Freunde, wollen wir trinken, auf die schöne kurze Zeit* … Ich bin für die Dekarbo­nisierung der Industrie­staaten, und auch die Auto­bauer wollen die Transfor­mation in die CO2-freie Zukunft

Bild Daimler CEO Zetsche auf dem Parteitag der Linken. Quelle Screenshot YouTube Video

Helmut Kuntz
Inzwischen ist die Information über die Rede des Daimler CEO, Herrn Zetsche auf dem letzten GRÜNEN Parteitag schon durch das ganze Land „getingelt“ und war Quelle verschiedenster Publikationen:

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Video der Rede zum Anklicken. Falls es nicht funktioniert, der Link: Video Quelle YouTube

Wohl die Wenigsten haben sich die Rede jedoch wirklich auf YouTube angehört und die Brisanz, welche damit verkündet wurde verinnerlicht. Deshalb anbei Auszüge davon zum Lesen:

Rede von Herrn Zetsche auf dem GRÜNEN Parteitag, Zitate:
Zum Leitantrag der GrünenDie Automobilwirtschaft hat nur dann eine Zukunft wenn sie Fahrzeuge entwickelt die kein CO2 verursachen“ … meine Damen und Herren, es wird Sie vielleicht überraschen, aber ich stimme dem ausdrücklich zu.
Abschluss und Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens sind auch aus meiner Sicht wichtige Erfolge der internationalen Staatengemeinschaft.
Die Welt hat sich damit auf den richtigen Weg gemacht, denn die Dekarbonisierung der Industriestaaten ist notwendig. Und ja, auch die Autoindustrie wird ihren Beitrag dazu leisten … wir stellen uns unserer klimapolitischen Verantwortung. Neben dem unfallfreien Fahren ist das emissionsfreie Auto der Kern unserer Unternehmensstrategie und zwar schon lange. Dem ersten Ziel sind wir mittlerweile schon sehr nahe und ich habe keinen Zweifel, dass uns das auch beim zweiten gelingen wird …. was die Ziele betrifft. gibt es mehr Übereinstimmung zwischen ihrer Partei und unserer Branche als mache auf beiden Seiten wahrhaben wollen …. das größte Risiko für die Arbeitsplätze wäre ein Festhalten am Status quo .. damit wird sich die Automobilindustrie bis 2030 mehr verändern als wir uns das hier alle im Jahr 2016 vorstellen können … wir stehen vor einem fundamentalen Wandel, der weit über neue Motoren hinausgeht … geht es darum, beim Tempo zuzulegen, zu beschleunigen… unterwegs sollten wir alle verfügbaren Mittel zur schnelleren Dekarbonisierung nutzen. Dafür ist die Elektrifizierung des Antriebs der zentrale Hebel. Aber bis der in der Breite wirkt, können wir noch sehr viel mehr tun. … wie grün ist ein E-Auto wirklich, so lange der Strom noch aus Kohle gewonnen wird Jetzt ist technisch der Stand erreicht um Elektroautos zu entwickeln die dem Verbrenner in punkto Reichweite kaum noch unterlegen und in punkto Fahrspaß überlegen sind … die Transformation vor der die gesamte Autobranche steht, betrifft unser ganzes Land.

Man belächelt – eigentlich schon bemitleidet – (auf EIKE) oft unsere Umweltministerin mit ihrem Klimawahn. Hier jedoch outete sich, dass dieser von höchsten Wirtschaftslenkern vorbehaltlos und konsequent ideell und materiell unterstützt wird.
Nach dieser Rede kann niemand im Daimler-Konzern mehr offiziell eine kritische Stellung zum CO2, dem Klimavertrag, dem EEG oder dem Klima-Hilfsfonds, nicht einmal zur Dekarbonisierung Deutschlands einnehmen, ohne seinen CEO lächerlich zu machen und bloß zu stellen. Und es gilt nun auch für Kritik am Zustand der Batterie-Technologie oder der Frage, wo der Strom überhaupt her kommen soll. Dabei sprach Herr Zetsche teils auch im Namen der Deutschen Automobilindustrie, womit noch wesentlich mehr Personen vom Redeverbot betroffen sind.
Zudem hat Herr Zetsche (bestimmt nicht ungewollt) damit in den Wahlkampf eingegriffen und erklärt, dass die GRÜNEN für ihn ein hoch willkommener Koalitionspartner in Berlin sind, da ihre ideologische Basis mit seiner Überzeugung übereinstimmt.
Mit seinem Versprechen einer goldenen E-Auto-Zukunft und Unterstützung der Weltrettung vor dem Klima ist nun auch „festgelegt“, wer in Zukunft an allen Problemen schuld sein wird: Jede Partei, welche Elektromobilität, EEG und Dekarbonisierung nicht vorbehaltlos unterstützt.

