Immer wieder der Trump: Nun auch noch neue Kernenergie-Konzepte!

Von Präsident Donald Trump schreiben die Medien nur Schlechtes. In ihrem Eifer haben sie bisher jedenfalls übersehen, dass Trump nicht nur bestimmten Gruppen aus Terrorstaaten temporär die Einreise in sein Land verweigert, sondern auch ein Herz für die böse „Atomindustrie“ hat. Und dies teilt er sogar mit dem Kongress. Unser Autor Klaus Humpich hat das jedoch nicht übersehen und berichtet über diese neueste Tat.

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H. R. 590 der Startschuss?

Ziemlich unbeachtet, passierte am 24.01.2017 das Gesetz H.R.590 den Congress der USA. Das Gesetz nennt sich in der Kurzform: “Gesetz zur Entwicklung fortschrittlicher Kerntechnik aus dem Jahr 2017”.

Erster Abschnitt

Der ausführliche Titel des Gesetzes lautet: Ein Gesetz zur Förderung der zivilen Forschung und Entwicklung einer fortgeschrittenen Kerntechnik zur Energieerzeugung und zur Unterstützung der Genehmigungsverfahren und dem gewerblichen Einsatz solcher Technologien.

[Anmerkung: Es handelt sich hier also ausdrücklich um die Förderung von dem, was man gemeinhin als (nicht-militärische) “Kernkraftwerke” bezeichnet. Diese Feststellung ist nicht ganz unwichtig, denn zusätzlich gibt es in den USA noch Milliarden schwere kerntechnische Rüstungsprogramme. Beispielsweise zum Bau und zur Weiterentwicklung von Reaktoren für U-Boote und Flugzeugträger.]

Zweiter Abschnitt

Der Congress stellt fest:

  1. Die Bedeutung der Kernenergie für die Produktion elektrischer Energie in den USA.
  2. Kernkraftwerke produzieren mit einer Verfügbarkeit von über 90% zuverlässig und kostengünstig elektrische Energie. [Anmerkung: Dies ist ein deutlicher Seitenhieb gegen die Förderung von Wind und Sonne durch die Vorgängerregierung.]
  3. Kernkraftwerke fragen für Milliarden Dollar Güter innerhalb der USA nach und bieten tausenden Angestellten hoch bezahlte Arbeitsplätze und tragen maßgeblich zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Gemeinden bei, in denen sie sich befinden. [Anmerkung für alle, die immer noch nicht wissen, was Präsident Trump will: Gut bezahlte Arbeitsplätze waren fast in jedem Wahlkampfauftritt sein zentrales Thema. Hier ist eine Antwort, auch wenn GEZ-Mitarbeiter immer noch glauben, er meinte Hilfsarbeiter am Fliessband von Autofabriken des 20. Jahrhundert.]
  4. Die kerntechnische Industrie der USA muß weiterhin den Weltmarkt anführen, weil sie zu den leistungsfähigsten Werkzeugen für die nationale Sicherheit gehört: Sie garantiert eine ungefährliche, sichere und ausschließlich friedliche Nutzung der Kernenergie.
  5. Der Betrieb der nationalen Flotte von Leichtwasserreaktoren und die Ausweitung auf neue, fortgeschrittene Reaktorkonstruktionen wird auch weiterhin die Produktion stets verfügbarer Grundlast gewährleisten und die weltweite Führung der kerntechnischen Industrie der USA aufrechterhalten. [Anmerkung: Auch hier – verpackt in viel Pathos – ein deutlicher Seitenhieb gegen die regenerativen Energien.]
  6. Hier wird die Fusion erwähnt.
  7. Für die Entwicklung von fortgeschrittenen Reaktorentwürfen ist es nützlich, daß ein leistungsbezogenes, wagnisbezogenes, wirkungsvolles, kostengünstiges Regelwerk mit definierten Meilensteinen erstellt wird, welches es den Bewerbern ermöglicht, den Fortschritt des Genehmigungsverfahrens nachzuweisen.

