Auch der Februar wird in Deutschland seit 30 Jahren kälter

Bild: Die Winterlinge erschienen diesmal im Februar Das ist keineswegs zu früh- nicht selten blühten sie auch schon im Januar, so 1983, 1988 oder 2007.

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe
Der Februar ist der letzte der drei Wintermonate und zugleich der Übergang zum Vorfrühling. Uns so präsentierte er sich auch diesmal. Zu Beginn noch recht kalt und winterlich und ab der Monatsmitte zeigten sich der Reihe nach die ersten Frühblüher in Süddeutschland: Winterlinge, Krokusse und Schneeglöckchen.


Pollenallergiker waren ab dem 15. Februar durch die Haselpollen geplagt. In den Städten und entlang der sehr milden Rheintals teilweise auch schon ab Ende Januar. natürlich etwas früher. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt den Monat am 26.2. mit einem Schnitt von 3 C für Deutschland an. In Weimar wurde der Beginn der Haselblüte diesmal am 2. Februar beobachtet:

Grafik 1: Der Eintritt der Haselblüte (Vorfrühlingsbeginn) variierte in Weimar seit 1990 zwischen Anfang Dezember und Ende März. Wegen dieser enormen Streuung ist der Verfrühungstrend nicht signifikant.

Im Folgenden wollen wir uns wieder fragen, wo ist diese Februartemperatur von 3 C einzuordnen: a) innerhalb der letzten 100 Jahre und b) wie verhielten sich die letzten 30 Februarmonate?

Wie jedermann weiß, werden beim Klima den Deutschen die schönsten Märchen aufgetischt. Es sollte immer wärmer geworden sein aufgrund der Zunahme der Treibhausgase, insbesondere von Kohlendioxid, und in den letzten beiden Jahrzehnten sollte der Erwärmungstrend besonders stark sein. Und vor allem die Wintermonate sollten die ersten Opfer der Erwärmung sein.

Im Folgenden wollen wir diese Orakel der gut verdienenden Computer-Erwärmungswissenschaft einer Prüfung unterziehen. Beginnen wir mit 100 Jahren Februartemperaturen anhand der Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes:

Grafik 2: Der Monat Februar zeigt das gewohnte Bild aller deutschen Monate. Der Temperaturverlauf ähnelt einer Schwingung mit zwei Wellenbergen und einem leichten Tal. Zunächst wurde der Monat kälter bis über die Jahrhundertmitte hinaus. Vor der Jahrtausendwende wurde der Monat wieder wärmer und erreichte ein neues Plateau

Das derzeitige Plateau liegt nach dieser DWD-Grafik etwas höher als das vor über 100 Jahren. Es erfolgte jedoch nicht kontinuierlich wie die Trendlinie vorgibt, sondern hauptsächlich durch einen Temperatursprung in den Jahren zwischen 1986 bis 1989. Außerdem sind die Werte des Deutschen Wetterdienstes nicht wärmeinselbereinigt, die Zusatz-Temperaturen der immer wärmer werdenden Städte, Siedlungen und Industriezonen messen die Thermometer der Wetterstationen mit. Wo vor 100 Jahren noch freie Fläche war stehen heute wärmende Flughäfen, Häuser oder Industrie- und Gewerbezonen. Wärmeinselbereinigt wären beide Plateaus gleich hoch, bzw. der Februar wäre derzeit leicht kälter wie vor 100 Jahren.

Leider gibt es keine einzige deutsche Wetterstation, deren Umgebung unverändert geblieben ist und noch so dasteht wie vor 100 Jahren. Unbeheizte Klöster oder Forsthäuser am Waldrand mit Wetterstationen gibt es nicht mehr. Wir wollen als Beispiel aber doch die Zugspitze betrachten, deren Besucherströme und der damit verbundene wärmende Ausbau erst nach der Einheit so richtig zugenommen haben und derzeit verstärkt anhält und Deutschlands höchster Berg mit 2962 m Höhe noch bis vor der Wende mit weniger Touristen und mit weniger Zusatzwärme beeinflusst war.

Grafik 3: Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg zeigt einen ähnlichen Temperaturverlauf wie die Deutschlandtemperaturen. Allerdings ist das momentane Temperaturplateau nicht so ausgeprägt wie beim DWD-Februarverlauf der letzten 100 Jahre.

Ergebnis: Die Zugspitze als weniger mit Zusatzwärme aus den Wärmeinseln beeinflusste Wetterstation zeigt über die letzten 100 Jahre gar keine Erwärmung. Trotz eines mit – 7,8C relativ warmen Februars 2017 im Vergleich zu den Vorjahren.

Die beiden Grafiken zeigen erneut, dass die behauptete CO2 induzierte Erwärmung im Monat Februar wirkungslos ist, falls es sie überhaupt geben sollte. Der Leser muss wissen: CO2 als erwärmendes Treibhausgas konnte bislang noch durch keinen einzigen wissenschaftlichen Versuch bestätigt werden, selbst Svante Arrhenius hatte am Ende seines Lebens entnervt aufgegeben. Deshalb bleibt die Treibhauserwärmung seit über 100 Jahren eine Hypothese. Die Temperaturen werden von anderen Faktoren bestimmt.