Man könnte noch viel dazu schreiben. Das haben inzwischen aber andere schon ausreichend getan. Es ist empfehlenswert, die folgenden Rezensionen zu lesen:
TICHYS EINBLICK: Zetsche und die Grünen
… Statt klar zu sagen: Mobilität gibt es nicht zum Nulltarif! und – das mit dem CO2 verhält sich folgendermaßen: Das ist ein Spurengas in der Atmosphäre, die Natur benötigt es und es gibt keinerlei Zusammenhang zwischen dem Verlauf des CO2-Gehaltes und der Temperaturentwicklung in der Erdgeschichte – informiert euch doch einmal bei alten pensionierten Biologie-Lehrern, wie das ist! … Aber die Gesetze der Physik können auch wir nicht umdrehen.
Stattdessen berichtete er stolz, wie der Edel-Autobauer die Grenzen der Physik verschoben hätte. Zetsche, schon seit längerem auf grünem Kuschelkurs und mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann um die Wette in die Kameras lächelnd…
Märchenstunde
Ach, wie schön selig ließ sich für das »Gute« streiten. Wenn Pfarrerstöchter und Sozialarbeiter um die moralischen Endsiege wetteifern, bleibt meist kein Auge trocken. Die bösen Autos sollen weg, weil die machen unsere gute Erde kaputt. Lehrer, Beamte und die restlichen verbliebenen Mitarbeiter der Kirchen wollten beim Parteitag in Münster ganz vorn sein und träumten sich in die ideologisch reinen Zeiten hinein: »Wir bleiben unbequem« – die Losung (das ist jetzt hier kein Begriff aus der Jägersprache.) … Die Antwort des grünen Parteivolkes folgte auf dem Fuß: Der Parteitag beschloss, ab 2030 sollten keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren mehr zugelassen werden.

Deutscher Arbeitgeberverband, Präsident: Wir graben uns feige das eigene Grab
… Aber auch andere Industriezweige sägen munter den eigenen Ast, der am Ende viele hunderttausend Menschen, die sicher gerne gearbeitet hätten, der Wohlfahrt zuführt. VW entlässt 30.000 Mitarbeiter, allein 23.000 in Deutschland, weil es jetzt unter dem Eindruck des Abgas-Skandals radikal auf Elektroautos umstellen will. Das geschieht, ohne sich auch nur ein einziges Mal offensiv mit der industriefeindlichen CO2-Agitation auseinanderzusetzen. Aber was ist denn dieses CO2? Es ist ein unerlässlicher Baustein für die Photosynthese und damit für das Leben aller Pflanzen auf diesem Planeten.
Die Energiekonzerne haben mit offenem Mund zugesehen, wie die eigen Existenzgrundlage zerschlagen wurde – und damit auch eine preiswerte und sichere Energieversorgung als Grundlage unserer Industriegesellschaft. Hat man jemals versucht, der Strahlenangst in der Bevölkerung mit sachlichen Argumenten Orientierung zu geben?
Greenpeace-Gründer Patrick Moore sagte jüngst in Berlin: „Ohne den ausgleichenden Eingriff des Menschen in den Kohlenstoffhaushalt der Erde würde der CO2-Gehalt immer weiter sinken. In zwei Millionen Jahren wäre ein Wert erreicht, in dem das Pflanzenwachstum unmöglich ist, und mit weiter sinkendem CO2-Gehalt würde alles Leben auf der Erde aussterben.“ Ob er Recht hat? Auf jeden Fall sind es Argumente, die der Auseinandersetzung wert wären.

