Die Drei Treppenstufen der Globalen Erwärmung III – CO2 Treibhauseffekt?

2015.09.08_Drei_Temperaturspruenge_in_IPCC-Grafik_SPM_2014_K_2

Klaus Öllerer
Passen die Drei Treppenstufen mit einem CO2-Treibhauseffekt zusammen? Gibt es Belege dafür?


In Teil I+II wurde die Existenz der Drei Treppenstufen der Globalen Erwärmung nachgewiesen und Korrelationen mit der Sonnenaktivität und den Meeresphänomenen AMO und PDO aufgezeigt.
Im III. Teil geht es um die Frage, ob die Wirkung eines CO2-Treibhauseffektes erkennbar ist.

Der Klimabericht 2013 erklärt die gesamte globale Erwärmung seit 1950 mit menschlichen Aktivitäten (best estimate). Der dabei vom Menschen erzeugte Strahlungsantrieb überwiegend durch Treibhausgase (CO2, CH4, etc.) wird dabei als Ursache angegeben.
Gerne werden Diagramme gezeigt bei denen globale Temperatur und CO2 im Anstieg gut miteinander übereinstimmen. So wie auch in folgendem Beispiel.

2015.02.xx_Klima_konkret_hiatus_Climate-Service-Center_K_1_3_K_1
„CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre und mittlere globale oberflächennahe Lufttemperatur zwischen 1900 und 2010 (nach Latif, 2012, aktualisiert)“ Quelle: Climate service Center, Globale Erwärmung und Klimavariabilität

Wie man sieht stimmen die beiden Anstiege ab 1950 so gut miteinander überein, das ein ursächlicher Zusammenhang – CO2 treibt Temperatur – nahe liegen könnte.

Doch das ist nur der äußere Schein.
In Wirklichkeit gibt es einen klaffenden Widerspruch zwischen den Verläufen von Temperatur und CO2.

 

2015.02.xx_Klima_konkret_hiatus_Climate Service Center_K_1_4_K_1
Die rote Linie zeigt die Temperaturtrends. Dauerhafte Erhöhungen finden nur dreimal statt – um 1977, 1987, 1997.

Während das CO2 sich seit 1950 von Jahr zu Jahr kontinuierlich erhöht hat, stagniert die Temperatur auf zappelnde Art und Weise (natürliche Variabilität) die allermeiste Zeit. Lediglich um drei (1977, 1987, 1997) von 60 Jahren finden „ruckartig“ die Temperaturerhöhungen statt (rote Stufenanstiege). Über 90% der gesamten Zeit ist Pause!

Eine Korrelation von CO2-Anstieg und globaler Temperatur ist also kaum vorhanden. Der diesbezügliche suggestive Eindruck der Grafik hat etwas Manipulatives an sich. Oder anders ausgedrückt: Es wirkt wie der altbekannte Witz von der Anzahl der Störche und der Geburtenrate von Kindern.

Einwände
Man kann einwenden, dass es die Möglichkeit gibt, dass aus einem kontinuierlichen Anstieg eine Treppenstruktur entsteht. Das sei dann der Fall, wenn Schwingungen sich überlagern.
Das ist nichts Neues. Es gehört zum mathematischen Grundwissen, dass sich durch Überlagerungen von Schwingungen beliebige Kurvenformen darstellen lassen (Fourier Analyse).
Die Klimawarnerseite skepticalscience.com hat dazu eine Demosimulation ins Netz gestellt. Diese Demosimulation schafft es allerdings nicht alle drei Treppenstufen auch nur einigermaßen richtig zu simulieren, sondern liegt grob daneben. hier 

Ob der CO2-Anstieg an der Treppenstruktur maßgeblich beteiligt ist – dazu fehlen jede weiteren Belege.
Die Offizielle Klimawissenschaft hat es versäumt
* die Treppenstufen überhaupt zu thematisieren und
* die potentiellen Ursachen dafür (Sonne, CO2, Meeresphänomene, etc.) zu analysieren.

Wirklichkeit überholt Forschung
Das Versäumnis der Erforschung mag daran liegen, dass die Treppenstufen nicht von Anfang an da waren, sondern sich so langsam mit der Zeit sozusagen in die Wirklichkeit „geschoben“ haben. Ein Überraschungseffekt von dem die seit den 80ern operierende Offizielle Klimawissenschaft kalt erwischt wurde. Augen zu machen, wegducken, über andere Dinge reden, Medien ausrichten, Gruppendynamik ausnutzen und am Rande durch Aktivisten unseriös kontern haben ihr bisher geholfen. Das muss nun nicht mehr so bleiben.