Die letzten 30 Jahre des Monates Februar in Deutschland

30 Jahre sind eine Klimaeinheit, deshalb ist es notwendig, diesen Zeitraum anhand der Daten des DWD näher zu untersuchen. Die einzelnen deutschen Stationsleiter erheben ihre Daten gewissenhaft und auch die wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeiter in der 2.ten Reihe des DWD werten die Einzelergebnisse sorgfältig aus. Nur eben, dass die einzelnen Jahreswerte nicht wärmeinselbereinigt sind. Das Ergebnis ist überraschend, weil es den ständigen Medienerwärmungsmeldungen, die auf uns Deutsche hereinprasseln, widerspricht. Diese nun folgenden Grafiken werden natürlich in den Medien nicht abgebildet, sondern immer nur behauptet, dass es wärmer würde und dann orakelt, dass die Apfelbäume bald zu Jahresanfang blühen würden.

Grafik 4: Der Monat Februar wurde in den letzten 30 Jahren kälter in Deutschland, das zeigen die vom Deutschen Wetterdienst bzw. von den einzelnen Stationsleitern sorgfältigst erhobenen Temperaturdaten. Allerdings sind die Daten nicht wärmeinselbereinigt, sonst wäre die Trendlinie noch fallender.

Wärmeinselarme Stationen:

Nun gibt es in Deutschland auch Wetterstationen, deren Umgebung sich in den letzten 30 Jahren weniger durch menschliche Zusatzwärme verändert hat. Wie oben erwähnt, scheidet die Zugspitze wegen der umfangreichen Baumaßnahmen, die derzeit verstärkt anhalten, als wärmeinselarme Station für die letzten 30 Jahre und erst recht für die letzten 20 Jahre aus. In einem früheren Artikel sind wir bereits ausführlich darauf eingegangen. http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/warum-die-zugspitze-und-andere-bergstationen-fuer-temperaturvergleiche-wenig-brauchbar-sind/

Eine WI-arme Wetterstation ist hingegen Neugersdorf (sprich Neu-Gersdorf) in der Oberlausitz. Der kleine Ort befindet sich am Nordhang des Hutungsberges, Landkreis Görlitz im Quellgebiet der Spree an der deutsch-tschechischen Grenze im Lausitzer Bergland, nahe dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, dem Zittauer Gebirge; daran schließen sich nach Osten das Iser- und Riesengebirge an. Wie im Erzgebirge lebt man auch hier vom Einfluss des böhmischen Windes, aber Neugersdorf hat klimatisch und geografisch wenig mit dem Erzgebirge zu tun.

Grafik 5: In der Oberlausitz sind die Februar-Temperaturen viel stärker gefallen als bei den DWD-Stationen. Neugersdorf ist ein Beispiel für eine ländliche Station, deren Umgebung keine größeren Änderungen in den letzten 30 Jahren erfahren hat.

Im Folgenden zeigen wir mit Amtsberg die Februartemperaturen einer weiteren wärmeinselarmen Station im Vergleich zu den DWD-Deutschlanddaten.

Grafik 6: Die ländliche und wärmeinselarme Station Amtsberg/Dittersdorf zeigt zweierlei: Einmal ist sie kälter als die DWD-Daten, auch vor 30 Jahren, weil bei den DWD-Daten natürlich auch ausgeprägte wärmeinselbehaftete Stationen in den Städten und Flughäfen mitgezählt werden. Zum anderen geht die Trendlinienschere immer mehr auseinander. Die freie Fläche in Deutschland – das sind 85%- kühlt viel stärker in den letzten 30 Jahren ab als der Gesamtschnitt.

Ergebnis: Bei der wärmeinselarmen, ländlichen Station Amtsberg-Dittersdorf im Erzgebirge ist die Februarabkühlung wie erwartet stärker. Somit zeigt auf dem Lande der Monat Februar genauso wie der Monat Januar eine enorme Abkühlung. Dabei haben die CO2-Konzentrationen, die erwärmend wirken sollten, besonders in den letzten 30 Jahren weltweit und damit auch in Amtsberg und Neugersdorf zugenommen.

Februar in der Gegenwart: Gegenwart = letzte 20 Jahre.

Als Gegenwart definieren wir die letzten 20 Jahre. Gerade in diesem Zeitraum wurden wir Deutsche besonders geängstigt über die Gefahr einer zunehmenden Klimaerwärmung. Angeblich wären wir mittendrin und besonders die Wintermonate und die Gegenwart sollte abrupt wärmer werden, so die Prognosen der gläubigen Erwärmungswissenschaft.

Die Realität der deutschen DWD- Wetterstationen zeigt das genaue Gegenteil:

Grafik 7: In der Gegenwart, also in den letzten 20 Jahren ist die Trendlinie des Monates Februar viel stärker negativ als über 30 Jahre. Der Hauptteil der Abkühlung des Monates Februar passierte also in den letzten 20 Jahren. Anmerkung: Die Zugspitze hat wegen der oben geschilderten starken Zunahme des Wärmeinseleffektes in den letzten 20 Jahren eine ebene Trendlinie mit y = + 0,003 x

Ergebnis: Besonders in den letzten 20 Jahren wurden wir Deutsche durch falsche Medienberichte gequält: Eine katastrophale Erwärmung wurde uns prophezeit und die drei Wintermonate sollten doch die Vorreiter der Erwärmung sein. Insbesondere die behördlich anerkannten und ideologisierten deutschen Umweltverbände wie BUND, NABU, WWF und Greenpeace malten ihren Mitgliedern wahre Katastrophenszenarien in ihren Mitgliederzeitschriften der letzten Jahre vor. Die wirkliche Klimaänderung des Monates Februar in Deutschland heißt Klimaabkühlung. Wie es weitergeht weiß niemand, denn das Klima der nächsten 30 Jahre ist nicht vorhersagbar.

Ein Blick weit nach Osten: Keine Februar- Erwärmung seit 50 Jahren!

