Warum sich Wissen­schaftler bzgl. globaler Erwärmung uneins sind

Craig Idso, Robert M. Carter (1942-2016), S. Fred Singer
Anstatt sich ausschließlich auf das IPCC hinsichtlich wissenschaftlicher Ratschläge zu verlassen, sollten Politiker vielmehr nach Informationen von unabhängigen Nicht-Regierungsorganisationen und Wissenschaftlern trachten, die frei sind von finanziellen und politischen Interessenkonflikten.
Unten stehende Summary ist dem Kapitel ,Schlussfolgerungen‘ der Broschüre entnommen. Das PDF derselben ist hier gratis zu lesen. Man kann auch eine Ausgabe vom Heartland Store kaufen. Eine Zusammenstellungen von Begutachtungen gibt es hier, und eine weitere, neu eingerichtete Site mit weiteren Informationen zu der Broschüre hier.

Im Jahre 2017 hat das Heartland Institute rund 200.000 Exemplare der zweiten Ausgabe der Broschüre an Lehrer im Bereich Naturwissenschaften an Colleges in den gesamten USA gesandt. Der Begleitbrief dazu steht hier.

Am 3. April 2017 hat der Präsident des Heartland Institutes Joseph Bast eine Erwiderung auf eine Presseerklärung abgegeben, welche von den Abgeordneten der Demokraten Raul Grijalva (Arizona), Eddie Bernice Johnson (Texas) und Bobby Scott (Virginia) verfasst worden war. Diese hatten den Lehrern empfohlen, die Broschüre in die Tonne zutreten, ohne sie überhaupt angeschaut zu haben.

[Diese Erwiderung folgt unten ebenfalls in deutscher Übersetzung.]

Am 4. April schrieb Bast eine weitere Erwiderung an die liberalen Demokraten, welche die vielfältige unberechtigte Kritik in deren Verlautbarungen dazu ansprach.

[Einschub des Übersetzers: Auch diese Erwiderung folgt unten in deutscher Übersetzung. Das Ganze ist ein Musterbeispiel dafür, wie man verbohrten, Lügen verbreiteten Ideologen entgegentreten kann – und auch dafür, zu welchen verzweifelten Mitteln diese Ideologen inzwischen greifen müssen, um für sie zu retten, was wohl nicht mehr zu retten sein wird {hoffentlich!}.

Ende Einschub]

Das wichtigste, oftmals aber übersehene Faktum über die Klimawissenschaft ist, dass sich Wissenschaftler hinsichtlich der umweltlichen Auswirkungen der Verbrennung fossiler Treibstoffe auf das globale Klima sehr uneins sind. Es gibt keine Umfrage oder Studie, die einen „Konsens“ hinsichtlich der wichtigsten wissenschaftlichen Themen zeigt – trotz aller Behauptungen des Gegenteils seitens der Befürworter.

Wissenschaftler sind sich uneins über die Gründe und Konsequenzen des Klimas, und zwar aus vielen Gründen. Klima ist ein interdisziplinäres Studienobjekt, welches Forschungen in vielen Bereichen erfordert. Nur sehr wenige Gelehrte haben einen Master in mehr als ein oder zwei dieser Disziplinen. Fundamentale Unsicherheiten ergeben sich aus unzureichenden Beweisen aus Messungen, unterschiedlichen Ansichten darüber, wie man die Daten interpretieren muss und welche Parameter in die Modelle eingehen sollten. Das IPCC, gegründet, um Forschungsergebnisse über den menschlichen Einfluss auf das globale Klima aufzufinden und zu verbreiten, ist keine glaubwürdige Quelle. Es ist von einer Agenda getrieben; eine politische und kaum eine wissenschaftliche Institution, und Einige werfen ihm vor, korrupt zu sein. Und schließlich können Klimawissenschaftler, wie alle Menschen, in eine bestimmte Richtung gezogen werden. Unter den Gründen hierfür sind Karrierestreben, das Trachten nach Forschungsgeldern, politische Standpunkte und falsche Bestätigungen [confirmation bias].

Der möglicherweise einzige einzige „Konsens“ unter den Klimawissenschaftlern ist, dass menschliche Aktivitäten sich auf das lokale Klima auswirken können [z. B. in großen Städten? Anm. d. Übers.] und dass sich die Summe derartiger lokaler Auswirkungen hypothetisch so akkumulieren kann, dass ein messbares globales Signal herauskommt. Die noch zu beantwortenden Schlüsselfragen jedoch sind, ob das menschliche anthropogene Signal stark genug ist, um überhaupt gemessen werden zu können, und falls ja, ob dieser Umstand zu einer gefährlichen Änderung außerhalb der natürlichen Variabilität führt oder wahrscheinlich führen kann. Über diese Fragen ist eine energische wissenschaftliche Debatte im Gange, die sich in vielen begutachteten Beiträgen in Wissenschaftsjournalen niederschlägt.

Im Widerspruch zur wissenschaftlichen Methode geht das IPCC davon aus, dass dessen implizite Hypothese – nämlich dass aufgrund menschlicher Treibhausgas-Emissionen eine gefährliche globale Erwärmung resultiert oder resultieren wird – richtig ist und dass die einzige Pflicht des IPCC darin besteht, dafür Beweise zu sammeln und plausible Argumente zugunsten der Hypothese zu formulieren. Es ignoriert einfach die Alternative und die Null-Hypothese, welche vielfach durch empirische Forschungen gestützt werden, dass gegenwärtig beobachtete Änderungen der globalen Klima-Indizes sowie die physikalische Umgebung das Ergebnis der natürlichen Variabilität sind.

Die Ergebnisse der globalen Klimamodelle (GCMs), auf die sich das IPCC stützt, sind nur so zuverlässig wie die in sie eingehenden Daten und Theorien. Die meisten Klimawissenschaftler stimmen darin überein, dass diese Daten erheblich unzulänglich sind und die IPCC-Schätzung der Klimasensitivität von CO2 viel zu hoch ist. Wir schätzen, dass eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes vom vorindustriellen Niveau (von 280 auf 560 ppm) lediglich zu einem Strahlungsantrieb der Temperatur von 3,7 W/m² in der unteren Atmosphäre führen wird, das bedeutet etwa 1°C Erwärmung prima facie. Die seit einiger Zeit ruhige Sonne und die Extrapolation solarer Zyklen in die Zukunft zeigen, dass es während der nächsten paar Jahrzehnte sehr gut zu einer planetaren Abkühlung kommen kann.

In gleicher Weise sind alle fünf Postulate oder Hypothesen des IPCC durch Beobachtungen in der realen Welt widerlegt, und alle fünf IPCC-Behauptungen, die sich auf unwesentliche Beweise stützen, sind gleichermaßen widerlegbar. Beispiel: Im Gegensatz zum IPCC-Alarmismus zeigt sich, dass weder die Rate noch die Größenordnung der Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts außerhalb der normalen Variabilität liegt. Auch war diese Erwärmung in keiner Weise ungewöhnlich im Vergleich zu früheren Epochen der irdischen Klimahistorie. In jedem Falle können derartige „Beweise“ nicht herangezogen werden, um eine Hypothese zu „beweisen“, sondern nur, um sie zu widerlegen. Das IPCC hat es versäumt, die Null-Hypothese zu widerlegen, der zufolge die jüngst beobachteten Änderungen der globalen Klima-Indizes und die physikalische Umgebung die Folge der natürlichen Variabilität sind.

Anstatt sich ausschließlich auf das IPCC als wissenschaftlichen Ratgeber zu verlassen, sollten die Politiker nach Ratschlägen von unabhängigen Nicht-Regierungs-Organisationen und Wissenschaftlern trachten, die frei von finanziellen und politischen Interessenkonflikten sind. Die Schlussfolgerung des NIPCC, gezogen aus einer extensiven Begutachtung aller wissenschaftlichen Beweise, lautet, dass jedweder menschliche Klima-Einfluss innerhalb der Hintergrund-Variabilität des natürlichen Klimasystems liegt und nicht gefährlich ist.

Angesichts derartiger Fakten muss die umsichtigste Klimapolitik eine sein, die sich auf Extremwetterereignisse vorbereitet und sich an diese anpasst, nebst deren Änderungen aus welchen Gründen auch immer. Planungen der Anpassung an zukünftige gefährliche Klima-Ereignisse und -Änderungen sollten so zugeschnitten sein, dass sie zu den bekannten Raten, Größenordnungen und Risiken der natürlichen Änderungen passen. Einmal in Kraft gesetzt werden diese gleichen Pläne eine angemessene Reaktion sein auf jedwede vom Menschen verursachte Änderung, zu der es kommen kann oder auch nicht.

Politiker sollten dem Druck von Lobbygruppen widerstehen, Wissenschaftler ruhig zu stellen, welche die Autorität des IPCC in Frage stellen, für die „Klimawissenschaft“ zu sprechen. Der angesehene britische Biologe Conrad Waddington schrieb im Jahre 1941 (Waddington, C.H. 1941. The Scientific Attitude. London, UK: Penguin Books):

Es ist wichtig, dass Wissenschaftler bereit sein müssen dafür, dass sich ihre Lieblingstheorien als falsch herausstellen. Wissenschaft als Ganzes erlaubt es mit Sicherheit nicht, die Beurteilung von Fakten zu verzerren, nur um dem Gedanken zu genügen, wie es sein sollte oder was einer hofft, wahr zu sein“.

Dieses vorausschauende Statement verdient eine sorgfältige Beachtung seitens derjenigen, die weiterhin dem derzeit in Mode befindlichen Glauben huldigen, dass menschliche CO2-Emissionen eine gefährliche globale Erwärmung verursachen – trotz starker empirischer Beweise für das Gegenteil.

Striche

Hier folgt ein Video mit einer Rede des Präsidenten des Heartland Institutes Joseph Bast über die Broschüre am 9. März 2016 im Andrew Breitbart Freedom Center von Heartland:

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Link: https://www.heartland.org/publications-resources/publications/why-scientists-disagree-about-global-warming

Striche

Hier die erste Erwiderung von Heartland vom 3. April 2017:

Presseerklärung: Präsident des Heartland Institutes antwortet den Abgeordneten Grijalva, Johnson und Scott

Joseph Bast

„Ist dies ein verspäteter Aprilscherz? Falls nicht, sollte es das sein. Dies ist urkomisch!“ – Joseph Bast

Drei liberale Demokraten im US-Repräsentantenhaus sind heute zusammengekommen, um eine nicht profitorientierte Forschung und eine Bildungsorganisation zu verdammen, weil diese ihre Forschungsergebnisse an Schullehrer verschickt hatte.

Einer Presseerklärung zufolge haben die Demokratischen Abgeordneten Raul Grijalva (Arizona), Eddie Bernice Johnson (Texas) und Bobby Scott (Virginia) das Heartland Institute aufgefordert, seine Kampagne sofort einzustellen, und die Bildungsfunktionäre im ganzen Land, die gelieferten Materialien wegzuwerfen. Der wissenschaftliche Konsens, dem zufolge menschliche Emissionen den Prozess des Klimawandels verschlimmern, ist seit vielen Jahren weithin akzeptiert, auch vom Verteidigungsministerium.

Die folgenden Bemerkungen von Joseph Bast, dem Präsidenten des Heartland Institute, sind eine Erwiderung darauf:

Joseph Bast, Präsident, The Heartland Institute:

Ist dies ein verspäteter Aprilscherz? Falls nein, sollte es einer sein. Das ist urkomisch.

Das Heartland Institute ist eine seit 33 Jahren bestehende nichtkommerzielle Bildungsinstitution. Es sind die Verteilung von Forschungsergebnissen und Kommentaren zu Themen der öffentlichen Politik – wie Umweltschutz, in diesem Falle. Und nein, wir werden nicht damit aufhören, nur weil Sie nicht mit uns übereinstimmen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Grijalva das Heartland Institute und andere Organisationen und Personen verdammt hat, die es gewagt hatten, den so genannten „wissenschaftlichen Konsens“ zur globalen Erwärmung in Frage zu stellen. Im Jahre 2015 verschickte er Drohbriefe an die Arbeitgeber von einem halben Dutzend Wissenschaftler, deren Arbeit Behauptungen widersprach, wonach die globale Erwärmung vom Menschen verursacht und gefährlich ist. Dabei hat dies die rote Linie überschritten!

Wir sagen Ihnen, was wirklich vor sich geht. Das Heartland Institute verteilt Gratisexemplare seines jüngsten Buches Why Scientists Disagree About Global Warming an Lehrer, College-Professoren sowie zivile und industrielle Führer im ganzen Land. Man kann es hier gratis herunterladen.

Das Buch ist von drei herausragenden Klimawissenschaftlern geschrieben worden: Dr. Craig Idso, Dr. Robert M. Carter (1942–2016) und Dr. S. Fred Singer. Die Autoren nehmen auf das Sorgfältigste die Behauptung eines „wissenschaftlichen Konsens’“ unter die Lupe, dem zufolge der größte Teil des Klimawandels während der letzten 50 Jahre erfolgt war, dieser menschlichen Aktivitäten geschuldet ist und dass er in Zukunft gefährlich ist. Es wird enthüllt, dass diese Behauptung schlicht und ergreifend falsch ist: Es gibt keine Umfrage unter Wissenschaftlern oder eine Begutachtung von Literatur, welche einen solchen Konsens zeigen. In Wirklichkeit zeigen die zuverlässigsten Umfragen und Begutachtungen ein Vorherrschen von Skeptizismus.

