Daten zur deutschen Stromversorgung 2016

Die Aussichten bleiben düster: Bild Ron Bienert / pixelio.de

von Willy Marth
Nach Ablauf des Jahres 2016 erscheint es mir opportun, einige aktuelle Daten zur deutschen Stromversorgung (nebst knapper Kommentierung) vorzulegen, nachdem in dieser Blogreihe zumeist technische und politische Probleme der Stromwirtschaft den Vorrang hatten.


Zur Übersicht: die Nettostromerzeugung im Jahr 2016 betrug in Deutschland ca. 550 Terawattstunden (TWh). Das ist der Strommix, welcher tatsächlich aus der Steckdose kommt. Bei der Bruttostromerzeugung – ca. 650 TWh – berücksichtigt man auch die Eigenerzeugung der Industrie, beispielsweise im Bergbau und in der Chemie; diese hat in den folgenden grafischen Darstellungen keinen Eingang gefunden. Bei den Daten stütze ich mich vor allem auf Erhebungen des Fraunhoferinstituts ISE in Freiburg, auf die Plattform Agora Energiewende in Berlin sowie auf Veröffentlichungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

In Europa ist Deutschland der größte Stromerzeuger. Die jetzt verfügbaren Zahlen der Nettoproduktionen für das Jahr 2014 ergibt folgende Reihung: Deutschland (592 TWh), Frankreich (539), Großbritannien (322),  Italien (269), Spanien (268), Schweden (150), Polen (145). Die in diesem Blog zitierten Zahlen der verschiedenen Quellen sind (im niedrigen Prozentbereich) leicht different, ohne dass dafür ein Grund angegeben werden kann.

Merke:  1 TWh =1 Terawattstunde

                          =1000 Gigawattstunden (GWh)

                          =1 Million Megawattstunden (MWh)

                          =1 Milliarde Kilowattstunden (KWh)

Einige Grafiken zur Stromwirtschaft

Abb.1: Verteilung der Nettostromerzeugung auf die verschiedenen Energieträger (ISE)

Die Grafik zeigt die acht wichtigsten deutschen Energieträger. Kernenergie, Braunkohle, Steinkohle und Gas werden den konventionellen Energien zugerechnet und liefern insbesondere Konstantstrom im Bereich der Mittel-und Grundlast. Wasserkraft, Biomasse, Wind und Solar gehören zu den erneuerbaren Energien; ihr Beitrag zur gesamten Stromversorgung ist unstetig und u. a. abhängig von Wetter und Standort.

Abb. 2: Veränderung der Nettostromerzeugung 2016 gegenüber Vorjahr 2015 (ISE)

Die Stromproduktion aus Kernkraft ging 2016 – im Vergleich zu 2015 – um 7,8 % zurück; ursächlich war die Abschaltung des KKW Grafenrheinfeld im Juni 2015.

Die Gaskraftwerke haben 2016  ca. 44 TWh netto für die öffentliche Stromversorgung produziert. Dieser markante Aufwärtstrend von 46 % resultiert hauptsächlich aus den niedrigen Gaspreisen. Die Energieeinspeisung aus Braunkohle. Steinkohle, Wind und Solar ging entsprechend zurück.

Abb. 3: Anteile der verschiedenen Stromerzeuger im Jahr 2016 (ISE)

Die wichtigsten Energieträger in Kreisdarstellung.

Merke: im Jahr 2016 haben die erneuerbaren Energien mit ca. einem Drittel zur deutschen Stromversorgung beigetragen.

Abb. 4: Stromexportsaldo 2010 bis 2016 (ISE)

Im Jahr 2016 wurde bei Strom ein Exportüberschuss von ca. 50 TWh erzielt. Dieser Wert stellt nach den alten Rekordjahren 2012 bis 2015 wieder einen neuen Spitzenwert dar und liegt um etwa 2 TWh bzw. 4% über dem Niveau von 2015. Der Großteil der Exporte floss in die Niederlande, die einen Teil nach Belgien und Großbritannien weiter leiteten. Auf Rang zwei folgt die Schweiz, die hauptsächlich als Transitland nach Italien dient. An dritter Stelle liegt Frankreich, wo einige Kernkraftwerke aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden mussten. Rang vier belegt Polen, das einen Teil des Stroms aus den neuen Bundesländern über Tschechien nach Süddeutschland transportiert.

