Die Volkshoch­schule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klima­wandel

Bild: aus dem Beitrag. Erklärung siehe unten!

Helmut Kuntz
Inzwischen ist es eine schlimme „Mode“ geworden, den Klimawandel anhand von Erlebnisberichten Einheimischer zu „belegen“. Das hat mit seriöser Methodik nichts zu tun, wird in klimaalarmistischen Kreisen aber gerne gesehen und unterstützt, weil es so viele „herzzerreissende“ Geschichten ergibt, denn für Menschen ungewöhnliches Wetter gibt es rund um die Welt zuhauf.


Die VHS Hannover hat dieser Unwissenschaftlichkeit noch eines dazu gesetzt, und in einer Ausstellung zum Klimawandel dieses falsche und vollkommen untaugliche Verfahren gleich zum Titel erhoben. Kein Wunder, denn bei der Sichtung der Begleitunterlagen hat man den Eindruck, dass an wirklicher – neutraler – Information überhaupt kein Interesse bestand, denn diese stammen ausschließlich von klimaalarmistischen Organisationen [4] und münden in das Statement:

Was könnt ihr selbst für ein stabiles Klima tun [19]

So lautet der Hinweis an Schüler der Jahrgangsstufen 10-13 in einem Arbeitsbogen zur Ausstellung 19] und sagt damit eigentlich schon alles über den (Des-)Informationsgehalt aus. Noch nie in der Erdgeschichte gab es ein stabiles Klima und es durch den Menschen „erzwingen“ zu können, zeigt nur eine vollkommene Ignoranz gegenüber Klimaphysik und Klimazyklen.

VHS Hannover, Ausstellung vom 8. März bis 6. April 2017 im Foyer der Volkshochschule:
[1] Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel
Durch den Klimawandel ergeben sich neue Herausforderungen für Städte und Gemeinden und ihre Bürgerinnen und Bürger.
… Neben Vermeidung von Treibhausgasen rückt die Anpassung an die Folgen des Klimawandels wie z. B. Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme zunehmend in den Fokus.
Die Ausstellung „Wir alle sind Zeugen– Menschen im Klimawandel“ gibt dem Klimawandel ein persönliches Gesicht. Menschen aus Afrika, Südamerika, Asien und Europa berichten auf 30 Tafeln über die heute schon spürbaren Folgen des Klimawandels. Ergänzt werden die Beispiele mit Hintergründen und länderspezifischen Informationen.
… 13 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen aus vier Kontinenten haben Menschen aufgesucht, die typische Folgen des Klimawandels in ihrem Land am eigenen Leib erfahren haben, ihre Geschichten aufgeschrieben, illustriert und zusammengetragen.

Die VHS-Basisinformation: Der Westen ist schuld

Als Wissensbasis zur Ausstellung wurde eine Publikation: [4] WIR ALLE SIND ZEUGEN – MENSCHEN IM KLIMAWANDEL,
verteilt. Diese Broschüre – von der EU mit-finanziert – ist das Ergebnis eines NGO-Zusammenschlusses, welcher sich auf die Fahne geschrieben hat, den Westen für seinen Wohlstand verantwortlich zu machen:
Action Solidarité Tiers Monde (ASTM): [5] Our Project
“From overconsumption to solidarity” is a joint awareness-raising project of eight European and eight Southern civil society organisations, co-financed by EuropeAid. It aims to increase critical understanding and competence amongst European citizens with regard to Europe’s responsibility for the social and ecological impact of its overconsumption on development in the Amazon region and sub-Saharan Africa.
Grobe Teilübersetzung: … Ist ein gemeinsames Sensibilisierungsprojekt … Es zielt darauf ab, das kritische Verständnis und die Kompetenz zwischen den europäischen Bürgern in Bezug auf die Verantwortung Europas für die sozialen und ökologischen Auswirkungen seines Überkonsums auf die Entwicklung im Amazonasgebiet und in Afrika südlich der Sahara zu erhöhen ...

In der Broschüre selbst wird deutlich gemacht, was sich die NGOs dazu vorstellen:
[4] Die Länder, die am meisten für den Klimawandel verantwortlich sind, sind Industrieländer (sog. “Annex I-Staaten”), und die, die am meisten gefährdet sind, sind Entwicklungsländer (sog. “NonAnnex I-Staaten“). Diese ungerechte Situation ...

Ein Trend, den auch die GRÜNEN propagieren. Ihre Vorstellungen dazu hatten sie einmal in einem Wahlbrief publiziert:
Bündnis 90 / Die Grünen, Briefe zur Wahl:
Aufruf an die Carteret
-Inseln: …. Sie leben in diesem Paradies seit vielen Jahrhunderten. Doch nach der Landung der Europäer begann der Niedergang Ihres Landes. Hungersnöte, Übervölkerung und monokulturelle Landwirtschaft zwangen viele Ihrer Landsleute schon vor Jahren zur Flucht.
Den schwersten Schlag aber haben Ihnen die Industriestaaten indirekt zugefügt. Ihr Land wird vermutlich das erste Opfer des Klimawandels sein.
Etwa 2015 werden die Inseln überschwemmt sein.
Aktuell sieht dieses Atoll auf google-Map wie folgt aus (Bild 1), ein im Jahr 2015 vollzogener Untergang durch einen Klimawandel ist nicht erkennbar, durch andere, von Menschen verursachten Einflüssen könnte er natürlich immer noch kommen.

Bild 1 Carteret-Atoll: Quelle: google-Maps

Weitergehende Information zu diesem wirklichen Unsinn an (Falsch-)Behauptungen lassen sich fundiert in [8] nachlesen. Hinweis: Leider sind mit einer Umstellung des EIKE-Editors die Formatierung älterer Artikel teilweise verloren gegangen, so dass einige Kapitel durch falsche Schriftgrößen unübersichtlich zu lesen sind.

Über „Zweifel“ oder alternative Fakten gibt es keine Information

Obwohl die Initiatoren der Ausstellung also wissen mussten, dass von einer solchen NGO-Vereinigung niemals eine neutrale Darstellung zum sich stetig ändernden Klima erwartet werden kann, wurde es geflissentlich „übersehen“, um eine Ausstellung mit den „notwendigen“ Bildern präsentieren zu können. Denn Hannover ist eine Stadt, welche sich ebenfalls stark für den Klimaschutz engagiert (ein unter den aktuellen Parteikonstellationen wohl nicht aufhaltbarer Trend in Deutschland [6]) – und das muss den Bürgern gegenüber auch regelmäßig begründet werden:
Stadt Hannover, Veranstaltungskalender: [1] …. Durch den Klimawandel ergeben sich neue Herausforderungen für Städte und Gemeinden und ihre Bürgerinnen und Bürger …

Dass sich dazu Darstellungen wie:
EIKE 25.04.2017: Wo Klimaschutzprogramme bestimmen, spielen Sinn und Geld überhaupt keine Rolle mehr,
nicht wirklich eignen ist klar, weshalb vorsichtshalber auch alles, was einen Besucher zum neutralen Vergleichen anregen könnte vermieden wird.

So beginnt die Basis-Publikation der Ausstellung mit einer Darstellung aus dem IPCC-Bericht:
[1] Der 5. Bericht des Weltklimarats (IPCC) vom 27. Sept. 2013 sagt: „Die Erwärmung im Klimasystem ist eindeutig.“ Und: „Es ist höchstwahrscheinlich, dass der Einfluss des Menschen die Hauptursache für die beobachtete Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist.“ Aufgrund verbesserter Datenbasis ist jetzt auch klar erkennbar, dass viele Folgen der Erwärmung sich beschleunigen bzw. schneller eintreten als in den vorangegangenen Berichten vorhergesagt

Daran ist ohne Zweifel richtig, dass sich die Erde seit der kleinen Zwischenkälte im ausgehenden Mittelalter (glücklicher Weise) wieder beginnt, zu erwärmen. Aber schon mit dem nächsten Satz „Es ist höchstwahrscheinlich, … „ wird Spekulation zur statistisch begründeten „Wahrheit“ erhoben. Der dritte Satz ist dann bereits eine glatte Falschdarstellung, da sogar das IPCC inzwischen seine Aussagen zu den angeblich immer schlimmer werdenden Extremereignissen zurückziehen musste (siehe dazu die vollständige Listung der Anlage):
IPCC Zusammenfassung
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”
Übersetzung: “Es gibt [nur] begrenzte Anhaltspunkte zu Änderungen bei Extremereignissen, die mit anderen Klimavariablen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.“

Es lohnt fast nicht zu erwähnen, dass darüber – nicht einmal über einen leisesten Zweifel am Klimawandel – nicht informiert wird, womit sich die ganze Ausstellung um die Wettererzählungen von Personen rund um die Welt dreht, um lokale Ereignisse dem Klimawandel zuzuweisen.

