Randalen von Atomfront­kämpfern werden von Frau Hendricks ausdrück­lich als „Freunde des Staates und der Gesellschaft“ gelobt

Bild Hendricks bei der Rede im Bundestag (Screenshot vom Bundestagsvideo). Quelle: Homepage Deutscher Bundestag

Helmut Kuntz
Nach den G20-Krawallen in Hamburg werden überall die nicht-Schuldigen gesucht. Dabei sitzen die wirklich dafür Verantwortlichen vor allem in hohen Regierungsämtern.
Ruhrkultour hat dazu unter anderem ein ganz typisches Beispiel ausgegraben, welches, da es EIKE-Themen direkt betrifft, anbei kurz gezeigt werden soll:

Ruhrkultour, 15.07.2017: [5] Hamburg – “Denn wir nehmen uns die Straße wann, wie und wo wir wollen!”
Darin kommt als ein Beispiel, wie Umweltministerin Hendricks am 29. April 2017vor dem Bundestag die aggressive Anti-Atomkraftbewegung ausdrücklich als „Freunde des Staates und der Gesellschaft“ lobt und den öffentlichen, sprichwörtlichen, Kampf von Klima- und Energieaktivisten legalisiert.

Ich als Ministerin darf meinen Staat nicht direkt bekämpfen. Wer es aber für mich macht, wird von mir vor meinem Staat ausdrücklich dafür gelobt

Man wunderte sich immer, dass die Beraterin für Klima- und Energiefragen auf ihrem Blog so hemmungslos für den aggressiven und auch zu Gesetzes-Überschreitungen aufrufenden „Klimakampf“ wirbt [3][4]. Nun hat sich Frau Hendricks „geoutet“ und im Bundestag die Abgeordneten und ihre Regierung informiert, dass sie solche Maßnahmen ausdrücklich befürwortet und lobenswert findet: (Text im Bild)

Bild Textauszug der Rede vor dem Bundestag [5]
Wenn sich die Antifa in Zukunft also auf den Klimakampf und global auf den gegen Atomkraft bezieht, ist ihr „Protest“ nicht nur erwünscht, sondern wird im Bundestag mit Dank aufgenommen – und sicher auch weiterhin ausreichend finanziell honoriert.

Frau Hendricks selbst führt diesen Kampf auf höherer Ebene, indem sie andere Staaten beispielsweise dabei unterstützt, gegen Deutschland Ansprüche auf Klimaschutzgelder durchzusetzen.
EIKE 13. Juli 2017: Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?

Nachdem die Belobigung auch ungesetzlicher Protestaktionen aggressiver Agitationsgruppen – denn Teile davon sind nicht rein zufällig „in die Ecke von Staatsfeinden gerückt worden“ – nur eine Einfügung von Frau Hendricks war, ihre Bundestagsrede jedoch den Zwang und die Unumkehrbarkeit der Abschaltung deutscher Atomkraftwerke behandelte, dazu eine Zufügung.

Und wir werden dafür sorgen, dass der (Atom-)Ausstieg in Europa, doch auch weltweit, möglicherweise auch Schule macht

Bild Hendricks bei der Rede im Bundestag vor ziemlich leerem Haus (Screenshot vom Bundestagsvideo). Quelle: Homepage Deutscher Bundestag

Im Vorspann ihrer Rede erzählt Frau Hendricks auf ihre typisch unnachahmliche Art erkennbarer Freiheit von Faktenwissen [2] über ihren Besuch „vor wenigen Wochen in Tschernobyl“ wo ihr entsprechend instruierte Personen genau das erzählten, was sie hören wollte und sollte.

Bundestagsvideo: (Die Reaktorruine von Tschernobyl) „ … für immer sozusagen eine Gefahr darstelltDie Menschen dürfen in einem Umkreis von 30 km nie mehr siedeln … von der Reaktorruine geht bis heute eine Gefahr für die Menschen durchaus für ganz Europa aus .. Hunderttausende leiden unter den Folgen. Sie sind heimatlos, sie sind erkrankt oder sie pflegen kranke Angehörige …
Dann lobt sie die Atomkraftgegnerbewegung (Text im Bild) und kommt zu Fukushima: „ … auch dort mussten Hunderttausende ihre Heimat verlassen ... … und wir werden dafür sorgen, dass der (Atom-)Ausstieg in Europa, doch auch weltweit, möglicherweise auch Schule macht … die Atomenergie ist eine Sackgasse der technischen Entwicklung und wir (Deutschland) stehen ohne Zweifel am Beginn des Zeitalters der Erneuerbaren Energien, lassen sie uns diesen Weg entschlossen weitergehen“.

