Klima-Lügen­detektor: Wer der Bildzeitung sagt, Eisbären würden nicht durch den Klima­wandel sterben, ist ein schlimmer Dema­goge

Logo des Klima-Lügendetektors

Helmut Kuntz
Unsere Regierungsberaterin für Energie und Klima betreibt eine WEB-Seite für regelmäßige (Des-)Information zum Klima und EEG [12] [13], welche auch den bekannten Klima-Lügendetektor unterstützt und dorthin verlinkt [1]. Und dieser Lügendetektor „informiert“ aktuell, dass es nicht sein kann, dass Eisbären nicht durch den Klimawandel untergehen und wer dies doch behauptet, ein Demagoge, wenn nicht gar ein vom Klima-Lügendetektor enttarnter Lügner sein muss.

Womit dieser „Klima-Lügendetektor“ voll in die Fußstapfen der Kirche tritt, welche ebenfalls wieder dabei ist, Wissen durch vorgegebenen Glauben zu ersetzen: Ein Eisbär wird vom Erzbischof als Märtyrer des Klimawandels gesegnet und beginnende Beispiele liefert, was die neue Gesetzgebung gegen Fake News des Herrn Maas anrichten wird.

Wer unsere Regierung berät, weiß genau zwischen Wahrheit und falsch zu unterscheiden

Anlass für „klimaretter“ ist ein Artikel in der Bild-Zeitung, in dem ungeheuerlicher Weise anhand von Beispielen Kritik an der Klimahysterie zu äußern gewagt wird.

Bild 1 Bildausschnitt des Bild-Artikels. Quelle: Klima-Lügendetektor

Nun hat der Interviewte in diesem Bild-Artikel auch noch bereits in früheren Publizierungen klima „skeptische“ Thesen verbreitet Und dies, in Verbindung mit dem aktuellen klimakritischen Artikel, ist – so hat man den Eindruck – für „klimaretter“ die wohl schlimmste Provokation seit dem letzten Thesenanschlag vor 500 Jahren.

Klima-Demagogie

Mit einem solch schlimmen Fall von „Fake-News“ und Anschlag gegen die allein seligmachende Klimakirche muss die Homepage einer Regierungsberaterin natürlich ins Gericht gehen und aufzeigen, dass wer „vermutlich ganz gut“ von seinen Artikeln leben kann – sofern er nicht der Meinung von klimaretter ist – bereits Prinzip bedingt seine Glaubwürdigkeit verspielt hat und Fake-News verbreitet:
Klimaretter.info: Bild-schöne Klima-Demagogie, mit Verlinkung auf die Seite des Klima-Lügendetektors:
Klima-Lügendetektor, 15. März 2017: [1] Das Boulevardblatt bietet dem „streitbaren Buch-Autor, Doku-Filmer und Naturschützer Michael Miersch (60)“ eine große Bühne für eine ganze Reihe irreführender und falscher Aussagen. Aber wir wollen hier nur die drei krassesten Passagen genauer anschauen.
Michael Miersch hat einen neuen Job. Miersch, Miersch, wer war das nochmal? Genau, die eine Hälfte des Autorenduos Maxeiner & Miersch, das seit mittlerweile zwei Jahrzehnten (vermutlich ganz gut)
vom Öko-Bashing lebt. Vor ein paar Jahren war Miersch mal Ressortleiter beim Focus (eine Titelstory damals: „Prima Klima: Die globale Erwärmung ist gut für uns“). Davor hat er in der Welt klima„skeptische“ Thesen verbreitet. Dasselbe tat er lange Zeit auf dem Provokanten-Blog Achse des Guten, den er dann aber – dazu eine ehrliche Gratulation! – unter Protest gegen dessen immer stärkeren Rechtsdrall verließ.

Eine ganz schlimme Eigenschaft dieses Autor ist: Er lässt sich nicht von (teils korrupten) Autoritäten und Institutionen blenden (Anmerkung des Autors: Ein Verhalten, welches klimaretter.info, vorsichtig ausgedrückt, ziemlich fremd ist).