Was können uns solche Zeugen wirklich sagen?

Wie schon in vielen EIKE-Artikeln publiziert, findet sich beim genauen Nachsehen rund um die Welt kein vom (angeblich Menschen-gemachten) Klimawandel belegbar unnatürlich beeinflusster Fleck Erde (persönliche Meinung des Autors nach vielen Jahren fundierter Recherche und über 250 Publizierungen – nicht nur zum Klima – auf EIKE).
Was nicht bedeutet, dass es keine schlimmen Klima- oder Wetterveränderungen gibt. Aber wie sich ganz typisch am Beispiel Ostafrika [2] und den angeblich untergehenden Inseln [8] zeigen lässt, haben solche Auswirkungen weit vor dem „Klimawandel“ begonnenen und sind Folgen stetiger Veränderungen [2] oder auch kurzfristig ablaufender Zyklen [3] – und was immer wieder betont werden muss: Die wesentlich größeren Auswirkungen ergeben sich oft durch vom Menschen direkt verursachte Einwirkungen, wozu Simbabwe ein aktuelles und exemplarisches Beispiel liefert [2].

Um es zu zeigen, anbei (die in der Ausstellung fehlenden) kritischen Darstellungen zu einigen der in der Infobroschüre gelisteten „Klimawandel-Erlebnissen“.

Dänemark

Infobroschüre: Ein Professor erzählt Probleme mit den dänischen Buchenwäldern und dass Stürme dem Wald schaden. Dazu kommt noch eine Information zum Meerespegel.
Infobroschüre: [4] Man kann sagen, dass die Eiszeiten den natürlichen Genpool in Dänemark verengt haben. Und der Grad der genetischen Vielfalt bestimmt entscheidend, wie gut sich Wälder an eine unbekannte Zukunft anpassen können – je vielfältiger, desto besser … In jüngerer Zeit erlitten Ulmen und Eschen schwere Schäden durch neue Krankheiten.
Daraus wäre abzuleiten, dass der Professor sich beklagt, dass die letzte Eiszeit die genetische Vielfalt der dänischen Wälder minimiert hat. Und sofern es wärmer wird, bestände die mögliche Gefahr, dass genau aufgrund dieses durch die Eiszeit verursachten Problems „neue“ Krankheiten ausbreiten. Leider dazu keine Daten oder nachprüfbare Angaben, Eindruck: „Man beklagt sich halt eben, weil man befragt wurde“.
Wie gut es beispielhaft dem ja nicht gar so weit entfernten und ebenfalls erheblich aus Buchen bestehendem deutschen Wald geht, kann man in:
EIKE: Nicht ewig leiden die Wälder– Wie der deutsche Wald innerhalb von drei Monaten genesen ist, und
EIKE: Der Wald muss wegen der Ideologie weiter leiden
nachlesen. Sicher mit ein Grund, warum in der Publikation Daten fehlen.

Daten gibt es allerdings beim zweiten Thema, dem Meerespegel.
Infobroschüre: [4] Andere Folgen des Klimawandels
Dänemark – das sind die Halbinsel Jütland und über 400 Inseln. Das ganze Land ist Tiefland, und die Länge der Küsten beträgt über 7.300 km. In den letzten 100 Jahren beobachtete die städtische Küstenbehörde in Kopenhagen einen linearen Anstieg des Meeresspiegels um 0,44 mm pro Jahr, also 4 cm im Jahrhundert. An der dänischen Südwestküste ist er mit etwa 1 mm pro Jahr am stärksten. 80% der Bevölkerung lebt in küstennahen Städten.

Diese Angaben verblüffen, denn sie zeigen die dortige Wirklichkeit: Der Meerespegel dort steigt weit weniger als der Durchschnitt und vor allem nicht entfernt alarmistisch, sondern liegt unter dem natürlichen Anstieg, der sich zwangsweise durch die letzte Eiszeit ergibt.

Warum dies getextet wird: „ … An der dänischen Südwestküste ist er mit etwa 1 mm pro Jahr am stärksten. 80% der Bevölkerung lebt in küstennahen Städten …“,
kann nur aus dem verzweifelten Versuch resultieren, für unbedarfte Leser / Besucher daraus doch noch ein „böses Omen“ zu konstruieren.

Beispielhaft zeigt diese Darstellung, zu welchen Fehlinterpretationen diese (bewusst) angewandte, extreme Kurzsicht-Betrachtung führt. Die folgenden Bilder zeigen, welche Menschenopfer Fluten gekostet haben, wenn man mehr als ein „Erlebnisalter“ zurück geht und dass die wirklich großen Landverluste mit vielen Untergängen von Siedlungen und Menschenverlusten in (bei uns) heute nicht mehr vorstellbarem –ausmaß zur angeblich „idealen“ Klimazeit im Mittelalter geschahen.

Bild 2 Historische Flutereignisse an Nord- und Ostsee [10]
Bild 3 Nordseeküste um 200 und aktuell, Verlauf des Nordsee-Pegels ab 9000 v. Chr. Quelle: Dr. habil. Dirk Meier, Küstenarchäologie

Die (vom Autor) zusätzlich eingezeichnete rote Linie im Bild 3 weist seit 4.500 Jahren einen Anstieg von 0,9 mm / pa aus und belegt, dass der derzeit gemeldete Anstieg von “etwa 1 mm pro Jahr am stärksten“ ausschließlich belegt, dass sich daran nichts verändert hat.

Trotzdem sind unsere Politiker darüber höchst besorgt. Am 28. April kam die dpa-Meldung in der Zeitung:
„Mini-Inseln droht große Gefahr“
Mit der Erderwärmung steigt der Meeresspiegel und bedroht deutsche Inseln und Halligen. Den Schutz ihrer Heimat beraten rund 25 Bürgermeister und Gemeindevertreter … sie weigern sich, die Inseln einfach aufzugeben …
Was ist passiert? Das PIK lancierte wieder einmal eine ihrer typischen Meldungen: „Die Meeresspiegelzahlen sind beunruhigend, da wir frühere Schätzungen eher nach oben als nach unten korrigieren mussten“, sagt der Potsdamer Klimaforscher Anders Levermann.

Es ist immer das Gleiche Spiel: Wenn es die Natur nicht macht, wird der Klimawandel-Untergang eben simuliert – denn auf nichts anderes bezieht sich die Aussage des bekannten PIK-„Klimaapokalyptikers“ Levermann. Was will bei solchen „Vorhersagen“ da ein Bürgermeister einer Hallig machen? Er muss das Ergebnis dieser bekannt über-alarmistischen PIK-Simulationen [9] umsetzen, denn anderes würde er politisch nicht überleben.
Nur: Ein Klimawandel-Beleg ist das hinten und vorne nicht, auch wenn es der dpa-Redakteur im Artikel genau so beschreibt. Und wer solch einen Bürgermeister befragt, bekommt natürlich einen leibhaftigen Beleg, dass die Auswirkungen des Klimawandels früher nie so schlimm waren.
Allerdings beruhigt es, dass Küstenschutz auch ohne Klimawandel sinnvoll ist und das viele Geld deshalb nicht direkt in Klimawandel-Weihrauch aufgeht, wie die ansonsten immer proklamierte CO2-Vermeidung [6].

Fluss-Überschwemmungen

Infobroschüre: [4] Tschechien: Schwere Überschwemmungen
Stepanka Hanzlikova (±70), die seit 65 Jahren in Jesenik nad Odrou lebt, rettete ihr Leben dadurch, dass sie mehrere Stunden lang an einer Birke festhing, die sie einst selbst gepflanzt hatte. “Das Wasser gab es hier immer schon – mal mehr, mal weniger; es überflutete Weiden und Felder, aber ohne Menschenleben zu gefährden. Was jedoch 2009 geschah, war eine Katastrophe für das ganze Dorf, und ich habe seitdem ein Trauma, das mich selbst nach mehreren Jahren nicht loslässt
WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND
In den letzten zwei Jahrzehnten suchten mehrere schwere Überschwemmungen Tschechien heim, wie sie die Menschen dort in den letzten Jahrhunderten nicht erlebt hatten. Extreme Hochwasser trafen 1997 die Hälfte des Einzugsgebiets der March sowie 2002 und 2013 die Becken von Moldau und Elbe mit der Stadt Prag.