Eingeführter Strom kostet durchschnittlich 37, ausgeführter 35 Euro/MWh. Der durchschnittliche (day-ahead) Börsenstrompreis ist auf 28 Euro/MWh gefallen und liegt inflationsbereinigt ungefähr auf dem Niveau von 2002.

Abb. 5: Stromerzeugung im ersten Quartal 2016 (Agora)

Die Stromerzeugung im ersten Quartal 2016:

hohe Last und Winterstürme zu Beginn des Jahres.

Abb. 6: Stromerzeugung im dritten Quartal 2016 (Agora)

Die Stromerzeugung im dritten Quartal 2016:

ein sonniger Sommer mit wenig Wind

Abb. 7: Haushaltsstrompreise 2007 bis 2017 (Agora)

Die Haushaltsstrompreise werden im Jahr 2017 erstmals die 30-Cent-Marke überschreiten.

Die Ursachen sind gestiegene Netzentgelte, gestiegene EEG-Umlage und hohe Vertriebsmargen.

Ausblick

Die Zukunft der deutschen Stromwirtschaft – für die kommenden 10 bis 15 Jahre – ist schwer einzuschätzen. Relativ gesichert ist die Abschaltung der noch laufenden 8 Kernkraftwerke bis 2022; dafür wurde im Sommer 2011 eigens ein Bundesgesetz erlassen. Demnach wird noch in diesem Jahr  das Kernkraftwerk Gundremmingen B vom Netz genommen werden. Ob man es wagen wird  (im Jahr 2022!) auf einem Schlag die drei leistungsstarken  KKW Isar 2, Emsland und Neckarwestheim II abzuschalten, hängt vom Ausbau der großen Nord-Süd-Gleichstromleitungen ab. Die Inbetriebnahme dieser Trassenprojekte hat sich von 2019 auf 2021/22 verzögert. Außerdem werden sie, wegen des Übergangs auf Erdverkabelung, um den Faktor 5 bis 10 teurer. Damit steigen auch weiterhin die Stromkosten für die Privathaushalte.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien (EE), insbesondere für Wind und Solar wird sich wohl verlangsamen, weil künftige Genehmigungen dem Wettbewerb via Auktionen unterliegen. Die gesteckten Ziele – 2030:50 %,  2040:65 % und 2050: 80 % – sind sehr ambitioniert; man darf zweifeln, ob sie erreicht werden. Die Klimaziele, wie in Paris vereinbart, werden sicherlich verfehlt werden, da die Grundversorgung mit Strom (in Abwesenheit von Kernkraftwerken und Großspeichern) und die Stabilhaltung der Netze nur über die CO2-haltigen Energieträger Braunkohle, Steinkohle und Erdgas geschehen kann. Wobei das Zertifikatesystem der Europäischen Union keinen Beitrag zum Klimaschutz liefert, weil es die CO2-Freisetzungen nur räumlich verlagert.

Entscheidend für den Fortgang der Energiewende sind unter anderem die hohen, sich abzeichnenden Kosten. Bei der Einführung des EEG im Jahr 1990 versprach der damalige Umweltminister Jürgen Trittin „Mehrkosten von gerade mal  1 Euro pro Familie und Monat, etwa so viel wie eine Kugel Eis“. Heute beträgt die EEG-Umlage für eine Durchschnittsfamilie allein das 20fache, nämlich ca. 20 Euro pro Monat. Die jährlichen Kosten für die Einspeisevergütung liegen bei 25 Milliarden Euro – die 2 Milliarden für die eingesparten Brennstoffkosten bereits gegen gerechnet. Tendenz: stark steigend! Die Gesamtkosten der Energiewende bezifferte der heutige Kanzleramtsminister Peter Altmeier in seiner früheren Funktion als Umweltminister auf 1 Billion Euro.

Fazit: Eines fernen Tages könnten die Menschen vielleicht nicht mehr bereit (oder in der Lage) sein, diese hohen Kosten zu tragen.

Die deutsche Energiewende würde auf halbem Wege stecken bleiben.

