Der neue “Konsens” über globale Erwärmung

Thomas Fröhlich / pixelio.de“ blöder Hund“ diese Realität

Michael Bastasch und Ryan Maue
Eine Erwärmungspause gibt es, aber das ist noch keine Bestätigung für die Skeptiker
Ein wissenschaftlicher Konsens hat sich unter den Top-Mainstream-Klimaforschern herausgestellt – ja, es gab einen fast zwei Jahrzehnte lange „Hiatus“ in der globalen Erwärmung, den die Klimamodelle nicht genau vorhersagen oder replizieren konnten. Eine Aussage, für die „Skeptiker“ oder „Lauwärmer“ vor nicht allzu langer Zeit noch verspottet wurden.

Eine neue Studie(*), angeführt von Klimawissenschaftler Benjamin Santer, ergänzt das ständig wachsende Volumen der „Hiatus“ -Literatur, die populäre Argumente von Skeptikern einbezieht und sogar Satelliten-Temperatur-Datensätze verwendet, die eine reduzierte atmosphärische Erwärmung zu zeigen.

(*) Hier der Link zur o.g. Studie in Klartext, als Hyperlink funktioniert er seltsamerweise nicht:

https://www.nature.com/ngeo/journal/v10/n7/full/ngeo2973.html

Noch wichtiger – Die Studie („Paper“) bespricht das Versagen der Klimamodelle, die „Verlangsamung“ der globalen Temperaturen im frühen 21. Jahrhundert vorherzusagen oder zu replizieren, was eine weitere oft verspottete skeptische Beobachtung war.

„Im frühen einundzwanzigsten Jahrhundert, waren die von Satelliten abgeleiteten troposphärischen Erwärmungstrends im Allgemeinen kleiner als die Trends, die aus einem großen Multimodell-Ensemble geschätzt wurden“, liest sich die Zusammenfassung von Santers Studie, die am Montag veröffentlicht wurde.

Die von den Modellen berechnete [vorhergesagte] troposphärische Erwärmung ist wesentlich größer als in der Realität beobachtet. Die Überschätzung der troposphärischen Erwärmung im frühen einundzwanzigsten Jahrhundert [durch die Modelle] ist teilweise auf systematische Mängel, der in den Modellsimulationen verwendeten externen Antriebe, ab dem Jahr 2000 [post-2000 external forcings]

Die Studie kam für einige prominente Kritiker der globalen Klimamodelle überraschend. Dr. Roger Pielke, Sr. postete auf Twitter: „WOW!“, nachdem er die Zusammenfassung gelesen hatte, die einräumte, das die „modellierte troposphärische Erwärmung wesentlich größer ist als beobachtet“.

Es ist mehr als nur ein wenig schockierend.

Antwort der Leser des Daily Caller

Santer hat dazu vor kurzem als Co-Autor ein separates Paper mit verfasst, das zum Inhalt hat, die Aussagen von EPA-Administrator Scott Pruitt zu entlarven, der die globale Erwärmung für „abgehakt“ hält. Aber Santers Paper beurteilte nur einen selektiv bearbeiteten und aus dem Zusammenhang genommenen Teil von Pruitts Aussage, indem er den Begriff „Hiatus“ beseitigte.

Letztendlich wurde die Aussage von Scott Pruit: „ in den letzten zwei Jahrzehnten gibt es eine Erwärmungspause“ bestätigt.

Darüber hinaus zogen Klimawissenschaftler über den Texas Senator Ted Cruz her, der während einer Kongress-Anhörung in 2015 über den globalen „Hiatus“ gesprochen hatte. Stattdessen arbeiteten Aktivisten hart daran, die Verlangsamung der globalen Erwärmung in den Datensätzen zu überdecken und gegenüber den Medien zu behaupten, dass der „Hiatus“ ein „Mythos“ sei.

Santer und Carl Mears, die den Temperatur-Datensatz des Satelliten-Mess-System betreuen, schrieben im Januar 2016 einen längeren kritischen Blog-Post gegen Ted Cruz Aussage, der meinte dass es eine 18-jährige „Hiatus“ Erwärmungspause gäbe, die die Klimamodelle nicht vorhersagten.

Sie argumentierten, dass es eine schlechte statistische Praxis wäre und nur eine begrenzte Nützlichkeit hätte, eine „einzelne 18-jährige Periode zu prüfen“, bei der Bewertung der globalen Erwärmung.