Es ist erschütternd zu lesen, dass eine durch die EU geförderte Broschüre den „Klimawandel“ durch eine Rückschau über zwei Jahrzehnte zu „belegen“ glaubt – und eine VHS dies dem Publikum als sogenannte Information zumutet.

Denn gerade auch die Fluss-Hochwasserereignisse sind ein Beispiel, dass es genau umgekehrt war – obwohl die Flüsse früher wesentlich weniger eingedeicht waren und es kaum versiegelte Flächen gab, waren die damaligen Hochwasser gegenüber den heutzutage erlebten weit, weit schlimmer.

Zuerst der Niederschlag Deutschland seit 1881. Unabhängig von der Problematik der historischen Erfassungsgenauigkeit ist der Niederschlag aktuell auf dem Wert von 1884. Von einem Klimawandel-bedingten Anstieg zeigen die Messwerte nichts und auch nicht die schon aktuell durchgängig viel zu hohen Niederschlag anzeigenden Klimaprojektionen.

Bild 4 DWD-Klimaatlas Deutschland. Jahresniederschlag seit 1881 mit Projektion bis 2100

Nun die Hochwassermarken des Mains bei Würzburg. Obwohl das Hochwasser von 2013 von unseren Medien als ganz schlimm berichtet wurde und sogar eine Veranstaltung unter Wasser setzte, zeigt erst der historische Vergleich, was Würzburg früher aushalten musste.

Bild5 [13] Hochwassermarken des Mains bei Würzburg seit dem Mittelalter bis 2013 (Grafik vom Autor anhand der Hochwassermarken-Angaben erstellt)
Um auf die Aussage: „ … In den letzten zwei Jahrzehnten suchten mehrere schwere Überschwemmungen Tschechien heim, wie sie die Menschen dort in den letzten Jahrhunderten nicht erlebt hatten … „ einzugehen. Die Moldau und natürlich auch die Elbe gehören zu den Flüssen, welche geradezu für Hochwasserereignisse prädestiniert sind:

[12] Die meist so idyllisch dahinfließende Moldau verwandelt sich in unregelmäßigen Abständen in einen reißenden Strom, manchmal mit gleichzeitigem Eisgang, und setzt dabei ungeheure zerstörerische Kräfte frei. Nach den historischen Aufzeichnungen des Prager Pegels gab es kaum ein Jahrzehnt, in dem sich keine größeren Hochwässer ereigneten.

Bild 6 [12] Historisches Hochwasser 1890 in Prag welches zum Einsturz der Karlsbrücke führte
Bild 7 [2] Bedeutende überregionale Extremhochwasser von Flüssen
[10] Schadensbilanz

An der Moldau ist das Eishochwasser 1784 das bis heute höchste durch Hochwassermarken bezeugte Winterhochwasser. Die Karlsbrücke in Prag wurde durch das Hochwasser der Moldau beschädigt, die Prager Altstadt überflutet. Zahlreiche Schiffs- und Wassermühlen waren zerstört worden. Allein in Böhmen verschlangen die Fluten dutzende Menschen und zerstörten etliche Dörfer vollständig, andere teilweise. In Dresden standen weite Teile der Stadt bis zu 150 cm unter Wasser. Zahlreiche Nebenflüsse der Elbe führten Hochwasser und überschwemmten an ihnen liegende Ortschaften (Schäden an Häusern, Brücken, Schiffen, …).

Und nun die Aussage eines Fachmannes:
[2] … Neben den Überschwemmungen des Rheins im Dezember 1993 und im Januar 1995, der Oder im Juli 1997 und der Donau 1999 hat vor allem diese Katastrophe die Hochwasserproblematik in die Schlagzeilen gebracht und die Angst vor einer Zunahme verheerender Überschwemmungen genährt. Eine Analyse der Hochwasser von Elbe und Oder zeigt jedoch keine derartige Tendenz, auch nicht seit Beginn der Industrialisierung. Auffällig ist vielmehr die große Variabilität im Hochwassergeschehen, vor allem im Winterhalbjahr.

Aber eine 70jährige Oma, welche sich an eine einst selbst gepflanzte Birke klammern musste, um ein Hochwasser zu überleben, wiegt halt mehr als Fakten – und macht sich in einer Ausstellung die solche zeigen sollte eben besser.

Übrigens gilt dies weltweit. Die großen Flutereignisse gab es in der Vergangenheit, wie man anhand der Jahreszahlen leicht sehen kann. Ein Beleg, dass Menschen rund um den Globus aus verschiedensten Gründen schon immer mitten in tödlichen Überschemmungsgebieten siedelten.

Bild 8 [10] Historische Flutereignisse an großen Flüssen weltweit
Dass sich Überschwemmungen überhaupt nicht zur „Belegung“ eines AGWE-Klimawandels eigenen, hat auch kaltesonne gerade eben (wieder) publiziert: Überschwemmungsentwicklung in den USA uneinheitlich: Zunahme in Norden, Abnahme im Süden

Ungarn: Leben wie im Backofen

Infobroschüre: [4] Ungarn: Leben wie im Backofen
Szép Gyöngyvér, 46 Jahre alt, arbeitslos und Mutter von drei Jungen und einer Tochter. Die fünfköpfige Familie lebt in einer 50 m2 großen Fertigbauwohnung. „Wir müssen im Monat mit 500 € auskommen. Die Nebenkosten belaufen sich auf 260 €. Die Heizkosten im Bezirk betragen 130 € im Winter und 60 € im Sommer, doch die Temperaturen in der Wohnung sind überhaupt nicht angemessen – es ist immer zu warm. Im Winter sind es 26° C; ich kann das nicht regulieren, deshalb muss ich das Fenster öffnen, um eine erträgliche Temperatur zu erreichen, d.h. eigentlich heize ich die Straße. Im Sommer habe ich 33° C in der Wohnung gemessen, was dazu führt, dass ich nicht schlafen kann und an Ödemen und Schwellungen leide.
Als ich vor sieben Jahren hierher zog, war es nach meiner Erinnerung mindestens 4° C kühler.”

Hierzu kann man sich fast jeden Kommentar ersparen. Auf die Idee, die Lebensumstände in einer veralteten, sozialistischen Arme-Leute-Plattenbauwohnung ohne Möglichkeit der Heizungsregelung und das Temperaturgefühl der letzten 7 Jahre als Klimawandelzeugnis zu präsentieren, kommen wohl nur NGOs dank EU-Förderung. Aber es gehören ja immer zwei dazu: Die es schreiben, und die es präsentieren.

Seen, die regelmäßig austrockenen

Infobroschüre: [4] Ecuador 1: Gletscherschmelze am Äquator
„Früher dienten der Yanacocha-See und der Chaquishkacocha-See den Dorfbewohnern von Tambohuasha als Viehtränke. Aber die Seen sind verschwunden, weil es weniger regnet und wärmer geworden ist. Jetzt müssen sie das Wasser für ihre Tiere mit einer Rohrleitung vom benachbarten Berg Carihuayrazo herbeibringen. In den letzten zehn Jahren muss das Vieh in dem Wild-Reservat des Chimborazo immer höher und höher gehen, um Zugang zu Wasser und Weideland – das vom
Wasser abhängig ist – zu haben.

Die Wissenschaftsbeilage erklärt dazu: [4] Extreme Klimaschwankungen
Im Andenvorland gibt es immer deutlichere Veränderungen in der Trocken- und Regenzeit mit extremen Wetterereignissen, weniger Regen und höheren Temperaturen. 2005 erlitt das Amazonastiefland die schlimmsten Dürren, und 2010 erlebte es die negativen Folgen von Hitze und Regenmangel wieder, ausgehend vom Bergregenwald.

Wie Afrika, so werden auch die Anden immer neu als Klima-Menetekel gelistet. Und diese Länder haben wirklich ein Problem: Dort wird es seit Jahrtausenden trockener, weil es kälter wird [2]. Ihnen würde der Klimawandel – so es ihn wirklich gäbe – deshalb dagegen helfen. Da diese Erkenntnis der Ideologie widerspricht, sucht man Zeugen, welche das Gegenteil „erfahren haben“.