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27 Kommentare

  1. Der Autor kommt auf 20 Euro / Familie und Monat ?? Mit dem Rechnen hats der Autor wohl nicht so.
    Der Netto-Anteil des EEG war 2016 rund 24 Milliarden Euro. Bei 80 Millionen Bürgern heisst das dann, dass jeder Mensch in Deutschland 300 Euro EEG (Öko-Kapitalisten-Subvention) gezahlt hat. Bei einer 4köpfigen Familie sind das also 1200 Euro im Jahr und 100 Euro pro Monat. Da liegt der Autor also um den Faktor 5 und der Öko-Kapitalist Jürgen Trittin mit seinem Versprechen von 2004 um den beachtlichen Faktor 100 daneben! Trittin gebührt damit der Titel FAKENEWS-Verbreiter der Nation. Vielleicht kapiert das die deutsche Bevölkerung ja irgendwann einmal und schmeisst die verlogenen grünen Öko-Kapitalisten endlich aus unseren Parlamenten.

  2. Der Artikel mit Daten zur deutschen Stromversorgung ist aus meiner Sicht durchgängig unseriös und irreführend, ja regelrecht bewußt täuschend, weil die entscheidenden, unverzichtbaren Darstellungen zur Unfähigkeit der Bedarfsdeckung durch Wind- und Sonnenstrom fehlen. Mittelwertdarstellungen der Bilder 5 und 6 sind ohne Klarstellung der Stotterhaftigkeit von Wind und Solar somit schwerwiegende Falschdarstellungen der Bedarfsdeckungssituation. Aus Wind- und Sonnenstrom wird durch Transport nie nachfragegerechter Strom bzw. bedarfsgerechter Strom zur Stabilhaltung der Frequenz. Und noch ein Einwand zum Artikel: Es fehlt mir die Herausarbeitung des schmarotzenden Charakters des Wind- und Sonnenstroms, weil dieser ausschließlich durch die wettbewerbswidrige Vorrangbehandlung und die ständigen Unterstützungshandlungen durch einen (ihn komplett ersetzen könnenden) alternativen Erzeugungspark sich überhaupt im Verbundnetz halten kann. Wind- und Sonnenstrom kassiert in solchen oberflächlichen Darstellungen wie hier Lorbeeren, die ihm die herkömmlichen Quellen verdienen.

  3. Außer Spesen nix gewesen. Das Fazit der AGORA:

     

    Das Jahr 2016 hat für die Energiewende sowohl gute als auch schlechte Nachrichten gebracht: Einerseits ist das Stromsystem das dritte Jahr in Folge klimafreundlicher geworden, konnten sich Gaskraftwerke von Kohlekraftwerken Marktanteile zurückerobern, verlief der Atomausstieg nach Plan, lieferten Erneuerbare-Energien-Anlagen so viel Strom wie nie zuvor, sank der Stromverbrauch und ist die Zustimmung der Bevölkerung zur Energiewende auf sehr hohem Niveau weiterhin gewachsen. Andererseits wurde Ende 2016 deutlich, dass die Gesamt-Klimagasemissionen Deutschlands abermals gestiegen sind, die Strompreise für Haushalte 2017 erstmals die Marke von 30 Cent pro Kilowattstunde überspringen werden, und die Fortschritte so langsam erfolgen, dass die für 2020 gesetzten Ziele für Klimaschutz und Effizienz nur noch mit einer großen zusätzlichen Kraftanstrengung zu erreichen sind.

     

    Wind, Wasser und Photovoltaik waren 2016 mit insgesamt 3,9% am Primärenergieverbrauch in Deutschland beteiligt.

    Na also, wir sind doch auf einem guten Weg…

    Hier noch ein Abschiedsgruß von Energiewende Mutmacher Gabriel:

    http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2016/20161214-gabriel-energiewende-weiter-auf-zielkurs.html

    Und irgendwie geht es ganz rapide abwärts mit dem CO2-Ausstoß – beim grünen Umwelt-Bundesamt. Und zwar wenn man es mal anders ansieht:

    Die gesamtwirtschaftliche Emissionsintensität (Emissionen bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt) sank zwischen 1991 und 2014 um 57,5 % 

    http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/5_abb_kohlendioxid-emi-intensitaet_2016-04-22.png

  4. „Wirklich? Irgendwie sieht der Verlauf der Netzfrequenz (und damit der Regelleistung) über die letzten paar Jahre ziemlich stabil aus:“

    Welch unheimlicher geistiger Höhenflug des neuen Forenstörers nach der Version 3.0 des Forenstörerhandbuchs.

    Mit sowas kommt man nicht in Hitliste des besten Nullsatzes des Monats. Einen Trollo gibt es dafür auch nicht.

