Trumps Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen: vernünftig oder verantwortungslos?

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke und Michael Limburg
Schnappatmung bei deutschen Medien und Politik. Ist Trump verantwortungslos oder hat er gar recht? Wir beschränken uns auf die Fakten, die endgültige Meinung muss sich jeder selber bilden.


Nun ist offziell, was bereits zuvor als wahrscheinlich angesehen wurde: Trump verlässt den Pariser Klimavertrag. Schauen wir uns kurz aber rundum die zugehörigen Fakten an.

  1. Fortwährender Klimawandel auf unserer Erde ist naturgesetzlich, konstantes Klima gab es noch nie. Wollte man das Klima schützen, müsste man dazu mit dem Schutz des Wetters beginnen. Die Herstellung „konstanten“ Klimas ist unmöglich. Leider ist nicht jedem Zeitgenossen der Unterschied zwischen dem unvermeidbaren, natürlichen Klimawandel und einem vermuteten „menschgemachten“ Klimawandel geläufig. Nur um den Letztgenannten geht es! Man mag von Trump halten, was man mag. Den Klimawandel bezweifelt er nicht. Niemand, der noch richtig im Kopf ist, bezweifelt ihn.
  2. Als Auslöser eines vermuteten menschgemachten Klimawandels verdächtigt man das menschgemachte (anthropogene) CO2. Die Weigerung Trumps, dem Pariser Klimaabkommen seines Amtsvorgängers zu folgen, betrifft  daher die Frage, ob er die CO2-Auslöser-Hypothese anerkennt und infolgedessen für CO2-Reduktionsmaßnahmen ist, oder eben nicht. Seine Rückzugsgründe hat Trump aber nur mit zu hohen Kosten für den US-Steuerzahler begründet (hier).
  3. Was sagt eigentlich die Klima-Fachwissenschaft zur CO2-Auslöser-Hypothese? Sie kann keine zuverlässige Antwort geben. Es gibt bis heute keine begutachtete wissenschaftliche Fachpublikation, die einen nennenswerten Beitrag des menschgemachten CO2 auf irgend einen Klimawandel nachweisen kann. Dies hätte Trump als Argument vorbringen können. Warum er es nicht tat, weiß nur er selber.
  4. Was sagt der Weltklimarat (IPCC) zur CO2-Auslöser-Hypothese? Das IPCC stützt sich auf theoretische Berechnungen und Modelle. Es ist allerdings zu betonen, dass die Berichte des IPCC nicht begutachtet sind und daher den Qualitätsstandard wissenschaftlicher Fachliteratur nicht erfüllen. Das IPCC ist eine politische, keine wissenschaftliche Organisation, und es hat eine politische Agenda. Mit neutraler Wissenschaft hat das wenig zu tun. Es zeichnet sich ferner durch fragwürde Methoden aus. Nur seines großen politischen Einfluss wegen gehen wir in den nächsten 2 Punkten überhaupt auf das IPCC ein.
  5. Die theoretischen Berechnungen des IPCC ergeben ca. 1 °C globale Temperaturerhöhung bei jeder Verdoppelung der atmosphärischen CO2 – Konzentration. Dieser Wert ist völlig unbedenklich. Auch Billionen Euro teure CO2 – Vermeidungsmaßnahmen würden somit die globale Mitteltemperatur bis zum Jahre 2100 nur in Bereichen von Hundertsteln Celsiusgraden verringern – immer vorausgesetzt, dass die IPCC-Berechnungen stimmen.
  6. Nur die Modelle des IPCC zeigen beliebig hohe Erwärmungswerte infolge menschgemachter CO2 -Emissionen an. Sie sind freilich völlig indiskutabel, denn sie können weder die Klimavergangenheit noch die Klimagegenwart wiedergeben (hier).
  7. Nun zum Pariser Klimavertrag. Was beinhaltet er eigentlich? Faktisch nichts! Er ist kein im üblichen Sinne verbindlicher Vertrag, weil er keine Sanktionen bei Nichterfüllung der Verpflichtungen der Unterzeichner enthält. Die Unterzeichner sind – explizit im Vertrag angegeben – völlig frei, wie weit sie die Vereinbarungen erfüllen wollen. Die Bekundung sich zu bemühen ist ausreichend. Der Vertrag also eine Absichtserklärung. Daher hätte Trump den Vertrag im Prinzip noch nicht einmal kündigen müssen – Nichtstun hätte ausgereicht. Seine Begründung, die USA würden nur die nicht verpflichtenden Bestandteile des Vertrags nicht erfüllen – ist diplomatisch. Die deutsche Lückenpresse hütet sich bislang, die Vertragsdetails der Bevölkerung mitzuteilen. Mal sehen, wie lange das noch möglich ist.
  8. Was sagt die deutsche Politik zum Pariser Klimavertrag? Sie verkauft ihn als großen Erfolg – kein weiterer Kommentar erforderlich.
  9. Was passiert wirklich? China mit knapp 30% Anteil am Gesamtausstoß von CO2 darf trotz Vertragsunterzeichnung weiter CO2 ausstoßen und erhält dafür – zumindest theoretisch bis zu Trumps Weigerung – aus dem in Paris beschlossenen Klimafonds sogar noch viele Milliarden Dollars jährlich (die u.a. auch wir mitbezahlen). Jeder Depp würde unter diesen Umständen den Vertrag unterzeichnen, und die chinesische Führung besteht bekanntlich nicht aus Deppen. Unsere CO2 – Einsparungen macht China bis zum Jahre 2050 übrigens in drei Monaten wieder wett, dies nur  am Rande zur Rationalität der CO2 – Politik Deutschands.
  10. Dass Deutschland nun zum Weltvorreiterretter zu mutieren droht, entbehrt einer gewissen Tagik-Komik nicht. Schon wieder soll die Welt am deutschen Wesen genesen. Vermutlich hält das so lange an, bis auch die hiesigen Kassen leer sind. Sich dazu insbesondere China als Hauptverbündeten beim Klimaretten auszusuchen zeugt nur von maximaler Panik. Sich ausgerechnet das Land als Vorbild auszusuchen, das bis 2030 keinerlei Reduktions-Verpflichtung übernommen hat und praktisch alle paar Tage ein neues Kohlekraftwerk eröffnet, ist an komischer Verzweiflung nicht mehr zu überbieten. Dabei fördert die Klimakanzlerin zugleich, dass die deutsche Konkurrenz sich von selber gegenüber China schwächt.

