Fake News: Diesmal Al Gores Film, nach 10 Jahren noch immer abstrus falsch

Fake News Megaphone

Michael Bastasch
Es ist fast ein Jahrzehnt her, dass der ehemalige Vizepräsident Al Gore seinen Film „Eine unbequeme Wahrheit“ veröffentlichte. Es schickte Schockwellen durch die amerikanische Politik und ermutigte Umweltaktivisten, auf mehr Regulierungen für [nicht nur] amerikanische Unternehmen zu drängen.


[Einen Link zu diesem Beitrag fanden unsere Leser vor kurzem in der Übersetzung von Fox News konfrontiert Al Gore mit seinen falschen Prophezeiungen. Hier die Übersetzung des ausführlicheren Faktenchecks; der Übersetzer:

Gore warnte, zunehmende Kohlendioxid-Emissionen würden eine katastrophale globale Erwärmung hervorrufen, mehr extreme Wetter verursachen, Städte auslöschen und überhaupt den ökologischen Zusammenbruch verursachen. Um die globale Erwärmung zu stoppen, müssten die Menschen auf fossile Treibstoffe verzichten und im Grunde jeden Aspekt ihres Lebens verändern.

Das Anschauen von „Eine unbequeme Wahrheit“ ist irgendwie zurück in der Zeit zu gehen. Zurück zu einer Welt, in der Klapp-Telefone cool waren und „Futurama“ immer noch neue Episoden drehte. Eine Welt, in der ein verbitterter Präsidentschaftskandidat versuchte, sich als Kreuzzügler der Umwelt zu darzustellen.

Aber, sind die Warnungen von Gore, die im Jahr 2006 für viele alarmierend waren, wahr geworden?

Zu Ehren des bevorstehenden 10-jährigen Jubiläums hat sich die Daily Caller News Foundation „Eine unbequeme Wahrheit“ angeschaut, um zu sehen, wie gut Gores Warnungen vor der künftigen Klimakatastrophe von der Realität bestätigt wurden.

Bereits seit den späten 1980er Jahren reitet Al Gore auf der globalen Erwärmung herum, aber erst 2006 entdeckte er den Weg, um darüber Filme zu machen und in staatlich subventionierte grüne Energie zu investieren, und damit massiv wohlhabend zu werden.

Gore beginnt den Film über die Natur und springt dann zu einer Präsentation, die er hält, wo er das erste Bild zeigt, das jemals von der Erde aus dem Weltraum aufgenommen wurde. Von diesem Bild springt er direkt in alarmierende Behauptungen über die globale Erwärmung.

 

Kilimanjaro hat noch immer Schnee

Einer der ersten grellen Behauptungen, ist die über den Kilimandscharo in Afrika. Gore behauptet, dass Afrikas höchster Gipfel im Laufe des Jahrzehnts schneefrei sein wird. „Gore zeigt Dias aus den 1970er Jahren von Kilimanjaros Gipfel und den Gegensatz dazu, dass bis heute der Schnee verschwunden sein wird.

Nun, es ist schon ein Jahrzehnt her und ja, es gibt immer noch das ganze Jahr Schnee auf dem Kilimanjaro. Man muss kein Wissenschaftler sein, um dies herauszufinden. Es reicht, die neuesten Fotos auf Reise-Webseiten zu schauen.

Im Jahr 2014, untersuchten Ökologen Kilimanjaros Schneedecke und befanden sie noch nicht einmal nahe dran, weg zu schmelzen. Sie könnte ein wenig geschrumpft sein, aber die Ökologen waren zuversichtlich, dass es für die absehbare Zukunft so bleibt.

„Es gibt mehrere laufende Studien, aber vorläufige Ergebnisse zeigen, dass das Eis nirgendwo dabei ist zu schmelzen“, sagte Imani Kikoti, ein Ökologe am Mount Kilimanjaro National Park, wie er eturbonews.com erzählt.

