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Ein Blick in die Zukunft: Evakuierung von Florida mit E-Autos? Ein Albtraum!

Wir haben hier schon viel über die aktuelle Hurricane-Saison berichtet. Während die Alarmisten auch diese – ohne jedes Zögern- dem menschgemachten Klimawandel in die Schuhe schieben, sagten wir Realisten dass da nichts dran wäre.

Doch egal wer letztendlich recht behalten wird, eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Sie werden weiterhin jedes Mal im Spätsommer – Herbst über die tropische Inselwelt im Golf von Mexico, und die südliche Landmasse der Vereinigten Staaten von Amerika hinweg fegen, mal stärker mal schwächer, und oft Unheil und Tod bringen.

Je besser die Frühwarnsysteme werden, und je mobiler die Menschen dort bleiben, desto weniger Opfer werden sie fordern.

Und nun stellen wir uns vor, dass die Grünen aller Parteien in ihrem vorgeblichen Wunsch nach Klimarettung, nicht nur bei uns, sondern auch in den USA auf breiter Front die E-Mobilität eingeführt hätten, wenn nicht freiwillig als Dritt- oder Viertauto betuchter Familien, dann zwanghaft. Auf jeden Fall als individuelles Massentransportmittel.

Denn das bedeuten ja im Kern die bereits eingeführten – Norwegen, UK bald Frankreich-  oder noch kommenden Verbrenner-Verbote wie von Deutschland und der EU-geplant. Evtl. dann auch in den USA, falls Hillary oder ein linker Nachfolger sich zur Wahl stellen und gewinnen würde. Ein Verbrennerverbot wäre dann auch dort denkbar.

Und nun zurück zur Hurricane Saisons. Stellen wir uns vor, E-Mobile hätten bereits einen großen Anteil an der Autoflotte und ein starker landfallender Wirbelsturm wie Harvey oder jetzt Irma würden eine großvolumige Evakuierung erzwingen.

Es wäre eine entsetzliche Vorstellung. Millionen Menschen, auf engstem Raum auf der Autobahn zusammengefercht. Die langsamsten , besser, die massenweise mangels Ladung stehen gebliebenen, bestimmten das Fahrtempo. Es wäre im Nu Null!

Dann wären diese Millionen von Menschen den Naturgewalten völlig hilf— und schutzlos ausgeliefert. Millionen von Toten und Abermillionen von Verletzten wären die Folge.

Informatiker Hadmut Danisch hat diesen Zustand mal ein wenig durchgerechnet:

Zitat

Überlegen wir mal:

Unterstellen wir, dass der Tankfüllstand zufällig gleichverteilt ist, dürften die meisten PKW in der Regel einen im Durchschnitt halb vollen Tank haben, vor so einer Katastrophe mit Ansage vielleicht auch besser aufgetankt. Man könnte also mit jedem funktionsfähigen Auto, das herumsteht, im Mittel so ungefähr 250 bis 400 Kilometer fahren. Florida ist etwa 800 Kilometer lang, für viele Bewohner (wohnen ja nicht alle ganz unten) mit einem spritsparenden Auto (ich weiß, USA…) käme man also mit quasi einer Tankfüllung und autark (von den Staus mal abgesehen) aus Florida heraus nach Norden.

Selbst wenn der Füllstand nicht reicht: Energie durch Benzin und Diesel ist mit wenig Aufwand portabel, kann mit Tanklastwagen transportiert und leicht umgefüllt werden, man kann da immer etwas improvisieren oder bestehende Tankstellen behelfsmäßig – notfalls durch das Militär – wieder auffüllen und im Notbetrieb mit Generator betreiben. …

Was aber ist mit Elektroautos?

Da kann man nicht einfach so geladene Akkus durch die Gegend fahren. Die Reichweiten sind mäßig, damit kommt man im Mittel dann vielleicht 100 bis 200 Kilometer (und das auch eher nicht vollgeladen), dann müssen die lange laden und dafür brauchen die enorme Infrastruktur. ..und – möchte man hinzufügen- auch nur, wenn man nicht im Stau stecken bleibt, wie das aktuelle Bild oben zeigt. Dann geht nichts mehr!

Stellt Euch vor, ganz Florida hängt seine Elektroautos zum laden an das Stromnetz. Völlig egal, ist eh zusammengebrochen. Zitaten

Aber selbst diese Horrorannahme ist noch zu optimistisch, denn bereits bei ersten Landberührungen der Wirbelstürme brechen dort regelmäßig die Stromnetze auf breiter Front zusammen. Wie man gerade jetzt den Nachrichten wieder entnehmen kann. Am 10.9.17  um ca. 14:00 Ortszeit, so meldet das ZDF waren bereits 1 Mio Haushalte ohne Strom.

Und dann? Chaos, Unheil, und hunderttausend bis millionenfacher Tod sind die unausweichlichen Folgen. Schöne neue Klimaschutz und E-Mobiiltätszukunft! Aber dann bleibt man wenigstens im vielleicht selbstfahrenden E-Mobil stecken.

Die unvermeidlichen Beschwichtiger werden nun einwenden, dass sich bis dahin die Bewohner sturmfeste Behausungen gebaut hätten und die Infrastruktur sich auch darauf eingestellt hätte, ebenso wie die Battterieladung dann nur wenige Minuten statt heute Stunden dauern würde.

Wer das glaubt, möge sich die zerstörten Häuser der vielen Inselbewohner der Region ansehen, die auch nach 100 Jahren leidvoller Wirbelsturmerfahrung immer noch nur aus Holz und Pappe evtl. auch mit Rigips gebaut werden. Und dass Mutter Natur die elektrochemische Spannungsreihe der Metalle mit ihren Elektrolyten verändern würde, ist eigentlich auch nicht zu erwarten. Diese und die mit der Ladung unvermeidlich verbundenen elektro-chemischen Prozesse und ihre Folgen begrenzen die Ladezeit. Und die werden sich nur in kleinen Schritten und letztendlich unwesentlich verbessern lassen. Nicht durch das Wunschdenken der grünen Weltretter.




Hurrikan Irma ist NICHT der stärkste atlantische Hurrikan jemals!

