Die Rolle von Internet-Zensoren bei Klima-Alarmismus

Facebook, Google & Co.: Wächter über das Internet? Bild: Alexander Klaus / pixelio.de

Leo Goldstein
Man hört, dass von der neuen Regierung ein sog. „Red Team“ ins Leben gerufen wird, welches sich noch einmal die „Klimawissenschaft“ vornehmen soll. Aber wozu soll ein Red Team gut sein, falls es noch bevor es seine Arbeit aufnimmt geschmäht und angegriffen wird? Dann werden dessen Schlussfolgerungen unter einem Berg von Lügen begraben werden seitens Umweltaktivisten und Main Stream-Medien. Klima-Alarmisten werden auch tönen „das Red Team, betrieben von Lobbyisten fossiler Treibstoffe und professioneller Klimawandel-Leugner, hat die Absicht, Zweifel an dem Konsens der Klimawissenschaft zu wecken, nachdem es Konsens ist, den Konsens bestätigt zu haben“. Wir brauchen einen roten Griesgram [a pill] anstatt eines Red Teams. Mit anderen Worten, wir müssen die Blockade der Medien durchbrechen, welche von der Obama-Regierung erzeugt worden ist.


Welchen Sinn machen unsere Schriften, wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung diese zu lesen in der Lage ist? Welchen Sinn macht unsere Arbeit, wenn sie von Google, Twitter, Facebook und anderen Internet-Monopolen boykottiert, unterdrückt oder auf andere Weise der Öffentlichkeit vorenthalten wird? Dieses Problem muss zuerst gelöst werden, falls wir den Klima-Alarmismus zurückdrängen, die Bildung läutern und wissenschaftliche Einrichtungen von Pseudowissenschaft und deren Befürwortern befreien wollen – und wir müssen gewisse Banden dazu bringen aufzuhören, den menschlichen Atem als Verschmutzung zu behandeln.

Dies ist der Grund, warum das Thema künstliche Netz-Neutralität [faux net neutrality] so wichtig ist für den Klima-Alarmismus. Außerdem teilt die Agenda der künstlichen Netz-Neutralität viele Eigenschaften mit dem Klima-Alarmismus. Beide erfordern Verständnis für technische oder wissenschaftliche Details, welche für das Verständnis der Öffentlichkeit Barrieren sind. Beide begannen mit legitimen, aber geringen bedenken. Im Falle „Netz-Neutralität“ tauchten die Bedenken auf, als ein Verizon-Zweig die Idee in den Raum geworfen hat, einige der ISP-Kosten [?] von den Kunden zu den zufriedenen Anbietern zu verlagern*. In beiden Fällen hat die radikale Linke sich danach dieses Themas angenommen und ihren Ruf dazu benutzt, unglaublich ambitionierte Pläne voranzutreiben. In beiden Fällen nahm sich die Obama-Regierung dieser radikalen Pläne an. Die EPA erstellte das infame Endangerment Finding und verlieh sich selbst die Macht, die Freisetzung von Kohlendioxid zu regulieren. FCC** gab die Order FCC-15-24 aus, mit der sich sich selbst die Macht verlieh, den Internet-Zugang zu kontrollieren sowie möglicherweise andere Arten der Presse und der freien Rede.

[*Kursiv ausnahmsweise vom Übersetzer, weil ich diesen Satz nicht verstanden habe. Er lautet im Original: „In the case of “net neutrality”, the concern appeared when a Verizon executive floated an idea of shifting some of ISP costs from customers to content providers]

[**FCC = Federal Communications Comission: Amerikanische Behörde für Telekommunikation. Anm. d. Übers.]

Es gibt auch einen großen Bereich der Überlappung zwischen den tatsächlichen schlimmen Akteuren hinter dem Klima-Alarmismus und der Agitation der künstlichen Netz-Neutralität. Aber die künstliche Netz-Neutralität ist einfach zu handhaben. Ich glaube, dass die Überwachung des Verhaltens der schlimmen Akteure und der breiter gefassten sozialen Dynamik um künstliche Netz-Neutralität auch Einsichten bietet in ähnliche Faktoren beim Klima-Alarmismus.

