Australien: Offener Brief auf Ihre Über­sicht über die Sicherheit des Nationalen Strom­marktes

Bild: M. Hermsdorf / pixelio.de

Herrn Dr. Alan Finkel AO
Chief Scientist
GPO Box 2013
Canberra Act 2601

Ich habe Ihren jüngsten Bericht mit Interesse gelesen. Seit etwa einem halben Jahrhundert habe ich beobachtet, dass Berichte der Regierung manchmal unehrlich, ideologisch, verdunkelnd, autoritär, bürokratisch, durch fehlenden Mut gekennzeichnet, unlogisch und manchmal einfach nur dumm sind.
Ich muss Ihnen gratulieren, Sir. Sie haben in Ihrem jüngsten Report offenbar in dieser Hinsicht neue Höhepunkte gesetzt.
Hiermit möchte ich Ihnen erklären, warum Ihr Report diese Einschätzung verdient.

Unehrlichkeit

Laut Abschnitt 137.1(1) des Criminal Code Act 1995 begeht eine Person eine Straftat, falls diese Informationen weitergibt an (i) eine Abteilung des Commonwealth oder an (ii) eine Person, welche Macht ausübt oder Funktionen unter bzw. im Zusammenhang mit dem Commonwealth ausführt UND wenn diese Person dies tut in dem Wissen, dass diese Information (i) falsch oder irreführend ist oder (ii) irgendetwas auslässt, was die Information irreführend macht.

Wie wir unten sehen werden, scheint Ihr Bericht alle diese Kriterien zu erfüllen. Nun weiß ich, dass Mitarbeiter der Regierung den gleichen gesetzlichen Standards unterliegen wie andere Bürger. Ich erkenne an, dass es der Premierminister und verschiedene Minister sowie andere Funktionäre enorm empörend finden würden, wenn der Autor Ihres Berichtes vor Gericht gebracht werden würde. Daher hege ich den Verdacht, dass die Chance, Sie zu verklagen, ziemlich gering sind.

Dies ändert nicht die Tatsache, dass Ihr Bericht ein Bruch von Abschnitt 137.1(1) des Gesetzes darstellt in einer Weise, welche für weniger privilegierte Sterbliche Strafen nach sich ziehen würde.

Nun also zu den Einzelheiten. Das Dokument ist falsch und irreführend in vielfacher Hinsicht, aber um es nicht ausufern zu lassen, beschränke ich mich auf Folgendes:

die Große Lüge des „Saubere-Energie-Zieles“

Auslassen einer genauen Erklärung, wie und warum für die Deckung des Bedarfs notwendige Kohlekraftwerke aus unserem Stromsystem entfernt werden

erheblich irreführende Aussagen hinsichtlich relativer Kosten verschiedener Formen der Stromerzeugung

Auslassen jedweder Erwähnung des minimalen Effektes, falls überhaupt einen, welchen Ihre Politik auf die Temperaturen in Australien und weltweit haben wird

Auslassen von Details der umfassenden sozialen und ökonomischen Auswirkungen und unterschiedliche Konsequenzen der Kosten der alternativen Arten der Energieerzeugung.

Die Große Lüge vom „Ziel Erneuerbarer Energien“

Das Wort „sauber“ [clean] taucht etwa 50 mal in Ihrem Report auf, besonders in Verbindung mit dem, was Sie das „Ziel Erneuerbarer Energien“ nennen [Clean Energy Target]. Auf diese Nomenklatur wäre ein Josef Goebbels stolz gewesen.

Eindeutig impliziert diese Wortwahl, dass die Alternativen, insbesondere unser auf Fossilen basierendes jetziges System, welches immer noch die Quelle des weitaus größten Teils der Stromerzeugung in Australien ausmacht, schmutzig ist und daher ersetzt werden muss.

Es heißt, dass Sie ein Wissenschaftler sind. Als solcher muss Ihnen bewusst sein, dass die Hauptemissionen aus fossil betriebenen Generatoren Wasserdampf und Kohlendioxid CO2 sind, und nicht das Element Kohlenstoff in molekularer oder partikulärer Form. Immerhin beruht die gesamte These der Anthropogenen Globalen Erwärmung auf den angeblichen Auswirkungen eines erhöhten Gehaltes von Kohlendioxid in der Atmosphäre, nicht auf erhöhten Gehalt von Kohlenstoff.

Als Wissenschaftler müssen Sie wissen, dass diese schlimme Substanz, in Ihrem Bericht implizit als „unsauber“ gebrandmarkt, tatsächlich nicht die Wäsche auf der Leine verschmutzt, dass sie nicht unsere physikalische Infrastruktur beeinträchtigt, dass sie nicht in ungünstiger Weise auf den Betrieb von Maschinen wirkt, dass sie keine schlechten Gerüche erzeugt, dass sie nicht den Himmel verdunkelt, dass sie nicht allergen auf Haut oder Augen wirkt, und dass sie nicht unsere Lungen oder andere Teile unseres Körpers schädigt. Kurz gesagt, die Substanz passt nicht einmal ansatzweise zu dem, was die Menschen normalerweise unter „unsauber“ oder „Verschmutzung“ verstehen.