    Noch nicht mal das Fischmarktparken hat dieses Jahr geklappt, um den Klimawandel schuldig zu sprechen, weil das Auto bis nach Cuxhaven schwamm.

  5. Herr Herp gaukelt oder hat tatsächlich nicht den Hauch einer Ahnung:

     

    Wirklich? Irgendwie sieht der Verlauf der Netzfrequenz (und damit der Regelleistung) über die letzten paar Jahre ziemlich stabil aus:

    Dass in der Berichtszeitspanne das Ansteigen der Netzfrequenz nicht über 50,15 Hz bzw. das Absinken nicht unter 49,85 Hz stattfand, hat sicher den Grund, dass der Dispatcher noch immer rechtzeitig genügend Regelenergie zur Verfügung hatte. es sind ja auch noch nicht alle „konventionellen“ Stromerzeuger stillgelegt. Aus dieser Grafik zu schlußfolgern, dies würde bei 80 oder auch 100% EE-Strom mit hohen volatilen Anteilen auch so bleiben, erscheint mehr als gewagt.

    Einen Vorteil hätte ein Blackout sicher: Herr Herp könnte in der betreffenden Zeit keine am Thema vorbeilaufenden Kommentare absondern. Aber anschließend wäre er wieder da, um allen hier kund zu tun, dass der Blackout nur die Schuld der Kohlekraftwerke war.

    • Nein Nein, der Klimawandel ist an den zukünftigen Blackouts schuld. So wie die Arktisschmelze im Sommer zu kälteren Wintern führt. Habe ich irgendwo beim Spiegel oder so gelesen. Obelix sagt dazu: Die spinnen, die …

      • Herr Heinzow,

        ich bin enttäuscht.

        Das ist ein völlig überflüssiger Beitrag von Ihnen.

        Ich versichere Ihnen, niemand, wirklich NIEMAND hier käme auf die aberwitzige Idee eine andere Ursache als den menschengemachten Klimawandel auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen!

  6. Verehter Herr Marth, vielen Dank für Ihren Beitrag. Es ist in diesem Forum leider nicht an der Tagesordnung fundierte und sachliche Beiträge jenseits eines Stammtischniveaus zu lesen, geschweige denn sachliche Kommentare zu den aktuellen Problemen der Energiewirtschaft. Ihre Folgerungen teile ich ganz und gar. Die Zukunft ist kaum abschätzbar und liegt in der Hand zukünftiger Regierungskonszellationen. Es drohen massive Kostensteigerungen und immer mehr Regeleingriffe um das Netz zu stabilisieren. Brauchbare Speicherlösungen oder verlässliche Alternativenergien sind auf Jahrzehnte nicht in Sicht. Bei einer Abschaltung von Kohlekraftwerken drohen dramatische Energieengpässe die zu einer Abwanderung von Industriebetrieben führen könnten und damit zum Verlust von Arbeitsplätzen. Wer sollte denn Geld in die Hand nehmen um in Gaskraftwerke zu investieren, die nur sporadisch ans Netz gehen und Investionsruinen sind? Nein, wir müssen uns noch Jahrzehnte auf unsere Kohlekraftwerke verlassen.

    • Glauben sie wirklich, dass man Kohlekraftwerke still legen wird, wenn dadurch die Versorgung nicht mehr gewährleistet ist?

      Ich habe den Verlauf des Jahres 2016 simuliert für den Fall, dass man eine Deckung des Strombedarfs mittels Wind und Solar anstrebt. Es ist richtig, dass das Backup durch Gaskraftwerke etwas mehr als verdoppelt werden müsste, aber sie müssten auch relativ selten zugeschaltet werden (ca. 10% des Stromverbrauchs müsste durch sie gedeckt werden). Das treibt deren Kosten natürlich nach oben (was kostet die kWh Strom bei ca. 10% Auslastung eines Gaskraftwerkes?). Auf der anderen Seite werden in der Simulation (gleicher Solar/Wind Verlauf wie 2016, nur x-fach überhöht) mehr als 80% des Stromverbrauchs direkt durch Erneuerbare abgedeckt. Werden diese günstig genug steigt dadurch der Strompreis kaum.

      Aber auch das sagt nicht die Zukunft voraus … nur eine Spielerei. Dennoch interessant für das Verständnis der Größenordnungen, die hier häufig genannt werden und mehr als übertrieben sind.

