Haben Sie ein Haustier? Dann müssen wir ehrlich mal darüber reden!

Bild: Jewgenia Stasiok  / pixelio.de

Helmut Kuntz
Leider gelingt es Trump in Amerika nicht, den dort von seinen Vorgängern aufgebauten und gehätschelten Klimawandelunsinn zu stoppen. Als Folge ist diese Nation für unsere investigativen Medien nicht nur eine Quelle für das zur täglichen Gewohnheit gewordene Trump-Bashing, sondern weiterhin auch für wirklich wichtige Informationen zum Klimawandel.


SPIEGEL ONLINE lieferte dafür gerade ein Beispiel:
SPON 07.08.2017: US-Analyse Hunde und Katzen sind schlecht fürs Klima
Niedlich, ein Seelentröster – und schlecht für die Umwelt. Hunde und Katzen verursachen vor allem über ihren Fleischkonsum einen beträchtlichen jährlichen Treibhausgas-Ausstoß. Allein in den USA entspreche dieser der Klimawirkung von rund 64 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich, ergab eine im Fachmagazin „PLOS ONE“ vorgestellte Hochrechnung. Der Wert entspricht in etwa der Klimabilanz aller Einwohner von Berlin und Hamburg….
In Berechnungen zum Umwelteinfluss des Nahrungsmittelkonsums im Land flössen Haustiere aber bisher nicht ein, erklärt Gregory Okin von der University of California in Los Angeles (UCLA) … „Aber ich denke, wir sollten uns klar sein über die Auswirkungen, die Haustiere haben, und ehrlich darüber reden.“

Nun sind 64 Milllionen Tonnen CO2 eine Klimagefahr zwischen 0,000021 … 000064 °C / pa. Man hat also je nach Forcingannahme ca. 3.100 … 9.500 Jahre Zeit, bis der Einfluss aller Haustiere der USA mit einem Thermometer überhaupt signifikant als Temperaturunterschied von 0,2 Grad (Messungenauigkeit einer modernen, sauber geeichten und aufgestellten Temperaturstation) gemessen werden kann. An Pedanten der CO2-Klimatheorie gerichtet: Dabei ist nicht eingerechnet, dass das anthropogene CO2 ca. alle 100 Jahre resorbiert ist und damit neu eingebracht werden kann, was die Zeit nochmals um mehrere Multiplikatoren verlängert.

Trotz solch ungeklärter Detaildiskussionen. Diese gerade noch verbleibende Zeit von vielen, vielen Tausend Jahren sollte man unbedingt nutzten, um sich harte Maßnahmen endlich auch für Haustierbesitzer zu überlegen, damit die Welt auch an diesem brisantem Klimazipfel noch gerettet werden kann. Und SPON muss man wirklich danken, gerade noch rechtzeitig darauf hingewiesen zu haben.

Denn es führt ja nun zu dem Entscheidungszwang, welche Rettungsmaßnahme die bessere ist:
Alle Haustiere in den USA aus Klimaschutzgründen verbieten – was mit Trump dort nicht mehr gelingt, oder alternativ die Bewohner von Hamburg und Berlin abschaffen, was ganz ohne Blutvergießen gelingen könnte, indem man zum Beispiel einfach das Kopulieren dort für den Zeitraum einer Generation verbietet (natürlich nur für Personen, welche schon länger im Land leben, sonst wäre es ja diskriminierend).

Vorab könnte man zumindest für die Katzen schon mal das Dosenfutter verbieten und nur noch die Ernährung durch nachhaltig in der freien Natur aufgewachsene Mäuse erlauben (durch Zufüttern nicht nachhaltig aufgewachsene Gartenvögel kommen nicht in Frage). Mancher Katzenbesitzerin mag davor grausen, doch früher wurde genau das gemacht (und trotzdem ist die Temperatur angestiegen – was aber ein anderes Thema wäre).
Für Hunde fällt dem Autor aktuell nichts wirklich Nachhaltiges ein. Seit dem Mailverkehr kommt der Briefträger zu selten und der vom UPS noch zu selten, nachhaltig ernährte Katzen erwischt ein träger Wohlstandshund kaum. Allerdings können Hunde bedenkenlos Regenwürmer, Schnecken, Käfer, Fliegen und Ähnliches verspeisen. Für Gartenbesitzer also problemlos und für Stadtwohnungen wird irgendein Startup dazu schon Lösungen finden. Schnittlauch lässt sich ja auch auf der Fensterbank ziehen und Frauen leidenschaftlicher Angler können Bände voller Schauergeschichten darüber erzählen, was für madiges Gekreuch im Kühlschrank aufgezogen werden kann.
Langfristig wäre ein „Umbau“ zum veganen Tier durch Genmanipulation denkbar. Zur Rettung des Klimas werden die Gutmenschen sicher alle Bedenken dagegen fallenlassen und für Fördermittel finden sich auch genügend Forscher, welche es schaffen (könnten).
Jedenfalls: Die Hoffnung auf Nachhaltigkeit braucht man auch dafür nicht aufzugeben.

Und man stellt fest, dass unsere Medien wissen, was dem Globus weht tut und zu wahren Lösungsbringern mutieren. Wenn es irgendetwas zu verbieten gibt, nehmen sie es sofort auf und zeigen die richtigen Wege aus dem Dilemma. Das ist beim Dieselproblem so und nun auch mit dem der Haustiere.

Ein Problem ist aber noch ungelöst. Wenn man schon auf Kinder verzichtet hat:
EIKE 18.07.2017: Die wirksamste Bekämpfung des Klimawandels ist der Verzicht auf Kinder,
darf man dann wieder ein Haustier haben? Oder könnte man einen Verzicht auf Haustiere per Zertifikat mit einem Kinderwunsch gegenrechnen? Bestimm kommt bald aus den USA oder von sonst woher bald eine Studie, welches auch dieses Problem fundiert klärt. SPON wird bestimmt darüber berichten.

Anmerkung: Der Hinweis zum SPON-Artikel kam von Achgut, 10.08.2017: Hunde und Katzen killen das Klima

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4 Kommentare

  1. Ja, den Artikel habe ich dort auch schon gelesen.
    Da viele deutsche „Klimaschützer“ ganz begeistert sind von der chinesischen „Klimapolitik“ (es werden ja Milliarden in PV und Windanlagen investiert – die geplanten und schon im Bau befindlichen Kohlekraftwerke – es sind nicht wenige – werden natürlich ignoriert), bekommen einen neuen, guten Grund zur Freude, die Chinesen essen diese Viecher einfach auf.
    Problem gelöst!

    • Herr Ordowski,
      dass die Chinesen durch das einfache Aufessen der Haustiere ihre Klimapolitik bewusst und erfolgreich ergänzen, habe ich beim Schreiben glatt übersehen. Man denkt einfach nicht immer an alles. Deshalb Danke für die wichtige Ergänzunge.

  2. Am besten alle Fleisch- und Pflanzenfresser aus der Welt verbannen und gut ist es mit dem Klima.
    Also nicht nur Zuchttiere sondern auch alle Wildtiere.

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