Tatsächlich wissen Sie zweifellos, dass jeder Atemzug von Ihnen und jedem einzelnen von uns eine rund 100 mal höhere Konzentration von CO2 ausatmet als der Anteil in der Atmosphäre. Vielleicht war es Ihre Absicht zu behaupten, dass die gesamte Menschheit vor diesem Hintergrund unsauberen Atem ausstößt.

Ebenso wissen Sie zweifellos, dass es ohne Kohlendioxid keinerlei Leben auf der Erde geben würde, so wie wir es heute kennen; dass es essentiell für unser Leben genauso wichtig ist wie Wasser, Sauerstoff und Licht. Sie müssen wissen, dass es zusammen mit Licht und Wasser der entscheidende Grundpfeiler des Pflanzenlebens ist. Es wird in Kohlenstoff umgewandelt, wovon unser eigenes Leben dann abhängt.

Behaupten Sie, dass auch Wasser, Licht und Sauerstoff „unsauber“ sind?

Die einfache Tatsache lautet, dass Kohlendioxid in keiner Weise die Kriterien für „unsauber“ erfüllt, und Sie wissen, dass Sie mit voller Absicht eine falsche Beschreibung verwendet haben, um die große Mehrheit unserer Gesellschaft emotional in die Irre zu führen, darunter viele Politiker, hinsichtlich der wahren Natur unserer Emissionen aus fossil betriebenen Kraftwerken.

Auslassen des genauen Grundes, mit Kohle betriebene Generatoren auszusondern

Ihr Bericht bezieht sich auf die Schließung von Kohlekraftwerken und erwartet weitere Schließungen. Tatsächlich erkennen Sie, dass dies rapide immer katastrophalere Züge annimmt für das gesamte Stromsystem, weshalb Sie ein drakonisches Gesetz einbringen, dem zufolge den Betreibern derartiger Kraftwerke drei Jahre im Voraus die Schließung derselben verordnet wird – eine autoritäre Maßnahme, welche vor Gericht erhebliche Probleme machen wird.

Eindeutig erkennen Sie das Problem. Aber Sie können eine ordentliche Lösung nur anbieten, wenn Sie hinsichtlich des Grundes ehrlich sind. Und Sie wissen sicherlich, dass diese Schließungen dem RET-Programm geschuldet sind sowie den massiven Subventionen, welche dieses Programm unvorhersagbaren, immer wieder unterbrochenen Stromanlagen (IEDs) bietet (d. h. die Anlagen, die Sie altmodisch als VREs bezeichnen). In Ihrem Report geben Sie das nicht ehrlich zu.

Unter dem RET-Programm haben fossil befeuerte Generatoren nur eine einzige Einkommensquelle, nämlich das Geld, welches sie durch Stromverkäufe an das Netz einnehmen. IEDs haben zwei Einnahmequellen, Geld für den in das Netz eingespeisten Strom und Geld (ultimativ gezahlt vom Stromverbraucher) für die RECs, welche zu drucken die Regierung anordnet und welche die Stromanbieter zu kaufen verpflichtet sind.

Im vorigen Jahr betrug der mittlere AEMO NSW-Strompreis 51,60 Dllar pro MWh. (Im Jahre 2000 betrug er 28,27 Dollar, und bisher im Jahre 2017 81,40 Dollar)1. Während der letzten sechs Monate variierte der Spotpreis für Large-Scale Generation Certificates (LGC), vorgeschrieben von RET, um 85 Dollar pro MWh2.

Im Folgenden verwende ich zur Verdeutlichung gerundete Zahlen. Während dieses Zeitraumes kann also ein Kohlestrom-Generator, der seinen Strom zum Spotpreis in das Netz einspeist, etwa 80 Dollar pro MWh einnehmen. Ein IED jedoch würde den gleichen Spotpreis einnehmen PLUS weitere 85 Dollar aus dem Verkauf der von RET vorgeschriebenen LGC, welche für jede ins Netz eingespeiste MWh erzeugt werden muss. Für den Verkauf der gleichen Menge Strom erhält also ein Kohle-Generator 80 Dollar, ein IED dagegen 165 Dollar.

Natürlich wissen Sie genau, dass das System sogar noch stärker zugunsten IED gewichtet ist. Der Spotpreis variiert erheblich schon innerhalb eines Tages, aber auf eine Art und Weise, dass dem IED-Verkäufer immer mehr Geld bekommen wird pro MWh als der Fossil-Generator wegen jener LGC-Subvention, welche zu zahlen alle Stromverbraucher gezwungen sind.

Infolge der Kombination der Subventionen und der AEMO-Vorschriften für die Einspeisung von Strom in das Netz wird effektiv garantiert, dass IEDs in der Lage sind, allen von ihnen erzeugten Strom in das Netz zu verkaufen (wenn der Wind weht oder die Sonne scheint), während es fossil betriebene Generatoren lediglich gestattet ist, die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen – trotz ihrer Kapazität, 24 Stunden lang 7 Tage in der Woche zuverlässig Strom liefern zu können.

Dank der [AUS-]Bundesregierung und der Staatsregierungen haben wir eine Kombination von Marktstrukturen und Subventionen, die mehr Geld zahlen für Strom von den am wenigsten zuverlässigen und teuersten Generatoren, wobei diese Generatoren noch bevorzugt in das Netz einspeisen dürfen. Dies garantiert ihre wuchernde Ausbreitung, während es Fossil-Generatoren unwirtschaftlich macht. Je mehr IEDs dem Netz hinzugefügt werden, umso weniger wirtschaftlich werden Fossil-Generatoren. Dies treibt sie aus unserem Stromsystem hinaus und steigert sowohl den Preis für die Stromverbraucher als auch die Unzuverlässigkeit und Unsicherheit des Netzes.