Trump zieht sich vom Pariser Klimavertrag zurück, weil er dem US-Steuerzahler unnötige Kosten ersparen will. Recht hat er damit. Zumindest in diesem Punkt ist er definitiv nicht der Depp, wie ihn die deutschen Medien so gerne zeichnen. Er hat gute wissenschaftliche Berater, die ihn über die Fakten zum anthropogenen CO2 aufgeklärt haben (hier). In Sachen Klimavertrag handelte er daher sachlich richtig und völlig vernünftig. Von verantwortungslos kann keine Rede sein.

Trump setzt auf billige Energie für die US-Wirtschaft und wird dieser damit Wettbewerbsvorteile verschaffen. Wie die restlichen Industrieländer darauf reagieren werden ist eine offene Frage. Befolgung des Pariser Klimavertrags bringt erhebliche Nachteile für die eigene Industrie mit sich. Paradebeispiel dafür ist Deutschland, das momentan dabei ist, seine industrielle Basis mit der Energiewende gründlich zu zerstören. Es sieht nicht danach aus, dass die dafür Verantwortlichen von dieser Agenda abgehen oder gar einmal zur Rechenschaft gezogen werden. Somit darf man nur noch über den den Grad der weiteren Zerstörung spekulieren. Eine komplette Umkehr unserer Industriepolitik à la Trump wird unumgänglich werden, oder wir werden eben wieder – in später Vollendung des Morgenthau-Plans (hier) – zum Agrarstaat.

 

 

 

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7 Kommentar(e)

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1

Schnappatmung bei deutschen Medien und Politik.

Das trifft den Nagel auf den Kopf. Egal welches Programm, egal welcher Nachrichtensender. Bei allen Schnappatmung und Fake News.

z.B. Hier:

http://www.n-tv.de/politik/Trumps-Klimarede-strotzt-vor-Fehlern-article19872601.html

"Selbst wenn das Pariser Abkommen vollständig und von allen Nationen umgesetzt würde, wird geschätzt, dass es lediglich eine Reduktion von 0,2 Grad der globalen Temperatur bis zum Jahr 2100 geben würde. Eine klitzekleine Menge."