„So wie wir uns einig sind, dass der Schnee über die Jahrhunderte zurückgegangen ist, so sehr sind wir sicher, dass das totale Abschmelzen nicht in der nahen Zukunft stattfindet.

Gore erwähnte den [damals bereits] 15-jährigen „Hiatus“ in der Erwärmung nicht

Gore behauptet auch, dass der Temperaturanstieg von der Zunahme der künstlichen Kohlendioxid-Emissionen „kontinuierlich intensiviert“ werde. Er behauptet, dass Hitzewellen häufiger werden, wie die, die im Jahr 2003 35.000 Menschen in Europa getötet haben.

Klingt schrecklich – bis man sich genau ansieht, wie sich die globale Temperatur entwickelt hat, nachdem Gores Film veröffentlicht wurde. Die globalen Temperaturen zeigten wenig bis keinen wärmenden Trend. Die Oberflächentemperaturdaten zeigen keine signifikante globale Erwärmung für einen Periode von etwa 15 Jahren, beginnend in den frühen 2000er Jahren.

Aus Satellitenaufzeichnungen abgeleitete Temperatur-Daten zeigen – bis auf die jüngsten El Niño Daten – keinen statistisch signifikanten Erwärmungstrend seit mehr als 21 Jahren.

Gores Film wurde in der Mitte der bislang noch andauernden, sogenannten Erwärmungspause veröffentlich.

Das Wetter ist nicht schlimmer geworden

Gore prognostizierte auch, dass die Stürme häufiger und intensiver werden, wenn die von Menschen verursachten Emissionen die Ozeane erwärmten.

„Und natürlich, wenn die Ozeane wärmer werden, verursacht das stärkere Stürme“, sagte Gore in seinem Film. „Im selben Jahr, dass wir diese Reihe von großen Hurrikans hatten, haben wir auch einen Allzeitrekord für Tornados gesetzt.“

Gores Film kam heraus, kurz nachdem Hurrikan Katrina die Golfküste verwüstete. Die Zerstörungen durch diesen Sturm zeigte der Film sehr ausführlich. Er erwähnt, wie die USA in den frühen 2000er Jahren mit Ausbrüchen von heftigen Stürmen getroffen wurden und wie Japan eine Rekordanzahl von Taifunen erlebte.

„Die Versicherungsbranche hat das tatsächlich bemerkt“, sagte Gore. „Ihre überwundenen Verluste steigen wieder.“

Aber Gores Behauptung ist mehr Hype als eigentliche Wissenschaft, da die Stürme seit 2006 nicht mehr extrem ausgefallen sind. Tatsächlich unterstützen nicht einmal die Erkenntnisse des IPCC Al Gores Behauptungen.

Das IPCC befand im Jahr 2013, das es nur einen „limitierten Beweis für Veränderungen zu Extremen gibt, die mit anderen Klimavariablen seit Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.“ Das IPCC fand auch „keine signifikanten beobachteten Trends in der globalen tropischen Wirbelsturmfrequenz im vergangenen Jahrhundert“ und „keine robusten Trends der jährlichen Anzahlen von tropischen Stürmen, Hurrikans und großen Hurrikans, die in den letzten 100 Jahren im Nord-Atlantik-Becken beobachtet wurden.“

Gore sollte diese Erkenntnisse vermutlich ernster nehmen, da er sich 2007 den Nobelpreis mit dem IPCC für seine Arbeit zur globalen Erwärmung teilte.

 

Der Nordpol hat noch immer Eis

Gore behauptete auch, dass die Arktis in den kommenden Jahrzehnten eisfrei sein könnte. Er sagte „innerhalb der nächsten 50 bis 70 Jahre, könnte es ganz weg sein.“

Ohne arktisches Meereis wurden Eisbären und alle möglichen arktischen Tiere bedroht, warnte Gore und zeigte eine animierte Szene eines Eisbären, der ertrinkt.