Es dürfte sehr schwierig sein, ein noch perverseres System zu erfinden, falls es das Ziel ist, der australischen Bevölkerung eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu geringen Kosten anzubieten – wie Ihre Wortwahl bzgl. der Referenz spezifiziert.

Wenn diese Umstände in einem Bericht zur „zukünftigen Sicherheit des nationalen Strommarktes“ fehlen, ist dies eindeutig ein erheblicher Mangel mit dem Ziel der Irreführung und damit des Gesetzesbruches von Abschnitt 137.1(1) des Criminal Code Act 1995.

Irreführende Statements hinsichtlich der relativen Kosten verschiedener Arten der Stromerzeugung

Angesichts des Umstandes, dass Strompreise und Kosten für die Verbraucher und die Industrie Bestandteil ihrer Referenz-Wortwahl sind, erscheint es seltsam, dass Ihr Bericht die Historie der Strompreise in Australien ignoriert und sich stattdessen in Preis-Vorhersagen ergeht, obwohl die Historie der Prognosen häufig gravierend falsch war.

Vermutlich kennen Sie das allgemeine historische Bild der Strompreise für die Verbraucher, gezeigt in der Graphik unten. Sie zeigt reale Preise als Index für den Zeitraum 1955 bis 2018. Folgende Höhepunkte sind erkennbar:

Während der vier erfassten Jahrzehnte, in welchen die Regierungen der einzelnen Staaten unabhängig voneinander verantwortlich waren für Erzeugung und Verteilung des Stromes in ihren jeweiligen Staaten, fielen die realen Strompreise um etwa 45%, was einen großen Profit für Industrie und Verbraucher bedeutete.

Während der zwei Jahrzehnte seit Einführung des Nationalen Strommarktes [National Electricity Market], welches zu einem weiteren Preisrückgang führen sollte, gab es stattdessen in Australien eine Zunahme über 90% der realen Strompreise. Damit sind alle Gewinne aus dem Zeitraum zwischen den fünfziger und den neunziger Jahren ausgelöscht worden. Strom ist jetzt teurer als 1955 und scheint abzuheben „in Richtung Mond“.

Den größten Anstieg des realen Strompreises gab es im vorigen Jahrzehnt und korreliert stark mit der Zunahme der Erzeugung mittels IEDs.

Ich erkenne an, dass Korrelation nicht gleich Kausalität ist, aber normalerweise ist es in der Wissenschaft so, dass man beim Vorliegen einer Korrelation zumindest ernsthaft versucht zu bestimmen, ob es sich um eine unechte Korrelation oder um eine echte Relation handelt. In Ihrem Bericht haben Sie anscheinend absichtlich diese normale Praxis umgangen.

Die meisten Menschen, die die in der Graphik gezeigte Historie betrachten, würden zumindest die Hypothese evaluieren, dass die Stromversorgung, die Australien einst hatte im Zeitraum vor dem NEM und unregelmäßig fließender Energie, tatsächlich erheblich besser war als das, was derzeit besteht – hinsichtlich Preis, Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Und doch haben Sie sich gescheut, diese Informationen für Regierungen und Öffentlichkeit bekannt zu machen – Informationen, welche zu sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen als in Ihrem Bericht führen. Sie bieten keine Analyse, warum Australien daran gehindert wird, zu den Vorteilen geringer Kosten, zuverlässiger Stromversorgung und den Mitteln und Wegen zurückzukehren, mit welchen dieser Zustand erreicht worden ist.

Stattdessen geben Sie einfach ohne jede logische Argumentation oder Beweise vor, dass es „kein Zurück geben wird von den massiven industriellen, technologischen und ökonomischen Änderungen, vor denen unser Stromsystem steht“ (S. 3). Und dennoch sagen Sie uns in ihrem eigenen Bericht, dass im Jahre 2016 76% des Stromes im NEM von Kohle-Generatoren erzeugt worden war (S. 87).

Einschließlich von Hydro- und Gaskraftwerken, welche ebenfalls jederzeit die Nachfrage decken können, stammt über 90% der australischen Stromerzeugung nach wie vor aus nicht aussetzenden* Generatoren. Dennoch behaupten Sie, dass es unmöglich ist, das Eiltempo bei der Installation weiterer IEDs nach Art der Lemminge zum Halten zu bringen, weil „es kein Zurück gibt“.

Es ist nur zu offenkundig, dass falls Australien eine zuverlässige Stromversorgung zu niedrigen Kosten wiederhaben will, es in der Lage ist, das auch zu erreichen. Mit Sicherheit werden einige dieser Generatoren mit der Zeit ersetzt werden müssen. Das ist der Fall mit jeder industriellen Einrichtung, sogar mit Windturbinen.

[*Für den Terminus ,intermittent‘ wird keine Übersetzung angeboten, die wirklich passt. Dennoch wird wohl jeder wissen, was damit gemeint ist. Darum werde ich diesen Begriff im Folgenden unübersetzt und kursiv gesetzt übernehmen. Anm. d. Übers.]

