Die reichlichen Sommer-Nieder­schläge 2017 in Deutsch­land stehen im Wider­spruch zur gängigen CO2-Erwärmungs­theorie

Josef Kowatsch
Die jüngsten Starkniederschläge im Juli waren laut Medienberichten mal wieder eine Folge des Klimawandels. Deshalb soll hier in diesem Kurzartikel verdeutlicht werden, dass diese starken Sommerniederschläge 2017 dem Treibhausmodell widersprechen. Aber nicht einmal das wissen Claus Kleber und Co.


Die angeblich physikalische Begründung der Medien mit der wärmeren Luft: Physikalisch ist zwar richtig, dass wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann, aber diese Erklärung passt hier nicht, weil der Juli 2017 nicht wärmer, sondern im regenreichen Norddeutschland deutlich kälter war als die Jahre zuvor. Zudem ist fraglich, ob diese physikalische Erklärung in Mitteleuropa überhaupt gilt, bei der Sahara gilt dieser physikalische Fakt schließlich auch nicht. In Mitteleuropa gilt eher, dass kalte Sommermonate regenreiche Monate sind.

Wenden wir uns aber nun der CO2-Theorie und ihren Vorhersagen beim Niederschlag zu

Niederschlagsentwicklung und Vorhersagen nach dem CO2-Treibhausmodell: Wörtlich entnommen aus: Temperaturaufzeichnungen in Berlin für die letzten 310 Jahre … Ulrich Cubasch, Christopher Kadow, letzte Abschnitte

„…Die Niederschlagsentwicklung der letzten 110 Jahre

Der mittlere Jahresniederschlag in der Berlin & Dahlem-Reihe verändert sich nur

marginal und unsignifikant mit einem Anstieg von 0,2 % seit Anfang des 20.

Jahrhunderts (Abb. 9 oben). Es ist eine Tendenz zu mehr Winterniederschlag (ca. 3 % während der letzten 100 Jahre) und weniger Sommerniederschlag zu verzeichnen (ca. 4 % weniger, Abb. 9 unten). Im Jahresmittel heben sich beide Effekte auf. Die Niederschlagstrends sind nicht signifikant und bestätigen die Ergebnisse von Hupfer & Chmielewski (2007)

Der globale Klimawandel ist auch in Berlin bereits sichtbar und wird sich fortset-

zen. Auf Basis von Simulationen mit einem Regionalmodell (Jacob et al. 2008)

kann man für das Ende des 21. Jahrhunderts von einem Temperaturanstieg von 3,0 bis 3,5 °C für das mittlere IPCC-Szenarium A1B ausgehen, zusammen mit einem Anstieg des Winterniederschlags um 10 bis 20 % und einer Abnahme des Sommer-niederschlags um 10 bis 30 %. Dieses entspricht den Ergebnissen von Gerstengarbe et al. (2003).

Die tendenzielle Änderung des Niederschlags bedeutet, dass man längerfristig

Wasserspeicher braucht, um eine gleichmäßige Versorgung zu gewährleisten….“

Allgemein: seit 100 Jahren sind die jährlichen Niederschläge insgesamt gleich geblieben, im Winter haben die Niederschläge (Schnee +Regen) leicht zugenommen, im Sommer hat der Regen ganz leicht abgenommen. Vorhersage der CO2-Erwärmungsgläubigen: Zukünftig wird der Trend zu mehr Regen im Winter anhalten (kein Schnee mehr im Flachland), im Sommer dafür mehr Trockenheit.

Wichtig ist zu wissen, die reichlichen Sommer-Niederschläge 2017 sind im Widerspruch zur gängigen CO2-Erwärmungstheorie.

Fakt ist: Das in Deutschland vertretene CO2-Erwärmungsmodell hat vor Jahren schon für Deutschland/Mitteleuropa weniger Regen und eine Versteppung im Sommer vorhergesagt. Diese Behauptungen der Sommertrockenheit wurden immer wieder bekräftigt in den Medien, Naturschutzmitgliederzeitschriften und wissenschaftlichen Abhandlungen wie oben.
Noch im Klimamonitoringbericht 2016 von BaWü, erschienen im Jan. 2017, wurde diese Deutschlandvorhersage durch den Umweltminister Untersteller erneut bekräftigt. Zitat:
„Daneben sind die Sommermonate von steigenden Temperaturen und Trockenperioden gekennzeichnet. Es kommt verstärkt zu Niedrigwasserperioden in Oberflächengewässern und im Grundwasser. Seit 1974 nehmen die sogenannten Niedrigwasserabflüsse tendenziell ab. „Wir müssen daher damit rechnen, dass zukünftig in den Sommermonaten regional geringere Wasservorräte als bisher zur Verfügung stehen werden“, betonte Franz Untersteller.