Dies vervollständigt den vorherigen Beitrag zu net neutrality alarmism*. Trotz der Bezeichnung geht es in jener Agenda nicht um Netz-Neutralität (FCC übernahm Netz-Neutralitäts-Regeln um das Jahr 2006), auch nicht um Vorschriftengebung, die (fiktiven) Monopole der Internet-Provider oder Kabel-Unternehmen. Kabel-Unternehmen sind selbst heute noch keine breit gefächerten Internet-Monopole, und das waren sie auch nicht im Jahre 2009, als die Obama-Regierung ihre Waffen auf die aufstrebende breite Internet-Industrie richtete. Sie standen gegen DSL [?] im Wettbewerb, und die meisten Menschen konnten aus multiplen DSL-Anbietern wählen. Verbraucher konnten außerdem wählen zwischen Anbietern des Satelliten-Internets oder broadband over cellular networks. Wi-Fi und andere drahtlose Breitbandformen wurden in einigen Märkten angeboten, und neue Arten der Dienstleistung breiteten sich aus. Falls FCC Monopole oder Kabel-Unternehmen regulieren wollte, hätte es das in die Order geschrieben – hat es aber leider nicht. Sondern es wollte stattdessen die freie Rede regulieren. Stattdessen wurde die Order FCC-15-24 angewendet auf jedwede Person, die in der Provision des Breitband-Internet-Zugans-Service engagierte (Paragraph 21). Weiter liest man dort:

[*Ich lasse diesen Begriff ab sofort unübersetzt. Mir fällt keine passende Übersetzung ein, weil nich nicht so richtig verstanden habe, was mit faux net neutrality überhaupt gemeint ist. Gibt es Vorschläge aus der Leserschaft? Anm. d. Übers.]

25. Die oben beschriebenen Regeln für offenen Internetzugang gelten sowohl für kabelgebundenen als auch für den mobilen Breitband-Internet-Zugang. Gleichartig wie die Regeln von 2010, gilt die heutige Regelung für den Kundenservice, den die Breitbandnetz-Betreiber bereitstellen, was als „Breitband-Internet-Zugangsdienst“ (BIAS) bekannt und definiert ist: Ein Massenmarkt-Dienst für Endverbraucher per Draht oder Funk, was die Möglichkeit bietet, Daten an alle oder alle wesentlichen Internet-Endpunkte zu übermitteln und zu empfangen, einschließlich aller Möglichkeiten und Nebenleistungen, um die Kommunikationsdienste zu aktivieren, jedoch ohne Einwahl des Internet-Zugangsdienstes. Dieser Begriff umfasst auch alle Anbieter, die nach Meinung der Kommission in der Lage sind, ein funktionelles Äquivalent der im vorigen Satz beschriebenen Dienstleistung zu erbringen, oder die verwendet werden, um den in diesem Teil festgelegten Schutzmaßnahmen zu entgehen“.

Folglich gilt die Order für den gesamten Internetzugang, außer für den Verbindungsaufbau. Damit noch nicht zufrieden, bezog FCC noch irgendein „funktionales Äquivalent“ des Internetzugangs ein und stattete sich selbst mit der Vollmacht aus zu entscheiden, was ein funktionale Äquivalent sein soll. Im Besonderen löst sich der Terminus „funktionales Äquivalent“ von den physikalischen Begrenzungen in der Definition wie etwa „über Funk oder drahtlos“. Manche Menschen lesen und schreiben nur Nachrichten und Meinungen im Internet und gebrauchen dies als funktionales Äquivalent einer Zeitung. Unter dieser Definition kann das FCC Zeitungen zensieren, falls die Demokraten an die Macht kommen. Das FCC könnte auch Cafés oder Wallfahrtsorte zensieren, falls es „zu der Ansicht kommt“, dass dabei „Schutzmaßnahmen“ aus dem Weg gegangen werden soll, welche Teil der Order sind. Falls das als zu weit hergeholt erscheint, dann ist das Endangerment Finding der EPA ein lebendiges Beispiel dafür, dass dem nicht so ist. Und potentielle FCC-Erkenntnisse könnten sogar korrekt sein in Anbetracht der Historie dieser Order. Mit der Order ist beabsichtigt, politische Reden zu kontrollieren (siehe den vorherigen Beitrag). Jede Dienstleistung, welche eine alternative Plattform für Reden bietet, würde möglicherweise in der Order vorgeschriebene „Schutzmaßnahmen umgehen“. Ich betreibe hier keine Wortklauberei. Dies ist die Essenz der totalitären Ideologie der Freien Presse [Free Press, ein Verein], welcher zum Gehirn hinter Obamas FCC geworden ist. Zum Beispiel wurde Timothy Wu, der Vorsitzende von Free Press, ein Leitender Berater beim FCC. Er schrieb: „Unternehmen kaperten das First Amendment“ [der US-Verfassung] und „Der Gedanke dass ,Rede Rede ist‘, klingt überzeugend, ist aber ebenfalls falsch“. Im Jahre 2015 wurde er Senior Enforcement Counsel und Sonderberater des berüchtigten General-Staatsanwalts von New York Eric Schneiderman. Timothy Wu ist auch Mitglied der New America Foundation sowie ehemaliges Google-Mitglied. Eric Smith ist Vorsitzender beider Unternehmen. Genau wie Marx, Lenin, Stalin, Mao und deren Jünger wollen die Führer von Free Press Kontrolle über andere Bürger ausüben, und sie verkaufen diese Kontrolle als „Schutzmaßnahmen“ gegen die vermeintliche Macht von Unternehmen. Sie unterstellen außerdem, dass Bürger „Schutzmaßnahmen umgehen“ wollen, und versuchen, uns genau dies zu verbieten.