Es lohnt sich, die Rede von Frau Hendricks im Bundestagsvideo anzuhören und danach den detaillierten Bericht über Tschernobyl von Dr. Wilfried Jakobi auf EIKE nachzulesen.
EIKE, 12. November 2016, Dr. Wilfried Jakobi: [7] Reise nach Tschernobyl 2016 (leider durch die EIKE-WEB-Umstellung teils schlecht lesbar), deshalb der Beitrag auch als .pdf: Reise nach Tschernobyl 2016,
Wer es direkt wissenschaftlich mag, kann auch eine Studie lesen: Z. Jaworowski, Observations on the Chernobyl Disaster and LNT

Der Unterschied zwischen fast schon kindisch anmutender Erzählung, alleine um die eigene Angst zu bestätigen und fundierter Berichterstattung und Bewertung wird so eklatant offensichtlich. Und auch das erschütternd niedrige Niveau im „Hohen Haus“ Bundestag, wo an Fakten überhaupt kein Interesse besteht.

Scheinheiligkeit pur im Bundestag

Leider ist auch die Scheinheiligkeit dieses „Hohen Hauses“ zu erwähnen, welche von Frau Roth eingeführt wurde [9] und nun auch Frau Hendricks neu bestätigt. In der Rede sind mit keinem Wort die ca. 19.000 direkten Toten (geschweige denn die „nur“ davon Betroffenen) des verheerenden Tsunami von Fukushima erwähnt, welche allerdings auch in der Bundestagsdrucksache [1] „vergessen“ wurden. Ehrendes Gedenken ist in Deutschland ausschließlich Strahlenopfern vorbehalten. Da es davon in Fukushima keine gibt, werden Kränze deutscher Delegationen nur in Tschernobyl hinterlegt, wie es Frau Hendricks für die 23 ersten Liquidatorenopfer in Tschernobyl getan hat.

Ausgerechnet der Staat, welcher so unter dem Kernkraftunglück leidet und sich dafür viel Geld vom Westen bezahlen lässt, forciert die Kernkraft

In der gesamten Parlamentsrede erwähnte Frau Hendricks mit keiner Silbe, dass ausgerechnet die Ukraine immer noch 15 Kernkraftblöcke in vier Kernkraftwerken betreibt und den Bau neuer plant, bzw. schon durchführt:
WELT N24, 01.09.2014: [8] In der Ukraine steht Europas größtes Kernkraftwerk
Die Stromversorgung des Landes erfolgte im Jahr 2014 zu 43 % aus Atomkraft, also ähnlich viel wie Frankreich.

Vor diesem Hintergrund sind die in vielen Berichten teils anklingenden Vermutungen [6][7], dass die Ukraine Tschernobyl und seine Umgebung auch bewusst als „Vorzeigelandschaft“ konserviert, um vom Ausland weiterhin Hilfsgelder zu erhalten, recht schlüssig, und führt erkennbar auch zum Erfolg:
[1] Der Deutsche Bundestag begrüßt … die finanzielle und technische Unterstützung der Ukraine durch die Umsetzung der Projekte der G7-Staaten, der Europäischen Union sowie der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) am Standort Tschernobyl …

Egal, was der Bürger wählt, unter Frau Merkel kommt GRÜN heraus

Was Frau Hendricks vortrug, kann man allerdings auch als Einheitsmeinung von CDU / CSU / SPD in einer Bundestagsdrucksache nachlesen. Dort werden zwar Fakten gelistet, aber grundsätzlich so interpretiert, dass auch jeder GRÜNE bedenkenlos eine der von Frau Merkel dominierten Parteien wählen kann:
Deutscher Bundestag Drucksache 18/8239 18:[1] Tschernobyl und Fukushima mahnen
Bisher ist nicht bekannt, dass einer der Arbeiter (Zufügung: In Fukushima) an der akuten Strahlenkrankheit erkrankt sei ….
Die Ereignisse in Tschernobyl und Fukushima haben in Deutschland gezeigt , dass eine Abkehr von der Nutzung der Atomenergie zur Stromgewinnung notwendig ist.
… Der Deutsche Bundestag spricht allen Opfern, die fünf Jahre nach der Katastrophe von Fukushima und auch 30 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl immer noch unter den Folgen leiden, sein tiefes Mitgefühl aus …
… Der Deutsche Bundestag begrüßt – den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie zur Stromerzeugung von 2011 als richtige Konsequenz aus den Reaktorkatastrophen …

Quellen

[1] Deutscher Bundestag Drucksache 18/8239 18. Wahlperiode 26.04.2016: Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD
Tschernobyl und Fukushima mahnen – Verantwortungsbewusster Umgang mit den Risiken der Atomkraft und weitere Unterstützung der durch die Reaktorkatastrophen betroffenen Menschen

[2] EIKE 27.03.2017: Nee, bei uns gibt´s keine Klimaleugner

[3] EIKE 12. Juli 2017: Wenn für das Klima protestiert wird, muss man Gesetze und Anordnungen nicht so genau beachten, erzählt die „Infoplattform“ der Berliner Klimaberaterin

[4] EIKE 11.10.2016: C. Kemfert, Professorin und Politik-Beraterin für Umwelt und Energie, bekommt Ehrenpreise für Agitation

[5] Ruhrkultour, 15.07.2017: Hamburg – “Denn wir nehmen uns die Straße wann, wie und wo wir wollen!”

