10. IKEK – Bestimmen Sonnenzyklen unser Klima?

von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
Bereits in einem 1801 veröffentlichen Artikel (Royal Society of London) stellte der deutsche Astronom Wilhelm Herschel (1738-1822) die Frage nach einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sonnenflecken und der Entwicklung der Weizenpreise. Er erkannte eine Verbindung zwischen den Sonnenaktivitäten und dem Klima auf der Erde, was sich letztendlich auf die Ernten und somit auf die Weizenpreise auswirkte.

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Anhand von Eisbohrkernen, Stalagmiten, Baumringen, Sedimenten u.ä. kann man heutzutage Rückschlüsse auf Klimazyklen ziehen. Die Untersuchung des wohl berühmtesten antarktischen Eisbohrkernes (Petit et. al., nature, 399, 1999), der das Klima der letzten 420.000 Jahre abbildet, zeigt, dass wir uns in den letzten zehntausend Jahren in einem Wärmezyklus befunden haben, der sich wieder deutlich kälteren Temperaturen annähert. Das große Rätsel bleibt, warum die Eiszeiten so abrupt aufhörten (durch regelrechte Wärmeexplosionen). Es kam zu zyklenartigen Erwärmungssprüngen, die in einem Zeitraum von 50 Jahren um zehn Grad Celsius (!) anstiegen (zum Vergleich: heute spricht man von einem Anstieg der Temperatur um wenige Zehntel Grad in einigen Jahrhunderten).
Video des Vortrages „Bestimmen Sonnenzyklen unser Klima“ anlässlich der 10. IKEK am 11. und 12.11.16 in Berlin
Wenn man einen kleineren Zeitraum von etwa 10.000 Jahre betrachtet, lassen sich ebenso Zyklen von Kalt- und Warmphasen feststellen. Die meisten veröffentlichten Zyklenanalysen sind lokale Betrachtungen. Prof. Lüdecke hat sieben bekannte Untersuchungen (s. National Oceanic and Atmospheric Administration), mit ihren Subreihen, in einer Reihe zusammengestellt (unter dem Namen G7), in der er versucht, das Globale dieser Einzelergebnisse sichtbar zu machen. Dabei werden alle 1.000, 500 und 200 Jahre Wärmepeaks identifiziert. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es bei dem 200-Jahreszyklus sehr wahrscheinlich ist, dass es direkt mit Sonnenaktivitäten im Zusammenhang steht (für die 1.000- und 500-Jahreszyklen ist es wahrscheinlich).
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3 Kommentare

  1. „Das große Rätsel bleibt, warum die Eiszeiten so abrupt aufhörten (durch regelrechte Wärmeexplosionen). Es kam zu zyklenartigen Erwärmungssprüngen, die in einem Zeitraum von 50 Jahren um zehn Grad Celsius (!) anstiegen“

     

    Plasma-Universe???

  2. Klima ist eben mehr als 30 Jahre und Erwärmung. Klima ist Milliarden von Jahren und ist Kalt und Warm im Wechselspiel. Und wer jetzt immer noch meint, er könne mit einen Spurengas CO2 das Klima steuern, der sollte sich gleich zum Papst berufen lassen. Manche Menschen haben sich schon immer zum Größenwahn hingezogen gefühlt. Selbst die Halbwertzeit der Menschheit reicht nicht im geringsten aus um das Klima auf der Erde zu verstehen geschweige denn zu beeinflussen. Das Klima gab es weit vor der Menschheit und es wird es noch lange Zeit nach der Menschheit geben. Nur der Mensch interessiert sich für das Klima, das Klima aber nicht für den Menschen. Vielleicht können das einige Menschen nicht abhaben, dass hier ein Klima ist, dass den Menschen nicht in den MITTELPUNKT stellt sondern seinen eigenen Weg geht…egal ob es jetzt Menschen, Lebewesen, Pflanzen auf der Erde gibt….das Klima bleibt sich IMMER TREU!

     

  3. Was für eine Frage -wer denn sonnst?

     

    Der Mensch hat Möglichkeiten das mikro Klima zu beeinflussen. Luftverschmutzung, globale Abholzungen, Wärmeinseln zu produziern, nur um einige zu nennen.

    Aber sind diese Maßnahmen wirklich si evident, das globale Klima zu ändern?

    Was bewirken tausende von Windrädern in der Nordsee auf das Mikroklima dort?

     

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