Und auch in Lateinamerika sind westliche NGOs äußerst aktiv, den Einheimischen und Regierungen einzureden, dass vor allem die westlichen Regierungen an ihren Wetter-Übeln schuld seien.
Im Artikel: EIKE 12.07.2016 : Klimazombis, die nicht sterben dürfen, wie der Poopó-See in Bolivien,
ist dargestellt, wie historisch belegte Klimawechsel (mehrfaches Austrockenen auch in der kurzfristigen Vergangenheit) einfach „vergessen“ werden, wenn ein aktuelles als Klimawandeleinfluss „passend“ gemacht werden muss.
Das Gleiche wurde auf kaltesonne berichtet und kann dort nachgelesen werden:
Berliner Zeitung mit rührender Klimawandel-Story aus Peru: Leider komplett falsch
… Im September 2013 erschien im Fachmagazin
Hydrological Processes eine Studie einer Forschergruppe um Waldo Sven Lavado Casimiro vom nationalen peruanischen Dienst für Meteorologie und Hydrologie in Lima. Die Wissenschaftler suchten in den statistischen Regenfalldaten im Amazonas-Anden-Becken der letzten 40 Jahre nach Trends. Und sie suchten vergeblich, denn es gibt überhaupt keinen Trend in der Niederschlagsentwicklung, wie die Forscher in der Kurzfassung ihrer Studie darlegen …

Verpasst hat Kunath offenbar auch den Artikel “Klimawandel lässt Menschen in Peru frieren” aus dem Dresdner UniversitätsJournal vom13. November 2012 … Das wahre Problem in der Andenregion Perus scheint wohl nicht der Regen zu sein, sondern eine Abkühlung. Das passt natürlich so gar nicht in die Geschichte der Berliner Zeitung und wird daher großzügig verschwiegen. Im letzten Teil seines Aufsatzes verrät sich dann Kunath selbst. In der Vergangenheit konnten die Andenbauern mit der natürlichen Klimavariabilität deutlich besser umgehen als heute, räumt er ein. Terror und Fehler bei der Einführung neuer Technologien haben die Landwirtschaft weit zurückgeworfen, nicht so sehr der Klimawandel …

Auch wird gerne unterschlagen, welchen Einfluss lokale Maßnahmen – in aller Regel massive Wasserentnahmen – auf Pegel haben. Man lese an geeigneter Stelle einfach nach:
FACING FINANCE: Newmont Mining Corp: Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in Cajamarca, Peru
… Minera Yanacocha begann 2010 mit der Realisierung des Projektes Minas Conga in einem Gebiet, in dem fünf Hauptflüsse verlaufen. Die Verschmutzung durch die Mine gefährdet die Wasserläufe und damit die Lebensgrundlage der Menschen. Das Minas Conga Projekt droht vier Seen und damit 680 Wasserquellen zu zerstören. Die gesetzlich festgelegten Wasserrechte der Region werden missachtet. Insgesamt verbraucht der Abbau der Mine 228.000 Liter Wasser pro Stunde, was bereits jetzt zu Wasserknappheit führt

Bangladesh geht unter: Eine immer gute Story

Infobroschüre: [4] Bangladesch: Anstieg des Meeresspiegels und Wirbelstürme.
„Mein Name ist Shadu Charan Mondol. Ich bin 72 Jahre alt und lebe in Shingertoly am Ufer des Flusses Malancha in Bangladesch. Mein Haus steht auf dem Deich (links auf dem Foto). Es wurde schon sechsmal zerstört, weil der Deich nicht hielt. Bei Flut drückt das Meer immer weiter den Fluss hinauf. Der Wasserspiegel begann vor 60 Jahren anzusteigen, aber seit 10 Jahren steigt er schneller. Die Springfluten in Juni und Juli sind sogar noch gefährlicher: sie verursachen die höchsten Wasserstände. Wir wurden schon mehrere Male gezwungen, den Deich vom Fluss zurückzuverlegen; das ist aber ein Dauerproblem, und für eine weitere Rückverlagerung haben wir keinen Platz mehr übrig.” (März 2009)
WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND: ANSTIEG DES MEERESSPIEGELS…
Der globale Anstieg des Meeresspiegels trifft Bangladesch aufgrund seiner geographischen Lage stärker als im weltweiten Durchschnitt: Der BengalSAARC Meteorological Research Council hat auf der Basis von Daten aus den letzten 22 Jahren festgestellt, dass das Meer 3 – 6 mm pro Jahr ansteigt.

Zum Glück ist google unerbittlich und kann etwas Information darüber finden.

Bild 9 [21]
Es lohnt immer, auf dem PSMSL-Viewer die Stations-Pegeldaten der betroffenen Länder direkt nachzusehen. Zuerst erkennt man wieder, dass meistens ausgerechnet die „betroffendsten“ Länder äußerst lückenhafte Daten haben und bei vielen gerade auch Daten der jüngeren Zeit (zumindest in öffentlich zugänglichen Datensätzen) fehlen. Bangladesch gehört dazu. Die verfügbaren Pegelverläufe sehen wie folgt aus:

Bild 10 Pegeldaten der drei in der SAARC Studie genannten Stationen. Vom Autor: auf das Jahr 2000 normiert, Endpunkte durch waagrechte Linien gekennzeichnet. Quelle: PSLSM-Viewer

Die eigene Trendberechnung (über teils längere Zeiträume) ergibt ungefähr die Werte von Bild 9.

Bild 11 Trenddaten der Werte von Bild 10

Diese Daten scheinen eindeutig. Wie es mit Computerstatistik aber so ist, kann man anhand der wirklichen Pegelverläufe (Bild 10) deutlich sehen, dass die Berechnung der linearen Regression über diese (für wirkliche Aussagen zu kurzen) Zeiträume zu falschen Aussagen führt.

Noch offensichtlicher wird dies im folgenden Bild 12. Der Autor hat soweit es ging, die drei Pegelverläufe durch Offset und Multiplikation sowie Phasenschieben in Deckung gebracht. Eine signifikante Zunahme (über diese Zeiträume) kann aus den Pegeldaten überhaupt nicht abgeleitet werden – nur starke Schwankungen.

Bild 12 Daten vom Bild 10 vom Autor durch Offset und Multiplikation, sowie Phasenverschub soweit möglich in Deckung gebracht

Das zeigt auch ein Pegelbild von der indischen Seite des Golfes, wo die Pegeldaten ca. 10 Jahre weiter reichen.


Bild 13 Pegelverlauf auf der indischen Seite des Golfes von Bengalen. Quelle: PSLSM Viewer

und vom Pazifik, wo sie noch aktueller verfügbar sind:

Bild 14 Pegelverläufe von TUVALU, Kiribati und umliegenden Südsee-Atollen mit einem Pegelwert von Australien. Alle Verläufe auf das Jahr 2014 normiert. Grafik vom Autor anhand der PSMSL Pegeldaten erstellt

Fazit

Es ist demnach auch im Golf von Bengalen kein verstärkter Pegelanstieg erkennbat. Auch dort gilt das Gleiche wie überall auf der Welt, wenn die Horrormeldungen erscheinen: Pegelmeldungen, so sie einmal beim IPCC oder in Studien erschienen sind, werden nicht mehr hinterfragt und der oft gemeldete Untergang erfolgt daraus als Weiterführung in Simulationen [21].
Details dazu lassen sich in vielen Artikeln nachlesen.
EIKE 15.04.2017: Im Klimawandel-Unterricht bitte üben, wie man unsere Regierung zum Bezahlen von Schutzgeldern auffordert
EIKE 11.04.2017: Sind fallende Meerespegel eine wesentliche Ursache der Korallenbleiche im „Korallendreieck“ mit dem Great Barrier Reef?

EIKE 14.12.2015: [8] Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

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Ergänzende Information zum Problemfall Bangladesch

Nachdem Bangladesch ein „Vorzeigeland“ des Klimawandeldramas ist und diesbezüglich auch vom BUND-Vorsitzenden H. Weigert immer wieder genannt wird [20], soll dazu mit zusätzlicher Information etwas „Datenlicht“ gebracht werden, auch um zu zeigen, dass das was dem Autor auffällt, auch wirklichen Wissenschaftlern – so sie nicht im Klimawandel(Fördergelder-)Wahn gefangen sind – auffällt und auch publiziert wird.