Grafik 8: Am kältesten, dauerhaft bewohnten Ort der Erde (Oimjakon, etwa 700 Einwohner, gelegen in einem Hochtal des ostsibirischen Berglandes) gibt es schon seit 50 Jahren keine Februar-Erwärmung. Der Februar blieb hier unter minus 42 °C kalt. Für 2017 liegen noch keine Werte vor.

Eines ist aber sicher: Der angebliche wärmende CO2-Treibhauseffekt hatte keine erwärmende Wirkung beim Februar in den letzten 100 Jahren in Deutschland. Hätte sich Deutschland in den letzten 100 Jahren nicht verändert, dann wären die Februartemperaturen der Gegenwart sogar etwas unter dem Temperatur-Wellenberg vor 100 Jahren. Einzig in den Städten und in den anderen Wärmeinseln wurde der Februar in den letzten 100 Jahren wärmer.

Und die letzten 30 Jahre? Es bleibt fraglich, ob es überhaupt eine deutsche Wetterstation gibt, in welcher der Monat Februar in den letzten 30 Jahren wärmer wurde.

Wieder – wie schon beim Monat Januar – sind die Leser aufgerufen, bei ihrer Heimatwetterstation nach den Temperaturdaten der letzten 30 Jahre zu forschen und deren Trendlinienverlauf bei den Kommentaren uns zu melden. Genauso sind die Leser aufgerufen, ihre Tageszeitungen auf das Kälter werden des Monates Februar hinzuweisen. Wir bitten die Leser, sich die Falschmeldungen der Medien nicht weiter gefallen zu lassen. Weil es im Januar und Februar kälter wurde müssen logischerweise auch alle zeitigen Frühjahrsblüher verspätet sein. Das werden wir in einem unserer nächsten Artikel zeigen. Schließlich blüht das Märzenveilchen immer noch oder wieder im März wie zu Mozarts Zeiten.

Josef Kowatsch, täglicher Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimawissenschaftler.

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

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29 Kommentare

  1. „30 Jahre sind eine Klimaeinheit, deshalb ist es notwendig, diesen Zeitraum anhand der Daten des DWD näher zu untersuchen.“

    Zeichnet man den 30 Jahre-Trend der DWD-Februar-Temperaturen für Deutschland als Zeitreihe, fällt auf, dass der Trend nicht konstant ist und negative Werte keine Seltenheit sind. Dies ist eine Folge der natürlichen Klima-Variabilität. Minima des Trends traten auf in den Zeitabschnitten (1957-1986): -1,1 °C/Dekade, (1903-1932) -0,8 °C/Dekade. So gesehen hat der momentane Wert von -0,2 °C/Dekade noch etwas Luft nach unten.

  2.  
    @ Ketterer
    Sie gehören zu den Menschen, die jede heruntergefallene Tannennadel dokumentieren, um daraus das Märchen vom Menschen gemachten Wetter/Klimawandel durch CO2 zu schnitzen.
    Das ganze skrupellos und unter der Akzeptanz oder mit dem Willen vielen Menschen zu schaden.
    Die Herren Josef Kowatsch und Stefan Kämpfe zeigen, dass es keine Beschleunigung der Temperaturzunahme, speziell in dem Zeitraum der CO2-zunahme gibt. Hinzu muss beachtet werden, dass der vom Menschen erzeugte Anteil an der, wie Sie sagen würden, „Klimagaszunahme“ gering ist.
    Betrachtet man die Vorhersagen/Berechnungen Ihrer „Klimaexperten“, ist gut zu erkennen, dass diese nicht zutreffen.
    Allein das ist ein Beweis, dass CO2 mindestens klimaneutral ist.

    Und nun zu Ihrer kommenden Antwort:
    Sagen Sie mir mal was eine Tannennadel ist!
    Sagen Sie mir mal was eine Temperaturzunahme ist!
    Und die Mönche hatten doch Toiletten!
    Beweisen Sie mir mal, dass es eine natürliche CO2-zunahme geben kann!
    Beweisen Sie mir mal, dass CO2 keine Wirkung hat!
    Hoppela, Sie müssen beweisen, dass CO2 das Klima für die Menschheit unerträglich machen kann.
     

    • @ Ketterer
      Sie gehören zu den Menschen, die jede heruntergefallene Tannennadel dokumentieren, um daraus das Märchen vom Menschen gemachten Wetter/Klimawandel durch CO2 zu schnitzen.

      Werter Bernhard Bühner,
      ach ja?!? Bitte zeigen sie mir den Beitrag, wo ich den auch von Ihnen unbestrittenen CO2-Anstieg als (Haupt-)Ursache des Klimawandels benannt habe.
      Wenn Sie so genau wissen was ich sagen würde (woher denn?), dann zeigen Sie mir meinem Beitrag wo ich vom Klimagas CO2 sprach.  
       

      •  
        Ich freue mich, dass Sie die Mission von EIKE anerkennen.
        Lassen Sie doch den Opportunismus und kommen Sie auf die gute Seite!
        Helfen Sie! Das wäre gut.

         

        • Sehr geehrter Herr Buehner,
          Nein, ich stimme der Mission von EIKE nicht zu.
          Wenn Sie in der Lage sind , den von mir geposteten Graphen zu den Februartemperaturen auf Hohenpeißenberg (HPB) zu „lesen“, würden Sie folgendes sehen:
          In 206 Jahren lag das 10-Jahresmittel der Februartemperaturen 33 Mal über dem derzeitigen Wert.
          18 Mal war dies in den vergangenen 30 Jahren, 15 Mal in den 202 Jahren zuvor. Natürlich hat Herr Kowatsch recht wenn er schreibt.