Heartland verschickte das Buch an Lehrer zusammen mit einem Begleitbrief, in welchem sie aufgefordert werden, die „Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass die Wissenschaft in Wirklichkeit eben nicht settled ist. Falls das der Fall ist, wäre den Studenten besser gedient, sie wissen zu lassen, dass derzeit unter den Wissenschaftlern eine lebhafte Debatte im Gange ist darüber, wie stark der Einfluss des Menschen auf das Klima wirklich ist, und ob wir uns darüber Sorgen machen sollten oder nicht“. Das klingt ziemlich vernünftig, oder? Offensichtlich nicht jedoch für realitätsferne Demokraten in Washington D.C.

Am 8. November 2016 haben die Wähler einen Präsidenten gewählt, der sagt, dass die globale Erwärmung nicht die Krise ist, als die Präsident Obama und Umweltaktivisten sie dargestellt haben. Er sagte, dass er im Falle seiner Wahl den Krieg gegen fossile Treibstoffe beenden, die EPA in die Schranken weisen und einer Pro-Energie, Pro-Umwelt und Pro-Arbeitsplätze-Agenda folgen werde. Er wurde gewählt – und die Demokraten flippen aus.

Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de

Mein Rat an Grijalvas und seine Kollegen lautet, dass sie ihren Kopf lang genug aus dem Sand holen, um das Buch zu lesen. Dann werden sie verstehen, warum Wissenschaftler, Wähler und jetzt der Präsident der USA allesamt glauben, dass die globale Erwärmung keine Krise ist. Es ist an der Zeit, vorwärts zu gehen und eine neue Fake-Krise zu finden, um Wähler zu ängstigen und Dollars für Kampagnen locker zu machen. Die Angst vor der globalen Erwärmung ist jedoch vorbei.

[Nun ja, hierzulande wird das wohl noch etwas dauern. Für Indoktrination sind die Deutschen wohl anfälliger als alle anderen Völker der Welt. Anm. d. Übers.]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/press-release-heartland-institute-president-replies-to-reps-grijalva-johnson-and-scott

Einschub des Übersetzers: Die Demokraten gaben natürlich keine Ruhe, so dass Bast sich genötigt sah, nur einen Tag später, also am 4. April, eine weitere Erwiderung auszugeben:

Demokraten im Weißen Haus liegen völlig falsch hinsichtlich des Buches von Heartland zu Klimawandel

Joe Bast

Man hat uns gefragt, ob wir mehr im Detail antworten können auf einige der Behauptungen in der gestern von Kongressmann Grijalva und zwei anderen liberalen Demokraten [Liberaldemokraten?] ausgegebenen Presseerklärung. Sie waren erbost über unsere Verteilung des Buches Why Scientists Disagree About Global Warming (und einer Begleit-DVD) an zehntausende Lehrer in der ganzen Nation. Okay.

In der Presseerklärung liest man:

Rechtsgerichtete Finanzierer einschließlich der Koch Brothers und Scaife Finanz-Netzwerke haben mit Millionen Dollar Projekte des Heartland Institute gefördert.

Heartland sammelt etwa 6 Millionen Dollar pro Jahr an Spenden und gibt diese wieder aus, und die meisten unserer Spender sind Konservative oder libertarians. Technisch ist das Statement also korrekt. Aber „die Kochs“ haben lediglich 25.000 Dollar an das Heartland Institute gespendet – direkt indirekt mittels „dunkler Geld-Kanäle“ oder in einem nachts unter der Tür durchgeschobenen Umschlag – einmal während der letzten 15 Jahre, und das war für ein Reformprojekt der Gesundheitsfürsorge. Sie haben niemals unsere Arbeit bzgl. Klimawandel unterstützt. Wir werden zu Spenden-Ereignissen nicht eingeladen, und offensichtlich sind die Mitglieder ihres „Netzwerkes“ nicht in der Stimmung, uns zu unterstützen. Hier steht Weiteres zu dieser Ente. Seit über 20 Jahren hat die Scaife Foundation keinerlei Spenden gezahlt.

In der Presseerklärung wird des Weiteren behauptet:

Die Organisation hat zuvor Geld von dem Tabakriesen Philip Morris erhalten und dieses verwendet, um die Validität des Zusammenhangs zwischen Rauchen und Krebs in Frage zu stellen, neben Anderem.

Wir akzeptieren Spenden von Tabak-Unternehmen, aber nicht, „um die Validität der Forschung zu Rauchen und Krebs in Frage zu stellen“. Sie spenden an uns, weil sie unsere Opposition gegen hohe Steuern auf Tabakerzeugnisse und Raucherersatz wie E-Zigaretten teilen. Unsere Haltung zur Tabak-Regulierung ist Mainstream. Wir haben niemals die Tatsache angezweifelt, dass Rauchen Krebs verursacht. Was wir wie so viele andere Gelehrte gesagt HABEN ist, dass das Risiko seitens Aktivisten bzgl. öffentlicher Gesundheit übertrieben worden ist, um eine unfaire Besteuerung von Tabakwaren und Vorschriften für Raucher zu rechtfertigen. Besonders das Risiko des Passivrauchens ist übertrieben worden. Wir sind gegen Rauchverbote und hohe Steuern für Raucher aus libertären Gründen. Wir drängen Raucher aufzuhören, und wir verweisen auf E-Zigaretten als den effektivsten Weg aufzuhören. Daher drängen wir auch die Politiker, E-Zigaretten nicht durch zu hohe Steuern und zu viele Vorschriften aus dem Markt zu drängen. All dies erklären wir hier detailliert.

In der Presseerklärung wird ein „Richter an einem Bezirksgericht in Texas“ [a “Texas district court judge”] erwähnt, der mich gerügt hat. Jener Richter – ein realitätsferner* Liberaler, der möglicherweise auf der Gehaltsliste von Lehrergewerkschaften steht – rügte jeden Zeugen, der für die freie Schulwahl eintrat und in einem Falle der Bildungsfinanzierung aussagen sollte. In dem Fall war ich vorqualifiziert als ein Experte. Diese Kritik betrachte ich tatsächlich als hohes Lob. Meine Aussage steht hier und mein vollständiger Lebenslauf hier.

[*a wacknut liberal. Zu ,wacknut‘ siehe hier. Anm. d. Übers.]

In der Presseerklärung wird gesagt, dass sogar das Verteidigungsministerium „den Konsens anerkennt, dass anthropogene Emissionen den Prozess des Klimawandels verschlimmern“. Das ist falsch! Das Verteidigungsministerium versteht, dass Klimawandel, egal ob natürlichen oder anthropogenen Ursprungs, Implikationen für die Landesverteidigung hat, die untersucht und in Betracht gezogen werden müssen, wenn man die Verteidigung Amerikas plant. Niemand in dem Ministerium hat eine unabhängige Studie zu diesem Thema durchgeführt, niemand behauptet so etwas wie einen „Konsens“, und das Ministerium hat eindeutig klargestellt, dass es im Namen des „Kampfes gegen den Klimawandel“ keinerlei militärische Bereitschaft opfern werde.

Der Abgeordnete Scott behauptet, dass wir „einer falschen Agenda zur globalen Erwärmung Vorschub leisten“. Das ist falsch. Wir haben mehr objektive Forschungen zu den Gründen und Konsequenzen des Klimawandels durchgeführt als jede andere Denkfabrik in den USA und möglicherweise auf der ganzen Welt. Die vier Bände von Climate Change Reconsidered, geschrieben von fast 100 Wissenschaftlern und anderen politischen Experten, werden in über 100 begutachteten Journalen erwähnt und sind so viel beachtet, dass die Chinese Academy of Sciences die ersten beiden Bände ins Chinesische übersetzt und selbst veröffentlicht hat. Die Bände enthalten über 6000 begutachtete Studien und kommen zu dem Ergebnis, dass der Klimawandel keine Krise ist. Was ist daran „falsch“?

Der Abgeordnete Scott behauptet des Weiteren, dass „die Schulen unserer Nation nicht der geeignete Ort sind, um jene Agenda voranzutreiben“. Wirklich? Glaubt der Abgeordnete Scott, dass es unpassend ist, Al Gores Dokumentarfilm An Inconvenient Truth in öffentlichen Schulen zu zeigen? Dieser Film wurde von einem britischen Gericht als „Propaganda“ eingestuft und unterscheidet sich durch nichts von hunderten anderer alarmistischer Publikationen, Studienführern und Videos, die an K-12-Lehrer in den USA verteilt werden. Der einzige Unterschied unserer Arbeit zu den anderen Arbeiten ist, dass wir glauben, dass eine sorgfältige Durchsicht der Wissenschaft zeigt, die globale Erwärmung ist keine Krise. Das ist es, wogegen der Abgeordnete Scott ist, und nichts anderes.

In der Presseerklärung wird der Abgeordnete Grijalva mit den Worten zitiert „Kinder zu belügen über die Welt, in der wir leben, um Verschmutzern weiterhin Profite zu verschaffen, ist grausam“. Nein, „grausam“ handelt ein Kongressabgeordneter, wenn er bzgl. der Motive, der Finanzierung und der Qualität der Forschung einer nichtkommerziellen Organisation lügt, die nichts anderes tut als die Wahrheit zu sagen. „Grausam“ ist, dass die 5000 Spender an das Heartland Institute lächerlich gemacht und erniedrigt werden, nur weil sie einfach die Wahrheit vorherrschend sehen wollen in der öffentlichen Debatte über ein kompliziertes und schwere Konsequenzen nach sich ziehendes Thema.

Mr. Grijalva, bitte hören Sie auf, grausam zu sein!

Striche

Joe Bast

Joseph Bast is president and CEO of The Heartland Institute. Bast is the coauthor of 12 books, including Rebuilding America’s Schools (1990), „Why We Spend Too Much on Health Care“ (1992), „Eco-Sanity: A Common-Sense Guide to Environmentalism“ (1994), and „Education & Capitalism“ (2003). He is also the editor of the Climate Reconsidered Series and „Why Scientists Disagree About Global Warming“ (2015). His writing has appeared in Phi Delta Kappan, Economics of Education Review, Wall Street Journal, Investor’s Business Daily, The Cato Journal, USA Today, and many of the country’s largest-circulation newspapers.

Link: http://blog.heartland.org/2017/04/more-response-to-house-democrat-freak-out-over-heartland-climate-book-mailing/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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100 Kommentare

  1. Hallo Herr Werner Holtz, 20. APRIL 2017 UM 22:02,

    es fällt auf wann immer Sie konkret werden, werden auf der Gegenseite einfach nochmal irgendwelche Dingens abgetippt; echte Gegenargumente zu Ihren Ausführungen sind wohl nicht zu erwarten.

    MfG

    P.S. zu Ihrem Wert s2: könnten Sie mir Stichworte zur Herleitung aus der Astronomie geben (für mein Schatzkästchen), TIA.

    • @Alwin Bruno 25. April 2017 um 14:24

      Herr Alwin Bruno,

      Zitat: zu Ihrem Wert s2: könnten Sie mir Stichworte zur Herleitung aus der Astronomie geben (für mein Schatzkästchen)

      Diese Variable (s2) nennt sich auch Pseudo-Divergenz/Differential-Variable (quasi ein Änderungs-Mittelwert) und beschreibt die (bisher bekannten) Divergenzen (Exzentrizität, 11-jähriger Solaraktivitätszyklus, Milankovitch-Zyklus, Mond-Entfernungs-Änderungen, Rotationsperiodeänderungen usw.). Solche Pseudo-Divergenz/Differential-Variablen werden zum Beispiel auch für die reale Prozess-Betrachtung der Konvektion und Diffusion verwendet. Die Ermittlung der Werte ist sehr komplex, und meist nur mit erheblichem mathematischen Aufwand möglich. Zudem sind die einzelnen Parameter/Eigenschaften auch noch untereinander abhängig. Deshalb werden meist nur Approximationen zum Beispiel über die numerische Reihen-Entwicklung oder die Differenzen-Methode verwendet. Der Wert s2 = -0,482 bestimmt sich aus einer „quadratischen Approximation“ der Divergenzen. Solche Gleichungen sind für einen interessierten Laien und auch für „außenstehende Wissenschaftler“ nur schwer nachvollziehbar.

      Dazu passen eine andere Methode (ähnlich zur normierten Betrachtung aber besser nachvollziehbar) der Berechnung der „globalen Mittel-Temperatur“. Die Berechnung erfolgt aus der winkeltreuen Betrachtung der Energiebilanz der Erde mit Atmosphäre bei homogener Energie-Verteilung von Sonne->Erde(Oberfläche)->All, wobei die Bestrahlungsstärkeverteilung auf einer um die sekundäre passive Strahlungsquelle (Erd-Oberfläche) gedachten Kugeloberfläche (Kugelradius re) dA = re^2*sin(theta)*d(theta)*d(phi) ist.

      E(Sonne->Erde,theta)*d(theta) = (1-a)*sin(theta)*d(theta)*integral[re^2*S*cos(phi)*sin(theta)*d(phi)][-pi/2 bis pi/2] = (1-a)*2*re^2*S*[sin(theta)]^2*d(theta)

      E(Erde->All,theta)*d(theta) = (1-eta)*sin(theta)*d(theta)*integral[re^2*Se*d(phi)][0 bis 2pi] = (1-eta)*2pi*re^2*Se*sin(theta)*d(theta)

      Aus der Energiebilanz-Erhaltung E(Sonne->Erde,theta) = E(Erde->All,theta) folgt:
      Se = (1-a)/(1-eta)*S*sin(theta)/pi -> mit Se = e(s)*sigma*T^4 -> T = {(1-a)/(1-eta)*S*sin(theta)/[pi*e(s)*sigma]}^0,25

      Aus der Energiebilanz-Erhaltung E(Sonne->Erde,theta) = E(Erde->All,theta) folgt für die Erd-Oberflächentemperatur (Werte siehe vorhergehenden Blog-Artikel):
      T = {(1-a)/(1-eta)*S*sin(theta)/[pi*e(s)*sigma]}^0,25 = {(1-0,296)/(1-0,3636)*1361*sin(51,3)/[pi*0,96*5,67*10^-8]}^0,25 = 288K.

