EPA ist angefragt, eine Säule von Obamas Klima-Agenda zu entkräften

Bernd Kasper, pixelio.de Frühling - Ganz in gelb, aber gefährlich

Michael Bastasch
Die Umweltbehörde EPA hat zwei Petitionen erhalten, die um offizielle Überprüfung einer Regulierungsanweisung bitten, die als kritische Hebelwirkung für die Obama-Regierung diente, um die globalen Erwärmungsvorschriften zu erlassen.

Zwei Gruppen – Competitive Enterprise Institute (CEI) [US-amerikanischer, politisch konservativer, libertärer Think Tank, tritt für freie Märkte ein] und der Concerned Household Electricity Consumers Council (CHECC) [Verbraucherschützer] – beantragen, das EPAs 2009er Studie „Umweltgefahren“, mit neuen Beweisen aktualisiert werden sollte, die die vorherige Behauptung der Agentur, Treibhausgase bedrohen die öffentliche Gesundheit, entkräftet.

CEI hat seine Petition Ende Februar eingereicht, aber nicht veröffentlicht. Sam Kazman, Leiter der Rechtsabteilung von CEI,  sagte dem Daily Caller, dass Trump eine schwierige Zeit haben wird, die EPA-globalen Erwärmungsbestimmungen zurückzusetzen, ohne die „Gefährdungsfindung“ zu entkräften. „Ich denke, sie werden eine Menge Ärger mit den anderen Dingen haben, die sie machen wollen, auch ohne die Gefährdungsfindung anzukratzen“.

CHECC verschickte seine Petition an EPA am 20. Januar, noch während Trumps Amtseinführung. CHECC veröffentlicht ihre Petition jetzt zusammen mit CEI, um die Trump-Regierung zu drängen, die „Gefährdungsfindung“ zu überprüfen, auch im Rahmen des Dekrets zum Zurückrollen der globalen Erwärmungs-Politik der Obama-Ära.

Die Petition von CHECC beruht auf einer Studie von 2016, dass „nicht festgestellt werden kann, dass die stetig ansteigenden atmosphärischen CO2-Konzentrationen einen statistisch signifikanten Einfluss auf eine der 13 kritischen, wichtigen Temperatur-Zeitreihen-Daten analysiert haben.“ [ich bin mir nicht sicher, was genau damit gemeint ist, möglicherweise diese in 2000 veröffentlichte Studie, Eischeid et.al. „Temperatur und Niederschlag USA“, der Übersetzer]

„In Summe sind alle drei Zeilen der Beweise, die von EPA ausgewiesen wurden, um die Erwärmung den menschlichen Treibhausgasemissionen zu zuschreiben, ungültig“, liest sich in CHCCs Petition. „Die darauf basierende Gefährdungsfindung selbst, ist daher ungültig und sollte überdacht werden.“

Eines der Beweismittel der EPA war auf die Existenz eines „tropischen Hotspots“ ausgelegt, in dem die globale Erwärmung am deutlichsten wäre. Klimamodelle haben vorhergesagt, dass es eine erhöhte Erwärmung in der tropischen Troposphäre geben würde.

CHECCs Studie von 2016 – von Wirtschaftswissenschaftler James Wallace, Klimatologe John Christy und Meteorologe Joseph D’Aleo – fanden, dass der tropische Hotspot “ in der realen Welt einfach nicht existiert.“

Die Co-Autoren fanden heraus, dass, sobald El Ninos und andere natürliche Faktoren berücksichtigt wurden, „es keine Rekord-Erwärmung“ gibt, über die man besorgt sein müsste.“

„Diese Analysenergebnisse scheinen sehr, sehr wenig Zweifel zu lassen, dass EPAs Anspruch auf einen Tropical Hot Spot (THS), verursacht durch steigende atmosphärische CO2-Werte, einfach nicht in der realen Welt existiert“, so CHECCs 2016-Studie.

Die EPA hat im Jahr 2009 ihre Gefährdungssuche für sechs Treibhausgase einschließlich Kohlendioxid veröffentlich und zitiert drei Beweise, um die Emissionen von Fahrzeugen zu bannen, welche [danach] sowohl die öffentliche Gesundheit als auch das öffentliche Wohlergehen der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen gefährden.

