Sprechen wir über den 97% Konsens zum Global Warming

Oliver Mohr, pixelio.de Ernte Zeit

Michael Bastasch
Wir haben es immer wieder gehört: „97 Prozent der Wissenschaftler sind sich einig, dass die globale Erwärmung real und künstlich ist.“
Wer es wagt, nur einen Aspekt des globalen Erwärmung „Konsens“ zu hinterfragen, der wird von Politikern und Aktivisten sofort mit der Replik belegt: „Sie sind nicht einverstanden mit 97 Prozent der Wissenschaftler?“


Die 97-Prozent-Zahl wurde oft von der Obama-Regierung verwendet, um ihren Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu stützen und Präsident Barack Obama selbst benutzte diesen Ansatz, um seine Kritiker zum Schweigen zu bringen. Die NASA zitiert sogar Studien, die behaupten, eine nahezu einstimmige Übereinstimmung über das Thema zu zeigen.

In jüngster Zeit hat Newsweek diesen Ansatz in einem Beitrag aufgenommen, der „Klima-Leugner“ in staatlichen Ministerien angreift, die versuchen, das wissenschaftliche Curriculum zu beeinflussen. Der Autor konnte nicht widerstehen, dass „97% der Wissenschaftler, die aktiv das Klima der Erde studieren, sagen, dass es sich wegen der menschlichen Aktivität ändert.“

Video der Prager University zum „97 %“ Konsens. Mit Dank an Spürnase R. Hoffmann

Die Liberalen benutzen dieses Argument, um die Debatte um die globale Erwärmung zu beenden. Immerhin, wie können Sie mit all diesen Wissenschaftlern nicht einverstanden sein, von denen viele ihr Leben damit verbracht haben, das Klima zu studieren?

Aber wie viele Befürworter von „Klimawandel“ haben sich tatsächlich die Mühe gemacht, die Forschungsberichte zu lesen, die einen so populären Gesprächspunkt behandeln? Wie viele erkennen das der „Konsens“ eher eine statistische Verrenkung ist als tatsächliche Übereinstimmung?

Wahrscheinlich nicht viele, also lassen Sie uns über die 2013-Studie unter der Leitung des australischen Forschers John Cook reden, der behauptet, dass es einen 97-Prozent-Konsens über die globale Erwärmung gibt.

 

Was bedeutet der „Konsens“ wirklich?

Cook und seine Kollegen haben gezeigt, wie viel Wissenschaftler sich einig waren, dass die Menschen zur globalen Erwärmung beitragen.

Um dies zu tun, analysierte Cook die Abstracts von 11.944 Peer-Review-Studien zur globalen Erwärmung, die zwischen 1991 und 2011 veröffentlicht wurden, um zu sehen, welche Position sie in Bezug auf menschlichen Einfluss auf das Klima einnahmen.

Von diesen Studien, nahm knapp über 66 Prozent oder 7.930, keine Position in Bezug auf die von Menschen verursachte globale Erwärmung ein. Nur 32,6 Prozent oder 3.896 von Peer-Review-Papieren, befürworteten den „Konsens“, dass die Menschen zur globalen Erwärmung beitragen, während nur 1 Prozent der Papiere entweder diese Position ablehnten oder unsicher waren.

Video Ausschnitt aus der PHOENIX Runde vom 9.12.2010 zum Konsensgerede. Mit Dank an Macher C. Guthmann

Cook geht davon aus, dass von diesen Studien, die eine Position zur globalen Erwärmung einnehmen (entweder explizit oder implizit), sich 97,1 Prozent einig waren, das die Menschen zu einem gewissen Grad zur globalen Erwärmung beitragen.

In Bezug auf Peer-Review-Studien ist der „97-Prozent-Konsens“ nur der „32,6-Prozent-Konsens“, wenn alle untersuchten Studien berücksichtigt werden.

Aber Cook lud auch die Autoren dieser Studien ein, ihre Anerkennung des „Konsens“ zu bewerten. Cook Emailed an 8.574 Autoren, ihre Studien selbst zu bewerten, davon bewerteten nur 1.189 Autoren selbst 2.142 Studien.