      • „Glauben sie wirklich, dass man Kohlekraftwerke still legen wird, wenn dadurch die Versorgung nicht mehr gewährleistet ist?“

        Sie vergessen, dass unsere Regierung, die meisten Parteien, erhebliche Teil der Wirtschaft und auch EE-Lobbyisten wie Sie, sich das Ziel der vollständigen Decarbonisierung bis Mitte des Jahrhunderts auf die Fahnen geschrieben haben. Oder ist das nur ein Witz?

        Die von Ihnen ja so heiß und innig herbeigewünschten Gaskraftwerke (ich vermute ohne G&D, denn sonst dauert das Erreichen der Vollast länger) ließen sich für die Betreiber unter den von Ihnen genannten Rahmenbedingungen (10% Auslastung) nur realisieren, sofern sie selbst Bestandteil eines Gesamtenergiesystems würden, Das könnte auf Inanspruchnahme von staatlicher „Förderung“ (zu Lasten der Stromkunden) hinauslaufen, Damit wären die Betreiber auch in der lage, mit 10%:Auslastungen übers Jahr klar zu kommen.

        Noch etwas: deneken Sie mal an die Amortisations- und Abschreibungszeitspannen!

      • Lieber Hr. Herp,

         

        ich schlage vor,  Sie graben in Ihrem Garten ein schönes, tiefes Loch, und füllen da einfach in Zeiten mit hohem EE-Stromaufkommen mal ein paar MWh rein. Bei Flaute haben Sie dann einen hübschen kleinen Stromsee, den Sie als Notvorrat nutzen können. Macht sich auch gut bei Vorhandensein einer eigenen Solaranlage oder Windmühle.

        Vielleicht simulieren Sie das auch mal? Unter Berücksichtigung der niedlichen kleinen Gradienten, die bei EE-Strom so  ab und zu mal vorkommen. Vielle Spass.

         

        Mfg

         

         

         

         

        • Ich schlage vor,  Sie graben in Ihrem Garten ein schönes, tiefes Loch, und füllen da einfach in Zeiten mit hohem EE-Stromaufkommen mal ein paar MWh rein. Bei Flaute haben Sie dann einen hübschen kleinen Stromsee, den Sie als Notvorrat nutzen können. Macht sich auch gut bei Vorhandensein einer eigenen Solaranlage oder Windmühle.

           

          Glücklich die, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und schon einen Gegenstrahlungshähnchengrill im Garten stehen haben:

          Bei Nichtbelegung durch ein Hähnchen sammeln sich in der Schüssel immer nur die ungebrauchten Photonen an. Die brauchen aber nicht viel Platz, praktisch könnten die Elektronen die ganze Schüssel für sich haben.Die Entleerung des Speichers wäre auch komfortabler; man bräuchte keine Schöpfkelle sondern könnte bequem einen Hahn auf- und zudrehen.

          Vielleicht dazu ein kleiner Hinweis für unsere EEG-Freunde:

          Der Ablauf sollte an der tiefsten Stelle angebracht werden. So geht kein Elektron verloren und

          der Wirkungsgrad der Anlage läge bei 100%!

           

          Schön auch, daß Photonen und Elektronen gemeinsam in der Schüssel liegen.

          Das beweist, daß Multikulti auch im Teilchenuniversum funktioniert und für alle einen Vorteil bringt.

           

          Damit steht neben dem Gegenstrahlungshähnchengrill und dem kompakter bauenden Mondlichtkugelgegenstrahlungshähnchengrill dem modernen, ökologisch angepaßt denkenden Bürger der

          Ökostromspeichergegenstrahlungshähnchengrill zur Verfügung.

           

          Gute Nachrichten, das!

      •  

        Dennoch interessant für das Verständnis der Größenordnungen, die hier häufig genannt werden und mehr als übertrieben sind.

        Welche Größenordnungen? Herr Herp, so langsam werden Sie mir unheimlich!
         

    • „Brauchbare Speicherlösungen oder verlässliche Alternativenergien sind auf Jahrzehnte nicht in Sicht.“

      Sehr geehrter Herr Heinrich, es wird weder „brauchbare Speicherlösungen“ noch „verläßliche Alternativenergien“ geben. Die Physik, Chemie und Ökonomie der Energiewirtschaft sind vollständig bekannt. Offenbar fallen Sie auf die Primitivpropaganda unfähiger Theologiestudentinnen wie K. G.-E. von den Grünen oder den ex-Säufer und vom Gymnasium expedierten heiligen Martin herein. Offenbar hat Deutschland nichts aus dem Desaster eines ungebildeten Österreichers gelernt, der ganz Europa in Schutt & Asche legte und mal so eben X Millionen Menschen ermorden ließ … .

