Grüne Verkehrswende: Kein Strom, aber elektrisch

Die Grünen sind von Naturwissenschaft und Technik völlig unbeleckt. Verwechselt der ehemalige Sozialarbeiter und jetzige Vorsitzende Özdemir schon mal Gigawatt mit Gigabyte, so wollen sie jetzt dem Diesel den Rest geben. Vor einem Jahr noch, lobten sie ihn als „klimaschonend“ in den Himmel. Jetzt nicht mehr. Man kann sich ja mal irren. Die Wirtschaft wird´s schon richten.
Autor Manfred Haferburg wundert sich, dass überhaupt noch jemand diese irrlichternden Narren ernst nimmt.


Nachdem die Energiewende weltweit als unerschrockener Ausdruck des deutschen Wesens bewundert wird, haben die Grünen einen weiteren Wahlschlager erfunden, der ihnen die absolute Mehrheit der Wählerstimmen sichern soll: die Verkehrswende. Das Feindbild, das die Atomkraftwerke für die Energiewende lieferten, sollen die Dieselmotoren für die Verkehrswende werden.

Ein schönes Beispiel, wie man die Wähler für sich gewinnt, lieferte Cem Özdemir, der offenbar zu viel von seinen Balkonpflanzen verheizt hat. In einem Interview mit dem Internetportal „Klimaretter-Info“ (sic) plapperte der Grünen-Vorsitzende über seine Vorstellungen zur grünen Volksumerziehung der nächsten Wahlperiode: SUV-Fahrer mit „Spritschlucker-Motoren“ und Diesel-Besitzer sollen für den Umstieg aufs Elektroauto zur Kasse gebeten werden. Es müsse ein „Bonus-Malus-System“ in der Kfz-Steuer geben. Um die CO2-Emissionen zu reduzieren, will Özdemir in die Kfz-Steuer eine Art erzieherischer Wirkung einbauen: „Wir Grünen fordern, ein Bonus-Malus-System in die Kfz-Steuer zu integrieren. Das bedeutet, klimaschädliche Spritschlucker wie die SUVs zahlen eine höhere Kfz-Steuer, während emissionsfreie Elektrofahrzeuge eine Steuergutschrift erhalten, die den Kostennachteil gegenüber einem vergleichbaren Auto mit Verbrennungsmotor aufwiegt“, so Özdemir im Interview.

Da könnte man doch einfach mal ein paar Verbrauchswerte von SUV’s googeln und würde feststellen, dass sie nur halb so viel verbrauchen, wie der Dienstwagen des Bundestages. Interessant ist auch ein Blick auf die Laufleistung der geleasten Bundesregierungshybridautos und ein Vergleich mit der Laufleistung der dicken Bonzenschleudern.

Özdemir räumt ein, dass Autofahrer auch auf Empfehlung der Grünen „alle mit gutem Gewissen Dieselautos gekauft hätten, der Diesel galt ja lange als klimaschonende Alternative.“ Aber das ist schon ein Jahr her, da haben sich die Grünen halt mal geirrt und jetzt wünscht sich der Grünen-Vorsitzende parallel zur Strafsteuer für nichtelektrische Fahrzeuge eine Erhöhung des Dieselpreises.

Grüne Logik pur, Operation gelungen, Patient tot

Der Hofreiter Toni scheint mir auch nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag forderte ebenfalls, dass die geringere Besteuerung für Diesel-Kraftstoff schrittweise abgeschafft wird. Das käme einer Erhöhung des Diesel-Preises gleich. Hofreiter jubiliert: der Abgas-Skandal und die angekündigten Diesel-Verbote haben bereits Spuren auf dem Automarkt hinterlassen: Die Nachfrage nach Diesel-Neuwagen hat sich stark verringert. Hurra, die Nachfrage für Dieselautos hat sich halbiert! Nieder mit den Arbeitsplätzen, die daran hängen! Eine weitere Kerbe auf dem grünen Abschuss-Colt. Grüne Logik pur, Operation gelungen, Patient tot. Die Energieversorger gehen schon am Stock, der Aktienkurs von RWE ist in den vergangenen 10 Jahren von 95 Euro auf 15 Euro gefallen, das hätten wir geschafft. Jetzt ist die böse Autoindustrie dran. Das wäre doch gelacht, wenn es nicht gelänge, die auch zu ruinieren und zu Fahrradherstellern umzubauen.

Nun werden sich die Leser die bange Frage stellen: was hat denn die Verkehrswende mit der Energiewende zu tun? Ganz einfach: die Stromversorgung pfeift an stillen Wintertagen schon heute aus dem letzten Loch. Und nun hängen wir mal noch ein paar Millionen Fahrzeuge an die Steckdosen

Das geht mit der vorhandenen Technik nicht? Eben, Grüne waren noch nie so richtig gut in Physik. Aber vielleicht wird ja bald was erfunden? Auch das grüne Logik pur: Wir sitzen im Rettungsboot und jetzt bohren wir ein Loch in den Boden, damit schneller Hilfe vom Himmel fällt.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT

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10 Kommentare

  1. Oh, oh … wer fährt die dicksten „Dreckschleudern“ ?

    „Katholische Bischöfe fahren öfter Klimakiller“
    http://tinyurl.com/kz6u7we

    „Diese Politiker fahren Dreckschleudern“
    http://tinyurl.com/khcgnng
    Es macht Spaß, dort den Text zu lesen. Dort steht:
    „Den ersten Platz bei der Betrachtung der Bundesminister im Einzelnen teilen sich Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Beide fahren einen Audi A8 3.0 TDI clean Diesel mit einem durchschnittlichem CO2-Ausstoß von 155 Gramm pro Kilometer. “
    „Mit einem Ausstoß von 131 g CO2 pro gefahrenem Kilometer fährt das Umweltministerium knapp an der Grünen Karte vorbei. “
    und eine Landesumweltministerin schafft es sogar auf 158g CO2 pro Kilometer