„Picken sie nicht die Rosinen heraus“, schauen Sie sich alle Beweise an, nicht nur die sorgfältig ausgewählten Dinge, die einen bestimmten Blickwinkel unterstützen „, so Santers und Mears.

Cruzs Anhörung, war natürlich im gleichen Jahr als die National Oceanic und Atmospheric Administration (NOAA) ihre „Hiatus-Zerschlagungs-Studie“ veröffentlichte. Die Studie von Lead-Autor Tom Karl beabsichtigte, den „Hiatus“ aus dem globalen Oberflächentemperatur Aufzeichnungen zu beseitigen, indem man die Ozean-Daten nach oben korrigierte, um den „Bias“ in den Daten zu korrigieren.

Demokraten und Umweltschützer lobten die Arbeit von Karl, die gerade herauskam, kurz bevor die Obama-Regierung ihre Kohlendioxid-Vorschriften für Kraftwerke enthüllte. Karl’s Studie kam auch Monate bevor die die Pariser Vereinbarung über den Klimawandel bei den U.N. Delegierten behandelt wurde.

Karls Studie wurde im Jahr 2016 in einem Paper unter der Leitung von Klima-Wissenschaftler Zeke Hausfather, der University of California-Berkeley „verifiziert“, aber selbst dann gab es anhaltende Zweifel unter Klima-Wissenschaftlern.

Dann, Anfang 2016, haben die Mainstream-Wissenschaftler eingestanden, dass die Trends der Klimamodelle nicht mit den Beobachtungen übereinstimmen – ein Befreiungsschlag für Wissenschaftler wie Patrick Michaels und Chip Knappenberger, die seit Jahren auf Fehlerprobleme hinweisen.

John Christy, der Satellitentemperaturdaten der Universität von Alabama-Huntsville sammelt, hat vor dem Kongress das Versagen von Modellen bezeugt, die jüngste globale Erwärmung vorherzusagen.

Christys Forschung hat gezeigt, dass Klimamodelle 2,5 mal höhere Erwärmung der Atmosphäre errechnen, als über Satelliten und Wetterballons zu beobachten ist.

Nun scheinen er und Santer auf der gleichen Seite zu sein – die globale Erwärmungspause „Hiatus“ ist real und die Modelle haben es nicht vorher gesagt.

Santers Paper argumentiert, der „Hiatus“ oder „Verlangsamung“ der Erwärmung hat der wissenschaftlichen Gemeinschaft eine wertvolle Gelegenheit gegeben, das Verständnis des Klimasystems voranzutreiben und zu modellieren.

Was aber interessant ist, das Santer und seine Co-Autoren schreiben, dass es unwahrscheinlich ist, dass ihre Arbeit die abweichenden Denkrichtungen über die Ursachen der Unterschiede zwischen modellierten und beobachteten Erwärmungsraten zu versöhnen“.

Mit anderen Worten, das „Ungewissheitsmonster“ ist noch immer ein Problem.

Sehen Sie TRUMP versus OBAMA zum Klimawechsel:

Die 100 sec Zusammenschnitt von Obamas Apokalypse und Gegenüberstellung von Trumps Zukunft für Amerika sind verständlich und hörenswert.

Ryan Maue ist PhD-Meteorologe bei WeatherBELL Analytics und ein „adjunct scholar“ [~ Assistent Professor] am Cato Institut.

Erschienen auf The Daily Caller am

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/06/19/take-a-look-at-the-new-consensus-on-global-warming/

 

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7 Kommentare

  1. Ich habe das mir nicht geläufige Fremdwort „Hiatus“ bei Wikipedia nachgeschlagen und bekam bestätigt, dass die Betreiber dieses Lexikons nicht neutral sind sondern auch technische Sachverhalte ideologisch eingefärbt darstellen.
    So wird Hiatus bezüglich der globalen Erwärmung (warum nicht einfach Temperatur?) als „scheinbare Pause bei der globalen Erwärmung, gekennzeichnet durch kurzzeitige Stagnation der Oberflächentemperaturen bei gleichzeitiger Anheizung der Ozeane“ dargestellt, während alle anderen Bedeutungen ohne das einschränkende Adjektiv „scheinbar“ genannt sind.
    Auf der verlinkten Seite „Pause der globalen Erwärmung“ lerne ich, dass diese Pause „vermeintlich“ ist und von „Klimaskeptikern und -leugnern“ angeführt wird, denen dann in den weiteren Ausführungen jeder Zahn gezogen wird. Die „Falschdarstellungen von Klimaskeptikern“ haben gegen die Erkenntnisse aus vielen (!) Forschungsarbeiten keinen Bestand. Damit ist das Dogma der Klimaerwärmung (sprachlicher Unsinn) weiter gefestigt. Nicht umsonst ist bei der Nutzung dieses Lexikons selbst in technischen Fragen allergrößte Vorsicht angebracht.