Sie schreiben (Seite 91), dass die gewichteten Kapitalkosten für Kohlekraftwerke jetzt viel höher sind als für intermittent Generatoren. Das hat nichts mit der Technologie als solcher zu tun. Kapitalkosten sind immer mit Risiko behaftet. Die pro-intermittent und anti-fossile Politik von Regierungen zusammen mit wild oszillierenden Maßnahmen als Reaktion auf Emissions-Phantasien, welche fortwährend mit der Realität kollidieren, haben inzwischen ein extremes Risiko heraufbeschworen für jeden privaten Generator, der nicht durch Subventionen gestützt wird.

Unsere kohlebasierte Strom-Infrastruktur vor den NEM wies niedrige Kapitalkosten auf, weil sie mit geringem Risiko von der Regierung erhalten werden konnte.

Wegen der von den Regierungen hervorgerufenen Unsicherheit wird Australien nur dann weitere zuverlässige Generatoren zu niedrigen Kosten konstruieren, wenn dies entweder seitens der Regierung erfolgt oder mittels eines Take-or-pay-Vertrages mit der Regierung. Der einzige Weg für Australien zur Rückkehr zu einer kostengünstigen, zuverlässigen und sicheren Stromversorgung führt über die Art und Weise der Stromerzeugung in der Vergangenheit.

Natürlich bedeutet dies auch die Abschaffung der NEM und der massiven Armee gut bezahlter Bürohengste im Zuge der NEMs. Sie haben nichts zur Sicherheit der Stromversorgung in Australien beigetragen, sondern haben, wie die Daten belegen, die Stromkosten in Australien massiv aufgebläht. Sie sind selbst eine zusätzliche Ausgabe, die aufzubringen die Verbraucher gezwungen sind.

Die Tatsache, dass Sie es versäumt haben zu zeigen und zu erklären, wie Australien sicheren, kostengünstigen Strom mit allgemein sinkenden Preisen während der über vier Jahrzehnte vor den NEM angeboten hat, ist ein leuchtendes Beispiel für die Präsentation irreführender Informationen mittels Auslassen und folglich ein Bruch des Criminal Code Act 1995, Abschnitt s137.1(1).

Destruktive Komplexität und fehlende Haftung

Eine gesteigerte Komplexität neigt dazu, die Leistung herunterzufahren. Australiens Stromsystem vor NEM war viel einfacher als das, was heute besteht. In jedem Staat gab es eine einheitliche Organisation, welche verantwortlich war für die effiziente und sichere Stromerzeugung mittels einer geringen Anzahl von Hoch-Kapazitäts-Kraftwerken. Genauso war das Übertragungssystem relativ einfach und konzentrierte sich auf den Stromtransport von jener geringen Anzahl von Kraftwerken zu den Endverbrauchern. Außerdem gab es eine starke Rechenschaftspflicht seitens der Staatsregierungen, von denen jede einzelne vollständig zuständig war für Erzeugung und Verteilung des Stromes und die der Wählerschaft Rechenschaft ablegen musste für die Zuverlässigkeit und den Preis dafür.

Die NEM haben die Komponenten zur Herstellung zersplittert und dies mit multiplen anderen Organisationen überlagert, von der jede eine wechselseitige Rolle untereinander spielt und jede einzelne zur Komplexität der gesamten Industrie beiträgt.

Außerdem wurde das Vertrauen der Wähler zerstört. Die Industrie wird jetzt theoretisch von der COAG* beaufsichtigt – aber die COAG ist nicht Wahlen seitens der Bürger unterworfen, und die Erfahrungen, welche die Bürger machen, werden vorherrschend von den Mitgliedern der COAG bestimmt und nicht von ihren eigenen staatlichen gewählten Repräsentanten. Es gibt keine direkte Verantwortlichkeit gegenüber den Wählern seitens der multiplen Körperschaften, von denen jede im Stromsystem herumspielt, aber von denen keine einzige die Gesamtkontrolle ausübt.

[COAG = Council of Australian Governments. Falls das von Interesse ist, siehe hier. Anm. d. Übers.]

Die Stromversorgung ist inhärent ein Monopol oder ein Oligopol, vor allem in einer kleinen Ökonomie wie der von Australien. Vor den NEM gab es ein Staatsmonopol in den Händen jeder Regierung der einzelnen Staaten, welche gegenüber den Wählern verantwortlich war, und jene lokalen Monopole standen miteinander im Wettbewerb, um Industrien in ihre jeweiligen Staaten zu locken. Nach Einführung der NEM wurden jene lokalen Monopole aufgebrochen, aber sie überdecken jetzt als Oligopol die Nation und stehen nicht mehr unter Kontrolle der Wähler.

In Ihrem Bericht heißt es (S. 81): „Im Zeitraum 2009 bis 2017 haben die wesentlichen Händler ihren Anteil an der NEM-Erzeugungskapazität von 15% auf 48% erhöht“. Die Logik ihrer Maßnahmen ist aus ihrer Perspektive unangreifbar. Also befinden wir uns mitten in dem Prozess des Ersetzens von dem, was einst Staatsmonopole unter Kontrolle der Wähler waren, durch ein Oligopol mit drei Mitgliedern, welches nicht unter Kontrolle der Wähler steht. Wir gehen auf eine noch größere Konzentration der Kontrolle der Stromerzeugung zu, als wir finanziell haben, wobei jenes Oligopol auf Kosten seiner Inhaber ausgebeutet wird, mit größerer Kontrolle von außen anstatt Kontrolle durch die Bürger der Staaten.