Also das soll falsch sein. Und dann im nächsten Satz erfährt man:


Trump bezieht sich auf eine Studie des renommierten Masschusetts Institute of Technology. Die "Washington Post" hat mit dem Autoren der Studie gesprochen. Er "widerspricht vollkommen", dass 0,2 Grad bis 2100 eine klitzekleine Menge wären. Denn sie zeigt lediglich, um wie viel die Pariser Zusagen von 2015 den Temperaturanstieg zusätzlich verringern. Nicht einberechnet sind Klimaschutzeffekte bereits getroffener Zusagen.

Also was ist also an Trumps Aussage falsch, wenn das Pariser Abkommen nur ZUSÄTZLICHE 0,2Grad reduziert, obwohl es knapp 200 Staaten unterschrieben haben, dann ist es in der Tat überflüssig wie ein Kropf und Trump hat recht.

Wenn man den Artikel komplett liest, wird man den Verdacht nicht los, das der Autor auf Teufel komm raus sich einfach etwas negatives aus den Fingern saugen musste. Denn bei der Artikelüberschrift "Trumps Klimarede strotzt vor Fehlern" wundert man sich dann doch über solche Sätze:

"Dass nicht alle Staaten in den Fonds einzahlen, ist korrekt - aber auch gerade dessen Sinn." Hm, also doch keine Fehler von Trump?

"Trumps Versprechen, sich trotz des Ausstiegs aus dem Pariser Abkommen für den Umweltschutz einzusetzen, ist angesichts seiner bisherigen Entscheidungen ziemlich unglaubwürdig."
Aha, wer also nicht bereit ist Milliarden für den Klimaschutz zu opfern, hat auch mit dem Umweltschutz nicht so viel am Hut. Ich wage mal zu behaupten, wenn die Bürger hier weiterhin so ausgenommen aufgrund von EEG und Co, dann bleibt auch weniger Geld für Umweltschutz. Wir wissen Ja "Klimaschutz hat mit Umweltschutz fast nicht mehr zu tun"
und das kann man ja ganz deutlich an der Vermaisung, Brandrodung und Verspargelung sehen. Klimaschutz ist praktisch das Gegenteil von Umweltschutz.

2
Marc Hofmann

Trump hat doch ganz bewusst hier die Öffentlichkeit gesucht und seine Entscheidung über die Aufkündigung der CO2 Verbots-Klimavereinbarung so weit in die länge gezogen...er wollte damit größtmöglichste weltweite Aufmerksamkeit erreichen....und zwar für die Eigenwerbung für den neuen "CO2" Wirtschaftsstandort USA. Jeder Investor, jeder Unternehmer, jeder Weltkonzern wird sich jetzt ganz genau in die USA schauen....wie werden die Regularien zurückgefahren und die Anreize gesetzt...wie werden die neuen politischen Rahmenbedingung für die Wirtschaft unter Trump umgesetzt....Trump will seinen Wirtschaftsstandort USA so gut wie möglich in der Welt verkaufen...er will die USA zum Zentrum der weltweiten Industrie und Wirtschaft aufbauen...neben den schon starken Finanzsektor. Trump hat bewusst die Öffentlichkeit gesucht bei der Verkündigung der Aufkündigung des Pariser Klimaschutzabkommen....das war Maketingtechnisch (Werbung für den Wirtschaftsstandort USA) gut geplant.