Update: Neueste Meldung – Irma ist der siebtstärkste landfallende Hurrikan seit Aufzeichnung 

Hurrikan Irma trifft als stärkster Hurrikan seit Beginn von Aufzeichnungen auf die Inseln der Karibik (hier)

Kategorie-5-Hurrikan Irma wird zum stärksten Hurrikan, der sich je im Atlantischen Ozean gebildet hat (hier)

Hurrikan Irma wird stärkster jemals beobachteter Sturm im Atlantik (hier)

Hurrikan Irma ist jetzt der stärkste atlantische Sturm seit Beginn von Aufzeichnungen.

Gerade beim Aufräumen nach dem verheerenden Hurrikan Harvey bereiten sich die USA auf einen sogar noch gefährlicheren Sturm vor – den Hurrikan Irma.

Mit einer Windgeschwindigkeit von 300 km/h gilt Irma jetzt als der stärkste Hurrikan im Atlantischen Ozean. Er ist der zweitstärkste im Atlantischen Becken, wozu der Atlantik, die Karibik und der Golf von Mexiko zählen – nach dem Hurrikan Allen im Jahre 1980, der eine maximale Windgeschwindigkeit von 305 km/h aufwies.

(…)

IFL Science!

Steht IFL vielleicht für „I FLunked”-Wissenschaft?

[Original: I FLunked” Science? I Flunked: Unübersetzbares Wortspiel. Im Schulsystem der USA gibt es nicht Noten nach Ziffern, sondern nach Buchstaben – A bis F. „F“ steht für „flunked“ = durchgefallen. Der Bedeutung nach heißt es also „Steht IFL für ,Ich habe die Wissenschaft zerschlagen‘?“ Anm. d. Übers.]

Geographie 101

Die Karibische See und der Golf von Mexiko sind Teil des Atlantischen Ozeans, genauso wie die Sargasso-See.

Karibische See, subozeanisches Becken des westlichen Atlantik, liegt zwischen 9° und 22° nördlicher Breite bzw. zwischen 89° und 60° westlicher Länge. Sie erstreckt sich etwa über 2.753.000 km². Im Süden wird sie begrenzt durch die Küsten von Venezuela, Kolombien und Panama, im Westen durch Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Belize sowie der Yucatán-Halbinsel von Mexiko. Im Norden durch die Inseln der Großen Antillen wie Kuba, Hispaniola, Jamaica und Puerto Rico. Im Osten liegen die Kleinen Antillen mit dem Inselbogen, welcher sich von den Virgin Islands im Nordosten bis nach Trinidad im Südosten vor der Küste Venezuelas erstreckt. Innerhalb der Grenzen der Karibischen See selbst liegt südlich von Kuba noch Jamaika.

Britannica

Golf von Mexiko

Der Golf von Mexiko ist ein kleinerer Teil des Atlantischen Ozeans, aber dennoch die neuntgrößte Wasserfläche der Welt.

(…)

Deepsea Waters

Die Apostrophierung von Irma als der stärkste atlantische Hurrikan jemals ist so, als ob man einen Sportler, der einmal einen Rekord erzielt hat, gleich als den Sportler mit den meisten Rekorden benennt.

Unter den 24 stärksten atlantischen Hurrikanen seit 1924 rangiert Irma derzeit an zweiter Stelle bzgl. seiner Windgeschwindigkeit:

Und hinsichtlich des tiefsten Luftdrucks an 12. Stelle neben anderen:

Der Terminus „der stärkste atlantische Sturm seit Beginn von Aufzeichnungen“ passt zum Narrativ, dem zufolge globale Erwärmung Ursache dafür ist, dass Hurrikane immer stärker werden … eine weitere Lüge.

Hurrikane nehmen nicht an Stärke zu

Die Hurrikan-Klimatologie-Website des National Hurricane Centers präsentiert eine handliche Liste von tropischen Stürmen, Hurrikanen und starken Hurrikanen im Atlantischen Becken von 1851 bis 2014. Es gibt bei Hurrikanen keinen statistisch bedeutsamen Trend, weder nach Häufigkeit noch nach Stärke.

Zwar könnte es eine irgendwie statistisch signifikante Zunahme der Anzahl tropischer Stürme (R² = 0,2274) geben, doch kann dies auch einfach eine Folge von Verbesserungen bei der Erkennung und Identifizierung von Stürmen auf See sein … Es gibt jedenfalls keinen statistisch bedeutsamen Trend der Anzahl von Hurrikanen oder starken Hurrikanen.

Es gibt auch keine statistisch bedeutsame Trends der Raten, mit denen sich tropische Stürme zu Hurrikanen oder starken Hurrikanen entwickeln:

Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden

Irma ist dicht davor, einen Rekord bzgl. Windgeschwindigkeit zu brechen. Na und?

Die Wahrscheinlichkeit pn(1), dass die n-te Beobachtung einer Reihe xm = x1, x2, …, xn einen höheren Wert hat als Beobachtungen zuvor [pn(1) = Pr(xn > xi |i < n)] kann ausgedrückt werden als:

pn(1) = 1/n

unter der Voraussetzung, dass die Werte in der Reihe iid-Zufalls-Variable sind.

(Benestad, 2003)

Während Irma eine Chance von weniger als 1% aufweist, den Windgeschwindigkeits-Rekord von Allen zu brechen, zeigt die Summe der individuellen Wahrscheinlichkeiten seit 1924, dass es an der Zeit ist, dass dieser Rekord fällt.

Die Y-Achse ist die fortlaufende Anzahl neuer Rekorde. Siehe Blatt 1 der folgenden Tabelle für erwartete Rekord-Berechnungen:

AtlanticStormTotalsTable (1)

Wie in aller Welt haben wir bloß die Mittelalterliche Warmzeit überlebt?

Falls wärmere Gewässer unvermeidlich zu stärkeren Hurrikanen führen … wie hat die Menschheit die Mittelalterliche Warmzeit überlebt? Oder die Minoische Warmzeit? Es muss im Jahr 1000 v. Chr. Jedes Jahr Hurrikane der Kategorie 9 gegeben haben!!! (/SARC)

Rekonstruktion der Wassertemperatur in der Sargasso-See (Keigwin 1996) und Große Neu-England-Hurrikane (Donnelly 2001). Quelle.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/09/07/hurricane-irma-is-not-the-most-powerful-atlantic-hurricane-ever-recorded/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




“Clean coal” bereits auf dem Vormarsch?

