George Soros zahlte Millionen an Al Gore, damit dieser bzgl. der globalen Erwärmung lügt

Den Dokumenten zufolge überwies George Soros der Umweltgruppe des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore im Verlauf von drei Jahren viele Millionen Dollar. Damit sollte Gore eine „politische Sphäre schaffen für aggressive US-Maßnahmen“ bzgl. der globalen Erwärmung.

YNW berichtet: „US-Programme bzgl. globaler Erwärmung sind seit etwa vier Jahren im Bereich globale Erwärmung engagiert*, und zwar auf Initiative von George Soros“, heißt es in einem der durchgesickerten OSI-Dokumente. „Es gab ein Budget in Höhe von 11 Millionen Dollar für Zuwendungen im Bereich globale Erwärmung während der letzten Jahre. Dieser Posten im Budget umfasst die Verpflichtung von George Soros, drei Jahre lang 10 Millionen Dollar pro Jahr an Al Gore zu zahlen, und zwar für seine Alliance for Climate Protection. Diese Institution führt Bildungsprogramme für die Öffentlichkeit bzgl. globaler Erwärmung durch, um politischen Spielraum für aggressive US-Maßnahmen zu schaffen. Dies liegt auf einer Linie mit dem, was Wissenschaftler für notwendig halten, um unsere Nation auf einen Weg zur Reduktion seiner CO2-Emissionen zu bringen“.

[*Original: U.S. Programs Global Warming Grants U.S. Programs became engaged on the global warming issue about four years ago. Ich weiß nicht, wie man das korrekt übersetzen kann. Anm. d. Übers.]

Es bleibt unklar, aus welchem Jahr dieses Memo stammt, aber die von Gore mitgegründete Alliance for Climate Protection ACP wurde 2006 ins Leben gerufen und wurde im Juli 2011 zum Climate Reality Project. Im Jahre 2008 trat die Alliance eine 300-Millionen-Dollar-Kampagne los, um Amerikaner zu ermutigen, „für aggressive Reduktionen von Treibhausgas-Emissionen einzutreten“. Dies berichtete die Washington Post.

ACP erhielt im Jahre 2008 10 Millionen Dollar vom OSI, wie aus den Steuerunterlagen hervorgeht [welche in den USA bei nicht kommerziellen Institutionen veröffentlicht werden müssen. Anm. d. Übers.] OSI übergab der ACP weitere 5 Millionen Dollar im Jahre 2009. Die Gruppe investigativer Reporter ProPublica betreibt eine Datengrundlage, die die Steuernachlässe für das OSI von 2000 bis 2013 enthält (hier). Das DCNF konnte keine anderen Jahre finden, in denen OSI Geld an das ACP überwiesen hatte.

Das OSI ist primär eine nichtkommerzielle Stiftung, die jedes Jahr Millionen Dollar vergibt aus zumeist den Linken zugeordneten Gründen. Inzwischen mit der Bezeichnung Open Society Foundations versehen hat Soros‘ gemeinnütziger Verein während der letzten drei Jahrzehnte über 13 Milliarden Dollar ausgegeben.

OSI hat nicht nur geplant, Gores Klimaverein zum Vorantreiben politischer Maßnahmen bzgl. globaler Erwärmung zu finanzieren, sondern auch weitere Millionen an die „Jugend-Klimabewegung“ zu geben.

„Dieser Posten im Budget ermöglicht auch die Erneuerung der vieljährigen Unterstützung der Energy Action Coalition durch US-Programme. Diese Organisation ist der führende Organisator der Jugend-Klimabewegung in den USA.

Und weiter: „Wir fügen auch einen Platzhalter für zusätzliche 2 Millionen Dollar ein, welche die Diskussion über die Agenda der globalen Erwärmung vom OSI am Leben halten soll. Es gibt ein Memo von Nancy Youman im Ordner mit den strategischen Plänen, welche Wege nach vorn für das OSI zum Thema Klima bahnen sollen – in den USA ebenso wie in anderen Bereichen des Open Society Network“.

Link: http://www.neonnettle.com/news/1722-george-soros-bribed-al-gore-millions-to-lie-about-global-warming

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ökostrom verschieben zur Lösung der EEG-Blockade Ein lokaler Versorger ist innovativ und löst das Speicherproblem – Koste es was es wolle

4Die Stadtwerke Haßfurth als kleiner Versorger (Vorsitzender des Aufsichtsrats: Der Bürgermeister von Haßfurth; städtischer Anteil: 82,1 %) hat sich enorm in EEG-Investitionen gestürzt:

Bild 1 Stadtwerke Haßfurth, eigener Ökostromanteil

Wie man anhand von Bild 1 sieht, entspricht das Strom-Einspeisevolumen an eigener Ökoenergie ziemlich genau dem Bundes-Mittelwert. Nun haben die Stadtwerke Haßfurt einen weiteren Schritt in die EEG-Zukunft vollzogen und einen Strom zu Gas-Konverter errichtet:

Stadtwerke Haßfurth, Pressemitteilung: Ein Meilenstein der Energiewende
Sie soll überflüssigen Windstrom „speichern“: Haßfurter Power-to-Gas-Anlage im Mainhafen geht in Betrieb.
Pro Jahr werde der containergroße Elektrolyseur eine Million Kilowattstunden des Öko-Gases für 14 000 Pro-Windgas-Kunden von Greenpeace Energy“ liefern, … Geschäftspartner Zösch erklärte, dass sich durch den im Geldbeutel kaum spürbaren Mehrbetrag die Investition in die zwei Millionen Euro teure Anlage refinanzieren soll.
Die Weiterführung von Zukunftsvisionen und wie ein Hochschulinstitut darüber für Jahre mit Forschungsmitteln versorgt wird, bitte direkt in der Pressemitteilung lesen.

Fortschritt ist selten umsonst und was dieser kostet, soll einmal ganz grob anhand der spärlich recherchierbaren Zahlen abgeschätzt werden (die Stadtwerke Haßfurt haben auf die Nachfrage des Autors zu Kosten nicht geantwortet).

Abschätzung Investkosten-Umlage
Investkosten PEM-Anlage: 1,25 MW Leistung, Investitionskosten 2 Mio. EUR. Nach ca. 15 Jahren ist sie zu erneuern. Anm.: Eine PEM-Zelle hält lt. [1] ca. 6 Jahre, dazu kämen noch hier nicht berücksichtigte Wartungskosten und Betriebskosten. Die folgende Abschätzung liefert also diesbezüglich einen sehr geschönten Wert, während eine höhere Auslastung im Gegenzug zu Verbilligungen führen würde.


Bild 2 PEM-Anlage Investkosten-Umlage-Abschätzung

Abschätzung der Kosten pro kWh
Dazu werden nur die reinen Umwandlungsverluste – berechnet aus dem Wirkungsgrad – berücksichtigt. Zudem wurden zur Vereinfachung die aktuellen Startwerte der EEG-Umlage und nicht der höhere Mittelwert eingesetzt. Die wahren Kosten dürften deshalb höher sein.


Bild 3 PEM-Anlage Umwandlungskosten-Abschätzung

Die Summe der auf kWh umgerechneten Investkosten und der Wandlungsverlust-Kosten betragen somit:
Gesamtkosten Wasserstoffwandlung über die Anlagen-Laufzeit: 18 ct / kWh
Eine Äquivalenz-Ökostrom kWh aus der PEM-Anlage als Wasserstoff kostet damit:
Mittlere Ökostrom-Mix EEG-Vergütung 15,6 ct / kWh + PEM-Wasserstoff-Umwandlungskosten 18 ct / kWh =
33,6 ct / kWh zuzüglich die Steuer- und Umlagen-Kostentreppe

Der (vereinfachte) Marktwert des Wasserstoffgases inclusive der Umlagen-Kostentreppe beträgt dagegen:
Stadtwerke Haßfurth, Gastarif haGas fix24: Arbeitspreis: 5,46 ct/kWh (4,59 ct/kWh netto)

Anmerkung: Im Klimaschutzplan 2050 unserer Umweltministerin soll Erdgas verboten werden. Man kann nun ahnen, warum dies (auch) erforderlich ist: Der Kostenunterschied der Energieträger ist einfach zu ärgerlich und würde irgendwann zu argumentativen Problemen führen.

Selbst wenn die Abschätzung viele Annahmefehler enthält (z.B. dass eine Teil der PEM-Anlage länger als 15 Jahre hält und fehlende Berücksichtigung von Steuern, höhere Auslastung als die aktuelle, es speisen zusätzlich noch private Solaranlagen ein, der kWh-Wert des Wasserstoffgases ist nicht direkt vergleichbar) zeigen alleine die Kostendimensionen trotzdem deutlich die Problematik.
Dabei handelt es sich jedoch um die billigst mögliche Wandlungsform. Bei größeren Einspeisevolumen in das Gasnetz muss man den Wasserstoff zusätzlich methanisieren (wird in der Meldung erklärt), bei einer Strom-Rückgewinnung entständen nochmals hohe Kosten und der Gesamtwirkungsgrad sinkt auf 20 … 40 % [5].

Ist damit eine Lösung erzielt?

Nein, weder für das Abregel-Problem bei Überlast, noch für eine ausreichende Zwischenspeicherung.
Die aktuelle Verstromungsleistung kann gerade einmal 1 % der Anschlussleistung (125 MW) der werkseigenen Ökoenergie umsetzen:
– PEM-Verstromungsleistung: 1,25 MW
– Ökostrom-Anschlussleistung Stadtwerke Haßfurth:
Windparks: 30 MW; Solaranlagen: 95 MW; Summe: 125 MW
Für eine Lösung (seltenere Abregelung) würde man realistisch 40 … 60 % Umsetzleistung, für eine Lösung ganz ohne Abregelung würde man 100 % ! benötigen. Für eine Lösung, die wirklich ausreichend „Speicherstrom“ für längere Flaute- und sonnenarme Zeiten bevorratet, reicht die Ökostrom-Anschlussleistung der Stadtwerke sowieso hinten und vorne nicht:
EIKE: EIKE 08.01.2016: Die neuen Energien im Jahr 2015 und im Jahr 2050 nochmals erklärt für Dummies Teil 1+
Die Kosten kann man sich damit ausmalen.

Trotzdem hält es „Fachpostillen“ nicht davon ab, (wohl in Abstimmung mit den Stadtwerken) größten fachlichen Unsinn zu berichten:
Erneuerbare Energien: [3] Stadtwerke Haßfurt verschieben Ökostrom ins Gasnetz
Power-to-Gas bietet Versorgungssicherheit

Auf diese Weise kann der zu viel produzierte Ökostrom langfristig gespeichert werden. Der Vorteil: Die Windkraft- und Solaranlagen müssen nicht abgeregelt werden, wenn der Strom zum Zeitpunkt der Produktion keinen Abnehmer findet. Die Projektpartner verweisen auf Studien, die belegen, dass im Zuge der Energiewende die Stromüberschüsse aus solchen volatilen Erzeugungsanlagen stark anwachsen werden.

Auch sonst scheint der Leiter der Stadtwerke sehr GREEN eingestellt zu sein. In einem Foliensatz von ihm wurden direkt Werte von Greenpeace Energie übernommen (mit denen man ja kooperiert). Mit solchen Werten kann man seinen Kunden alles schönrechnen.

Bild 4 [2] Vortrags-Foliensatzbild mit den Elektro-Energiekosten verschiedener Energieerzeuger

Bild 5 WIKIPEDIA Stromgestehungskosten verschiedener Energieerzeuger in Eurocent je Kilowattstunde (vom Autor gekürzt)

Bestimmt fangen die Versorger nun an zu sparen

Bei solchen Kostenrelationen und dem Wissen, dass der Strom inzwischen schon sehr teuer ist (weshalb sich die Kunden ja bei Frau Merkel beschweren sollen) denkt man, das Beispiel wäre vielleicht ein Einzelfall. Das ist es aber beileibe nicht, sondern erst der Beginn einer selbst verursachten Kostenlawine.

Am 22. Nov. brachte eine Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten einen Bericht: „Gasleitungen statt Stromtrassen“, mit Aussagen des N-Ergie Vorstandsvorsitzenden und Politikern zur Speicherthematik.
Erinnerung: N-Ergie ist ein Versorger, dessen Vorstandsversitzender keine Gelegenheit auslässt, am EEG auf Kosten seiner Stromkunden zu verdienen und dies mit dem (selbst auferlegten) Zwang zu strengster, politisch korrekter Loyalität begründet, siehe den folgenden Auszug der zurückgemailten Begründung auf eine entsprechende Anfrage des Autors:
Artikel: „Ein lokaler Versorger bricht die Macht der Stromgiganten

(Auszug der Begründung) Die N-ERGIE betrachtet es als ihre Aufgabe, die politischen Vorgaben entsprechend des geltenden gesetzlichen Handlungsrahmens möglichst effizient umzusetzen. Dies ist die Vorgabe des EnWG.
Gesellschaftliches und politisches Ziel in Deutschland ist die Entwicklung einer vieldimensional nachhaltigen Energiewirtschaft auf der Grundlage der Zieltrias aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Der notwendige Beitrag regenerativer Energiequellen zur Stromerzeugung steigt nach dem deutschen Energiekonzept sukzessive auf bis zu 80 % im Jahr 2050; fossile Energieträger werden nur mehr ergänzende Funktion im zukünftigen Energiesystem einnehmen. Dies ist die aktuelle Vorgabe der Politik.

Die Einbindung von 45.000 EEG-Anlagen in unserem Netzgebiet ist z.B. eine solche politische Vorgabe. Die N-ERGIE sucht nun Lösungen, um diese Anlagen auch nach dem Auslaufen ihrer gesetzlich zugesicherten Einspeisevergütung effizient in das Energiesystem zu integrieren. Denn unsere Aufgabe als Energieversorgungsunternehmen ist es, bei der Herausforderung zur Transformation der Infrastruktur angemessene Gestaltungsoptionen zu finden.

Anmerkung: Eine solche „Ergebenheitsadresse“ an die Politik würde man eher in Nordkorea, als bei einem Deutschen Versorger erwarten.

Gasleitungen statt Stromtrassen

Nun zum Bericht der Zeitung über die Ratssitzung der Metropolregion Nürnberg: [6] „Gasleitungen statt Stromtrassen“.
Darin erklärt der N-Ergie Vorstandsvorsitzende J. Hasler (Diplom-Betriebswirt, früher bei CONTIGAS AG und Ruhrgas AG) gleich zu Anfang: „ … sieht die Umwandlung von Windstrom in Gas als Alternative zu Stromtrassen“ und weiter: „Es sei zudem sehr wichtig, die regenerativen Energien weiter auszubauen“.
Dann bemerkt er noch: „ Doch mangels Speichermöglichkeiten bringe das alles nicht viel ...“ und verweist konkret auf die Rückverstromung von Gas: „Gas hilft uns in Notzeiten, wenn Großbetriebe gerade dringend Strom brauchen ...“, dabei dem Redakteur gegenüber vergessend zu erwähnen, dass der Wirkungsgrad der Verfahren P2H2, wahlweise P2H (Erklärungen siehe [5]) physikalisch bedingt zwischen 21 … 42 % beträgt und die reinen Verfahrens- und Betriebskosten einer rückverstromten kWh Strom damit zwischen 33 … 46 ct netto, ohne die weiteren, erheblichen Zuschläge betragen. Es also viel billiger ist, den Strom abzuregeln (also die mittlere EEG-Vergütung von 6 … 18 ct / kWh „wegzuschmeißen“) oder zu verschenken (selbst gegen eine „Strafgebühr“ des ausländischen Abnehmers).
Gegen solche Entscheidungen ist allerdings die Politik, der wirklich jegliche Minimalkenntnis zum Thema fehlt, wie deren Vertreter auf dieser Ratssitzung leibhaftig bewiesen (Zitate aus [6]):
Stefan Müller (Bankfachwirt, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium): „ … glaubt, dass sein Ressort einen wichtigen Beitrag leisten kann: Wir müssen viel Geld in die Energieforschung und in die Entwicklung von Speichern stecken ….“
Armin Kroder, (Jurist, Landrat im Nürnberger Land, Beirat N-ENERGIE AG, Beirat EON Wasserkraft): „ … In der Energiewendedebatte hört man oft nur was nicht geht. Mir fehlt da der Glaube an unsere Ingenieurskunst. Wir sollten Vertrauen haben, dass sich bei den Speichertechnologien in den nächsten Jahren viel weiterentwickeln wird.
Diese Aussage legen offen, dass „die Politik“ immer noch keinerlei Ahnung von den physikalischen Gegebenheiten der Stromspeicherung und deren Kosten hat und somit jedem Energiescharlatan seine Heilsversprechungen bedingungslos abnimmt und bezahlt. Wer, vielleicht aufgrund von Wissen, widerspricht, ist eben nicht der richtige Ingenieur für unsere Politiker. VW lässt grüßen, deren Vorstände hatten auch bis zuletzt „volles Vertrauen“ in die versprochene Lösung und der Nürnberger Landrat zeigt, dass dieses „Glauben, nur nicht nachfragen oder überlegen wie es gegen die Physik funktionieren soll“ Prinzip ganz offiziell weiter gepflegt und sogar verkündet wird.
Erkennbar auch, dass auf der Veranstaltung „Ratssitzung der Metropolregion Nürnberg“ wohl kein Energiefachmann zu im Podium war oder zu Wort gekommen ist.

Wie man belegen kann, ist dieses politische Unwissen nicht neu, weshalb man kaum auf eine Änderung hoffen darf:
EIKE: Das Positionspapier des CSU Arbeitskreises Energiewende, Keine Vernunft mehr, nirgendwo
EIKE: Wie Politiker ihre Kuh schlachten und sich danach beklagen, dass diese keine Milch mehr gibt

Fazit
Schon dieses Beispiel eines kleinen Versorgers zeigt, wie und wo Kosten der EEG-Versorgung entstehen. Dabei sind die Kosten für Netze und wirklichen Speicherausbau noch nicht einmal angesprochen. Es zeigt aber auch die Unverfrorenheit der Versorger, zu behaupten, sie könnten überhaupt nichts für die hohen Stromkosten, der Kunde solle sich deshalb bitte unbedingt direkt (mit ihrem Beschwerdeformular [4]) bei Frau Merkel beklagen.