TICHYS EINBLICK: Energiewende: Batterien ohne Power

Ruhrkultour: Wie man das Volk für dumm verkauft, Das deutsche Energiewende-Wunder: Elektromobilität ganz ohne Strom

Man meint immer, Geschichte wiederholt sich nicht. Bisher konnte jede der letzten Generationen miterleben, wie eine Ideologie politikbeherrschend wurde und sich die „Intelligenz“ dem reihum protestlos unterwarf – die heutige kann es wieder.

*Erklärung: Es handelt sich um einen Ausschnitt eines Liedes von Reinhard May: „Freunde, lasst uns trinken“

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11 Kommentare

  1. “ Ob er sich da noch Gedanken macht um die Millionen Arbeitsplätze“

    Der macht sich nur Gedanken darüber, wie er die Zahl der Mitarbeiter verringern kann. Natürlich den Gewinn steigern.

    Er lobt z.B. eine Prämie aus, wenn MA nicht krank werden. (Was dann zur Folge hat, daß die „kleinen Infektionskrankheiten“ die Runde machen und erst richtig Schaden anrichten.

    Wie das dann tatsächlich abgeht, kann man im vorletzten SPIEGEL bzgl. des Konzerns Asklepios nachlesen. Die Vorwürfe  hinsichtlich der Hygiene sind korrekt, wie ich selbst mehrfach seit 2007 beobachten konnte. Alles übrigens politisch gewollt und von Ver.Di gewerkschaftlich abgesegnet. Bei VW wurden die ja auch gekauft … .

     

  2. „Das grenzüberschreitende Problem der Luftverunreinigung verursacht Schätzungen zufolge ungefähr 400 000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr. Am Mittwoch (22.11.) stimmen die EU-Abgeordneten über geplante strengere nationale Grenzwerte für Emissionen von bestimmten Luftschadstoffen ab. Zu diesen Schadstoffen zählen unter anderem Stickstoffoxide, Schwefeldioxid und luftverunreinigende Partikel. Sehen Sie dazu unsere interaktive Grafik.“ Link: http://tinyurl.com/hv9csw6

    Das EU-Parlament beschloß am 22. November für jedes Mitgliedsland individuelle Reduktionsziele, die bis 2030 zu erreichen sind. Basiswerte: 2005. Deutschland ist vorne dabei. Die Dekarbonisierung der Industrie und die Abschaffung von Autos mit Verbrennungsmotoren werden nicht mehr zu vermeiden sein, wenn die um bis zu 69% niedrigeren Grenzwerte eingehalten werden müssen, die Deutschland in schon 13 Jahren erfüllen soll.

    Vgl. ANHANG II der zukünftigen EU-Richtlinie, ab Seite 54, „Nationale Emissionsreduktionsverpflichtungen“ http://tinyurl.com/hazjz5g

    •  
      Es wird einfach behauptet, dass die Luft anthropogen verschmutzt wird. Eigentlich hat man da auch die Kfz im Sinn. Die 200.000 Todesfälle in Europa sind errechnet (der Fachausdruck fällt mir gerade nicht ein) und, nach meiner Meinung, einfach nur fiktiv.
      Die Menschen sollen, in Zukunft, wohl nicht mehr mobil sein.
      Jedes Fahrzeug wird mit Katalysator gebaut. Die heutige Technik ist ausreichend und verschmutzt die Luft nicht, oder unwesentlich. Der zusätzliche Feinstaubfilter für Benziner ist Unfug. Die Grenzwerte für NOx sind, meiner Ansicht nach, aus der Luft gegriffen. CO2 trägt mit Sicherheit nicht zur (nicht vorhandenen) Luftverschmutzung bei.
      Ich betrachte die angestrebten Maßnahmen als unerlaubten Tiefschlag mit gewollter Verteuerung der freien Mobilität der Menschen. Die Luft in Deutschland ist sauber. Die vorhandene Reglementierung ist jetzt schon übertrieben.
      Was lassen wir uns da gefallen?
       