 Die Energiesituation im Süden der USA

Auch in den USA stehen die Energieversorger vor ähnlichen politischen Problemen wie in Deutschland: Die sog. “Erneuerbaren Energien” wurden auch dort mit Subventionen in den Markt gedrückt und zerstören nicht nur die vorhandene Infrastruktur, sondern schmälern vor allen Dingen auch die Ertragskraft der Unternehmen. Allerdings agiert man dort wesentlich flexibler. Obwohl z. B. Texas bessere Voraussetzungen für “Alternative Energien” mitbringt als Deutschland, setzt man dort nicht nur auf die Karten Wind und Sonne. Texas ist doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur rund 21 Millionen Einwohner, die sich überwiegend in wenigen Großräumen konzentrieren. Anders als in Deutschland, gibt es genug unbesiedeltes Land, in dem “Windparks” die Einwohner weit weniger belästigen. Außerdem liegt es auf der Breite der Sahara und es mangelt daher nicht an Wind und Sonnenschein. Obwohl die Bedingungen – verglichen mit Deutschland – ideal erscheinen, kommt es auch dort zu den bekannten Problemen im Netz. Man setzt daher weiterhin auf fossile Kraftwerke und Kernenergie. Wind und Sonne sieht man nur als “Additive Energien” mit eingeschränktem Nutzen. Bisher waren sie wegen hoher Subventionen und besonderen Privilegien lediglich für Anleger attraktiv. Anders als in Deutschland, ist man sich aber auch regierungsseitig (insbesondere auf der Ebene des Bundesstaates Texas) der Konsequenzen hoher Strompreise bewußt. Langfristig bleibt nur Kohle und Kernenergie übrig. Texas hat zwar Öl und Erdgas im Überfluß, beide Energieträger sind aber – wegen der hohen Weltmarktpreise – viel zu wertvoll geworden, um sie in Kraftwerken zu verfeuern. Sinnigerweise steigt der Gasexport ins Nachbarland Mexico ständig an, da dort die verstaatlichte Ölindustrie unfähig ist, die Produktion bei steigender Nachfrage auch nur zu halten. Gleichzeitig findet ein enormer Ausbau der Gasverflüssigungsanlagen an der Golfküste statt. Hiermit hat man neben Asien und Mittelamerika vor allem Europa als Absatzgebiet im Auge.

Heute ist bereits der Brennstoff Kohle an der Golfküste wieder billiger als Erdgas. Die Produktionskosten in den Tagebauen des Powder River Basin (im Bundesstaat Wyoming und Montana) sind so gering, daß selbst die Transportkosten über tausende Kilometer nicht ins Gewicht fallen. Nachdem die obamaschen “Klimaerlasse” von Trump wieder außer Kraft gesetzt wurden, rollen täglich bereits wieder über 60 Ganzzüge (meist jeweils über 100 Waggons mit 10.000 to Kohle pro Zug) in alle Regionen der USA.

Schwierig bleibt nach wie vor die Situation der Kernenergie im Süden der USA. Die nach wie vor existierende Unsicherheit über die zu erwartende Bauzeit eines Neubaues, führen zu seit Jahrzehnten andauernden Planungen ohne Aussicht auf kurzfristige Umsetzung. Für ein privates EVU ist ein solches Risiko einfach nicht zu stemmen. Staatliche Förderung von Wind und Sonne auf Kosten des Steuerzahlers bei gleichzeitig privatwirtschaftlicher Kernenergie, geht einfach nicht zusammen. Dies ist und bleibt eine doppelte Benachteiligung.

Abgas als Wertstoff

In dieser durch die Politik geschaffenen Situation der “Klimarettung” suchen die Energieversorger Hände ringend nach neuen Einnahmequellen. NRG Energy hat den Entschluß gefaßt, aus dem Abfall der Stromproduktion einen Wertstoff und ein Produkt zu machen. Der Wertstoff ist überkritisches Kohlenstoffdioxid. Das Produkt ist Erdöl.

Wenn man das CO2 aus dem Abgas abscheidet und es auf über 70 bar verdichtet, gelangt es bei Umgebungstemperatur in seinen überkritischen Zustand: Es ist flüssig, bleibt aber ähnlich dünnflüssig wie ein Gas. Es dringt damit auch in feinste Poren ein. Zusätzlich sind organische Stoffe besonders gut in ihm löslich. Beste Voraussetzungen für EOR (Enhanced Oil Recovery).

Wenn sich aus einem Ölfeld kein Öl mehr hochpumpen läßt, – es umgangssprachlich erschöpft ist – befinden sich trotzdem noch etwa 40 bis 60 % der ursprünglichen Ölmenge in ihm gefangen. Dieses Restöl herauszulösen, ist das Gebiet des EOR. Je nach Vorkommen, gibt es unterschiedliche Verfahren zu unterschiedlichen (hohen) Kosten. Ein Favorit ist das Fluten mit überkritischem CO2. Mit diesem Verfahren lassen sich rund weitere 20 Prozentpunkte der ursprünglichen Ölmenge gewinnen. Dies sind gewaltige “neue Ölvorkommen”, wenn man die weltweite Anzahl bereits versiegter Quellen in Rechnung stellt. Wie alles, ist dies eine Frage der Kosten. Auf der Habenseite steht der aktuelle Ölpreis. Auf der Sollseite die Kosten für Gewinnung und Transport des überkritischen CO2. Die Differenz muß noch die zusätzlich anfallenden Kosten decken, was dann allerdings übrig bleibt, ist Gewinn.

Welche Felder eignen sich besonders?

Ein Ölfeld besteht nicht nur aus gebohrten Löchern. Es erfordert auch eine erhebliche oberirdische Infrastruktur: Rohrleitungen, Stromversorgung, Straßen, Pumpstationen, Aufbereitungs- und Tankanlagen etc. All diese Anlagen sind bereits in der Phase der konventionellen Förderung vorhanden und abgeschrieben worden. Die Zusatzinvestitionen für eine Flutung mit überkritischem CO2 halten sich in Grenzen – wenn man genug CO2 an Ort und Stelle zur Verfügung hat. Aus Erfahrung (natürliche CO2 Lagerstätten in der Nähe) weiß man, daß EOR ein hoch profitables Geschäft ist.