[6] EIKE, 27. November 2016: Tschernobyl – die Kosten der Angst in Weißrussland

[7] EIKE, 12. November 2016: Reise nach Tschernobyl 2016

[8] WELT N24, 01.09.2014: In der Ukraine steht Europas größtes Kernkraftwerk

[9] Bild, 12.03.2013: Shitstorm gegen Claudia Roth

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9 Kommentare

  1. Im Prinzip kommt die Aufregung jetzt schon zu spät, denn die Kernkraft ist in Deutschland bereits ein „walking dead“. Inzwischen konzentrieren sich diese Kräfte immer stärker auf andere Branchen, insbesondere die Atomobilindustrie. Der „Spiegel“ macht zusammen mit anderen linksgrünen Kräften wie der Deutschen Umwelthilfe die Drecksarbeit, welche die „Grünen“ derzeit nicht sebst machen wollen, weil sie schliesslich eine Wahl vor der Brust haben. Heute wurde dort triumphierend vermeldet, dass die Aktien der deutschen Kfz-Hersteller um bis zu fünf Prozent eingebrochen sind. Im Bereich der Kfz-Industrie befindet sich im Moment die Hauptkampflinie. Der Schaden ist bereits jetzt immens und möglicherweise nicht mehr reparabel. Denn wenn die Kfz-Hersteller eingehen, dann betrifft es nicht nur ihre direkten Zulieferer, sondern gleich eine ganze Reihe weiterer Schlüsselbranchen wie die Stahl-, Metall- und Kunststofferzeuger sowie grosse Teile des Maschinenbaus, dem entscheidende Kundensegmente wegbrechen werden.
    Und die CDU? Wird von einer Dame geführt, die den Kommunismus mit Löffeln gefressen und mit Religion verbrämt hat. Wer ihre Verlautbarungen verfolgt, findet genug Hinweise darauf, dass Merkel die heutige Automobilindustrie bekämpft, aber auf ihre heuchlerische Weise nicht direkt, sondern über Verbote, z.T. über die EU-Ebene. Sie glaubt stttdessen an die Elektromobilität und selbstfahrende Autos vor den Höhlen, in die Sie uns zurücksbefördern wird. Hendricks ist eigentlich nur der Wadlbeisser, Merkal das Frauchen, das „Fass die Ketzer“ sagt.
    Mfg

  2. Frau Hendricks, als Kopf der „etablierten“ Parteien, in ihrem Arbeitsfeld, verfolgt mit Unterstützung des „Hohen Hauses“ ein Ziel. Das Ziel wird ohne zu hinterfragen als gutes Ziel befohlen, völlig losgelöst von Fakten, die das Gegenteil belegen. Bei so viel abgehobener Gutheit könnte man sich nicht wundern, wenn zur Durchsetzung der vorgegebenen Weltrettung, ganz legal, das „Organisierte Verbrechen“ um Hilfe gebeten würde. Ich glaube, da wäre noch nicht einmal jemand überrascht. Die Beschreibung eines neuen Ministeriums wäre dann: Töten um gutes zu tun. Das hört sich doof an, aber genau in diesem Stiel werden Kritiker bekämpft, unfair und mit Lügen.
    Die Türkei ist gar nicht so weit weg.
    Wähler pass auf!

  3. „Ich als Ministerin darf meinen Staat nicht direkt bekämpfen. Wer es aber für mich macht, wird von mir vor meinem Staat ausdrücklich dafür gelobt“
    Einerseits ein eindeutiges Bekenntnis gegen den Staat ,andererseits stellt sich die Frage : Kann ein Minister (Diener des Staates) derartig gegen seine Dienstvorschriften verstoßen ohne sofort zurückgetreten zu werden ? Wo bleibt die Vorgesetzte ? Hmm ,die denkt und spricht ganz ähnlich :“Das ist nicht mein Staat !“ u.Ä.
    Ganz nebenbei hat Fr.Hendricks indirekt bestätigt ,daß das Gerücht wahr ist daß die Antifa die S turm-A bteilung der Regierung ist.Da wird dann auch klar warum die Polizei nicht eingegriffen hat.

  4. Diese Hendricks gehört sofort wegen Landfriedensbruch, Aufwieglung zu Straftaten und Gewalttaten angezeigt und verurteilt.
    Die größten Feinde des Deutschen Staates / Volk sitzen im Bundestag!

  5. Mal ehrlich, wenn diese Dame als Ministerin für die Reaktorsicherheit verantwortlich ist, dann schaltet man die KKW wirklich besser ab. Mit dieser Frau hat das Bundesministeramt einen nie gesehenen Tiefpunkt erreicht! Aber Merkel regiert noch dem Prinzip, wenn du selbst nur Mittelmaß bist, umgib dich mit noch dümmeren um gut auszusehen….

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