Dies ist das, was Obamas FCC angeordnet hat unter dem Vorwand der „Netzneutralität“, und Trumps FCC ist dabei, das Ganze aufzuheben. Die Torwächter der Internet-Informationen – Google, Facebook, Twitter usw. – protestieren gegen diese Aufhebung Seite an Seite mit Free Press und allen anderen radikalen Linken. Es gab Zweifel hinsichtlich des Ausmaßes ihres Wissens bzgl. Klima-Alarmismus. War es Ignoranz von Wissenschaft multipliziert mit Hybris oder die kalte Logik politischer Allianzen bei der Verfolgung finanzieller Vorteile? Keinen Zweifel gibt es jedoch, dass sie genaueste Kenntnisse hinsichtlich des Themas Netzneutralität haben, dass ihnen wissenschaftliche oder technologische Verdienste fehlen hinsichtlich der Internet-Vorschriften aus der Obama-Ära allgemein und der politischen Wendung in letzter Minute, welche zu der FCC-15-24-Order führte. Sie mögen diese Order selbst nicht. Aber sie lügen öffentlich darum herum, über den gegenwärtigen FCC-Vorsitzenden Ajit Pai und über Donald Trump wider besten Wissens, mit voller Absicht und Bosheit. Sie tun das, weil sie sich selbst politisch an die radikale Linke und ökonomisch an auswärtige Regierungen gekettet haben (Twitter, welche die meisten Einkünfte in den USA erzielt, mag eine Ausnahme sein). Wenn jene Mächte ihnen sagen, Trump anzugreifen, dann greifen sie Trump an, mit jedwedem Vorwand, der gerade zur Hand ist. Die gleichen Mächte sind auch in die Klimadebatte involviert und haben noch viel mehr Eisen im Feuer. Folglich gibt es keinen Grund zu denken, dass Google, Twitter, Facebook und andere große und seriöse Unternehmen hinter dem Klima-Alarmismus ernstlich missverstanden werden und dass sie innehalten und gegensteuern werden, wenn sie ihren Fehler erst einmal erkennen. Sie spielen einfach ihren Part in der Allianz. (Man könnte sie bzgl. Klima missverstanden haben, als sie der Allianz beigetreten sind. Auch dürften viele Individuen in jenen Unternehmen ernsthaft falsch informiert sein. Das hilft allerdings nicht viel).

Der erwähnte Timothy Wu ist Professor an der Columbia Law School. Er ist ein Beispiel für das Zusammenhalten kluger und vernünftiger Menschen durch die totalitäre Linke im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts. Sein Artikel aus dem Jahre 2013 mit dem Titel [übersetzt] „Das Recht, Vorschriften zu umgehen. Wie Unternehmen das First Amendment gekapert haben“ (1) versucht, die Ablehnung der freien Rede seitens Mitgliedern der produzierenden Klasse zu rechtfertigen (von Exekutiven über Ingenieure zu gewerblichen Arbeitnehmern, einschließlich Menschen, deren Ersparnisse in die Anteile öffentlich gehandelter Unternehmen investiert werden – den „Beklagenswerten“, wie Hillary sie genannt hat). Wie üblich enthält dieses Argument zwei Unehrlichkeiten: a) Verschmelzung der legalen Definition eines Unternehmens (darunter auch Universitäten, Zeitungen sowie „nichtkommerzielle“ Organisationen) mit der halb abschätzigen Verwendung des Wortes ,Unternehmen‘ [corporation] im gegenwärtigen politischen Diskurs; b) Hetze gegen „Unternehmen“ unter Verschleierung der Tatsache, dass es Menschen hinter jedem agierenden Unternehmen gibt: Arbeiter, Lieferanten, Eigentümer und Kunden.

Auszüge aus dem Artikel:

War es einst der Schutzpatron der Protestierer und Entrechteten, wurde das First Amendment zum Liebling der ökonomischen Libertären und Unternehmens-Anwälte, welche dessen Macht erkannt haben, privates Unternehmertum gegen legale Einschränkungen zu immunisieren. Es ist verlockend, es die neue nukleare Option zur Unterminierung von Vorschriften zu nennen, außer dass diese Entwicklung schockierende Routine ist“.