[Anmerkung: Das bisherige Genehmigungsverfahren verläuft bisher immer noch eher nach dem Prinzip alles oder nichts. So hat beispielsweise das Genehmigungsverfahren für den NuScale SMR (Small Modular Reactor) bisher nahezu 800 Millionen Dollar verschlugen und eine Entscheidung kann erst erwartet werden, wenn der Bewerber auch die letzte Frage für die Genehmigungsbehörde zufriedenstellend beantwortet hat. Dies, obwohl es sich um einen Leichtwasserreaktor handelt und damit auf alle Rechenprogramme, Erfahrungen usw. zurückgegriffen werden kann. Für “neuartige Reaktoren” ist ein solches Verfahren nicht akzeptabel, weil keine Bank und kein Investor ein solches (unkalkulierbares) Risiko verantworten kann.]

Dritter Abschnitt

Im Sinne dieses Gesetzes ist ein fortgeschrittener Kernreaktor (Advanced Nuclear Reactor) ein Kernspaltungsreaktor mit bedeutenden Fortschritten gegenüber den modernsten Reaktoren. Dies sollte inhärente Sicherheit, geringere Abfälle, bessere Brennstoffausnutzung, überragende Verfügbarkeit, Widerstand gegen die Weiterverbreitung (von Kernwaffen) und höhere Wirkungsgrade umfassen.

Es folgen die Definitionen für: “DEPARTMENT”, “LICENSING”, “NATIONAL LABORATORY”, “NRC” und “SECRETARY”.

Vierter Abschnitt

Das NRC (Genehmigungsbehörde) und das Department of Energy (Energieministerium) sollen eine Übereinkunft bezüglich folgender Themen ausarbeiten:

  1. Technische Kompetenz – Das “Energieministerium” muß sicherstellen, daß es rechtzeitig über genügend technische Kompetenz verfügt, um die kerntechnische Industrie in Forschung, Entwicklung, Prototypen und wirtschaftlicher Anwendung von sicherer und neuartiger fortschrittlicher Reaktortechnik zu unterstützen. Die “Genehmigungsbehörde” muß rechtzeitig über die nötige Kompetenz verfügen, um die fachgerechte Bewertung der Anträge für Lizenzen, Genehmigungen, Konstruktionsbescheinigungen und anderer Anforderungen für die behördlichen Genehmigungen für fortgeschrittene Reaktoren zu gewährleisten. [Anmerkung: Das sind bezüglich fortgeschrittener Reaktoren sehr ehrgeizige Ziele. Bisher hat die Genehmigungsbehörde reichhaltige Erfahrungen mit Leichtwasserreaktoren. Ob das Personal kurzfristig gefunden werden kann, wird sich zeigen. Dabei ist zu beachten, daß die NRC bisher in Stundenlohn arbeitet. Die etwaige Einarbeitung des Personals kann aber nicht auf den Antragsteller abgewälzt werden.]
  2. Modellierung und Simulation – Über die Nutzung von Rechnern und Programmen zur Berechnung des Verhaltens und der Leistungen fortgeschrittener Reaktoren, die auf auf der mathematischen Beschreibung physikalischer Zustände basieren. [Anmerkung: Die Kerntechnik war schon bisher der Motor von dem, was man gemeinhin als “Simulation” bezeichnet. Unter dem bewußten Einsatz des Energieministeriums (Waffenentwicklung) und der nationalen Großforschungseinrichtungen (z. B. Supercomputer) kann hier ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm gestartet werden, das dem Apollo-Programm wissenschaftlich gleichkommt. Es wird für die sonstige Industrie weit mehr, als die legendäre “Teflon-Pfanne” abfallen. So soll offensichtlich Industriepolitik a la Trump laufen.]
  3. Einrichtungen – Das Energieministerium soll die Einrichtungen entwickeln und betreiben, die der kerntechnischen Industrie rechtzeitig ermöglichen Forschung, Entwicklung, Prototypen und wirtschaftlicher Anwendung von sicherer und neuartiger fortgeschrittener Reaktortechnik zu entwickeln. Der Genehmigungsbehörde ist der Zugriff auf diese Einrichtungen zu gewährleisten, wann immer sie sie benötigen. [Anmerkung: Damit sind z. B. Prüfstände, 1:1 Modelle von Reaktorkomponenten usw. gemeint.]