Er widerspricht ganz kühn der weltweiten Autorität IUCN

Klima-Lügendetektor:
[1] So fragt Bild-Reporter Albert Link zum Beispiel nach der Zukunft der Eisbären: (Bild 2)

Bild 2 Bildausschnitt mit den Antworten zur Zukunft der Eisbären. Quelle: Klima-Lügendetektor

Lügendetektor: [1] Nun, wer sich hier auf dünnes Eis begibt, ist vor allem der „Leiter Naturbildung“ Michael Miersch. Denn er widerspricht hier ganz kühn der weltweiten Autorität auf dem Gebiet des Artenschutzes, der Weltnaturschutzunion IUCN, die den Eisbären seit langem auf ihrer Roten Liste führt. Und er verbreitet eines der, gähn, ältesten Pseudo-Argumente der Klimawandel-Leugnerszene: Denn die Zahl von weltweit 5.000 Eisbären aus den 1950er Jahren war erstens schon damals umstritten und wurde zweitens im Nachhinein ausdrücklich revidiert.
Zudem hat
die zwischenzeitliche Zunahme des Eisbären-Bestandes nichts damit zu tun, dass der Klimawandel übertrieben wird – sondern damit, dass parallel die Jagd auf Eisbären weitgehend verboten wurde. Vor wenigen Wochen erst kam ein Team renommierter Forscher erneut zu dem Ergebnis, dass der Schwund des arktischen Meereises zu einem drastischen Rückgang der Eisbären-Population führen werde.

Für klimaretter haben (zustimmende) „renommierte“ Forscher schon aus Prinzip recht

Die „Klimaretter-Redaktion“ macht das, was sie am besten kann: Allein wichtig ist die erwünschte Tendenz-Information. Und vorsichtshalber wird nicht hineingesehen, ob diese überhaupt glaubhaft ist, denn dann könnte es (oft) sein, dass man sie eher nicht veröffentlichen sollte – ein Risiko, welches man bei „zustimmender Aussage“ nicht eingehen will. Zudem ist bei klimaretter wohl jeder ganz schnell „weltweite Autorität“, wenn er nur ihre Vorgaben kritiklos teilt.

Der im Lügendetektor angegebene Beleg „ … erst kam ein Team renommierter Forscher erneut zu dem Ergebnis“ [8],
erweist sich bei der Nachschau jedenfalls als eine höchst primitive Computersimulation, ausgehend von einer angeblichen Korrelation zwischen linear verlaufendem Meereisschwund und Eisbärpopulation, bedenkenlos weit in die ferne Zukunft projiziert. Ein Verfahren, dessen methodischer Schwachsinn beim Klimawandel leider bewusste Methode hat, obwohl diese bereits für eine schier endlose Zahl falscher Weltuntergangsvorhersagen „renommierter Forscher“ verantwortlich ist:
-Malthus mit seiner falschen Ernährungsprognose der Erdbevölkerung,
-der Club of Rome mit seinen immer neu verschobenen Apokalypsen, unter anderem 1972 das Ende von:
Erdöl im Jahr 1992 oder 2001; Kupfer für 2006; Goldvorräte 1981 erschöpft; Quecksilber 1983; Silber 1986; Zinn seit 1987
und so geht es mit vollkommen falschen „Vorhersagen“ weiter [18],
was ihn (den honorigen Club of Rome) nicht daran hindert, immer neue (falsche) Prognosen zu verkünden (und trotzdem, wie der Autor in seinem Bekanntenkreis feststellen muss, hoch geachtet zu sein),
-Al Gore, der bis zum Jahr 2009 wusste, dass das Sommer-Arktiseis im Jahr 2013 ganz verschwunden sei, wobei er sich auf die „ganz genauen“ – und „vorsichtshalber noch sehr konservativ angegeben“ – Berechnungen von Supercomputern und Fachleuten wie diesen stützte:
-[14] BBC News, 12 December 2007: Arctic summers ice-free ‚by 2013‘
Scientists in the US have presented one of the most dramatic forecasts yet for the disappearance of Arctic sea ice. Their latest modelling studies indicate northern polar waters could be ice-free in summers within just 5-6 years.
„Our projection of 2013 for the removal of ice in summer is not accounting for the last two minima, in 2005 and 2007,“ the researcher from the Naval Postgraduate School, Monterey, California, explained to the BBC. „So given that fact, you can argue that may be our projection of 2013 is already too conservative.“