      Wie man sieht, die Energiebilanz-Erhaltung reicht völlig aus, um die „globale Mittel-Temperatur“ zu bestimmen. Einen wie auch immer gearteten „atmosphärischen Treibhauseffekt“ kann es deshalb nicht geben, er würde der Energiebilanz-Erhaltung widersprechen. Aus der Berechnung folgt, dass ein Energie-/Leistungsdichte-Input von ca. 744 W/m^2 nötig ist, um diese Energiebilanz-Erhaltung zu erfüllen.

      Mfg
      Werner Holtz

  2.  
    @ P Paula
     
    Sie halten den Schlüssel doch selbst in der Hand, Sie müssen ihn nur noch umdrehen, Zitat:
     
    Der Treibhauseffekt ist die einzige plausible Erklärung für die Erhöhung der Temperatur von -18°C (ohne Atmosphäre) auf reale 15°C. Das ist für mich Beweis genug.“ 
    (P Paula  24. April 2017 um 19:21)
     
    Die -18 Grad sind tatsächlich der einzige Beweis für den Treibhauseffekt. Und wenn diese -18°C auf einer fehlerhaften Berechnung beruhen, gibt es halt auch keinen Treibhauseffekt von 33 Grad mehr. Schließlich kann die Sonne ja nur die Tagseite der Erde erwärmen, daher auch der Faktor 2 an Stelle von 4 für die beteiligte Oberfläche im hemisphärischen S-B Ansatz.
     
    Zu den Begriffen „passiv bestrahlt“ und „künstlich erhitzt“:
     
    passiv bestrahlt: Ein kalter Körper erhält eine definierte Strahlungsmenge, welche Temperatur nimmt er dann an? (Strahlung gegeben, Temperatur gefragt – entspricht einer Inversion des S-B Experimentes und der theoretischen Berechnung einer Globaltemperatur)
     
    künstlich erhitzt: Dem Körper wird in einem Ofen eine undefinierte Energiemenge zugeführt. Im thermischen Gleichgewicht nimmt er dann die Temperatur des Ofens an und strahlt mit einer definierten Strahlungsmenge. (Temperatur vorgegeben, Strahlung gemessen – entspricht dem S-B Experiment)
     
    Mit freundlichen Grüßen  –  U. Weber
     

    • U. Weber 25. April 2017 um 13:32

      Zum Faktor 2 nochmal ein Zitat aus der von mir hier irgendwo verlinkten Diplomarbeit:

      Dabei entspricht die aufgenommene Strahlungsleistung derjenigen einer mit der Solarkonstante SE = 1, 37 kW/m2 bestrahlten Kreisfläche mit Erdradius RE = 6371 km.

      Die Solarkonstante ist einfach so definiert, dass sie auf die Kreisfläche der Erde anzuwenden ist. Bei gleichem Radius beträgt eine Kreisfläche 1/4 der Kugeloberfläche mit demselben Radius. Das ist wirklich trivial, pille palle. Wem langweilig ist, kann ja mittels Integralrechnung die Leistungsverteilung auf der Halbkugel (in der Mitte am höchsten, an den Rändern Null) aufsummieren. Das Ergebnis wird exakt das der Kreisfläche sein (wenn nicht, nochmal nachrechen!).
      Wenn ich Sie richtig verstehe, bestrahlen  sie die Halbkugel-Fläche mit der Solarkonstante und kommen so auf den doppelten, aber leider falschen Wert.
      Obige Begriffe würde ich einfach mit bestrahlen und erwärmen übersetzen.

  3. Hier mal was zum Thema „Glasscheiben Strahlung“…..

    1. Strahlt eine Glasscheibe von sich aus nicht. Eine Glasscheibe wird bestrahlt wie jeder andere Gegenstand auf dieser Erde auch. Eine Autoscheibe kann aus sich heraus nicht stralen bzw. Wärme entwickeln. Es braucht hierzu immer einer externen Energie-Strahlen-Wärmequelle wie zb. die Sonne oder ein Feuer.

     

    • Ebengenau ja!

      Und ein solches, durch Sonneneinstrahlung aufgeheiztes Auto eignet sich vortrefflich zu die Strahlungsleistung der Sonne am Erdboden zu messen aus eben eingetragener Energie pro Zeit zu erhöhten Temperatur der Luft im Auto.

      Wobei ja klar sein sollte, dass eine Wasserschale im Auto die Zeit zum Aufwärmen  verlängert, weil Energie  zum Verdunsten des Wassers aufgebraucht wird. Und eben mehr Materie aufgeheizt werden muss. Also eine dichtere Atmosphäre auf Temperatur gebracht werden.

      Je dichter diese wird, desto schlechter kann sie durchstrahlt werden. Siehe Wolken aus Wasser in der Atmosphäre.

      Wärmestrahlung aus der Sonne drngt dann nichtmehr bis zum Boden, oder  bis zum Wasserspiegel vor, ein Erwärmen ebendieser wird gemindert, die Strahlung wird gedämmt, oder gar von Wolken reflektiert: Womit ein weiteres Aufheizen der unter der Dunsdtschicht liegenden Atmosphäre verhindert wird.

      Die Atmosphäre kühlt die Erde!

      Beispielhaft zu sehen in Afrika am Äquator gegenüber der Sahara.

      • @Neulen Holger

        Kleiner Einwurf zu Thema Atmosphäre noch…auch eine Atmosphäre kann über ihren Dichtgehalt mal mehr und mal weniger einen „Gegenstand“ darstellen…ein „Gegenstand“ auf den die Strahlung der Sonne trifft und entsprechen einen Effekt (Atmospähren Effekt) auslöst….Wärme durch Reibung….oder als Prozess dargestellt…Strahlung-luftlerrer Raum-luftgefüllte Atmosmphäre-Reibung-Wandlung von Strahlung in Wärme…

        Eine Wolke wird auch nicht nur von unten sondern auch von oben erwärmt bzw. die Wassermolekühle werden von Oben durch die Strahlung angeregt und von unten wirkt die aufsteigende Wärme…die ja nichts anderes ist als Sonnenstrahlung die von der Erdoberfläche (Gegenstand) in Wärme umgewandelt worden ist.

        Die Wandlung von Strahlung in Wärme ist ein komplexes Thema. Vor allen wenn man soviele Umwandlungs(Reibungs)faktoren (Materie) von Dichte über Erde zu Wasser usw. hat…

        Weder  das Gas CO2 noch Methan spielen hier jedoch eine Rolle…da diese in viel zu geringer Konzentration vorkommen. Und hätte wir wirklich mal so eine große Konzentration an CO2 und Methan, dass diese Gase eine „Umwandlungsmaterie“ darstellen könnten…dann wären wir Menschen und viele Andere Lebenwesen schon längst ausgestorben.

        • Ja, und im Wesentlichen wird die Gegenständlichkeit aus dem Dasein von Wasser sowohl als Dampf oder flüssig oddr fest praktiziert. Zu Energie aus der Sonne zu transportieren, also um die Erde kühl zu halten.

          Auch zu Bestandteile der Luft CO2 ebendieser auszuwaschen. Ebendieses aus im Regenwasser ja gelöst sein durch ausdünsten an die Pflanzen zu bringen.

          Und auch Wasser  enstht bei fossiler Brennstoffe Verbrennung, beispielsweise Erdgas, also Methan CH4 wird zu CO2 und 2 Teile H2O

  4.  
    @P Paula
     
    Sie zitieren:Die vom Querschnitt der Erde aufgefangene Leistung wird auf die ganze Kugeloberfläche verteilt: [..] Die effektive Solarkonstante reduziert sich somit auf einen Viertel des Wertes.“
     
    Dieses Zitat beschreibt exakt die zugrundeliegende Fehlanwendung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes, wo die hemisphärisch wirksame Sonneneinstrahlung zur Berechnung einer Globaltemperatur über die gesamte Erdoberfläche gemittelt wird. Die ganz normale Lebenserfahrung sagt uns aber, dass die gemessene Temperatur im Tages- und Jahresverlauf der direkten Sonneneinstrahlung folgt.
     
    Diese Fehlanwendung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes wird hier bei EIKE ausführlich dargestellt:
     
    http://tinyurl.com/jb4zksj
     
    http://tinyurl.com/kk27mh7
     
    http://tinyurl.com/k8w5uam
     
    Mit freundlichen Grüßen  –  U. Weber
     

    • U. Weber 24. April 2017 um 15:59
      Danke für die Links!
      Mit den ersten beiden kann ich zwar nichts anfangen, aber der letzte scheint interessant und vor allem sehr mutig zu sein. Faktor 2 (Solarkonstante / 2 statt 4) – das ist doch endlich mal was!
      Leider kann ich momentan mit den Ausdrücken passiv bestrahlt und künstlich erhitzt überhaupt nichts anfangen. Die Versuchsanordnungen wirken auch etwas verwirrend und irgendwie unnötig kompliziert. Das muss ich mir irgendwann später nochmal anschauen.

    • U. Weber 24. April 2017 um 15:59
      Ich habe es mir nochmal angeschaut, allerdings ohne auch nur einen Schritt weiter zu kommen. Ich gebe es auf, ich verstehe nur Bahnhof.
      Gibt es vielleicht noch andere Erklärungen, warum das mit den -18/15°C nicht stimmen soll und die 33K Temperaturerhöhung durch irgend etwas anders als den (natürlichen und guten) Treibhauseffekt zustande kommen, leicht verständliche?

  5. Werner Holtz 23. April 2017 um 9:18 und Neulen, Holger 22. April 2017 um 15:17

    Zu meiner zugegeben missverständlichen Aussage mit der 1/4 bestrahlten Erdoberfläche habe ich doch hier 21. April 2017 um 17:51 schon erklärt, dass damit die effektive Leistungsaufnahme gemeint war.

    Obwohl in der Diplomarbeit in Wort und Bild schon bestens erklärt, hier noch ein weiterer Link, der das bestätigt (für eine ausführliche Herleitung ist es wohl zu trivial):
    https://wiki.math.ethz.ch/PAM/Waermeleitung#Sonneneinstrahlung
    Dort steht:

    Achtung: Die vom Querschnitt der Erde aufgefangene Leistung wird auf die ganze Kugeloberfläche verteilt: [..]
    Die effektive Solarkonstante reduziert sich somit auf einen Viertel des Wertes:

    Deshalb meine Bitte an Sie, Herr Holtz:
    Teilen Sie doch der ETH Zürich mit, dass sie irren und Sie und vielleicht noch das Klimamanifest-von-Heiligenroth das zweifelsfrei beweisen können. Denken Sie dabei an die nächste Nobelpreis-Verleihung!

    Hier ist dann übrigens noch ein Video, das den natürlichen Treibhauseffekt erklärt, und dabei ganz ohne absaufende Eisbären und rauchende Schlote auskommt:


     

    • „Hier ist dann übrigens noch ein Video, das den natürlichen Treibhauseffekt erklärt, und dabei ganz ohne absaufende Eisbären und rauchende Schlote auskommt“

       

      Nicht nur das.

      Es kommt auch ohne Beachtung der Hauptsätze aus:

      „Die Gegnstrahlung erwärmt den Boden“

      und

      die unseligen -18°C, hier bei Eike schon x-mal als Kenngröße widerlegt, feiern auch Auferstehung

      Also nur ein weiteres Propagandavideo der AGW-Lobby

      • Die Gegenstrahlung von der Windschutzscheibe erwärmt auch den Innenraum meines Autos. Steckt da etwa auch die AGW-Lobby dahinter oder ist es nur die Nettobilanz der Wärmestrahlung?

        • Die „Gegenstrahlung“ der Windschutzscheibe ist die therm. Eigenstrahlung eines Festkörpers einer bestimmten Temperatur.

          Im Auto-Treibhausfall dürfte die Scheibe deutlich kühler als der Innenraum bleiben.

          Eine Erwärmung des Innenraums durch die Abstrahlung der Scheibe ist daher ausgeschlossen

          • Ein richterger Besso Keks mal wieder:

            Eine Erwärmung des Innenraums durch die Abstrahlung der Scheibe ist daher ausgeschlossen

            Wenig Ahnung aber dicke Reden schwingen.

             

            MfG
            Ketterer
            ——————————————————————————-
            Bitte keine Beleidigungen!
            Admin

          • „Ein richterger Besso Keks mal wieder:“

            Ein richtiger Ketterer mal wieder:

            Keine Argumente, aber maulen…

             

        • Die Windschutzscheibe strahlt nicht. Sie hält höchsten die von der Sonne über die Armaturenkonsle erwärmte Luft im Auto. Was keine Gegenstrat ist. Die hohe Temperatur entsteht alleine aus der Sonnenstrahlung, oder stecken Sie Energie in die Windschutzscheibe?

          Ebengenau so gibt es keine Gegenstrahlung in der Atmosphäre.

          • @Neulen, Holger
            „Die Windschutzscheibe strahlt nicht. “

            Doch sie strahlt, weil die Windschutzscheibe einen Teil der Sonneinstrahlung absorbiert und danach in alle Richtungen, also auch nach innen emittiert, genauso wie sie vermutlich einen Teil der  Wärmestrahlung des Fahrzeuginneren absorbiert und wieder emittiert – zur Betrachtung der Strahlenbilanz kommt dann natürlich noch die Reflexion dazu.