Diese Ausarbeitung erlaubte es der Obama-Regierung, eine aggressive Agenda voranzutreiben, um die Treibhausgasemissionen von Fahrzeugen, Kraftwerken und anderen Industrieanlagen zu reduzieren.

Obamas „Klimaplan“ kulminierte im EPA Clean Power Plan (CPP), der die Kohlendioxidemissionen aus neuen und bestehenden Kraftwerken begrenzt. Es wird erwartet, dass die Regel Kohlekraftwerke und Minen zwingen wird, ihren Betrieb einzustellen.

Achtundzwanzig Staaten und Dutzende von unternehmerischen und konservativen Gruppen verklagten die EPA, es mit dem CPP übertrieben zu haben. Der Oberste Gerichtshof hat im Jahr 2016 auf Beibehaltung des CPP entschieden, aber die Bundesgerichte die [legale] Rechtmäßigkeit der Verordnung nicht bestätigt.

Trump erließ im März ein Dekret, um eine Säule von Obamas globaler Erwärmungspolitik zurückzusetzen, einschließlich des CPP. Trumps Auftrag schloß auch Bundesverordnungen über Fracking und Obamas Klima-Richtlinien ein.

EPA hat bereits den Prozess der Überprüfung des CPP begonnen, der Monate oder sogar Jahre dauern könnte. Auch ohne dass eine zugrunde liegende Gefährdung gefunden werden kann, sagte Kazman, ist EPA noch immer gesetzlich verpflichtet, eine Art Regulierung für Treibhausgase zu erteilen.

Umweltschützer könnten EPA verklagen, um sie zu zwingen, den CPP zu ersetzen, wenn die Trump-Administration die Regel erfolgreich absetzt. Gleiches gilt für andere EPA-Vorschriften, die sich auf die Gefährdungsfindung stützen.

„Forderungen, die ganz auf der Gefährdungsfindung beruhen“, sagte Kazman. Er sagte nicht, welche Aktionen CEI unternehmen würde, wenn EPA entschied, die aktuelle Gefährdungsfindung so stehen zu lassen. Aber er deutete an, dass dann die Gruppe einen Blick auf unsere Optionen werfen wird.

EPA hat bislang nicht mitgeteilt, ob es die Gefährdungsfindung einem Review  unterzieht oder nicht, aber Scott Pruit, neu ernannter Leiter der EPA, war Teil der Koalition der Bundesstaaten, den CPP aufzuheben, während seiner Zeit als Generalstaatsanwalt in Oklahoma.

Pruitt kam vor kurzem unter Beschuss, weil er sagte, dass Kohlendioxid nicht der Hauptschuldige für die moderne globale Erwärmung sein kann.

„Nein, ich würde nicht zustimmen, dass CO2 der primärer Antreiber der globalen Erwärmung ist, die wir sehen“, sagte Pruitt der CNBC Anfang März.

Erschienen auf The Daily Caller am 10.04.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/04/10/exclusive-epa-asked-to-invalidate-a-pillar-of-obamas-climate-agenda/

 

Auch andere Online Seiten bringen diese Story

http://manhattancontrarian.com/blog/2017/4/11/its-time-for-epa-to-reconsider-and-rescind-the-endangerment-finding

http://acta.us/growls/2016/09/where_oh_where_is_the_science.html

 

Hier die Studie zu Hot Spot, in Bezug auf die EPA

https://thsresearch.files.wordpress.com/2016/10/ef-cpp-sc-2016-data-ths-paper-ex-sum-101416.pdf

 

 

Als Service für unsere (neu hinzu gekommenen) Leser, einige der Berichte auf Eike, Stichwort „Hot Spot“

2010, Juli Klimamodelle und Messungen stimmen nicht überein? Kein Problem! Wo man einen “Hot Spot” bei null Grad finden kann

2013, Oktober Wärmepotential tropischer Zyklone – alles hängt von der Präsentation ab

2014, August Neue Studie – Vergleich: Modell mit Beobachtungen in der tropischen Troposphäre