In dem hier beschriebenen Fall des Ölfelds West Ranch gelang auf Anhieb eine Steigerung von nur noch 300 auf 4000 barrel pro Tag. Man geht nach optimaler Einstellung von einer Förderung von 15.000 barrel pro Tag aus. Über die Jahre – auch bei einem Ölpreis von 50 USD/barrel – ein hübsches Sümmchen an zusätzlichen Einnahmen für die Ölgesellschaft JX Nippon. Man geht von 60 Millionen barrel aus, die aus diesem Feld zusätzlich durch diese Methode gewonnen werden können.

Das Ölfeld West Ranch liegt 130 km westlich vom Kraftwerk. Für den Transport des CO2 mußte eine unterirdische Pipeline mit einem Durchmesser von fast 40 cm verlegt werden.

Die Abgaswäsche

Die Gewinnung von CO2 aus dem Abgas erscheint auf den ersten Blick nicht gerade als die eleganteste Lösung. In dem Abgas sind nur 11,5 % Kohlenstoffdioxid enthalten. Man muß daher überwiegend totes Material in der Form von Stickstoff und Restsauerstoff durch die gesamte Anlage schleppen. Andererseits kann man ein bestehendes Kraftwerk als Quelle nutzen und greift praktisch nicht in dessen Betrieb ein.

Der Aufwand für die Gewinnung hängt nicht nur von der Eingangskonzentration, sondern auch vom Restgehalt an CO2 ab. Da es sich bei diesem Projekt nicht um “Klimatologie” handelt, sondern es um die Produktion eines Wertstoffes geht, wäscht man in dieser Anlage nur etwa 90 % des enthaltenen CO2 aus. Dies spielt auch deshalb keine Rolle, weil man mit dieser Anlage nur einen Teilstrom der Rauchgase verarbeiten kann. Die gewonnenen 1,6 Millionen Tonnen CO2jährlich, entsprechen etwa einer elektrischen Leistung von 240 MW des Blocks von 650 MW.

Es ist auch kein Zufall, daß man die Anlage an einem Block mit Kohlenstaubfeuerung und nicht an die erdgasbefeuerten Kombiblöcke angeschlossen hat. Bei Kombikraftwerken ergibt sich wegen des notwendigen Luftüberschusses im Abgas nur eine Konzentration von etwa 8,5 %. Die CO2-Gewinnung wird eine Domäne der Kohlekraftwerke bleiben.

Das Verfahren

Als Waschverfahren wurde der Kansai Mitsubishi Carbon Dioxide Recovery Process (KM CDR Process, eine Handelsmarke) ausgewählt. Im ersten Teilschritt werden die Abgase in einem 36 m hohen Turm gekühlt, entfeuchtet und entschwefelt. Dieser Block enthält – anders als in Deutschland üblich – keine Rauchgasentschwefelung, sondern verfeuert lediglich schwefelarme Kohle. Die Kühlung ist notwendig, da die Waschung beträchtliche Wärmemengen freisetzt.

Das Herzstück der Anlage ist ein 110 m hoher rechteckiger, mit Füllkörpern gefüllter Turm. In ihm wird das Abgas mit der Waschflüssigkeit in Kontakt gebracht. Nach Abscheidung der Waschflüssigkeit werden die gewaschenen Abgase in die Umgebung entlassen.

In einer dritten Verfahrensstufe wird die Waschflüssigkeit durch auskochen mit Dampf wieder regeneriert. Das ausgetriebene CO2 wird verdichtet und so verflüssigt.

Der Eigenbedarf

Eine solche verfahrenstechnische Anlage braucht beträchtliche elektrische Energie zum Antrieb der Verdichter, Pumpen etc. und Dampf zum Austreiben des CO2. Umgerechnet würde der zusätzliche Eigenbedarf die elketrische Nettoleistung des Kraftwerks um 20 bis 30 % verringern. Da das Kraftwerk gebraucht wird, eine inakzeptable Situation. Man hat deshalb eine eigene, kleine, ergdasbefeuerte Kombianlage mit 70 MWel zur Versorgung der Waschanlage gebaut. Da die Anlage gar nicht so viel Strom benötigt, wird mehr als die Hälfte ihrer Leistung zusätzlich ins Netz eingespeist.

Das Risiko

Die Anlage – obwohl die erste ihrer Art – wurde termingerecht, zu den vereinbarten Preisen und ohne Unfälle fertiggestellt. Deshalb die Preisverleihung. Wie geht so etwas?

  • Man hat die neue Anlage bewußt hinter einem seit Jahren funktionierenden Kraftwerk gebaut: Möglichst keine Probleme für die Altanlage schaffen und mit definierten und zuverlässigen Eingangsdaten arbeiten können.
  • Auswahl eines erprobten chemischen Verfahrens. Es gibt bereits über 80 Anlagen in Raffinerien etc.
  • Vorab Bau einer kleinen Prototypenanlage, die sich längere Zeit in einem anderen Kohlekraftwerk bewähren konnte.
  • Kein Größenwahn. Bewußte Beschränkung auf die zehnfache Leistung des Prototyps, um die Auslegungsberechnungen absichern zu können. (Deshalb die Begrenzung auf einen 240 MWel entsprechenden Teilstrom.)
  • Einbeziehung und Beteiligung des Verfahrenstechnikers (Mitsubishi), eines erfahrenen Anlagenbauers (Kiewit) und des Verbrauchers (JX Nippon mit Hilcorp).
  • Keine – in Deutschland so geliebte – Team-Bildung (Toll ein anderer macht’s), sondern einer hat den Hut auf. Einer mit natürlicher Autorität durch ausgewiesene Fachkompetenz und Erfahrung, der die Mittel bekommt, die er für nötig hält.
  • Genaue Planung und Abstimmung zwischen allen Beteiligten bevor es auf der Baustelle losgeht.

Der Mitnahmeeffekt

Für das Projekt wurde ein gemeinsames Unternehmen aus Energieversorger (NRG Energy) und Verbraucher (JX Nippon Oil&Gas) gegründet. Einerseits wurde damit das Risiko der Investition auf mehrere Schultern verteilt und andererseits verschiedene Fördertöpfe erschlossen. Es konnten japanische Banken gewonnen werden, die gegen das Pfand von 15 Millionen barrel Öl günstigere Kredite bereitstellten. Die Lieferung von Anlagenkomponenten konnte über subventionierte Exportkredite erfolgen. Das DOE steuerte 190 Millionen USD Subventionen aus diversen “Klimaschutzprogrammen” bei.