            Es bildet sich im Lauf der Zeit in der Scheibe ein Temperaturgleichgewicht (Wärmeleitung, Konvektion, Strahlung) basierend auf der Strahlungsbilanz aus: Irgendwann ist die abgestrahlte (Wärme)Leistung der Scheibe genauso hoch wie die absorbierte (Strahlungs)Leistung.

          • Korrekt Stefan Becker, sie strahlt mindestens mit der Temperatur die sie hat. Auf die sie von der Sonne als „Strahlungsmotor“ gebracht wird.

            Dennoch, die Energie zum Aufwärmen des Auto kommt alleine aus der Sonnenstrahlung. Die Windschutzscheibe stellt keine „Energiequelle“ dar!

            Und ebengenau als solche Autoscheibe fungieren kalte Luftschichten in der Atmosphäre. An ihnen wird der warme Wasserdampf gehindert weiter aufzusteigen. Jedoch kondensiert er dort, was eben nicht zu einer „Rückstrahlung“ der Wärme führt, sondern zu einem Transport von Energie in höhere Lagen der Atmosphäre.Auch damit verbunden ist ein Abnehmen der Temperatur, das also eine Gegenstrahlung zum Aufheizen der Atmosphäre so nicht stattfinden kann.

          • @Neulen, Holger
            Und ebengenau als solche Autoscheibe fungieren kalte Luftschichten in der Atmosphäre. An ihnen wird der warme Wasserdampf gehindert weiter aufzusteigen.

            Nein, das stimmt leider nicht. Kalte Luftschichten würden dafür sorgen, dass ein noch warmes Luftpaket, mit höherer Temperatur gegenüber der umgebenden Luft und erst recht gegenüber der kalten Luftschicht noch schneller aufsteigt.
            Wenn etwas auftsteigende Luft am weiteren Aufsteigen hindert, dann sind es warme Luftschichten. Man nennt das dann Inversion bzw. Inversionswetterlagen, was es häufig im Winter gibt und weswegen dann auf den Mittelgebirgen und auf den mittelhohen bis hohen Alpengipfeln schönster Sonnenschein ist, aber im Tal Nebel und Smog.
            Was ich leider nicht weiß, ist, wie es oberhalb einer Inversionswetterlage weitergeht und wie eine solche Wetterlage überhaupt entsteht. Da müsste man dann einen Meteorologen fragen.

            Abschließend muss man sagen, dass man kalte Luftschichten vor allem am Boden findet (Bodennebel), weil kalte Luft schwere als warme Luft ist, aber feuchte Luft ist leichter als trockene Luft (Verdrängung der schwereren Stickstoff- und Sauerstoff-Moleküle durch die leichteren H2O-Moleküle.

            Hier kann man sich sicher gut informieren:

            Physik der Atmosphäre (511 S., 17 MB)

            http://www.sotere.uni-osnabrueck.de/Lehre/skript/atmo-master.pdf

          • Ich schrieb ja explizit vom Wasserdampf nicht warme Luft. Das ist ein Unterschied.

            Danke für den Link. Jedoch bereitet mir das Diagramm in Abbildung 1.1 so etwas Kopfzerbrechen bezüglich der Temperatur über der Höhe. Bis zur Tropopause vorstellbar. Doch eben nicht die an die 1000ºC in 250 km Höhe.

          • Stephan Becker 25. April 2017 um 12:57

            Man beachte auch auf Seite 122 im  oben verlinkten atmo-master.pdf:

            Abbildung 5.7: 0D-Modell zur Bestimmung der Effektivtemperatur

            sowie

            5.2.2 Das Modell

            Die einfallende Strahlung S trifft auf eine Fläche pi*RE^2 mit RE als dem Erdradius…

            Aber Vorsicht: Die haben Treibhauseffekt geschrieben!

          • @Stephan Becker

            Nein, das stimmt leider nicht. Kalte Luftschichten würden dafür sorgen, dass ein noch warmes Luftpaket, mit höherer Temperatur gegenüber der umgebenden Luft und erst recht gegenüber der kalten Luftschicht noch schneller aufsteigt.Wenn etwas auftsteigende Luft am weiteren Aufsteigen hindert, dann sind es warme Luftschichten.

            :

            Nun jedenfalls kondensiert der Wasserdampf in der Höhe irgendwann zu Wolken, was ja nur in kälteren also gesättigten Luftschichten vor sich gehen kann, womit der Transport des Wasserdampf dort verebbt.

            Womöglich entstehen Inversionsschichten aus Wasserdampf, der noch nicht kondensiert ist., weil er von der Sonne genügend geheizt wurde, wird, fas also aus absorbierter Strahlung Temperatur und Höhe im Gleichgewicht sstehen. Bei ohnehin geschwächter Sonnenstrahlung (längerer Weg durch die Atmosphäre) im Winter: Vorstellbar, was ihren Beobachtung ja gleichkommt.

        • besso keks 23. April 2017 um 20:01, Neulen, Holger 23. April 2017 um 20:08

          Ok, das ist korrekt. Bei der Autoscheibe ist es keine Gegenstrahlung – Glashauseffekt statt Treibhauseffekt. Das ändert aber nichts daran, dass es den Treibhauseffekt gibt und dieser auf der atmosphärischen Gegenstrahlung basiert. Ich warte immer noch auf irgendeine halbwegs seriöse Quelle (kein Unsinn vom Klimamanifest!), die diesen widerlegen soll.

          • „Ich warte immer noch auf irgendeine halbwegs seriöse Quelle (kein Unsinn vom Klimamanifest!), die diesen widerlegen soll.“

             

            Erst muß er mal bewiesen werden…

          • Und an welcher Energiequelle soll sich die Atmosphäre dann erwärmen?

            Welche Quelle füttert denn ihre Gegenstrahlung?

            Und Treibhaus geht auch nicht nur über Glashaus.

          • Nachtrag zu 23. April 2017 um 23:55

            Ich wollte und will hier mit dem Beispiel Autoscheiben kein neues Fass aufmachen. Trotzdem möchte ich meine obigen Aussagen (Gegenstrahlung ja/nen) doch noch etwas zurechtbiegen, siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Greenhouse_effect#

            Real greenhouses
             

            More recent quantitative studies suggest that the effect of infrared radiative cooling is not negligibly small, and may have economic implications in a heated greenhouse. Analysis of issues of near-infrared radiation in a greenhouse with screens of a high coefficient of reflection concluded that installation of such screens reduced heat demand by about 8%, and application of dyes to transparent surfaces was suggested.

            Ein bisschen Gegenstrahlung ist also schon dabei.

          • „Der Treibhauseffekt ist die einzige plausible Erklärung für die Erhöhung der Temperatur von -18°C (ohne Atmosphäre) auf reale 15°C. Das ist für mich Beweis genug.“

            Das ist kein Beweis, sondern eine Hypothese…

            Die -18°C entsprechen übrigens der Strahlungstemperatur der Erde mit Atmosphäre.

            Sie meinen vermutlich „ohne Treibhausgase“???

          • „Analysis of issues of near-infrared radiation in a greenhouse with screens of a high coefficient of reflection concluded that installation of such screens reduced heat demand by about 8%, and application of dyes to transparent surfaces was suggested.

            Ein bisschen Gegenstrahlung ist also schon dabei.“
            Sie verwechseln Absorption und Reemission mit Reflektion.
            Letztere haben wir in der Atmosphäre bodengerichtet z.B. an der Unterseite von Wolken.
            An CO2 reflektiert nichts.

          • besso keks 25. April 2017 um 3:15 f.

            Nein, ich meine es so wie ich es geschrieben habe, ohne Atmosphäre.
            Und nein, ich meine auch keine Reflektion.

            Wenn man den Treibhauseffekt nicht kennen würde, müsste man ihn erfinden. Alle anderen „Erklärungen“, die hier rumschwirren, sind nichts als haarsträubender Unsinn.

      • besso keks 23. April 2017 um 14:17
        Sofern tatsächlich EIKE (keine Kommentare!) die -18°C widerlegt hat, können Sie dann mal einen Link hier reinstellen?

        Ansonsten kann ich ja schon mal eine Schale Wasser und eine Pflanze ins Auto stellen, damit es immer schön kühl bleibt, wenn es in der Sonne steht.

    • Sie behaupten also, dass von der Intensität der Sonne: Zu mir einen Sonnenbrand zuzufügen nur 1/4 auf meine Haut trifft um dies zu bewirken, wenn Sie von ihren effektiven Intensität ausgehen!

      Ebengenau so funktioniert das nicht.

      Die anstehende Leistung wird unverzüglich aufgenommen.

  6. Sehr geehrter Herr Holtz,
    vielen Dank für die anschaulichen Ausführungen vom 20.4.2017 nach 22 Uhr.
    Dieses Grundwissen sollte jeder, der mit einer Hochschulreife umher irrt,nachprüfbar verstanden haben.

    Selbst wenn  die persönliche Neigung wünscht, sich mit humanistischen oder philosophischen Fragestellungen zu beschäftigen, ist dieses Grundwissen dringend notwendig.
    Mich macht es da schon nachdenklich, wenn sich am heutigen Tag Wissenschaftler treffen,ausgerechnet an der Humboldt Universität zu Berlin, um ihre Prostitution gegenüber einem virtuellen Führer, der Öffentlichkeit zur Schau stellen.
    So wartet das „Mädchen“ am TOA  auf den Bus.Aber es kommt keiner!!!

    Mit herzlichem Glückauf

  7. @Werner Holtz 20. APRIL 2017 UM 22:02
    Sie schreiben dort:
    „Eine sphärische Symmetrie der Einstrahlung soll gegeben sein.“

    Das ist auf der Erde nicht gegeben. Denn sphärische Symmetrie bedeutete, dass die Stärke der Einstrahlung nur vom Abstand zum Mittelpunkt abhängt bzw. an jedem Punkt der Oberfläche mit gleichem Abstand vom Mittelpunkt auch gleich ist. Das ist aber offensichtlich auf der Erde nicht gegeben.

    • @Günter Heß 22. April 2017 um 6:23

      Herr Heß,

      Zitat: Das ist aber offensichtlich auf der Erde nicht gegeben.

      Aber selbstverständlich kann man von dieser Gegebenheit als Normierung ausgehen. Man macht zwar einen relativ kleinen Fehler von bis zu 3%, weil die Erde von der idealen sphärischen Form etwas abweicht.

      Sie müssen schon die Betrachtungsweise als Ganzes verstehen. Sie picken sich etwas heraus, und sehen dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

      Mfg
      Werner Holtz

  8. Für den Ausschluss von Vorgängen liefert der „Satz von der Erhaltung der Energie“ die Basis, erstmals in voller Tragweite wohl erkannt im Jahr 1842 vom Arzt und „Amateurphysiker“ Julius Robert Mayer (1814-1878) aus Heilbronn. Nur ein unverbesserlicher Ignorant würde heute noch versuchen, ein perpetuum mobile zu konstruieren, eine Maschine also, die in der Lage wäre, Arbeit zu verrichten, ohne dass ihr Energie zugeführt werden müsste.

    Dieser so genannte „atmosphärische Treibhauseffekt“ ist kompletter Unsinn, weil er dem Erhaltungssatz der Energiebilanz widerspricht.

    Eine, wie auch immer geartete Erwärmung aus dem nicht existenten „atmosphärischen Treibhauseffekt“ abzuleiten, zeugt von völliger wissenschaftlicher Inkompetenz. Die Messungen vom Energiebudget der Himmelskörper widerlegen diesen Effekt.

    Mfg
    Werner Holtz

    • Herr Holtz,

      Warum widerspricht der Treibhauseffekt dem Energieerhaltungssatz?

       

      Und: gibt es die Gegenstrahlung in bekannter Mächtigkeit trotzdem weiterhin kostenlos?

      Oder bleibt sie blos erhalten, wenn ich mehr Steuern zahle?

      (Ich muß das wissen wegen dem Hähnchengrill, Sie wissen schon…)

      • Hallo besso keks,

        Wenn man eine mittlere Oberflächentemperatur von 288K (374 w/m^2) erreichen will, muss die Energiezufuhr das auch möglich machen. Die Energiezufuhr der Erde kommt zu 99,9% von der Sonne. Die Energieproduktionsprozesse der Erde sind dabei vernachlässigbar. Die „mittlere Energiezufuhr“ auf die Oberfläche von 189 W/m^2 kann diese Temperatur also nie hervorrufen. Es werden physikalisch unzulässige Betrachtungen durchgeführt, die auf diese physikalisch unsinnigen Werte kommen.

        Die feuchte Luft besteht hauptsächlich aus Stickstoff [77,1%], Sauerstoff [20,7%], Argon [0,9%], Kohlendioxid [0,03%] und Wasserdampf [1,3%]. Die Luft-Anteile die IR-Strahlung emittieren können sind Kohlendioxid [0,03%] und Wasserdampf [1,3%] und der Rest der Komponenten ist nicht IR-strahlungsaktiv. Wie soll dieser Prozentsatz eine „Gegenstrahlung“ im IR von 300 – 324 W/m^2 emittieren können? Die „Gegenstrahlung“ mit eine Größe von 300 – 324 W/m^2 gibt es also nicht.

        Da hat sich Ihr Geschäftsmodell wohl oder übel in (sprichwörtlich) Luft aufgelöst.

        Ich habe aber einen Tipp für Sie:
        Sie können sich mit Ihrem Geschäftsmodell bei „Die Höhle der Löwen“ oder „Shark Tank“ bewerben.
        Ich nehme an, Sie werden die Investoren für Ihre Geschäftsidee begeistern können!?