ScienceScepticalBlog, 9. April 2009:[14] Auch der oft propagierte Untergang von Bangladesh entpuppt sich bei näherem Hinsehen als nicht so gewiss, wie vielfach angenommen wird. Richtig ist, dass das Land im Delta von Ganges und Brahmaputra immense Probleme hat. Zum Beispiel die Armut der Bevölkerung und das nach wie vor rapide Wachstum ebendieser. Landverlust gehört aber nicht dazu, wie Wissenschaftler aus Dhakata im letzten Jahr (übrigens weitestgehend unbeachtet von der deutschen Presse) herausfanden. Demnach hat das Land in den letzten 30 Jahren anstatt zu versinken kontinuierlich an Boden dazu gewonnen. Wie Maminul Haque Sarker, Direktor des staatlichen Centers für Umweltforschung und Geographie mitteilt, haben Auswertungen von alten Karten und von Satellitenaufnahmen ergeben, dass seit 1973 mehrere 1.000 Quadratkilometer neues Land entstanden sind. Ursache waren Ablagerungen von Sedimenten, die über die Flüsse aus dem Himalaya in das Delta gespült wurden. Ein großer Teil dieser Sedimente wird allerdings bis in den Indischen Ozean getragen und ist damit für die Landgewinnung verloren. Ein Missstand dem die Bangladeshi unter Mithilfe von Niederländischen Deichbauingenieuren mit Dämmen im Delta im wahrsten Sinne des Wortes einen Riegel vorschieben wollen. Den meisten deutschen Medien waren diese Aktivitäten allerdings keine Meldung wert. Einzig Spiegel-Online berichtete darüber. Allerdings, und bezeichnenderweise, nur in seiner englischsprachigen Ausgabe.

Global, aber detailliert, ist es auch im folgenden Artikel beschrieben, der die Aussagen eines renommierten (aber kritisch gebliebenen) Pegelforschers wiedergibt.

EIKE: [15] Der Große Schwindel mit dem Meeresspiegel – Es gibt keinen alarmierenden Anstieg des Meeresspiegels!

Von Prof. Mörner ist auch gezeigt, wie die Satelliten-Pegeldaten adjustiert werden, um einen Anstieg (der den Pegeldaten so oft fehlt) zu erzwingen:

Bild 15 Satelliten-Pegeldaten von 1992 – 2000, 2003 vor und nach der Adjustierung. Quelle: JoNova: Are sea-levels rising? Nils-Axel Mörner documents a decided lack of rising seas

und zum Pegel von Bangladesh sagt er:

Professor Nils-Axel Mörner: [16] SEA LEVEL CHANGES IN BANGLADESH NEW OBSERVATIONAL FACTS

ABSTRACT Morphological and stratigraphical observational facts in the Sundarban delta provide data for a novel sea level reconstruction of the area. This sea level documentation lacks traces of a global sea level rise. This implies totally new perspectives for the future of Bangladesh. No longer are there any reasons to fear an extensive sea level inundation in the near future. Sea level estimates based on linear trend analyses of tide gauge data should be avoided and seem often to be directly misleading, as was the case with previous, diver gent, claims of a strong global sea level rise component

Googels Übersetzungsversuch mit etwas Korrekturen: Morphologische und stratigraphische Beobachtungsfaktoren im Sundarban-Delta liefern Daten für eine neuartige Meeresspiegel-Rekonstruktion des Gebietes. Diese Seehöhe-Dokumentation zeigt keine Spuren eines globalen Meeresspiegelanstiegs. Das bedeutet völlig neue Perspektiven für die Zukunft von Bangladesch. Es gibt keine Gründe, ausgedehnte Überschwemmungen in naher Zukunft zu fürchten. Meeresspiegelschätzungen, die auf linearen Trendanalysen von Gezeitenmessdaten basieren, sollten vermieden werden und scheinen oft direkt irreführend zu sein (Anmerkung: Wie es anhand der Bilder 12 und 10 bereits gezeigt wurde).

[16] Historische Pegelverläufe Indien und Golf von Bengalen (Bangladesch)
Original-Bildtext: Figure 12. Tide gauge records from Mombai (M) and Visakhapatnam (V) on each coast of India (location in the inserted map, where K stands for Kotka and the present study area). The Mombai (Bombay) record goes from 1878 to 1993. Unnikrishnan & Shankar [9] used a linear trend analysis (pink line) despite the fact that the records are composed of individual segments that must be treated individually (red lines). The individual segment analysis gives a totally different sea level story in 5 steps (division at base); stable, minor fall, general rise of 17 cm, rapid fall of 12 cm between 1955 and 1962, and full stability for the period after 1965. The last 3 steps are also recorded at Visakhapatnom (V).

Professor Nils-Axel Mörner: [16] SEA LEVEL IS NOT RISING
Bangladesh
There are no limits to the terrible scenarios that have been proposed for the future of Bangladesh as a consequence of an imagined global sea level rise. The ultimate nonsense was a recent claim that 25 million to 1 billion people will have to be relocated by 2050.
The reality is totally different, however. Again we are facing observational facts revealing no rise at all in sea level despite severe coastal erosion attributable to cyclones (Fig. 13; Mörner, 2010a). The people of Bangladesh are not about to be flooded by rising sea level. The cyclones and flooding caused by heavy rain in the mountains are another factor that we cannot do anything about, however, for they are, unfortunately, natural phenomena.
Bangladesh is a nation cursed by disasters—heavy precipitation in the Himalayas and coastal cyclones. As if this were not bad enough, it has been claimed that sea level is rapidly rising. This claim has been discredited by my study in the Sundarban area, where sea level has remained stable for the last 40-50 years (Mörner 2010a).
The erroneously-inferred sea-level rise is the basis for wild claims that tens to hundreds of thousands of people may be drowned and “millions of individuals will be displaced from their homes over the course of the century due to sea-level rise” (Byravana and Raja 2010). This is a serious exaggeration: yet the journal that published it, Ethics and International Affairs, refuses to print a comment from me “that focuses on empirical data.” With surprise, we must ask: What is the meaning of raising moral concerns, if the entire empirical basis for those concerns is absent?
The President of Tuvalu continues to claim that his islands are being flooded. Yet the tide-gauge data provide clear indications of stability over the last 30 years (Mörner, 2007ac, 2010b; Murphy, 2007). In Vanuatu, the tide gauge indicates a stable sea level over the last 14 years (Mörner, 2007c).

Google-Übersetzung: Es gibt keine Grenzen für die schrecklichen Szenarien, die für die Zukunft von Bangladesch als Folge eines imaginären globalen Meeresspiegels vorgeschlagen wurden. Der ultimative Quatsch war eine kürzlich behauptete, dass 25 Millionen bis 1 Milliarde Menschen bis 2050 verlegt werden müssen.
Die Realität ist aber völlig anders. Wieder stehen wir vor Beobachtungsfakten, die trotz der starken Küstenerosion, die den Zyklonen zuzurechnen sind, keinen Anstieg auf dem Meeresspiegel zeigen (Abb. 13, Mörner, 2010a). Die Leute von Bangladesch sind nicht im Begriff, von steigendem Meeresspiegel überschwemmt zu werden. Die Zyklone und Überschwemmungen, die durch starken Regen in den Bergen verursacht werden, sind ein weiterer Faktor, auf den wir nichts dagegen tun können, denn sie sind leider natürliche Phänomene.
Bangladesch ist eine Nation, die von Katastrophen-schweren Niederschlägen im Himalaya und Küstenzyklonen verflucht ist. Als ob das nicht schlimm genug wäre, wurde behauptet, dass der Meeresspiegel schnell steigt. Diese Behauptung wurde durch meine Studie im Sundarban-Gebiet diskreditiert, wo der Meeresspiegel für die letzten 40-50 Jahre stabil geblieben ist (Mörner 2010a).
Der fehlerhaft geplante Meeresspiegelanstieg ist die Grundlage für wilde Behauptungen, dass Zehntausende von Menschen ertrunken werden können und „Millionen von Menschen werden im Laufe des Jahrhunderts wegen ihres Meeresspiegels aus ihren Häusern vertrieben werden“ ( Byravana und Raja 2010). Das ist eine ernsthafte Übertreibung, doch die Zeitschrift, die sie veröffentlichte, Ethik und Internationale Angelegenheiten, weigert sich, einen Kommentar von mir zu drucken, „der sich auf empirische Daten konzentriert.“ Überrascht müssen wir fragen: Was ist die Bedeutung der Anhebung moralischer Bedenken, wenn Die gesamte empirische Grundlage für diese Bedenken fehlt?
Der Präsident von Tuvalu behauptet weiterhin, dass seine Inseln überflutet werden. Dennoch geben die Gezeiten-Daten in den letzten 30 Jahren deutliche Hinweise auf Stabilität (Mörner, 2007ac, 2010b, Murphy, 2007). In Vanuatu zeigt die Gezeitenmessung in den letzten 14 Jahren einen stabilen Meeresspiegel (Mörner, 2007c).