Auch die Daten des IUCN weisen keinen Eisbären-Populationsverlust aus. Man muss gar nicht von dem kritisierten (aber eben damals so gemeldeten), Populations-Bestand von 5.000 ausgehen, sondern kann auch die später revidierten Daten verwenden, um trotzdem zu einem steigenden Ergebnis zu gelangen:
[4] Die Rote Liste des IUCN nennt am 27.08.2009 einen Bestand von 20.000 bis 25.000 Eisbärenindividuen. Von nur noch 16.000 Eisbären kann also keine Rede sein. Auch ein Blick auf die Bestandserhebungen seit 1950 lässt erkennen, dass sich der Bestand von vormals 5.000 Eisbären bis heute erheblich erhöhte und seit 2001 recht stabil blieb. 1950 gab es bis zu 5.000 Eisbären 1965–1970 gab es 8.000-10.000 Eisbären 1984 gab es 25.000 Eisbären 1997 gab es 22.000-27.000 Eisbären 2001 gab es 21.500-25.000 Eisbären 2005 gab es 20.000-25.000 Eisbären
Zufügung des Autors: Aktuell wird der Bestand auf zwischen 20 … 31.000 geschätzt Ohne Bejagung (ca. 1000 Stück / pa) läge der Bestand aktuell bei ca. 60.000 Stück (Nachkommen noch nicht eingerechnet). Eine umfangreiche Darstellung dazu findet sich auch bei kaltesonne: [20] Eisbären-Statistik-Gruppe räumt ein: Veröffentlichte Eisbärenzahlen sind lediglich eine “qualitative Vermutung mit dem Ziel das öffentliche Interesse zu befriedigen.

Bild 2.1 [20] PBSG-Schätzung des Eisbärpopulationsverlaufs (Startwert 1960: 5.000 – 15.000 St). Grüne, gestrichelte Linie: Eisbärpopulation ohne die Bejagung von 1.000 Eisbären / pa. (keine Nachkommen eingerechnet) vom Autor ergänzt

… und (zustimmenden) „weltweiten Autoritäten“ muss man bedingungslos glauben

Klar, dass klimaretter auch nicht über das Wichtigste informiert, die Fälschung und massiven Fehler der offiziellen Eisbär-Populationsdaten durch genau dieser „ … weltweiten Autorität auf dem Gebiet des Artenschutzes“, der IUCN Polar Bear Specialist Group (PBSG),
wie es im Artikel: [4] Der Eisbär vermehrt sich stetig – aber sein Aussterben simulieren darf man doch (1) und [20] beschrieben ist:
[4] Mehr durch einen Zufall kam heraus, dass die Polar Bear Specialist Group (PBSG) welche die Zahlen zum Eisbären-Bestand veröffentlicht nicht wirklich zählte, sondern die Populationsdaten einfach vermutete:
Derzeitiger Vorsitzenden der PBSG, Dr. Dag Vongraven: qualitative Vermutung mit dem Ziel das öffentliche Interesse zu befriedigen”.
Außerdem wurden in den „Erhebungen“ gleich fünf wichtige Eisbärgebiete ausgespart. Die bisherigen Meldungen zu den Beständen waren also reine, alarmistische Schätzwerte.