Das Thema wurde hier bei EIKE schon des öfteren vor allem vom Diplom-Meteorologen und einstigen DWD-Angestellten K.H. Puls bearbeitet und auf die konstanten Gesamt-Niederschlagsmengen hingewiesen, die keinen Trend erkennen lassen. Herr Puls hat mit der folgenden Grafik stets der vorhergesagten Verknappung im Sommer widersprochen.

Zusammenfassung:

  1. Aus den Messreihen des Deutschen Wetterdienstes lassen sich keine Trends beim Sommerniederschlag erkennen, die Winterniederschläge zeigen sogar einen Trend von +26%
  2. Die CO2-Erwärmungsgläubigen sagen für die Sommer in Deutschland eine Trockenheit voraus. Bisher mussten wir stets den Trockenheitsbehauptungen widersprechen.
  3. Die jetzigen Regenüberschüsse im Juni und nun vor allem im Juli in Norddeutschland widersprechen den CO2-Trockenheitsvorhersagen.

Wir bitten die Leser dieses Artikels, den Medienmeldungen zu widersprechen und auf die Trockenheits-Vorhersagen des CO2-Erwärmungsmodells hinzuweisen, die natürlich genauso falsch sind.

Das ist die Julitemperaturentwicklung von Berlin seit 310 Jahren:

Grafik: K.H.Puls. 2008 wurde der Standort Dahlem verlegt. Frage: Warum lässt der Deutsche Wetterdienst seine Temperaturreihen 1881 beginnen?

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger Klimaforscher.

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11 Kommentar(e)

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1

Kleber schreibt ein Buch (Spielball Erde: Machtkämpfe im Klimawandel) und wie der Zufall es so will, propagiert er genau den Klimawandel der sein Buch verkauft. Macht aber nichts, bei links/grüner Selbstbedienung sind die Staatsmedien seeeehr nachsichtig.

2
Rainer Hoffmann

Man glaubt es kaum: Es gibt aber doch noch ARD-Meteorologen, die es ausdrücklich ablehnen den "Klimawandel" für einzelne Extremwetter verantwortlich zu machen:

3
Josef Kowatsch

Lieber Herr Hoffmann
Danke für den Beitrag. Gut, dass Sie hier ein positives Beispiel bringen. Doch: Es waren nicht die bekannten Meorologen wie Sven Plöger oder Thomas Globig, sondern die Filmbeiträge während der Nachrichtensendungen, in welchen die ungebildeten Redakteure gleich auf die angebliche Erwärmung, die es im Juli nicht gab in Norddeutschland, als Ursache der Starkniederschläge hingewiesen haben. Das Schlimme dabei ist, dass eine Lüge, die 100 mal wiederholt wird ohne dass jemand widerspricht, für das Volk dann plötzlich zur Wahrheit wird. Irgendwann wird die verbreitete Volksmeinung dann auch von den Fachleuten so vertreten und sie argumenteiren dann gegen ihre eigenen Daten, weil sie einfach klein beigeben, um nicht anzuecken. So haben sich bereits viele Volksmeinungen hinterher als Volksdummheiten herausgestellt. Natürlich habe ich vor einer Woche als dieser Artikel entstand sofort an diverse Nachrichtenredaktionen, insbesondere ARD/ZDF geschrieben. Bis jetzt erfolgte keine Antwort. Claus Kleber wurde im Schreiben ausdrücklich namentlich genannt.

4
Rainer Hoffmann

Mindestens im Juli 2011 gab es im Juli die gleiche Diskussion in den Medien. Ich habe die sachlichen und korrekten O-Töne von Kreibohm und Thomas Globig von damals noch in meinem Archiv, die bereits damals engagiert versucht haben, den Starkregen im Juli als etwas was ganz normales darzustellen.

Nun sind im 6 Jahre weiter und nun wieder und wir wissen nun: Alle Jahre wieder grüsst das Murmeltier vom Starkregen im Juli. :-))

5

Danke für das Video. Ich sah - eher zufällig - einen anderen Beitrag, in welchem dieses "Extremwetter" als normale Vb (5B) Wetterlage bezeichnet wurde. Das "Deutsche Staatsfernsehen" ertrage ich schon seit Jahren nicht mehr, und das Niveau der "Qualitätsmedien" läuft bei mir unter "There is a lot of space at the bottom". Gerhard Gerlich (RIP) warnte mich, und ich habe akzeptiert, dass dieses Land durch das Tal der Tränen gehen muss, man kann wohl nichts tun. Ich verstehe nun, warum mein Großvater im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte nichts tun konnte. Seine größte Angst war, dass sich die Geschichte in irgendeiner Art wiederholt......