Quellen

[1] Studie: Entwicklungskonzept Energiespeicher Niedersachsen

[2] Norbert Zösch Geschäftsführer Stadtwerk Haßfurt GmbH, Foliensatz: EE-Ausbaustrategien in Haßfurt

[3] Erneuerbare Energien: Stadtwerke Haßfurt verschieben Ökostrom ins Gasnetz
http://www.erneuerbareenergien.de/stadtwerke-hassfurt-verschieben-oekostrom-ins-gasnetz/150/436/97774/

[4] EIKE 22.11.2016: Energieversorger helfen ihren Kunden gegen teuren EEG-Strom! Aktion lokaler Versorger in Bayern: Energiewende bezahlbar
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/energieversorger-helfen-ihren-kunden-gegen-teuren-eeg-strom-aktion-lokaler-versorger-in-bayern-energiewende-bezahlbar/

[5] EIKE: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)
http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/elektro-energiespeicherung-notwendigkeit-status-und-kosten-teil-3-abschluss/

[6] nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe am 22.11.2016: Artikel „Gasleitungen statt Stromtrassen“




Die UN-Umfrage-Wiederbelebung

Bessere Arbeitsplatz-Chancen

Keine Diskriminierung und Verfolgung

Maßnahmen bzgl. des Klimawandels

Unterstützung für Menschen, die nicht arbeitsfähig sind

Zugang zu sauberem Wasser und sanitäre Anlagen

Schutz von Wäldern, Flüssen und Ozeanen

Zuverlässige Energieversorgung zu Hause

Bezahlbare und gesunde Nahrungsmittel

Eine ehrliche und offene Regierung

Gute Bildung

Gleichheit zwischen Männern und Frauen

Telefon und Internet-Zugang

Politische Freiheiten

Bessere Transportbedingungen und gute Straßen

Schutz vor Kriminalität und Gewalt

Bessere Gesundheitsfürsorge

Zum Zeitpunkt meines letzten Beitrages rangierte der Klimawandel abgeschlagen an letzter Stelle. Vor ein paar Tagen habe ich noch einmal nachgeschaut. Die Umfrage ist immer noch im Gange, man kann dort klicken und abstimmen, falls man will. Inzwischen gibt es über neun Millionen Antworten … und jawohl, Klimawandel rangiert immer noch unter ,ferner liefen‘, selbst noch gegenüber dem Themenbereich auf dem vorletzten Platz:

Abbildung 1: Ergebnisse der UN-Umfrage, alle gesellschaftlichen Gruppen.

Da habe ich mich entschlossen, ein wenig tiefer in diese Daten einzutauchen. Ich begann mit einem Blick auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bzgl. der oben gelisteten Themenbereiche:

Abbildung 2: Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die Werte zeigen die Prozentzahl der Antwortenden, die das jeweilige Thema als ihre Wahl unter den sechs Auswahlmöglichkeiten nannten. Die Linien verbinden die Prozentzahlen von Männern bzw. Frauen zum gleichen Thema und sind nur am oberen Ende beschriftet. Blaue Beschriftungen und Linien zeigen Themen, die Frauen wichtiger fanden als Männer, während rote Dinge von den Männern als wichtiger erachtet wurden. Die Enden der farbigen Linien zeigen die Prozentwerte für Frauen (linke Enden) und Männer (rechte Enden).

Die oberen drei Ergebnisse sind interessant, weil sie beiden Gruppen gemeinsam sind. Man erkennt, dass Männer mehr Gewicht auf Arbeitsplätze legen und Frauen mehr Gewicht auf Gesundheitsfürsorge und Bildung. Wie jedoch Abbildung 1 zeigt, stehen diese drei weit vor allen anderen Themen.

Frauen legen auch viel mehr Gewicht auf bezahlbare gute Nahrungsmittel und auf Schutz vor Gewalt und sexuelle Gleichheit (steile blaue Linien) als Männer. Männer andererseits legen mehr Gewicht als Frauen auf politische Freiheit, bessere Straßen und Telefon-Möglichkeiten (steile rote Linien).

Und Maßnahmen gegen die Klimawandel rangieren bei Frauen und Männern gleichermaßen ganz weit unten.

Während das schon ziemlich interessant war, wollte ich jetzt noch wissen, ob und welche Unterschiede es gibt zwischen den armen und den reichen Ländern zu diesen Themen. Die UN unterteilen die Länder in vier Niveaus, von arm bis reich, oder in UN-Termini von „niedrigem HDI (Human Development Index) bis zu „sehr hohem HDI“. Um die Änderungen zu vereinfachen und klarer herauszustellen, habe ich nur die erste und letzte Kategorie betrachtet, also die ärmsten und die reichsten Länder. Die Ergebnisse sehen so aus:

Abbildung 3: Wie in Abbildung 2, aber mit dem Unterschied der Prioritäten zwischen den Armen und den Reichen.

Hier zeigen sich einige interessante Dinge. Erstens, Bildung steht an oberster Stelle für Männer, für Frauen, für die reichsten und die ärmsten Länder. Meiner Ansicht nach zeigt dies das gute Urteilsvermögen der Menschen weltweit. Oder es bedeutet einfach, dass ich mit dem Rest der Welt übereinstimme … Bildung ist wichtig.

Weiter, die starke Neigung aller Linien zeigt, dass die Unterschiede zwischen dem, was für die Menschen in reichen bzw. armen Ländern wichtig ist, viel, viel größer sind als die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zum gleichen Thema.

Weiter, die wichtigsten drei Themen aller Gruppen zusammen (Abbildung 1) ebenso wie für Männer und Frauen separat (Abbildung 2) sind Bildung, Gesundheitsfürsorge und Arbeitsplätze. Alle drei sind für die Reichen weitaus weniger wichtig als für die Armen. Auch sind viele andere Dinge wie Telefone, zuverlässige Energie, gute Straße und politische Freiheiten für die Reichen nicht besonders wichtig. Dass die Menschen in reichen Ländern jene Dinge nicht so wichtig finden, hat einen einfachen Grund – im Allgemeinen verfügen sie über all diese Dinge, so dass sie sich den Luxus leisten können, sich um andere Themen Gedanken zu machen.

Weiter, es zeigt sich eindeutig, dass Umweltbedenken etwas sind, dass sich nur die Reichen leisten können. Der „Schutz von Wäldern, Flüssen und Ozeanen“ rangiert in reichen Ländern ziemlich weit oben, noch deutlich vor Gelegenheiten bzgl. Arbeitsplätzen … aber in armen Ländern rangiert dies an vorletzter Stelle, noch vor Klima und deutlich unter dem darüber liegenden Thema.

Und schließlich, Klimawandel. Die Menschen, die Maßnahmen gegen Klimawandel favorisieren, egal ob Männer oder Frauen, behaupten, dass sie das für die Armen tun … aber es scheint, als ob die Armen das gar nicht mitbekommen. Für sie rangiert der Klimawandel ebenso wie für die ganze Welt allgemein abgeschlagen an letzter Stelle. Und in den armen Ländern haben nur 13% aller Menschen das überhaupt erwähnt, ein sehr geringer Prozentsatz. Soweit es die Armen betrifft, sollten die Menschen lieber Spenden abliefern für jedes der vielfachen Probleme, die es bei den Armen gibt, als es dem Klimawandel in den Rachen zu schmeißen.

Betrachten wir jetzt die behaupteten Überzeugungen der reichen Länder. Hier folgen Stichproben dessen, was seit einiger Zeit das Narrativ ist; zunächst für die USA:

Unter Verweis darauf, dass der Klimawandel unter den ernstesten Problemen ist, vor denen die Welt derzeit steht – wie Epidemien, Armut, Terrorismus und die Ausbreitung von Massenvernichtungswaffen – appellierte US-Außenminister John Kerry an alle Nationen, auf „diese größte Herausforderung unserer Generation“ zu reagieren.

Von unseren Vettern jenseits des Großen Teiches [= des Atlantiks] beglückte uns der als „Prinz“ bekannte Künstler mit seinen Ansichten hierzu:

Der Kampf gegen die globale Erwärmung ist die größte Herausforderung, vor der die Welt heute steht, sagte Prinz Charles, und drängte die Regierungen, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, bevor es zu spät sei.

Und schließlich kam von Obamas Pressesprecher Josh Earnest Folgendes:

1. „Was der Präsident hier meint ist, dass es viel mehr Menschen gibt, die jährlich mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sind, den direkten Auswirkungen auf ihre Leben oder die Ausbreitung von Krankheiten als mit Terrorismus“.

2. „Was der Präsident hier meint ist, dass wenn man über die täglichen direkten Auswirkungen dieser Art von Herausforderung auf das tägliche Leben der Amerikaner spricht, besonders der in diesem Land lebenden Amerikaner, dann sind davon mehr Menschen stärker betroffen als von Terrorismus“.

3. „Ich denke, dass sogar das Verteidigungsministerium die signifikante Bedrohung angesprochen hat, die der Klimawandel für unsere nationale Sicherheit darstellt. Hauptsächlich wegen der Auswirkungen, den er auf Länder haben kann, in denen die Infrastruktur weit weniger entwickelt ist als bei uns“.

Die Leute in reichen Ländern glauben also vermeintlich, dass Klimawandel eine größere Gefahr ist als Terrorismus. Allerdings geht aus den Antworten von neun Millionen Menschen hervor, dass die Leute in reichen Ländern diese Botschaft nicht vernommen haben. Anstatt zu glauben, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel wichtiger sind als gegen Terrorismus und dass es die größte Herausforderung für die Welt ist, sind in Wirklichkeit Maßnahmen gegen Klimawandel für die Menschen in reichen Ländern weniger wichtig als sexuelle Gleichheit oder bezahlbare Nahrungsmittel. Und Maßnahmen gegen Klimawandel sind in den wohlhabendsten Ländern weit weniger wichtig als sauberes Wasser und sanitäre Anlagen … das sind gute Nachrichten. Sie zeigen, dass es immer noch einigen gesunden Menschenverstand auf dem Planeten gibt. Nicht jeder heult mit dem alarmistischen Mantra „Der Himmel fällt herab! Ein paar Grad Erwärmung werden uns alle töten!“

Kurzversion gefällig? Falls jemand glaubt, den Armen zu helfen mit dem Kampf gegen das furchtbare CO2, würden die Armen den UN zufolge darauf wetten, dass sie anderer Ansicht sind. Die Menschen in den armen Ländern haben eindeutig gezeigt, dass sie es viel lieber sähen, dass falls Menschen helfen wollen, diese ihr Geld und ihre wertvolle Zeit für irgendeines der anderen 15 Themen auf der UN-Liste ausgeben würden, bevor man gegen den Klimawandel vorgeht. Klima ist nicht nur Nummer 16 am Ende ihrer Liste, sondern liegt der Meinung der Armen nach auch weit unter allen übrigen Themen. Der einzige Grund, warum das Thema Klima nicht den 17. Rang einnimmt, ist die Tatsache, dass sich auf der Liste nur 16 Themen finden. …

Und selbst die Menschen in den reichsten aller Länder nehmen nicht die Behauptung ab, dass der Klimawandel das größte Problem ist, vor dem wir stehen, nicht einmal ansatzweise. Zum Kuckuck, der Klimawandel schafft es nicht einmal in die obere Hälfte der Themen, die die Menschen in den reichsten Ländern für wichtig halten.

Aha! Während man von den USA oft behauptet, dass sie einen Ausreißer darstellen, weil so viele Menschen dort (einschließlich des neu gewählten Präsidenten) nicht glauben, dass der Klimawandel ein wichtiges Thema ist, stellt sich heraus, dass die meisten Menschen auf dem Planeten mit dem gewählten Präsidenten darin übereinstimmen, dass das Thema Klima am Ende aller Themen liegt, die von Belang sind. Das Bestehen irgendeiner sagenhaften großen Wählerschaft, die für Maßnahmen gegen Klimawandel sind, scheint eine Erfindung der Medien zu sein … Oha, eine sagenhaft große Wählerschaft, die in Wirklichkeit nur eine Erfindung der Medien ist – wo habe ich das kürzlich noch gehört? Aber ich schweife ab…

Angesichts des Umstandes, dass uns nur begrenzt Zeit zur Verfügung steht, mit Geld und Ressourcen gegen diese Dinge vorzugehen, scheint es mir, dass wir unsere Bemühungen konzentrieren sollten auf die realen Probleme, die die Menschen als wirkliches Problem für ihr Leben ansehen. Die obersten zehn Themen sind – in dieser Reihenfolge – Bildung, Arbeitsplätze, Gesundheitsfürsorge, eine gute Regierung, Nahrung, Schutz vor Gewalt, sauberes Wasser, Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, Straßen und sexuelle Gleichheit. Falls sich Menschen wirklich um die Armen kümmern wollen, sollten sie sich eines dieser Themen aussuchen und an die Arbeit gehen. Genau das habe ich lange Zeit während meines Lebens getan.

Wenn wir diese Herausforderungen erst einmal gemeistert haben, könnten wir in Erwägung ziehen, Milliarden für CO2-Abschwächung auszugeben … oder nicht.

Aber bis dahin – sollten wir das nicht tun.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/11/22/the-un-poll-redux/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Was ist eigentlich Atommüll?

 Alles entsteht im Reaktor

Im Reaktor eines Kernkraftwerks werden Atomkerne gespalten. Dies ist sein Sinn. Um Wärme-Leistungen von mehreren Gigawatt (GWth) in einem so kleinen Behälter zu erzeugen, sind gewaltige Flüsse von Neutronen notwendig. Die Neutronen entstehen überwiegend bei den Spaltungen und lösen weitere Spaltungen aus. Eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion. Sie läuft solange weiter, bis zu viel “Spaltstoff” verbraucht wurde. Der Brennstoff muß erneuert werden, d. h. die “abgebrannten Brennelemente” (spent fuel) müssen durch frische ersetzt werden. 

Auf ihrem Weg von einer Spaltung zu einem weiteren spaltbaren Kern, treffen die meisten Neutronen auch auf andere Atomkerne. Das sind all die anderen Materialien, aus denen der Reaktor besteht: Brennstabhüllen, Wasser, Regelstäbe, Einbauten im Reaktor, das Reaktorgefäß selbst etc. Nun kann es passieren, daß sie nicht nur mit einem Atomkern zusammenstoßen und wieder abprallen – gestreut werden – sondern von diesem dauerhaft eingefangen werden. Es entsteht ein neues chemischen Element oder ein Isotop. Man nennt das Aktivierung, da diese neu erschaffene Elemente radioaktiv sind. 

Bewegen sich solche radioaktiven Stoffe durch das Kernkraftwerk, können sie Bauteile, Werkzeuge etc. kontaminieren. Kontaminierung und Aktivierung werden oft miteinander verwechselt: Kontaminierte Gegenstände bleiben unverändert, sie werden nur mit radioaktiven Stoffen verunreinigt. Sie können auch wieder gereinigt werde. Die Reinigung kann aber so aufwendig und damit kostenintensiv sein, daß es billiger ist, das Teil als “Atommüll” zu deklarieren und einfach komplett wegzuwerfen.

Unterschiedliche Formen der Strahlung

Man unterscheidet γ-Strahlung, β-Strahlung (Elektronen) und α-Strahlung (Helium-Kern). Die beiden letzten können kaum Materie durchdringen. Für γ-Strahlung gilt: Eine Abschirmung aus möglichst dichtem Material (z. B. Blei) und schlichtweg Abstand einhalten. Jedenfalls reicht in einem Brennelemente-Lagerbecken die Wassertiefe als Abschirmung vollkommen aus. Es wäre gefahrlos möglich, in einem solchen Becken zu schwimmen.

Aus vorgenannten Gründen reicht meist ganz normale Schutzkleidung – bestehend aus Atemschutz, Schutzanzug, Handschuhen und Brille – beim Umgang mit Atommüll aus. Solange man radioaktive Stoffe nicht in seinen Körper aufnimmt, ist Atommüll relativ harmlos. Umgekehrt gilt, wenn man Atommüll sicher einschließt, ist der Umgang ohne Schutzkleidung möglich. Typisches Beispiel ist der Castor-Behälter: Seine dicken Stahlwände, spezielle Neutronenabsorber und sein gasdichter Verschluß machen auch die Handhabung stark strahlender Brennelemente gefahrlos möglich.

Die Dosis macht das Gift

Wie bei allen anderen Stoffen auch, ist die biologische Wirkung von Strahlung immer von der Dosis abhängig. Schon die Erfahrung mit dem Sonnenlicht macht diesen Zusammenhang deutlich: Ein wenig Sonne ist belebend (z. B. Bildung von Vitamin D), zu viel davon, erzeugt einen Sonnenbrand mit der Zerstörung von Hautschichten. Zuviel und häufige Strahlung kann sogar Hautkrebs erzeugen. 

Der menschliche Körper verfügt über zahlreiche Reparaturmechanismen. Wäre das nicht so, hätte es überhaupt kein Leben auf der Erde geben können, denn die Strahlung war vor Millionen von Jahren noch wesentlich höher als heute. Jedenfalls ist die Vorstellung, schon ein einziges Plutonium-Atom könnte Krebs auslösen oder gar vererbbare Genveränderungen, ein Hirngespinst, das nur zur Erzeugung von Angst dienen soll. Wäre Radioaktivität tatsächlich so gefährlich, dürften wir nichts essen und trinken. Es gibt Mineralwässer, die enthalten mehr radioaktive Stoffe, als das Wasser in einem Brennelemente-Lagerbecken oder gar das Kondensat in einem Kernkraftwerk. Wir dürften keine Bananen oder Tomatenmark essen, denn die enthalten radioaktives Kalium. Unsere Bauern dürften vor allem keinen mineralischen Dünger aufs Land streuen, denn der enthält beträchtliche Mengen Uran, der ihre Felder im Laufe der Zeit zu “Atommüll-Deponien” macht. 

Es gibt heute umfangreiche Tabellen, die angeben, wieviel man von einem Stoff ohne Krankheitsrisiko zu sich nehmen kann. In diesen Tabellen ist noch ein weiterer Zusammenhang berücksichtigt, die sog. biologische Halbwertszeit. Es ist z. B. ein Unterschied, ob man radioaktives Wasser trinkt, welches ständig aus dem Körper ausgeschieden wird und durch frisches Wasser ersetzt wird oder radioaktives Strontium, welches gern in Knochen eingelagert wird und dort für Jahrzehnte verbleiben kann.

Konzentration oder Verdünnung

Beim Umgang mit “Atommüll” spielen die Begriffe Verdünnung und Konzentration eine große Rolle. Im Sinne einer biologischen Wirksamkeit ist eine Verdünnung – wie bei jedem anderen Gift auch – eine bedeutende Schutzmaßnahme. Im Prinzip kann man jeden Stoff soweit verdünnen und damit unschädlich machen, daß er Trinkwasser oder Nahrungsmittelqualität besitzt. Deshalb besitzt z. B. jedes Kernkraftwerk einen hohen Abluftkamin. Radioaktive Abgase werden ordentlich verdünnt, bevor sie aus großer Höhe wieder auf den Boden gelangen oder von Menschen eingeatmet werden können. 