Das sind deutliche Worte eines Wissenschaftlers der persönlich vor Ort die Rekonstruktionen geleitet hat. In keinem deutschen „Qualitätsmedium“ ist davon irgend etwas zu lesen.

In einer Publizierung von Germanwatch wird noch ein Aspekt erwähnt (der in [21] detaillierter ausgeführt ist):
GERMANWATCH: Sea-Level Rise in Bangladesh and the Netherlands
… due to tectonic movements the ground level has been slightly falling down, thus an average relative rise in sea levels by 4-8 millimetres per year has taken place. This equals a rise by 8-16 centimetres within 20 years.
In diesen Gebieten gibt es tektonische Senkungen, welche den Pegelanstieg verstärken. So bitter das ist und ein Problem sein mag, es ist aber keines, gegen das CO2-Vermeidung in irgend einer Form eine Lösung verspricht.

Zu guter Letzt noch historische Verläufe, da sich nur damit die aktuellen mm / pa, um deren Auswirkungen aktuell vehement gerungen wird, richtig einordnen und bewerten lassen.

Bild 17 [16] Historische Pegelrekonstruktionen (von oben nach unten) Malediven, Bangladesch, Goa Indien.
Originaltext: Figure 12. Observed, documented and dated sea level changes during the last 500 years in the Indian Ocean. Top: the Maldives [74]. Middle: Bangladesh [78]. Bottom: Goa, India (Ref. 77 and unpubl.). The agreement is striking. All three curves show (1) a stability during the last 40-50 years, (2) a fall around 1960, (3) a 20 cm higher level 1790-1960, (4) a rise around 1790, (5) a distinct low level, not quantified, in the 18th century, and (6) a +50-60 cm high level in the 17th century.

Wirbelstürme in Bangladesch haben zugenommen

Infobroschüre: [4] … UND STÄRKERE WIRBELSTÜRME
Die Sturmfluten mit den weltweit höchsten Verlusten an Menschenleben im 20. Jahrhundert trafen am Golf
von Bengalen die Küsten Indiens, Bangladeschs und Birmas, wo extreme hohe Wasserstände durch tropische Wirbelstürme vorangedrückt wurden … Die Anzahl und die Wucht starker Wirbelstürme gegen Ende der Monsunzeit bis November haben zugenommen.

Beim Klimawandel darf man bedenkenlos jede (alarmistische) Angabe wiederholen, auch wenn sie sich inzwischen als falsch herausstellt, ohne dass sich daran jemand stört. Selbst das IPCC hat seine früheren alarmistischen Angaben dazu zurücknehmen müssen (alle Angaben siehe Anlage). In einer Infobroschüre von NGOs hält man das nicht für erforderlich:
[7] Tropische Zyklone
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: Übersetzung: “Aktuelle Datensätze zeigen keine signifikanten beobachteten Trends bei der weltweiten tropischen Wirbelsturmfrequenz während des letzten Jahrhunderts und es ist ungewiss, ob ein berichteter langfristiger Anstieg der tropischen Wirbelsturm-Frequenz robust ist,
[7] Außertropische Zyklonen
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220: Übersetzung: “Zusammenfassend ist das Vertrauen in große Änderungen in der Intensität extremer aussertropischer Zyklone seit 1900 gering.

kaltesonne: Wer hätte das gedacht: Studien können keine Zunahme der tropischen Wirbelstürme im Indischen und Pazifischen Ozean feststellen:
Im International Journal of Climatology erschien im November 2012 ein Artikel von Karl Hoarau, Julien Bernard und Ludovic Chalonge von der französischen University of Cergy-Pontoise. Mithilfe von Satellitendaten rekonstruierten die Forscher die Häufigkeitsentwicklung von tropischen Wirbelstürmen für den nördlichen Indischen Ozean für die vergangenen drei Jahrzehnte. Zu ihrer Überraschung fanden die Forscher keinen Trend (Auszug aus der Kurzfassung):
The decade from 1990 to 1999 was by far the most active with 11 intense cyclones while 5 intense cyclones formed in each of the other two decades. There has been no trend towards an increase in the number of categories 3–5 cyclones over the last 30 years.

Bild 18 Anzahl der tropischen Wirbelstürme in der australischen Region für die Zeit 1970-2011. Quelle: Australia Bureau of Meteorology

Das gilt auch für die Hurrikane:

WUWT: In the ‘warmest year ever’, U.S. tornado deaths were near lowest ever

Bild 19 Anzahl starker Tornados seit 1970 an der US-Ostküste
Bild 20 Mortalität durch Tornados seit ca. 1880 – 2015 in den USA

Geht man noch weiter zurück, zeigt sich, dass das was das aktuelle Klima dem Menschen zumutet, gegenüber früheren Zeiten geradezu beruhigend ist. Anders kann man die niedrigste Zyklonen-Aktivität seit 5000 Jahren und um bis zu 5 m niedrigere Pegel wohl kaum interpretieren. Oder es macht Angst, daran zu denken, dass der Kampf zum alten Klima wirklich gelänge und diese schlimmen Zeiten als geöffnete Büchse der Pandora wiederkämen:

THE HOCKEY SCHTIK: New paper finds Pacific cyclone activity is at the lowest levels of the past 5,000 years
A new paper finds Pacific cyclone activity is currently at the lowest levels of the past 5,000 years, debunking alarmist claims that Typhoon Haiyan was caused by man:
A new paper published in Quaternary Science Reviews reconstructs cyclones of the central Pacific and finds cyclone activity of the 21st century is at the lowest levels of the past 5,000 years. The paper also shows typhoons in Japan at the lowest levels of the past 3,500 years and that North Atlantic hurricanes were more frequent/severe than modern times during various intervals over the past 3,000 years. The authors attribute the changes in Pacific cyclones to the El Nino Southern Oscillation [ENSO], which is also shown to be at the lowest levels of the past 5,000 years. In addition, the paper shows sea levels of the central Pacific were ~.5 meters [~1.6 feet] higher than modern times from ~1,700 to ~2,500 years ago. Contrary to the claims of climate alarmists, the paper demonstrates cyclone activity and the frequency of El Ninos are currently at very low levels relative to the past 5,000 years.

Selbst innerhalb der letzten 250 Jahre und kurzfristig nahm die Zyklonaktivität ab und nicht zu.

Bild 21 [18] Cyclone activity is shown in the graph at the right and shows a decline of cyclone activity over the past 250 years. Hinweis: Links ist das Jahr 2000

Wer weitergehende Information sucht, soll sich bei Greenpeace und NABU erkundigen

Die Veranstalter fanden ihre Ausstellung so lehrreich, dass dazu auch Schülermaterial ausgelegt wurde.
VHS: [19] Lösungen zu Arbeitsbogen 10.-13. Jahrgang und BBS
Neben dem, dass darin davon gefaselt wird, man könnte für ein stabiles Klima sorgen, werden Organisationen genannt, denen die VHS Hannover zutraut, Lehrer und Schüler am besten vertieft über den Klimawandel zu informieren.
VHS: [19] Handlungsschritte: Was könnt ihr selbst für ein stabiles Klima tun? … Infos: NABU 77 Tipps, Klimatipps Greenpeace, Klimaschutz im Alltag

Bei solchen Organisationen kann man sicher sein, wieder die gleiche Information zu bekommen. Deren „Vordenker“ lesen nämlich ebenfalls nichts anderes, sondern wiederholen in einer Schleife, was sie halt so einmal davon gehört haben. Auch wenn bei der VHS-Information nicht direkt genannt, soll anbei anstelle beim NABU Information vom BUND angezogen werden:
BUND Vorsitzender Hubert Weiger: [20] … Das wäre verheerend vor allem für Millionen Menschen in den vom Klimawandel besonders bedrohten Inselstaaten im Pazifik, für die von Dürren betroffenen Einwohner Afrikas, für überschwemmte Regionen in Bangladesch, für unter Wasserknappheit leidende Südamerikaner und die von Überflutungen gefährdeten Bewohner küstennaher Gebiete überall auf der Welt …