Auf Spitzbergen gibt es 40 Prozent mehr Eisbären, als bei der letzten Zählung vor elf Jahren

Im Teil 2 des Artikels: [10] Der Eisbär vermehrt sich stetigaber sein Aussterben simulieren darf man doch (2),

sind weitere, aktuelle Studien gelistet und eine Zukunfts-Bestandssimulation nachgerechnet – mit niederschmetternden Ergebnis für die „Verfechter“ einer (simulierten) Bestandsminderung. Die Differenzen sind so groß, dass es sogar Medien in Deutschland aufgefallen ist:
[10] Stuttgarter Zeitung: „ … Doch Jon Aars berichtet etwas Erfreuliches. Der norwegische Polarforscher hat im Sommer die Eisbären auf Spitzbergen gezählt. Ihre Zahl ist deutlich gestiegen: 972 Eisbären leben auf der norwegischen Inselgruppe am Polarkreis, etwa 40 Prozent mehr als bei der letzten Zählung vor elf Jahren. „Die Bären befinden sich in einem guten Zustand“, sagt Jon Aars“.
Repräsentativ ist dies deshalb, weil im norwegischen Spitzbergen durch eisernen Schutz für die Bären vollkommen „natürliche“ Verhältnisse herrschen und es dazu noch eine Gegend ist, welche als Sinnbild des Klimawandels gilt [19], den Eisbären also nach der „reinen Lehre“ am meisten schaden müsste.

Der Klimawandel vollzieht sich zu schnell, als dass sich Tiere und Pflanzen einfach daran anpassen können

Lügendetektor: [1] Auf die nächste Frage antwortet Miersch ähnlich zweifelhaft: Text Bild 3

Bild 3 Bildausschnitt. Quelle: Klima-Lügendetektor

Lügendetektor: [1] An dieser Antwort ist mehrerlei irreführend:

Erstens wird es beim Klimawandel zwar in der Tat „Gewinner und Verlierer“ geben – aber die Zahl der Verlierer dürfte überwiegen, so die übereinstimmende Einschätzung von Forschern und Naturschützern.
Zweitens mag es zwar in Warmzeiten eine größere Artenvielfalt gegeben haben als in Kaltzeiten – aber der gegenwärtige
Klimawandel ist weniger wegen seines absoluten Temperaturanstiegs ein Problem für viele Arten, sondern wegen seines Tempos: Er vollzieht sich schlicht zu schnell, als dass sich Tiere und Pflanzen einfach daran anpassen könnten.

Interessant ist, dass wenigstens „akzeptiert“ wird, dass Warmzeiten eine größere Artenvielfalt hatten. Dabei war die Erde in der Vergangenheit fast immer wärmer und wir befinden uns aktuell in einer der wenigen – aber sehr kalten – Phasen (in dieser jedoch zum Glück in einer kurzen, zyklischen Zwischenerwärmung), aus der lediglich Computersimulationen einen Weg zu mehr Wärme weisen, während die Zyklik viel eher auf eine kommende Eiszeit zeigt (Bild 5):
EIKE 25.12.2016: Man sollte schon langsam an die nächste Eiszeit denken, denn wenn die neuesten Hypothesen sich als falsch erweisen, kann sie schnell da sein

Bild 4 Welt-Klimageschichte. Quelle: WIKIPEDIA Klimageschichte (vom Autor ergänzt)
Bild 5 Temperaturverlauf der letzten 450.000 Jahre. Quelle: climate4you.com – Ole Humlum – Professor, University of Oslo Department of Geosciences. Vom Autor um Angaben zu den letzten vier Eiszeiten der Alpen ergänzt

Arten müssten sich bis Ende dieses Jahrhunderts mehrere Tausend mal schneller anpassen, als sie es in der bisherigen Erdgeschichte taten

Die Argumentation mit dem extremen Tempo des anthropogenen Klimawandels scheint auch nicht mehr ausrottbar zu sein.

Selbst wenn „Wissenschaftler“ ermittelt haben wollen (auf diese Studie verweist der „Beleglink“ des Lügendetektors):
Klimafakten.de: … Um mit dem zu erwartenden Tempo der Erderwärmung schrittzuhalten, müssten sich Arten bis Ende dieses Jahrhunderts mehrere Tausend mal schneller anpassen, als sie es in der bisherigen Erdgeschichte taten …,
fragen sich klimaretter-Redakteure und auch die von Klimafakten.de nicht, ob es überhaupt möglich ist, oder auch nur ein Minimum an Wahrscheinlichkeit hat, nach dem Motto: So viel Irrsin muss doch schon wieder Wahrheit haben, so schlimm kann ein „Fachmann“ doch gar nicht daneben liegen.

