Speichern kann so leicht sein, wenn alle einfach mitmachen

Vortragsvideo „Speicher für die Energiewende“ von Professor Quaschning [6]

Helmut Kuntz
Was wurde nicht schon Gehässiges über das EEG und darüber berichtet, es würde alleine schon am Speicherproblem scheitern (können). Dabei haben die Bürger nach Überzeugung unserer Politiker und Medien praktisch einstimmig die NEUEN ENERGIEN gewählt – obwohl es dazu nie eine Wahl gab.
Nun aber ist Schluss mit allen Problemen. Was unsere Politikkaste beschließt, schafft sie auch, wenn die Bürger nur einfach mitmachen.
Wie das möglich und erfolgreich wird, zeigt ein Professor, welcher sich ausführlich damit beschäftigt hat. Dazu erzählt dieser über ein EEG-Schlaraffenland, welches kommt, wenn jeder Bürger nur begeistert mit macht. Es kostet auch fast nichts, denn der Preis von Herrn Trittins damaliger Eiskugel gilt mit einem leichten Inflationsausgleich immer noch.

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      Speicher für die Energiewende

Die berühmte Homepage für (Des-)Information zu Klima und Energie brachte jüngst den Hinweis auf diesen Fachmann, welcher in einem Video (und vielen weiteren Publizierungen) erklärt, dass alle Speicherprobleme des EEG gelöst sind, und nur noch ein paar Kleinigkeiten getan werden müssen, um das EEG zum abschließenden Erfolg zu führen.

Klimaretter.Info: Quaschnings Videokolumne Speicher für die Energiewende

In diesem Video wird es vom Professor erklärt (siehe auch Bild oben!)

Der Autor hat sich die Mühe gemacht, Passagen des Vortrags „abzutippen“ und mit eigenen Erklärungen zu ergänzen. Etwas erleichtert wurde dies durch die angenehme Vortragsweise, welche sich von den Videos des bekannten Professors H. Lesch wohltuend absetzt. Wie es jedoch um die ökonomische und vor allem vollständige Darstellung steht, soll jeder Leser selbst entscheiden.

Wir können auf dutzende Speicherlösungen zurückgreifen

So viel Speicher benötigt die Energiewende

Video: [6] … und dann wird der Speicherbedarf im Gegensatz zu dem heute verfügbaren Speicher mal etwa um den Faktor Tausend steigen … wir müssen uns Gedanken machen, welche Speicherlösungen wir einsetzen können und da können wir auf ein ganzes Portfolio. auf Dutzende von verschiedenen Speicherlösungen zurückgreifen. Es gibt aber im Wesentlichen drei Technologien die am Vielversprechendsten sind und diese wollen wir in diesem Video anschauen.

Diskussion
In der Einleitung fällt so fast nebenbei die Info „ … wird der Speicherbedarf … mal etwa um den Faktor Tausend steigen“.
Weiter wird dies nicht ausgeführt, denn in einem kurzen Video ist schließlich nicht für alles Zeit verfügbar.
Dabei ist diese Feststellung eine Basisdarstellung des Problems: Alle bisher in Deutschland verfügbaren Speichermengen müssen nochmals mit 1000 multipliziert werden. Nachdem alle billigen Speichermöglichkeiten in Deutschland nicht mehr erweitert werden können (Pumpspeicher, Stauseen), bleiben dafür jedoch ausschließlich die bisher bewusst nicht angewandten, weil teuren, bis sehr teuren Speicherlösungen übrig.

So einfach ist das Speichern des EEG-Stromes

Video: [6] Wir haben also die Überschüsse aus Solar und Windstrom. Die werden dann erst mal in dezentralen Batterien zwischenspeichern…. Die Batterien werden nicht sehr groß sein … möglich z.B. auch Elektroautos gezielt zu laden …
Es gibt aber dann auch Zeiten, wo wir größere Überschüsse haben. Diese werden dann zu Power to Gas Anlagen geleitet … dann bei Bedarf … wieder nutzen. Dann in entsprechenden kleinen Kraftwerken und Brennstoffzellen wieder zu Strom umwandeln. Und wenn dann wirklich keine Sonne und kein Wind da ist, dann kriegen wir über den Gaspfad ausreichend Strom … um unsere Versorgung sicher zu stellen. … mit allen (Gas-)Speichern in Deutschland könnten wir über weit einen Monat die komplette Stromversorgung sicherstellen. Das heißt, eine Speicherproblematik, wenn wir hier den Power to Gas Pfad angucken, die haben wir nicht mehr.

Diskussion
Die Dutzend Speicherlösungen werden auf zwei Varianten reduziert: Akkuspeicher und Power to Gas mit Rückverstromung. Im Schaubild (im Video kommt dieses etwas später) sieht das herrlich einfach aus.

Bild 1 Vollständige EEG-Versorgung mit Speichersystemen. Quelle: Screenshot aus dem Vortragsvideo [6]

Wermutstropfen: Der schlechte Wirkungsgrad – macht aber nichts

Video: [6] Das Problem, das kritisieren viele, ist der schlechte Wirkungsgrad … Gesamtwirkungsgrad (Anm.: P2P): 35 … 50 %. … (wegen des schlechten Wirkungsgrades) … deswegen werden wir diese Technologie vor allen Dingen für die saisonale Speicherung einsetzen. Das heißt, für die Speicherung, wo wir ein, zwei, drei Mal im Jahr diesen Speicher nutzen, also relativ selten. Und dann fallen auch diese entsprechenden Verluste nicht mehr so stark ins Gewicht.

Diskussion

Die Angaben zum Wirkungsgrad von P2P-Speicherung erscheinen geschönt. Während der Professor für P2P einen Gesamtwirkungsgrad zwischen 35 … 50 % angibt, listen Studien den Wirkungsgrad zwischen:
-Hartmann et al.: Zukunft 45 %
-Niedersachsen-Studie 2014: [3] … Der Wirkungsgrad mit Methanisierung (P2P) ist mit aktuell 21,3 %, in der Zukunft 36 % angegeben.
Nach Angabe des Professors stört das nicht, denn nach ihm benötigt man die Langzeitspeicher ja kaum: „ wo wir ein, zwei, drei Mal im Jahr diesen Speicher nutzen … da fallen die Verluste wenig ins Gewicht.
Man muss dazu nur auf Agora die Ganglinie ansehen, um zu wissen: was der Professor über die Nutzung sagt, hat mit der Wirklichkeit rein gar nichts zu tun. Die Lang- bis Mittelzeitraum-Zwischenspeicherung wird mehrmals jeden Monat, eher jede Woche benötigt. Denn Akkuspeicher reichen (auch nach Aussage des Professors) maximal über eine Nacht (sonst explodieren geradezu deren schon sonst sehr hohen Kosten).

Bild 2 Einspeiseganglinien Solar und Windkraft vom 16.10.2016 – 22.01.2017. Quelle: Agora Viewer

Dann sollte man aber wohl doch über die Kosten sprechen

Warum dieser Professor – wahrscheinlich bewusst – die Häufigkeit der P2P Zwischenspeicherung kleinredet, zeigt ein Blick auf die Kosten dieses Verfahrens. In einer umfangreichen Artikelreihe wurden auf EIKE nicht nur die Speicherverfahren, sondern auch deren Kosten untersucht.

EIKE 18.06.2015: [2] Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)
Und darin kann man nachlesen:
Seriöse Studien ermittelten die Kosten der rückverstromten kWh auf
[3]
29 €ct/kWh mit Strombezugskosten von 4,8 €ct/kWh
Schnurbein 2012*: [4]
… Das „System SNG“ als Langzeitspeicher für überschüssigen EE-Strom würde bei einer Kapazität von 44 GW und einem Stromoutput zwischen 12,3 und 31,7 TWh – das wären 2-5 % des deutschen Strombedarfs – jährliche Mehrkosten zwischen 25,1 und 28,1 Mrd. € verursachen. Auf die Kilowattstunde SNG-Strom gerechnet ergäben sich für den Verbraucher Mehrkosten zwischen 79 und 228 ct/kWh – zuzüglich Steuern. Somit wäre SNG-Strom um den Faktor 10-20 teurer als Strom aus Erdgas.
*Hinweis.: In diesen Kostenangaben sind Strom-Bezugskosten von ca. 12 c / kWh eingerechnet.

Diese Studien zeigen, wie wenig man die wirklichen Kosten im Großverfahren kennt. Hintergrund ist, dass das Verfahren zwar schon in kleinerem Maßstab durchgeführt wird, eine großtechnische Umsetzung aber noch in weiter Ferne schwebt. Was solch lokale, kleine Anlagen zeigen, ist zwar in den Augen unserer Medien und der Betreiber „enthusiastisch“, für den Kunden aber ein Desaster, wie im Artikel:
EIKE 30.11.2016: [5] Ökostrom verschieben zur Lösung der EEG-Blockade Ein lokaler Versorger ist innovativ und löst das Speicherproblem – Koste es was es wolle,
gezeigt wurde.

Es wird noch teurer, denn wir brauchen auch eine Unmenge von Akkuspeichern

Video: [6] … Wenn wir dann häufiger den Speicher benutzen, kürzere Speicherzeiten haben, … dafür kommen dann die anderen Speicher in Betrieb und das wären dann die Batterien.
Ja, das Schöne an den Batterien ist, das wir diese dezentral aufstellen können … können wir optimal mit Photovoltaikanlagen koppeln. .., den Überschußstrom, den wir zu Hause nicht verwenden können, der wird im Batteriespeicher zwischengespeichert und kann zum Beispiel nachts herausgeholt werden.
Der Vorteil ist, wir brauchen dann keine Leitungen mehr, beziehungsweise die Leitungen auch nicht mehr weiter auszubauen. Das heißt der Solarstrom wird vor Ort genutzt und belastet hier immer weniger die Netze…. Was wir auch noch mache können ist, das Elektroauto zu verwenden und auch gesteuert vor Ort zu laden. … Und die Potenziale sind durchaus groß. Wenn wir hier in jeden zweiten Haushalt einen Batteriespeicher einbauen, dann können wir hier mehr Energie speichern, als wir derzeit insgesamt an den großen, zentralen Pumpspeicherkraftwerken haben …
(gezeigt wird nun ein 8,1 kWh Batteriespeicher für Haushalte)

Diskussion

Diese Idee: Jeder Bürger, welcher sicheren Strom benötigt, soll ihn gefälligst selbst erzeugen und speichern, wird immer salonfähiger. Für die Versorger gilt sie als das Zukunftsgeschäft:
EIKE 06.02.2016: Nachgefragt: Ein lokaler Versorger bricht die Macht der Stromgiganten
Unsere Medien haben auch überhaupt nichts dagegen, dass die Bürger so geschröpft werden. Zumindest darf beispielsweise der N-Ergie Vorstand inzwischen schon regelmäßig in den nordbayerischen Nachrichten über den Segen „seiner“ Haushalts-Akkuspeicher und deren viele Vorteile berichten.

Die neue Geschäftsidee lautet: Errichte ein lokales Energienetz. Sorge dafür, darüber „Alleinherrscher“ zu werden, indem die Außenverbindungen so schwach bleiben, dass keine Strom-Zuliefer-Konkurrenz von extern darüber möglich ist. Verkaufe dies dann der Politik und den Medien als Innovation, Einsparung von Netzen, dazu noch als Klimarettung und niemand wird einen Versorger-Vorstand daran hindern, es durchzuführen.
Um diese Geschäfts-Idee „fachlich“ abzusichern, präsentiert man eine geeignete Expertise (die man selbst beauftragt hat), wie es der N-Ergie Vorstand mit einer Studie der Prognos AG, unterstützt von der Erlanger Friedrich Alexander Universität, vorführte:
Studie: [2] Dezentralität und zellulare Optimierung – Auswirkungen auf den Netzausbaubedarf
Dazu die N-Ergie Pressemitteilung (Auszüge): Energiewende mit weniger HGÜ-Trassen möglich
Aus volkswirtschaftlicher Gesamtperspektive ist die regionale Ansiedlung von EE-Anlagen mit einem hohen Wohlfahrtsgewinn von 1,7 Mrd. Euro pro Jahr verbunden, wenn man sie kombiniert mit der Einführung eines wohlfahrtsoptimierten Einspeisemanagements, dem Redispatch, der kostenoptimalen räumlichen Ansiedlung von KWK und Power to X (Gas/Heat).
Die Studie zeigt zudem, dass keine Notwendigkeit besteht, den Ausbau erneuerbarer Energien zu dämpfen. Im Gegenteil: Bei Einsatz der vorgeschlagenen Maßnahmen lässt sich dieselbe erneuerbare Erzeugung mit wesentlich weniger Netzausbau realisieren.
Hasler plädiert deshalb für einen zellularen Ansatz, in dem Energie entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip soweit möglich auf der lokalen und regionalen Ebene erzeugt, gespeichert und verbraucht wird.

Kosten

Selbstverständlich kostet das ein bisschen. Aber wie sagte der N-Ergie-Vorstand dem gläubigen Redakteur der Zeitung: „ …. das ist doch immer besser, als den Strom wegzuwerfen“.
Auf Solaranlagen-Portal.de wurden die Kosten des im eigenen Akku gespeicherten Stromes abgeschätzt: Solar-Akku: Preise, Kosten und Wirtschaftlichkeit. Die Speicherkosten liegen mit KfW Förderung des Speichers bei 41 cent / kWh, sofern keine Wartungskosten angesetzt werden, der Akku 20 Jahre hält, die KfW Förderung weiter gezahlt wird und und und.
Wenn überhaupt, lohnt sich diese Speicherung nur für den Eigenverbrauch aus der eigenen Solaranlage, weil die Bezugskosten von Haushaltsstrom politisch gewollt weiter in exorbitante Höhen getrieben werden.

Für den Professor ist es aber „selbstverständlich“, dass jeder zweite Haushalt sich einen solchen Speicher – und die notwendige Solaranlage – einbaut.

Nicht besser steht es mit dem Zwischenspeicher Elektroauto. Eine unsinnige Idee, welche aber regelmäßig in den Himmel gehoben wird, einfach, weil es so schön klingt:
EIKE 03.08.2016: Vernichtendes Studienergebnis: Elektroautos sind als Regelenergie-Speicher zu teuer

Man muss sich das vorstellen:
Die durchschnittliche EEG-Vergütung liegt 2017 bei 11,5 ct / kWh (WIKIPEDIA). Der Strom kostet mit allen Zuschlägen dem Privatverbraucher ca. 33 ct / kWh. Die Speicher „erzeugen“ einen Strom, der in der Rückspeisung netto im günstigsten Fall zwischen 30 …41 ct / kWh kostet, also durch die Zwischenspeicherung mit den erforderlichen Umwandlungen mindestens 3 … 4 Mal teurer wird.
Solche einfachen Kosten-Abschätzungen machen klar, wie zynisch die Aussagen dieser „Fachpersonen“ in Wahrheit sind:
Professor Quaschning zu den Kosten: „ … macht nichts“ und der N-Ergie Vorstand „ … Wegwerfen wäre doch schade“.

Jeder ist doch gerne bereit, sein (Zwangs-)Scherflein dazu beizutragen

Video: [6] Wir sehen: Wir kennen die Lösungen, die wir für die Energiewende brauchen. Und jetzt müssen wir schauen, dass wir diese Lösungen schnell irgendwie umsetzen und schnell an den Markt bringen. Denn wir wollen die erneuerbaren Energien, wir wollen die Photovoltaik, die Windenergie zügig ausbauen und dafür brauchen wir die Speicher …

Diskussion

Im Jahr 2004 gab Minister Trittin die EEG Kosen für den privaten Haushalt mit einer Kugel Eis pro Monat an. Im Jahr 2016 war die Kugel auf einen Jahres-Familien-Portionspreis von 370 EUR gestiegen und so wird es weiter gehen. Der Fachprofessor hat trotzdem keine Hemmungen (Bild 3), Herrn Trittins Fehlkalkulation zu wiederholen und lediglich ein bisschen Inflationsrate zuzufügen.

Bild 3 [8] Kostenangaben des Professor Quaschning
Bild 4 Aktuelle Strompreise in der EU [7]

Denn Deutschland rettet die Welt vor dem Klimatod

Ob der Professor von der CO2- Klimarettungsnot wirklich überzeugt ist, lässt sich nicht nachprüfen. Seine Publizierungen tragen die Information darüber jedoch bedingungs – und bedenkenlos – in die Welt.
Es scheint auch ein lukrativer Job zu sein, wie es seine vielen Studien, auch für gängige NGOs (Energiestudien für Greenpeace [7]) und Vortrags-Publizierungen ausweisen.

Bild 5 [8] Darstellung in einem Foliensatz von Prof. Quaschning
Bild 6 Quelle: Studie Prof. Quaschning: SEKTORKOPPLUNG DURCH DIE ENERGIEWENDE

Dem Professor ist es deshalb vollkommen egal, was seine Ideen den privaten Stromkunden kosten. Nach ihm sind sie eben alternativlos – und ausschließlich dafür macht er, gemeinsam mit NGOs, Werbung.

Ein Artikel dazu auf Novo Argument: Energiewendeillusionen über die jüngste Greenpeace-Studie des Professors – [7] ist informativ.

Wenn Sie ein Familienhaus haben, dann kümmern Sie sich mal um einen Speicher

Video: [6] … und insofern können Sie auch was für die Energiewende tun. Wenn Sie ein Familienhaus haben, dann kümmern Sie sich mal um einen Speicher und wenn nicht, dann fragen Sie ihren Energieversorger oder ihre Politiker und ihren Abgeordneten was sie denn tun, damit wir endlich die nötigen Speicher die wir für die Energiewende brauchen auch ans Netz bekommen.

Diskussion

Es ist erschütternd, mit welcher Dreistigkeit dieser Professor, laut Solaranlagen-Portal.de DER Experte auf dem Gebiet: Professor Volker Quaschning ist einer der bekanntesten Experten auf dem Gebiet der regenerativen Energien und der Photovoltaik ….,
auf Kosten des Bürgers auf Ideologie basierende, angebliche Forschungsergebnisse verkündet und natürlich auch, wie unsere Medien diese Dreistigkeiten hochjubeln und es dazu toll finden, wenn z.B. Greenpeace Deutschland (von dieser „Intelligenz“ und Teilen der Politik unterstütz) vorschreiben will, wie es seine Energieversorgung auszurichten habe:
EIKE 21.04.2016: Der Mensch verliert durch Kohlekraftwerke statistisch insgesamt 3 Stunden an Lebenszeit , nachdem er vorher damit 40 Jahre Lebenszeit gewann, deshalb muss er Greenpeace zufolge auf billigen Kohlestrom verzichten
EIKE 02.03.2016: Paris COP21 Verpflichtung : Greenpeace und Hendricks wollen Deutschland über das 1,5 ° Ziel so arm wie Bhutan, Gambia oder Äthopien machen
EIKE, 28.09.2015: Greenpeace eNERGIE und IWES Fraunhofer fordern die vollständige Dekarbonisierung Deutschlands bis zum Jahr 2050 – die Politik macht angefeuert durch die Medien begeistert mit.

Geschichte ist eben doch ein Hamsterrad. In der ehemaligen DDR bewiesen die Wissenschaftler unisono die Unbesiegbarkeit des Wissenschaftlichen Sozialismus. In der BRD wird nach dem gleichen Motto von einem Teil der „technischen Intelligenz“ die Unbesiegbarkeit des von unserer Politik ausgerufenen EEG-Paradieses bewiesen.

Den Bürgern im Mittelalter muss es genau so vorgekommen sein, als die Städte auf Geheiß der damals allmächtigen Kirche anfingen, ihre Kathedralen und Münster mit mehr Platz als Einwohner zu bauen, bis für wirklich nichts – auch nicht mehr für die vielen Kirchenbauten – Geld übrige war: WKIPEDIA, Ulmer Münster: 1543 kam es – aufgrund von innenpolitischen Spannungen, aber auch der Reformation sowie schlicht durch Geldknappheit – zum Baustillstand des fast fertigen Gebäudes. Von 1543 an ruhte der Bau für über 300 Jahre.

Quellen

[1] EIKE 03.08.2016: Vernichtendes Studienergebnis: Elektroautos sind als Regelenergie-Speicher zu teuer
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/vernichtendes-studienergebnis-elektroautos-sind-als-regelenergie-speicher-zu-teuer/

[2] EIKE 18.06.2015: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)
http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/elektro-energiespeicherung-notwendigkeit-status-und-kosten-teil-3-abschluss/

[3] Niedersachsen-Studie 2014. Innovationszentrum Niedersachsen GmbH, Juli 2014. Studie 7983P01/FICHT-12919463-v19:“Erstellung eines Entwicklungskonzeptes Energiespeicher in Niedersachsen“

[4] Schnurbein 2012. Vladimir von Schnurbein: „Die Speicherung überschüssigen EE-Stroms durch synthetisches Methan.“
ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE TAGESFRAGEN 62. Jg. (2012) Heft 9

[5] EIKE 30.11.2016: Ökostrom verschieben zur Lösung der EEG-Blockade Ein lokaler Versorger ist innovativ und löst das Speicherproblem – Koste es was es wolle
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/oekostrom-verschieben-zur-loesung-der-eeg-blockade-ein-lokaler-versorger-ist-innovativ-und-loest-das-speicherproblem-koste-es-was-es-wolle/

[6] Professor Quaschning, Vortragsvideo, YouTube: Speicher für die Energiewende

[7] Novo Argument: Energiewendeillusionen

[8] 1. Energieforum Berlin Buch 15. November 2012, Prof. Volker Quaschning, Foliensatz: Wege zur Energiewende: Eine vollständige dezentrale regenerative Stromversorgung ist möglich

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18 Kommentare

  1. bemubemu:

    Was mich bei dieser Diskussion (Speicher für EEG) immer wieder wundert, ist die implizite Annahme der euphorischen „wenn wir Speicher brauchen, haben wir welche“-(Zitat Al Wasir)  Befürworter des EEG-Wahnsinns, das gerade Deutschland geeignet sein soll dezentrale Speicher im Einfamilienhäuschen zu betreiben: Wir haben im europäischen Vergleich am wenigsten Immobilienbesitz, wir leben hier in Städten, in Mietwohnungen, bestenfalls Eigentumswohnungen, wo nicht einmal Steckdosen in den Tiefgaragen installiert sind, wo man die vielen Elektro-Autos (die es nicht gibt, warum wohl?) aufladen könnte!

    Offenbar ist das grüne Modell des Deutschen ein gut verdienender Beamter mit autarkem Eigenheim!

    Prima, weiter so! Wir werden diesen Staat schon noch kapuutkriegen!

  2. Hat hier schon mal jemand versucht tatsächlich auszurechnen wie viele Speicher von welcher Sorte man benötigen würde? Wie würde sich das auf Batterie-, Pump- und Power2Gas Speicher aufteilen? Annahme: Biosgas wird nicht mehr direkt verstromt sondern landet im Gasspeichersystem, Wind und Solar werden so weit ausgebaut, dass sie zusammen mit Wasserkraft 100% des Strombedarfs (inklusive aller Speicherverluste) decken. Die Überproduktion wird gespeichert und bei Unterproduktion der Regenerativen Quellen Gaskraftwerke hinzugenommen um den Bedarf zu decken.

    Wie hoch wäre die Auslastung der Gaskraftwerke im Vergleich zu heute? Wie groß kann der Batteriespeicher dimensioniert werden bevor die Zyklenzahl so weit absinkt, dass Power2Gas weniger pro gespeicherter kWh kostet? Wie groß muss der Gasspeicher sein und wäre es günstiger die Überproduktion teilweise verpuffen zu lassen und stattdessen im Winter Gas zu importieren?

    Das würde mich mal interessieren. Nicht ein Beitrag der mit über 2000 € pro kWh Batteriepreis rechnet 😉

  3. Verehrte Kommentatoren bis zum Datum 31.1.2017 23:59 Uhr,
    in diesem Video von dem  Dr.-Ing. Volker Quaschning ist doch alles drin, was sich ein Skeptiker der Energiewende wünscht.
    Abgesegnet von einem Spezialisten für Energietechnik und Infrastruktur.

    Sein Vorschlag zur Bewältigung der gesamten Problematik ist genial.

    Besser hätte es ein Staubsaugervertreter auch nicht gemacht.
    Anstatt immer weiter auf die Risiken hinzuweisen, sollte jeder diesen Vorschlag mit dem persönlichen Energiespeicher im eignen Wohnbereich begrüßen.

    Die Finanzierung ist auch kein Problem.Das Geld nehmen wir aus dem jährlichen Handelsüberschuss, bevor es im Aktenschrank vergammelt.

    Wenn es dann wider erwarten nicht funktioniert, wählt diese Spinner keiner mehr.
    Und es hat den großen Vorteil, dass man die verlogene Diskussion genießen kann.

    Sinngemäß hat doch der „Erfinder“ des EEG gesagt, dass man Kapitalisten mit ihren eignen Waffen schlagen kann.

    Mit herzlichem Glückauf

  4. Bild 5 läßt mich als Bayer träumen:

    Berlin abgesoffen, Preußen unter Wasser.

    Allerdings überwiegen die negativen Konsequenzen:

    Das in Berlin konzentrierte Politgesindel würde dann über Bayern herfallen.

  5.  
    Das Filmchen beginnt mit der Überschrift Energiewende und Klimaschutz.
    Das Klima ist mit der Energiewende weder zu schützen noch zu ändern. Damit ist der ganze Vortrag überflüssig.
    Das einzige, was stimmt, ist die Aussage, dass Zappelstrom ohne Speichertechnik nicht nutzbar ist. Was technisch möglich ist, muss auch konkurrenzfähig sein. Das ist bei den hohen Energieverlusten schon nicht möglich. Zusätzlich müssen die Anschaffung und der Betrieb dieser Speicher als Extrakosten veranschlagt werden.
    Es gibt keinen Grund, so eine volksverarmende Energieversorgung einzusetzen und die Industrie wird abwandern.
    Wie oft, das Filmchen wird, oberflächlich betrachtet, recht schlüssig vorgetragen. Die Zipfelmütze ist begeistert. Selbstverstümmelung ist in.
    Wer aufklären will, wird von vornherein als Ketzer und Idiot eingestuft und belächelt. Wer kann diesem Wahnsinn ein Ende setzen?
     

      • Lieber Hr. Ullrich,

        hier nur mal auf die Schnelle ein paar der gewünschten Argumente:

        1) die Kosten

        2) der Wirkungsgrad (bei 25 % Wirkungsgrad der Power to Gas-Kette brauchen Sie für den gewünschten Output die 4fache Energiemenge als Input,  und zwar teuren Oekostrom)

        3) Der Platzbedarf (sowviele WKA und Solarpaneele kriegen Sie in D einschlisslich Nord- und Sotsee gar nicht aufgestellt. Oder melden Sie sich freiwillig, um sich so ein Ding vor die Haustür setzen zu lassen?

        4) Die fehlende Netzstabilität bei zu geringem Anteil an Grosskraftwerken

        5) Die unzureichende Wirtschaftlichkeit von Gas-Reservekraftwerken

        Ich empfehle Ihnen als Aufklärungs- und Hintergrundlektüre das Buch „Strom ist nicht gleich Strom“, siehe die Bandenwerbung rechts hier bei EIKE.

        Mfg

         

        •  
          Sehr geehrter Herr Fred F. Mueller, Jan Dirk Ullrich kennt alle Argumente.
          Der ist gläubig, kein Argument kann ihn vom Weg abbringen.
          Zusätzlich ist er ein Störer und blockiert somit alle, die ihn antworten, Zeit zu vertun, die besser angelegt wäre, wenn man sie anders nutzen würde.
          Somit macht Herr Ullrich sein Ding hier ganz gut.
           

  6. Da würde ich mir lieber einen dieser Zwergreaktoren in 1000m Tiefe im Hinterhof installieren lassen, der für die nächsten 25 bis 50 Jahre die erforderliche elektrische Energie liefert. Soviel ich gehört habe, verbleiben die dann im Tiefengestein, ohne dass irgendwelche „nuklearen Abfallprodukte“ entsorgt werden müssen.

  7. Die Ausage „Wir haben also die Überschüsse aus Solar und Windstrom.“ ist witzig. Es gibt im Moment im Prinzip keine Überschüsse aus Solar und Windstrom da es nur durch verschienen Energiequellen nur so ausieht. Dazu muss man die ca. 80GW installierten Solar und Windanlagen noch mehr ausbauen. Auch Dänemark hat gezeigt dass es nur ganz selten an 100% herankommt. Dis ist dann immer einer Schlagzeile wert.

    Es gibt einen Bericht von der Insel El Hierro auf http://tinyurl.com/zzn5o6p
    Dieser Bericht zeigt dass die Insel nicht mit der Windkraft und dem Pumpspeicherkraftwerken auskommt.
    Die Insel braucht bis zu 7.5MW und alles ist da um es zu machen wenn der Wind nicht andauerend Probleme macht.
    Da der Wind so zappelt spricht der Bericht davon dass die Speicherung das wirkliche Problem ist. Wenn ich richtig gerechnet habe dann sollte das Verhältnis von Speicher zum Verbauch ca. 800:1 sein.
    Wie soll das gehen wenn Deutschland ca. 70GW Verbrauch hat?

    Ich denke das die Zukunft wohl wieder ein Arbeiter-und-Bauern-Staat sein wird. Da es praktisch kaum Industrie geben wird werden wohl viele an den Pumpspeicherkraftwerken arbeiten. Eine Eimerkette die das Wasser nach oben bringt. Damit hat man zumindestens eine gleichmäßig Energy vorhanden für die wichtigen Dimge die notwendig sind. Zumindestens ist es besser als Sonnenlicht mit Eimer zu transportieren (Schildbürgerstreich).

  8. Auch wenn ALLE Bürger mitmachen wollten, so könnten Sie es aus finanzellen Gründen gar nicht können. Die Menschen in Deutschland müssen sich heute schon mit zwei Jobs über Wasser halten und viele kommen gerade so mit ihren Lohn zurecht. Der Großteil der Deutschen Gesellschaft hat gerade das nötigste an Wohlstand und dieser wird von einen gierigen Staat auch immer weiter zurückgestutzt. Desweiteren wird durch diese Energiepolitik die Volkswirtschaft in Deutschland komplett auf Verschleiß und Abwicklung gefahren. Wer soll da noch in Zukunft irgendwelche Wohlstandschaffende Löhne erhalten? Die Löhne reichen gerade mal zum Überleben aber nicht mehr zum Leben!

     

  9. Ach der Dr.-Ing. Volker Quaschning, seines Zeichens im Jahre 2000 Projektleiter für die Systemanalyse regenerativer Kraftwerke, ein Öko-Wiedergänger so zu sagen, der schon im Jahr 2000 in der Zeitschrift „Sonne Wind & Wärme“ (Ausgabe 4/2000) ein Loblied auf die Solarthermische Stromerzeugung sang. Heute ist Solarmillenium pleite, Mio € an Steuergelder wurden von den Öko-besoffenen Deutschen Stadtwerken darin versenkt und den Dr.-Ing. interessiert sein Gerede von damals sowieso nicht mehr. Heute bejubelt er Stromspeichertechnologien, ohne zu verstehen dass „Strom „ gar nicht speicherbar ist (leitungsgeführtes elektromagnetisches Feld zur Leistungsübertragung) sondern nur wandelbar. Er wandelt also Exergie in Energiepotentiale zurück und verkauft das als Fortschritt der Energieversorgung. Ist der Mann fachlich so unfähig oder politisch so verblendet (bzw. korrupt) dass er so dermaßen daneben argumentiert? Ist aber auch egal, die MINT Versager in Politik und Medien durchschauen den Betrug eh nicht, bzw. haben in angezettelt. Die „Energiewende“ wird noch böse enden, auch dank solcher Dr.-Ing….

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