Das Prinzip der Verdünnung, war bis in die 1960er Jahre der bestimmende Gedanke bei der Abgabe radioaktiver Stoffe ins Meer. Allerdings war von Anfang an klar, daß man durch die beständige Abgabe ins Meer, die Konzentration radioaktiver Stoffe dort erhöhen würde. Man vollzog deshalb eine 180-Grad-Wende: Von nun an war die Aufkonzentrierung das Mittel der Wahl. Bis aktuell in Fukushima. Dort dampft man radioaktives Wasser ein, welches nahezu Trinkwasserqualität hat, um auch geringste Mengen radioaktiver Stoffe vom Meer fern zu halten. Vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, schlicht Irrsinn. Aber zugegeben ein Irrsinn, mit dem sich trefflich Geld verdienen läßt und man am Ende auch noch behaupten kann, Kernenergie sei schlicht zu teuer. 

Allerdings muß man an dieser Stelle festhalten, daß die Kerntechnik der erste Industriezweig ist, der versucht, Schadstoffe konsequent aus der Umwelt fern zu halten. Gleiches, kann man von der Chemie oder den fossilen Energieverwendern (international) noch lange nicht behaupten.

Spent fuel

Nach einiger Zeit im Reaktor, ist jedes Brennelement “abgebrannt”. Es muß deshalb entfernt werden und durch ein neues ersetzt werden. Die frisch entnommenen Brennelemente strahlen so stark, daß man sie nur unter Wasser handhaben kann. Würde man sie nicht kühlen, könnten sie sogar schmelzen oder zumindest glühen. Dies hat zwei Ursachen:

•   Alle Spaltprodukte sind radioaktiv. Die Strahlung wandelt sich beim Kontakt mit Materie in Wärmeenergie um. Letztendlich wandeln sich die Spaltprodukte in stabile (nicht radioaktive) Kerne um. Dies geschieht jedoch meist nicht in einem Schritt, sondern in mehreren Schritten. Dabei können sogar chemisch unterschiedliche Elemente entstehen. Jede Stufe sendet die ihr eigene Strahlung mit ihrer charakteristischen Energie aus.

•   Der radioaktive Zerfall ist im Einzelfall rein zufällig und durch nichts zu beeinflussen. Betrachtet man aber eine sehr große Anzahl von Atomen eines bestimmten Stoffes, kann man sehr wohl eine sog. Zerfallskonstante ermitteln. Für den praktischen Gebrauch hat sich die sog. Halbwertszeit eingebürgert: Das ist die Zeitdauer, nach der genau die Hälfte der ursprünglichen Menge zerfallen ist. Für den Umgang mit Atommüll ergibt das eine wichtige Konsequenz: Stoffe, die eine geringe Halbwertszeit haben, sind schnell zerfallen. Wegen ihrer hohen Zerfallsrate senden sie aber auch sehr viel Strahlung pro Zeiteinheit aus.

Für abgebrannte Brennelemente ergibt sich daraus der übliche Zyklus: Erst werden sie in ein tiefes Becken mit Wasser gestellt. Das Wasser dient dabei zur Abschirmung der Strahlung und als Kühlmittel. Nach ein paar Jahren ist bereits so viel radioaktives Material zerfallen, daß man die Brennelemente in trockene Behälter (z. B. Castoren) umlagern kann. Es beginnt die beliebig ausdehnbare Phase der “Zwischenlagerung”.

Wiederaufbereitung

Ein abgebranntes – und damit nicht mehr nutzbares – Brennelement eines Leichtwasserreaktors, besteht nur zu rund 4% aus Spaltprodukten – quasi der nuklearen Asche – aber immer noch aus dem Uran und einigem neu gebildeten Plutonium. Uran und Plutonium können weiterhin zur Energieerzeugung genutzt werden. 

Vom Standpunkt der Abfallbehandlung ergibt eine Wiederaufbereitung deshalb eine Verringerung des hochaktiven Abfalls (gemeint ist damit das abgebrannte Brennelement) um den Faktor Zwanzig, wenn man die Spaltprodukte abtrennt. 

Man dreht aber damit auch gleichzeitig an der Stellschraube “Zeitdauer der Gefahr”. Der radioaktive Zerfall verläuft nach einer e-Funktion. D. h. zu Anfang nimmt die Menge stark ab, schleicht sich aber nur sehr langsam dem Grenzwert “alles-ist-weg” an. In diesem Sinne tritt die Halbwertszeit wieder hervor. Plutonium–239 z. B., hat eine Halbwertszeit von über 24.000 Jahren. Man muß also mehr als 250.000 Jahre warten, bis nur noch ein Tausendstel der ursprünglichen Menge vorhanden wäre. Geht man von einem Anfangsgehalt von 1% Plutonium in den Brennstäben aus, sind das immer noch 10 Gramm pro Tonne. Nach den berühmten eine Million Jahren, beträgt die Konzentration etwa zwei Nanogramm pro Tonne. Auch nicht die Welt. Gleichwohl senkt das Abscheiden von Uran und Plutonium den Gefährdungszeitraum ganz beträchtlich. 

Die Spaltprodukte sind im Wesentlichen nach maximal 300 Jahren zerfallen. Das “radioaktive Glas” für die Endlagerung strahlt dann nur wenig mehr als ein gehaltvolles Uranerz wie z. B. Pechblende, aus dem Madame Curie einst das Radium chemisch extrahiert hat. 

Eine Wiederaufbereitung erzeugt keinen zusätzlichen Atommüll, sondern ist ein rein chemisches Verfahren. Atommüll wird nur in Reaktoren “erzeugt”. Richtig ist allerdings, daß die Anlage und alle verwendeten Hilfsstoffe mit Spaltprodukten etc. verschmutzt werden. Heute wirft man solche kontaminierten Teile nicht mehr einfach weg, sondern reinigt bzw. verbrennt sie.

Die minoren Aktinoide

Heute werden die minoren Aktinoide (Neptunium, Americium, Curium, Berkelium, Californium) ebenfalls noch als Abfall betrachtet und in der Spaltproduktlösung belassen. Sie sind für die Strahlung nach 300 Jahren wesentlich verantwortlich. Dies ist eine Kostenfrage, da sie sich nur sehr aufwendig aus einer Spaltproduktlösung abtrennen lassen. 

Sie bilden sich im Reaktor, weil nicht jedes eingefangene Neutron auch zu einer Spaltung führt. Je länger der Brennstoff im Reaktor verbleibt, um so weiter kann der Aufbau fortschreiten: aus Uran–235 wird Uran–236 und daraus Uran–237 gebildet bzw. aus Plutonium–239, Plutonium–240 usw. 

Setzt man Uran und Plutonium aus der Wiederaufbereitung erneut in Leichtwasserreaktoren ein, verlängert sich quasi die Verweilzeit und die Menge der minoren Aktinoide im Abfall nimmt entsprechend zu. So geht man heute davon aus, Mischoxide aus Uran und Plutonium nur einmal in Leichtwasserreaktoren zu verwenden. 

Grundlegend Abhilfe können hier nur Reaktoren mit schnellem Neutronenspektrum leisten. Will man ganz bewußt Plutonium “verbrennen”, um den ständig wachsenden Bestand auf der Welt zu verringern, bleibt nur der Einsatz solcher Reaktoren (z. B. der Typ PRISM) übrig. Reaktoren mit Wasser als Moderator sind viel zu gute “Brüter”. Handelsübliche Leichtwasserreaktoren haben eine sog. Konversionsrate von 0,6. Mit anderen Worten: Wenn man zehn Kerne spaltet, erzeugt man dabei automatisch sechs neue spaltbare Kerne – hauptsächlich durch Umwandlung von Uran–238 in Plutonium–239. Wenn man also reines Mischoxid einsetzt, hat man immer noch 0,6 x 0,6 = 36% der ursprünglichen Plutonium-Menge. Zum Überdruss auch noch in einer unangenehmeren Isotopenzusammensetzung. Keine besonders wirksame Methode, wenn man die Plutoniumvorräte auf der Welt drastisch verringern will. Völlig absurd in diesem Sinne, ist die Endlagerung kompletter Brennelemente, wie das in Deutschland geschehen soll. Bei dieser Methode sind die Anforderungen an ein Endlager am höchsten. 

An dieser Stelle soll Thorium nicht unerwähnt bleiben. Thorium erzeugt den kurzlebigsten Abfall, da der Weg ausgehend von Uran–233 sehr viel länger als von Uran–238 ist und über das gut spaltbare Uran–235 führt. Ein Thorium-Reaktor erzeugt kaum minore Aktinoide, sondern hauptsächlich kurzlebige Spaltprodukte.

Der deutsche Sonderweg

Ursprünglich sind wir in Deutschland auch von einer Wiederaufbereitung der Brennelemente ausgegangen. Wir haben sogar rund 7.000. to in Frankreich und England aufbereiten lassen. Der hochaktive Müll – bestehend aus in Glas gelösten Spaltprodukten und minoren Aktinoiden – wird und wurde bereits nach Deutschland zurückgeliefert. Es werden etwa 3.600 solcher Kokillen in Deutschland in ungefähr 130 Castoren (28 Kokillen pro Castor ) “zwischengelagert”. Bis zum geplanten Ausstieg im Jahre 2022 werden noch etwa 10.000 to Brennelemente hinzugekommen sein. 

Die Umstellung von Wiederaufbereitung zu direkter Endlagerung ist ein politischer Geniestreich Rot/Grüner-Ideologen gewesen: Deutschland hat nun das künstlich erschaffene Problem, ein – oder gar zwei – Endlager für zwei verschiedene hochaktive Abfallsorten zu erfinden. Beide von (wirtschaftlich) geringer Menge. Die verglasten Abfälle aus der Wiederaufbereitung, sind ziemlich unempfindlich gegenüber Wasser (lediglich Auslaugung) und erfordern einen sicheren Einschluß für lediglich ca. 10.000 Jahre. Direkt eingelagerte Brennelemente müssen wegen ihres Gehalts an Spaltstoff (Uran und Plutonium) sicher vor Wassereinbrüchen geschützt sein, um einen Kritikalitätsunfall zu verhindern. Die schwedische Methode der Kupferbehälter mag ein Hinweis in diese Richtung sein. Teuerer geht nimmer, aber das ist ja auch Programm, damit die Behauptung der “teueren Kernenergie” erfüllt werden kann. Zu allem Überdruss muß der sichere Einschluß auf diesem Weg für mindestens 200.000 Jahre erfolgen (Faktor 20!), um auf eine gleiche Gefährdung zu kommen. Aber auch das ist ja ausdrücklich gewollt, um die Angstindustrie kräftig anzuheizen.

Zuerst erschienen auf der Website des Autors hier




Atomausstieg – Nein, danke Die Schweizer Bürger stimmten überdeutlich gegen die sofortige Abschaltung ihrer Kernkraftwerke

Um das wirklich prüfen zu können, muss man allerdings in ein Land sehen, in dem die Bürger überhaupt die Wahl haben, sich entsprechend zu artikulieren – wie die Schweiz. Nachdem die Schweizer Bürger jüngst schon „der Welt“ gezeigt hatten, dass mit ihnen nicht jeder Klimaunsinn zu machen ist:
EIKE: Auch die Schweizer Bürger wählen falsch: Volksbegehren für eine „Grüne Wirtschaft“ in der Schweiz gescheitert,
haben sie das wiederholt und ihren Grünen gezeigt, dass sie diesen Protest auch zu Ende denken:

Schweizer Zeitung, 28.11.2016: Die Schweiz stimmt gegen das rasche Ende der AKW – klar und landesweit. Das Nein ist so deutlich, weil sich Gegner und Befürworter der Energiestrategie 2050 kumulierten.
Das Resultat zur Atomausstiegsinitiative lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Obwohl die Umfragen bis kurz vor dem Urnengang von einer Pattsituation ausgingen, ergab sich am Ende eine satte Mehrheit dagegen: 54,2 Prozent der Stimmberechtigten und 20 Kantone sagen Nein zum sofortigen Ende der Atomkraft. Zum Teil war die Ablehnung wuchtig, am stärksten in Schwyz mit 68,1 und in Appenzell Innerrhoden mit 65,8 Prozent. Am knappsten Nein sagte Freiburg mit 51,5 Prozent.

Auffällig ist, dass die AKW-Hysterie in der Schweiz scheinbar vollkommen „versagt“ haben muss. Was in Deutschland – sofern man den NGOs, Grünen und Umweltverbänden glauben könnte – „unvorstellbar“ wäre: Neben einem Kernkraftwerk zu wohnen und keine Angst davor zu haben, scheint in der Schweiz recht normal zu sein.
Schweizer Zeitung: Auffällig, aber nicht überraschend ist, dass in den Atomkantonen Aargau und Solothurn satte Mehrheiten für den Weiterbetrieb stimmten. Hinzu kommt, dass auch Kantone mit viel Wasserkraft wie Graubünden, das Tessin, Glarus, Uri, Bern und das Wallis durchwegs der Atomenergie die Stange halten.

Auffällig ist, dass zwischen der Demoskopie (Umfragewerten) und der wirklichen Wahlentscheidung auch hier deutliche Unterschiede bestehen.
Doch auch Kommentare zeigen zu dem, was unsere Medien in solchen Fällen bieten, einen Unterschied:
Schweizer Zeitung,27.11.2016 Kommentar (Auszüge): Vertrauen, aber kein Freipass
Ein Vertrauensbeweis erster Güte ist das deutliche Nein zur Atomausstiegsinitiative.
Nach Fukushima standen die Chancen der Atomgegner so gut wie nie zuvor, das Aus der Atomkraft rasch herbeizuführen. Und doch bereiteten die Stimmberechtigten der Initiative eine klare Abfuhr. Offensichtlich vertrauen sie der Atomtechnik und den Betreibern weiterhin, auch wenn die Werke ein stattliches Alter haben. Sie vertrauen der Aufsichtsbehörde, dass diese auch dann ihre Sicherheitsdoktrin hochhält, wenn die AKW-Betreiber unter wirtschaftlichem Druck stehen. Das Volk vertraut auch dem Bundesrat und dem Parlament, die mit der Energiestrategie 2050 versprochen haben, dass der Rückzug aus der Atomkraft geordnet vonstattengeht. Mit dem Nein hat das Volk verhindert, dass die Schweiz ohne Not in einen Umbau der Stromversorgung hineingetrieben wird, auf den sie nicht vorbereitet ist.
Ein solcher Kommentar in der SZ oder von der dpa – fast nicht vorstellbar.




Öko-Faschisten von Ontario: Agenda ,tötet Kohle!‘ tötet statt dessen Ontario: Jetzt ,kostet alles noch mehr!‘

Unheil: Wie das Streben Ontarios nach erneuerbarer Energie das Stromsystem der Provinz zusammenbrechen ließ

Terence Corcoran

Im Jahre 2010 hat der tiefgrüne Umweltaktivist Rick Smith, damals Führer von Environmental Defence Canada, das Green Energy and Green Economy-Gesetz von Ontario als eine kostenfreie Operation angepriesen, welche die Provinz in die Liga der Großen bzgl. erneuerbarer Energie katapultieren würde. Mittels fetter Subventionen und hoher Preise, die man Wind- Solar- und anderen Erzeugern erneuerbarer Energie gewähren würde, würden Arbeitsplätze und Wachstum einen Boom hinlegen, und Ontario würde befreit sein von seinen schmutzigen Kohlekraftwerken, sagte die Regierung. Die Geburt eines Erneuerbaren-Wunders.

Auf die Frage, ob dieser Plan zu höheren Preisen für Verbraucher führen würde, sagte Dr. Smith „Nein“. Er lässt sich gerne mit Doktor anreden aufgrund seines PhD in Biologie. „Nein, überhaupt nicht!“

Smith war sich absolut sicher, dass Ontarios Kampagne, zum Führer bzgl. erneuerbarer Energie in Nordamerika zu werden, für die Verbraucher keine Belastungen mit sich bringen würde. Er hatte die Fakten, die Studien und die Zahlen. Erneuerbar ist machbar. „Wir haben diesbezüglich ein paar Modellrechnungen durchgeführt, und wir reden über eine Zunahme um höchstens einen Penny für die normale Stromrechnung für jedermann“, sagte er. „Die Bewohner Ontarios würden eine Auswirkung auf ihre Stromraten nicht einmal bemerken“.

Der Penny, den niemand auf seiner Stromrechnung bemerken würde, ist inzwischen auf hunderte Dollars pro Jahr angewachsen, in einigen Fällen sogar pro Monat. Dabei ist inzwischen ein Punkt erreicht, bei dem der Premier von Ontario nicht mehr das Wort „Hydro“ in den Mund nehmen kann, ohne sofort ausgebuht zu werden.Die Regierung hat auch Beobachter geschockt, als sie im vorigen Monat angekündigt hatte, weitere Zukäufe von Wind- und Solarenergie zu suspendieren. Umfragen zufolge sind die Wähler höchst erbost wegen ihrer Stromraten.

Die Verdoppelung der Strompreise seit dem Jahr 2005 ist politisch gewaltig, aber es steht nur an oberster Stelle einer langen Liste von Problemen, falschen Vorstellungen und reinen Erfindungen, die sich verstecken innerhalb der Jahrzehnte langen Verfolgung radikalen Grünismus‘ der liberalen Regierung.

Anstatt ein wertvolles Modell für andere Nationen und Staaten zu sein, steht das Grünenergie-Megaprojekt der Provinz als ein Vorsorge-Märchen da. Die liberale Regierung von Alberta, ebenfalls unter der Knute grüner Aktivisten, sollte zweimal hinschauen, bevor sie ebenfalls Pläne verfolgt, Kohle zu töten und grün zu werden.

Trotz all der Kosten des Grünwerdens – welche vom General-Auditor von Ontario mit insgesamt 170 Milliarden Dollar während 30 Jahren geschätzt werden – ist keiner der vermeintlichen ökonomischen und sozialen Vorteile Wirklichkeit geworden. Behauptungen des ehemaligen Premiers Dalton McGuinty und der jetzigen Führerin Kathleen Wynne, welche sie vor Kurzem in einer Rede von ihrem Thron aus wiederholt hatte, denen zufolge die Schließung von Kohlekraftwerken Smog reduziert und 4,4 Milliarden Dollar an Gesundheitskosten eingespart hatte, sind nachweislich unwahr.