        Mfg
        Werner Holtz

        • „Die feuchte Luft besteht hauptsächlich aus Stickstoff [77,1%], Sauerstoff [20,7%], Argon [0,9%], Kohlendioxid [0,03%] und Wasserdampf [1,3%]. Die Luft-Anteile die IR-Strahlung emittieren können sind Kohlendioxid [0,03%] und Wasserdampf [1,3%] und der Rest der Komponenten ist nicht IR-strahlungsaktiv. Wie soll dieser Prozentsatz eine „Gegenstrahlung“ im IR von 300 – 324 W/m^2 emittieren können? Die „Gegenstrahlung“ mit eine Größe von 300 – 324 W/m^2 gibt es also nicht.“

          Sie haben die Wolken vergessen. Ohne Wolken beträgt nach MODTRAN die IR-Transmission der Atmosphäre 18%, mit Wolken etwa im Mittel 5-6 %.

          • Herr P. Berberich,

            Die Reflexion von IR-Strahlung wird von Wolken, Nebel und dichtem Dampf bestimmt, vor allem bei tief-hängenden Wolken ist eine relativ hohe Reflexion (5 – 20%) von IR-Strahlung aufgezeichnet wurden. Im allgemeinen wird mit einer mittleren IR-Reflexion der Wolken von 10% gerechnet.

            Was haben Wolken mit dem unsinnigen „atmosphärischen Treibhaus-Effekt“ der gasförmigen Bestandteile „Treibhaus-Gase“ der Atmosphäre zu tun – Rein gar nichts! Wolken sind sichtbare, in der Luft schwebende Ansammlung von Kondensations-/Kristallisations-Produkten des Wasserdampfs, d.h. von kleinen Wassertropfen (10 µm – 1 mm), Eiskristallen oder beiden gemeinsam. Also zählen die Wolken nicht zu dieser unsinnigen Namensschöpfung der „Treibhaus-Gasen“.

            Aber auch mit Wolken würde man keine „Gegenstrahlung“ von 300 – 324 W/m^2 erreichen, diese würde nämlich auch der Energiebilanz-Erhaltung widersprechen.

            Mfg
            Werner Holtz

          • Werner Holtz sagt:

            „Aber auch mit Wolken würde man keine „Gegenstrahlung“ von 300 – 324 W/m^2 erreichen, diese würde nämlich auch der Energiebilanz-Erhaltung widersprechen.“

            Heute ist der Himmel vollkommen bedeckt, Bodentemperatur 7 °C. Bei einer Wolkenhöhe von 1,5 km und -6,5 °C/km Temperaturgradient ist die Strahlungstemperatur der Wolke -2 °C (270K). Die IR-Strahlung der Erdoberfläche wird durch die Wolken vollkommen absorbiert und entsprechend der Temperatur der Wolken noch oben und unten abgestrahlt. (Eigenstrahlung der Wolken). Bei symmetrischer Abstrahlung nach oben und unten erhält man nach dem SB-Gesetz 306 W/m^2. Momentan werden von der Wetterstation in Garching 328 W/m^2 gemessen.

          • „Momentan werden von der Wetterstation in Garching 328 W/m^2 gemessen.“

            Ist ja prima – für meinen Gegenstrahlungsgrill!

            Grillen bei jedem Wetter!

            Sach ich ja.

             

            Mit was wird in Garching gemessen?

             

            MfG

             

             

        • „Es werden physikalisch unzulässige Betrachtungen durchgeführt, die auf diese physikalisch unsinnigen Werte kommen.“

          Und das mit geschätzten Absorptions- und Emissionsfaktoren, mit unklaren Absorptionslängen, mit unbekannten Emissionswerten von CO2 bei unterschiedlichen Drücken etc., etc.

           

          MfG

        • Der Treibhauseffekt wird ganz brauchbar erklärt auf den Seiten 3 bis 21 unter:

          http://hpfr03.physik.uni-freiburg.de/arbeiten/diplomarbeiten/sirtl_staatsexamen_2010.pdf
          Im Grunde muss man nur die 2 Gleichungen auf Seite 20 und natürlich die ausgeglichene Strahlungsbilanz (input = output) betrachten:

          SE** + SA*** = SE***
          (1 – 0,12) x SE*** = 2 SA***
          mit
          SA**: „Gegenstrahlung“
          SE**: absorbierte Leistung ohne Gegenstrahlung
          SE***: absorbierte Leistung mit Gegenstrahlung
          Die 0,12 sind die 12%, die durchs atmosphärische Fenster abhauen.

          Damit kommt der Autor von -28°C auf +10°C Erdoberflächentemperatur. Die restlichen 4-5 Grad sind wohl etwas komplizierter.

          Fazit:
          Den Treibhauseffekt gibt es tatsächlich. Dies sagt aber NICHTS darüber aus, wie sich eine Erhöhung der CO2-Konzentration auf die globale Durchschnittstemperatur auswirkt. Dabei sind noch ganz andere Effekte zu berücksichtigen, so z. B. Sättigung, Thermodynamik, Wolken usw.

          • Stephens et al 2012 „An update on Earth’s energy balance in light of the latest global observations“ geben das „All-sky atmospheric window“ mit 20 +/- 4 W/m² an. Dies führt auf eine IR-Transmission von 20/398 = 0,05 +/-0,01. Die angenommene Transmission von 0,12 scheint doch kleiner zu sein. Wie wird dadurch die berechnete Oberflächentemperatur modifiziert?

          • „Der Treibhauseffekt wird ganz brauchbar erklärt auf den Seiten 3 bis 21“

             

            Die „Erklärung“ arbeitet mit Durchschnittswerten.

            Schon alleine dies ist falsch!

            Absorptionslängen spielen keine Rolle.

            Auch falsch!

            Thermalisierung nicht berücksichtigt.

            Falsch!

            .

            .

            .

            .

          • Allein
            Sicher macht man durch Mittelung usw. an der einen oder anderen Stelle einen Fehler von 0,x Prozent. Trotzdem ist der Treibhauseffekt die einzige plausible Erklärung dafür, dass die Erdoberflächentemperatur nicht -18°C, sondern ca. 15°C beträgt.

            Den Treibhauseffekt an sich infrage zu stellen, ist für Klimajünger gefundenes Fressen, um die „Ungläubigen“ zu diskreditieren und ist somit kontraproduktiv. Kritisch zu hinterfragen ist doch die Klimasensitivität des CO2, die m. E. nur mit untauglichen Klima-Modellen „nachgewiesen“ wird, also ein reines Fantasie-Produkt ist.

          • Jedenfalls findet ein Wärmetransport ueber den Wasserdampf statt, der von der Erde in die Atmosphäre aufsteigt. Beim Kondensieren gibt dieser Wärme an die Gase der Atmosphäre ab. Tut diese Gase also heizen. Sodass N und O, also die eigentliche Atmosphäre ihre Temperatur bekommt.

            Diesen Wärmetransport als Gegenstrahlung zu bezeichnen kommt der eigentlichen Eigenschaft von WÄRMESTRAHLUNG NICHT NACH und ist wohl fälschlicher Weise für in der Meteorologie bezeichneten Fluß von Wärme verwendet. Darf also so physikalisch gar nicht in die Berechnung einer Temperatur aus Stefan-Boltzmann Gesetz eingehen.

          • Obige Erklärung des Treibhauseffekts basiert auf der reinen Strahlungsbilanz. Der Wärmetransport über den Wasserdampf kommt darin nicht vor. Außerdem hat er eine kühlende Wirkung und kann somit nicht die Rolle der atmosphärischen Gegenstrahlung übernehmen. Wo dieser Wärmetransport sicherlich eine Rolle spielt, ist die Lage der -18°C-Schicht, in der Strahlungsgleichgewicht herrscht. Siehe auch Kapitel Mechanismus unter

            https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt

            An dieser Stelle kommt dann die sehr viel komplexere Thermodynamik ins Spiel, über die ich mir jetzt nicht den Kopf zerbrechen möchte. Genau daran scheitern m. E. aber auch die ganzen Klima-Modelle.

          • Hinzu kommt, das der Planet Erde nunmal nicht als schwarzer oderr grauer Körper betrachtet werden kann. Viel zu unterschiedlich ist die Oberfläche beschaffen. An Land meist Grün verdunstet dieses Wasser in die Atmosphäre, welches wiederum von ungehinderter Sonnenstrahlung in seiner Form als Dampf erwärmt wird. Sicherlich wird dabei auch in Wasser gelöstes CO2 freigesetzt, welches mit dem Kondensieren des Wasserdampf wieder im Wasser gebunden wird, sodass es der Luft ausgewaschen wird und mit Herabregnen den Pflanzen zur Verfügung steht sobald ebendiese das Wasser verdunsten, also CO2 als Gas in Bodennähe bringen: Für deren Verzehr aufbereiten. Wobei ebenn durch Verdunsten des Wassers der Sonne Energie im Wasserdampf gespeichert wird und wiederum zum Heizen der Gase N und O durch Wärmeabgabe aus Kondensation zur Verfügung steht. CO2 vermag diese Menge an Wärme aus seinen Wärmekapazität nicht an die Gase der Atmosphäre N und O zu übertragen. Allein aus Mengenverhältnisse folgt es wohl der Temperatur des Wasserdampf.

            Es ist also zum größten Teil der innerte Stickstoff, der uns die Energie der Sonne in der Atmosphäre bewahrt. Aufgeheizt vom Wasserdampf.

            Trifft der Sonne Strahlung auf das Wasser des Planeten, wird wie bekannt ebenfalls Wasser also auch CO2 verdunstet. Jedoch fehlen hier die Pflanzen, die das CO2 verbrauchen. Doch wird die Gase N und O gemäß dem selben Prinzip geheizt. Sicherlich jedoch auf tiefere Temperaturen als über Wüste.

          • Und also jedenfalls vermindern die Gase CO2 und Wasserdampf das Infrarot, das aus der Sonne auf Planet Erde trifft.

            Anschaulich wird dies an den Pole des Planeten. Der Weg durch die Atmosphäre, also durch feuchte Luft hindurch ist nahezu doppelt so lange wie am Äquator. Dennoch bleibt es eine Erwärmung gegenüber der Temperatur im Weltall.

            Über diese Zusammenhänge sind eigentlich die Grundlagen für den Strahlungshaushalt dees Planeten Erde zu finden.

            Jedenfalls sind hier die Einflussgrößen zur jeweiligen Temperatur gut messbar.

          • Doch, das steht in meinem obigen Link auf S. 12, wird gut erklärt und ist plausibel:

            „Die Erde kann als schwarzer Körper aufgefasst werden, der bei einer Temperatur von 288 K strahlt (siehe Abschnitt 2.3.3).“

            Einen idealen schwarzen Körper gibt es nicht,  deshalb wird beim realen Körper einfach die Temperatur angepasst. Damit kann man (richtig) rechnen. Das ist bei IR-Lenkwaffensystemen sicher nicht anders. Das feindliche Flugzeug ist auch kein idealer schwarzer Körper und wird trotzdem von der Rakete getroffen.

            Wärmekapazitäten haben hier auch nichts verloren. Die sind vernachlässigbar oder werden ausgemittelt (Tag/Nacht).

            Das Verdunsten des Wassers, falls vorhanden, ist ja wohl im Vegleich zu den eingestrahlten 1,37 kW/m^2 (Solarkonstante) auch vernachlässigbar. An der Strahlungsbilanz ändern die nichts, ggf. beeinflussen sie die Thermodynamik.

            Leider kursieren auch auf Youtube Videos, die sich an der Scharzen-Körper-Thematik aufhalten. Da versuchen dann manche angeblichen Professoren, das Niveau der Klima-Alarmisten noch zu unterbieten. Den Klimajünger freut’s, der kann dann mit überlegenem Wissen auftrumpfen.

          • „Und also jedenfalls vermindern die Gase CO2 und Wasserdampf das Infrarot, das aus der Sonne auf Planet Erde trifft.“

            Richtig. Nur liegt das Strahlungsmaximum der Sonne, da 5777 K heiß, im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts und das schert sich nicht um den Wasserdampf und das CO2 – es geht ungehindert durch. Siehe auch obiger Link, S. 6 – 9. Anders sieht es bei der Erde aus. Da nur 288 K warm, liegt ihr Strahlungsmaximum im Bereich der Wärme-Stahlung, die von den Treibhausgasen zu einem großen Teil absorbiert wird, siehe S. 14 Abb. 2.10.

          • Was ja auch zum Uneinig sein zählt. P Paula

            Und sicherlich hat Planet Erde nicht nur aus der Sonne seine Temperatur. Man bedenke gewöhnlich hat Quellwasser eine Temperatur von etwa 10º Celsius.  Und von wo das kommt kommt Sonne nunmal nicht so hin!

          • Auch fehlt in dem Abstrakt eine Fehlerabschätzung gemäß dem Totalen Differential. Also um zu wissen welcher Einfluss denn den größten Fehler hat. Welche sicherlich nicht im 0,x Bereich liegen.

            Alleine schon aus dem Messen einer Globaltemperatur muss man meiner Einschätzung nach schon +-2º annehmen,  was den ganzen Hokuspokus zu Angaben im Zehntelbereich eigentlich erschlägt, also keine Aussage zu einer Änderung zulässt.

          • Und das Strahlungsmaximum hat ja mit Erwärmung nichts zu tun. Jedoch mit dem Wachstum der Pflanzen, denn diese betreiben bei etwa 500 nm Photosynthese und kühlen dabei sogar deren Umgebung. Also brauchen die Wärme aus dem Infrarot der Sonne auf.