(a) Erforderliche Planung: – Nicht später als ein Jahr nach Inkrafttreten dieses Gesetzes, ist dem Congress von der Genehmigungsbehörde ein Entwicklungsplan über den technologieneutralen Rahmen für ein effizientes, das Risiko berücksichtigendes Genehmigungsverfahrens für fortgeschrittene Reaktortechnik vorzulegen. [Anmerkung: Die NRC steht seit längerem in der Kritik, daß sie zu sehr auf Leichtwasserreaktoren spezialisiert ist. Außerdem orientiert sich das Genehmigungsverfahren sehr eng an gemachten Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb der vorhandenen Reaktorflotte. Beides steht oft im Widerspruch zur Entwicklung neuer Reaktorkonzepte] Der Plan soll die folgenden Themen abwägen, bezüglich der Übereinstimmung mit den Vorschriften der “Genehmigungsbehörde” zum Schutze der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit, des Zivilschutzes und der Sicherung:

  1. Die einzigartigen Gesichtspunkte bei der Zulassung fortgeschrittener Reaktorkonzepte, einschließlich der gesetzlichen und behördlichen Vorschriften und der politischen Anforderungen müssen von der “Genehmigungsbehörde” benannt werden. [Anmerkung: Hier verbirgt sich beispielsweise der Widerspruch von Zonen zu Evakuierung nach herkömmlichen Gesichtspunkten und sogenannten inhärent sicheren Reaktoren.]
  2. Möglichkeiten fortgeschrittene Reaktorkonzepte nach den bestehenden Regularien der “Genehmigungsbehörde” zu behandeln, neue Regularien vorzuschlagen oder eine Kombination aus beiden. [Anmerkung: Hier wird der bestehende Apparat mächtig in die Verantwortung genommen.]
  3. Möglichkeiten zur Beschleunigung und Verschlankung des Zulassungsverfahrens von fortgeschrittenen Reaktortypen, einschließlich der Verkürzung der Zeit zwischen Antragstellung und endgültigem Bescheid. Verkürzung der Verzögerungen durch Änderungsanträge und Ergänzungen zum Antrag. [Anmerkung: Dies mutet revolutionär an, für eine Institution, die es gewohnt ist, in Stundenlohnarbeit zu existieren. Sollte eine Rückkehr zu den Grundsätzen von Admiral Rickover denkbar sein?]
  4. Möglichkeiten zur Übernahme von allgemeingültigen Berechnungsverfahren und Standards in das Zulassungsverfahren um die Zeit für die Vervollständigung zu verkürzen und eine Anpassung bei der Umsetzung zu unterstützen. [Anmerkung: Hier versteckt sich die Frage nach der Notwendigkeit des berüchtigten “nuclear grade”. Kann man nicht erprobte Standards und Verfahren aus z. B. der Luftfahrt einfach übernehmen? Welche Komponenten sind bei fortgeschrittenen Konzepten überhaupt noch sicherheitsrelevant?]
  5. Möglichkeiten, das Zulassungsverfahren besser vorhersagbar zu machen. Dazu zählt die Möglichkeit, Meilensteine zu definieren und anzuwenden.
  6. Möglichkeiten, die es Antragstellern erlauben, Anträge zeitlich gestaffelt abzuwickeln, ohne daß die Genehmigungsbehörde schon geprüfte Teile noch einmal bearbeiten muß. Diese Vorgehensweise soll es der Genehmigungsbehörde ermöglichen, bedingte Teilprüfungen, frühzeitige Informationen zur Konstruktion und Vorlagen die Prozesse und Konstruktionsdaten enthalten, die erst in einer späteren Prüfungsphase behandelt werden.
  7. Das Ausmaß in dem Maßnahmen bei der “Genehmigungsbehörde” oder politische Veränderungen nötig sind, um diesen Plan in Kraft zu setzen.
  8. Wie stark sich die Zulassung fortgeschrittener Reaktoren auf die Langzeitstrategie der “Genehmigungsbehörde”, die geplanten Betriebsmittel, die personelle Ausstattung und die notwendig werdenden Subventionen auswirkt.
  9. Möglichkeiten der Aufteilung der Kosten für Antragsteller bei gegliedertem Genehmigungsverfahren.