  3. Was wollen die Grünen wirklich?
    Ein aufschlussreicher Artikel steht auf „Lunapark – Zeitschrift für globale Ökonomie“„Schmierentheater Elektro-Pkw“Dort wird nachgewiesen, dass Elektromobilität in keiner Weise ökologisch ist.
    goo.gl/Vna2Iv
    Der Artikel zeigt was Grüne wirklich wollen. Verbrenner ist schrott – weg damit, Hybrid ist Schrott – weg damit, Elektroauto ist schrott – weg damit. Der derzeitige E-Hype ist nur ein weiterer Nasenring, mit dem der deutsche Michel durch die Manege gezogen wird, auf dem Weg den Individualverkehr abzuschaffen. „Kollektive Modelle der Mobilität“ (Armut) sind die verheißungsvolle Öko-Zukunft.
    Der Öko-Aufruf zum Schluss des Artikels:
    Zurück zum Fahrrad! Rückkehr zu Nachhaltigkeit und Vernunft!
    Wenn es soweit ist, wird Herr Zetsche die beim Daimler verdienten Millionen in südlicher Sonne genießen. Ob er sich da noch Gedanken macht um die Millionen Arbeitsplätze, die er mit seiner feigen Anbiederung an den deutschen Öko-Zeitgeist geopfert hat?
     

  4. Vielleicht ist der gute Mann nur Realist.

    Er weiß genau, Elektroautos kann fast jeder bauen, viel billiger , als in Deutschland.

    Wenn es denn bald Daimler Benz nicht mehr gibt, erhält er wenigstens einen

    sicheren Listenplatz bei den GRÜNEN!

     

  5. Zum Leitantrag der GrünenDie Automobilwirtschaft hat nur dann eine Zukunft wenn sie Fahrzeuge entwickelt die kein CO2 verursachen“ … meine Damen und Herren, es wird Sie vielleicht überraschen, aber ich stimme dem ausdrücklich zu.
    …….
    Dieter Zetsche wuchs in Frankfurt-Niederursel auf, ging in Oberursel auf das Gymnasium Oberursel und studierte von 1971 bis 1976 Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe, die heute Teil des Karlsruher Instituts für Technologie ist, mit dem Abschluss als Diplomingenieur. Seit 1976 war er im Forschungsbereich der damaligen Daimler-Benz AG tätig. 1981 wurde er Assistent der Entwicklungsleitung im Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge und im Jahre 1982 wurde Zetsche an der Gesamthochschule Paderborn, der heutigen Universität Paderborn, zum Doktor der Ingenieurswissenschaften promoviert.
    ….
    Wie kann ein Mensch mit dieser Ausbildung so etwas sagen??? Weiß der nicht wie Stahl hergestellt wird? Woraus Kunststoffe bestehen? Woher die Prozesswärme für die Umarbeitung der Rohstoffe zu Industrieprodukten her kommt?? CO2 ist doch nicht nur der Treibstoff, das ganze Auto ist CO2!
    Wenn man also davon ausgeht dass der Mann nicht dumm ist und den Zusammenhang zwischen Auto und CO2 versteht, was erzählt er dann da??
    Bleibt als Erklärung nur die Anbiederung an den grünen Zeitgeist. Ich könnte kotzen!!!

    • bei manchen Ihrer Kommentare werden html codes (- alles am Anfang) mit eingtragen. Immer am Anfang des Textes.

      Beispiel: /* Style Definitions */
      table.MsoNormalTable
      {mso-style-name:“Normale Tabelle“;
      mso-tstyle-rowband-size:0;
      mso-tstyle-colband-size:0;
      Die müssen händisch entfernt werden. Bitte Eingabemethode ändern.

    • Fahrt Herr Zetsche eigentlich selbst in einer Elektro-Dienstlimousine? Und wie viele Grüne Punkte kleben daran? Einer reicht ihm doch bestimmt nicht, wenn er Vorbild für Dekarbonisierung und Elektromobilität sein möchte.

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