In einem Kapitel mit der heroisch klingenden Überschrift Stärkere Regierungsgewalt beziehen Sie sich auf multiple Institutionen, welche eine „geteilte Verantwortung“ brauchen. Jeder mit nur ein wenig Verständnis für das Funktionieren von Organisationen weiß, dass dies ein Widerspruch in sich ist. „Geteilte Verantwortung“ heißt, dass niemand wirklich zur Verantwortung gezogen werden kann, d. h. für schlechte Ausführung bestraft werden kann. Das Eintreten für eine „geteilte Verantwortung“, um eine stärkere Regierungsgewalt zu erreichen, ist Frömmelei. Entweder gibt es eine definitive Partei mit Autorität, welche von den Wählern abgestraft werden kann, oder niemand ist verantwortlich.

Ihre „Lösung“ dieses Problem ist die Einrichtung noch weiterer Institutionen, welche das ganze System sogar noch komplexer machen und es noch weiter von der Kontrolle der Bürger entfernen.

Nötigung der Verbraucher

Ihre perverse „Lösung“ besteht teilweise darin, die Verbraucher dazu zu bringen, ihren Strombedarf an die Launen der Erzeugung mittels IEDs anzupassen. Vor Einführung der subventionierten IEDs in unser Stromsystem war dies vollkommen unnötig.

In einem Musterbeispiel Orwell’scher Prägung wie in 1984 behaupten Sie, „Verbraucher zu belohnen“ (Kapitel 6), obwohl es Ihnen mit Ihrem Plan in Wirklichkeit darum geht, Australier zu bestrafen, die Strom verbrauchen möchten, und darum, sie ein wenig schwächer zu bestrafen, falls sie Strom nur zu den Zeiten verbrauchen, welche zu den Launen Ihres Systems passen, dessen Ziel es ist, die Einrichtung weiterer IEDs zu befeuern.

Sie schreiben, dass „Ein zunehmender Anteil der Investitionen in neue Erzeugungs-Einrichtungen von individuellen Verbrauchern kommt“ (S. 137). Vielleicht hegen Sie die Vorstellung, dass die Verbraucher wild darauf sind, ihre Dächer mit Solarpaneelen zu pflastern.

Der wirkliche Grund, gezeigt in der Graphik weiter oben, ist aber natürlich die massive und immer weiter gehende Zunahme der realen Strompreise im Netz als Konsequenz der zahlenmäßigen Explosion von IEDs zusammen mit den Anreizen, welche die Regierung all denen bietet, die Solarpaneele tatsächlich installieren.

Dies wiederum führt zu einem ineffizienten Verbrauch der Infrastruktur der Verteilung des Stromes, welche aber dennoch bezahlt werden muss. Folglich muss unter dem Grand Plan von Finkel jeder mit dem Netz Verbundene rasant steigende Preise zahlen, um an das Netz angeschlossen zu bleiben, während Viele für die Selbsterzeugung Geld ausgeben wegen der unentwegt steigenden Preise für den Strom aus dem Netz.

Was die Australier von einem Stromsystem erwarten ist ziemlich einfach: Strom zu niedrigen Kosten, der immer verfügbar ist wenn gewünscht. Jahrzehnte lang beruhte unsere Stromversorgung auf dieser Grundlage, und wir wollen, dass das so bleibt.

Stattdessen bieten Sie ein autoritäres System an, in welchem Verbraucher und Industrie gezwungen werden, ihren Bedarf so zu gestalten, dass sie den Erfordernissen Ihres IED-Systems entsprechen, während fortwährend steigende reale Preise gezahlt werden müssen, die bereits jetzt doppelt so hoch sind wie die Preise, welche wir früher gezahlt haben. Dies wird angeboten durch ein faschistisches System eines starken Oligopols mit zunehmender ausländischer Beteiligung, welches Hand in Hand geht mit einer Unmenge von Regierungsagenturen und Bürokraten und dem Oligopol – und bar jeder demokratischen Kontrolle durch die Wähler entweder in individuellen Staaten oder der gesamten Nation. Es ist ein Gebäude, dass 1984 oder Mussolini würdig ist – und nicht der Gesellschaftsform, für die ich mich zusammen mit vielen anderen im Interesse Australiens eingesetzt haben.

Ihr Fetisch der Emissionen

Ihr Bericht ist gespickt mit den Begriffen Emissionen und Emissions-Reduktion, welche in Ihren Referenz-Termini nicht auftauchen.

Im Vorwort Ihres Berichtes heißt es: „Der COAD Energy Cuncil forderte das Review Panel auf, Erweiterungen des Nationalen Energiemarktes vorzuschreiben, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit zu optimieren, und das zu den geringstmöglichen Kosten“. Emissionen oder Emissions-Reduktion werden in dieser Aufgabe nicht erwähnt – aber beachten Sie die Referenz zu „geringstmöglichen Kosten“.

Sie wurden aufgefordert, das zu tun konsistent mit der National Energy Objective, welche da dem National Electricity Law zufolge lautet:

um eine effiziente Investition in sowie effizienten Betrieb von Stromanbietern für die langzeitlichen Interessen der Stromverbraucher zu fördern hinsichtlich Preis, Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Stromversorgung, und der Zuverlässigkeit und Sicherheit des nationalen Stromsystems.