Dies ist eigentlich eine von Gores vorsichtigeren Vorhersagen – er hat im Jahr 2008 falsch vorausgesagt, dass es bis 2013 keine Arktis mehr geben würde. Aber auch in diesem Fall liegt Gore wahrscheinlich wegen der geographischen Lage der Arktis falsch.

Die Arktis ist fast vollständig von Land umgeben, so dass das dort entstehende Eis dazu neigt, dort zu bleiben. Die arktische Eisbedeckung ist in den letzten Jahrzehnten geschrumpft, aber es ist nicht wahrscheinlich, dass wir einen Sommer sehen werden, wo der Nordpol völlig eisfrei ist.

„Ich bezweifle, dass die Arktis in irgendeinem Sommer frei von Eis sein wird, obwohl die Gesamtfläche in Zukunft stark reduziert werden kann, wenn sich der Wärmetrend weiter fortsetzt“, sagte Chip Knappenberger, ein Klimaforscher am libertären Cato-Institut.

„Solch eine Situation sollte nicht übermäßig besorgniserregend sein, denn es gibt genügend Beweise dafür, dass es in der Vergangenheit bereits aufgetreten ist, und klar, Eisbären und alles andere dort oben gelang es zu überleben“, sagte Knappenberger.

Und bevor ich es vergesse, die neuesten Daten zeigen, dass die Anzahl der Eisbären aktuell zunimmt, trotz schrumpfender Eisbedeckung.

Antwort der Leser des Daily Caller

Eine Eiszeit im Style von “Day After Tomorrow”- ist noch immer einen Tag entfernt.

Erinnern Sie sich an den 2004 Blockbuster Film “ The Day After Tomorrow“? In dem Film, versiegt der Golfstrom und verursacht einen weitere Eiszeit. Der Golfstrom, sagen die Wissenschaftler, ist wichtig für die Regulierung des Klimas.

Nun, Gore weist darauf hin, dass dies geschehen könnte, wenn Grönlands Eisschild schmilzt und mehr kaltes Wasser in den Nordatlantik strömt.

„Am Ende der letzten Eiszeit, als der letzte Gletscher aus Nordamerika zurückging, schmolz das Eis und ein riesiger Pool von frischem Wasser bildete sich“, sagte Gore. “ An der östlichen Grenze bildete sich ein Eisdamm und eines Tages brach er.“

Gore sagte frisches, kaltes Wasser floss in den Nordatlantik und brachte den Golfstrom zum Versiegen, was Europa in eine weitere Eiszeit brachte. Gore schlägt dann den Bogen zum Eis in Grönland, dessen Schmelze eine ähnliche Bedrohung darstellen könnte.

Australische Wissenschaftler jedoch, entlarvten die Behauptungen, das der Golfstrom oder AMOC [atlantische, meridionale Umwälz-Zirkulation] sich abschwächen würden. „Behauptungen von Stärkung oder Abschwächung der AMOC sind daher reine Spekulationen“, schrieben sie in ihrer im März veröffentlichten Studie.

Gefunden auf The Daily Caller am 03.05.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/05/03/an-inconvenient-review-after-10-years-al-gores-film-is-still-alarmingly-inaccurate/

 

Nachspann:

Al Gores Film ist wegen seiner Fehler übrigens vom High Court in England und Wales für den Schulunterricht verboten, wenn er ohne Berichtigungen gezeigt wird. In Deutschland ist er immer noch Unterrichtsstoff – Stand 2011 – und wurde m.e. vom UBA kostenlos an Schulen verteilt; der Übersetzer.

Auf Eike berichtet u.a. Günter Ederer:

https://www.eike-klima-energie.eu/2011/07/10/die-grosse-luftnummer/

 

Es gibt aber übrigens auch einen Film auf YouTube, in dem Al Gores Behauptung kindgerecht als Comic aufbereitet ist.

[Bilder wegen Copyright vorsichtshalber nicht übernommen]

Auf Amazon sind vor allem die Kritiken zu Al Gores Film das lesenswerte (oder erschreckende).

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