          • @Neulen, Holger
            18. April 2017 um 21:14 und 18. April 2017 um 21:50
            Beide Effekte liegen mit Sicherheit im 0,x-Prozent-Bereich.
            18. April 2017 um 21:34
            Was auch immer Sie hier mit Fehlerabschätzung meinen, ändert es doch nichts am Prinzip des Treibhauseffekts mit seiner Strahlungsbilanz, selbst wenn der Fehler +-5% oder Grad beträgt.
            Das überlasse ich den Klimajüngern, aus Messergebnisschwankungen innerhalb des Toleranzbereichs Katastrophenszenarien abzuleiten.

          • „Damit kommt der Autor von -28°C auf +10°C Erdoberflächentemperatur. Die restlichen 4-5 Grad sind wohl etwas komplizierter.“

            Ich habe nun die Abschätzung der Oberflächentemperatur von 10°C entsprechend meinem Einwand vom 17.04. 2017 13:56 korrigiert.
            Mit einer IR-Transmission T= 0,12 finde ich Ts = 283 K (10 °C), mit T= 0,05 erhalte ich 288 K (15 °C). Somit erhalte ich bessere Übereinstimmung mit der globalen Oberflächen-Temperatur. Dies ist überraschend da ja die Rechnung allein auf einer Strahlungsbilanz beruht. Alle weiteren Effekte (Advektion, Konvektion, Wärmetransport in den Ozeanen, usw.) scheinen vernachlässigbar zu sein oder kompensieren sich.

          • Das ist es ja gerade Hr. P Paula, Sie können ein Prinzip nicht über mathematische Formeln erklären wozu die Physik zu große Abweichungen aufweisst. Großer als die, welche die Fehlerabschätzung aufweisst.

            Nicht nur an den Pole herrschen Minusgrade, die ihre mittlere Temperatur weit unterschreiten. Und „Ihre“ Strahlungsbilanz betrachtet eine angestrahlte Scheibe, nicht  eine Kugel!

            Dennoch erwärmt der Sonne Strahlung des Planeten Erde Atmosphäre. Wie Sie ja bereits geschrieben haben über thermodynamische Prozesse Verdunstung und Kondensieren von Wasser.

          •  

            @P. Berberich 19. April 2017 um 11:00
            In meinem Link geht der Autor auf Seite 21 auf die fehlenden 5°C ein.

            … liegt die mittlere Oberflächentemperatur der Erde nicht bei den rechnerisch
            bestimmten 10 °C, sondern um 5 °C höher. Gründe hierfür sind unter anderem
            eine Vernachlässigung weiterer Wärmeübertragungen durch
            • Wärmeleitung L zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre […]
            Tatsächlich strahlt die Atmosphäre entgegen den Werten des Modells mit 95 % der
            einfallenden Solarstrahlung weitaus mehr in Richtung Erde ab. Die Strahlungsbilanz
            Q zwischen solarer Einstrahlung und terrestrischer Ausstrahlung muss durch obige nichtradiative Wärmeübertragungsmechanismen ausgeglichen werden, so dass der Energieerhaltungssatz erfüllt ist.

            Auch wenn das dann nicht näher erläutert wird und wohl auch ein bisschen unglücklich formuliert ist, ist es m. E. völlig richtig.

          • Neulen, Holger 19. April 2017 um 12:32
            Ihr Problem mit der „Fehlerabschätzung“ verstehe ich nicht.

            Für die parallel einfallenden Sonnenstrahlen ist die Erdkugel eine Scheibe, hinsichtlich der bestrahlten Fläche natürlich. Wo es dabei ein Problem geben soll, verstehe ich auch nicht. Auf die Bildung eines Mittel(!)wertes möchte ich hier nicht näher eingehen.
            Verdunsten an der Erdoberfläche und Kondensieren in größer Höhe stellt einen Wärmetransport von unten nach oben dar. Dieser muss durch noch mehr atmosphärische Gegenstrahlung ausgeglichen werden. Siehe S. 21 in meinem Link:

            Tatsächlich strahlt die Atmosphäre entgegen den Werten des Modells mit 95 % der
            einfallenden Solarstrahlung weitaus mehr in Richtung Erde ab.

          • Herr P PAULA

            Um einen physikalischen Vorgang mathematisch zu beschreiben müssen die Ergebnisse aus der Formel mit den real gemessenen übereinstimmen. Zum Abschätzen welche Abweichungen in der Realität zu zur verwendeten Mathematik zulässig sind errechnet man aus der Formel über die physikalischen Messgenauigkeiten ebengenau die Abweichung aus verwendeten Mathematik. Fehlerabschätzung. Es ergibt sich eine Bandbreite innerhalb welcher die Messwerte liegen müssen, ansonsten darf die Formel keine Anwendungen finden.

          • P Paula
            19. April 2017 um 19:16

            „Auch wenn das dann nicht näher erläutert wird und wohl auch ein bisschen unglücklich formuliert ist, ist es m. E. völlig richtig.“

            Eine Theorie kann nicht besser sein als die Messwerte, die die Theorie verwendet. Messwerte können Sie veröffentlichten Energiebilanzen entnehmen. Hier geht es um den „Longwave surface flux transmitted to space“

            Trenberth 2009 „Earth’s Global Energy Budget“

            All sky 40 W/m^2

            Stephens 2012 „An update on Earth’s energy balance in light of the latest global observations“

            All sky 20 W/m^2

            Ollila 2013 „Earth’s Energy Balance for Clear, Cloudy and All-Sky Conditions“

            Clear sky 83,2 W/m^2 cloudy sky 0 W/m^2 All sky 28,5 W/m^2

            In dem von Ihnen präsentierten Modell führen diese Differenzen zu Veränderungen der Oberflächentemperatur um bis zu 5 °C. Dies ist der „zweifache Klima-Gau“ von 2°C. Mein Fazit: es besteht unter den Klimawissenschaftlern vielleicht ein Konsens über die Existenz des Treibhaus-Effektes, sicher aber nicht über die Größenordnung.

          • @
            Neulen, Holger 19. April 2017 um 22:17
            Was genau wollen Sie mit Ihrer „Fehlerabschätzung“ (aus Wikipedia kopiert?) an der Erklärung des Treibhauseffekts in meinem Link (und nur S. 3 – 21!) kritisieren. Die 5%? Der Autor geht doch in seiner Diplomarbeit darauf ein und zwar im richtigen Maße. Sein Thema ist die Entwicklung eines Schulversuchs und nicht etwa das Qualitätsmanagement in der Großserien-Produktion ö. ä.

            Wenn Sie bei 1,37 kW/m^2 (Solarkonstante) mit der Energieaufnahme der Fotosynthese argumentieren, dann ist das so wie wenn man die Anzeige seines Fahrrad-Tachos anzweifelt, weil der nicht berücksichtigt, dass gemäß Relativitätstheorie beim bewegten Objekt die Zeit langsamer abläuft.

          •  

            P. Berberich 20. April 2017 um 13:00
            Sie schreiben

            In dem von Ihnen präsentierten Modell führen diese Differenzen zu Veränderungen der Oberflächentemperatur um bis zu 5 °C. Dies ist der „zweifache Klima-Gau“ von 2°C. Mein Fazit: es besteht unter den Klimawissenschaftlern vielleicht ein Konsens über die Existenz des Treibhaus-Effektes, sicher aber nicht über die Größenordnung.

            Sie wundern sich, dass wenn Sie Zahlen der Klimaforscher

            All sky 40 W/m^2 usw.

            eingeben, Zahlen der Klimaforscher (Klimaerwärmung 5°C) heraus kommen?
            Dazu fällt mir nur ein: Shit in, shit out.

          • Wie eingangs bereits erwähnt,  darauf hinweisen, dass auf die herrschende Physik das von Ihnen angelinkte Modell nicht hinreichend genau beschreibt. Also deshalb gar nicht zur Anwendungen kommen darf. Das Stefan-Boltzmann Gesetz darf auf die Grundlage der Temperaturen der Atmosphäre nicht angewendet werden. Auch nicht auf homogene Teile der Oberfläche Ozean, weil die Temperatur der Atmosphäre im wesentlichen vom Wärmetransport des Wasserdampf bestimmt wird. Dies dann abhängig vom Luftdruck. Nicht umsonst bestimmen Hochs und Tiefs das Wetter, also dann das Klima.

            Und meine Erklärung zur Fehlerabschätzung ist nicht aus Wikipedia kopiert!

          • Neulen, Holger 20. April 2017 um 19:13

            Das Modell (Diplomarbeit: Strahlungsbilanz -> Erdoberflächen-T. 10°C) wendet physikalische und mathematische Gesetze (Stefan-Boltzmann, Kreisflächenberechnung mit der Pi usw.) absolut korrekt an. Physikalische Gesetze dürfen nicht nur überall und immer zur Anwendung kommen, sondern sie MÜSSEN das sogar (Spirituelles o. ä. mal ausgenommen).
            In der Diplomarbeit wird auch nirgends behauptet, dass die Strahlungsbilanz einzig und allein das Klima bestimmt. Im Gegenteil, bei der Erklärung der Differenz zwischen den 10°C des Modells und den 15°C gemessenen werden doch weitere Effekte wie (nichtradiative Wärmeübertragungsmechanismen) genannt.

            Nach Ihrer Argumentation gilt dann wohl auch das Newtonsche Gravitationsgesetz nur im Vakuum und darf sonst nicht angewendet werden.

            Klimajünger greifen derartige Ansichten bei ihren Widersachern gerne auf.

          • Zu

            „P Paula

            22. APRIL 2017 UM 8:06.“

            :

            Physikalische Gesetze dürfen nicht nur überall und immer zur Anwendung kommen, sondern sie MÜSSEN das sogar.

            :

            Man muss nur für die herrschende Physik die richtigen Gesetze anwenden. Zu das zu finden dient auch die Fehlerrechnung, Fehlerabschätzung.

            Schon fur ein Fallschirmspringer, dessen Endgeschwindigkeit können Sie einfach nur Newton schon vergessen. In anderen Fällen genügt dessen Anwenden. EBENGENAU DANN, wenn die Messwerte die Berechnungen innerhalb deren Fehlergrenzen bestätigen, also zutreffend sind.

            Sind sie in diesem Fall hier nicht, sonst wäre es ja ein Leichtes Wettervorhersagen trefflich zu berechnen, für Wetter welches alleine von der Temperatur abhängig sein soll?

            Eine erhebliche Rolle für die Temperatur der Atmosphäre spielt die Thermodynamik des Wassers, jedoch klammert ihr verlinktes Modell ebendiese Atmosphäre auch noch aus, die jedoch eine weite Spanne an unterschiedlichen Temperaturen aufweist. Am Äquator 35 an den Pole minus ebendiese.

            Also nichteinmal eine mittlere Temperatur kann man messen um sie ihrem Modell gegenüberstellen zu können um es auf richtig sein zu prüfen.

          • Zum Messen der Erdmitteltemperatur schauen Sie Hr P Paula mal vom Klimamanifest

            Da wird auch zu Anwenden von Stefan-Boltzmann-Gesetz etwas erläutert.

          • Und, Hr P Paula, verwechseln Sie nicht, dass die Dämmschicht :Atmosphäre: per Strahlung der Sonne und Strahlung der Erde nuneinmal auf Temperatur gehalten wird mit dem Treibhauseffekt, den die AGWler vertreten, den es nicht gibt. Denn je dichter die Atmosphäre wird, desto weniger Strahlung kommt auf der Erde an um Wasser zu verdunsten und führt also nicht zu einer Erhöhung der Temperatur, sondern zu einem höheren Aufsteigen des Gases Wasserdampf.

            Siehe Höhe der Atmosphäre am Äquator gegenüber an den Pole.

            Wasserdampf aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe verdichtet also Atmosphäre, wie an kondezstreifen von Flugzeuge zu sehen.Je nach Wetterlage mal mehr mal weniger, also vornehmlich vom Luftdruck abhängig auch klar.

          • Neulen, Holger 22. April 2017 um 15:17

            Genau vor diesen Videos habe ich gleich zu Beginn gewarnt. Das Blabla bis 1:10:00 überspringen mal. Dann kommt die Sache mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz, wo der Sprecher sagt (etwas gekürzt):

            Es stellt sich eine logische Verständnisfrage: Wie kann die SB-Strahlungswertetabelle Werte ausweisen, obwohl das SB-Gesetz noch nie mit einem angeblichen Treibhausefekt in Erscheinung getreten ist?

            Das ist noch viel größerer Unsinn als alles, was die Klimaforscher behaupten. Da findet man noch nicht mal einen Funken Sinnhaftigkeit, wo man mit einer Argumentation ansetzen könnte. Das vergisst man am besten gleich wieder! Außerdem scheint der Macher des Videos sogar zu doof zu sein, ein paar Zahlen in den Taschenrechner einzutippen, denn sonst müsste er nicht immer umständlich auf diese dämliche Tabelle verweisen. Also vor solchen Machwerken kann ich nur warnen!

          • Neulen, Holger 22. April 2017 um 19:22

            Stammt das auch aus diesen haarsträubenden Videos von diesem öminösen Klimamanifest-von-Heiligenroth? Da braucht man sich nicht zu wundern, dass der Begriff „Klimaskeptiker“ Schimpfwort-Charakter hat.

        •  

          Sehr geehrter Herr Werner Holtz,

           

          mit Ihrem Kommentar vom 15.April 2017 um 11:40 Uhr Haben Sie ein schönes Osterei platziert.

           

          Einige Herren haben sich schon darin abgearbeitet.Meinen Senf gibt es jetzt dazu.

           

          Bis zum heutigen Tag hat sich Herr Keks stets bemüht, in einer verständlichen Sprache seine Gedanken für ein breites Publikum lesbar zu machen.

           

          Ohne Detailinformation und Insiderwissen,wird man diese Konstruktion belächeln.

           

          Nach meiner Überzeugung funktioniert dieser Grill !!!