Auch hier keinerlei Erwähnung von Emissionen oder Emissions-Reduktionen. Aber trotzdem rankt sich Ihr Bericht um die Reduktion von CO2-Emissionen.

Angesichts des Umstandes, dass dies in Ihrem Bericht eine so große Rolle spielt und dass es die gesamte, von Ihnen eingebrachte Struktur des Stromsystems antreibt, obliegt es Ihnen, öffentlich klarzustellen, welche tatsächlichen Vorteile für Australien und seine Bürger sich daraus ergeben, dass die CO2-Emissionen Ihren Vorstellungen zufolge sinken.

Es gibt mittlerweile massenhaft Beweise, dass selbst wenn die von Ihnen avisierten Ziele erreicht werden, die Konsequenzen hinsichtlich der Temperaturen in Australien und weltweit so winzig sind, dass sie effektiv nicht messbar sind. Es steht auch außer Frage, dass ihr Gesamtziel der Reduktionen für Australien in jedem einzelnen Jahr von gesteigerten Emissionen durch China und Indien weit überkompensiert werden, um nicht die gesteigerten Emissionen anderer unterentwickelter Länder mit rapidem Bevölkerungswachstum zu erwähnen.

Tatsächlich haben Sie bei einer Anhörung im Senat am 1. Juni dieses Jahres auf eine Frage von Senator Ian MacDonald geantwortet, dass der gesamte Abbau aller CO2-Emissionen in Australien hinsichtlich des Weltklimas praktisch keinen Unterschied machen würde. Diese Information dürfen Sie der Regierung und der Öffentlichkeit auf keinen Fall vorenthalten.

Und trotzdem hat diese fundamental wichtige Information und das damit verbundene Eingeständnis, dass die Restriktionen bzgl. der CO2-Erzeugung in Australien keinerlei materielle Vorteile für unser Land bringen, keinen Eingang in Ihren sich um Emissionen rankenden Report gefunden.

Das Verschweigen ehrlicher Informationen in dieser Angelegenheit, welches in das Zentrum des von Ihnen kolportierten IED-getriebenen Systems geht, scheint eine weitere materielle Auslassung zu sein, dessen Auswirkung die Irreführung ist und welche daher einen Bruch von Abschnitt s137.1(1) des Criminal Code Act 1995 darstellt.

Sicherheit wird ignoriert

In der oben beschriebenen National Electricity Objective ist enthalten, dass man Strom sicher herstellt und verbreitet. Sie müssen eigentlich wissen, dass es fortwährend Klagen über Schäden durch Windparks gibt seitens lokaler Gemeinden. Mit Sicherheit wissen einige Mitglieder Ihres Gremiums davon.

Ich sehe, dass dieses Problem immer noch Gegenstand von Diskussionen ist. Allerdings wird es von der NHMRC als bedeutend genug angesehen, um Studien hierzu in Auftrag zu geben, wie es auch auf der ganzen Welt der Fall ist.

Es wäre unvernünftig, von Ihnen zu diesem Punkt ein definitives Statement zu erwarten, aber ebenso sind Sie nicht in einer Position sicher zu sein, dass es keine Gesundheitsprobleme gibt, welche sich noch weiter ausbreiten dürften, falls Ihre IED begünstigende Politik weitergeführt wird und was diese Politik unhaltbar machen würde.

Ihr Bericht gleicht jemandem, der vor Jahrzehnten Baumaterialien evaluiert und die Vorteile von Asbestprodukten gepriesen hat, ohne zu erwähnen, dass es einige bekannte Hinweise darauf gab, dass diese Produkte gesundheitlich bedenklich sind.

Es ist vielsagend, dass Ihr Bericht mögliche Sicherheitsbelange erwähnt in Relation zur Batterie-Technologie, die Entwicklung von Gasvorräten und in Relation zu kleinen modularen Kernreaktoren; dass er aber nichts in Relation zu Windparks aussagt, und das trotz der Tatsache, dass die gesundheitlichen Auswirkungen der Emissionen von Windparks das einzige Thema ist, für das die NHMRC Forschungsgelder zur Verfügung gestellt hat.

Dies scheint mir eine willkürliche Entscheidung Ihrerseits zu sein, dass Sie nichts hierzu sagen, würde es doch Ihre Politik bedrohen. Folglich ist dies ein weiteres Beispiel der Irreführung durch Weglassen.

Verschweigen der ökonomischen Auswirkungen

Ihre Referenzen konzentrierten sich auf Kosten, Zuverlässigkeit und Sicherheit des australischen Stromsystems. Allerdings haben Sie die Reduktion von Emissionen zum Eckpfeiler Ihrer Bewertung gemacht. Dies impliziert, dass Sie bedeutende Vorteile hinsichtlich der Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen unterstellen, obwohl Sie offenbar keine Notwendigkeit erkennen, diese Auswirkungen zu erklären oder zu quantifizieren.

Falls Sie einmal ihren Blickwinkel erweitern würden, kann man vernünftigerweise erwarten, dass Sie die weiter gefassten ökonomischen und sozialen Auswirkungen Ihrer Politik diskutieren. Aber Sie haben sich offenbar entschlossen, dies zu ignorieren.