          „Auch der Februar wird in Deutschland seit 30 Jahren kälter“

           
          Nur lässt er ein wesentliches Stück Wahrheit unter den Tisch fallen:  Zumindest auf dem HPB war genau die letzte 3 „Dreier-Dekade“ die wärmste überhaupt. Diese Art der (verschleiernden) Argumentation teile ich nicht. Ob das nun die „gute“ oder die „schlechte“ Seite ist, das ist IMHO ziemlich subjektiv.

  3. Lieber Herr Kowatsch, wir reden aneinander vorbei. Ich schätze an Ihrem Beitrag, dass er mit Fakten zur Klimaproblematik arbeitet. Leider ist bei Eike in letzter Zeit mehr politisches Gemurre als Klimawissenschaft zu finden. Ein kurzer Kommentar zu Ihrem „denn das Klima der nächsten 30 Jahre ist nicht vorhersagbar“. Doch, es ist vorhersagbar, dass der globale Erwärmungstrend sich fortsetzen wird, er wird sich zeigen an den globalen Mitteltemperaturen und an dem Rückzug der Meereismassen. (Hier werden Ihnen auch Wärmeinseleffekte nicht weiterhelfen.)  Dieser Trend wird aber von einem starken statistischen Rauschen begleitet. Deshalb ist an einem bestimmten Ort auf der Erde für wenige Jahrzehnte keine Aussage zu machen. Aussagen wie „Übrigens wurde auch die Dale-enterprise, die älteste Virginia-Station in den USA kälter“ sind nichtssagend. So war es auch nichtssagend, als Sie bei Ihren Januarartikeln über den kalten Januar 2017 geschrieben haben. Fast jede Schneeflocke wurde einzeln bejubelt. Als der Februar dann deutlich wärmer wurde, haben Sie darüber höflich geschwiegen. Dass er mit 2,9 Grad weit über dem 30-jährigen Durschnitt liegt, ist Ihnen kein Kommentar wert. Sie haben recht, als Einzelereignis ist die Aussagekraft gering, aber dass es seit Jahren eine Neigung zu Rekordjahren gibt, auch in Deutschland, ist sicherlich noch kein Beweis, aber doch ein ernstzunehmendes Signal.

    • „Ein kurzer Kommentar zu Ihrem „denn das Klima der nächsten 30 Jahre ist nicht vorhersagbar“. Doch, es ist vorhersagbar, dass der globale Erwärmungstrend sich fortsetzen wird, er wird sich zeigen an den globalen Mitteltemperaturen und an dem Rückzug der Meereismassen.“

       

      Joo, na klar!

      Sah man an den IPCC-Prognosen, die allesamt grottenfalsch lagen.

      Wir kennen nicht mal alle Treiber und wie selbige sich in der Zukunft verhalten wissen wir schon gar nicht.

       

      Insofern ein Beitrag mit hohem Dummfugfaktor.

       

      Obwohl der Monat noch lang ist, gibt es für den Monat März dafür schon jetzt den Goldenen Gegenstrahlungshähnchengrill in Blech!

       

      Gratulation!

  4. Vielen Dank Herr Berberich.

    Dann haben Sie sich heute nachmittag wie ich mit der Temperaturdatensuche beschäftigt. Eine Bitte: Mir fehlen die Daten des Hohepeißenbergs seit 1971 bis 1980. Wäre es möglich, diese hier in einen Kommentar zu kopieren oder über den admin zu schicken. Mir reichen die Monate. also insgesamt 120 Werte.  Der Standortwechsel der Wetterstation geschah in den Jahren 1934 bis 1940, das hat selbstverständlich keinen Einfluss bei einem Diagramm der letzten 30 Jahre. Ergebnis: Die Februartrendlinie des HBP für die letzten 30 Jahre ist fast identisch mit der von Amtsberg, siehe Grafik 6 im Artikel, also y = – 0,06x. Die Trendlinie der letzten 30 Januarmonate hat die Formel y = -0,073x, das entspricht nicht ganz der negativen Trendlinie von Amtsberg im Erzgebirge. Zugegeben: die beiden Ergebnisse der starken Abkühlung des Hohenpeißenberges beim Monat Januar und Februar in den letzten 30 Jahren haben mich überrascht. Das würde bedeuten, dass der Winter deutlich länger geworden ist auf dem HPB, auch einem schlechten Naturbeobachter würde das sofort an der Erstblüte von Winterlingen, Huflattichen und Märzenveilchen auffallen. Mich wundert, dass der HPB-Stationsleiter sich noch niemals geäußert hat. Oder hat er Angst, seinen Job zu verlieren.

    • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
      hier finden Sie beim DWD die von Ihnen gesuchten Daten

      http://www.dwd.de/DE/leistungen/klimadatendeutschland/klarchivtagmonat.html

      1)     1) Station wählen (Hohenpeißenberg)
      2)     2) Zeitraum: Monatswerte
      3)     3) Historisch
      4)    4)  Download-Kopf (nach unten zeigendes Dreieck über waagrechten Unterstrich)
      Wenn Sie das gleiche noch für die Aktuellen Werte machen wollen: bei Schritt Nr3 einfach aktuell wählen.

      Excel sollte dann den Rest erledigen. Ich empfehle mal das gleitenden Mittel (10jährig) zur Ansicht zu bringen.