Der Autor fragt es sich jedoch und widerspricht ganz kühn mit einer Behauptung: Bei der Klimawissenschaft geht „immer schlimmerer Irrsinn“ problemlos, gerade auch durch „namhafte Wissenschaftler“, man denke nur an die Herren Schellnhuber [23] und Rahmstorf vom PIK. Trotzdem bleibt es Schwachsinn, verbrämt durch pseudowissenschaftliche Darstellung und wie immer: Computer(Spiel)Simulationen. Immer neue Beispiele dafür gibt es zuhauf:
Ruhrkultour: [22] Brexit, Dürre und Diabetes – der Klimawandel war’s!

Man sehe sich nur Bild 5 an und versuche aktuell einen „mehrere Tausend mal schneller … “ Anstieg überhaupt physikalisch möglich zu machen, geschweige denn zu finden. Eher käme man darauf, dass das aktuelle Klimaverhalten seit 11.500 Jahren, wie auch seit 1750 zum Beispiel in Deutschland (Bild 6) und seit 1979 der Welt (Bild 7) gegenüber den Schwankungen und auch Geschwindigkeiten früherer Zeiten ziemlich langweilig ist.
Das folgende Bild 6 lokaler, klimatischer Veränderungen der letzten 40.000 Jahre, zeigt ebenfalls, dass die Vergangenheit nie so „ruhig“ war, wie es von AGW-„Klimawissenschaftlern“ behauptet wird. Die „Ruhigstellung“ erscheint erst durch die Mittelungen möglichst vieler Proxis, weil dadurch die teils extremen Verlaufsdifferenzen geglättet werden und auch dadurch, dass viele Proxis hohe Änderungsgeschwindigkeiten gar nicht abbilden können
[22].

Bild 6 [17] Klimatische Veränderungen im Golf von Aden (Somalia) in den letzten 40.000 Jahren. Anmerkung: YEAR 0 ist unser Zeitalter
In den vielen Klimarückblicken des Autors sind deshalb auch ganz bewusst immer die Temperaturverläufe seit 1750 dargestellt. In solchen Bildern kann man einmal spaßeshalber versuchen, Anstiegsraten zu finden, die „mehrere Tausend mal schneller … “ sind und an die sich gegenüber früheren Zeiten deshalb kein Lebewesen mehr anpassen kann.

Bild 7: Deutschland-Temperaturen. Übereinander gelegte Temperaturverläufe der drei Wintermonate seit dem Jahr 1750, mit Normierung auf den Endwert 0. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt
Bild 8 RSS Satelliten-Temperaturdaten der Hemisphären (bis ca. 3 km Höhe). Temperaturverläufe der von Satelliten abgedeckten Breitengrade ohne North Polar. Die Temperaturen der Regionen sind auf den Endwert 0 normiert und übereinander gelegt. Grafik vom Autor aus den RSS-Daten erstellt.

Was der Lügendetektor „genau“ weiss: Die Temperatur im Jahr 2100, wissen die Klimawissenschaftler nicht im Entferntesten. Jedes Mal, wenn sie neue Parameter in ihre Simulationen eingeben, kommen andere Zielwerte heraus.

Bild 8.1 Temperatur-Vorhersagevarianten. Quelle: NoTricksZone: Scientific Papers Predict Cooling In Coming Decades

Auch das Waldsterben darf nicht sterben

Klima-Lügendetektor: [15] … Als weiterer Beleg für die vermeintliche Öko-Hysterie gilt Miersch, dass das Waldsterben „ausgeblieben“ sei und es dem deutschen Wald ja heute „besser denn je“ gehe:
Letzteres ist Quatsch, wie ein schneller Blick in
den letzten Waldzustandsbericht zeigt (zwar hat sich die Lage bei einigen Nadelbäumen verbessert, bei Laubbäumen hingegen haben die Schäden seit Beginn der Erhebungen 1984 stark zugenommen). Und das Ausbleiben eines noch dramatischeren Waldsterbens ist – wie das kleiner werdende Ozonloch – kein Beleg für ungerechtfertigte Panikmache, sondern ein positives Ergebnis genau dieser Kampagnen der Umweltbewegung.