Die australische Wirtschaft und seine Bevölkerung waren Schauplatz sehr großer Vorteile durch die große Reduktion realer Strompreise von den fünfziger bis zu den neunziger Jahren, was auch der industriellen Entwicklung zugute gekommen war. Umgekehrt erfuhren sie einen sehr großen Nachteil während des vorigen Jahrzehnts, haben sich doch die realen Strompreise verdoppelt, das Land deindustrialisiert mit der Folge von Arbeitsplatzverlusten und verloren gehender Erfahrung sowie mit negativen Auswirkungen auf Lebenshaltungskosten.

Ihre Pro-IED-Politik wird die Strompreise unvermeidlich weiter steigen lassen und weitere australische Industrien und Arbeitsplätze vernichten.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt dieser Politik. Nicht nur, dass die Kosten von IED-Strom drastisch höher sind als die fossiler Treibstoffe, wie die Historie gezeigt hat, sondern auch, dass Strom aus intermittent Stromgeneratoren kapitalintensiver ist als Strom aus fossil betriebenen Generatoren. Da wir keine Generatoren herstellen und auch künftig dies nicht tun werden, müssen sie alle importiert werden.

Im Falle fossil erzeugten Stromes machen importierte Aggregate einen Teil der Kosten aus, ein anderer Teil resultiert aus lokal erzeugter Kohle und Gas, wovon Australien über große Vorräte verfügt. Im Falle von IEDs machen vorherrschend importierte Aggregate die Kosten aus. Als Konsequenz führen Letztere zu einem größeren Defizit ihrer Zahlungsbilanz, während Erstere gute Arbeitsplätze in Australien zur Folge haben durch Abbau und Verteilung des verwendeten Treibstoffes.

Diese wichtigen Auswirkungen nicht in irgendeiner Weise anzusprechen führt ebenfalls in die Irre hinsichtlich der wahrscheinlichen Konsequenzen der von Ihnen befürworteten Politik. Es scheint, dass Sie das Wohlergehen der australischen Bevölkerung den Interessen derjenigen unterordnen, die die IEDs unterstützen.

Summary

Ihr Report scheint Abschnitt 137.1(1) des Criminal Code Act in vielfacher, grundlegender Weise zu verletzen. Er hat zum Ziel, in die Irre zu führen, während er eine Politik stützen soll, bei der eine lange Historie von Belegen gezeigt hat, dass sie der australischen Bevölkerung Schaden zufügt und immer weitere Schäden hervorruft, je länger diese Politik noch betrieben wird.

Beispielhaft belegt wird dies durch die große Lüge hinsichtlich „sauberer Energie“, als ob unsere fossilen Energiequellen unsauber sind, wenn doch deren vorherrschende Emissionen Wasserdampf und Kohlendioxid sind, welche nicht „unsauberer“ sind als Sauerstoff und Stickstoff, die zusammen mit Wasserdampf und Kohlendioxid unsere Atmosphäre bilden.

Sie versagen eindeutig bei der Erklärung der perversen Natur des Systems, in welchem immer mehr Geld ausgegeben wird für die am wenigsten zuverlässigen und teuersten Generatoren (intermittent Wind und Solar) und dass der Strom dieser Generatoren bevorzugt in das Netz gespeist wird, was dessen Ausuferung garantiert, während die fossil betriebene Erzeugung unwirtschaftlich und aus unserem Stromsystem hinausgedrängt wird – und das trotz der Tatsache, dass es diese sind, welche zuverlässige Energie zu niedrigen Kosten bieten.

Sie versagen dabei, die Aufmerksamkeit auf die australische Historie der Stromversorgung und deren Implikationen zu lenken. Diese Historie war vier Jahrzehnte lang gekennzeichnet von einer Reduktion realer Strompreise um 45%, als die Regierungen der einzelnen [Aus-]Staaten verantwortlich waren für die Erzeugung und Verteilung von Strom. Dieser Periode folgte eine Verdoppelung der realen Strompreise seit Beginn der NM und besonders während des letzten Jahrzehnts, als IEDs zu einem grundlegenden, wenn auch kleinen Teil unseres Stromsystems wurden.

Sie bieten keinerlei Beweise dafür, dass diese Explosion von Preisen für die Verbraucher unter Ihrer Politik nachlassen wird. Tatsächlich haben wir gerade im vorigen Monat erlebt, dass die Preise um 15% oder mehr im Juli 2017 nach oben schießen werden, was Sie in Ihrem Bericht nicht vorhergesagt haben.

Dank der NEM haben wir bereits eine extrem komplexe Stromindustrie-Struktur, welche den Verbrauchern keinerlei Vorteile gebracht hat, und es ist undurchschaubar für die Wähler von Staaten und dem Land als Ganzes. Ihre Politik macht diese Struktur sogar noch komplexer und weniger durchschaubar, was eine Garantie dafür ist, dass die Struktur den Verbrauchern sogar noch mehr zum Nachteil gereicht.

Sie betreiben eine Politik, die nicht nur noch höhere Preise für Verbraucher und abnehmende Sicherheit für das System bedeutet, sondern auch eine erzwungene Anpassung an die Launen der Stromversorgung unter Ihrer IEDs verhätschelnden Politik.