      Mit freundlichen Grüßen
      F.Ketterer

    • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
       
      ich habe hier einmal die Hohenpeißenberg Februar-Temperaturen in eine Graphik gepackt.
      Neben den blauen Februar Monatsmittelwerten sehen Sie das 10-jährige laufende Mittel.
      Zur Orientierung habe ich noch eine Linie eingezogen, die dem Minimum des 10-jährigen Mittels nach 1990 entspricht.
      Sie haben recht, dass in den vergangenen (30) Jahren die (gedachte) Trendlinie der Februar-Temperatur sinkt. Nur wenn Sie auf das 10-jährige Mittel schauen, dann sehen Sie, dass die Temperaturmittel in den vergangenen 30 Jahren (im Mittel) auf relativ hohem Niveau lagen:
      Seit 1781 wurde das Minimum des 10-Jahresmittels (seit 1988) in allen (gleitenden) 30-Jahresintervallen unterschritten, in der Regel mehrfach und erheblich. Sie sollten sich also nicht wundern, wenn jemand aus dieser Grafik nicht liest

      „Auch der Februar wird in Deutschland seit 30 Jahren kälter“
      sondern
      „Die mittlere Februar Temperatur auf dem Hohenpeißenberg war in den letzten 30 Jahren höher als in allen „Dreier-Dekaden“ von 1781 bis 1990“.

         
       
      Februar-Temperaturen Hohenpeißenberg
       
       

      • „„Die mittlere Februar Temperatur auf dem Hohenpeißenberg war in den letzten 30 Jahren höher als in allen „Dreier-Dekaden“ von 1781 bis 1990“.“

         

        Man könnte auch sagen:

        „Die mittlere Februar Temperatur auf dem Hohenpeißenberg war in den letzten 30 Jahren höher als 120.000 bis 15.000 v. Chr.“

        105.000 Jahre war es kälter!!!!!

        Wenn das kein Beweis für den menschengemachten Klimawandel ist, dann weiß ich auch nicht mehr…

         

  5. „Auch der Februar wird in Deutschland seit 30 Jahren kälter“

    Vielleicht helfen folgende ergänzende Werte dieses Phänomen zu klären:
    Trend der Luft-Temperatur im Februar zwischen 1988 und 2017:

    Deutschland  -0,30 +/- 0,55 °C/Dekade
    Hohen-Peißenberg -0,53 +/-0,64 °C/Dekade
    Zugspitze -0,29 +/- 0,57 °C/Dekade

    Die Trendwerte weichen nicht signifikant voneinander ab. Auffallend ist trotzdem, dass der Trend für Hohen-Peißenberg am negativsten ist. Ich habe deshalb noch den Trend des Temperaturgradienten zwischen Hohen-Peißenberg (977 m üNN) und Zugspitze (2960 m üNN) berechnet: 0,12 +/- 0,13 °C/km/Dekade. In anderen Worten: 1988 betrug im Mittel der Temperaturgradient -5,6 °C/km und stieg auf -5,3 °C/km in 2017. Der Absolutwert verringert sich also. Dies weist auf häufigere Inversionslagen hin. Wie Wetterballon-Daten (Radiosonde) schön zeigen, sind Inversionslagen im Winter nicht auf das Gebirge beschränkt, sondern treten deutschlandweit auf.

  6. Lieber Herr Ketterer

    Wegen des einen Halbsatzes beschäftige ich mich seit zwei Tagen hauptsächlich mit Klöstern früherer Zeiten und deren Heizung, das soll keine Kritik sein, sondern ein Gewinn. Leider sind die beiden Onkels und Benediktinermönche meiner Frau, ehemals lebenslänglich Kloster Weingarten, gestorben. Der eine war zugleich Stadtpfarrer, der andere betreute die Imkerei und die Klosterliteratur. Mein Wissenstand ist: Dass die Klöster in früheren Zeiten zwar einen Aufwärmraum hatten, -deswegeb der Kamin- ansonsten waren die Einzelzellen nicht beheizt, ebenso die Klosterkirche nicht. Und bei meiner Errstbeschäftigung vor sieben Jahren mit dem Kloster HPB durfte ich erfahren, dass der Mönch seine Wetterstation bis 1934 von seinem unbeheizten Zimmerfenster aus sehen konnte. Im übrigen gehört es wiederum zu meinem Grundwissen, dass Deutschlands Klöster bis auf den Aufwärmeraum und die Küche allesamt unbeheizt waren. Übrigens war der HPB nicht das einzige Kloster mit Wetterstation. In über 20 Klöstern im bayrischem Raum wurden die Temperaturen nach den Mannheimer Stunden abgelesen und aufgezeichnet. Zum Höhenunterschied der Wetterstation zwischen Standort früher und heute: Der beträgt anscheinend nur 20 Meter, was einem guten Zehntel entspricht, also unbedeutend. Mehr ins Gewicht fällt wohl mehr die wärmere Standortumgebung. Schließlich hat der betreuende Mönch mehrmals auf diese Unterschiede hingewiesen.

  7. Herr Kowatsch, zu Ihrem „der Februar wird in Deutschland seit 30 Jahren kälter“ nenne ich ein paar Zahlen. Die Februar-Durchschnittstemperatur von 2008-2017 war 1,3 Grad, von 1998-2007 war sie 1,8 Grad und von 1978-1987 war sie 1,7 Grad. Im Mittel der letzten 30 Jahre also 1,6 Grad (Quelle http://tinyurl.com/gmryx6b). Die Februar Temperatur dieses Jahres war 2,9 Grad. Langfristig zeigt sich Datenlage noch deutlicher, 30-jähriges Mittel, 1988-2017: 1,6,  1958-1987: 0,1, 1928-1957: -0,5. Noch zu „Die Erwärmungsgläubigen haben einen Anstieg der Wintertemperaturen vorhergesagt“. Ja, aber sie sind nicht so dumm, den sehr warmen Februar 2017 als Beweis dafür zu nehmen oder sich von ein paar herausgepickten Rosinen blenden zu lassen. Vielmehr gibt es eine erdrückende Flut von Fakten, die den Trend zu einer langfristig globalen Erwärmung belegen.