(b) Erforderliche Zusammenarbeit der Interessengruppen – Für die Entwicklung des geforderten Plans gemäß (a) soll sich die “Genehmigungsbehörde” mit dem “Energieministerium”, der kerntechnischen Industrie und anderen öffentlichen Interessengruppen verständigen.

(c) Schätzung der Kosten und des Zeitbedarfs – Für den unter (a) beschriebenen Plan sind die zu beantragenden Kosten abschätzen, ein Haushalt aufzustellen und spezielle Meilensteine für das Inkrafttreten eines geregelten Genehmigungsverfahrens für fortgeschrittene Reaktortechnik bis zum 30. September 2019 zu bestimmen.

(d) Status der Bauartgenehmigung – In dem ersten Etatantrag nach Entgegennahme eines Antrags für einen fortgeschrittenen Reaktor und später jährlich soll die “Genehmigungsbehörde” die Leistungskennzahlen und die Zeitachsen der Meilensteine liefern. Der Budgetantrag soll einen Plan zur Angleichung oder Wiederherstellung von Terminverschiebungen, einschließlich Verzögerungen die sich aus der mangelhaften Ausstattung der “Genehmigungsbehörde” ergeben, enthalten.

Abschließende Bemerkungen

Wer immer noch meint, nicht zu wissen, was Präsident Trump eigentlich will, sollte schleunigst seine Wahlkampfaussagen – im Original – nachlesen. Wer übrigens schon im Wahlkampf zugehört hatte, dem erschien ein Wahlsieg schon damals nicht unwahrscheinlich. In Deutschland ist es zu einer Unart geworden, nicht mehr zu zu hören, sondern kritiklos das nachzuplappern, was andere meinen, was jemand gesagt hätte. Sofern dies nur die eigenen ideologischen Scheuklappen unterstützt. Darüberhinaus ist es in Deutschland scheinbar undenkbar geworden, daß ein Politiker wirklich das umsetzt, was er im Wahlkampf immer wieder verkündet hat.

So ist es auch mit dem Thema: Trump und die Kernenergie. Trump hat in seinem Wahlkampf – wirklich bei jedem Auftritt und in jeder Fernsehdebatte – immer betont, daß Arbeitsplätze sein wichtigstes Regierungsziel sind. In diesem Sinne, ist er auch immer wieder für Kohle, Öl und Gas eingetreten: Mehr Förderung bedeutet mehr Arbeit, geringere Preise und damit letztendlich mehr Wohlstand. Er hat aber nie behauptet, daß deshalb mehr Kohle, mehr Gas und mehr Öl in den USA verbrannt werden müssen! Ganz im Gegenteil. Er ist immer wieder für Exporterleichterungen eingetreten. Dies mögen grüngefärbte Sozialisten für völlig falsch halten, offensichtlich aber nicht seine Wähler. Sie haben sich auch nicht durch mehr als drei Jahrzehnte mediales Trommelfeuer zur “Klimakatastrophe” umerziehen lassen.

Sein Wahlslogan war: “Machen wir die USA wieder großartig”. Dies läßt natürlich jeden linken Deutschen erschauern. Gehört doch hier Anti-Amerikanismus eher zum guten Ton. Für Trump – und beileibe nicht nur ihn – ist der einzig relevante Gegner der USA, die Volksrepublik China. Wegen ihrer Wirtschaftskraft und ihrem offen imperialen Gehabe in Asien. Viele Amerikaner fühlen sich fatal an das Japan der 1930er Jahre erinnert. Niemand sollte die Bedeutung der Freiheit der Weltmeere für die USA unterschätzen. Dies ist kulturell tief verwurzelt und bisher hat jeder, der versucht hat, die USA auf dem Meer einzuengen, dies mit einer blutigen Niederlage bezahlt.

In diesem Sinne kann China gern Autos bauen oder Mobiltelefone zusammenkleben. Aber die USA werden es mit Sicherheit nicht zulassen, daß China in den zwei Schlüsseltechnolgien Flugzeugbau und Kerntechnik die Führung auf dem Weltmarkt übernimmt. Man hat China eine Menge Technologie verkauft, aber nun ist es an der Zeit, etwas Neues zu bringen. Ganz ähnlich übrigens, zu Großbritannien. Man steigt dort nicht ohne Grund aus dem Europa- und Euratomkorsett aus.