BUND Schrift: Kurswechsel 1,5° Wege in eine klimagerechte Zukunft
… Anstatt dieser Welt jedoch näher zu kommen, entfernen wir uns immer weiter von ihr. Menschen ertrinken in den Fluten, die durch Extremniederschläge ausgelöst werden. Taifune zerlegen ihre Häuser. Dürren zwingen Hunderttausende von ihren ausgedörrten Äckern in die Großstadtslums und Millionen werden mit dem steigenden Meeresspiegel ihren Lebensraum endgültig verlieren. All das passiert jetzt und wird dramatisch zunehmen (S. 4/5), wenn wir nicht verhindern, dass der Klimawandel eine unaufhaltsame Dynamik entfaltet.
Der Klimawandel ist längst Realität. Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Wirbelstürme fordern Todesopfer und Verletzte, verursachen schwerste wirtschaftliche Schäden und bringen immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Während es lange tabu war, den Klimawandel zu den Migrations-ursachen zu zählen, spricht der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, inzwischen ganz selbstverständlich vom Klimawandel als eine zentrale Ursache dafür, dass mehr als 65 Millionen Menschen auf dem Weg sind, um unter anderem vor den negativen Folgen der Erderwärmung zu fliehen…
… Die Länder im globalen Norden haben den Klimawandel zum großen Teil verursacht – mit ihrer eigenen fossil getriebenen Entwicklung und ihrer wachsenden Vorliebe für Sportwagen, Flugreisen, Steaks und elektronische Stromfresser. …An die Stelle der fossilen treten die erneuerbaren Energien. Ihr Ausbau muss beschleunigt und beispielsweise durch Gesetze wie das EEG gefördert werden. Technisch möglich ist die Versorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren in vielen Industriestaaten schon heute – zumindest beim Strom.
– und Greenpeace lässt nichts anderes gelten.

Damit reiht sich auch diese Ausstellung nahtlos in die medialen Desinformationskampagnen ein, wie es auch im EIKE-Artikel : Klimawandel – FakeNews in SRF1 RUNDSCHAU am 26. April 2017 jüngst gezeigt wurde. Die Frage stellt sich: Wissen es die verantwortlichen Personen wirklich nicht besser, oder machen sie es bewusst? In beiden Fällen versagen sie jedoch.
Ein „March for Science“ wäre wirklich sinnvoll gewesen – wenn er sich für eine freie Wissenschaft eingesetzt hätte.

Hinweis: Die Information über die VHS-Ausstellung erfolgte durch ein Infomail vom Verein www.KlimaKontroverse.de:

Wie das Normale plötzlich zum Unnormalen wird
Kritik der Ausstellung „WIR ALLE SIND ZEUGEN – MENSCHEN IM KLIMAWANDEL“ v. 08.03.-06.04.,2017 in der VHS in Hannover.
Arbeitsmethode der Ausstellung
Die in der Ausstellung dargestellten Fälle von „schlechtem“ Klimawandel überraschen den versierten Betrachter.
Es werden nur Ereignisse der letzten Jahrzehnte dargestellt. Ein Vergleich mit früheren Jahrhunderten findet nicht statt. …

Der Autor hat hiermit versucht, Fehlendes für ein paar der gebrachten Darstellungen zu ergänzen. Leider ist die Ausstellung inzwischen vorbei und somit macht es keinen Sinn mehr, diese Darstellung als Informationsergänzung für das informationssuchende Publikum der VHS-Ausstellungsleitung zu übergeben (wenn irgend ein Blogleser*in dies aus verschiedenen Gründen trotzdem übernehmen möchte, darf dies gerne geschehen).

Anlage

Wirkliche, aktuelle Darstellung des IPCC-Berichtes AR5 zu Extremereignissen [7]

Tropische Stürme und Hurrikane
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”
Übersetzung: “Keine robusten Trends bei den jährlichen Zahlen von tropischen Stürmen, Hurrikans und Stark-Hurrikans konnten in den letzten 100 Jahren im Nordatlantischen Becken ausgemacht werden.

Tropische Zyklone
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”
Übersetzung: “Aktuelle Datensätze zeigen keine signifikanten beobachteten Trends bei der weltweiten tropischen Wirbelsturmfrequenz während des letzten Jahrhunderts und es ist ungewiss, ob ein berichteter langfristiger Anstieg der tropischen Wirbelsturm-Frequenz robust ist, nach Berücksichtigung der letzten Änderungen in den Beobachtungs-Möglichkeiten.“

Außertropische Zyklonen
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220: “In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low. There is also low confidence for a clear trend in storminess proxies over the last century due to inconsistencies between studies or lack of long-term data in some parts of the world (particularly in the SH). Likewise, confidence in trends in extreme winds is low, owing to quality and consistency issues with analysed data.”
Übersetzung: “Zusammenfassend ist das Vertrauen in große Änderungen in der Intensität extremer aussertropischer Zyklone seit 1900 gering. Es gibt auch [nur] ein geringes Vertrauen für einen klaren Trend bei Sturm-Proxies wegen Inkonsistenzen zwischen den Studien oder wegen dem Fehlen von Langzeitdaten des letzten Jahrhunderts in einigen Teilen der Welt (vor allem auf der Südhemisphäre). Ebenso ist das Vertrauen in Trends in extreme Winde niedrig, wegen der Qualität und wegen Konsistenz-Problemen mit den analysierten Daten.“

Dürren
IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50: ”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”
Übersetzung: “Es besteht ein geringes Vertrauen im globalen Maßstab beobachteten Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlag), aus Mangel an direkten Beobachtungen, Abhängigkeiten von abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl und wegen geographischer Unstimmigkeiten in den Trends.“
sowie
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 215: “In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global scale observed trend in drought ordryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.”
Übersetzung: „Zusammenfassend kommt die aktuelle Bewertung zu dem Schluss, dass es zur Zeit nicht genug Hinweise und [nur] ein geringes Vertrauen in einen beobachteten globalen Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlägen) gibt, aus Mangel an direkten Beobachtungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts, geographischen Inkonsistenzen in den Trends und Abhängigkeiten der abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl. Auf Basis aktualisierter Studien waren die AR4-Schlußfolgerungen bezüglich global zunehmender Trends an Dürre seit den 1970er Jahren wahrscheinlich übertrieben. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Häufigkeit und Intensität von Dürre im Mittelmeerraum und Westafrika sich erhöhen könnte und im Zentrum von Nordamerika und Nordwest-Australien seit 1950 abnehmen könnte.“

Überflutungen
IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 112: ”There continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale over the instrumental record.”
Übersetzung: “Es besteht weiterhin ein Mangel an Beweisen und deshalb ein geringes Vertrauen in Bezug auf Trend-Anzeichen in Bezug auf Größe und / oder Häufigkeit von Überschwemmungen auf globaler Ebene der Instrumenten-Aufzeichnungen.“

Hagel und Gewitter
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.”
Übersetzung: „Zusammenfassend gibt es [nur] ein geringes Vertrauen in beobachtete Trends bei den Unwetter-Erscheinungen wie Hagel und Gewitter wegen historischen Daten-Inhomogenitäten und Unzulänglichkeiten bei der Systemüberwachung.“

IPCC Zusammenfassung
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”
Übersetzung: “Es gibt [nur] begrenzte Anhaltspunkte zu Änderungen bei Extremereignissen, die mit anderen Klimavariablen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.“

Nachtrag
Es ist bemerkenswert, dass alle diese Zitate und Aussagen in der 28-seitigen deutschen Fassung des Summary for policymakers (hier) fehlen!