Die Beweislage
Nach bisherigem Kenntnisstand kann daher eine CO2-Treibhausgaswirkung nicht festgestellt werden – wegen Mangels an Beweisen. Es gibt keine Studien, die einen Zusammenhang zwischen stetigem CO2-Wachstum und abruptem, globalem Temperaturanstieg beweisen.
Daher ist der CO2-Einfluß – bis zum Beweis des Gegenteils – auf Null zu setzen.
Andere, dem faktenstark widersprechende Studien gibt es nicht.

Das was bisher von der Beweislage vom anthropogenen Treibhauseffekt übrig bleibt, zeigt folgende Grafik: Null!

2015.09.08_Drei_Temperaturspruenge_in_IPCC-Grafik_SPM_2014_Nullung_K_1

Manchmal argumentieren Klimawissenschaftler damit, dass keine anderen Erklärungen denkbar seien. Also müsste es doch das CO2 sein. So etwas kann wie ein unfreiwilliges Eingeständnis über eine mangelhafte Beweislage gewertet werden.

Mit ihrem Buch „Die kalte Sonne“ haben Prof Vahrenholt und Dr. Lüning eine Erklärung für den globalen Temperaturanstieg in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts geliefert. Danach wäre das Zusammenspiel von Sonnenaktivität und Meeresphänomenen wie der Pazifischen Dekaden Oszillation (PDO) dafür verantwortlich. Ein Ansatz für den viel spricht.

Soweit bekannt gibt es keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser These von Vahrenholt/Lüning.

Das Fehlen dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung wirkt wie ein – noch versteckter – Offenbarungseid der Offiziellen Klimawissenschaft.

> Teil I – Existenz
> Teil II – Korrelation

Klaus Öllerer
20.05.2017

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13 Kommentare

  1. Die Klimawarnerseite skepticalscience.com hat dazu eine Demosimulation ins Netz gestellt. Diese Demosimulation schafft es allerdings nicht alle drei Treppenstufen auch nur einigermaßen richtig zu simulieren, sondern liegt grob daneben: https://skepticalscience.com/its-a-climate-shift-step-function-caused-by-natural-cycles.htm

    Wo liegen die denn grob daneben? Verlassen Sie sich darauf, dass da niemand nachsieht? (Man muss Ihnen aber zugute halten, dass sie den Artikel verlinkt haben. Spätestens wenn man ihn liest, weiss man, was an Ihren Ausführungen so alles falsch ist).

    • Herr Marvin Müller,
      haben Sie sich die Demosimulation überhaupt genau genug angeschaut?
      1. Die einzige Treppenstufe, die zutrifft ist die von 1987. Das kann man auch per Hand justieren.
      2. Die anderen zwei Treppenstufen sind grob daneben: ca. 1967 und ca. 2007, statt 1977 und 1997
      3. Die entsprechenden Korrelationen zur Sonne, AMO und PDO fehlen dann natürlich auch, wie hier im Teil II dargestellt.

      Irgendwie wirkt Ihr Beitrag wie Fakekritik.

      Und hier die Demosimulation:

      • Klaus Oellerer schrieb:


        Herr Marvin Müller,
        haben Sie sich die Demosimulation überhaupt genau genug angeschaut?
        1. Die einzige Treppenstufe, die zutrifft ist die von 1987. Das kann man auch per Hand justieren.
        2. Die anderen zwei Treppenstufen sind grob daneben: ca. 1967 und ca. 2007, statt 1977 und 1997
        3. Die entsprechenden Korrelationen zur Sonne, AMO und PDO fehlen dann natürlich auch, wie hier im Teil II dargestellt.