 

Man mag das alles gut oder schlecht finden. Nur die Augen so vor der Realität zu verschließen, wie man es (wieder einmal) in Deutschland macht, wird (wieder einmal) zu keinem guten Ende führen.

Der Beitrag erschien zuerst bei NUKEKLAUS

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13 Kommentare

  1. Es geht nicht in erster Linie um Trump, es geht um die gigantischen Möglichkeiten der Kernenergie. Da gibt es noch sehr viel Potential, und vor allen Dingen billigen Strom. Zu der Zeit, als Biblis noch in Betrieb war, wurde dort der Strom für 2,2 ct/kWh erzeugt, ab Kraftwerk versteht sich. Zur gleichen Zeit wurde der Strom in den USA in den dortigen Kernkraftwerken für 1,1 ct/kWh erzeugt (nach Meldung der Fachzeitschrift atw, die Umrechnung von US-cent in EURO-cent wurde berücksichtigt). Die einzige Erklärung für den Preisunterschied dürften die vielen unsinnigen Auflagen sein, die in Deutschlend den KE-Strom verteuern.

    Die CSU wirbt damit, bis 2020 eine ganz neue Energiequelle zu erfinden, grundlastfähig und ohne Radioaktivität. Ich hatte auf der Veranstaltung die Gelegenheit zu fragen und fragte nach dem physikalischen Prinzip dieser ganz neuen Energiequelle. Seither werde ich von der CSU zu ihren Veranstaltungen nicht mehr eingeladen.

    • ich bin der gleichen Meinung,

      ein hervorragender Beitrag,

      nur die politischen „abschließenden Bemerkungen“ sind überflüssig. Wir benötigen keine „Gegner“ auch nicht China.

  2. @ Marvin Müller

    Am 20.1 hatte Trump soweit ich mich entsinne andere Dinge zu tun …

     

    Richtig, aber das Gesetz wurde laut obigem Beitrag auch am 24. Januar und nicht am 20. Januar verabschiedet.

    Die (fortschrittliche) Kernenergie ist zwischen Demokraten und Republikanern wohl sehr wenig umstritten.

     

    • Dirk Weissenborn schrieb am 2. FEBRUAR 2017 UM 10:23:

      @ Marvin Müller

      „Am 20.1 hatte Trump soweit ich mich entsinne andere Dinge zu tun …“

      Richtig, aber das Gesetz wurde laut obigem Beitrag auch am 24. Januar und nicht am 20. Januar verabschiedet.

      Ich schrieb, es wurde am 20.1 in den Kongress (ins House of Representatives) eingebracht. Und es ist bisher auch noch nicht verabschiedet worden – es ist in den Senat weitergereicht worden. Kann man alles nachlesen, wenn man will: H.R.590 – Advanced Nuclear Technology Development Act of 2017. Die nächste Station ist der Senat, dann kriegt es Trump in die Hände und dann kann es zum Gesetz werden.

  3. Woraus entnimmt man eigentlich, dass das ein Gesetzentwurf Trumps wäre? Das Gesetz wurde am 20.1 von drei Republikanern und drei Demokraten in den Kongress eingebracht. Am 20.1 hatte Trump soweit ich mich entsinne andere Dinge zu tun …

    • Das hat niemand behauptet. Es ist völlig klar, dass bei Trumps Amtseinführung am 20.1.17 bis zum 24.1.17 selbst für die fleißigen Trumpianer nicht genug Zeit gewesen wäre um ein Gesetz durch den Kongress zu bringen. Schade, dass Sie die Ironie nicht bemerkt haben.

      • Da müsste mein Ironie-Detektor echt kaputt sein. Ist jedenfalls eigenartig, dass jemand soviel über Trump schreibt, wenn er gar nicht den Eindruck erwecken will, Trump hätte was mit dem Gesetzentwurf zu tun …

  4. Nun wird auch klar, warum aus gerechnet am 24. Januar die US-Tochter der kanadischen Terrestrial Energy, welche einen – zunächst mit LEU betriebenen Flüssigsalzreaktor entwickeln und dabei wahrscheinlich weltweit vorne liegen, quasi in die pre-licensing Phase eingetreten ist.