Nicht auszudenken, ein klimaretter-Redakteur*in hätte einmal wirklich in solche Waldschadens-Berichte hineingesehen und über die Daten nachgedacht, wie es der Autor schon mehrmals intensiv getan hat.
Dann wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass es dem Wald nie besser ging und „Kampagnen der Umweltbewegungen“ wohl wenig Einfluss darauf hatten, inzwischen schon negativ wirken, weil Schädlinge nicht ausreichend bekämpft werden dürfen und GRÜNE Windindustrie große Waldgebiete zerschneidet (Bilder 9; 10)– allerdings auch, dass der berichtete Waldzustand und Übersehen von drastischen Erfassungsfehlern teilweise mit bestimmten Parteien korreliert, sowie Daten vor ca. 1990 entweder nicht vorliegen oder wegen anderer Erfassungsmethodik nicht vergleichbar sind:
EIKE 22.12.2016: Der Wald muss wegen der Ideologie weiter leiden: Macht DIE LINKE den Wald in Thüringen kaputt und gar nicht der Klimawandel?
EIKE 05.08.2015: [16] Nicht ewig leiden die Wälder– Wie der deutsche Wald innerhalb von drei Monaten genesen ist

Bild 9 [16] Waldzustandserhebung 2014, alle Schadstufen-Einzelkurven und auf den Wert von 2014 normiert
Die GRÜNEN (und klimaretter) vergessen dabei auch, dass der Deutsche Wald alleine durch die verteufelte Kohle gerettet wurde. Hätte man deren Energieinhalt nicht früh genug erkannt, sähen weit mehr Gegenden so wie die ehemals waldbestandene Lüneburger Heide aus.

So wie der Wald im Mittelalter durch Energiemangel durch großflächige Abholzung in vielen Gegenden verschwand, ist er es heute durch GRÜN verursachten Energiemangel wieder. Was GRÜNE Ideologie und die Klimaschutzverbände dabei anrichten (dürfen), hätte man sich davor nie vorstellen können. Aber wie man am Bildtext von Bild 9 lesen kann, ist der große Vorteil GRÜNER Waldzerstörung, dass dabei wirklich auf jede schutzwürdige Spezies sorgfältig geachtet wird.

Bild 10 Windradgründung im Wald. Quelle: Kölner Stadtanzeiger
Bild 11 Energiepark Morbach. QUELLE: WKIPEDIA Autor: Toksave 2007

Fazit

Klimaretter ist aufgrund ihres erschütternd niedrigen Argumentationsniveaus, welches sich eher durch Häme und Härte, als durch Inhalt auszeichnet, keinen Deut „besser“ als eine weltweite Riege von Klimaaktivisten:
EIKE 27.09.2016: Der Krieg des Klimas gegen die Menschheit (über den angeblich berühmtesten Klimaaktivisten der Welt, McKippen).
Schlimm jedoch, dass solches bei einer offiziellen Beraterin unserer Regierung ohne Folgen bleibt, beziehungsweise, dass diese (und die vielen „honorigen“ Betreiber der Seite) selbst sich nicht dafür schämen. Unverständlich zudem, dass ein so anklagender und teils bewusst gehässig geschriebener Artikel ohne Hinweis auf Verfasser*in erscheint. Es erinnert mehr als ein bisschen an die Hexenverfolgungen, wo ebenfalls grundsätzlich anonym angeklagt wurde.
Schützer des Klimas stört das alles jedoch nicht: Preise bekommen „gute Taten fürs Klima“ immer. Und ein dafür (mindestens für die Verlinkung zum „Lügendetektor“) mit-verantwortlicher Redakteur das Bundesverdienstkreuz
[24].