        Ich habe sogar den Text dazu gelesen – sollten Sie vielleicht auch versuchen. Die Demosimulation soll nur veranschaulichen, dass man bei einem linearen Anstieg, der von Zyklen und zufälligen Rauschen überlagert wird, Stufen erkennen kann. Mehr nicht. Dass das dann nicht mit dem tatsächlichen Temperaturverlauf übereinstimmt, sollte nicht überraschen. Ich kann nur jedem empfehlen, mal nachzulesen und sich selbst einen Eindruck über die Argumentation zu verschaffen …

  2. Treppenstufen, Hockey stick, Kaffeesatz oder Quark, der endlos breit getreten wird! –
    Wird CO2 nun frei gesprochen mangels Beweisen oder mangels Schuld?
    (https://de.scribd.com/document/242156102/Der-Traum-vom-anthropogenen-Treibhauseffekt-docx) – Im lieben Wärmespeicher Ozeane erhält eine (mittlere) Wassersäule von 1 m^2 Fläche und 3900 m Tiefe (im Mittel) stündlich 200 kcal von der lieben Sonne. Weil der Durchlauf dieses Energieflusses (im Mittel) 570 Jahre dauert, füllt sich der Speicher mit 1 Milliarde kcal und die Wassertemperaturen erhöhen sich („als Naturkonstante“!!!!) auf Werte, die lokal zwischen -2 Grad C und +30 Grad C „zappeln“! Halleluja!

    • Sehr geehrter Herr Ulrich Wolff,
      sie haben jetzt innerhalb dieser Diskussion 2 mal erwähnt, dass 200 Kilokalorien von jedem m² Meeresoberfläche in einer Stunde von der Sonneneinstrahlung absorbiert werden.
      Könnten Sie mal erläutern, wie Sie zu dieser Erkenntnis gekommen sind?

      Mit herzlichem Glückauf

      • Lieber Herr Ferdinand Peters, gern:
        (1 kW = 860 kcal/h.) Ein solarer Energiefluss von 0,24 kW/m^2 liefert daher dem Wasser 0,240 x 860 = 206,4 kcal/h.
        Ich habe mir erlaubt auf 200 kcal/h, 570 Jahre für die Zeitspanne zwischen Zufluss und Abfluss und 1 Milliarde kcal für den Energiezuwachs im Wärmespeicher Ozeane abzurunden, da
        lediglich gezeigt werden soll, dass die „Speicherzeit“ der Solarenergie und ihre Veränderung einen (nicht beachteten) signifikanten Einfluss auf das Klima und seine Veränderungen hat.

        • Sehr geehrter Herr Wolff,

          mit dieser Antwort habe ich nicht gerechnet.Diese Kilokalorien sollen ja bewirken, dass sich das Wasser an der Meeresoberfläche erwärmt.
          Ohne diese zusätzliche Energie würde keine Erwärmung stattfinden.

          Bei einem etwas übersichtlicheren Meer kann man diesen Vorgang sehr genau beobachten.Wenn die Randbedingungen auch etwas modifiziert wurden, bleibt der Effekt mit verstärkter Wirkung messbar.
          http://tinyurl.com/kt39pav
          Wird diese Energie benötigt, damit sich das Wasser in den Wintermonaten nicht noch weiter abkühlt als im vergangenen Jahr?

          Oder ganz gemein: es stellt sich die Temperatur ein,die von der Sonne ermöglicht wird.
          Mit herzlichem Glückauf

          • Lieber Herr Ferdinand Peters,
            es ist sogar noch gemeiner: Auch am Ijsselmeer gefriert das Wasser bei strahlendem Sonnenschein zuerst an der Oberfläche!
            MfG

        • Verehrter Herr Ulrich Wolff,

          für diese Antwort hätte ich vor 40 Jahren von meinem Lehrmeister 100 Punkte von 100 möglichen bekommen.
          Sie haben in verständlicher Form beschrieben, wie der Energie-Erhaltungssatz gemeint ist.(ist gedacht für Kommentar am 25.5.2017 19:14)
          Dem Dialekt der Prager Reichskanzlei wird in der aktuellen Welt der Wissenschaft leider keine Bedeutung mehr beigemessen.