    • Herr Freitag:

      Der Artikel heißt „der Februar wird in Deutschland seit 30 Jahren kälter“. Alle Medien und Erwärmungsgläubigen behaupten bis heute das Gegenteil. Bitte nennen Sie mir eine Station mit Trendlinienangabe in Deutschland, die tatsächlich wärmer geworden wäre. Übrigens wurde auch die Dale-enterprise, die älteste Virginia-Station in den USA kälter. Die wärmeinselarmen Stationen wie Amtsberg oder Neugersdorf zeigen bereits seit über 40 Jahren eine ebene Trendlinie beim Februar. Das bedeutet: Der Temperatursprung auf das höhere Wärmeplateau zwischen 1986 und 1990 ist in diesen beiden Orten bereits wieder aufgebraucht, aber nciht nur dort, sondern in der ganzen freien Fläche Deutschlands, das sind 85% der Gesamtfläche. Sie schreiben: „Vielmehr gibt es eine erdrückende Flut von Fakten, die den Trend zu einer langfristig globalen Erwärmung belegen.“ Meine Antwort: Davon merke ich nichts in der Natur, meine DWD-Grafiken zeigen den Trend der letzten 30 Jahre im Februar. Und wie es weiter geht, weiß ich nicht, weil CO2 (fast) nichts erwärmt. Ich verfolge auch andere Ziele, ich möchte zeigen, dass der Mensch Zusatzwärme in die Landschaft durch die vielfältige Nutzungsänderung einträgt. Und das nennen wir Wärmeinseleffekte bei den Stationen.

  8. Lieber Herr Freitag.

    Mit den Kommentaren entfernen wir uns immer mehr den Hauptaussagen des Artikels. Und diese sind:

    1) Die Erwärmungsgläubigen haben einen Anstieg der Wintertemperaturen vorhergesagt. Und genau das Gegenteil ist eingetreten. Seit 30 Jahren fallen die Februartemperaturen in Deutschland, trotz des CO2-Anstieges. Und seit 20 Jahren ganz rapide.

    2) In den Medien wird diese Wahrheit nicht nur verschwiegen, sondern den Deutschen wurd immer noch das Gegenteil erzählt. Als Beweis zeigt man aber keine Grafiken, sondern fabuliert anhand von Ausnahmebeispielen nur dumm rum. Sollen wir uns das weiter gefallen lassen?

    3) Die Medien sollen den Deutschen endlich die Wahrheit sagen und die ist: Der Februar wird seit 30 Jahren kälter in Deutschland und die ländlichen Stationen werden noch kälter. Außerdem: Manche Monate werden kälter, manche wärmer. Wir sind weit entfernt von einer Erwärmungskatastrophe. Das ist der Sinn des Artikels

    Und ich persönlich hätte in den Kommentaren gerne mal erfahren, dass irgendjemand seine persönlichen Erfahrungen mit den Medien schildert, wenn er diese Februargrafiken vorzeigt.

    Meine Erfahrungen nach hunerten von Schreiben sind: 1) Keine Antwort. 2) Herr Kowatsch, wir wissen, dass Sie eine andere Meinung vertreten.  Andere Meinung, das ist doch die Grafik nach den Daten des DWD. Diskussion zu Ende. Als ich noch unterrichet habe kam die ganz schlaue Aussage: „Sie dürfen die Schüler nicht mit Ihrer Meinung indoktrinieren.“

    Mein nächster Artikel wird heißen: Der Winter wird in Deutschland seit 30 Jahren kälter. Vor fünf Jahren hieß die Überschirft noch: Der Winter wird seit 25 Jahren kälter. War das etwa fünf Jahre Arbeit ohne dass Deutschland was dazugelernt hat?

  9. Auf der Wikipedia Seite http://tinyurl.com/gmryx6b findet man langjährige 10-Jahresmittel für die Temperaturen der einzelnen Monate. Das 10-Jahresmittel für den Monat Februar liegt seit 1761 ausnahmslos unter den 2.9 Grad dieses Jahres, zum Teil recht deutlich. Dieser Februar ist also ein eher warmer Februar im langjährigen  Vergleich. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht hin und wieder wärmere Februare gegeben hat. Die Temperaturen eines Monats schwanken beträchtlich.

  10. Herr Herbst, Danke für die Infos.

    Unser Artikel geht über die letzten 30 Jahre Februar. Die Wintermonate eilen wahrscheinlich den restlichen Jahreszeiten voraus. Sie fragen nach den Gesamtjahresmitteln. Die sehen natürlich anders aus, weil die Sommermonate steigende Trendlinien haben über die letzten drei und natürlich auch vier Jahrzehnte, siehe unsere früheren Artikel. Sie schreiben als Info:  Laut Satelliten beträgt die Erwärmung 0.12 °C pro Jahrzehnt (Jahresmittel) während der 38 Jahre.

    Ich gebe IHnen den Jahresmittelanstieg für die letzten 35 Jahre, also ab 1982: 1) Neugersdorf: 0,15 C pro Jahrzehnt, 2) Amtsberg: 0,17C pro Jahrzehnt und 3) DWD: 0,35 C pro Jahrzehnt.