Bild 12 Preise des Klima-Lügendetektors: Quelle: Homepage Klima-Lügendetektor

Quellen

[1] Klimaretter.info: Bild-schöne Klima-Demagogie, mit Verlinkung auf die Seite des Klima-Lügendetektors:

[3] EIKE 06.03.2017: Beim Klimawandel bleiben Fake-News wohl „politisch korrekt“

[4] EIKE: Der Eisbär vermehrt sich stetig – aber sein Aussterben simulieren darf man doch (1)

[6] kaltesonne: Totgesagte leben länger: Schöne Grüße vom Eisbären, es geht ihm gut

[7] kaltesonne: Nicht Wärme sondern Schrotflinten sind die größten Feinde der Eisbären

[8] Eric V. Regehr at al.: Conservation status of polar bears (Ursus maritimus) in relation to projected sea-ice declines

[10] EIKE 4.03.2016: Der Eisbär vermehrt sich stetig – aber sein Aussterben simulieren darf man doch (2)

[11] EIKE 06.03.2017: Beim Klimawandel bleiben Fake-News wohl „politisch korrekt“

[12] EIKE 23.07.2016: Der Unterschied in der Klimawandel-Berichterstattung

[13] EIKE 19.11.2016: Desorientierung ist Preis-Wert: Umwelt-Medienpreis für klimaretter.info

[14] BBC News, 12 December 2007: Arctic summers ice-free ‚by 2013‘

[16] EIKE 05.08.2015: Nicht ewig leiden die Wälder– Wie der deutsche Wald innerhalb von drei Monaten genesen ist
[17] SCIENCE VOL 342 15 NOVEMBER 2013, Jessica E. Tierney and Peter B. deMenocal: Abrupt Shifts in Horn of Africa Hydroclimate Since the Last Glacial Maximum

[18] TYCHIS EINBLICK: Das Märchen von den Grenzen des Wachstums

[19] EIKE 06.12.2016: Am Nordpol ist es 20 Grad Wärmer als sonst

[20] kaltesonne: Eisbären-Statistik-Gruppe räumt ein: Veröffentlichte Eisbärenzahlen sind lediglich eine “qualitative Vermutung mit dem Ziel das öffentliche Interesse zu befriedigen”

[21] Ruhrkultour: Kafkaeske im Fake-State

[22] Ruhrkultour: Brexit, Dürre und Diabetes – der Klimawandel war’s!

[22] EIKE 26.03.2016: Rekonstruierte Temperaturverläufe der vergangenen zwei Jahrtausende. Eine Literatursichtung von 1990 bis ganz aktuell

[23] EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!

[24] Frankfurter Rundschau: Joachim Wille „Mal kurz die Welt retten – das dauert“