Ja, die Entwicklung soll die Einschränkung der Redefreiheit unterminieren, was manchmal auch Erfolg hat.

Der Gedanke, dass ,Rede Rede ist‘, ist überzeugend, aber ebenfalls falsch. Im Gegensatz zu Powells Behauptung geht es im First Amendment tatsächlich darum, wer spricht“.

Nein, das tut es nicht. Ein Professor an der Columbia Law School sollte sich schämen! Aber wenn man noch einmal nachdenkt, vielleicht nicht. Er passt perfekt hinein.

Dies ist keine abstrakte Debatte. Demokraten und die Interessen der Strafverteidiger verschmolzen Repräsentationen kommerzieller Transaktionen (so genanntes „kommerzielles Reden“), was reguliert werden muss, mit dem politischen Reden seitens der Repräsentanten kommerzieller Einheiten [entities], welche durch das First Amendment geschützt werden. Dann dehnten sie den Bann der freien Rede auf nahezu jedermann im Nicht-Medien-Bereich aus, deren Reden sie nicht mochten. Ich kann dieses Phänomen bis Ende der neunziger Jahre zurückverfolgen und besonders bis zu etwas, das ich extrajudicial tobacco precedent [etwa: außergerichtlicher Tabak-Präzedenzfall] nenne.

Diesen Präzedenzfall heranziehend hat die Linke die kenntnisreichsten und unabhängigen Menschen aus der Klimadebatte entfernt – Wissenschaftler, Ingenieure und leitende Mitarbeiter der Energie-, petrochemischen und produzierenden Industrie. Sie sind unabhängig, weil sie wegen ihres Wissens und ihrer Erfahrung beurteilt werden, nicht wegen ihrer politischen Standpunkte, die sie vertreten oder denen sie Ausdruck verleihen. Derartige Menschen können leicht den Arbeitsplatz wechseln in den unwahrscheinlichen Fall, dass ihre Arbeitgeber versuchen, sie für unbequeme Reden zu bestrafen. Wie viele liberale Akademiker oder Journalisten haben eine solche Option?

Klimaalarmisten beuteten die Konfusion der Öffentlichkeit noch weiter aus, indem sie jeden Klimarealisten schmähten, der jemals in die Nähe zur Kohle- oder Ölindustrie gekommen sein könnte. Die Bedeutung des privaten Sektors in öffentlichen Debatten wird durch die Tatsache illustriert, dass die erste Bloßstellung direkten Betrugs in der so genannten Klima-Wissenschaft (der Mann’sche „Hopckeyschläger“) durch Steve McIntyre erfolgte, einem kanadischen Geschäftsmann im Bereich Bergbau. Der akademische Wissenschaftler Ross McKitrick tat sich mit ihm zusammen.

Offenlegung: Ich habe kleine Anteile [short positions] an Google, Facebook und Twitter. Ich bin nicht verpflichtet, dies bekanntzugeben. Ich bin mir nicht so sicher hinsichtlich der Gründer und anderer Investoren auf der anderen Seite der Angelegenheit.

P.S. Von Greenpeace weiß man, dass die Organisation aktiv mit Aktien handelt und sogar mit Aktien-Optionen. Ich wäre überrascht, falls das Timing der Schmutzkampagnen und das Timing des Handels keine Manipulationen des Aktienmarktes enthüllen würden. Jemand möge doch bitte SEC und die von Trump berufenen Verfolgungsbehörden anrufen! [SEC = Securities and Exchange Commission: Amerikanische Behörde zur Börsenaufsicht. Anm. d. Übers.] Die Finanzierer und Führer des „Widerstandes“ gegen Trump sagen ihrer Herde nichts hinsichtlich der wirklichen Gründe, warum sie wegen seiner Präsidentschaft so besorgt sind.

P.P.S. Gerade als ich diesen Beitrag abschließen wollte, enthüllte Google (Alphabet) ein Energiespeicherungs-Startup (2), in das auch Robert Laughlin involviert ist, Physik-Nobelpreisträger und Klimarealist. Es scheint, als ob Google versucht, ihn zu bestechen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/08/02/the-role-of-internet-gatekeepers-in-climate-alarmism/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Ein Kommentar

  1. Passend zu diesem Beitrag aus Nord-Amerika kommt Al Gore mit seinem neuesten Klimastuss-Film, um auch den Rest der Welt zu missionieren. Propaganda also von ganz oben.

    [video src="https://mediandr-a.akamaihd.net/progressive/2017/0809/TV-20170809-1615-5400.hq.mp4" /]

    Ich bin gegen Zensur aller Art, denn Information soll durch Information bekämpft werden. Ein Patentrezept gegen diese allgemeine Desinformation gibt es momentan leider nicht.

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