Das Versprechen von vielleicht Hunderttausenden Arbeitsplätzen in erneuerbarer Energie war ebenfalls reine Phantasie, kann doch heute niemand sagen, wo denn diese Arbeitsplätze sind, hauptsächlich weil es nur sehr wenige neue Arbeitsplätze gibt.

Anstatt die Wirtschaft und die Gesundheit der Bewohner von Ontario zur Blüte zu bringen, hat die Provinz eine inkohärente Strom-Industrie erzeugt, von der viele sagen, dass sie das Überleben von Schlüsselindustrien gefährdet.

Veteranen der Strompolitik Ontarios nennen die gegenwärtige Strom-Struktur „total zerstört“, ein „Fiasko“, ein „Eisenbahnwrack, das sich in Zeitlupe bewegt“ und verlangen eine vollständige Überholung.

„Der Struktur nach sind wir nicht einmal in der Nähe“ davon, ein Regime zur Hand zu haben, welches die Politik irgendwie zurück zur Vernunft bringen könnte, sagte Jan Carr, ehemals Leiter der Ontario Power Authority.

Carr sagte weiter, dass die Annullierung neuer Windprojekte zeige, dass die Regierung „endlich aufwacht bzgl. des Strom-Gemetzels in Ontario“. Aber es wird nicht reichen. „Die Preissteigerungen sind noch jahrelang festgeschrieben infolge der langfristig angelegten Verträge, die bereits in Kraft sind; nicht zu erwähnen die impliziten Versprechungen der Profite auf der Grundlage globaler Normen in die Rentenkassen, die sich in Hydro One eingekauft haben (das Stromnetz-Unternehmen, das jetzt privatisiert wird, um Geld für die Regierung zu erwirtschaften)“.

Die Society of Professional Engineers in Ontario hat über ein halbes Dutzend kritischer Studien über die Tendenz der Liberalen veröffentlicht, vernünftige Politik von Grünsprech und Grünpolitik überfahren zu lassen. Anstatt den Ratschlägen von Experten, Ingenieuren und Personen zu folgen, die etwas von den Feinheiten der Stromerzeugung und -verteilung verstehen, hat die Regierung auf Direktiven direkt aus dem Büro des Premierministers zurückgegriffen.

„Nur weil sie wissen, wie man Licht an- und ausknipst, veröffentlichen sie Politik-Statements bzgl. der komplexesten Techniksysteme auf dem Planeten“, sagte Paul Acchione, ein ehemaliger Leiter der Ingenieurs-Gesellschaft.

Der Toronto-Berater Jon Kieran, der mitgeholfen hat, die Solarindustrie in Ontario zu entwickeln, schrieb kürzlich, dass das Erneuerbaren-Programm auf der Grundlage, Projektentwickler üppig zu finanzieren, um große Wind- und Solarpläne zu entwickeln, zu einem „Wohlfahrtsprogramm für grüne Unternehmen“ geworden sei.

Der ursprüngliche Gedanke, Kohle durch Erneuerbare zu ersetzen, „war vor 10 Jahren eine gute Idee“, sagte er, aber die Umsetzung war ein „Fiasko“, das auf einem fundamentalen Unwissen des Stromsektors beruhte.

Mittels Subventionen und Einspeisetarifen trieb die Regierung eine massive Expansion der Stromkapazität von Ontario voran. Gleichzeitig nahm die Nachfrage nach Strom ab im Zuge der Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums und des rückläufigen Bedarfs der Verbraucher. Ein explodierendes Überangebot, nachlassende Nachfrage und festgesetzte Preise ist ein Rezept für wirtschaftliches Chaos.

Verbraucher nahmen fassungslos zur Kenntnis, dass sich ihre Stromkosten in diesem Jahr auf 11 Cent pro kW/h verdoppelt haben von 5,5 Cent im Jahre 2006 – plus steigender Übertragungs- und Verteilungskosten – und weiteren Steigerungen während der nächsten Jahre. Die mittlere Einheit des Stromangebotes stieg mit einer jährlichen nominellen Rate von 6,4 Prozent entsprechend 3,7 Prozent pro Jahr vor Inflation“.

Wie alles schief ging

Alles begann mit dem Ende der Kohle, einer radikalen politischen Objektive, die der Wahl von Dalton McGuintys liberaler Regierung des Jahres 2003 vorangegangen war.

Grüne Energie lag bereits in der Luft während der konservativen Vorgänger-Regierungen von Mike Harris und Ernie Eves. Im Jahre 2002 hat ein aus allen Parteien gebildetes Komitee für alternative Treibstoffe gefordert, dass die Regierung „die Schließung aller verbliebenen Kohle- oder mit Öl befeuerter Kraftwerke bis zum Jahr 2015 anordnet“.

Zu jener Zeit deckte Kohle etwas über 20% der Stromversorgung in Ontario. Erneuerbare wie Wind und Solar sollten dem Bericht zufolge an die Stelle von Kohle treten. Die Motivation klang vernünftig: Kohle brachte ungesunden Smog und unerwünschte Kohlenstoff-Emissionen mit sich; Wind und Solar sind sauber und grün.

Ohne die geringste Ahnung davon zu haben, wie in der Provinz die Stromversorgung um 20 Prozent gekürzt werden könnte, versprachen McGuintyls Liberale während des Wahlkampfes 2003, bis 2007 aus der Kohleerzeugung auszusteigen. Die Objektive war eine unmöglich zu Erreichende, von der Experten sagten, dass sie das totale Unwissen oder die absichtliche Missachtung der Komplexitäten des Stromsystems unterstrich, obwohl doch der Bericht des Allparteien-Komitees ein Zieldatum 2015 gefordert hatte.

Am Ende wurde das letzte Kohlekraftwerk nicht vor 2014 geschlossen, aber erst, nachdem die Liberalen ihr Engagement mit einer Phalanx grüner Aktivisten wie Rick Smith und Gerald Butts befeuert hatten, dann mit dem World Wildlife Fund und jetzt mit dem Ansinnen an Premierminister Justin Trudeau, zu einer globalen politischen Berühmtheit zu wandeln und eine Kohlenstoffsteuer einzuführen.

Vor der Wahl im Jahre 2007 war Butts ein McGuinty-Insider. Nach der Wahl wurde er zum Ersten Berater von McGuinty. In einer seiner Biographien wurde er beschrieben als „eng involviert in alle bedeutenden Umweltinitiativen der Regierung, vom Greenbelt- und dem Boreal Conservation Plan bis hin zur Strategie der Reduktion von Giften“.

Mehrere Jahre lang haben Butts und Andere Szenarien entwickelt und Studien durchgeführt, die einer ganzen Abfolge von Energieministern ihre intellektuelle und politische Marschrichtung vorgab. Kohle war tot, Nachfrage nicht zugelassen.

„Frei gesagt, die Provinz allgemein und der Stromsektor im Besonderen sind übernommen worden von etwas, dass ich eine radikale Umweltagenda nennen möchte“, sagte Bryne Purchase, derzeit außerordentlicher Professor am Institute for Energy and Environmental Policy in Queens und Vize-Energieminister, als die Liberalen in Ontario an die Macht gekommen waren.

Der Kohle-Ausstiegsplan von 2007 war „physikalisch unmöglich zu erreichen“, fügte er hinzu, „aber die längste Zeit durfte man nicht sagen, ,das ist unmöglich‘, weil wenn man es doch tat, man offensichtlich nicht auf Linie war“.

Eine der einflussreichsten grünen Studien war ein Report aus dem Jahr 2005, in Auftrag gegeben vom Energieministerium: „Kosten-Nutzen-Analyse: Ersetzung der kohlebasierten Stromerzeugung in Ontario“. Unter den Autoren waren Bruce Lourie, der später unter Anderem der Green Energy Act Alliance vorstand, und Peter Victor, ein grüner Guru-Veteran für Viele wegen seines Postens im Fachbereich Umweltstudien an der York University.

Victor ist ein „ökologischer Ökonom“. Unter den Dingen, die ihn maßgeblich beeinflusst hatten, listet er Karl Marx, den grünen Linksradikalen und Ökonom Herman Daly sowie Nicolas Georgescu-Roegen, ein berühmter Verfechter des Gedankens, dass sozialer Rückschritt und Degeneration unvermeidlich seien.

Seine Kosten-Nutzen-Analyse 2005 war so einflussreich, dass die gegenwärtige Wynne-Regierung sie weiterhin als Rechtfertigungs-Eckpfeiler für seine Dekade grüner Energiepolitik anführt. Die Analyse behauptete, dass die in der Provinz bestehenden 6500 Megawatt Kohlestrom – falls weiter in Betrieb gehalten – die Provinz 4,4 Milliarden Dollar pro Jahr kosten würde.

Diese Zahl oder geringe Variationen derselben wurden hunderte von Malen viele Jahre lang seitens der Regierung genannt. In der Regierungserklärung im vorigen Monat wurde behauptet, dass die Schließung der Kohlekraftwerke „zu Einsparungen von über 4 Milliarden Dollar geführt habe bei gesundheits- und anderen Kosten in Verbindung mit Smog und Verschmutzung durch die Kohleerzegung“.

Die Zahl 4 Milliarden Dollar basiert auf der Behauptung, dass der Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke verheerende Gesundheits- und Umweltprobleme mit sich bringen würde.

Die unter Umweltaktivisten populäre Behauptung war, dass die Verschmutzung durch Kohlekraftwerke – Schwefel und Stickoxide sowie Feinstaub – in den Städten von Ontario zu Krankheiten und Todesfällen führt. Der Studie beigefügt war ein Anhang mit Dollarzahlen zu „Vorgeburts-Sterblichkeit“ und anderen Auswirkungen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Schließung der Kohlekraftwerke den bewohnern Ontarios Einsparungen von 3,4 Milliarden Dollar bescheren würde an Gesundheits- und Umweltkosten sowie eine weitere Milliarde an Betriebskosten.

Die schlussendliche Zahl von 4,4 Milliarden Dollar ist hoch, aber 75 Prozent davon sind fiktiv, spekulativ und – ultimativ – nicht existent.

Die Grundlage der Ergebnisse der Studie aus dem Jahr 2005 ist inzwischen widerlegt. Das International Institute for Sustainable Development, eine schwer pro-Grüne Denkfabrik, hat im vorigen Jahr den Zusammenhang zwischen verbesserten Smog-Bedingungen und der Schließung von Kohlekraftwerken in Frage gestellt. Der ehemalige Umweltkommissar von Ontario Gordon Miller wird mit den Worten zitiert, dass während sich das Smog-Niveau von Ontario verbessert hat, wir „dies nicht spezifisch der Kohle-Schließung zuordnen können. Es könnten auch die Bemühungen in den USA sein“.

Robert Lyng, Umweltdirektor bei der Ontario Power Generation, wird mit den Worten zitiert, dass es der Clean Air Act in den USA ebenso wie Vorschriften in Ontario für Motorfahrzeuge waren, welche wirklich zur Verbesserung der Luft in Ontario geführt hätten – eine Verbesserung, die seit Jahrzehnten vor sich geht.

Falls der auf Kohle beruhende Smog nicht als Problem existent gewesen ist, können damit auch keine Todesfälle und hohe Gesundheitskosten in Verbindung gebracht werden, und keine Milliarden wären eingespart worden. Für einen Bruchteil der vermeintlichen Kosten hätten die Liberalen dafür sorgen können, die Kohlekraftwerke so umzurüsten, dass sie viel sauberer werden.

Sogar die Studie 2005 war zu dem Ergebnis gekommen, dass die billigste finanzielle Option gewesen wäre, neue Technologien zu Verschmutzungskontrolle einzuführen, die zwischen 75 und 90 Prozent der Kohleemissionen beseitigt hätten.

Viel heiße Luft

Trotz Warnungen von Experten und unabhängigen Regierungsagenturen, dass die Übernahme von Wind und Solar nicht funktionieren würde, blieb ,Kill Coal‘ die Objektive der Liberalen, und der Schwerpunkt verschob sich hin zu Wind und Solar als erneuerbarer Ersatz – obwohl die Kosten-Nutzen-Analyse niemals auf die ökonomischen Kosten eines Übergangs zu Erneuerbaren geschaut hatte.

Seit dem Jahr 2003 haben acht verschiedene Minister das Energie-Portfolio von Ontario hochgehalten. Unter dem Green Energy Act aus dem Jahr 2009, eingebracht von George Smitherman während seiner kurzen, katastrophalen Zeit als Minister, nahm der Schub pro Erneuerbare Fahrt auf. Smitherman unterzeichnete einen 7-Milliarden-Dollar-Deal mit der Samsung-Gruppe, welcher später nachverhandelt werden musste. Die Welthandelsorganisation widerrief eine Forderung, dass Erbauer von erneuerbarer Energie auf lokale Versorger zurückgreifen müssen.

Angaben dazu, welche Ziele der Schließung von Kohlekraftwerken nachfolgen sollten, fehlten, aber jedes Scheitern erzeugte einen neuen Satz ministerialer Direktiven, als die Provinz mehr Wind und Solar orderte für ein System, dass schon jetzt über der Kapazität operierte. Darin jahrelang involvierte Personen sagen, dass das gesamte Stromsystem einschließlich der relativ unabhängigen Ontario Power Authority vom Büro des Premierministers übernommen worden war.

Eine der härtesten Kritiker der politischen Einverleibung des Systems war die Ontario Society of Professional Engineers (OSPE). Die zentrale Botschaft dieser Gesellschaft: „Es scheint kein einziges anderes Unternehmen zu geben als das Ministerium selbst, dass die Gesamt-Planungshoheit über das Stromnetz hat“.

Paul Acchione, ein OSPE-Ingenieur mit viel Erfahrung in der Stromindustrie sagte, dass die Regierung „politische Wissenschaftler und Umweltaktivisten angeheuert habe, weil sie diese für Experten gehalten hat“. Als Folge davon hat die Regierung über 100 ministeriale Direktiven ausgegeben, welche die dramatische Abnahme der Nachfrage und die Realitäten des Betriebs eines Stromnetzes ignoriert haben, als neue teure Einspeisungen in der gesamten Provinz wie Pilze aus dem Boden schossen.

Teure Wind- und Solarenergie bedarf des Backups durch teure neue Gaskraftwerke, die wiederum nur mit einem Bruchteil ihrer optimalen Kapazität betrieben werden können. Die zusätzliche Kapazität kam zur falschen Tages- oder Jahreszeit, indem die Zahlungen an die Erzeuger von Strom, der gar nicht gebraucht wurde, gekürzt werden mussten.

Folge laut Acchione: „Alles kostet mehr!“

Die USA haben sich entschlossen, gigantische Gaskraftwerke als billige Strom-Erzeugungsquellen zu errichten, aber die Komponente Gas bei der Stromversorgung Ontarios macht 12,5 Cent pro kWh aus. Wind- und Solarenergie erforderte ebenfalls große Investitionen in Transportnetze sowie andere Kosten.

Mit den Jahren wurde eine eskalierende Kontrolle seitens der Regierung bejubelt von einem wachsenden Industriekomplex von Wind- und Solar-Befürwortern, gestützt durch ein großes Kontingent von Finanzunternehmen, Beratern mit großen Namen, Strafen eintreibenden Anwaltskanzleien und großen Unternehmen. Alle waren begierig, eine lukrative Rolle bei der Erfüllung erneuerbarer Objektiven zu spielen.

Der General-Auditor der Provinz veröffentlichte im vorigen Jahr einen Bericht über die verheerende grüne Stromkampagne der Liberalen. In dem Report wurde geschätzt, dass die Stromverbraucher bis zum Jahr 2014 bereits „insgesamt 37 Milliarden Dollar zahlen mussten, und es ist zu erwarten, dass sie von 2015 bis 2032 noch einmal 133 Milliarden Dollar an Global Adjustment fees zahlen müssen. Das sind 170 Milliarden Dollar im Verlauf von nur 30 Jahren.

Global Adjustment fees sind die Gesamtsumme all der Gelder , die die Industrie in Ontario und die Verbraucher dort zahlen, um all die in Hinterzimmern ausgeheckten politischen Spinnereien zu finanzieren, ebenso wie die Transferzahlungen und Subventionen, die die Liberalen zur Finanzierung erneuerbarer Energie aufbringen, um Kohlekraftwerke zu schließen und um das System zu manipulieren.

Der einzige wirkliche Vorteil [?] dieser Politik ist eine Reduktion der Kohlenstoffemissionen in Ontario, die im Jahre 2007 mit 30 Megatonnen pro Jahr geschätzt worden ist. Der General-Auditor schätzte, dass die „implizierten Kosten der Nutzung nicht auf Wasserkraft beruhender Erneuerbarer zur Reduktion von Kohlenstoff-Emissionen im Stromsektor ziemlich hoch waren: etwa 257 Millionen Dollar für jede Megatonne reduzierter Emissionen“.

Kurz gesagt, das nicht auf Wasserkraft beruhende Regime Erneuerbarer in Ontario wird die Kohlenstoffemissionen mit Kosten um 250 Dollar pro Tonne reduzieren. Der Preis von CO2-Emissionen des Cap-And-Trade-Systems California-Quebec, dem Ontario beizutreten plant, bewegt sich derzeit um 17 Dollar pro Tonne.

Was die Schaffung von Arbeitsplätzen angeht – Rick Smith und seine Kumpane haben hunderttausende neuer Arbeitsplätze in Aussicht gestellt. Die Regierung behauptet jetzt 42.000, obwohl allgemein bekannt ist, dass nur minimal Arbeitsplätze geschaffen worden sind. Der General-Auditor sagte, dass die Jobs zumeist kurzfristiger subventionierter Natur zu sein scheinen für Arbeiter, die die Windturbinen und Solarpaneele installieren.

Das grüne Stromsystem von Ontario ist monumental und grandios gescheitert. Die Kosten für die Verbraucher sind unerschwinglich geworden und schaden der Wirtschaft. Die Vorteile hinsichtlich Umwelt und Gesundheit sind fragwürdig und wahrscheinlich nicht existent. Was aber am schlimmsten ist: während die wenigen neuen Arbeitsplätze zumeist vorübergehender Natur sind, bleiben die den Verbrauchern auferlegten hohen Preise für immer bestehen.

Financial Post

Link: https://stopthesethings.com/2016/11/23/ontarios-eco-fascists-kill-coal-agenda-kills-ontario-instead-now-everything-costs-more/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Wer hier nicht sieht, wohin die deutsche Energiepolitik führt, die in Ontario so ähnlich und schon weiter fortgeschritten ist, dem ist entweder nicht mehr zu helfen, oder er will Deutschland ebenfalls diesem Schicksal zuführen.