Mit einer Investition von einer Milliarde USD können zusätzlich 60 Millionen barrel Erdöl gewonnen werden. Mögen weltweit auf vielen entölten Feldern die Bedingungen nicht so ideal sein, erscheint diese Methode trotzdem vielversprechend. Wird jetzt – wenigstens im Nachhinein – manchem klar, warum die einschlägig Verdächtigen sofort ihre Kampftruppen auf die Straße geschickt haben, als auch nur von “CO2-Abscheidung” in Deutschland geredet wurde? Macht nichts, der Fortschritt läßt sich nicht aufhalten, nun machen eben Japaner und Amerikaner das Geschäft. Solange Renten, Hartz IV etc. noch reichlich sprudeln, brauchen wir eh keine Arbeitsplätze in diesem Land. Hat halt nix mit Nix zu tun, wie einmal eine Politikerin treffend in einem anderem Zusammenhang twitterte.

Übernommen von NUKE-Klaus hier




Der „neue Generationenvertrag“ des Herrn Schellnhuber

Die Leipziger Volkszeitung vom 9. Sept. 2017 schreibt unter „zur Person“: Hans-Joachim Schellnhuber (67), Direktor des renommierten Potsdamer-Instituts für Klimafolgenforschung, hat zwei Wochen vor der Bundestagswahl kritisiert, dass der Klimawandel im Wahlkampf kaum eine Rolle spielt. „Es gibt da eine Mauer des Schweigens und Verdrängens„, sagte Schellnhuber, der auch die Bundesregierung in Fragen des Klimawandels berät. Er verwies auf eine Studie, nach der Deutschland sein Klimaziel 2020 noch deutlicher verpassen wird als erwartet. Gemeinsam mit anderen Prominenten fordert er deshalb einen neuen Generationenvertrag, der den Abschied von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Öl bis 2040 vorsieht.

Unser Kommentar dazu:

  1. Am Renommee des Potsdamer-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) darf man füglich zweifeln. Hier konzentrieren sich die Klima-Alarmisten Deutschlands mit zum Teil aberwitzigen Vorstellungen. Stellvertretendes Beispiel dafür bietet Prof. Edenhofer vom PIK mit seiner Aussage im NZZ-Interview vom 14.11.2010 (hier) „…Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.“  Über den Geisteszustand von Leuten, die solch einen sachlichen Schwachsinn von sich geben, erübrigt sich jeder Kommentar.
  2. Was meint die Leipziger Volkszeitung mit „Prominenten“? Schlagersänger, Schauspieler, Politiker oder dergleichen Prominente mehr?
  3. Der Abschied von fossilen Brennstoffen bis 2040 ist reine Phantasterei von Spinnern.
  4. Noch ein „Generationenvertrag“ hat ebensowenig etwas mit Demokratie zu tun wie alle vorherigen Generationenverträge und er bewirkt ebenso wenig wie diese.
  5. Dass der Klimawandel (gemeint ist menschgemachter Klimwandel) im Wahlkampf keine Rolle spielt, bedauern wir und befinden uns hier ausnahmsweise in Übereinstimmung mit Schellnhuber. Jedes Klima in jeder Klimazone unserer Erde, von polar bis tropisch, hat sich seit ihrem Bestehen stets geändert. Konstantes oder ein auf bestimmte Werte reduziertes Klima herstellen zu wollen (also Klimaschutz) ist demente Hybris. Dies gehört tatsächlich in diesen Wahlkampf. Denn der sog. Klimaschutz, überflüssiger als ein Kropf, kostet unsere Volkswirtschaft und damit jeden von uns bereits heute ein Vermögen.
  6. Dass der angeblich menschgemachte Klimawandel keine Rolle im Wahlkampf spielt, liegt im Übrigen nicht an bösen Mächten („Mauer des Schweigens“ oder dergl. Unsinn) und auch nicht an EIKE, sondern die Medien tragen hierfür die Verantwortung. Infolge kompletter sachlicher Inkompetenz und Totalverweigerung jeder Sachrecherche (kaum ein Journalist kennt sich infolgedessen in diesem Thema aus und hat hier jemals Brauchbares von sich gegeben) hat der jahrzehntelange Klima-Unsinn in Zeitungen und Fernsehen bewirkt, dass Bürger mit klarem Verstand sich von den Medienberichten zu diesem Thema längst angewidert abgewendet haben. Zur sachlichen Desinformation über das Thema „Klimawandel“ hat insbesondere das PIK einen maßgebenden Beitrag geleistet.



Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klima­wandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?

   Die Klimakrise als Konfliktverstärker

Über dieses Thema wurde schon sehr viel geschrieben. Die GRÜNEN waren sich trotzdem sicher, dazu noch etwas beitragen zu können, und so erstellte ein bewusst hochkarätiges Autor*innen Team der Partei eine Analyse:
Das Autor*innen-Team:
Annalena Baerbock: Studium Politikwissenschaft, öffentliches Recht und Völkerrecht. Sprecherin der GRÜNEN für Klimapolitik
Omid Nouripour: Studium Deutsche Philologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Rechtswissenschaft,
Bärbel Höhn: Mathematik und Volkswirtschaftslehre
Jürgen Trittin: Diplom-Sozialwirt

Die Studie: [3] Die Klimakrise als Konfliktverschärfer
Annalena Baerbock: … Gemeinsam mit Bärbel Höhn, Jürgen Trittin und Omid Nouripour habe ich analysiert, wie klimatische Veränderungen, Konflikte verschärfen – mit entsprechenden Folgen für die weltweite Migration.
Insbesondere Wassermangel und Wüstenbildung können zu einem Kampf um das schrumpfende nutzbare Land führen. Ein Beispiel dafür können wir schon heute in der Region um den Tschad-See beobachten. Die Fläche des Sees ist seit den 1960er Jahren vor allem aufgrund der Klimakrise um etwa 75% zurückgegangen. Der Wassermangel befördert Konflikte um Land und zwingt die betroffenen Fischer und Landwirte zur Flucht in die Städte.