    Hier der Link:

    http://terrestrialenergy.com/terrestrial-energy-usa-informs-us-nuclear-regulatory-commission-imsr-licensing-plans/

    Nun muss allerdings der Fairness halber auch erwähnt werden, dass unter der Obama-Administration ebenfalls schon deutliche Schritte zur Förderung von „Advanced Nuclear“ gemacht wurden. Das betraf die Änderung des starren Genehmigungsprocederes, welches ausschlielich auf Leichtwasserreaktoren ausgelegt war, Bürgschaften und Forschungsgelder. Obama war nicht ein Anti-Kernenergie Präsident.

    Irgendwo las ich mal, dass eine Stunde Leseaktivität der NRC (Genehmigungsbehörde) 258 $ kostet.

    Nun sieht es so aus, als wenn Richting Schwung in die Neuentwicklungen kommt. Den Amerikanern lkann man dazu nur gratulieren.

    Deutschland wurstelt weiter an „Speicherlösungen“ und ähnlichen Angelegenheiten.

  5. Es ist nur Deutschland: „In Deutschland der Welt ist es zu einer Unart geworden, nicht mehr zu zu hören, sondern kritiklos das nachzuplappern, was andere meinen, was jemand gesagt hätte.“ Ich lese die englischsprachige Presse und die englischen Alternativen und es „das selbe in Grün“.

    Ich habe viele Dinge von Präsident Donald Trump gelesen und angehört wie z.B. seine Ansprache nach der Vereidigung. Die Menschen die ihn nicht mögen und sogar hassen haben nicht erkannt dass er genau das Gegenteil ist/macht was die Presse schreibt. Die Presse schreibt gleich dass die Muslime mit der executive order gebannt sinnt obwohl das Wort Muslime nivht einmal darin steht imd auch nicht gebannt werden. Dass es sogar auf Omama’s executive order zurück geht wird auch nicht gesagt.

    Das Gesetz H. R. 590 ist aus irgeneinen Grund nicht von der Presse berichtet worden. Wahrscheinlich weil es nicht negative gemacht werden kann.
    So ist es auch mit dem Tweet von Präsident Trump: „The joint statement of former presidential candidates John McCain & Lindsey Graham is wrong. The two Senators should focus their energies on ISIS, illegal immigration and border security instead of always looking to start World War III.“
    Zwar habe ich es auf CNN gefunden aber es ist nicht gross aufgemacht.

    Ich hoffe das Amerika durch Präsident Trump mit H. R. 590 vielleicht ein Vorreiter wird und sogar die Welt verändert.

  6. Na da sehe ich schon die Moderatoren unserer Staatsmedien, wie sie mit „besorgter“ Miene und unter Schnappatmung leidend den deutschen Michel über die nächste Untat von Trump bzgl. KE desinformieren.

     

  7. Trump und sein Team wissen ganz genau, was eine Volkswirtschaft „great again“ macht. Das ist eine Energiepolitik, die den MEHRWERT im Blick hat und nicht die Minderwertigkeit einer Mangel und Armut Ideologie.

    Trump und sein Team wissen auch ganz genau, dass der Ausbau des Kernkraftwerkparkes nicht nur eine stabile und billige Stromversorgung garantiert sondern auch den Energieträger Oel in vielen Volkswirtschaftlichen Bereichen ersetzen kann. Uran-Strom-Wasserstoff….

    Die Kernkraft stellt die Energie Strom so billig her, dass man mit den Verlusten in der Umwandlung locker leben kann. Die Kernkraft nimmt so zu sagen den Druck (die Wichtigkeit) von der Oelnachfrage (Abhängigkeit).

     

  8. Ich bin zwar beileibe kein Fan der amerikanischen Politik, insbesondere der Außenpolitik, aber was jetzt hier Gesetzeskraft erlangte, in den USA, hört sich für mich sehr positiv an.

    Auch die Worte in Richtung der deutschen Politik und der deutschen Politiker kann ich nur voll unterstützen.

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