      Jeder Abiturient müßte das wissen. Daß ein Martin Schulz das nicht begreifen kann, ergibt sich aus seiner Alkoholkarriere, die mit 14 begann. Daß er abstinent wurde und blieb ist anerkennenswert, ändert aber nichts daran, daß Hans nicht lernt, was Hänschen nicht hat lernen können.

      Inzwischen weiß man, was Narkosemittel im Gehirn eines Menschen anrichten: Nennt sich postoperative kognitive Dysfunktion. Besonders verstärkend sind die Benzodiazepine, die den Menschen zur „Beruhigung“ verabreicht werden. Alkohol ist ja bekanntlich auch ein Narkotikum mit Blachoutfunktion.

        • Daß der Troll J.D. U. die chemischen, physikalischen und ökonomischen Gesetze bzgl. der Speichertechnik nicht kennt, ist nunmehr allgemein bekannt. Das Metall mit dem niedrigsten Normalpotential ist Lithium, das Gas mit der höchsten massebezogenen spezifischen Energiedichte ist Wasserstoff, bezogen auf das Volumen unter Normalbedingungen ist Butan. Diesbezügliche Speicher sind längst erfunden. Aber das ficht Trollos nicht an das Gegenteil zu behaupten.

          • Lieber ein Troll als unflätig und vergessene Kinderstube.

            Woher wollen Sie wissen was ich weiß und was nichtig? Überbordende Arroganz?

            Wichtige Speichertechnologien haben Sie vergessen.

          • @ J.D.U

            „Wichtige Speichertechnologien haben Sie vergessen.“

            Der Trollo hat nicht kapiert, daß es um „brauchbare“ geht. Sechs Mal den Bodensee mit 400m Höhenunterschied ausbaggern in D allein für die jetzige Stromversorgung ist wohl kaum brauchbare Technologie.

            Anhand Ihrer Nullsätze kann man Ihr Nichtwissen sehr gut nachweisen. Das obige Zitat – ein Nullsatz – zeigt, daß Sie die wichtigen Speichertechnologien nicht kennen, denn sonst würden Sie sie benennen. Übrigens ein Nullsatzkonstrukt aus dem Forenstörerhandbuch Version 1.1.

  7. „Kernenergie, Braunkohle, Steinkohle und Gas werden den konventionellen Energien zugerechnet und liefern insbesondere Konstantstrom im Bereich der Mittel-und Grundlast.“

     

    Aha!

    In welchen Lastbereich liefert der Ökoidiotenquatsch?

  8. Leider werden in den Grafiken die üblichen Darstellungen verwendet. Die suggeriert, das Wind+Sonne ein gleichwertiger Ersatz für konventionelle Energeiträger sind. Die schwankende Verfügbarkeit sollte auch in den Grafiken ersichtlich sein:

    • Was veranlasst den Autor zu der Annahme, dass der Ausbau bzw. die Fertigstellung der Nord-Süd-Trasse den Ausfall von Kraftwerken kompensieren kann? Offshore- und Küstenstrom ist Flackerstrom wie aller andere Windstrom und als solcher ohne bedarfsgerechte Glättung durch konventionelle Kraftwerke in Süddeutschland zu nichts zu gebrauchen.

    • Die Bilder #5 und #6, sehr geehrter Herr Dr. Marth, sind falsch. Sie zeigen nicht, daß an jedem gezeigten Tag nachts die PV-Energierzeugung (gelb) Null ist und daß an jedem gezeigten Windflaute-Tag die Wind-Energieerzeugung (blau) gegen Null geht. Sie wissen, daß der Fehler daher kommt, daß Agora zum geschönten Darstellen „Tagesmmittelwerte“ verwendet, die alles so schön ausbügeln. Daß über halbe Tage mal gar nichts aus den Photovoltaik-Anlagen kommt und von anderen Erzeugern zugebuttert werden muß (mit all den Problemen), das verschweigen Ihre Bilder.

      Mit „nix für ungut“ grüßt

      H. Liesegang

       

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