           

          Die Ausgangslage sind bekanntlich die Leistungswerte der Sonnenstrahlung vor dem Eintritt in die Atmosphäre des Planeten Erde.(1367 W/m²)

           

          Wenn mit optischen Hilfsmitteln diese Leistung gezielt verdichtet wird, könnte sogar die Gegenstrahlung zu einem befriedigendem, kulinarischen Genuss des „Bräuners“ beitragen.

           

          Für uns als Erdbewohner steht diese Strahlleistung leider nur in begrenztem Umfang zur Verfügung.

           

          Diese definierte Strahlleistung hat die Einheit [Watt/m²]

           

          Hinter dieser Definition verbergen sich allerdings mindestens zwei graviernde Festlegungen.

           

          1.Die in anderen naturwissenschaftlichen Überlegungen definierte Einheit [Watt] bezieht sich auf eine Energieumwandlung, die auf der Erde stattgefunden hat.

           

          2.Die Leistungseinheit [Watt/m²] hat Ihren Nullwert bei 0 Kelvin.

           

          Auf dem Erdmond kann man grob abschätzen, welche Wärmemengen in dieser Entfernung zur unserer Sonne nutzbar sind.

           

          Bis in welche Tiefen die Erwärmung während eines Mondtages möglich sind ist noch nicht genügend erforscht.

           

          Was man weiß, sind die max. Werte an der Oberfläche.

          Auf unserer Erde(die Juristen mögen mir diese Auffassung verzeihen) sind die Naturgesetze über allen von den Menschen selbstgemachten Gesetze als übergeordnet zu betrachten.

          Von dieser Sichtweise ist die Bevölkerung leider sehr weit entfernt.

          Früher oder später wird sich zeigen was daraus wird!!!

           

           

           

          Mit herzlichem Glückauf

           

           

           

           

          • @P. Berberich 16. April 2017 um 10:53

            Herr P. Berberich,

            Zitat: Heute ist der Himmel vollkommen bedeckt, Bodentemperatur 7 °C. Bei einer Wolkenhöhe von 1,5 km und -6,5 °C/km Temperaturgradient ist die Strahlungstemperatur der Wolke -2 °C (270K).
            Wo haben Sie denn diesen Unsinn her? Die thermodynamische Temperatur eines teilweise strahlungsaktiven Gas-Gemisches oder eines teilweise strahlungsaktiven Gas-Gemisches mit fein-verteilen Wassertropfen/Eiskristallen ist nicht gleich der Strahlungstemperatur.

            Zitat: Die IR-Strahlung der Erdoberfläche wird durch die Wolken vollkommen absorbiert.
            Auch das ist Unsinn! Aha, Wolken sind also ideale Strahler/Absorber (schwarzer Körper). Schon mal etwas von Fresnel-Reflexion gehört?!

            Zitat: Bei symmetrischer Abstrahlung nach oben und unten erhält man nach dem SB-Gesetz 306 W/m^2.
            Das Stefan-Boltzmann-Gesetz kann man dafür nicht anwenden.

            Zitat: Momentan werden von der Wetterstation in Garching 328 W/m^2 gemessen.
            Wer mißt, mißt Mist. Jedenfalls ist das keine so genannte „Gegenstrahlung“.

            Mehr gibt’s nicht zu sagen.

            Mfg
            Werner Holtz

          • @P Paula 17. April 2017 um 11:53

            Herr/Frau P Paula,

            Zitat: Den Treibhauseffekt gibt es tatsächlich. Dies sagt aber NICHTS darüber aus, … Bla, Bla

            Dieses Erklärung/Betrachtung im Staatsexamen ist mit Verlaub gesagt, physikalischer Unsinn. Diese Darstellung verletzt die Energiebilanz-Erhaltung. 99,9% der Energie für die Erde kommen von der Sonne. Bestrahlt die Sonne 24 Stunden lang jede Einheitsfläche der Erd-Oberfläche? Hier werden physikalisch unzulässige Betrachtungen durchgeführt, die mit der physikalischen Realität nicht übereinstimmen, deshalb kommt man auf physikalisch völlig unsinnige Werte.

            -> ERBE Messwerte: Insolation Incident On A Horizontal Surface (kWh/m^2/day)
            https://eosweb.larc.nasa.gov/sse/global/text/22yr_swv_dwn

            Der gewichtete mittlere solare Input (von Satelliten gemessen) im Jahresmittel auf die Oberfläche der Erde soll 4,53 kWh/m^2/day (day = 24h) betragen. Auf die sonnen-zugewandte Hemisphäre umgerechnet (12h) bedeutet das 4,53*2 = 9,06 kWh/m^2/12h oder 32,6 MJ/m^2/12h bzw. 32,6*10^6/(12*60*60) = 755 W/m^2. Da diese Satelliten-Messungen nicht die latente und konvektive Umsetzung der eingestrahlten Sonnen-Energie berücksichtigen, liegt der wahre Wert bei ca. 858 W/m^2 mittlerer solarer Input auf der sonnen-zugewandten Hemisphäre.

            Damit hat sich der so genannte „atmosphärische Treibhauseffekt“ ins Nirwana verabschiedet.

            Mfg
            Werner Holtz

          • @Ferdinand Peters 18. April 2017 um 10:59

            Herr Ferdinand Peters,

            Zitat: Auf dem Erdmond kann man grob abschätzen, welche Wärmemengen in dieser Entfernung zur unserer Sonne nutzbar sind.

            Wo haben Sie das her? Das Diviner Lunar Radiometer Experiment und die Apollo-Missionen haben den Erdmond sehr gut vermessen. Auf der stern-zugewandten Hemisphäre vom Erdmond wird an Krater-Rändern im Äquator-Bereich Temperaturen von 410K gemessen.

            Siehe: http://staff.diviner.ucla.edu/science.shtml
            Siehe: The Sunlit Lunar Surface (1972) – Oceanus Procellarum -> Krater-Ränder mit Albedo von 0,0516.

            Jetzt können Sie mal versuchen, diese Temperatur(en) aus der Bestrahlungsstärke der Sonne mit den „gängigen Gleichungen/Formeln“ abzuleiten.

            Zitat: Bis in welche Tiefen die Erwärmung während eines Mondtages möglich sind ist noch nicht genügend erforscht.

            Das ist seit den Apollo-Missionen bekannt und vermessen wurden. Aus den Messungen der Missionen geht hervor, dass in einer Tiefe von ca. 80 cm die „Tag/Nacht“-Temperaturschwankungen
            der Oberfläche nicht mehr wahrnehmbar sind. In dieser Tiefe unter der Mondoberfläche herrscht eine relativ konstante Temperatur von 238K (-35°C).

            Siehe: Surface brightness temperature at the Apollo 17 heat flow site: Thermal conductivity of upper 15cm regolith.

            Wissenschaftler (bzw. solche die sich dafür halten), die nicht mit den Energiebilanz-Erhaltung umgeben können, sollten sich ein anderes Tätigkeitsfeld suchen.

            Mfg
            Werner Holtz

          • @Werner Holtz 18. April 2017 um 20:29

            Keine Ahnung, wie Sie von Ihren verlinkten Zahlengrab zu Ihrem verwirrten Zahlensalat kommen, aber es ist doch ganz einfach, siehe (mal wieder) mein obiger Link, S. 17:

            Die im Vergleich zur Kreisscheibe viermal größere Erdoberfläche O = 4Pi·RE2 empfängt nur die Strahlungsdichte SE/4 = 342 W/m2 und strahlt nun ihrerseits gemäß ihrer Temperatur Infrarotstrahlung in alle Richtungen aus.

            Mittels Oberflächenberechnung von Kreis und Kugel (6. Klasse?) gelangen Sie von der Solarkonstante 1,37kW/m^2 zur von der Erde abgestrahlten Leistung. Dabei immer beachten, die ausgeglichene Strahlungsbilanz, also Input = Output! Wo ist das Problem?

            Hr. P Paula

          • @ Werner Holtz 18. April 2017 um 20:31

            „Das ist seit den Apollo-Missionen bekannt und vermessen wurden. Aus den Messungen der Missionen geht hervor, dass in einer Tiefe von ca. 80 cm die „Tag/Nacht“-Temperaturschwankungen der Oberfläche nicht mehr wahrnehmbar sind. In dieser Tiefe unter der Mondoberfläche herrscht eine relativ konstante Temperatur von 238K (-35°C).“

            Bitte geben Sie mir einen Literaturhinweis. Meine Quelle „Langseth 1973 THE REVISED LUNAR HEAT FLOW VALUES“ gibt für den Landepunkt  der Apollo der Apollo 15- Mission 26°N, 3°O eine Temperatur von 251 K (-22 °C) an. Wahrscheinlich ist Ihr Wert von einer anderen Mission mit einem anderem Landeplatz.

          • @P Paula 18. April 2017 um 22:44

            Frau/Herr P Paula,

            Zitat: Keine Ahnung, wie Sie von Ihren verlinkten Zahlengrab zu Ihrem verwirrten Zahlensalat kommen, aber es ist doch ganz einfach, siehe (mal wieder) mein obiger Link, S. 17 …

            Dann haben Sie noch nie wissenschaftlich gearbeitet. Für jeden der ein Tabellenkalkulationsprogramm bedingen kann, sollte es ein leichtes sein, den so genannten „Zahlensalat“ zu verifizieren.

            Wie ich bereits schrieb: Diese Erklärung/Betrachtung im Staatsexamen zum so genannten „atmosphärischen Treibhauseffekt“ sind physikalischer Unsinn.

            Die physikalisch wirksame Oberfläche für die Einstrahlung ist die Hemisphäre (Halbkugeloberfläche) und keine Kreisscheibe.

            In erster Näherung (Sonne als Punktstrahler) ist die Energiebilanz-Erhaltung zwischen Sonne und Erde zur Ermittlung der scheinbaren mittleren Oberflächentemperatur für eine Erde mit Atmosphäre und homogener Energie-Verteilung:

            4pi*(1 – eta)*e(s)*sigma*T(s,avg)^4 = pi*S*(1 – a)

            T(s,avg) = [(1 – a)/(1 – eta)]^0,25 * [S/(4*e(s)*sigma)]^0,25 = [(1 – a)/(1 – eta)]^0,25 * 281K

            T(s,avg) = [(1 – 0,296)/(1 – 0,3636)]^0,25 * 281K = 288K (374 W/m^2)

            + Die mittlere Einstrahlungsleistungdichte (1.Näherung: Sonne als Punktstrahler) der stern-zugewandten Oberflächen-Hemisphäre ergibt sich zu:
            P(in,avg) = pi*S*(1 – a)/4 = pi*1361*(1 – 0,296)/4 = 753 W/m^2

            Die ERBE (Earth Radiation Budget Experiment) Messungen ergeben 755 W/m^2 Energiezufuhr für die sonnen-zugewandte Oberflächen-Hemisphäre – Das ist die physikalische Realität. Die Gleichverteilung der zugeführten Energie (Leistungsdichte) der Hemisphäre über die gesamte Kugeloberfläche ergibt 755 W/m^2 / 2 = 377 W/m^2 und das entspricht der Oberflächen-Temperatur von ca. 288K (15°C).

            + Planetare Albedo a = 0,296 (laut NASA)
            Albedo(Erde) = Albedo(Atmosphäre) + [1 – Absorption(Atmosphäre) – Albedo(Atmosphäre)]*Albedo(Oberfläche)
            Albedo(Erde) = 0,224 + [1 – 0,2 – 0,224]*0,125 = 0,296

            + Die Energieübertragung der Erd-Oberfläche durch/über die Atmosphäre Richtung Weltall am TOA:
            eta(Erde) = [E(an der Oberfläche) – E(Top Of Atmosphere)]/E(an der Oberfläche)
            eta(Erde) = (374 W/m^2 – 238 W/m^2)/374 W/m^2 = 0,3636

            + mittlerer Emissionsgrad der Erd-Oberfläche e(surface) = e(s):
            e(s) = 0,96 (laut NASA)

            + Solarkonstante S:
            S = 1361 W/m^2 (laut NASA)

            Also, kein „atmosphärischer Treibhauseffekt“ in Sicht, alles nur eine Frage der richtig formulierten Energiebilanz-Erhaltung.

            ++ Hier noch eine Alternativ-Berechnung der mittleren Einstrahlungsleistungdichte (1.Näherung: Sonne als Punktstrahler) der stern-zugewandten Oberflächen-Hemisphäre.

            Eine sphärische Symmetrie der Einstrahlung soll gegeben sein. Die Einstrahlung wird auf die Funktion s(y) normiert, wobei die relative Sonneneinstrahlung auf das Integral[s(y)dy][0 bis 1] = 1 normiert ist. Die relative Einstrahlungsfunktion s(y) kann dann wie folgt formuliert werden:

            s(y) = 2/pi^2*Integral{sqrt[1 – (sqrt(1-y^2)*sin(n)*cos(b) – y*cos(n))^2]*db}{0 bis 2pi}

            wobei n = Neigungswinkel (aktuell 23,5°) und b = Breitengrad ist.
            Eine Approximation der Integral-Funktion s(y) ergibt (Legendre-Polynom):

            s(y) = 1 – s2/2 + 3/2*s2*y^2 = 1 + s2/2*(3*y^2 – 1)

            mit s2 = -0,482 (aus den astronomischen Daten für die Erde gewonnen).
            Mit y = sin(b) erhält man eine breitengrad-abhängige Funktion: s(b) = 1 + s2/2*[3*(sin(b))^2 – 1].

