Deutschland sollte sich für Öl-Lieferungen aus den USA bedanken!

Bild: Kurt Michel / pixelio.de

Isaac Orr, Heartland Institute
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzte ihr Schlusswort auf dem jüngsten G20-Gipfel, Präsident Trump dafür zu rügen, die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen zu haben. Und doch wird das deutsche Volk weitaus mehr Vorteile haben, wenn der amerikanische Präsident die US-Energieerzeugung in den Vordergrund schiebt, als durch Frau Merkels Klimapolitik. Diese hat die Strompreise für deutsche Haushalte erheblich steigen lassen, aber dennoch keine bedeutsamen Reduktionen des Verbrauches fossiler Treibstoffe oder von CO2-Emissionen bewirkt.

Deutschland hat sich den Ruf als eine Supermacht bzgl. grüner Energie erworben, aber aus vielen Gründen ist es das nicht. Anteilmäßig entfielen auf den gesamten Energieverbrauch in Deutschland im Jahre 2016 34% auf Öl, 23,6% auf Kohle, 22,7% auf Erdgas, 7,3% auf Biomasse, 6,9% auf Kernkraft, 2,1% auf Windkraft und 1,2% auf Solarenergie. Energie aus Abfall, Geothermie und Wasserkraft machen die restlichen 2% aus.

Fasst man alles zusammen, deckte Deutschland seinen Energieverbrauch zu über 80% aus fossilen Treibstoffen. Das ist eine schlechte Nachricht für ein Land, welches von Importen abhängig ist. Etwa 97% des Öls, 88% des Erdgases und 87% der Kohle sind importiert.

Obwohl es wohl Schwierigkeiten hat, es zu akzeptieren, wird das deutsche Volk von Mr. Trumps Bemühungen profitieren, Energiequellen zugänglich und bezahlbar zu machen. Die Deutschen gaben im Jahre 2013 für importiertes Öl 73,5 Milliarden Dollar aus, als der Preis des Brent-Rohöls im Mittel bei etwa 108 Dollar pro Barrel gelegen hat. Seitdem hat die Fracking-Technologie in den USA zu einer Flutwelle von US-Öl in den Weltmarkt geführt, was die globalen Ölpreise auf 47 Dollar pro Barrel hat abstürzen lassen. Einige grobe Berechnungen zeigen, dass Deutschland jetzt 41,5 Milliarden Dollar weniger zahlen muss für seine Ölimporte, was im Mittel Einsparungen von etwa 1107 Dollar (bei den gegenwärtigen Wechselkursen) für jeden der 37,5 Millionen Haushalte in Deutschland ausmacht.

Frau Merkels Klima- und Energiepolitik hat dazu geführt, dass die örtlichen Strompreise in Deutschland seit 2006 um etwa 47% gestiegen sind, was für den mittleren deutschen Haushalt Mehrkosten von 380 Dollar pro Jahr ausmacht. Die höheren Preise sind zum größten Teil die Folge einer Umlage auf erneuerbare Energie, die um das Zehnfache gestiegen ist, um die Einkommens-Garantien für Wind- und Solarindustrien aufbringen zu können. Diese Zulagen machen inzwischen 23% der Stromrechnungen für die Deutschen aus.

Die deutschen zahlen mittlerweile viel mehr für ihren Energiebedarf unter Frau Merkel, bekommen aber dafür kaum etwas. Seit dem Jahr 2009, als man in Deutschland begann, Erneuerbare nachdrücklich zu fördern, sind die CO2-Emissionen lediglich um vernachlässigbare 0,1% gesunken.

Inzwischen ist es in den USA Jahr für Jahr zu fortschreitenden Reduktionen der CO2-Emissionen gekommen. Die CO2-Emissionen sind seit 2005 um 14% gesunken. Hauptsächlich geht dies auf Fracking zurück – ein Verfahren, welches in Deutschland verboten worden ist. Fracking hat es der US-Gasindustrie ermöglicht, mit Kohle auf eine Art und Weise zu konkurrieren, die zuvor unmöglich war, was die Kosten für jedermann hat deutlich sinken lassen.

Sich über Mr. Trump zu mokieren, der in Deutschland extrem unpopulär ist, mag Frau Merkel in ihrer Heimat einige politische Punkte einbringen. Aber falls die deutsche Kanzlerin wirklich der Umwelt helfen wollen würde, sollte sie in Betracht ziehen, ihre Angriffe zu mäßigen. Ohne die amerikanische Energieerzeugung und die entsprechenden Exporte wären Deutschland – und die ganze Welt – ein schmutzigerer, dunklerer und weniger effizienter Ort.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung: Dieser Beitrag kam als E-Mail-Rundbrief vom Heartland Institue, daher kann kein Link angegeben werden. Der Übersetzer verbürgt sich dafür, nach bestem Wissen und Gewissen richtig übersetzt zu haben.

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2 Kommentare

  1. Wir leben nicht mehr in der Sowjetzone, welche mit russischem Erdöl am Leben gehalten wurde und wo man „Dank“ erwartete. Deutschlands Politik braucht keine moralischen Maßstäbe, sondern die schlichte Wahrung seiner Interessen. Für Öl meinetwegen gibt es einen Weltmarkt mit vielen Lieferanten (Iran, …).

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