Industrie der Solar­energie geht den Bach hinunter

Bild: Peter Smola / pixelio.de

H. Sterling Burnett
[Originaltitel: Solar Energy Industry Hurting] Es sieht schlecht aus für die Solarenergie-Industrie. Verkäufe und Installationen von neuen Paneelen nehmen immer mehr ab, die Unterstützung der Regierung schwindet, und das führt zu einer Überversorgung von Solarpaneelen, was wiederum einen deutlichen Preisverfall und eine Welle von Pleiten und Bankrotten nach sich zog – trotz der von der Regierung gezahlten üppigen Subventionen.

In dem Bemühen, den Klimawandel zu bekämpfen, haben Regierungen in aller Welt, darunter auch die Regierungen einiger US-Staaten, den Gebrauch von Solarenergie subventioniert und in einigen Fällen auch vorgeschrieben. Klagen von Wählern haben gleichlaufend mit den Energierechnungen der Verbraucher zugenommen, als die sündhaft teure und gleichzeitig sehr unzuverlässige Solarenergie in das Netz eingespeist wurde. Politiker haben inzwischen damit begonnen, ihre Unterstützung zurückzufahren.

In den USA beispielsweise hat Iowa es abgelehnt, die Steuernachlässe in Höhe von 1,5 Cent pro Kwh zu verlängern, und Indiana stoppte sein metering program, unter welchen Hausbesitzern, die Solarpaneele auf ihren Dächern installiert haben, Preise je nach eingespeister Energiemenge anstatt Großmarktpreise gezahlt wurden.

Der größte Einschnitt in Unterstützung für die Solarindustrie kam jedoch aus China, wo man die heimischen Ziele bzgl. Solarenergie stark zurückgefahren hatte und von wo der Exportmarkt mit relativ billigen Solarpaneelen überschwemmt wurde.

Der starke Preisrückgang hat die Führer der Industrie ins Taumeln gebracht. SolarWorld, einst der größte Solartechnik-Anbieter in Europa, hat am 10. Mai Insolvenz angemeldet, ebenso wie zuvor schon dessen Konkurrenten Q-Cells, Solon und Conergy. Dies war nicht der erste Flirt von SolarWorld mit dem Bankrott, wurde das Unternehmen doch im Jahre 2013 gezwungen, sich zu restrukturieren, als sich die Regierung von Qatar aus dem Unternehmen zurückgezogen hatte, an dem sie zuvor Anteile von 29% besaß. In den USA ging der in Georgia ansässige Hersteller von Solarpaneelen Suniva bankrott. Dieser hatte behauptet, der „führende amerikanische Hersteller hoch effektiver und kostengünstiger Photovoltaik-Zellen und -Modulen zu sein“, fuhr jedoch während der letzten Jahre Millionen Dollar an Verlusten ein. Es folgten noch die Konkurrenten Verengo Solar und Sungevity in den Bankrott.

Interessanterweise werden die Hauptanteile von Suniva von einem chinesischen Unternehmen gehalten, nämlich Shunfeng International Clean Energy. Dennoch ist dieses Unternehmen einen trade case mit der International Trade Commission eingegangen und hat gefordert, die Tarife auf Solarpaneele anzuheben und Minimalpreise festzusetzen für aus China importierte Solarmodule.

Die US-Marktführer bzgl. des Verkaufs und der Installation von Solarpaneelen auf Dächern, SunPower und SolarCity, waren nicht immun gegen diesen Abwärtssog der Industrie. Anfang Mai berichtete SunPower von dem sechsten aufeinander folgenden Quartalsverlust und von der Entlassung von 25 Prozent seiner Arbeiter. Das von Tesla gestützte Unternehmen SolarCity mit einem Solarinstallations-Marktanteil von 41 Prozent berichtete von einem Rückgang der Installationen um 39 Prozent Jahr für Jahr im ersten Viertel.

Könnten Energie- und Geschäfts-Realitäten endlich Klimaängste „trumpen“?

Quellen: Watts Up With That; Daily Signal; and Reuters

H. Sterling Burnett, Ph.D. is a Heartland research fellow on environmental policy and the managing editor of Environment & Climate News.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/direct-action-better-response-to-climate-related-problems-than-carbon-restrictions#Solar%20Energy

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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