Auch hier haben 35,5 Prozent oder 761 von diesen Selbstbewerteten keine Stellungnahme zur Ursache der globalen Erwärmung. Etwa 62,7 Prozent oder 1.342 dieser Studien befürworteten den „globale Erwärmung Konsens“, während 1,8 Prozent oder 39 Selbstbeurteilte Studien es ablehnten.

Verdreht man die Zahlen ein wenig, kommt Cook zu dem Schluss, dass 97,2 Prozent (1.342 von 1.381) der selbst bewerteten Studien mit einer Position zur globalen Erwärmung, die Idee unterstützen, dass Menschen dazu beigetragen haben.

Andere Studien, die vor und nach Cooks versuchten, einen Konsens zu finden, aber in unterschiedlichem Ausmaß, finden eine Reihe von 7 bis 100 Prozent (ja, keine Meinungsverschiedenheit) unter Klima-Experten, je nachdem, welche Untergruppe befragt wurde.

Cook’s Studie ist wohl die am meisten zitierte, nachdem sie mehr als 600.000 Mal heruntergeladen und in populären Medien beschrieben wurde.

Kritik

Linke Politiker und Umweltaktivisten, die Gesetze und Verordnungen vorantreiben, um die globale Erwärmung zu adressieren, beziehen zweifellos die Studie von Cook damit ein.

Aber nicht jeder stimmte zu. Einige globale Erwärmungs Skeptiker warfen einen genaueren Blick auf Cook’s Arbeit und fanden einige eklatante Probleme.

Andrew Montford von der Global Warming Policy Foundation hat eine große Kritik an der Cook Studie vom Jahr 2013 verfasst.

Montford argumentierte, Cooks „97-Prozent-Konsens“ -Deutung ist bedeutungslos, denn es umspannte ein weites Netz von globalen Erwärmungs-Skeptikern zusammen mit hard-Core Gläubigen.

Um ein Teil des Konsens von Cook zu sein, musste eine wissenschaftliche Studie nur dazu beitragen, dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und dass die menschlichen Aktivitäten den Planeten „in einem nicht näher bezeichneten Umfang“ erwärmt haben. Keiner dieser Punkte ist umstritten, schrieb Montford.

Es ist wie die Behauptung, dass es einen Konsens über die legalisierte Abtreibung gibt, indem sie Pro-Abtreibungsaktivisten mit denen, die jede Abtreibung ablehnen, in einen Topf werfen, außer in Fällen von Inzest und Vergewaltigung. Dieser „Konsens“ wäre ein sinnloser Ansatz.

Geologe David Legates und seine Kollegen der University of Delaware, untersuchten in 2015 einen Bruch in Cook’s Arbeit und fanden, dass die Zahlen über einen grundlegenden und weitgespannten Konsens zusammengestellt waren.

Legate-Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Science and Education, fand, das nur 41 von Cooks 11.944 Peer-Review-Klima-Studien, ausdrücklich angaben, dass die Menschheit das meiste der Erwärmung seit 1950 verursacht hat.

Cook nahm grundsätzlich ein weitgespanntes Netz, um einen scheinbar großen Konsens zu schaffen, obwohl er nur ein Bruchteil der Studien, die er näher betrachtete, „Menschen sind die Hauptursache der jüngsten globalen Erwärmung“ oder etwas zu diesem Effekt ausdrücklich beinhalteten.

Dr. Richard Lindzen, ein Klimatologe am Massachusetts Institute of Technology, nannte Cooks Arbeit „Propaganda“, um das politische Argument für eine wirtschaftlich schmerzhafte Klimapolitik zu stärken.