Es soll hier nicht auf geopolitische Betrachtungen und die dahinter stehende Politik eingegangen werden. Im Kern dient das ganze „Paper“ ja nur dazu, eine bedingungslose Vorreiterrolle Deutschlands im „Klimaschutz“ und die deutschen Zahlungen in den Klimaschutzfond zu begründen. Gesichtet werden soll anbei jedoch eine der klimawandlerischen „Begründungen“.

Immer wieder muss der Tschad See unter dem Klimawandel leiden

In der „Analyse“ wird der extrem schwankende Pegel des Tschad-See – welcher in der Sahelzone liegt – als ein Beispiel für die Auswirkungen des Klimawandels angeführt.
GRÜNEN, Studie: [3] Ein Beispiel dafür können wir schon heute in der Region um den Tschad-See beobachten. Die Fläche des Sees ist seit den 1960er Jahren vor allem aufgrund der Klimakrise um etwa 75% zurückgegangen.

Es stimmt, dass dieser See seit den 1960er Jahren immer kleiner wird. Äußerst fraglich ist jedoch, ob es, wie das Team der GRÜNEN behauptet, „aufgrund der Klimakrise“ geschieht.

Um das zu (er-)klären, und um Wettereinflüsse nicht mit dem Klima zusammen in einen vereinfachten Topf zu werfen, muss man weit mehr als den Zeitraum von ca. 60 Jahren betrachten und natürlich auch die menschlichen Einflussnahmen der jüngsten Zeit.

Dürren im nördlichen Afrika

Bereits zu Anfang des Jahres wurde eine kleine Sichtung zu der Dürre in Ostafrika publiziert:
EIKE 07.01.2017: [10] Drei-Königs Sternsinger Aktion 2017 gegen Klimawandel-Auswirkungen in Kenia: Seit 5000 Jahren besteht dort ein ununterbrochener Trend zum heutigen Klima, doch seit Kurzem ist der Westen daran schuld
Darin ist nicht nur die Klimahistorie gezeigt, welche ausweist, dass Ostafrika seit Jahrtausenden trockener wird und nicht erst seit dem ominösen „Klimawandel“. Auch ist gezeigt, welchen direkten Einfluss die explodierende Einwohnerzahl auf die Wasserressourcen und die Grünland-Übernutzung hat.
Nur: Von einem negativen CO2-Einfluss ist keine Spur zu sehen. Als Treppenwitz kann man vielmehr erfahren, dass die klimatische Austrocknung dort durch eine stetige Abkühlung entsteht, mehr Temperatur also eher dagegen helfen würde.

Der Niederschlag im Sahel nimmt mit dem Klimawandel zu …

Wenn irgendwo etwas über den schlimmen Einfluss des Klimawandels zu schreiben ist, kommt fast unisono der Sahel als Beispiel ins Spiel. Fast kein NGO, der dieses Thema auslässt, wie es auch der BUND-Vorsitzende, Herr Weiger zeigte[15].

Eine wesentliche Ursache ist die extreme Dürre in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts (als die Klimawissenschaft die kommende Eiszeit verkündete). Dass sich diese Dürre inzwischen abbaut und mehr Niederschlag fällt, wird dazu seltenst erwähnt. Wo nähme man ansonsten auch seine Negativbeispiele her.

Auf kaltesonne ist zum Sahel einiges gelistet. Anbei etwas Information daraus.
kaltesonne, 6. Februar 2014: [4] Wer hat Schuld an den Saheldürren?
… Dabei ist seit längerem bekannt, dass die schlimmsten Dürren im Sahel in den 1970er Jahren wüteten und sich die Lage in den darauf folgenden Jahrzehnten wieder weitgehend normalisierte. Interessanterweise gab es in den 1970er Jahren ernstzunehmende Stimmen, die die Saheldürren mit einer bevorstehenden neuen Eiszeit in Verbindung brachten.

Bild 1 Sommer-Niederschlagsverlauf im Sahel seit 1900 [4]

Bild 2 Niederschlagsverlauf im Nordend des Sahel seit 1970 (Teilbild) [12]

kaltesonne 1. März 2016: [7] Der ergrünende Sahel: Neues aus der afrikanischen Dürrekunde
… Immer wieder tappen Teilzeitaktivisten in die Sahelfalle. Sie behaupten gerne, die Sahelzone wäre akut vom Klimawandel bedroht, die Sahara würde sich immer weiter ausbreiten. Intuitiv verständlich, faktisch jedoch absolut falsch. Die Wahrheit: Die Regenmengen haben sich in der Sahelzone nach den schweren Dürren der 1970er und 80er Jahre wieder deutlich gesteigert, die Sahelzone ist grüner geworden.

Auch an anderen Stellen findet sich diese Information:
The Global Warming Policy Foundation, Briefing Paper No 2: [11] THE SAHEL IS GREENING
Global warming has both positive and negative impacts. However, very often only the negative consequences are reported and the positive ones omitted. This article will show an example of a positive effect of warming. The people living in the Sahel, a semiarid area just south of the Sahara desert, spanning the entire African continent from the Atlantic Ocean to the Red Sea, were suffering from several devastating droughts and famines between the late 1960s and the early 1990s.
The draughts were triggered by decreases in rainfall from the early 1950s to the mid-1980s.1 Global warming was supposed to increase the frequency and severity of the droughts, which would make crop-growing unviable and cause even worse famines.2 According to the United Nations, the outlook for the people in the Sahel was bleak.
The Sahel is greening
However in sharp contrast to this gloomy outlook,
it seems that global warming has exactly the opposite effect on the Sahara and the Sahel. The Sahara is actually shrinking, with vegetation arising on land where there was nothing but sand and rocks before.4 The southern border of the Sahara has been retreating since the early 1980s, making farming viable again in what were some of the most arid parts of Africa. There has been a spectacular regeneration of vegetation in northern Burkina Faso, which was devastated by drought and advancing deserts 20 years ago. It is now growing so much greener that families who fld to wetter coastal regions are starting to come back. There are now more trees, more grassland for livestock and a 70% increase in yields of local cereals such sorghum and millet in recent years.
Vegetation has also increased signifiantly in the past 15 years in southern Mauritania, north-western Niger, central Chad, much of Sudan and parts of Eritrea.5 In Burkina Faso and Mali, production of millet rose by 55 percent and 35 percent, respectively, since 1980.6 Satellite photos, taken between 1982 and 2002, revealed the extensive re-greening throughout the Sahel. Aerial photographs and interviews with local people have confimed the increase in vegetation.