    Bitte teilen Sie uns noch mit, welche negative Steigung die Februartrendlinie (Satelliten) während der letzten 30 Jahre hat, damit wir mit Neugersdorf, Amtsberg, Zwönitz u.a. vergleichen können. (darf auch eine Schätzung sein, denn da steckt viel Arbeit dahinter).

  11. Es sieht so aus als würde es in Deutschland und in anderen Orten der Nordhalbkugel an wärmeinsel-armen Stationen einen abfallenden Temperaturtrend für Januar und Februar geben. Schön wäre es, wenn wir dazu im Vergleich einen Ganzjahres-Verlauf sehen würden.

    Nur verschieben Zyklen wie die AMO und die PDO Erhebliche Wärmemengen um den Globus. Und das im 60-Jahres Zyklus. Meere bedecken 2/3 der Erdoberfläche. Wasser hat ein 4-fach höheres Wärmespeichervermögen als Luft.

    Hier der Vergleich der absolut wärmeinselfreien Satellitenmessungen mit denen des britischen Wetterdienstes UKMO für die letzen 38 Jahre, globales Mittel:

    http://www.woodfortrees.org/plot/uah6-land/plot/uah6/trend/plot/hadcrut4gl/from:1979/offset:-0.21/plot/hadcrut4gl/from:1979/trend/offset:-0.21

    Satelliten 0.45 °C in 38 Jahren.

    UKMO 0.7° C° in 38 Jahren.

    Die Oberflächenmessungen übertreiben also um ca 50%. Oder die Satelliten messen nur 2/3 der Oberflächenmessungen. Laut Satelliten beträgt die Erwärmung also 0.12 °C pro Jahrzehnt während der 38 Jahre. Bei einer Weiterführung des Trends hätten wir also bis zum Ende des Jahrhunderts eine Erhöhung um 1°C. Ozean-Zyklen könne diesen Trend ändern. Im Endeffekt wissen wir nichts genaues. Aber es sieht nicht nach Katastrophe aus.

     

      • „Februartrend Nordhälfte Land: abfallend. Aus lokalen Daten oder Monaten kann man nicht unbedingt auf das Welt klima schließen.“

        Ich habe in meinen 5°x5°-Raster-Datensätzen nachgeschaut:

        Satelliten-Daten UAH TLT:

        der 30 Jahr-Trend im Februar (198802-201702) ist negativ in
        Europa (35°N-60°N, 0°O-20°O),
        Minimum von -0,4°C/Dekade bei (47,5°N,7,5°O),
        Zentral- und Ost-Sibirien (45°N-70°N,90°O-135°O),
        Minimum von -0,4 °C/Dekade
        Osten der USA (35°N-45°N,85°W-60°W),
        Minimum ca.-0,5°C/Dekade bei (37,2°N,67,2°W) (Nord-Atlantik)

        Oberflächen-Daten (NASA GISS):

        der 30 Jahr-Trend im Februar (198702-201602) ist negativ in
        Europa (40°N-55°N,5°W-15°O),
        Minimum -0,3 °C/Dekade bei 47,5°N,2,5°O
        Osten der USA und in Kanada (30°N-55°N,110°W-75°W),
        Minimum -0,7 °C/Dekade bei 42,5°N,92,5°W
        Ost-Sibirien (40°N-70°N,80°O-140°O)
        Minimum -0,9 °C/Dekade bei (67,5°N,127,5°O).

  12. Herr Ketterer,
    Noch ein weiterer Nachtrag zum Hohenpeißenberg, den ich aus Wikipedia entnommen habe: Die Klosterkirche steht am höchsten Punkt des Berges. Die endgültige Stationsverlegung zum wärmeren, weil auch tieferem DWD-Standort war 1940. Im langen Wikipedia-Artikel steht ziemlich am Schluss: „Teilweise wurde auch versucht, anschließend die ermittelten Unterschiede beim Zusammenschluss der Zeitreihen vor und nach 1940 auszugleichen. in der heutigen Zeit wird aber die Zeitreihe ohne Homogenisierung gekoppelt. Die Stationsverlegung 1940 ergab eine deutliche Änderung des Luftdrucks und zwar im Mittel einen Anstieg der Werte, was auf die geänderten Stationshöhe zurückzuführen ist..“
    Der neue Standort war also tiefer, und somit wärmer, was auch gleich am rechts neben dem Wikipedia-text angebrachten Temperaturdiagramm HPB sichtbar ist. 1940 und 1941 waren nämlich die kältesten Jahre seit 1881 in Deutschland. Nicht so auf dem HPB nach der Verlegung an den wärmeren Standort. Lag vor 1940 die Temperaturreihe etwa um gute 2 C unter den DWD-werten, so liegt ab 1940 die Kurve plötzlich höher. Die beiden kältesten Jahre liegen nur noch ein gutes Grad unter dem DWD-Schnitt. Ein Tempertur-Abstand, der bis heute etwa so geblieben ist. Damit ist der HPB keinesfalls wärmeinselfrei wie der DWD stets behauptet. Einmal der Temperatursprung aufgrund der Stationsverlegung im Jahre 1940 und danach die weitere Wärmeinselentwicklung wegen der zunehmenden Bebauung und der Touristik auf dem Berg.
    Vielen Dank deshalb für Ihre Nachfrage, denn die Aussagen in meinem Schlusssatz des vorigen Abschnittes sind für mich ganz neue Erkenntnisse. Ich ging aufgrund eines Besuches auf dem HPB vor sieben Jahren und meinen dortigen Recherchen immer von einem WI-effekt des HPB von 0,2 bis 0,3 Kelvin aus. Das ist ja nun entschieden zu wenig.
     