  2. Dem Autor ist offenbar entfallen, dass schon Oma Duck mit Ihrem Elektromobil völlig autark lebte; zwar hatte sie Petroleumlampe, heizte mit Holzofen und kochte auf dem Holzherd, aber das Duckomobil war immer betriebsbereit. Das ist die schöne Disney-Welt, in der unsere Ökosozis leben.
    Nein, im Ernst, die Kühe erzeugen zwar beim Fermentieren Methangas, aber wäre das Gras nicht gefressen worden, hätten die gleichen Bakterien das abgestorbene Gras auf dem Misthaufen oder in der freien Natur ebenfalls zersetzt – und natürlich Methangas und Kohlendioxyd erzeugt. Es ist völlig egal, wie die Natur zellulosehaltige Fasern in den Biokreislauf zurückführt – durch Verbrennen, Verdauen oder Kompostieren – dabei entstehen immer notwendigerweise ‚Abgase‘, u.a. CO2 (das wichtigste Lebensgas) oder Methan, was als Brenngas nutzbar wäre. Viele Säugetiere vom Kaninchen bis zum Elefanten könne diese Bionahrung verarbeiten, und deren Erfolg zeigt deutlich, dass dieses ein sinnvolles Konzept der Natur zur Erhaltung des Lebens ist. Dagegen können nur Ökos hetzen, die weder was von Biologie, von Physik (Megawatt und Megabyte) noch von sonst einer Naturwissenschaft oder Mathematik etwas verstehen. Sie verstehen nur etwas von Rechthaben, faktenfreien Lügen und üblen Nachreden.

  3. Wenn es nur die Grünen allein wären dann wäre es kein grosses Problem.
    Leider haben die grossen Parteien damals in der Anfangszeit als die Grünen zweistellige Ergebnise in den Wahlen bekamen auch das Thema aufgenommen. Seitdem fahren sie alle im selben Zug immer schneller zum Abgrund.

    Das Bild mit Hofreiter erinnerte mich sofort an „Blinde Kuh“ wobei es dann eher „Der Blinde und die Kuh“ lauten sollte.

    Ich warte auf den grossen Knall wenn alles zusammenbricht. Ich würde gern darauf verzichten, aber es muss sein das diese fatale Lage eher früher als später ein Ende hat.
    Es ist schon zu weitgegangen um nur „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ sagen zu können.

  4. Wer einmal im Rahmen von Politik und Verwaltung mit den Links/Grünen in Kontakt gekommen ist und denen nicht die Füße küsst, wir schnell merken, mit welchen Teufeln sich man da einlassen muss. Wahrheit und Argumente zählen nicht. Ich kann mich nur wiederholen: Nehmt euch vor dieser Spezies in Acht!

  5. Ich bin zwar nicht sicher, ob die untige Berechnung aus dem Internet stimmt aber wir sollten zur Klimarettung erst mal alle Kühe abschaffen. Vielleicht führt Herr Hofreiter ja schon erste Gespräche mit den Betroffenen. (siehe Bild)
    Kraftwagen contra Rindvieh
    Was der Methanausstoß einer Kuh eigentlich bedeutet, lässt sich gut im Vergleich mit einem Pkw zeigen: Der aktuelle 1er BMW beispielsweise wiegt 1.375 Kilo und verbraucht nach Herstellerangaben 4,9 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Eine moderne Hochleistungsmilchkuh wiegt 700 Kilo, frisst täglich 50 Kilo Grün- und Kraftfutter und gibt 8.000 Liter Milch im Jahr. Der BMW stößt 128 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer aus. Bei 15.000 gefahrenen Kilometern im Jahr bläst der BMW also rund 2 Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Die jährliche Luftverschmutzung durch das Methan der Kuh entspricht aber einer CO2-Menge von drei Tonnen. Die Kuh ist im Vergleich zum Auto also der größere Klimakiller.

    • nein, Kühe nicht abschaffen. Hinten einen Luftballon dranhängen und die „erneuerbare“ Bioenergie sammeln. 😉

  6. Ich habe mir den 9 Mai 2017 einmal herausgepickt (AGORAMETER).
    Stromverbrauch gesamt: 1.400 GWh
    PV-Produktion: ~ 165 GWh  12% !!
    Und das im Mai! Von November bis März sprechen wir besser gar nicht!
    Und die verbleibenden KKW produzierten am selben Tag 187 GWh – also mehr als die PV Anlagen!
    Die Deutsche „Energiewende“ ein Schildbürgerstreich ohne Gleichen. Wir schaffen das….
    N.B Der Windstrom rettet die Energiewende auch nicht, am 9. Mai praktisch NULL!

    • Da kann doch was nicht stimmen! Der Windstrom ist doch „Grundlastfähig“. Ich empfehle die Seite: https://www.eex-transparency.com/ da wird Stundengenau die Produktion von Sonne, Wind und „dreckigem“ Strom angezeigt. Die aktuellen „Marktpreise stehen auch dabei. Sehr interessant, da doch sehr oft der „Grundlastfähige Windstrom“ gen Null tendiert. Aber Nachts ist das egal, da liegt ja ganz Deutschland im Bett… Also müssen die „Erneuerbaren“ noch massiv ausgebaut werden, nützt zwar nichts bei Dunkelflaute, aber kostet ja nix — Wind und Sonne schicken keine Rechnung! Wir gehen mit großen Schritten in eine Energiemangelversorgung, aber alle finden’s toll.

      • „Wind und Sonne schicken keine Rechnung! “
        Hier im Rheinland weiß man schon lange: Alles watt nix kostet, taucht auch nix!

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