3

Vielen Dank den Herren Lüdecke und Limburg für die prägnante und wissenschaftlich vollständig korrekte Zusammenfassung des Sachstandes zum sogenannten "menschlichen Klimawandel". Man kann in diesen Tagen der totalen, faktischen Irrationalität der kollektiv versammelten Politiker, Journalisten und sonstigen Wichtigtuern, die von Wissenschaft überhaupt keine Ahnung haben und insbrünstig geglaubte Wunschinhalte der Schädlichkeit der pöhsen westlichen Technik, die angeblich den Planeten zerstört, wahnhaft verehren und pausenlos empört daherplärren, wie viele namenlose Schmierfinken auf Klimaverherrlicher Webseiten zeigen (darunter die notorisch bekannten, geistigen Tiefflieger auf Primaklima, klimaretter und ähnlichem Schrott), nicht genug daran erinnern, was wirklich Sache ist mit der Hypothese, dass Menschen-gemachtes CO2 die Zukunft der Menschheit angeblich bedroht. Noch nie gab es einen widerlicheren und grösseren Schwachsinn, den ständig versagende Kommunisten mit irren Welteroberungsphantasien (wie zum Beispiel dieser wirre Greis Potratz) immer und immer wieder wiederholen und deshalb noch viel blöder wirkt, da nur überdeutlich wird, um was es den Klimafetischisten wirklich geht: Sieg des Kommunismus über den Kapitalismus und die Zerstörung unserer Zivilisation mit all ihren Errungenschaften bis hin zu den technisch grossartigen Kernkraftwerken.

Präsident Trump hat völlig recht, den wirren Klimaköpfen heute die Zunge oder den Vogel zu zeigen und für sein Land die gebotene Vernunft walten zu lassen. Offenbar müssen die USA schon wieder einmal die völlig durchgeknallte europäische Politikkurtille auf den Boden der Vernunft zurückholen.

4
Juergen Uhlemann

@Admin Ich denke "Lückenpresse" solte eigenlich Lügenpresse lauten, oder ist das ein neuer Begriff?

Zu 7.:
Wenn die Bevölkerung wirklich erkennen würde dass jeder und zwar wirklich jeder seinen CO2 Ausstoss bei "mindestens 40%" reduzieren sollte, dann würden wohl einige aufwachen. Aber leider können viele dies nicht erkennen, da die Lügenpresse, Wissenschaft, Politik, ... ihnen es nicht klar macht. Die Erde retten ist das Motiv, aber dass jeder Verzicht leisten muss wird den meisten nicht klar (gemacht).

Wenn die Bevölkerung den Verbrauch gedrosselt hat und dann auch noch vestellt dass man nur dann Strom verbrauchen kann wenn er vorhanden ist und dies auch noch rationiert, dann, vielleicht dann werden die letzten wohl aufgewacht sein.

Manchmal kommt mir diese alte Frage/Antwort in den Sinn:
Frage: Gibt es intelligentes Leben auserhalb der Erde?
Antwort: Ja, nur dort!

5

Leider kommt es nicht darauf an, wie wir diese Leute nennen. Im Zweifelsfall wird einfach ein Schweigekartell errichtet, in dem Leute mit abweichenden Meinungen gar nicht erst zu Wort kommen. Die gibt es in der Öffentlichen Meinung dann gar nicht. So und nicht anders bei den folgenden Talkshows laufen. Statt zu versuchen die Motive von Trump zu hinterfragen, bauen eine Wagenburg auf. Wir gegen die. Und die lassen wir nciht zu Wort kommen. Und die OR Medien ganz vorne dran.

6
Juergen Uhlemann

Zu 2.:
Manchmal sieht man etwas und hat gleich den Verdacht dass etwas Positiv dargestellt wird, was dann im Endeffekt gleich etwas anderes in Frage stellt.
Auf der Website von der International Energy Agency (iea) https://tinyurl.com/lnre2k4 fand ich einen Artikel der sagt "CO2-Emissionen flach für das dritte Jahr in folge". Die Grafik zeigt für die Jahre 2014-2016 keinen Anstieg der CO2-Emissionen ohne die Zahlen zu zeigen.

Wenn ich dann auf die Daten von Mauna Loa (https://tinyurl.com/muxtsq8) schaue dann ist das CO2 in den Jahren 2014-2016 insgesamt um 8.17 ppm angestiegen. Das ist sogar mehr als in den drei Jahren zuvor dass nur einen Anstieg von 6.55 ppm zeigt.

Beide Daten wiedersprechen sich im Pinzip komplett ohne die natürlichen Veränderungen zu berücksichtigen.

7
Siegfried Zülsdorf

Nein, das IPCC macht keine "theoretischen Berechnungen". Theorie bezieht sich immer auf eine Realität (!) und sucht die zu erklären, mehr oder weniger schlüssig.
Siehe dazu https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie
Was das OPPC macht sind hypothetische Berechnungen, besser noch Spekulationen - oft fern von der Realität.