  13. „Besso keks ist hier nun zwar als Lieferantan alternativer Fakten bekannt, …“

     

    Ketterer, Sie sollten erst mal Rechtschreibung üben.

    Was die Ihrer Meinung nach alternativen Fakten anbelangt, so biete ich Ihnen gerne eine Wette an:

    Ich wette mit Ihnen um 10.000 €, daß ich im Besitz von Dokumenten bin, die die Existenz der Heizung der Landebahn und des Vorfeldes am Flughafen MUC beweisen.

     

    Im Übrigen sollte ein Vertreter des AGW-Syndikates beim Thema „alternative Fakten“ vorsichtig sein.

    Sehr, sehr vorsichtig!

  14. Lieber Herr Ketterer

    Irgendwie scheinen meine Antworten Sie nie erreicht zu haben. Sie haben das schon öfters gefragt. Hohenpeißenberg ist die Antwort: Diese Wetterstation stand bis etwa 1934 bei dem damals noch völlig isoliert stehendem und unbeheizten Kloster auf dem Berg. Sonst gabs da nichts. Die Wetterstation wurde von einem Mönch geführt. Die Nazis haben die Station dem Kloster gegen die Proteste der Mönche entrissen und auf das Dach eines neu gebauten und beheizten DWD Hauses gesetzt. Inzwischen ist dort um das DWD-Haus eine kleine Siedlung entstanden mit größerem Parkplatz für die Touristen. Der Berg ist zu einem Ausflugsberg im Voralpenland geworden. Der bis dahin tätige Wetteramtsleiter, also der Mönch, hat den DWD ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass man ohne Parallelmessungen und ohne einen Abgleich die Station nicht einfach verlegen dürfe. Also: Der Mönch wollte seine Station im Garten des unbeheinzten Klosters eigentlich weiterführen. Er machte ausdrücklich darauf aufmerksam, dass der neue Standort wärmer sei. Der ehemalige DWD-Mitarbeiter, Herr Martin Päsler hat in früheren Kommentaren desöfteren schon berichet, dass dies kein Einzelfall in früheren Zeiten war.

    • Sehr geehrter Herr Kowatsch,

      Ihre Antworten kenne ich, nur haben Sie anscheinend meine Repliken nicht zur Kenntnis genommen.
      Warum ist das mit den „unbeheizten Klöstern“ im Bereich alternative Fakten anzusiedeln?  Hier Gründe, die einem naturwissenschaftlich orientierten Lehrer eigentlich von selbst kommen könnte:
      1)     Hohenpeißenberg hat eine Jahresdurchschnittstemperatur  von ca. 7,5°C und war permanent bewohnt: wegen der relativ geringen Durchschnittstemperatur, die im Winter regelmäßig unter 0°C liegt, war das Kloster Hohenpeißenberg beheizt.
      Dies ist bei Wohnstätten in Mitteleuropa üblich. Kennen Sie ein Kloster, das nicht beheizt ist / war? Bei Ihnen in der Nähe liegt doch das Weltkulturerbe Kloster Maulbronn: auch das hatte eine Heizung. Eine Besichtigung lohnt sich!


      2)     Diese Aufnahme vom HPB um 1900 zeigt eindeutig Strukturen auf dem Dach, die auch ein Laie als Kamin erkennen kann:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorologisches_Observatorium_Hohenpei%C3%9Fenberg#/media/File:Wetterstation_Hohenpei%C3%9Fenberg_1909.jpg
      3)     Der Grundrissplan des Klostergebäudes lässt unschwer die Anlage der Kamine erkennen.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorologisches_Observatorium_Hohenpei%C3%9Fenberg#/media/File:Hohenpei%C3%9Fenberg_-_Zeichnungen.jpg
      Die Inhomogenität der Zeitreihe Hohenpeißenberg, die Sie ansprechen, sehe ich auch. Ein ähnliches „Setting“ hatte die lange Zeitreihe Kremsmünster. Dort wurde der Einfluss des Wechsels vom unbeheizten Observationszimmer zur englischen Hütte ausgewertet.
      Also nochmals meine Bitte: lassen sie den Halbsatz mit den unbeheizten Klöstern doch einfach weg.
      Der Einfluss des Menschen auf unsere Umwelt hat sicherlich in den vergangenen 50 Jahren zugenommen, und somit auch der Einfluss auf die Temperatur der bodennahen Luftschicht (Melioration, Entwässerung  Bebaung, Versiegelung , etc), hier weiß ich mich mit Ihnen einig. Aber HPB war beheizt – Das Zimmer mit den Messreinrichtungen nicht.

       

  15. „Unbeheizte Klöster […] mit Wetterstationen gibt es nicht mehr.“
     

    Wieso bringen Sie das immer wieder? Besso keks ist hier nun zwar als Lieferantan alternativer Fakten bekannt, aber Ihre Berichte Herr Kowatsch und Herr Kämpfe haben das doch nicht nötig!
    Mir ist kein (ehemals) unbeheiztes Kloster in Deutschland bekannt. Warum lassen Sie diesen Halbsatz nicht einfach mal weg?  
    Danke dennoch für diese interessante Zusammenstellung (auch wenn Grafik 2 und drei mal wieder „Spline-Kurven“ zeigen). 
    MfG
    F.Ketterer

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