier Fotos einzubinden. Der Vergleich von zwei Aufnahmen aus dem Jahr 1927 und 2011 treibt jedem Wanderer die Tränen in die Augen.
          Am Fuße des Piz Buin befinden sich zwei Gletscher: der Ochsentaler- und der Vermuntgletscher. Beide haben eine Fläche zwischen 180 und 250 Hektar. Von den 20 Gletschern auf der Vorarlberger Silvretta sind sie die zwei größten. Die großen Silvretta-Gletscher stehen seit 1893 unter Beobachtung. „Damals wurde auf Initiative des Alpenvereins damit begonnen, die Längenänderung der Gletscher zu messen“. Seit 1893 ist die Fläche der Gletscher in der Silvretta um 60 Prozent zurückgegangen, ihr Volumen um fast 70 Prozent, ihre Länge um mehrere Kilometer.
          Neben der Steinschlaggefahr (durch den Rückgang des Ochsentaler Gletschers und das dadurch freiwerdenden Geröll ist der Aufstieg über das Wiesbadener Grätle nicht mehr möglich. Es besteht Lebensgefahr durch Steinschlag. Dan kann man berechtigt sagen:“ Na und, ich muss dort nicht hinauf“ und hat natürlich Recht. Aber der Wasserspeicher Gletscher, der vor allem hier in vielen Bereichen für die Füllung der Speicherkraftwerke hauptverantwortlich ist, in diesem Fall die Kraftwerksgruppe Vermunt, die aus dem Silvrettasee beschickt werden, dürfte das viel größere Problem sein.

          Helmut Handler-Kunze

          • Zum Füllen der Speicher reichen Schnee und Regen. Wenn die Gletscher nicht mehr schmelzen, sondern wachsen, bleiben, Ihrer Meinung nach, die Speicher leer.

          • Lieber Hr. Handler-Kunze,
            als neigieriger Mensch würde ich fragen: Ist es nicht Aufgabe eines alpinen Speicherkraftwerks, den Zufluss des Sommers zu speichern, weil im Winter die Kälte den Zufluss unterbindet?
            Wenn die Speicher nicht voll werden, würde ich die Frage stellen, ob dies nicht daran liegen könnte, dass die Niederschläge übers Jahr gesehen geringer geworden sind. Dazu gehört auch die Frage nach den winterlichen Schneehöhen. Sind Sie dieser Frage schon einmal nachgegangen? Denn wenn die Niederschläge langfristig zurückgegangen sind, haben Sie auch die Erklärung für den Gletscherrückgang.
            Mfg

          • Lieber Fred F. Müller
            Die Niederschläge im Winterhalbjahr haben laut DWD-Statistik um 26% in Deutschland seit 1881 zugenommen und nicht abgenommen. Im Sommerhalbjahr sind die Niederschläge etwa gleich geblieben. Wenn die Speicher nun nicht mehr voll werden, dann ist die erhöhte Abnahme, also der Wasserverbrauch der Bevölkerung, Industrie, Landwirtschaft und… die Ursache.

          • Herr Müller, Herr Handler-Kunze
            Meine Frage am ersten Tage des Artikels, welche wahrscheinlich die vielen Kommentare ausgelöst haben, war: weshalb die heutigen Alpengletscher in ihrer Mehrheit (in den letzten 30 Jahren) immer noch schrumpfen, gerade am Niederschlag und an den Temperaturen – diese beiden Faktoren werden meistens genannt – kann es nicht liegen, denn die stehen auf Wachstum. Der Artikel selbst bringt mir zu wenig an Erklärung.
            Eine gute Antwort wurde mit der Zunahme der Solarstrahlung genannt, aber der Schneefernergletscher liegt hauptsächlich im Schatten und die Augustschneefälle sind dort ebenso weg wie auf dem Aussichtsplateau. Eigentlich sind beide Plätze nicht vergleichbar, denn auf dem Aussichtsplateau wird der frisch gefallene Schnee bis 11 Uhr mit Räumfahrzeugen entfernt, die sommerlichen Sonnenstrahlen wärmen den Beton sofort und große Menschenmassen bringen Wärme auf den Berg. Momentan wird die Temperatur dort -10.30 Uhr- mit 0C angegeben, auf dem Gletschereis selbst müßte es somit viel kälter sein, frisch gefallener Schnee im August sollte zu Teilmengen erhalten bleiben, es sind jedoch keine August-und Julischneereste mehr da und Räumfahrzeuge mit Salzstreuung auf dem Gletscher konnte ich noch nie entdecken
            Auch aus den Aussagen von Herr Ketterer konnte ich noch keine Anhaltspunkte für diese mich interessierende Frage finden. Ich will eigentlich sagen, dass es für Wachstum und Schmelzen eines Gletschers noch viele andere Gründe geben muss als Temperatur und Niederschläge und danach suche ich für einen zukünftigen Artikel. Dabei ist es egal, ob vom Pasterzegletscher im Mittleralter noch kleinere Reste da waren oder nicht. Dass die Pasterze im Sommer so stark schmilzt liegt wohl auch an dem dunklen russigen und dreckigen Eis.
            Den Männern empfehle ich folgenden Winterversuch: Man möge in den frische gefallenen Schnee nur einige Tropfen Urin pinkeln – nicht die volle Ladung- , so dass kaum was sichtbares bleibt und täglich den Fortgang beobachten. Selbst die geringe Tageshelligkeit der Sonne reicht aus, dass nach einer Woche ein sich verbreiterndes Loch im Schnee entstanden ist, das bald den dunklen Boden erreicht. Oder ist die Tageshelligkeit und die nächtlichen Minustemperaturen egal? Gibt es andere Gründe. Die ganze Gletscherforschung ist für mich bislang unbefriedigend. Ich weiß nur, dass Gletscher entstehen und vergehen, die Temperatur ist sicherlich nur ein Grund unter vielen.

          • Her Kowatsch: „Eine gute Antwort wurde mit der Zunahme der Solarstrahlung genannt, aber der Schneefernergletscher liegt hauptsächlich im Schatten und die Augustschneefälle sind dort ebenso weg wie auf dem Aussichtsplateau.“

            Sehr geehrter Herr Kowatsch,
            ich hatte Ihnen nicht aus Besserwisserei den Link zur Zugspitzbahn-Webcam verlinkt. Sie könnte sich ja einmal einen sommerlichen Tagesverlauf ansehen:
            Im Juni liegt der Schneeferner mehr als 11 Stunden in der Sonne, falls diese nicht von Wolken/Nebel verdeckt wird. Im Hochgebirge können das dann schon mal 1 KW sein, was da auf den Quadratmeter einfällt.
            Ihrem Beitrag von 10:25 zu der Niederschlagsentwicklung möchte ich zustimmen. Herr Mueller lag mit seinen Mutmaßungen über den nachlassenden Niederschlag als Ursache des Gletscherrückganges in den Alpen (zumindest für den nordwestlichen Teil) falsch.

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