Sie ignorieren potentiell entgegengesetzte Sicherheitsfolgen Ihrer Politik, vor allem hinsichtlich Windparks. Sie ignorieren des Weiteren die fortgesetzte Deindustrialisierung Australiens, getrieben durch diese Politik, und die ungünstigen Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz.

All dies wird ignoriert, weil Sie sich auf die Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen konzentrieren, welche nicht wirklich Teil Ihres Aufgabengebietes sind, und trotz der Tatsache, dass Sie offensichtlich unfähig sind, jedweden materiellen Vorteil für die australische Bevölkerung durch derartige Reduktionen zu quantifizieren.

Angesichts der Gelegenheit, der australischen Bevölkerung einen großen Dienst zu erweisen und den Bankrott der Energiepolitik der letzten beiden Jahrzehnte zu belegen, haben Sie es vorgezogen, weiter zu machen mit dem, was sich als so kläglich scheiternd herausgestellt hat. Sie verschleiern dies mit der Einrichtung weiterer Regierungsagenturen außerhalb der Kontrolle der Bürger, welche gezwungen werden, Sie dafür zu bezahlen, und damit Sie noch mehr Kontrolle über sie erlangen.

Kurz gesagt, Ihr Bericht ist eine Schande [a travesty] dessen, was zu tun man sie aufgefordert hat.

Vielleicht ist dies das Beste, zu dem Sie in der Lage sind. Oder Sie wurden von einem religiösen Wunsch übermannt, das atmosphärische Kohlendioxid zu limitieren ohne jede Betrachtung anderer Überlegungen. Oder vielleicht gab es den Wunsch, Mut zu haben, dem politischen Establishment zu erklären, warum die Strompolitik der letzten beiden Jahrzehnte so katastrophal war und sogar noch katastrophaler werden wird.

Dr. Michael Crawford

1 Quelle: https://www.aemo.com.au/Electricity/National-Electricity-market-NEM/Data-dashboard#average-price-table

2 Quelle: http://greenmarkets.com.au/resources/lgc-market-prices

Übersetzt durch Chris Frey EIKE

Bemerkung: Weil es sich hier um einen Brief handelt, kann kein Link zu einem Original angegeben werden. Der Brief ist als PDF im Original beigefügt.

EnergiepolitikAustralienOpenLetterCrawfordToChiefScientistFinkel

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3 Kommentare

  1. Es ist schon lustig: Wenn ich Opa mit Fahrrad falsch über die Straße schleiche (weit und breit wird niemand gefährdet), dann schlägt die Staatsmacht konsequent zu. Die schweren Rechtsbrüche der Regierung dagegen kommen nicht mal zur Anklage. Ich fürchte, wenn nicht Gott eingreift, dann im Herbst das GG 20(4).

  2. Danke an Chris Frey für die Übersetzung! Die bestürzenden Parallelen der im Brief beklagten Entwicklung zu den Verhältnissen hierzulande sind unbestritten.
    Seit der Energie-Einsparverordnung und dem EEG haben die verantwortlichen Entscheider über Investitionen und Vermarktung der so genannten „Erneuerbaren“ sich hier ebenfalls eigene Institutionen im Sinne der im Brief erwähnten „geteilten Verantwortung“ geschaffen.

    Damit haben sie dem Parlament und der Regierung die Gelegenheit gegeben, sich aus der Verantwortung für die Folgen der verbraucherfeindlichen Strompreis-Treiberei zu stehlen und wegzusehen, wenn unser früher so stabil geregeltes Stromnetz trotz Abschaltung von WKA und PV bei Überproduktion immer schlimmeren Attacken durch Flatterstrom ausgesetzt wird.

    Während sich eine Clique von Profiteuren mit Subventionen und Vergütungen für nicht abgenommenen Strom die Taschen füllt, während andere Länder die Forschung und Entwicklung für eigensichere KKW vorantreiben, während hier stattdessen milliardenschwere Stromtrassen errichtet werden sollen, die – entgegen aller Erfahrung – die volatile Stromerzeugung aus WKA angeblich glätten können, während grüne Politiker und staatstreue Ideologen ganze Netzwerke entstehen lassen, die dem Wahlvolk jeden Tag erneut die unglaublichsten Märchen von Elektromobilität und „giftigem“ CO2 eintrichtern, wird in Wirklichkeit damit unsere einst so sichere Energieversorgung vorsätzlich gegen die Wand gefahren.

    Wo sind jetzt angesichts solch kriminellen Handelns unsere Staats- und Rechtswissenschaftler, die Politikwissenschaftler, die gelehrten Volkswirtschaftler, die öffentlich diese Entwicklung als das anprangern, was sie ist:

    Eine einzige, von Macht- und Profitgier getriebene Lüge, die wider alle Vernunft mit geradezu krimineller Energie entgegen allen Markt- und Naturgesetzen und ungeachtet aller Mahnungen seriöser Wissenschaftler fortgesetzt wird. In einem System von organisierter Verantwortungslosigkeit, in dem es hinterher wieder keiner gewesen sein will, wenn der erste Blackout seine Opfer fordert.

    • „Wo sind jetzt angesichts solch kriminellen Handelns unsere Staats- und Rechtswissenschaftler, die Politikwissenschaftler, die gelehrten Volkswirtschaftler,…“

      Die sitzen an jenem bewährten Platz, in den sie sich schon mal im 3.Reich gezwängt haben…

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