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4 Kommentare

  1. „Mehr durch einen Zufall kam heraus, dass die Polar Bear Specialist Group (PBSG) welche die Zahlen zum Eisbären-Bestand veröffentlicht nicht wirklich zählte, sondern die Populationsdaten einfach vermutete.“
    Damit ist der Eisbär in guter Gesellschaft. Alle Zahlen zum Artensterben sind Schätzungen, die sich aus hochgerechneten Hypothesen ergeben. Die immer wieder genannten Zahlen repräsentieren keine wirklichen Arten. Sowohl die Gesamtzahl der Arten, als auch die Zahl der aussterbenden Arten schwankt in großen Bandbreiten (bis zu Faktorgrößen).  Immer wird von einer kleine Stichprobe auf die Welt als Ganzes hochgerechnet. So kommen Forscher schon mal auf einen Bestand von 30 Millionen Insektenarten oder 1, 5 Millionen Pilzarten, 99 % davon hat noch nie jemand gesehen.
    Die Berichte über angebliche Massensterben beziehen sich also auf eine unbekannte Anzahl von Arten in einer unbekannten Gesamtzahl von Arten. Es gibt Modellannahmen wie „wenn 90 % des Lebensraums zerstört werden, verschwindet die Hälfte aller Arten“. So etwas wurde schon mal auf isolierten Inseln beobachtet. Aber ob sich das auf die Welt als Ganzes oder auf kontinentale Regenwälder oder auf was auch immer übertragen lässt, kann keiner sagen. Deshalb kann auch, bis auf wenige Ausnahmen, keiner die verloren gegangenen Arten benennen.
    Es gibt auch Untersuchungen, die mehr Anlass zu Optimismus geben. Neunzig Prozent des atlantischen Regenwaldes in Brasilien sind bereits seit langer Zeit gerodet. Trotzdem ist noch keine einzige Art bekannt, die wirklich ausgestorben ist. In Puerto Rico ist der Urwald seit Jahrhunderten gerodet. Von einstmals 60 Vogelarten sind aber nur 7 tatsächlich ausgestorben. Bei Insekten, Pilzen, Pflanzen etc. kann das anders aussehen, aber keiner weiß es.
    Die Zahl der NACHWEISLICH ausgestorbenen Arten ist jedoch halbwegs gesichert. Von 1600 bis heute waren es ca. 600 Tierarten, davon viele Inselarten und der Höhepunkt des Artensterbens lag vor 1920. Seit den 1960 Jahren gab es keine größeren nachweislichen Artenverluste, dank Artenschutzmaßnahmen!

    Trotzdem werden Mainstream Nachrichten wie hier im Spiegel niemals kritisch hinterfragt, obwohl alleine die angegebene Bandbreite buchstäblich Bände spricht:
    http://tinyurl.com/n65yogv
    „Jährlich gehen 11.000 bis 58.000 Arten verloren“
    „Derzeit gingen von den – vorsichtig geschätzt – fünf bis neun Millionen Tierarten weltweit jährlich 11.000 bis 58.000 verloren, heißt es in dem „Science“-Überblick.“
    Das alles ist nur ein modelliertes Artensterben. Deshalb, wenn jemand einem ein schlechtes Öko-Gewissen machen will, Augen auf!

  2. Einige Anmerkung zu obigen Bericht:

    J. Aars hat die Eisbären nur in dem norwegischen Teil dieses Gebiets gezählt. Im russischen Teil des Gebietes haben die Russen eine Zählung nicht erlaubt. In dem Bericht von Aars steht nicht nur, daß die Eisbären gut genährt sind sondern regelrecht fett. Interessant ist die Zunahme der Anzahl der Eisbären vor allen Dingen deswegen, weil es in diesem Teil der Arktis durch warmes Meerwasser zu einem Rückgang des Meereises gekommen ist.

    Die Behauptung eines statisch signifikanten  Temperaturanstiegs seit etwa 1850 ist wegen des zugrundegelegten völlig ungeeigneten autoregressiven Statistikmodells (so die Aussage des Statistikers des brit. met-Office D. NcNeal) nicht wahr. Wird das driftless ARIMA(3,1,0) Modell, was besser geeignet ist, zugrundegelegt, dann zeigt sich keine statistische Signifikanz des Temperaturanstiegs. Im Übrigen ist eine Globaltemperatur bzw. ihre Anomalien thermodynamischer Unfug. Unterstellt so ein Temperaturanstieg hätte wirklich eine Aussagekraft, dann ist die Behauptung, so einen Anstieg hätte es noch nie gegeben, eine bewußte Lüge. In den letzten 20000 Jahren findet man mehere Anstiege in einem Jahzehnt von 5°C und mehr. Wahrscheinlich sind die Steinzeitmenschen bei ihrer Mammutjagd soviel mit ihren SUV durch die Gegend gebraust, daß es zu derart schnellen Temperaturanstiegen gekommen ist.

    • Die Verkehrsrüpel Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer mal wieder. War ja klar. Haben auch die Eisbärenpopulation auf 5000 dezimiert, damit Wilma und Betty was kuscheliges in der Garderobe haben.

      Der Klimalügengenerator ist ja schwer verdauliche Kost. Autismus als Lebenseinstellung.

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