Hinzu kommen noch die verheerenden Umweltschäden vor allem durch Windräder, die in diesem Beitrag noch gar nicht angesprochen worden sind.




Was Trump tatsächlich der New York Times zur Globalen Erwärmung gesagt hat

Zum Klimawandel weigerte sich Herr Trump sein Versprechen zu wiederholen, das beim internationalen Klimaabkommen im vergangenen Jahr in Paris erreichte abzukündigen und er sagte: „Ich betrachte es sehr genau“. Die New York Times berichtet darüber in einer Zusammenfassung des Interviews.

Ungeachtet der kürzlich erfolgten Ernennung seines Übergangsteam mit einem heftigen Kritiker des Pariser Abkommens, sagte Mr. Trump: ‚Ich habe ein offenes Ohr dafür‘ und dass saubere Luft und kristallklares Wasser von entscheidender Bedeutung sind, schrieb die Times.

Klingt ein wenig wie sein Wahlversprechen, in dem er versprach, den Pariser Klimavertrag „abzukündigen“, der von den Delegierten der UN an ihrem jährlichen Gipfel im vergangenen Jahr nach zähem Ringen vereinbart wurde.

Trump sagte, dass er ‚ein offenes Ohr‘ für den Pariser Vertrag haben würde, aber die nicht veröffentlichten Teile des Interviews scheinen mehr über seine aktuellen Gedanken bezüglich der globalen Erwärmung zu erzählen.

Trump hob nicht nur die Tatsache hervor, dass es viele prominente Skeptiker der von Menschen verursachten katastrophalen Erwärmung gibt, auch nahm er Bezug auf den Herausgeber der NYT, Arthur Sulzberger Jr. und seinen Versuch, die globale Erwärmung mit Stürmen zu verbinden.

Trump erwähnte sogar, wenn auch nicht mit Namen, den „Climategate“ E-Mail-Skandal, wo angebliche Top-Wissenschaftler mit Klimadaten getüftelt haben, um die Erwärmung schlimmer aussehen zu lassen als sie war.

Während Trump sagte, dass er glaubt, es gibt „einige Verbindungen“ zwischen den Menschen und der globalen Erwärmung, drückte er Besorgnis darüber aus, wie sehr die Klima Vorschriften die Wettbewerbsfähigkeit der USA beeinträchtigen würden.

Es sollte auch beachtet werden, dass Trump lachen muss, wenn er einige Fragen der Times über die globale Erwärmung beantwortet.

Hat sich Trumps Einstellung zur globalen Erwärmung gewandelt?

Hier ist das vollständige Transkript von dem, was Trump der NYT erzählte:

THOMAS L. FRIEDMAN, Kommentar Kolumnist: Herr Präsident – gewählter, kann ich eine Frage stellen? Eines der Probleme, die Sie sehr vorsichtig vermieden während Ihrer Kampagne nicht anzusprechen und auch nicht angesprochen haben, ist eines, das mir sehr lieb und am Herz liegt, ist das ganze Problem des Klimawandels, die Pariser Vereinbarung, wie Sie sich dem nähern wollen. Sie besitzen einige der schönsten Golfplätze in der Welt …

 [Gelächter, im Hintergrund Reden]

TRUMP: [lacht] Ich habe ihre Artikel gelesen. Einige werden sogar besser, weil Doral ein wenig weg ist … so dass es dann perfekt sein wird. (Unverständlich), aber das sagt er nicht. Er sagt, dass nur diejenigen, die in der Nähe am Wasser sind, verschwunden sein werden, aber Doral wird gut in Form sein. [Gelächter]

[Doral, Miami, ist ein Ort für Reiche, in dem Trump Luxus Resorts und Golfplätze betreibt]

 FRIEDMAN: Aber es ist wirklich wichtig für mich und ich glaube, dass auch viele unserer Leser wissen wollen, wie Sie damit umgehen wollen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand dagegen Einspruch erhebt, alle Energieformen zu nutzen. Aber Sie wollen Amerikas Führung in der Welt abgeben, dem Klimawandel entgegenzutreten?

TRUMP: Ich schaue mir das genau an, Tom. Ich werde Ihnen was sagen. Ich habe eine offene Haltung dazu. Wir werden sehr genau hinschauen. Es ist eine Angelegenheit die sehr interessant ist, denn es gibt nur wenige Dinge die noch unterschiedlicher gesehen werden als der Klimawandels. Sie neigen nicht dazu, das zu hören, aber es gibt Menschen auf der anderen Seite dieser Angelegenheit, die sind, denken, nicht einmal …

SULZBERGER: Wir haben davon gehört.

FRIEDMAN: Ich war auf „Squawk Box“ mit Joe Kernen an diesem Morgen, so bekam ich die Ohren voll davon.

[„Squawk Box“ ist das ultimative „pre-market“ Morgennachrichten und Gesprächsprogramm, wo die größten Namen der Wirtschaft und Politik ihre wichtigsten Geschichten erzählen; CNBC.com]

[Gelächter]

TRUMP: Joe ist einer von ihnen. Aber viele intelligente Menschen stimmen mit Ihnen nicht überein. Ich habe eine sehr offene Haltung dazu. Und ich werde eine Menge Dinge studieren, die damit zusammenhängen und wir werden sehr sorgfältig darauf schauen. Aber ich habe eine offene Haltung dazu.

SULZBERGER: Nun, da wir auf einer Insel leben, mein Herr, möchte ich Ihnen danken, dass Sie eine offene Haltung dazu haben. Wir haben gesehen, was diese Stürme anrichten, nicht wahr? Wir haben es persönlich gesehen. Gerade zu.

FRIEDMAN: Aber Sie haben eine offene Haltung dazu?

TRUMP: Ich habe eine offene Haltung dazu. Und wir hatten Stürme schon immer, Arthur.

SULZBERGER: Nicht solche.

TRUMP: Wissen Sie, dass der jemals heißeste Tag in 1890 ¬irgend sowas war, 98. Sie können zu vielen Vorkommnissen verschiedene Ansichten herausstellen. Ich habe eine völlig offene Meinung.

Mein Onkel war für 35 Jahre ein Professor bei M.I.T. Er war ein großer Ingenieur und Wissenschaftler. Er war ein toller Mensch. Und er war … lange her, er hatte Gefühle – Das war schon vor langer Zeit – er hatte Gefühle zu diesem Thema. Es ist ein sehr komplexes Thema. Ich bin nicht sicher, jemals jemand wirklich wissen wird [wie Klima funktioniert; geraten der Übersetzer]. Ich weiß, sie sagen, sie haben die Wissenschaft auf ihrer Seite, aber dann haben sie auch diese schrecklichen E-Mails die zwischen den Wissenschaftlern hin und her geschickt wurden. Wo war das in Genf oder wo auch immer vor fünf Jahren?

Schrecklich. Als Sie erwischt wurden, wissen Sie, Sie wissen das auch und man kann sagen, was soll das Ganze? Ich habe absolut eine offene Haltung dazu. Ich werde Ihnen was sagen: Saubere Luft ist von entscheidender Bedeutung. Sauberes Wasser, kristallklares Wasser ist von entscheidender Bedeutung. Sicherheit ist von entscheidender Bedeutung.

Und wissen Sie, Sie erwähnten die Golfplätze. Ich habe einige große, große, sehr erfolgreiche Golfplätze. Ich habe so viele Umweltpreise für die Art und Weise erhalten wie ich es gemacht habe, wissen Sie. Ich habe eine enorme Menge an Arbeit hineingesteckt, wo ich enorme Gewinne erhalte. Irgendwann werde ich sagen, dass ich ein wahrer Umweltschützer bin und in einigen Fällen werden die Leute lächeln und andere Leute, die mich kennen, verstehen, dass das wahr ist. Offene Meinung.

JAMES BENNET, Redakteur des Editorial: Wenn Sie sagen, eine offene Meinung, meinen Sie, dass Sie nur nicht sicher sind, ob die menschliche Aktivität den Klimawandel verursacht? Denken Sie, die menschliche Aktivität ist oder ist nicht damit verbunden?

TRUMP: Ich denke gerade jetzt … na ja, ich denke, es gibt einige Konnektivität. Es gibt einiges, etwas. Es hängt davon ab, wie viel. Auch hängt es davon ab, wie viel es unseren Unternehmen kostet. Sie müssen verstehen, unsere Unternehmen sind zurzeit nicht wettbewerbsfähig.

Sie sind wirklich weitgehend nicht wettbewerbsfähig. Vor etwa vier Wochen, begann ich einen bestimmten Satz in meine Reden einzufügen, dass wir seit W. Bush 70.000 Fabriken verloren haben. 70.000. Als ich zum ersten Mal diese Zahl sah, dachte ich: „Das muss ein Tippfehler sein. Es kann nicht 70 sein, man kann nicht 70.000 haben, Sie würden nicht denken, dass wir überhaupt 70.000 Fabriken hier haben. Und es war kein Tippfehler, es ist richtig. Wir haben 70.000 Fabriken verloren.

Wir sind gegenüber anderen Nationen nicht mehr wettbewerbsfähig. Wir müssen uns wieder wettbewerbsfähig zu machen. Wir sind nicht konkurrenzfähig, wegen einer Vielzahl von Gründen. Das wird mehr und mehr eine Notwenigkeit, es wieder zu werden. Weil viele dieser Länder, mit denen wir Geschäfte machen, schließen Abkommen mit unserem Präsidenten oder wem auch immer und dann, halten sie sich nicht an die Abkommen, das wissen Sie. Und es ist für ihre Unternehmen viel weniger teuer, die Produkte herzustellen. Also werde ich das sehr intensiv studieren und ich glaube, ich kann dabei ein gewichtiges Wort mitreden. Und ich glaube, meine Stimme wird gehört, vor allem von Menschen, die nicht an ihn [den Klimawandel] glauben. Und wir werden Sie es wissen lassen.

FRIEDMAN: Ich würde es hassen, Royal Aberdeen [Golf Club an der Ostküste Schottlands] unter Wasser zu sehen.

TRUMP: Die Nordsee, das könnte sein, das ist ein guter Witz, nicht wahr?

Gefunden auf The Daily Caller vom 23.11.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

Here’s What Trump Really Told NYT About Global Warming




Tschernobyl – die Kosten der Angst in Weißrussland

Im Vorwort wird der Unfall in Tschernobyl als die größte technische Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet, unter der Weißrussland am meisten zu leiden hatte und noch leidet. 

Was sind nun nach diesem Bericht die objektiven Erkenntnisse über die Folgen für die Menschen?

Die Leute haben teilweise erhebliche Strahlendosen abbekommen, bei den Liquidatoren waren es bis 500 Millisievert (mSv). Einige Personen aus der betroffenen Bevölkerung erhielten Strahlendosen von über 200 mSv. Dass das doch nicht so erschreckend ist, zeigt ein Vergleich: Die zulässige Gesamtdosis für das ganze Berufsleben der Beschäftigten in kerntechnischen Anlagen beträgt 400 mSv. Daher ist nicht verwunderlich, was man in diesem Regierungsbericht liest: Das Schicksal von ursprünglich 826.000 Personen wurde verfolgt. Dabei zeigte sich, dass die Sterblichkeit, d.h. Sterbefälle pro 100.000 Personen und Jahr, ermittelt seit dem Jahr 2.000, derjenigen der Gesamtbevölkerung entspricht. 

Tatsächlich wurde sogar eine etwas unterdurchschnittliche Sterblichkeit ermittelt, auch für die über 5.000 Liquidatoren, was aber sicherlich nur eine statistische Ungenauigkeit darstellt. Oder ist es Hormesis, d.h. positive Wirkung geringer Strahlendosen? 

Allerdings hat Schilddrüsenkrebs bei Erwachsenen und Kindern stark zugenommen. Da diese Krankheit jedoch insgesamt nicht häufig auftrat und selten zum Tode führte, zeigt sich dies nicht in der Sterbestatistik.

Es wird im Bericht behauptet, unter den Liquidatoren gäbe es mehr Leukämiefälle als in der Gesamtbevölkerung, um den Faktor 1,4. Bei den sonstigen betroffenen Personen liegt die Leukämierate im normalen Bereich.

Bild rechts: Dynamik der Erkrankungen an Schilddrüsenkrebs in Weißrussland

Auch wird behauptet, es hätte in den ersten Jahren eine vermehrte Zahl von Missbildungen bei Neugeborenen gegeben. So wurden 31 Fälle von Down-Syndrom gezählt, während die ohne Strahlung erwartete Zahl 14 ist. Was gab es noch bei den 826.000 Betroffenen? Nichts. Sie wurden regelmäßig auf alles untersucht, aber Erkrankungen der Atemwege, des Blutbildungssystems und anderem lagen völlig im Bereich des Normalen. Es wäre auch nicht zu erklären, wie Strahlung solche Krankheiten verursachen könnte.

Das Ergebnis ist insofern erstaunlich, als Angst krank machen kann, und darunter litten die Leute sehr. Jedes Unwohlsein wurde auf die Strahlung zurückgeführt, und geringste Intensitäten galten als ganz schlimm, fast wie bei uns. Dagegen vorzugehen und die Leute zu beruhigen, war das Schwierigste und Teuerste für die Regierung. Man versuchte, Kenntnisse über Strahlenwirkungen zu verbreiten. Besonders beruhigend, meinte man, wäre Geld. So wurden dann doch, entgegen der Erklärung, dass allgemeine Krankheiten nicht häufiger geworden wären, viele Erkrankungen und Behinderungen als strahlenbedingt anerkannt, und dafür gab es Geld, kostenlose Benutzung von Verkehrsmitteln, Kuraufenthalte und anderes. 

Wer bei Aufräumarbeiten geholfen hatte, nämlich die eigentlichen Liquidatoren, außerdem Soldaten und andere, bekommen zu ihrer Rente noch einmal 50 % der Minimalrente. Wer in belasteten Gebieten lebt, bekommt für die Betreuung eines Kinders in den ersten 3 Lebensjahren 150 % des normalen Satzes. Wer in belasteten Gebieten arbeitet, erhält, wenn sie oder er anschließend arbeitslos werden sollte, 100 % des Lohnes weiterbezahlt. Der Schwangerschaftsurlaub der Frauen wird verlängert. Wer in einem belasteten Gebiet arbeitet, zahlt nichts für seine Kost, und wenn die nicht bereitgestellt werden kann, gibt es Geld. Und so weiter. 

Viel Geld wird auch für Infrastruktur ausgegeben: Straßen, Gas- und Wasserleitungen. Die haben unter dem Unfall nicht gelitten, aber nun soll es für die Bewohner besser werden als vorher. 

Was die Leute am meisten schätzen: Ständige medizinische Betreuung. Man hat eben Angst um seine Gesundheit. Eine besondere Rolle spielen Kuraufenthalte, vor allem für Kinder. Einige Einrichtungen wurden eigens für die „Tschernobyl-Kinder“ gebaut. Da werden sie dann auch von Psychologen betreut. Es heißt, in diesen Heimen geht es um die Erhaltung des psychischen, körperlichen und sozialen Wohlbefindens der Kinder. Diese Kuraufenthalte dauern 24 Tage. 

Da ist die Regierung auch dem Ausland dankbar, welches den Kindern Ferienaufenthalte ermöglicht hat. Nein, nicht Deutschland hat aus Weißrussland die meisten Kinder aufgenommen. Zwar waren es über 205.000, aber nach Italien reisten mehr als 461.000 Kinder. Offenbar war Italien das beliebtere Ziel. 

Wovon sollten sich die Kinder erholen? Mögliche Strahlenschäden entstehen in erster Linie durch radioaktive Stoffe, die durch Essen, Trinken und Einatmen in den Körper gelangt sind. Nach einigen Jahren findet man im Körper nur noch das radioaktive Caesium 137. Aber das bringen die Kinder an den Ferienort mit und verseuchen damit ganz unbedeutend die dortigen Toiletten. Fast alles Caesium nehmen sie wieder mit nach Haus. 

Als das Bundesamt für Strahlenschutz noch eine Fachbehörde war, hat dieses die Caesiumgehalte solcher nach Deutschland gereister Ferienkinder ermittelt. Ergebnis: Meist nichts, aber in einigen Fällen doch um die 3 Becquerel (Bq) pro kg Körpergewicht. Gegenüber dem natürlichen Radioisotop Kalium 40 im Körper mit etwa 100 Bq/kg also fast nichts. 

Wie würde es jemandem gehen, der nicht einige Bq/kg, sondern einige 1.000, also kBq/kg im Körper mit sich herumträgt? Vermutlich ganz gut. Derart gehaltvolle Menschen sind zwar nicht bekannt, aber viele Tiere in der Umgebung von Tschernobyl sind so belastet. 

Die 30 km-Zone um Tschernobyl ragt in das Staatsgebiet von Weißrussland hinein. Dieser Teil und ein großes angrenzendes Gebiet wurden zum Naturschutzgebiet erklärt. Im Boden ist viel Strontium 90 (Halbwertszeit 30 Jahre), aber auch Plutonium und Americium, deren Halbwertszeiten man nicht abwarten kann. Das für Lebewesen wesentlichste Radioisotop ist aber auch dort Caesium 137, und davon haben alle Tiere in dem 2.162 qkm großen Park „Polesskij“ mehrere 1.000 Bq/kg im Körper. 

Nun liest man in den Fachzeitschriften für Strahlenhysteriker wie „Gorleben Rundschau“ und „Strahlentelex“, große Tiere gäbe es um Tschernobyl nur scheinbar, kleine Tiere wie Spinnen an vielen Stellen kaum noch und was noch lebt, wäre übel mutiert. 

Da ist dem Bericht der weißrussischen Regierung mehr zu trauen. Der Park „Polesskij“ wird von Arten bewohnt, welche sonst in Weißrussland selten sind, nämlich von Braunbären, Dachsen, Luchsen und Siebenschläfern. Man hat 16 Wisente ausgesetzt, heute sind es 116. Eingesetzt hat man noch Przewalski-Pferde, alle anderen Populationen haben sich von selbst entwickelt: 1.500 Elche, 2.000 Birkhühner, 20 – 30 Paare von Schwarzstörchen, etliche Adler. Das Gelände versumpft immer mehr, das freut die etwa 70.000 Sumpfschildkröten.

Was tun? Die Tiere einfangen und für ein paar Wochen zur Erholung in deutsche Zoos bringen? 

Nun plant Weißrussland den Bau eines Kernkraftwerkes. Wie passt das in den Bericht? Dieser Plan wird nicht direkt erwähnt, aber in der Aufzählung, was man alles gelernt und geleistet hat, steht der Satz:

„Festigung der technisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer sicheren Kerntechnik.“




Klimazustandsbericht 2016

Introduction:

CO2 ist nicht der Schwanz, der mit dem Hund wackelt. CO2 ist ein essentielles Spurengas, ohne das das Leben auf der Erde unmöglich wäre. Kohlendioxid düngt Algen, Bäume und Ernteerträge, um Menschen und Tieren Nahrung zur Verfügung zu stellen. Wir atmen Sauerstoff ein und CO2 aus. Etwas höhere atmosphärische CO2-Niveaus können unmöglich die zahlreichen komplexen und in Wechselwirkung stehenden Kräfte verdrängen, die schon immer das Klima der Erde festgelegt haben.

Der emeritierte Professor an der University of London Philip Stott hat gesagt: „Der fundamentale Punkt war immer Folgender. Klimawandel wird durch hunderte von Faktoren oder Variablen bestimmt, und allein der bloße Gedanke, dass wir den Klimawandel vorhersagbar managen können, indem wir den einzigen politisch gewählten Faktor CO2 verstehen und manipulieren, ist so abwegig wie nur irgendwas“. Und er fügte hinzu: „Das ist wissenschaftlicher Unsinn“.

Sogar die Globale-Erwärmung-Aktivisten bei RealClimate.org haben dies eingeräumt, und zwar in einem Statement vom 20. September 2008: „Der derzeitige Temperaturanstieg ist die Folge von Wechselwirkungen zwischen hunderten von Faktoren“.

Das UN-Klimaabkommen von Paris nimmt für sich in Anspruch, den Planeten grundlegend vor der ,globalen Erwärmung‘ zu retten. Aber selbst wenn man die Version von Al Gore und den UN akzeptiert, würde das Paris-Abkommen den Planeten nicht ,retten‘.

Der Geologe an der University of Pennsylvania Dr. Robert Giegengack sagte 2014: „Keine der Strategien, die von der US-Regierung, der EPA oder sonstwem entwickelt wurden, hat auch nur im Entferntesten die Chance, das Klima zu ändern, falls es wirklich von CO2 kontrolliert wird“.

In Laiensprache übersetzt: Alle der so genannten ,Lösungen‘ bzgl. globaler Erwärmung sind nichts als Symbolik, wenn es um Klima geht. Selbst falls wir wirklich vor einer Klimakatastrophe stehen würden und uns auf das UN-Klimaabkommen verlassen müssten, würden wir alle untergehen!

Die Vereinten Nationen haben öffentlich festgestellt, dass es nicht deren Ziel ist, den Klimawandel zu ,lösen‘, sondern den Reichtum umzuverteilen und die Autorität [der UN] mittels verstärkter zentraler Planung [= Planwirtschaft, der Übersetzer] auszuweiten. Der UN-Funktionär Ottmar Edenhofer, Ko-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe III, bekannte, was hinter der ganzen Klima-Thematik steckt: „Man muss klar sagen, dass wir de facto den Reichtum der Welt mittels Klimapolitik umverteilen … Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Dies hat fast nichts mehr mit Umweltpolitik zu tun“.

Die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard enthüllte im Jahre 2013: „Die Politik bzgl. globaler Erwärmung ist richtig, selbst wenn die Wissenschaft falsch sein sollte. Nehmen wir an, dass die Wissenschaft in einigen Jahrzehnten sagt ,wir hatten unrecht, es ging nicht um Klima‘ – wäre es dann nicht in jedem Falle gut, viele der Dinge zu tun, die man tun muss, um den Klimawandel zu bekämpfen?“

Die UN erstreben Planwirtschaft. Die UN-Klimachefin Christiana Figueires erklärte 2012, dass sie eine „zentralisierte Transformation“ anstrebt, die „das Leben von jedermann auf dem Planeten sehr verändern wird“. Sie fügte hinzu: „Dies ist eine zentralisierte Transformation, die stattfindet, weil Regierungen beschlossen haben, dass sie auf die Wissenschaft hören müssen“.

Grundlegende Klimafakten:

● Die globalen Temperaturen sind Satellitendaten zufolge seit etwa 18 Jahren gleich geblieben, und in der begutachteten Literatur werden die Prophezeiungen einer zukünftigen Erwärmung zurückgestuft.

● Seit 2005 ist kein Hurrikan der Stärke 3 oder mehr auf das US-Festland übergetreten – das ist der längste Zeitraum ohne ein solches Ereignis seit dem Bürgerkrieg

● Starke Tornados F3 oder mehr nehmen seit den siebziger Jahren immer weiter ab.

● Trotz Behauptungen, dass Schnee ,ein Ding der Vergangenheit‘ sei, hat der Schneefall in der kalten Jahreszeit zugenommen.

● Die Raten des Meeresspiegel-Anstiegs sind seit über einem Jahrhundert stabil mit einer Abschwächung in letzter Zeit.

● Dürren und Überschwemmungen sind weder historisch ungewöhnlich noch vom Menschen verursacht, und es gibt keinerlei Hinweise, dass wir gegenwärtig ungewöhnliches Wetter haben.

● Behauptungen bzgl. so genannter heißesten Jahre basieren auf Temperaturdaten, die sich von Jahr zu Jahr nur um wenige HUNDERTSTEL Grad unterscheiden – Unterschiede, die innerhalb der Fehlergrenze in den Daten liegen. Mit anderen Worten, die globalen Temperaturen sind im Wesentlichen sehr stetig verlaufen ohne irgendwelche Anzeichen von Beschleunigung.

● Einer NASA-Studie aus dem Jahr 2015 zufolge verliert die Antarktis NICHT an Eismenge und trägt ,gegenwärtig nicht zum Anstieg des Meeresspiegels bei‘.

● Im Jahre 2016 war die Eisausdehnung in der Arktis um 22% größer als das jüngste Minimum aus dem Jahr 2012. Das arktische Meereis befindet sich derzeit in einem 10-Jahre-,Stillstand‘ ohne signifikante Änderungen im vorigen Jahrzehnt.

● Todesfälle durch Extremwetter haben dramatisch abgenommen.

● Den Eisbären geht es gut mit stark steigender Population seit den sechziger Jahren.

Während sich das Klima beharrlich weigert, sich so wie von den UN und von Klimaaktivisten prophezeit zu verhalten, steigen sehr prominente Wissenschaftler aus dem so genannten „Konsens“ aus.

Der renommierte Princeton-Physiker Freeman Dyson: „Ich bin zu 100% Demokrat und ich mag Präsident Obama. Aber beim Thema Klima steht er auf der falschen Seite und die Republikaner auf der richtigen Seite“ (hier).

Als ein Unterstützer von Präsident Obama, der sich selbst als ein „100%-Demokrat“ bezeichnet, ist Dyson enttäuscht darüber, dass der Präsident „auf der falschen Seite steht“. Ein zunehmender CO2-Gehalt hat viel mehr Vor- als Nachteile, argumentiert er, und die Menschheit steht nicht vor einer existenziellen Krise. „Was während der letzten 100 Jahre passiert ist, ist lediglich, dass die Diskrepanzen zwischen dem, was beobachtet wird und dem, was prophezeit wird, immer größer geworden sind“.

Der Nobelpreisträger Dr. Ivar Giaever, der einst hinter Präsident Obama stand, sagt jetzt, dass die Haltung des Präsidenten zu ,globaler Erwärmung‘ „lächerlich & total falsch“ ist (hier).

Giaever weiter: „globale Erwärmung ist ein Nicht-Problem“ – und „ich sage Obama Folgendes: Entschuldigen Sie, Herr Präsident, aber Sie liegen falsch. Total falsch!“

„Globale Erwärmung ist in Wirklichkeit zu einer neuen Religion geworden. Ich mache mir große Sorgen über die UN-Konferenz in Paris … Ich denke, dass die Alarmisten-Leute in einer sehr starken Position sind“.

Der Grünen-Guru James Lovelock hat seine Ansicht zu ,globaler Erwärmung‘ ins Gegenteil verkehrt: er sagt jetzt, dass er nicht sicher sei, ob die gesamte Problematik nicht wahnwitzig ist (hier). Und er verdammt die grüne Bewegung: „Es ist eine Religion, wirklich, und es ist total unwissenschaftlich“. Lovelock bezeichnet Wissenschaftler, die versuchen, Temperaturen zu prophezeien, als ,Idioten‘: „jeder, der versucht, etwas mehr als 5 bis 10 Jahre in die Zukunft zu prophezeien, ist irgendwie ein Idiot, weil sich so viele Dinge unerwartet ändern können“. In dem Film Climate Hustle wird Lovelock vorgestellt, wie er sich vom Befürworter der Klimaangst zum Klimazweifler wandelte.

Während diese Wissenschaftler noch einmal genau auf die Klimadaten schauen, sind Bemühungen im Gange, die Ökonomien weg von fossilen Treibstoffen zu transformieren, aber selbst Befürworter räumen ein, dass dies reine Symbolik ist.

Die EPA-Chefin gibt zu, dass die Maßnahmen von Obama keinen messbaren Einfluss auf das Klima haben: „Ein Einhundertstel Grad?“ EPA-Chefin McCarthy verteidigt die Maßnahmen als ,enorm vorteilhaft – symbolische Auswirkung (hier).

Der ehemalige Sekretär im Energieministerium von Präsident Obama Charles McConnell sagt: „Der Clean Power Plan wurde fälschlich als eine Umwelt-Gesetzgebung mit starken Auswirkungen unter das Volk gestreut. Dabei ist es in Wirklichkeit nur der Versuch unseres primären Umwelt-Gesetzgebers, die staatliche Regulation der Energie[politik] zu übernehmen“. – „Ebenso klar ist dass der Plan der EPA wissenschaftlich und technologisch die globalen Emissionen nicht signifikant beeinflussen wird. Alle jährlichen US-Emissionen im ganzen Jahr 2025 werden von den chinesischen Emissionen innerhalb von drei Wochen übertroffen. Drei Wochen!“ Und der Energieverbrauch hat sich seit über 100 Jahren kaum verändert.

Die Wirklichkeit: Im Jahre 1908 lag der Anteil fossiler Treibstoffe am US-Energieverbrauch bei 85%. Im Jahre 2015 ist der Anteil mehr oder weniger immer noch so hoch (hier).

2016: Daten, die den Zustand des Klimas zeigen

Hier folgt eine Auflistung sämtlicher Elemente, die beim Thema Klimawandel eine Rolle spielen (Seiten 7 bis 34). Jeder einzelne, in der obigen Auflistung erwähnte Punkt wird beschrieben einschließlich zahlreicher Querverweise. Es wird auf das unten beigefügte PDF verwiesen.

Die letzten drei Kapitel darin werden wieder übersetzt.

Globale Erwärmung löst Kriege aus?

Wissenschaftliche Studien, Daten und die Historie widerlegen die Behauptungen des Pentagons bzgl. eines Zusammenhangs zwischen Klima und nationaler Sicherheit. Die Widerlegung bei Climate Depot steht hier.

Extremwetterereignisse weigern sich, den Prophezeiungen im Zuge der ,globalen Erwärmung‘ zu folgen: Hurrikane, Tornados, Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände – bei allen zeigt sich kein oder ein abnehmender Trend (hier).

Rückschau auf 1974: Die CIA warnte, dass GLOBALE ABKÜHLUNG zu Terrorismus führt (hier).

Aber derartige Behauptungen bzgl. Dürren sind nichts Neues oder etwas heutzutage Einmaliges. Bereits im Jahre 1933 gab es bereits ähnlich grundlose Behauptungen. Siehe hier.

Alle großen europäischen Kriege ereigneten sich bei einem CO2-Gehalt unter 350 ppm (hier). Der Website von Real Science zufolge war es auch zu den meisten Weltkriegen bei einem CO2-Gehalt unter 350 ppm gekommen (hier).

Rückschau: Der Mythos ,Klimawandel verursacht Kriege‘ widerlegt: eine begutachtete Studie zeigte umfassend, dass Klima-Kriegsbehauptungen Unsinn sind. Die primäre Ursache von Bürgerkriegen sind politischer und nicht umweltlicher Natur. (hier)

Rückschau: Mythos total verworfen seitens des Center for Strategic and International Studies (hier). Seit Beginn der Zivilisation gab es immer in wärmeren Epochen weniger Kriege.

Studie: Kältewellen waren schlimme Zeiten in Osteuropa: ,kühlere Perioden gingen einher mit Konflikten und Ausbrüchen von Krankheiten – veröffentlicht in den Proceedings of the National Academy of Sciences (hier):

Rückschau auf 1974: Warnung der CIA, dass GLOBALE ABKÜHLUNG Terrorismus verursachen würde (hier).

Siehe auch: bevor die globale Erwärmung Terrorismus verursachte, verursachte globale Abkühlung Terrorismus (hier). In einem CIA-Bericht aus dem Jahr 1974 warnte die CIA, dass „das Klima der Erde zu einem Zustand zurückkehre, wie er in der neo-borealen Zeit vorherrschte … eine Ära mit Dürren, Hungersnöten und politischen Unruhen in der westlichen Welt“. Der Bericht sprach Hungersnöte in der Sowjetunion, Dürren in Latein-Amerika und Überschwemmungen in den USA an als Beispiele dafür, wie die globale Abkühlung Not über die Länder brachte.

Man prophezeie beide Folgen, und man kann immer recht haben!

Wieder einmal Seth Borenstein von AP! Seine Behauptung: ,globale Erwärmung bedeutet mehr Eis in der Antarktis!‘ Man begrüße den neuen Konsens, der das Gegenteil des alten Konsens‘ ist (hier).

Man prophezeie beide Folgen, und man hat immer recht! (hier, ein Clip aus dem Film Climate Hustle).

Studie der Harvard University aus dem Jahr 2015: ,Klimawandel‘ bedeutet, dass die Tage länger werden – die Erdrotation würde sich verlangsamen – und zwar infolge von ,Wasser durch schrumpfende Gletscher, welches die Erdrotation verlangsamt (hier).

Rückschau auf 2007: ,Globale Erwärmung‘ wird die Tageslänge kürzer machen – führt dazu, dass sich die Erde schneller dreht (hier).

(Mehr hier im Corbett-Bericht und hier bei youtube.

Klimawandel bringt kürzere Winter (hier).

Klimawandel bringt strengere Winter (hier).

Klimawandel bedeutet weniger Schnee (hier).

[Diese Liste mit entgegengesetzten angeblichen Folgen des Klimawandels und zahlreichen Links setzt sich noch eine Weile fort; im Original ab S. 37]

Kipp-Punkte/Letzte Chance, etwas zu tun?

Tatsache ist, dass bisher noch jeder UN-Klimagipfel die „letzte Chance“ betont hat, die ,globale Erwärmung‘ aufzuhalten, bevor es zu spät ist. Vorherige „Letzte-Chance“-Ultimaten stellten sich schließlich als – nun – nicht die „letzte Chance“ heraus (hier).

Im Jahre 2001 und auf fast jedem UN-Klimagipfel danach wurde jedes Ultimatum als die „letzte Chance“ beschrien, die ,globale Erwärmung aufzuhalten. Es scheint, dass die Erde serienweise dem Untergang geweiht ist. Die UN gaben im Jahre 1982 umweltliche „Kipp-Punkte“ aus und einen weiteren Klima-„Kipp-Punkt“ im Jahre 1989. Es gab Kipp-Punkte von Stunden, Tagen, Monaten, Jahren und sogar in der Größenordnung von Jahrtausenden.

Die Erde ist ,reihenweise dem Untergang geweiht‘: UN veröffentlicht einen neuen 15-Jahre-Klima-Kipp-Punkt – aber die UN haben bereits im jahre 1982 und dann wieder im Jahre 1989 Kipp-Punkte prophezeit! (hier).

Hier folgt die Dokumentation von Climate Depot über die unbequeme Historie von Kipp-Punkten bzgl. globaler Erwärmung – Stunden, Tage, Monate, Jahre, Jahrtausende – die Erde ist reihenweise dem Untergang geweiht.

Es ist schwierig auseinanderzuhalten, ob es Stunden, Tage, Monate oder gar 1000 Jahre sind. Hier folgen ein paar Beispiele von Anderen, die „Kipp-Punkte“ ganz unterschiedlicher Länge prophezeien:

STUNDEN: Rückschau März 2009: „Uns bleiben Stunden, um eine Klimakatastrophe zu verhindern“ erklärt Elizabeth May von den Kanadischen Grünen (hier).

TAGE: Rückschau Oktober 2009: Gordon Brown aus UK warnt vor der Globale-Erwärmung-,Katastrophe‘: „Uns bleiben nur 50 Tage, um die Welt zu retten (hier).

Monate: Rückschau Juli 2009: Prinz Charles setzte einen Kipp-Punkt von 96 Monaten in die Welt (hier).

Jahre: 2009: James Hansen von der NASA erklärt, dass Präsident Obama nur eine erste Amtszeit bleibt, um den Planeten zu retten! Am 17. Januar 2009 erklärte Hansen, dass Obama nur ,vier Jahre bleiben, um die Erde zu retten‘. Dazu Rückschau Oktober 2009: WWF: Fünf Jahre, um die Welt zu retten (hier).

Jahrzehnte: 1982: Der UN-Funktionär Mostafa Tolba, geschäftsführender Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP, warnte am 11. Mai 1982, dass die Welt innerhalb von ein paar Jahrzehnten ,vor einem ökologischen Desaster stehe, das so schlimm wie ein Atomkrieg daherkommt, wenn die Regierung nicht sofort handelt‘ (hier).

Millenium: Rückschau Juni 2010: 1000 Jahre Verzögerung: Grünen-Guru James Lovelock: Der Klimawandel muss nicht so schnell kommen wie wir dachten, und wir könnten gut 1000 Jahre Zeit haben herauszufinden, wie damit umzugehen ist (hier).

[Wem sich bei dieser Liste, die ja beileibe nicht vollständig ist, nicht erschließt, wie lächerlich das ganze Theater ist, dem ist nicht zu helfen! Anm. d. Übers.]

Es wird immer offensichtlicher, dass es nur einen authentischen „Kipp-Punkt“ gibt, auf den wir uns verlassen können: Rückschau 2007: Ein Wissenschaftler aus Neuseeland über die globale Erwärmung: „alles wird in 5 Jahren ein Witz sein“ (hier).

Was wusste Exxon?

,Falsch‘: Mike Schellenberger zerschlägt den ,Exxon-Klima-Leugnungs-Mythos‘. Exxon hat sich in vielen Fällen hinter die Klimapolitik gestellt (hier).

Mike Schellenberger, Präsident des Breakthrough Institute und ein Mann, den Time Magazine einen ‚Held der Umwelt‘ genannt hat: „Das Bild, dass von Exxon als Finanzier von ,Klimawandel-Leugnern‘ gezeichnet wird, welche die Öffentlichkeit in die Irre führen und Klimapolitik verhindern, ist falsch“.

Gezeichnet wurde das Bild von @insideclimate. Dort wurde behauptet, dass Exxon Personen bezahlte, die Lügen bzgl. des Klimas verbreiten, während das Unternehmen intern das Phänomen einräumte … In Wirklichkeit hat Exxon konservative Denkfabriken finanziert, die zumeist *keine* „Klima-Leugner“ waren. Außerdem hatte man sich in vielen Fällen hinter Klimapolitik gestellt!“

Aber bei einem Blick auf die Personen, die wirklich von Exxon gefördert worden sind, war immer offensichtlich, dass verschwindend wenige Menschen „Klimawandel-Leugner“ waren. Eine große Verschwörung von Exxon, um die Öffentlichkeit bzgl. Klima zu hintergehen, stellt sich heraus als … eine lauwarme Werbung der New York Times und der Forschung an Sonnenflecken.

„Außerdem, falls alle 2 Millionen Dollar, die Exxon ausgegeben hatte, an „Leugner“ gegangen wären – was nicht der Fall war – war es lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein im Vergleich zu den Abermilliarden von grünen Dollars“.

97% Klimakonsens?

Die Behauptung, dass „97% aller Wissenschaftler“ übereinstimmen, basiert auf 77 anonymen Wissenschaftlern, die auf eine Umfrage antworteten. Die Umfrage begann mit der Einholung von Meinungen von 10.257 Wissenschaftlern. Allerdings wurde dies Zahl dann heruntergebrochen auf 77. Die „97%-Konsens“-Behauptung basiert also nicht auf der Meinung tausender, nicht einmal hunderter Wissenschaftler – sondern auf der von 77 Wissenschaftlern. Von diesen 77 Wissenschaftlern haben 75 geantwortet, um diese mythischen 97% in die Welt zu setzen.

In den Jahren 2013 und 2014 tauchten andere Behauptungen eines vermeintlichen 97%-Klimakonsens‘ auf, was den IPCC-Leitautor Dr. Richard Tol zur Veröffentlichung einer Kritik veranlasste, in der er erklärt: „Die 97% stammen im Wesentlichen aus dünner Luft. Sie beruhen auf keine Weise auf irgendwelcher glaubwürdigen Forschung irgendeiner Art“. Die neue 9%-Behauptung des Klimaaktivisten John Cook war „so breit, dass sich auch die prominentesten Klimaskeptiker dem anschließen könnten“.

Ein anderer Forscher, Andrew Montford, kommentierte: „Der 97%-Konsens, wie er in der Umfrage zum Ausdruck kommt, ist praktisch bedeutungslos und sagt uns nichts über den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Meinung über die triviale Beobachtung hinaus, dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und dass menschliche Aktivitäten den Planeten bis zu einem gewissen Grad erwärmt haben“.

Die Analyse von Lord Christopher Monckton kam zu dem Ergebnis, dass „nur 41 Studien – 0,3% aller 11.944 Abstracts oder 1,0% der 4014 Personen, die eine Meinung äußerten – und nicht 97,1% die Behauptung stützten, dass ,über die Hälfte der jüngsten globalen Erwärmung anthropogener Natur‘ war“.

Björn Lomborg schrieb: „Erinnert man sich noch an den 97%-Konsens, den sogar Obama twitterte? Es stellt sich heraus, dass die Autoren ihre Daten nicht vorzeigen wollen. Es war immer eine zwielichtige Studie. Nahezu jeder, den ich kenne, möchte nicht automatisch in die 97% einbezogen werden“.

Der IPCC-Leitautor Dr. Richard Tol schrieb: „Der 97%-,Konsens‘ ist eine ,trügerische Zahl‘. Einige Fehler in der Studie sollten für alle offensichtlich sein. Es gibt hunderte von Studien zu den Gründen für Klimawandel und tausende Studien zu den Auswirkungen von Klimawandel und Klimapolitik. Cook konzentrierte sich auf Letzteres. Eine Studie zu den Auswirkungen einer Kohlenstoffsteuer auf Emissionen wurde als Beweis herangezogen, dass sich die Erde erwärmt. Eine Studie über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Red Panda wurden als Beweis herangezogen, dass Menschen die Erwärmung verursachen. Und sogar eine Studie zur Berichterstattung über Klimawandel im Fernsehen wurde von Cook als ein Beweis angesehen, dass das Kohlendioxid dafür verantwortlich ist.

Cook & Co. analysierten zwischen 11.944 und 12.876 Studien – sie können sich nicht auf eine feste Zahl von Fällen festlegen – aber nur 64 dieser Studien stellen explizit fest, dass Menschen der primäre Grund der jüngsten globalen Erwärmung sind. Eine nochmalige Untersuchung ihrer Daten reduzierte diese Zahl auf 41. Das sind 0,5% aller Studien oder weniger und nicht 97%.

In Auszügen übersetzt von Chris Frey EIKE

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Hier der vollständige Beitrag (PDF):

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Gesellschaftliche Energien und ein vegetarisches Buffet Parallelen von Lösungsmustern

Allerdings hat diese „Umstrukturierung“ erkennbar zu einigen Problemen geführt, die sich nicht nur in hohen Kosten äußern. Doch wie immer, wenn wirklich erkennende Wissenschaften zu Problemen angesetzt werden, sind auch Lösungen in Sicht. Und solche Lösungen bietet die Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH bei einem ZEWU-Fachgespräch zur Energiewende:
– Diskussion (neben anderem) über die Energieform „gesellschaftliche Energien“ und wo dabei „die wichtigsten Gegenwartsherausforderungen“ liegen
– Zeigen eines Beispiels „gesellschaftlicher Energien“.
Zum Abschluss gibt es ein vegetarisches Buffet. Das versteht sich von selbst, denn welche „gesellschaftlich moderne Person“ würde es heute in der Öffentlichkeit noch wagen, Fleisch zu essen. Wobei in dem kleinen Hinweisartikel zu dieser Veranstaltung auf TICHYES EINBLICK [2] „Energiewende mit veganen Flüchtlingen richtig vermerkt wurde, dass dies auch schon wieder ein Zeichen rückschrittlichen Fortschrittes wäre, weil die wirkliche, gesellschaftliche Zukunft als Steigerung ja nur vegan sein kann.

Anhand des Einladungstextes lassen sich die Veränderungen der an die Zukunftsgesellschaft angepassten Energiegewinnung in wenigen Sätzen erfahren, so wie auch das politische Konzept, an dem es sich orientiert:
Die „Neuen Energien“ scheinen auf uns hereingebrochen zu sein. Vielleicht wurden sie dem Bürger geschenkt, da sie fast nichts kosten sollen. Nun ist diese Energiewelle da und wird mit Hilfe staatsmännisch-sozialer Konzepte integriert. Damit das gelingen kann, erscheint eine honorige Runde von Fachleuten aus Wirtschaft und Verwaltung und diskutiert schon einmal, wo dabei „die wichtigsten Gegenwartsherausforderungen“ liegen“.
Und weil die ganze Welt energetisch durchdrungen ist, erscheinen neue, bisher unberücksichtigte „gesellschaftliche Energien“. Irgendwie meint man sich zu erinnern, dass diese einstmals ganz schnöde „Humankapital“ hießen. Aber das hätte man ja selbst und zudem ist dieser Begriff eben nicht mehr zeitgemäß, wahrscheinlich auch irgendwie diskriminierend und nicht gendergerecht.
Durch Zusammenfügen der „neuen Energien“ und der „gesellschaftlichen Energien“ sollen danach die Zukunftsherausforderungen der Energiewende gemeistert werden (können).

Unwidersprochen: Dahinter kann sich ein tief verborgener Sinn verstecken. Die neu gefundenen „gesellschaftlichen Energien“ sind Personen mit „technischen Vorerfahrungen“ aus Ländern mit nicht funktionierenden, oder sofern funktionierend, meistens aus dem Ausland importierten Energiesystemen (Syrien, Eritrea, Somalia und dem Irak), die man nun gedenkt, auf die deutsche Energiewende loszulassen.
Es ist zu erwarten, dass sich diese mit dem Zukunfts-Zustand des EEG bestens auskennen und dann sowohl ihr technisch-improvisatorisches, wie auch in Mangelverwaltung erfahrenes Wissen optimal einbringen können. Ob dazu allerdings die Teilnehmerzahl ausreicht? Aber Nachschub sollte nicht das Problem sein.

Wer ist in Hamburg für Klima, Energie und Wissenschaft zuständig:
Bündnis 90/Die Grünen, Katharina Fegebank (Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Anglistik): Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung,
Bündnis 90/Die Grünen, Jens Kerstan (Volkswirtschaft): Senator für Umwelt und Energie

Bild oben rechts: Der zukunftsfähige Werktätige besucht seine Kunden mit dem Hightech Klapprad über gut ausgebaute Fahrrad-Schnellstraßen.
Originaltext: ZEWU mobil. Foto (Ausschnitt) vom ersten Betriebsbesuch eines neuen Umwelt- und Luftgütepartners. Quelle: ZEWUmobil informiert, Oktober 2016: ZEWUmobil von jetzt an mit HVV und Faltrad staufrei in Hamburg unterwegs. So bleiben wir termintreu bei den Betrieben und entlasten Stadtluft und Klima.

Anlagen
ZEWU-Fachgespräch zur Energiewende
(ZEWU: Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik)
[1] Am Dienstag, dem 6.12.2016, ab 17.30 Uhr, findet das ZEWU-Fachgespräch zur Energiewende im ELBCAMPUS in Hamburg-Harburg statt.
Zum Thema „Wärme, Strom und gesellschaftliche Energien“ diskutieren Fachleute aus Wirtschaft und Verwaltung, was auf dem Weg zu einer weitergehenden Integration der Erneuerbaren Energien bereits erreicht wurde und wo die wichtigsten Gegenwartsherausforderungen liegen. Zur Einstimmung wird der Umwelthistoriker Joachim Radkau einige überraschende Thesen zu den Energiewenden der letzten 45 Jahre präsentieren.
Als Beispiel für die Einbeziehung neuer gesellschaftlicher Energien stellt Ihnen das ZEWU das neue, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützte Flüchtlingsprojekt „Zukunftsperspektive Umwelthandwerker“ vor.
Zum Ausklang wird ein vegetarisches Buffet angeboten.

Handwerkskammer Hamburg: [3] Zukunftsperspektive Umwelthandwerker – Ein Modellprojekt zur Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge.
Im Projekt "Zukunftsperspektive Umwelthandwerker – Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge“ werden geflüchtete Menschen u.a. aus Syrien, Eritrea, Somalia und dem Irak modellhaft qualifiziert und in höherwertige Arbeit gebracht. Aufbauend auf ihren technischen Vorerfahrungen sollten sie als Fachkräfte die Energiewende in Deutschland mit unterstützen.
In einem ersten Schritt werden geflüchtete Menschen in Zusammenarbeit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie dem NOBI Netzwerk und den Hamburger Trägern der Flüchtlingshilfe angesprochen und über das Projektziel informiert.
Aus diesen Gesprächen werden 50 Teilnehmer gewonnen, deren Kompetenzen im Bereich Umwelttechnik über zwei Aktionswochen näher festgestellt und dokumentiert werden.
In zwei daran anschließenden fünf- bis siebenmonatigen Förder- und Aufbaukursen werden insgesamt bis zu 28 Teilnehmer für den Unterricht in (umwelt)technischen Fachlehrgängen vorbereitet.

Quellen

[1] Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH: ZEWU-Fachgespräch zur Energiewende
http://www.erneuerbare-energien-hamburg.de/de/mitglieder/events/uebersicht/details/zewu-fachgespraech-zur-energiewende.html?month=201201

[2] TICHYES EINBLICK: Energiewende mit veganen Flüchtlingen

[3] Handwerkskammer Hamburg: Zukunftsperspektive Umwelthandwerker – Ein Modellprojekt zur Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge
https://www.hwk-hamburg.de/ueber-uns/projekte/aus-und-weiterbildung/zukunftsperspektive-umwelthandwerker-ein-modellprojekt-zur-kompetenzfeststellung-und-weiterbildung-fuer-fluechtlinge.html




Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht – Was steckt dahinter?

Eines dieser neuen Artikellieferanten ist inzwischen das „Recherchezentrum“ Correctiv.org:
[1] Correctiv.org recherchiert zu den Bedrohungen und Herausforderungen unserer Gesellschaft, zu Machtmissbrauch und Korruption in Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur, zu Themen wie Umwelt, Bildung, Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit oder Rechtsradikalismus und Islamismus. Gemeinsam ist allen Themen, denen sich correctiv.org annimmt, dass sie von nationaler Bedeutung sind, aber auch erhebliche Auswirkungen vor Ort haben. Die Themen von correctiv.org gehen die Menschen direkt an.
Dieses Recherchezentrum brachte jüngst den folgenden Artikel zu einer Klimawandelproblematik, der auch Greenpeace so gut gefiel, dass er unverändert und in voller Länge auf ihrer Homepage erschien.

Correctiv.org: Viele Lebensmittel sind vom Klimawandel bedroht

In einer Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten hieß die Überschrift:
Beim Klimawandel müssen Bayer und Monsanto passen“,
Greenpeace betitelte ihn: Gentech-Riesen Bayer und Monsanto kämpfen mit dem Klimawandel
und auf der Homepage von correctiv.org, 26. Oktober 2016 lautet er:
[1] Viele Lebensmittel sind vom Klimawandel bedroht – und die Agrarindustrie hat keine Lösung für dieses Problem.

Wenn Bayer demnächst Monsanto kauft, wird der Gentechnik-Riese den weltweiten Nahrungsmarkt dominieren. Doch Saatgut, das dem Klimawandel trotzt, haben die beiden Konzerne bisher nicht im Angebot. Dabei rechnen Klimaforscher damit, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 Prozent der jährlichen Ernte bedroht.
Der Klimawandel wird künftig über gute und schlechte Ernten mitentscheiden. „Wir verlieren mit jedem Grad höherer Temperatur sechs Prozent des Ertrags von Weizen“, prognostiziert der Agrarforscher Frank Ewert von der Uni Bonn. Das entspreche weltweit 42 Millionen Tonnen Weizen, einem unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel. Die Jahresproduktion dieses Getreides liegt bei knapp 800 Millionen Tonnen weltweit.
… Monsanto und Bayer konzentrieren sich bisher fast ausschließlich darauf, gentechnisch verändertes und hybrides Saatgut zu entwickeln. Weil die Technik beherrschbar ist
die Unempfindlichkeit gegen ein Herbizid etwa ist auf einem einzelnen Gen festgeschrieben. Und weil die so entwickelten Samen patentierbar sind und dem Konzern gehören. Der sie dann langfristig vermarkten kann.
… Doch beim Versuch, Pflanzen gegen den Klimawandel zu wappnen, versagt die Gentechnik. Eigenschaften wie Hitzetoleranz und geringer Wasserbedarf sind an mehreren Stellen im Erbgut festgehalten. Sie lassen sich nicht so einfach übertragen. „Es ist vergleichsweise einfach, Pflanzen unempfindlich zu machen gegen Gifte, ihre Kolben, Samen oder Blüten anschwellen zu lassen“, sagt Lambert. Viel komplexer hingegen sei es, Pflanzen zu stärken gegen höhere Temperaturen, gegen zu viel oder zu wenig Nieder
schlag – dazu müssten viele Gene verändert werden.

Klimawandel und Weizenertrag

Bereits in einem früheren Artikel hat der Autor gezeigt, dass der Klimawandel bisher ausschließlich positive Einwirkungen auf die wichtigen Erntepflanzen gebracht hat: EIKE 30.06.2015: [16] Ernteerträge und Klimawandel
Letztes Jahr (als die Welt angeblich vor Überhitzung schon fast unterging), war die höchste Welt-Weizenernte seit Aufzeichnungsbeginn und dieses Jahr lag sie nur um 1 % niedriger.

Bild1 [16] Sortenproduktionen weltweit

Bild2 [16] Entwicklung des weltweiten Hektarertrages ausgewählter Getreidearten von 1992 – 2014

Im folgenden Bild sind die Welt-Globaltemperatur, USA-Weizen-Erträge und Erntemengen Welt übereinander gelegt, um den Anstieg seit Beginn des Klimawandels zu demonstrieren. Der Ertrag der US-Landwirtschaft bei Weizen hat sich damit seit dem Jahr 1930 mindestens um das 6-Fache erhöht. Alle Diskussionen um mögliche Ertragsminderungen müssen demnach von diesem hohen Niveau aus betrachtet werden.


Bild 3 [16] USA Weizenerträge Langfristdarstellung von 1865 – 2010 (blaue Linie), Weizen Welt Erntemengen 2000 – 2016 (blaue Balke), giss Globaltemperatur Land und See (rote Linie). Grafiken vom Autor übereinander kopiert.

Was für die Welt und die USA gilt, zeigt sich auch in Deutschland – (nicht nur) dank dem Klimawandel ist die Ernteproduktion eine reine Erfolgsstory. Wo man wirklich „täglich den Klimawandel spüren kann“, ist bei den Bauern mit ihren hohen Ernten (Biobauern, die sich bewusst davon abkoppeln ausgenommen).
EIKE:[16] Ernteerträge und Klimawandel
EIKE 19.09.2016: [19] Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht

Bild 4 Weizenertrag Deutschland (Daten: [10]) und HadCRUT4 Globaltemperatur. Verläufe vom Autor übereinander kopiert


Bild 5 [10] Kornertrag Winterweizen Deutschland


Bild 5.1 [11] Steigerung des Kornertrages durch Weizensorten-Züchtung

Was „bedroht“ die Weizenernten?

Zuerst der Hinweis, dass eine aktuelle „Bedrohung“ der Ernteergebnisse darin besteht, dass:
-die Halme das Korn nicht mehr tragen können und die Qualität nachlässt, weshalb man bewusst Ertragsminderungen vornimmt:
[16] Während die Erträge bei Raps und Mais weiter ansteigen, stagnieren die Weizenerträge, anders als in Deutschland, in der Schweiz. Andreas Keiser, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften, führt dies auf die Extensoproduktion seit 1993 zurück, die heute 50 Prozent der Weizenfläche ausmacht. Der Verzicht auf Wachstumsregulatoren, Fungizide und Insektizide neben dem Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) hat seinen Preis.
– Dass der Biolandbau die Erträge massiv mindert:
EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht
– Und Weizen inzwischen Teils von anderen Pflanzen wie Mais (bringt als Biogasrohstoff mehr Geld) verdrängt wird und auf ungeeignetere Böden ausweichen muss:
[18] Ertragsentwicklung von Mais im Vergleich zu Weizen deutlich günstiger.
– Entwicklung der Preisrelation auf Weltmärkten ebenfalls zu Gunsten von Mais.
– Wo immer agronomisch machbar wird Weizen durch Mais schrittweise verdrängt.