„Also alle Wissenschaftler sind sich einig, dass es heutzutage wärmer ist, als es am Ende der Kleinen Eiszeit war“, sagte Lindzen 2016. „Fast alle Wissenschaftler sind sich einig, dass, wenn Sie CO2 hinzufügen, Sie etwas Erwärmung haben werden. Vielleicht sehr wenig Erwärmung. „

„Aber es ist Propaganda, dass als gefährlich zu bezeichnen und wir müssen CO2 reduzieren“.

 

Gibt es einen Konsens?

Cook’s Studie ist zum Trumpf für Alarmisten geworden, um diejenigen nieder zu halten, die mit ihnen nicht einverstanden sind. Selten ist ein Tag vergangen, ohne dass ein Politiker oder Aktivist den 97-Prozent-Konsens zitiert hat, aber nur wenige realisieren, wie bedeutungslos die Zahl ist.

Aber es gibt ein grundsätzliches Problem mit Cook’s 97 Prozent Zahl – Konsens ist kein Beweis.

Experten können alle zustimmen, aber das bedeutet nicht, dass sie Recht haben. Die meisten politischen Experten und Abgeordneten prognostizierten, das Hillary Clinton die Präsidentschafts-Rennen 2016 gewinnen würde, das wurde aber am 8. November als total falsch bewiesen.

Der Versuch, den Dissens zu beenden, mit „nun, dass all diese klugen Leute nicht mit dir übereinstimmen“, beweist nichts. Es gewinnt keiner damit. Im Gegenteil, die meisten Amerikaner glauben nicht einmal, dass es tatsächlich einen „97-Prozent-Konsens“ unter den Wissenschaftlern gibt.

„Nur 27% der Amerikaner sagen, dass“ fast alle „Klimawissenschaftler das menschliche Verhalten für den Klimawandel verantwortlich machen“, so Pews neue Umfrage vom Oktober. [Web-Link reagiert nicht]

Das heißt, die meisten Klima-Wissenschaftler sind wahrscheinlich einverstanden, dass die Menschen zur Erwärmung in irgendeiner Weise beitragen.

Die Gruppe von Klimaforschern, die mit dem IPCC zusammenarbeiten, glauben sicher, dass die meisten globalen Erwärmungen, wenn auch nicht alle, seit 1950 von menschlichen Aktivitäten getrieben wurden.

Das lässt uns noch viele Möglichkeiten. Sind 51 Prozent der globalen Erwärmung auf den Menschen zurückzuführen oder sind es 99 Prozent? Wissenschaftler können raten, aber niemand weiß es sicher.

Auf der anderen Seite, ergab eine Umfrage [Dieser Absatz ist zusammengefasst und übersichtlicher dargestellt; der Übersetzer]

In 2016 machte die George Mason University bei mehr als 4.000 Mitgliedern der American Meteorological Society (AMS) eine Umfrage. Diese ergab:

29 Prozent der AMS-Mitglieder dachten, dass die globale Erwärmung „weitgehend oder ganz“ durch Menschen verursacht wurde

38 Prozent glauben, dass die Erwärmung „meist“ auf den Menschen liegt.

33% glauben entweder, dass der Klimawandel nicht beeinflusst ist, meistens natürlich ist, oder ist höchstens halb-natürlich und halb-künstlich.

Andere Wissenschaftler, wie Lindzen, sehen den Einfluss der Menschen auf das Klima der Erde als minimal an. Klimawissenschaftler am libertären Cato-Institut – wo Lindzen jetzt ein Mitglied ist – haben gezeigt, dass Klimamodelle seit sechs Jahrzehnten den globalen Temperaturanstieg falsch vorhergesagt haben.

Klimamodelle zeigen derzeit doppelt so viel Erwärmung wie bisher beobachtet wurde – ein Problem, das viele Wissenschaftler erst vor kurzem realisiert haben.

Erschienen auf The Daily Caller am

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/03/05/lets-talk-about-the-97-consensus-on-global-warming/

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9 Kommentar(e)

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1

Bei der Spezies "Rindvieh" gehören nicht 97%, sondern 100% zu den Wiederkäuern. Beim "homo sapiens" können nur die Menschen den Stand der Wissenschaft verändern, die nicht zu dieser Gruppe gehören!!