Nun noch ein langfristiger Temperaturverlauf aus der Region. Ausgerechtnet zur Zeit der größten Dürre um 1970 war die Temperatur am niedrigsten. Wieder ein gutes Beispiel, dass mehr Wärme in dieser Region (wohl aufgrund von Monsunverlagerungen) den Niederschlag erhöht und nicht Ursache einer Austrocknung ist.

Bild 3 Temperaturverlauf Timbuktu seit 1897. Quelle: Rimfrost Viewer

Der Niederschlag nimmt zu, doch der Tschad-See verliert trotzdem an Wasservolumen.

… die exzessive Wasserentnahmen aus dem Tschad-See verstärken jedoch sein „Austrocknen“

Dafür gibt es mehrere Ursachen. Einmal ist der See in einer langfristigen Klimazyklik gefangen (wie die anderen nordafrikanischen Seeen ebenfalls [10]). Er verändert sein Volumen ständig und teils in extremem Ausmaß.
scinexx.de:
[2] Plötzliche Trockenheit im Paläo-Tschadsee Ehemals größter Süßwassersee der Erde trocknete innerhalb weniger hundert Jahre aus …
Das geschah allerdings vor ca. 5000 Jahren und zeigt, dass die aktuellen, angeblich noch nie dagewesenen „Änderungsgeschwindigkeiten“ sehr wohl von der Natur alleine erzeugt werden können.

Aktuell kommt jedoch etwas dazu, was ganz Afrika „umtreibt“: Das exzessive Bevölkerungswachstum (Bild 5) überschreitet bei Weitem das Leistungsvermögen der natürlichen Ressourcen:
scinexx.de: [2] … Heute droht der See durch die intensive Wassernutzung durch den Menschen zu schrumpfen.
Bild der Wissenschaft: Warum der Tschad-See schrumpft
Dürre und Landwirtschaft graben dem afrikanischen Binnensee das Wasser ab
Zwischen 1983 und 1994 sei der Wasserbedarf der Landwirtschaft jedoch um das Vierfache angestiegen, was 50 Prozent zur weiteren Austrocknung des Sees beigesteuert habe.

Der aktuelle, menschliche Anteil an der „Austrocknung“

Ausgehend von den Daten aus „Bild der Wissenschaft”: Warum der Tschad-See schrumpft, sei der Einfluss abgeschätzt:
Von 1983 – 1994 stieg die Getreideproduktion im Tschad von ca. 0,5 Mio. Tonnen auf ca. 1 Mio. Tonnen (Bild 4), also gerad einmal um 0,5 Mio. Tonnen, allerdings waren das damals +100 %. Die Landwirtschaft soll damals dadurch 50 % Anteil an der Austrocknung, genauer: Reduzierung des Seevolumens, durch Wasserentnahme beigetragen haben.

Von 1994 bis 2015 stieg die Getreideproduktion von ca. 1 Mio. Tonnen auf ca. 3 Mio. Tonnen, also um +2 Mio. Tonnen, oder gegenüber dem Zeitraum davor (Startwert: 0,5 Mio. t) um + 500 %.
Wenn +0,5 Mio. Tonnen schon eine anteilige Volumensreduzierung des Tschad-Sees von 50 % verursacht haben, kann man ahnen, was weitere +2 Mio. Tonnen, beziehungsweise weitere +400 % (von 1 Mio. t gerechnet) für einen Einfluss haben müssen. Da kann das CO2, welches zu mehr Grün und mehr Niederschlag führt (Anm.: Der Verstärkte Niederschlag liegt natürlich nicht am CO2), nicht mehr „gegenhalten“.

Im Tschad wird jedoch nicht nur Getreide angebaut, sondern verstärkt auch die wasserhungrige Baumwolle.
Länder Lexikon: Tschad
Im nördlichen Teil des Landes überwiegt die Viehzucht, wobei Überweidung und das Anlegen immer tiefer reichender Brunnen (Absinken des Grundwasserspiegels) den Prozess der Desertifikation weiter vorantreiben. Der Fischfang im Tschadsee und in den Flussläufen des Landes trägt wesentlich zur Deckung des Eigenbedarfs der Bevölkerung bei. Dennoch müssen Nahrungsmittel zusätzlich importiert werden. Wichtigstes landwirtschaftliches Exportgut des Landes ist Baumwolle, weiter werden Erdnüsse und Vieh ausgeführt.

Im Bild 4 sieht man, wie sich die landwirtschaftliche Produktion erhöht hat (für Baumwolle fanden sich leider keine verlässlichen Daten). Seit der Dürre der 70er Jahre um ca. 500 %! Anhand von Bild 5 sieht man jedoch, dass im Tschad, im Gegensatz zu den meisten Ländern auf der Welt, nur eine minimale Ertragssteigerung gelang.

Bild 4 Tschad, Getreideproduktion gesamt 1961 – 2015. Quelle: FactFish

Bild 5 Tschad, Getreideertrag gesamt 1961 – 2015. Quelle: FactFish

Bild 6 Bevölkerungsexplosion im Tschad. Quelle: FactFish

Der klimatische Anteil an der Austrocknung

Wie schon gelistet, trocknen die nordafrikanischen Seen seit ca. 6.000 Jahren kontinuierlich aus. Der Tschad-See ist dafür sogar das Extrembeispiel, denn er war einstmals vielleicht der größte Süßwassersee der Erde.

scinexx.de: [2] Plötzliche Trockenheit im Paläo-Tschadsee
… Während der fruchtbaren Zeit der Sahara war der Paläosee „Mega-Tschad“ der größte Süßwassersee der Erde. Vor 6.000 Jahren hatte er noch eine Fläche von 360.000 Quadratkilometern – etwas größer als das heutige Kaspische Meer. Heute sind es je nach Jahreszeit etwa 1.000 bis 2.000 Quadratkilometer

Anhand von Grafiken aus einer Studie sei es dargestellt.
Simon J. Armitage at al.: [1] West African monsoon dynamics inferred from abrupt fluctuations of Lake Mega-Chad

Bild 7 [1] Tschad See, maximale Ausdehnung vor ca. 6.000 … 12.000 Jahren (grau) und Einzugsgebiet (gestrichelte Linie)