Quellen

[1] VHS Hannover, Ausstellung vom 8. März bis 6. April 2017 im Foyer der Volkshochschule Hannover: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel

[2] EIKE 18.04.2017: Leidet Simbabwe nur unter dem Klimawandel? Teil 2
EIKE 17.04.2017: Leidet Simbabwe nur unter dem Klimawandel? Teil 1

[3] EIKE 12.07.2016 : Klimazombis, die nicht sterben dürfen, wie der Poopó-See in Bolivien

[4] Broschüre zur VHS-Ausstellung: WIR ALLE SIND ZEUGEN – MENSCHEN IM KLIMAWANDEL

[5] Action Solidarité Tiers Monde (ASTM): FROM OVERCONSUMTION TO SOLIDARITY

[6] EIKE 25.04.2017: Wo Klimaschutzprogramme bestimmen, spielen Sinn und Geld überhaupt keine Rolle mehr

[7] Quelle der Übersetzungen: EIKE 09.12.2015: Pinocchiopresse? Lügenpresse? Die deutschen Medien und ihre „Klimakatastrophen“

http://eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/pinocchiopresse-luegenpresse-die-deutschen-medien-und-ihre-klimakatastrophen/

[8] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

[9] EIKE 01.04.2016: PIK-Alarmmeldung: „Meeresspiegelanstieg: Zu groß zum Wegpumpen“, er könnte bis 2100 um 1,3 m steigen

[10] Michael Börngen: Wasserkatastrophen in historischer Sicht

[11] Undine: Das Eishochwasser 1784 im Elbegebiet

[12] Brücken-Homepage www.bernd-nebel.de: Die Karlsbrücke

[13] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?

[14] ScienceScepticalBlog, 9. April 2009: Beschleunigt sich der Anstieg der Meeresspiegel?

[15] EIKE: Der Große Schwindel mit dem Meeresspiegel – Es gibt keinen alarmierenden Anstieg des Meeresspiegels!

[16] Professor Nils-Axel Mörner: SEA LEVEL IS NOT RISING

[17] Professor Nils-Axel Mörner: 2010a SEA LEVEL CHANGES IN BANGLADESH NEW OBSERVATIONAL FACTS

[18] Michael R. Toomey at al.: Reconstructing mid-late Holocene cyclone variability in the Central Pacific using sedimentary records from Tahaa, French Polynesia

[19] VHS: Lösungen zu Arbeitsbogen 10.-13. Jahrgang und BBS

[20] Klimaretter.Info: „Riesenjubel und Riesenwiderspruch

[21] Center for Water Environment Studies, Ibaraki University, Hitachi, Ibaraki 316-8511, Japan, By Mohammed Fazlul Karimand Nobuo Mimur: SEA LEVEL RISE IN THE BAY OF BENGAL: ITS IMPACTS AND ADAPTATIONS IN BANGLADESH

Geography and Ecosystem Analysis, Lund University, Sweden 2Department of Civil Engineering, Chittagong University of Engineering & Technology, Chittagong4349, Bangladesh, Cansu Karsili at al.: SEA-LEVEL EXTREMES AND CHANGE- Example of BANGLADESH

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12 Kommentare

  1. Provinz ist dort, wo Schullehrer die Intellektuellen sind.
    Provinz ist dort, wo die VHS Forschung betreibt.
    Du bist Klimawandel.

  2. Wie umfangreich man doch berichten muss, nur um von da so Zeugen die Aussagen zu widerlegen.
    ZU dann zu sagen können
    :Du sollst kein falschen Zeugnis reden wider Deinem Nächsten.
    Doch geht ja klar dem Übernächsten

  3. Da es nach Ihren Ausführungen keinen Klimawandel gibt, schon gar nicht von Menschen verursacht, würde mich eine Erklärung zum Gletscherschwund in den Alpen interessieren. Danke.
    Helmut Handler-Kunze

    • Niemand der klar im Kopf ist und seine fünf Sinne beisammen hat, hat hier jemals den Klimawandel „geleugnet“.
      Sie werden auf diesem Blog niemanden finden der dies tut.
      Und zum Thema Gletscher ist hier soviel erschienen, dass es nicht lohnt alle Beiträge hier aufzuzählen. Machen Sie sich die geringe Mühe und geben Sie das Suchwort „Gletscher“ in die Suchleiste rechts oben ein. „Da werden Sie geholfen“.
      Kurz zu den Alpen. Deren aktueller Rückgang begann etwa um 1830 bis 1850. Früher taten sie das auch häufiger (Hannibals Zug über die Alpen!, vergessen?). Also weit vor jedem Anstieg der heutigen CO2 Konzentration?
      Was nun? Geheimnisvolle Rückwirkung in Raum und Zeit postulieren? Oder die Einsicht akzeptieren, dass es wohl natürlichen Klimawandel geben muss.

      • Hannibal ist mit den Schnee-Elephanten über die Alpen gezogen. Diese sind leider durch den antropogenen Klimawandel bereits um anno 1800 ausgestorben. Das waren die ersten Opfer von J. Watt’s Dampfmaschine….

    • Lieber Hr. Handler-Kunze,

      das Thema „Gletscherschwund“ hatten wir doch schon einmal diskutiert. Ich hatte Ihnen auch zwei Kapazitäten auf diesem Gebiet benannt. Die Professoren Gernot Patzelt (Oesterreich) und Schlüchter (Schweiz) haben dazu doch in leicht fasslicher Form und vor allem mit überzeugenden Beweisen dokumentiert den Nachweis erbracht, dass im Alpenraum „insgesamt nahezu zwei Drittel der letzten 10.000 Sommerhalbjahre so warm oder wärmer als die gegenwärtigen Verhältnisse“ waren (Zitat Prof. Patzelt, aus „Die nacheiszeitliche Klimaentwicklung in den Alpen im Vergleich zur Temperaturentwicklung der Gegenwart“, ISBN 978-3-940431-34-9. Und Gletscher schrumpfen nur im Sommerhalbjahr, im Winter wachsen sie, wie Sie ja sehr wohl wissen.

      Warum haben Sie sich damit nicht beschäftigt? So langsam kommen mir Zweifel an der Ernsthaftigkeit Ihrer behaupteten Diskussionsbereitschaft.

      Mfg

    • „Da es nach Ihren Ausführungen keinen Klimawandel gibt, schon gar nicht von Menschen verursacht, würde mich eine Erklärung zum Gletscherschwund in den Alpen interessieren.“

      Und mich eine Erklärung zur röm. Warmzeit, mittelalterlichen Warmzeit,
      usw..
      Diese haben Sie sicherlich parat, lieber suchoi7.
      Lassen Sie uns an Ihrem Wissen teilhaben…

    • Herr Handler-Kunze,
      die Pasterze hat 2015 nach Jahrtausenden einen Baumstamm freigegeben (einfach googeln):
      „..Pasterze gibt nach tausenden von Jahren einen meterlangen Baumstamm frei“
      D.H. vor Jahrtausenden war die Pasterze kleiner als heute.
      Und noch etwas: „..Seit Beginn der Nacheiszeit vor etwa 11.500 Jahren war die Pasterze nie größer als beim letzten Hochstand von 1852 bis 1856, jedoch schon öfters deutlich kleiner als heute…“
      Noch Fragen?
      PS: DAS(!) ist der Klimawandel – Nix antropogen.

    • Googeln Sie einfach zu: EIKE: Fakten zu Gletscherschwund und Co.
      da werden Sie geholfen.
      Wurde von mir damals mit viel Rechercheaufwand und vielen Darstellungen erstellt, bestimmt auch für Sie interessant.

  4. Wunder brauchen Augenzeugen, das ist nichts neues.
    http://www.br.de/themen/religion/fatima-portugal-wunder-maria-100.html
    ….
    Vor 100 Jahren war Fatima ein unbedeutendes Nest im Westen Portugals. Doch dann wurden 70.000 Menschen Zeugen eines außergewöhnlichen Naturschauspiels, dem sogenannten Sonnenwunder, das drei Monate zuvor von drei Hirtenkinder angekündigt worden war. Papst Franziskus wird zum 100. Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima am 12. Mai nach Portugal reisen.
    …..
    Die Klimakirche braucht auch „Augenzeugen“ um das Wunder der Erderwärmung durch CO2 zu veranschaulichen. Das Stück ändert nicht, nur die Kulissen wechseln mit den Generationen. Heute spielt das Schmierentheater eben vor der Öko-Kulisse….

  5. Es ist schlimm anzusehen, wie die Deutschen Medien und Regierung die Aufklärung des Menschen wieder in ein Zeitalter des Glauben von Religionen und Sekten zurückdreht….Wissen wird zum Glauben, Mehrwert zum MInderwert, Haushalten zum Schuldendienst, Leistung zur Faulheit usw.

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