            In Verbindung mit der zeitlich-abhängigen Albedo a und Solarkonstante S ergibt sich für die breitengrad-abhängige Einstrahlung die sonnen-zugewandten Hemisphäre:

            P(in,b) = S*(1 – a)*{1 – 0,482/2*[3*(sin(b))^2 – 1]}

            wobei sich der durchschnittliche Breitengrad b der Sonnenbestrahlung mittels der bestrahlten Bereiche für die Wendekreis-Flächen der Erd-Oberfläche von 23,5*0,3987+66,5*0,5183+90*0,0829 = 51,3 Grad ergibt. Mit a = 0,296, b = 51,3 Grad der Bestrahlung der relativen Einheitsfläche ergibt sich ein mittlerer Wert von 767 W/m^2 für die sonnen-zugewandte Oberflächen-Hemisphäre.

            Mfg
            Werner Holtz

          • @P. Berberich 19. April 2017 um 11:14

            Herr P. Berberich,

            Zitat: Bitte geben Sie mir einen Literaturhinweis.

            Bei den zahlreichen Papers zum Erdmond kann man schon mal den Überblick verlieren.

            Aber in einem von diesen Papers sollten Sie fundig werden – Hoffe ich!
            NASA/TM—2008-215300 – August 2008 – Transient Thermal Model and Analysis of the Lunar Surface and Regolith for Cryogenic Fluid Storage
            Oder
            Surface brightness temperature at the Apollo 17 heat flow site: Thermal conductivity of upper 15cm regolith
            Oder
            Thermal Radiation Characteristics and Thermophysical Properties of Lunar Materials

            Ich habe die Größe von ca. 80 cm in 1.Näherung mal verifiziert. Ich hoffe Sie können damit etwas anfangen. Für den Erdmond haben ich folgende Daten zusammengetragen (stammen aus Veröffentlichungen zum Diviner Lunar Radiometer Experiment und den Apollo-Missionen der NASA):
            Rotationsperiode: 27,322 d = 655 h 43 min 11,5 s
            mittlerer Emissionsgrad: e(day) = 0,92; e(night) = 0,96
            mittlere sphärische Albedo: a = 0,11
            mittlere Oberflächentemperatur der Tagseite: T = 380K
            mittlere Oberflächentemperatur der Nachtseite: T = 100K
            mittlere Dichte: rho = 3341 kg/m^3
            Oberflächen-nahe Dichte: rho(O) = 3000 kg/m^3
            Spez. Wärmekapazität: c(T) = -154,9 + 4,983*T – 0,008207*T^2 + 0,000005192*T^3 -> c(T=380K) = 838 J/(kg*K) ; c(T=100K) = 266 J/(kg*K)
            Wärmeleitfähigkeit: lambda = 1,491 W/(m*K) bzw. J/(s*m*K)
            Gesamtmasse vom Mond: m = 7,349*10^22 kg
            mittlerer Mond-Radius: rm = 1738000 m
            mittlere Mond-Oberfläche: O = 4*pi*rm^2 = 3,796*10^13 m^2

            + Eindringtiefe h der Energie für 13,65 Tage Energiezufuhr (stationäre Wärmeleitung):
            h = [t*lambda/(c*rho)]^0,5 = [13,65*24*60*60*1,491/(838*3000)]^0,5 = 0,836 m

            + Dämpfungstiefe d der Energie für 27,3 Tage Periodendauer (instationäre Wärmeleitung):
            d = [tau*lambda/(pi*ca*rho)]^0,5 = [27,3*24*60*60*1,491/(pi*552*3000)]^0,5 = 0,822 m

            Wirksame Masse für die Eindringtiefe h = 0,836m -> m = dV*rho(O) = 4/3*pi*[rm^3 – (rm-h)^3]*rho(O) = 9,52*10^16 kg
            Wirksame Masse für die Dämpfungstiefe d = 0,822m -> m = dV*rho(O) = 4/3*pi*[rm^3 – (rm-d)^3]*rho(O) = 9,36*10^16 kg

            Aus der Energiebilanz-Erhaltung (1.Näherung) m*c*dT/dt = -A*e*sigma*T^4 folgt nach dem Auflösen nach der Temperatur in Abhängigkeit von der Zeit: T(t) = {T0^3/[1 + (3*T0^3*e*sigma*A)/(m*c)*t]}^1/3 mit T0 = mittlere Oberflächentemperatur der Tagseite 380K, e = mittlerer Emissionsgrad der Tagseite e(day) = 0,92 und A = O/2 für die Tagseite.

            Die scheinbare mittlere Oberflächen-Temperatur nach 13,65 Tagen Energiezufuhr für die Rotationsdauer von 27,3 Tagen ergibt
            + für den stationären Fall einen Wert von:
            T(t) = {380^3/[1 + (3*380^3*0,92*5,67*10^-8*1,898*10^13)/(9,52*10^16*838)*(27,3*24*60*60)]}^1/3 = 211K

            + und für den instationären Fall einen Wert von:
            T(t) = {380^3/[1 + (3*380^3*0,92*5,67*10^-8*1,898*10^13)/(9,36*10^16*552)*(27,3*24*60*60)]}^1/3 = 187K

            Da die differentielle Änderung der Wärmekapazität in Abhängigkeit zur Temperatur und Tiefe in beiden Fällen vernachlässig wurde, liegt die „wahre“ scheinbare mittlere Oberflächentemperatur zwischen diesen beiden Grenz-Größen 187K < T < 211K.

            Die Dämpfungstiefe d ist dabei ein Maß für das Eindringen der Temperaturwelle d = [tau*lambda/(pi*ca*rho)]^0,5, wobei ca = [c(Tmax) + c(Tmin)]/2 die spezifische Wärmekapazität der Temperaturamplitude kennzeichnet.

            Mfg
            Werner Holtz

          • Werner Holtz 20. April 2017 um 22:02
            Die Eklärung/Betrachtung im Staatsexamen zum atmosphärischen Treibhauseffekt ist völlig korrekt. Da ich das nicht besser formulieren kann, zitiert aus S. 17:

            Der Einfluss des Treibhauseffekts auf das Klima der Erde lässt sich bereits anhand sehr einfacher mathematischer Modelle aufzeigen. Es sei dazu zuerst angenommen, die Erde besitze keine Atmosphäre und eine Oberflächenhälfte des Erdballes empfange somit die verlustfreie Solarstrahlung. Dabei entspricht die aufgenommene Strahlungsleistung derjenigen einer mit der Solarkonstante SE = 1, 37 kW/m2 bestrahlten Kreisfläche mit Erdradius RE = 6371 km, wie folgende Abb. 2.12 veranschaulicht.

            Das ist einfachste Mathematik, max. 7. Klasse – Berechnung von Kreis-und Kugelfläche, die sich durch den Faktor 4 unterscheiden. Daraus folgt, dass die Sonne stets (24h/Tag) exakt 1/4 der Erdoberfläche bestrahlt.
            Vielleicht können Sie zu Ihren Berechnungen einen Link angeben. Das würde
            a) die Lesbarkeit verbessern (Formelzeichen) und
            b) den Eindruck vermitteln, dass es doch einen gewissen Hintergrund hat, der es lohnend erscheinen lässt, sich damit auseinanderzusetzen.
            Ansonsten macht mich Ihr Punktstrahler auf den ersten Blick schon sehr misstrauisch, denn bei einem Brennglas (Lupe) befindet sich der BrennPUNKT auf der anderen Seite.

          • Werner Holtz 20. April 2017 um 22:02 (Nachtrag zu meinem vorigen Post)

            Meine obige Aussage

            Daraus folgt, dass die Sonne stets (24h/Tag) exakt 1/4 der Erdoberfläche bestrahlt.

            bezieht sich auf die (effektive) Leistungsaufnahme. Selbstverständlich wird tatsächlich eine Halbkugel mit der doppelten Fläche gegenüber der Kreisfläche bestrahlt und unterschiedlich hell beleuchtet. Für die Strahlungsbilanz ist aber nur die Leistungsaufnahme relevant. Deshalb hier nochmal das klar und eindeutig formulierte Zitat aus der Diplomarbeit:

            Dabei entspricht die aufgenommene Strahlungsleistung derjenigen einer mit der Solarkonstante SE = 1, 37 kW/m2 bestrahlten Kreisfläche mit Erdradius RE = 6371 km

            Übrigens tauchen in Ihrer Rechnung hie und da Zahlenwerte auf, die mit denen in der Diplomarbeit übereinstimmen. Möglicherweise haben Sie nur (von hinten durchs Knie) mathematisch bewiesen, dass die Rechnung mit der Fläche stimmt.

          • @P Paula 21. April 2017 um 17:51

            Frau/Herr P Paula,

            Zitat: Daraus folgt, dass die Sonne stets (24h/Tag) exakt 1/4 der Erdoberfläche bestrahlt.

            Nach dieser Betrachtung würde die Erde eine Scheibe sein und in gleichmäßiger Durchschnittsdämmerung von der Sonne beschienen werden – entspricht dieses der Realität? Die Erde wird nicht zu 1/4 ihre Oberfläche in 24h/Tag bestrahlt, dass ist physikalischer Unsinn und hat nichts mit der Realität zu tun. In 24h wird die halbe Erd-Oberfläche bestrahlt. Deshalb gibt es die Tag- und Nacht-Hemisphäre.

            Zitat: Dabei entspricht die aufgenommene Strahlungsleistung derjenigen einer mit der Solarkonstante SE = 1, 37 kW/m2 bestrahlten Kreisfläche mit Erdradius RE = 6371 km.

            Nein, entspricht eben nicht der realen Leistungsdichte der Einstrahlung auf der Tag-Hemisphäre. Die Erde empfängt auf der Tag-Hemisphäre 755 W/m^2, und diese Energie/Leistungsdichte wird (angenommen) gleichmäßig über die Erd-Oberfläche verteilt. Damit ergibt sich eine Größe von 378 W/m^2 und diese entspricht einer „globalen“ Durchschnitts-Temperatur von ca. 288K. Damit kann es keinen „atmosphärischen Treibhauseffekt“ geben.

            Zitat: Ansonsten macht mich Ihr Punktstrahler auf den ersten Blick schon sehr misstrauisch, denn bei einem Brennglas (Lupe) befindet sich der BrennPUNKT auf der anderen Seite.

            Sie haben wirklich nicht den leisesten Schimmer. Einen Strahler kennzeichnet, dass die Intensität J(r) bei Strahlungsquellen von unterschiedlicher Geometrie verschieden ist. Der Wert der Solarkonstante (Total Solar Irradiance/TSI mit der Distanz 1 AE) beschreibt die Strahlungs-Emission der Sonne bei einer Distanz von 1 AE zum Sonnenzentrum (einem Punkt). Die Sonne wird deshalb in allen gängigen Betrachtungen als (isotroper) Punktstrahler behandelt. Auch der Schreiber dieses Staatsexamen trifft diese Annahme, er hat es wahrscheinlich nicht für nötig gehalten, es zu erwähnen. Die Sonne ist aber kein (isotroper) Punktstrahler, sondern ein (fast homogener) Flächenstrahler. Deshalb müsste man bei allen Berechnungen noch einen Flächenfaktor berücksichtigen. Deshalb spreche ich in dieser Hinsicht immer von erster Näherung, wenn man mit der Sonne als Punktstrahler für die Erde arbeitet. Möchte man es ganz genau wissen, müsste man die Sonne sogar als Volumenstrahler betrachten.

            Zitat: Übrigens tauchen in Ihrer Rechnung hier und da Zahlenwerte auf, die mit denen in der Diplomarbeit übereinstimmen.

            Welche Zahlenwerte? Zahlenwerte die gleich erscheinen, müssen nicht die gleiche Bedeutung haben.

            Zitat: Möglicherweise haben Sie nur (von hinten durchs Knie) mathematisch bewiesen, dass die Rechnung mit der Fläche stimmt.

            Nee, sonst würde ich auf die gleichen unsinnigen Werte kommen.

            Wie hatte es Stephen Hawking mal formuliert und seinen Unmut gegenüber diese unsinnigen These zum Ausruck gebracht:
            „Die abgehende Wärmestrahlung verliert Energie, soll aber mit mehr Energie zurückkommen, um die Erde zu erwärmen.“

            Mfg
            Werner Holtz

  9. ob Wissenschaftler sich einig sind oder nicht, ist für eine Naturwissenschaft (und das behauptet die Klimawissenschaft ja zu sein) völlig uninteressant. Nur die Ergebnisse von Experimenten entscheiden, ob eine Theorie vorläufig als richtig anzusehen ist ( der einfluß von CO2 auf das Klima ist keine Theorie sondern bestenfalls eine Vermutung). Ich erinnere hier an den wundervollen Satz von R. Feynman: Egal wie klug du bist, egal wie schön oder elegant deine Theorie ist, wenn sie nicht mit den Daten übereinstimmt, ist sie falsch. Unsere Politiker kapieren so etwas natürlich nicht oder wollen es nicht kapieren, weil sie Naturwissenschaften für ihre politischen Zwecke gebrauchen bzw. mißbrauchen wollen

    • Sehr geehrter Herr Holtz,
      Was da geschrieben wird über die Temperaturen unter der Oberfläche, ist für mein Verständnis nicht schlüssig.
      Wenn eine extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit auf den ersten zwei Zentimetern diagnostiziert wird und trotzdem in 35 cm Tiefe eine Temperaturdifferenz von 45 K gemessen wird, reicht bei mir die eigene Logik nicht, den Sachverhalt zu begreifen.
      Frage1: die Messwertreihen (vom DIVINER-Experiment) sind momentan  nicht abrufbar.Kennen Sie die Ursache?
      Frage2: können Sie in groben Zügen aufzeigen, wie Sie sich eine Energiebilanz vorstellen ?
      Mit herzlichem Glückauf

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