Bild 8 [1] Aktuelle Fläche des Tschad-Sees (weiß) und maximale Ausdehnung

Bild 9 [1] Tschad See, Verlauf der Seehöhe (A) seit ca. 14.000 Jahren. Anmerkung: Links ist die aktuelle Zeit. Teilbild, vom Autor zusammengesetzt und ergänzt

Damit leider wieder ein Beispiel für bewusste Desinformation und den Unsinn der CO2-Hysterie

Nach dem Betrachten der Fakten aus dem wirklichen – und nicht nur simulierten – Klima und Wetter lässt sich ableiten, dass an der klimatisch bedingten Austrocknung des Tschad Sees der angebliche AGW-Klimawandel überhaupt keinen belegbaren Einfluss hat. Gäbe es ihn allerdings, wäre sein Einfluss positiv, weil er zu (noch) mehr Niederschlag führen würde. Man nimmt an, dass an der Ergrünung des Sahel (wie auch weltweit) der steigende CO2-Gehalt mitwirkt.
Allerding hat der Mensch einen immer größeren Einfluss an der Pegelverringerung durch die steigende Wasserentnahme.

Damit, dass das Autorenteam der GRÜNEN als Begründung schreibt:
GRÜNE Annalena Baerbock 18.08.2017: [3] Die Klimakrise als Konfliktverschärfer
Ein Beispiel dafür können wir schon heute in der Region um den Tschad-See beobachten. Die Fläche des Sees ist seit den 1960er Jahren vor allem aufgrund der Klimakrise um etwa 75% zurückgegangen … ,
belegen sie erneut, dass sie nicht einmal im Team auch nur im Ansatz in der Lage sind, die für eine Studie erforderliche Minimalstrecherche durchzuführen, oder (falls sie es gemacht haben sollten), Ergebnisse daraus neutral zu bewerten. Als Grund darf angenommen werden, dass im Wesentlichen ihre ideologische Verblendung dies verhindert und diese Blockade bei den GRÜNEN auch in einem Team nicht mehr auflösbar ist.

Weiterhin schade ist nur, dass dies niemandem auffällt, sondern die daraus generierten, abstrusen Ergebnisse von den anderen Parteien eher übernommen werden, um ebenfalls GRÜN auszusehen. Dass sie damit auch die der GRÜNEN sich selbst verordnete Unwissenheit mit übernehmen, stört sie nicht, weil auch bei den anderen Parteien an den entscheidenden Stellen Fachwissen fehlt [13] und durch Personen mit ausgewiesener Klimahysterie ersetzt wurde.

Leider sind damit Lösungen für solche Probleme – zumindest seitens Deutschland – unmöglich geworden. Oder glaubt jemand, die Deutschland noch in den Ruin treibende Dekarbonisierung würde den Menschen in solchen Ländern irgenwie helfen?
Eine Vorreiterrolle scheint diese Frau Annalena Baerbock zu spielen. Obwohl die GRÜNEN behaupten, auch Energie wäre ihr Fachgebiet: Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des deutschen Bundestages, zeigen sich ihre Aussagen dazu genau so falsch und ideologie-getrieben [8].

Der „Erfolg“ solchen Vorgehens sind dann Propagandaclips, welche in der Machart und Falschinformation viel eher an ganz schlimme, als an aufgeklärte Zeiten in Deutschlands Historie erinnern.

Bild 10 Screenshots von einem Klimapropaganda-Videoclip der GRÜNEN

Fazit

Die GRÜNEN sind weder in der Lage, Studien in Auftrag zu geben, noch welche selbst zu erstellen – so lange sie nicht bereit sind, ihr ideologisches Brett vor dem Kopf abzunehmen. Da sie dann jedoch ziemlich überflüssig werden, wird man bis zum Sankt-Nimmerleinstag darauf warten müssen.

Quellen

[1] Simon J. Armitage, Charlie S. Bristow, Nick A. Drake: West African monsoon dynamics inferred from abrupt fluctuations of Lake Mega-Chad

[2] scinexx.de: Plötzliche Trockenheit im Paläo-Tschadsee Ehemals größter Süßwassersee der Erde trocknete innerhalb weniger hundert Jahre aus

[3] GRÜNE Annalena Baerbock 18.08.2017: Die Klimakrise als Konfliktverschärfer

[4] kaltesonne, 6. Februar 2014: Wer hat Schuld an den Saheldürren?

[5] EIKE 21. August 2017: POLITISCHE BILANZ: Nicht „ob“, sondern „wie schnell“
EIKE 20.07.2017: Randalen von Atomfrontkämpfern werden von Frau Hendricks ausdrücklich als „Freunde des Staates und der Gesellschaft“ gelobt
EIKE 13. Juli 2017:
Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?
EIKE 27.03.2017: Nee, bei uns gibt´s keine Klimaleugner

[6] EIKE 26.08.2017: Holen sich die GRÜNEN ihre „Kernkompetenz“ zum Klimawandel von der Bundesregierung?

[7] kaltesonne 1. März 2016: Der ergrünende Sahel: Neues aus der afrikanischen Dürrekunde

[8] EIKE: Die GRÜNEN: Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen. Es mangelt an der Bereitschaft, aus der Kohle auszusteigen.

[9] EIKE 28.8.2015: Wenn Politologinnen „Klimastudien“ machen – zur „Klimastudie“ von Bündnis 90/Die Grünen

[10] EIKE 07.01.2017: Drei-Königs Sternsinger Aktion 2017 gegen Klimawandel-Auswirkungen in Kenia: Seit 5000 Jahren besteht dort ein ununterbrochener Trend zum heutigen Klima, doch seit Kurzem ist der Westen daran schuld

[11] The Global Warming Policy Foundation, Briefing Paper No 2: THE SAHEL IS GREENING

[12] The Scientific World Journal 2014, Churchill Okonkwo at al.: Characteristics of Lake Chad Level Variability and Links to ENSO, Precipitation, and River Discharge

[13] EIKE 21. August 2017: POLITISCHE BILANZ: Nicht „ob“, sondern „wie schnell“

[14] EIKE: Die Generalsekretärin der FDP geriet in die Fänge des KLIMA-LÜGEDETEKTORS – anbei ein Rettungsversuch

[15] EIKE 17.01.2015: Klimarückblick 2015