2015, Mai 22 sehr unbequeme Klima-Wahrheiten

2017 März Warum der fehlende Hotspot von John Christy eine Rolle spielt

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2 Kommentare

  1.  
    Es geht nicht um Erkenntnisse, Wahrheiten, Messungen usw.
    Allein der Wähler gibt den Freifahrtschein zum Abzocken.
    Vielleicht hat es noch keiner gemerkt. Die Grünmaschinerie ist gerade so richtig in Fahrt. Lügen werden mit Dreistigkeit, ja Aggression vorgetragen und das immer häufiger. Egal ob Radio (höre ich während der Autofahrt), Fernsehen oder Internet, die Desinformation ist gigantisch geworden. Man erschreckt sich schon, wenn jemand ganz zaghaft diesen Lügen-Konsens in Frage stellt.
    Vor langer Zeit habe ich das Magazin „Der Spiegel“ abbestellt. In einer Arztpraxis bekam ich gerade das Blättchen, im wahrsten Sinne des Wortes, in die Hand. So dünn war das „Magazin“ noch nie.
    Thema?
    Ist doch klar.
    Der Klimawandel mit seiner Energiewende.
    Jetzt bin ich erst einmal wieder richtig gut belehrt worden. China beendet seine geplanten Kohlekraftwerk-Projekte. Ja, es werden auch Kohlekraftwerke geschlossen. Der immense wirtschaftliche Aufschwung des Landes, unterstützt durch Deckung des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien, ist beschlossen und nicht aufzuhalten. Es wurden insbesondere Windkraft und Solaranlagen hervorgehoben. Hier werden Behauptungen aufgestellt, teilweise aus dem Zusammenhang gerissen, die dem Leser nicht andeutungsweise Zweifel aufkommen lassen. Das neue Wirtschaftswunder.
    Die Konsumenten der „freien Presse“ sind die Wähler. Da fertige Lösungen, auch wenn gelogen, angeboten werden, ist das Ergebnis der nächsten Wahlen auch schon fertig.
    Das ist vorhersehbar. Ein Schrecken ohne Ende. Der Kuchen ist schon aufgeteilt.
    Die USA sind nicht Deutschland/Europa und ob der Trend zu realistischen Betrachtungsweisen anhält, steht in den Sternen.
    Sterne? Frag den Lesch! 🙂

     

  2.  

    Beim letzten Link handelt es sich um einen Beitrag von Eric Worrall. Unser Übersetzer Chris Frey hatte mir diesen Beitrag gezeigt. Danke an den Übersetzer Herrn Demmig, dass er diesen Link genannt hat. Dass amerikanische Autoren einen ganz simplen Zusammenhang offenbar nicht kennen, ist für mich ein Ärgernis!

     

    Ich hatte da ausgeführt, wie einfach es ist, ganz ohne Radiosonden und Ballonaufstiege nach dem „Hotspot“ zu spüren. Dieser Beobachtungen bedarf es nämlich gar nicht. Man muss sich dazu doch nur mal anschauen, warum überhaupt Gewitter entstehen.

     

    Sie bilden sich, wenn der vertikale Temperaturgradient (Abkühlung mit zunehmender Höhe) ein bestimmtes Maß überschreitet. Ein wie auch immer gearteter „Hotspot“, also Erwärmung in höheren Schichten der Troposphäre über dem Äquator, hätte sofort eine Stabilisierung der Troposphäre zur Folge, sprich die Gewittertätigkeit an den Tropen würde signifikant und um die ganze Welt abnehmen oder sogar ganz verschwinden.

     

    Um das zu verfolgen, reicht es völlig, Satellitenbilder von den Tropen zu betrachten. Sie kommen jede halbe Stunde, Tag und Nacht! Eine Abnahme der Gewittertätigkeit allgemein würde sofort auffallen.

     

    Aber nichts dergleichen wird beobachtet, nicht einmal ansatzweise! Die tropische Konvektion folgt seit Jahr und Tag dem bisherigen Muster!

     

    Eine wie auch immer geartete Erwärmung höherer Luftschichten über dem Äquator ist somit auszuschließen – ganz egal, wie viele Ballone wie oft aufsteigen.

     

    Was soll also der ganze Mumpitz um diesen „Hotspot“? Als Synoptiker hat mich dieser Aspekt schon von Anfang an geärgert.

     

    Die Satellitenbilder sind vielfach im Internet einsehbar. Jeder kann sich selbst von der tropischen Gewittertätigkeit überzeugen!

     

    Nur offenbar die ach so gerühmten „Klimawissenschaftler“ nicht!

     

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

     

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