2

Nicht zu vergessen, eine spezielle Art von Wiederkäuern sind die Hasenartigen. Diese haben zwei verschiedene Sorten von Kot-Pellets, die eine Art wird noch einmal verspeist, die andere Art ist für den Orkus. Zweibeinige Angsthasen immitieren das mit den speziellen Kot-Pellets (in übertragenem Sinne), sie fressen die Vorgaben derjenigen, von dessen Wohlmeinung ihre Karriere abhängt. Nicht immer sind sie Rindviehcher! Oft nur Leute, welche nicht anders können. Vielleicht erleben wir einmal einen schnellen Meinungsumschlag analog dem bei einer chemischen Titration.

3
Josef Kowatsch

97% Konsens: Ich frage immer zurück, wann hat da jemals eine Abstimmung auf der Welt stattgefunden? Ich möchte von euch nur das Jahr wissen, nicht das genaue Datum.... Bitte, nur das Jahr...  Ich sags euch: "Gar nie" Ihr seid ein Opfer der Klimapropaganda. Es gibt viele solcher Aussagen, woran ich die Opfer erkenne: Die Affen sterben in Afrika wegen des Klimawandels, die Schmetterlingen in Deutschland sterben wegen des Klimawandels, die Eisbären sind gefährdet wegen des Klimawandels. Kohlendioxid ist ein Giftgas. Ein Kennzeichen der Opfer ist, dass sie den Lügen immer mehr glauben wollen als den Wahrheiten.

 

4
Burckhard H. Adam

 

Wer viel weiß - muss weniger glauben!

Wenn die Klimakatastrophen-Apologeten meinen, dass der Mensch an der Klimaerwärmung schuld sei, frage ich mich wie das von statten gehen soll? Wie kann sich der abstrakte Begriff KLIMA – der statistische Mittelwert des Wetters - über mindestens 30 Jahre, an einem bestimmten geografischen Ort - „erwärmen“? Der Mensch bringt nur 2 % der gesamten CO2-Emissionen im Jahr in die Atmosphäre. Es ist doch nicht entscheidend wie viele Wissenschaftler und „Klimaexperten“ glauben, dass der Mensch die Erderwärmung verursacht! Entscheidend ist: Wie viele Beweise gibt es dafür ! Vielleicht sollte man doch eher die Paläo-Klimatologen befragen!

 

 

Prof. Jörg Negendank - GeoForschungsZentrum Potsdam, „Klima im Wandel“ - Das Klima ist unberechen- und unkalkulierbar - http://bib.gfz-potsdam.de/pub/schule/neg_kiw_0209.pdf

 

 

 

 

 

 

5
Christoph Guthmann

P. S. Also bei mir funktioniert der Link zur Umfrage vom PewResearchCenter.

6
Christoph Guthmann

Michael Limburg hat bereits im Dezember 2010 den 97%-Konsens-Schwindel in der Sendung 'Phoenix Runde' wunderbar entlarvt.

Siehe dazu:

7

Wenn die Klimawissenschaft eine Naturwissenschaft sein will, dann ist es völlig gleichgültig, wie hoch der Prozentsatz  an Wissenschaftlern ist, die glauben, die Klimaerwärmung sei vom Menschen verursacht. Hier zählt einzig und allein der experimentelle Nachweis. Da die Klimawissenschaft bis heute kein Expeiment zeigen kann, daß CO2 die Erdoberfläche erwärmt, ist dieses Konsensgerede nur Geschwätz, der  nur Laien und Geisteswissenschaftler beeindruckt.

8

"Da die Klimawissenschaft bis heute kein Expeiment zeigen kann, daß CO2 die Erdoberfläche erwärmt, ist dieses Konsensgerede nur Geschwätz, der  nur Laien und Geisteswissenschaftler beeindruckt."

ceterum censeo ...

9
Rainer Hoffmann

Das wohl anschaulichste Video, wie der 97%-Konsens-Schwindel funktioniert: