GWPF-Rundbrief vom 3. 1. 2017 – Energie

FOSSILE TREIBSTOFFE WERDEN IM JAHRE 2040 FAST 80% DER WELTENERGIE-NACHFRAGE DECKEN:
Vom globalen Bevölkerungswachstum um fast 2 Milliarden, von einer Verdoppelung des weltweiten ökonomischen Outputs und der rapiden Ausdehnung der Mittelklasse in sich entwickelnden Ökonomien wird durchweg erwartet, dass sie zu einer Steigerung der Energie-Nachfrage um 25 Prozent führen wird – von 2015 bis 2040. Der mittlere Stromverbrauch pro Haushalt wird zwischen 2015 und 2040 um 30% zunehmen. Mit der Verdoppelung der globalen Mittelklasse auf etwa 5 Milliarden wird erwartet, dass die Anzahl von Autos, Sportfahrzeugen und LKW um etwa 80% zunehmen wird auf etwa 1,8 Milliarden Fahrzeuge im Jahr 2040. – ExxonMobil, 2017 Outl0ok for Energy


US-Schiefer kann den OPEC-Deal innerhalb von Monaten brechen

Ein Problem, das anzugehen die OPEC lange zu vermeiden gehofft hatte, ist ausgebrochen. Wir reden natürlich von US-Schiefer, dem größten Einzel-Erzeugnis weltweit. Das Problem ist kurz gesagt eines der Bilanzbereinigung (zwischen jenen Unternehmen, die bankrott gegangen sind und die das bereits getan haben, so dass die meisten jetzt weit niedrigere Gesamt-Produktionskosten haben, um die viel geringeren Schulden und neu belebte Management-Abteilungen nicht zu erwähnen) ebenso wie eines der steigenden Effizienz der Bohrtechnologie. Während die Bohrunternehmer in den USA seit Mai etwa 200 weitere Plattformen hinzugefügt haben und Vorteile aus steigenden Preisen nach dem Beschluss der OPEC zum Kappen der Ölförderung ziehen, fragt man sich, was mit der US-Ölerzeugung passieren wird, wenn die Anzahl der Plattformen erst einmal auf sein jüngstes historisches Niveau zwischen 1800 und 2000 zurückgekommen ist. Eines wissen wir sicher: nach zwei Jahren, während derer sie das Rampenlicht vermieden hat, ist die Schiefer-Industrie bereit, mit einem Paukenschlag zurückzukehren. Reuters zufolge sind die „US-Bohrunternehmer in der Lage, die Ausgaben für Erkundung und Produktion im nächsten Jahr zu erhöhen, bringen doch sich erholende Ölpreise die Banken dazu, Kreditrahmen zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder auszuweiten“. OilPrice, 29. Dezember 2016

Chinesische Kohleindustrie: Gewinn ist 2016 explodiert

China berichtete jüngst von steigenden Gewinnen der Kohleindustrie. Das chinesische National Bureau of Statistics nannte ein Wachstum um „157 Prozent während der ersten 11 Monate des Jahres 2016“, während Industriebereiche wie Öl und Gas, die ebenfalls Anteil an der Energieversorgung haben, in einem Zeitraum Verluste hinnehmen mussten. Der fortgesetzte Verbrauch von Kohle spiegelt den Anstieg der Anzahl von Kohlekraftwerken, die entweder im Bau oder bereits fertig gestellt sind – in China und Indien ebenso wie in afrikanischen und vielen europäischen Ländern. Es gibt Gründe, warum der Kohleverbrauch weiter steigen wird. China, Indien afrikanische und europäische Länder werden weiterhin Kohle verbrauchen – aus einem einfachen Grund: sie ist im Vergleich zu Erneuerbaren, Kernkraft oder sogar Erdgas billig. Sehr schmutzig, aber sehr billig, und genau das bringt die Chinesen und Andere dazu, so viel Kohle zu verbrauchen. – Todd Royal, OilPrice, 28. Dezember 2016

Schiefer-Industrie in UK dabei abzuheben

Drei separate Fracking-Projekte könnten in diesem Jahr Fahrt aufnehmen, kommt doch die UK-Schiefergas-Industrie den Industriebossen zufolge schließlich aus ihren Startlöchern nach Jahren der Verzögerung. Hydraulisches Brechen bei Kirby Misperton, North Yorkshire könnte innerhalb weniger Wochen beginnen, nachdem ein Richter kurz vor Weihnachten eine Klage von Umwelt-Campaignern und Anwohnern zurückgewiesen hatte, das Projekt aufzuhalten. An der Bohrstelle bei Moors in North Yorkshire könnte es innerhalb weniger Wochen losgehen. Zwei andere Betreiber – Cuadrilla resources und iGas – hoffen, mit ihren Operationen an Stellen in Lancashire und Nottinghamshiere noch in diesem Jahr beginnen zu können. – Robin Pagnamenta, The Times, 2. Januar 2017 [paywalled!]

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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