6

"Die jüngsten Starkniederschläge im Juli waren laut Medienberichten mal wieder eine Folge des Klimawandels."
Aufgrund solcher und ähnlicher Meldungen im vergangenen Jahr habe ich beim DWD die Messreihen "tageswerte_RR*.zip" für alle Stationen heruntergeladen und analysiert. Ich habe für mehrere 15-Jahr-Intervalle die Summe der Ereignisse Niederschlag größer xx mm/Tag bestimmt und durch die Summe der Stationsjahre dividiert, für die Niederschlagsmessungen vorlagen. Der Quotient gibt die mittlere Häufigkeit solcher Starkregen-Ereignisse pro Jahr einer DWD-Messstation in Deutschland an:

;57-71;72-86;87-01;02-16
größer 30 mm/Tag;1,744;1,635;1,609;1,795
größer 60 mm/Tag;0,116;0,121;0,101;0,126
größer 90 mm/Tag;0,014;0,017;0,012;0,020
größer 120 mm/Tag;0,002;0,003;0,002;0,005

Da die Häufigkeiten stark schwanken, sind die Trendwerte nicht signifikant. Die Interpretation überlasse ich dem Leser.

7
Josef Kowatsch

Noch ein Hinweis zur letzten Grafik "Temperaturentwicklung von Berlin-Dahlem"
In dem anfangs zitierten Script von Cubasch/Kadow über die Temperturen der letzten 310 Jahre von Berlin steht wörtlich: "...Der globale Klimawandel ist auch in Berlin bereits sichtbar und wird sich fortsetzen... (Jacob et al. 2008)
Da dieses Script seine Aussagen aus den Berlin-Dahlem-Aufzeichnungen bezieht, habe ich ausdrücklich die letzte Grafik von Herrn Puls über diesen Aussagezeitraum eingefügt. Daraus ist erkennbar, dass bis von 1700 bis 2008 überhaupt keine Klimaerwärmung bei der Dahlemer Station erkennbar ist. Die Aussage im Script ist somit grottenfalsch.
dann zu "..wird sich fortsetzen" Seit 2008 hat sich in Berlin noch nicht viel verändert, Dahlem hat den Standort verändert, aber bei Tempelburg oder Berlin-Mitte hat sich praktisch nichts verändert. Nun der Niederschlag ist diesen Sommer besonders hoch, die aus dem CO2-Modell vorhergesagte Trockenheit bleibt also aus.
Fazit: Wieder einmal ein Dahergeschwätze gegen die Daten, die man ausdrücklich als Quelle benannt hat.
Vielleicht habe ich das im Artikel nicht genügend hervorgehoben, weil es keinem der Kommentatoren aufgefallen ist.

8

"Die jüngsten Starkniederschläge im Juli waren laut Medienberichten...

Könnten Sie bitte die Quellen explizit nennen.

"Die angeblich physikalische Begründung der Medien mit der wärmeren Luft: Physikalisch ist zwar richtig, dass wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann aber diese Erklärung passt hier nicht, weil der Juli 2017 nicht wärmer, sondern im regenreichen Norddeutschland deutlich kälter war als die Jahre zuvor...."

Das ist nur eine Begründung für mehr Niederschläge, aber nicht für Starkregen. Ich glaube entscheidend ist die Temperatur der Ozeane. Die Juni-Temperatur des Atlantischen Ozeans NH hat sich seit 2010 eher verringert. Um Starkregen-Ereignisse zu diskutieren muss man schon tiefer in die Physik der atmosphärischen Zirkulation eingehen. Ich glaube nicht dass Herr Kleber das nötige Fachwissen hat. (Ich übrigens auch nicht.) Fazit: Panikmache

9
Christoph Guthmann

Der Grund für den vielen Regen wird von Klimadogmatikern mit dem Rückgang des Nordpoleises erklärt - siehe dazu z. B. hier ab 5:33 min :

Ein Antwortvideo mit Gegenargumenten zu diesem Video gibt es hier:

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Nach Clausius-Clapeyron ist die Verdunstungsrate stark temperaturabhängig. Im Juni hat der Atlantische Ozean auf der NH etwa 20°C. In der Arktis nördlich des 80. Breitengrades liegt die Temperatur momentan bei 1 °C. Ich kann mir nicht vorstellen dass da große Wassermengen im Vergleich zum übrigen Ozean verdunsten. Die relevante Fläche ist auch sehr klein im Vergleich zur übrigen Meeresfläche.

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Wer braucht schon eine Diktatur, wenn er eine GEZ Zwangsgebührenpropaganda Abteilung sein eigenen nennen kann...das Deutsche Volk....lässt sich halt immer noch diese GEZ Diktatur gefallen und bezahlt weiter an seiner eigenen Diktatur.