          Mit herzlichem Glückauf

          • Lieber Herr Ferdinand Peters,
            merke: Ohne den Wärmespeicher (!!!!!!) Ozeane wäre es an der Erdoberfläche um mehr als 250 Grad C kälter. Ihre „Körpertemperatur“ (auch in der Prager Reichskanzlei) würde also etwa -240 Grad C betragen. – Amen!
            MfG

  3. Alles gut und schön, wird in diesem Deutschland der Energiewende-Gutmenschen aber niemanden interessieren, verstehen kann das sowieso kein deutscher Bürger mehr. Schellnhuber hat kürzlich alle Skeptiker für dumm erklärt, und die Indoktrination an Schulen und Universitäten hat ein erschreckendes Maß angenommen. Schade, dass Prof. Gerlich zu früh gestorben ist. Scharlatane erklären, dass sich reflektierende Wissenschaftler dumm sind – muss ich wohl nicht verstehen. Ich kann nur hoffen, dass die CO2-Lügner und die Energiewende-Abzocker eines Tages ihre gerechte Strafe erhalten. Der feige Anschlag in Manchester wird von den „Qualitätsmedien“ als „Explosion“ bezeichnet. Die Desinformation in diesem Land in den Lücken- bzw. Lügenmedien betrachte ich als widerlich, da sie auf allen Ebenen abläuft.

  4. Ach, der Penis ist schuld…
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/penis-schuld-am-klimawandel-forscher-narren-fachmagazin-a-1148845.html
    …..
    Nur wenige Veränderungen seien eingefordert worden, die in zwei Stunden mit der Ergänzung weiteren Unsinns hätten erledigt werden können, berichten Boghossian und Lindsay. Es habe genügt, das Problem der „Männerausbreitung“ hinsichtlich des Klimawandels zu thematisieren und mit dem Beispiel von „Schwanzvergleich-Wettbewerben“ zu unterfüttern.

    Ihre Scherz-Studie weise auf zwei Probleme der Geisteswissenschaften hin, meinen die beiden Autoren: Zum einen seien Veröffentlichungen gegen Bezahlung offenbar anfällig dafür, problemlos durchgewunken zu werden. Folglich könnten Schwindler in den Rang ernstzunehmender Wissenschaftler aufsteigen, indem sie nach einer Bezahlung auf begutachtete Studien verweisen könnten.

    Zum anderen würden politisch gewünschte Ergebnisse und moderner Fachjargon dazu verleiten, Blödsinn nicht zu erkennen, glauben Boghossian und Lindsay erkannt zu haben.

  5. Die drei Treppenstufen passen überhaupt nicht mit dem CO2-Treibhauseffekt zusammen. Die Treppenstufen sind sogar ein weiteres Indiz, dass es diesen Effekt nicht gibt, bzw. dass er keine Wirkung zeigt wie schon Svante Arrhenius selbst erkannt hat. Konstant Steigende CO2-werte müßte nämlich zu einem ähnlichen Temperaturverlaufsanstieg führen oder die CO2-Konzentration müßten auch treppenartig gestiegen sein.
    30jährige STillstände wie etwa bei den Wintertemperaturen oder nun auch bei den Frühlingstemperaturen dürften bei einer CO2-Einwirkung auf das Klima nicht möglich sein.
    Die Treppenstufen harmonieren jedoch gut mit unserer Theorie der Wärmeinseleffekte. Bei WI-armen Standorten ist der Temperatursprung der Treppenstufe geringer und 2) auf der Treppenstufe ist der Temperaturverlauf nicht linear, sondern je nach Standort mehr oder weniger fallend bis zur neuen Stufe. Für mich stellt sich die Frage, war 2014 der Beginn einer neuen Stufe oder dauert die jetzige nur länger an. Übrigens in vielen WI-armen ländlichen Stationen war 2014 nicht oder nur knapp das wärmste Jahr. Der WI-effekt wird sehr stark durch den Sonnenstand und die Sonnenstunden beeinflußt. In einem Ort wie Amtsberg-Dittersdorf, in welchem die Einwohnerzahl gleich blieb und in den letzten 20 Jahren auch fast keine Urbansierung in die Fläche hinein stattgefunden hat, kann 2014 auch nicht wärmer sein als das Jahr 2000. Wie gesagt, die stattgefundene globale Zunahme an CO2 erwärmt nichts. Deshalb nochmals einen großen Dank an Herrn Öllerer für seine guten Arbeiten. Ich nehme an, bei dieser Diskussion werden sich wenige der CO2-Irrgläubigen beteiligen, denn wer will sich schon seinen Gutmenschen-Glauben nehmen lassen. Dabei meine ich jetzt nicht die Leute, die bei EIKE noch mitdiskutieren, die verteidigen wenigstens ihre Irrmeinung, eine Käßmann, Kempfert, Roth, Höhn, Hendricks und dergleichen wollen bei ihrem Glauben bleiben. Der Papst hört sich auch keine Argumente an, dass sein Glaube falsch wäre.

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