  2. Das ganze Klimaerwärmung ist doch nur Industriepolitik! Beispiel:
    Folgende Firma schickt Ausschreibungen für ein 50 MW PV-Feld in Ägypten:
    Electrical Power Engineer
    Arab African Energy Company
    Contact No.: (002) 01005301788
    70 Joseph Tito st.,El-Nozha El-Gadida,
    Cairo, Egypt.
    Afrika wird mit PV zugepflastert damit die Chinesische Überproduktion irgendwohin geliefert werden kann. Die Anlagenbauer die es sich in der PV-Blase eingerichtet haben müssen, ja auch weiter irgendwo Geld verdienen. Deswegen werden „Klimakonferenzen“ abgehalten und Geldströme umgeleitet damit solche Projekte finanziert werden können. Die alten Ägypter bauten ihrem Sonnengott Pyramiden, ihre Nachfahren bauen ihrem Sonnengott PV-Felder. Wie gesagt, die Menschen ändern sich nicht, nur die Kulissen welchseln im Laufe der Jahrhunderte….

  3. Wie oft schon wurden Klimamodellierer von der Realitält überrascht. Von der Abkühlung in den 1950-70er Jahren zum Beispiel. Flugs wurde eine bevorstehende Eiszeit erfunden, natürlich vom westlichen Wohlstandsbürger verursacht. Dann wurde es überraschend wieder wärmer und die globale Klimaerwärmung ward während eines besonders heißen Juli 1986 in den USA bei einer Kongressanhörung geboren. Wieder war der gierige und unersättliche westliche Wohlstandbürger schuld. Wie er im übrigen an fast allen Plagen Mutter Gajas schuld ist, glaubt man den politischen Öko-Auguren, der Sozialindustrie und den Kirchen. Böse, böse, böse!

    Aber Computermodelle sagen gar nichts aus, wenn es um komplexe Sachverhalte geht. Alle Computermodelle arbeiten da mit diversen Flusskorrekturen, sonst landen sie im Nirwana des mathematischen Chaos. Und ab zwei Flusskorrekturen, so sagte der Statistik-Prof immer, geht auch ein Kamel durchs Nadelöhr.

  4. „Darüber, ob der Klimawandel stattfindet oder nicht, gibt es gar keine Diskussion.“
    Justin Trudeau (Premierminister Kanadas auf dem G20 Gipfel in Hamburg, studierter Literaturwissenschaftler)

    Das er damit natürlich nicht die Meinung von Eike über den natürlichen Klimawandel meint, dürfte jedem klar sein.

    Aber das haben Politiker inzwischen vermutlich weltweit als feste Regel:
    Eine Diskussion findet nicht statt.

  5. Steter Tropfen höhlt den Stein, deshalb versuch ich`s auch diesmal wieder. Der Temperaturstillstand in Deutschland gilt für den Gesamtschnitt seit 20 Jahren. In den Städten, bzw. den sich erweiternden Wärmeinseln ging die Erwärmung weiter. Düsseldorf macht übrigens eine Ausnahme. Die ländlichen Messstationen zeigen seit 20 Jahren eine leichte Abnahme der Temperaturen. Da die unbebaute Landfläche in Deutschland gut 85% ausmacht im Vergleich zur urbanisierten Fläche, wäre es gerechtfertigt zu sagen: Die Temperaturen sinken seit 20 Jahren, nur in Ausnahmefällen wie in den wachsenden Ortschaften und Städten bleiben die Temperaturen seit 20 Jahren gleich oder zeigten sogar leichte Anstiege. Immer wieder muss ich betonen, dass das Gros der deutschen Wetterstationen dort steht, wo die Menschen wohnen und arbeiten. Diese Aussage gilt wohl für die gesamte Erde.
    Und pauschalisiert: In den Städten und wachsenden Gemeinden wurde es in den letzten 20 Jahren wärmer, auf dem Lande kälter.

  6. Damit bestätigen Santer und Mann et al in der Studie, daß die Modelle alle falsch sind. Werft diese endlich auf den Müll. Natürlich wird darüber in den deutschen Medien nicht berichtet

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