Es gibt aktuell also einige „Bedrohungen“ für den Weizen, die allerdings alle nichts mit einem Klimawandel zu tun haben, doch wie gesagt, immer zu relativieren unter Berücksichtigung des erreichten Niveaus:
Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt: [11] Weizen ist eine der erfolgreichsten Kulturpflanzen unserer B reiten, dessen Ertrag unter Einfluss der Züchtung von rund 4 dt/ha in den Wildformen auf rund 100 dt/ha in Kultursorten stieg. Seit einigen Jahren stagniert allerdings der Ertrag. Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde er in Deutschland vom Mais sogar überholt. Zentral Gründe dafür sind sicherlich zum einen der große Wert der auf die Backqualität und Krankheits – und Schädlingsresistenzen gelegt wurde. (Resistenz kostet Ertrag; dass resistente Sorten trotzdem mindestens den vergleichbaren Ertrag bringen, zeigt, dass züchterisch gleichzeitig eine Ertragssteigerung erzielt wurde.) Außerdem wanderte der Weizen auch auf deutlich schlechtere Böden, die zuvor der Gerste und dem Roggen vorbehalten waren. Bereinigt man den Ertrag von diesen Faktoren, so ergibt sich weiterhin ein messbarer Zuchtfortschritt (Ahlemeye r 2011).

Der Klimaeinfluss auf Weizen

Die „Horrormeldungen“ haben jedoch einen anderen Hintergrund. Weizen ist gegen zu hohe Temperaturen empfindlich. Und das geschieht nicht langsam, sondern bei den aktuellen Sorten mit einer „Kipptemperatur“ zwischen 30 … 35 °C, welche zu einem bestimmten Wachstumszeitpunkt auch kurzzeitig nicht überschritten werden darf (Bild 6).

Bild 6 Darstellung der „Kipptemperatur“ aktueller Weizensorten [13]. Originaltext: Abbildung 2: Beziehung zwischen der Kornzahl pro Ähre bei Winterweizen und der maximalen halbstündigen Temperatur in den letzten 5 Tagen vor der Anthese. Die schwarz gefüllten Symbole repräsentieren erhöhte atmosphärische CO2-Konzentationen während des Pflanzenwachstums. (Wheeler et al., J. Agric. Sci. 127, 37-48, 1996)

Mit dieser „Kipptemperatur“ lassen sich, rein abhängig davon wie man die künftigen Temperaturen „ansetzt“, beliebige – negative – Klimaeinflüsse simulieren.
Und so wird es auch gemacht. Dabei wird nicht einmal mitgeteilt, von welchem Temperaturniveau an die Verringerung beginnt.
[1] Wir verlieren mit jedem Grad höherer Temperatur sechs Prozent des Ertrags von Weizen“, prognostiziert der Agrarforscher Frank Ewert von der Uni Bonn. Das entspreche weltweit 42 Millionen Tonnen Weizen, einem unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel.

Was sagte das IPCC?

Auf keinen Fall, das, was Correctiv.org recherchiert hat und in der Überschrift meldete. Im Kern sieht es den Einfluss sogar positiv.

[6] IPCC WGIIAR5-Chap7_FINAL
7.2.1.1. Crop Production
there is also medium confidence for negative impacts on global aggregate production of wheat and maize. Effects on rice and soybean yields have been small in major production regions and globally (Figure 7-2) (medium evidence, high agreement). There is also high confidence that warming has benefitted crop production in some high-latitude regions, such as northeast China or the UK (Jaggard et al., 2007; Chen et al., 2010; Supit et al., 2010; Gregory and Marshall, 2012).

Generell gehen viele (und der IPCC) davon aus, dass eine weitere Erwärmung auf +2 Grad keinen wirklich negativen Einfluss hat.
Schätzungen -10 … -2,5 %: ca. 13 %
Schätzungen -2,5 … 0%: ca. 23 %
Schätzungen Kein Einfluss oder eher besser ca. 20 %


Bild 7 [6] IPCC AR5 Figure 7.3 (Teilbild) Verteilung, wie der Klimawandel-Einfluss auf die Erträge eingestuft wird

So teilte es eine Zeitschrift auch einst den Bürgern mit.
Wirtschaftswoche: [4] Klimawandel in Europa : Elf Bilder zeigen, was Sie über die Folgen wissen müssen

Landwirtschaft
Im 3,5-Grad-Szenario könnten die Ernten in Europa bis 2080 um durchschnittlich bis zu zehn Prozent zurückgehen, in Südeuropa bis zu 20 Prozent. Eine Erwärmung um zwei Grad hätte kaum Folgen. In der nahen Zukunft könnten die Ernten durch Innovationen (ertragreichere Sorten z.B.) und zusätzliche Regenfälle durch die Erderwärmung sogar steigen!

Die „offizielle“ Aussage weltweit ist demnach, dass bei nicht mehr als +2 Grad Erderwärmung die Weizenernte keine Einbuße hat und eher noch steigen könnte.
Diese Mitteilung basiert auf einer Scenarioberechnung, welche tabelliert als Bild 8 gezeigt ist. Die Erwärmung um zwei Grad hätte danach auf Gesamteuropa -2 % Folgen, für Northern-Europe und UK & Ireland + 32 und +101 %. Sofern man solche Simulationen überhaupt glauben mag, überwiegt im +2 Grad-Szenario eher der positve Einfluss.
Selbst die Simulation eines +3,5 Szenarios hat mit -11% bei dem extrem hohen EU-Ertragsniveau keine wirklich schlimmen Auswirkungen.

Bild 8 [5] Ernteerträge im Vergleichszenario. Reference-change ist für +3,5 Grad

Ähnlich sieht es auch eine etwas ältere Betrachtung:
Norddeutsches Weizenforum 2009, Vortragstexte: [12] Eine ausreichende Wasserversorgung vorausgesetzt, werden moderat zunehmende Durchschnittstemperaturen, längere Vegetationsperioden und der CO2-Düngeeffekt eher positive Wirkungen haben. Im Norden dürften dadurch die Produktionsbedingungen insgesamt eher „besser“ werden

Weil das +2-Grad-Szenario keinen negativen Einfluss hat, wird eben mit +6 Grad gerechnet

Aber Correctiv.org sagt ja auch, „Forscher des IPCC“, und damit, dass es ja nicht die Meinung des IPCC sein muss.

Während man davon ausgeht, dass die Temperatur bis zum Jahr 2100 nicht über +2 Grad steigt (Ziel sind ja +1,5 Grad), können „Forscher des IPCC“ dies ja ignorieren und es beliebig höher simulieren. Irgendwann kommt dann unweigerlich der „Weizen-Überhitzungseffekt“ zum Tragen, und die Erträge sinken (wie gewünscht) schlagartig.

Damit dies „geschieht“, sorgt unter anderem ein Deutscher Pflanzenforscher, der seit Jahren diese Thesen simuliert und entsprechende Klimaszenarien vermittelt:
Redaktion Pflanzenforschung.de, 18.06.2013: [17] Ungewisse Zukunft für den Weizen Modelle zeigen: Klimawandel wird die Erträge verringern
Wie wirkt sich der Klimawandel auf die zukünftigen Weizenerträge aus?
Bei ihren Simulationen für die Zukunft der Weizenerträge entdeckten sie einen generellen Trend: Ein Temperaturanstieg führt überwiegend zu einer Verringerung der Erträge. Im schlimmsten Temperatur-Szenario (d.h. die Temperatur steigt um 6 °C an) könnten die Erträge – bei gleichbleibenden CO2-Konzentrationen (360 ppm) – über 40 Prozent sinken. 
Generell gefährdet der Klimawandel also die weltweiten Erträge. Dennoch gibt es regionale Unterschiede: „Im kühl-feuchten Finnland können steigende Temperaturen zu zunehmenden Erträgen führen, während im bereits heute schon warmen und trockenen Spanien überwiegend mit einem Rückgang der Pflanzenproduktivität zu rechnen ist“, erläutert Prof. Ewert.

Wie sicher und genau können solche Simulationen sein?

Kurz gesagt, deren Aussagen sind hochgradig anzuzweifeln. Der Grund ist, dass es gar keine ausreichende Messbasis gibt, um solche Simulationen parametrieren, geschweige kalibrieren zu können.
In einer Studie aus dem Jahr 2015 wurde die gesamte Studienliteratur gesichtet, mit den Ergebnissen:
Thünen Report 25, 2015: [9] Klimaresilienz durch Agrobiodiversität?
Aus der vergleichsweise sehr geringen Zahl der Studien, die sich in der industrialisierten Landwirtschaft der gemäßigten Zone mit dem Zusammenhang zwischen Sorten- und Artenvielfalt und Klimaveränderungen bzw. klimatischen Extremereignissen befassen, sind keine konsistenten Ergebnisse ableitbar. Für die deutsche Landwirtschaft können fundierte Aussagen über eine mögliche Versicherungsfunktion von Elementen der Agrobiodiversität gegenüber dem Klimawandel aufgrund fehlender Studien zurzeit nicht getroffen werden.

Dabei ist der Einfluss erhöhter Klimavariabilität genau so hoch wie der einer vergleichsweise extremen Temperaturerhöhung. Das wird in den Modellen aber nicht berücksichtigt (weil es dann nicht AGW-Klimawandel wäre).
Thünen Report 25, 2015: [9] Kritisch für den Ackerbau ist die generelle Zunahme der Klimavariabilität. Hierzu sind bisher allerdings kaum Szenarien der möglichen Folgewirkungen entwickelt worden. Eine Modellrechnung für Weizen ergab z.B., dass eine simulierte Verdopplung der Standardabweichung der saisonalen Durchschnittstemperatur unter gleichzeitiger Beibehaltung des Mittelwertes den gleichen Ertragsrückgang bewirken kann wie eine durchschnittliche Temperaturerhöhung um 4°C und gleichzeitig die Variabilität der Erträge verdoppelt.

Und der CO2-Düngeeffekt ist ebenfalls eine entscheidende, aber in Simulationen selten beachtete Große:
Thünen Report 25, 2015: [9]Der „CO2-Düngeeffekt“ spielt daher eine entscheidende Rolle für die Bewertung von Klimafolgen für die Pflanzenproduktion. In vielen entsprechenden Pflanzenwachstums- bzw. Ertragsmodellen fallen negative Ertragseffekte, die allein aufgrund erhöhter Temperaturen (und schlechterer Wasserversorgung) berechnet werden, wesentlich geringer aus bzw. kehren sich in positive Wirkungen um, wenn der CO2-Düngeeffekt in die Bewertung mit einbezogen wird. Auch für die Bewertung der Folgen einer zunehmenden Klimavariabilität bzw. der Zunahme von Extremereignissen muss berücksichtigt werden, dass diese Szenarien in einer Atmosphäre wirksam werden, in der allen Pflanzen grundsätzlich mehr CO 2 zur Verfügung steht. Die Hitzetoleranz von Kulturpflanzen unter hohen CO 2-Konzentrationen ist z.B. höher ist als unter den heutigen CO2-Bedingungen (Hamilton et al., 2008).

Welche Unterschiede sich alleine dadurch ergeben, zeigt Bild 9 (Werte mit CO2-Düngungs-Berücksichtigung in Klammern)

Bild 9 [8] (Ausschnitt) Tabelle 2. Relative Ertragsänderungen von Winterweizen in einzelnen Bundesländern, Naturräumen und Flusseinzugsgebieten in Deutschland ermittelt aus verschiedenen regionalen Klima-Impaktstudien mittels Modellberechnungen ohne Berücksichtigung des CO2-Düngeeffektes sowie (in Klammern) mit CO 2 Effekt.

Nicht einmal für das hoch agrarindustrialisierte Deutschland sind ausreichend Daten und Forschungsergebnisse verfügbar:

Bild 10 [10] Vortragsfoliensatz Ernte-Ertragssituation Deutschland 23.11.2015, Schlussfolie

Fazit:
Man hat bis heute keinerlei brauchbare Datenbasis und damit keine Kalibriermöglichkeit. Trotzdem wird in endlos vielen Simulationsläufen rund um die Welt die Agro-Zukunft simuliert – ein in der Klimawissenschaft inzwischen gebräuchliches Verfahren (zum Beispiel 100 Testläufe bilden und dann den Mittelwert als „wahrscheinlich“ erklären, indem man die offensichtlichen Simulationsfehler als Streuung umdeklariert, um der Statistik zu genügen).

Und die Agrarindustrie hat keine Lösung für dieses Problem?

In den Meldungsüberschriften steht nicht zufällig „ … Bayer und Monsanto kämpfen mit dem Klimawandel“, „… und die Agrarindustrie hat keine Lösung für dieses Probleme“.
Damit wird suggeriert, dass (wieder einmal) die Industrie eine Quelle des Übels sei, bzw. auch diese keine Lösung gegen das Klimawandel-Problem liefern könnte. Und es wird einfach dargestellt, dass die Temperatur das einzige Problem für Weizen wäre und wer sich nicht verstärkt darum kümmert die falsche Priorität setzt.

Welche Prioritäten die Industrie jedoch setzt und warum, zeigt eine Information der Fa. Bayer CropScience, Broschüre: MIT GLOBALEN STRATEGIEN ZUM HOCHLEISTUNGSGETREIDE, Die Weizen-Macher.
Darin wird das beschrieben, was die Biobauern durchleiden: aktuell ist es weniger die Temperatur, welche Weizenerträge mindert, sondern Feuchte, Pilze, Krankheiten und Unkräuter – eben alles, was nach GRÜNER Denke natürlich und damit automatisch „gut“ ist, und damit nicht (industriell) bekämpft werden darf.
Es wird sogar das Temperaturproblem erwähnt: „ … Schätzungen zufolge könnten die Erträge mit jedem Grad Celsius, die die globalen Temperaturen steigen um sechs Prozent sinken“, allerdings ohne weitere Ausführungen.

Man kann beim Weizen sehr wohl den „Hitze-Kipp-Punkt“ verschieben

In den Publizierungen und vom apokalyptischen Professor wird verschwiegen, dass der Temperaturpunkt, an dem der Weizen beginnt, seine Kornzahl zu verringern durch Selektion verändert werden kann.

Allerdings ist dies ein langwieriger Prozess der damit auch richtig Geld kostet. Wie so etwas gemacht wird, ist in [11] beschrieben. Beschreiben ist darin auch, wie man so etwas effektiv macht und das das in Deutschland verboten ist (Genmanipulation):
[11] Möglicherweise effizienter wäre der Weg des Gentransfers, wobei entsprechende Gene gentechnisch übertragen würden, was zu gentechnisch optimierten Sorten führen würde – ein Weg, der in Deutschland derzeit wohl politisch nicht gangbar ist.

Und es dauert seine Zeit:
[11] So folgt dem ersten Jubelschrei ein neues Gen isoliert zu haben, der lange Züchteratem und von der Entdeckung des Gens über die züchterische Konstruktion bis hin zum kommerziellen Anbau vergehen schnell 20 Jahre. Deshalb ist es gut, dass beim Weizen ein 10jähriger Forschungsvorlauf bei der Bewältigung neuer klimabedingter Züchtungsziele existiert. Bei Fortsetzung dieser Aktivitäten in Forschung und Züchtungspraxis ist gesichert, dass trotz größerer Temperatur- und Niederschlagsschwankungen mit immer stärkeren Extremen die Weizenproduktion auf dem bekannt hohen Niveau in Deutschland nicht gefährdet ist.

Was das im Detail bedeutet, hat Herr Ralf Schachschneider (Nordsaat Saatzucht GmbH) beschrieben: [12.3] Wie reagiert die Weizenzüchtung auf die Klimaveränderung? Eigenschaften "praxistauglicher" Sorten in der Zukunft?
Der lange Weg zur neuen Sorte
Die Sorte von morgen wird heute "projektiert" Die Entwicklung neuer Weizensorten bis hin zu deren Anbau auf den
Feldern ist trotz einiger „neuer Techniken“ ein langwieriger Prozess (11-13 Jahre), der (mit 2-3 Mio € pro Sorte) vorfinanziert werden muss. Mit Sorten, deren Züchtung 2009 begonnen wird, können erst ab 2022 nennenswerte Lizenzeinnahmen erzielt werden. Der Züchtungsprozess lässt sich wie folgt gliedern:
a) Schaffung und (erste) Selektion genetischer Variabilität (ca. 3 Jahre): Kreuzung, Erzeugung von Populationen aus spaltenden oder homozygoten Pflanzen (Pedigree- bzw. Doppelhaploid-Methode).
b) Selektion "besserer" Stämme (2-3 Jahre, je 5-10 Orte): Screening- u. Prüfverfahren für Gesundheit, Qualität, agronomische Merkmale.
c) Umfangreiche Leistungsprüfungen (2 Jahre, 3-12 Orte): Kornertrag, Stresstoleranz, Test aller wichtigen Merkmale und Eignung für die potenziellen Anbaugebiete in Europa und Übersee.
d) Offizielle Prüfungen (4-5 Jahre): Wertprüfung des Bundessortenamtes (3 Jahre), diverse Landes- und regionale Versuche (2 Jahre).
Bei den Selektionsentscheidungen des Züchters können bis zu 35 Merkmale und bei der staatlichen Sortenzulassung ca. 20 Merkmale wichtig sein. Vor einer Zulassung muss die Sorte in der amtlichen Prüfung ihren „landeskulturellen Wert“ nachweisen. Dieser ist dann gegeben, wenn die Sorte in der "Gesamtheit ihrer wertbestimmenden Eigenschaften" einen "Fortschritt" gegenüber allen zugelassenen vergleichbaren Sorten erwarten lässt.

Aber das kostet Geld. Saatgut „darf“ aber nichts kosten

Nach Grüner Ideologie gehört das Saatgut dem Bauern und deshalb darf darauf keine Lizenz erhoben werden. Warum soll dann aber eine Industrie Interesse haben, mit viel Forschungsaufwand Verbesserungen durchzuführen?
Ein Bauer kann so etwas nicht, er partizipiert aber direkt am Zuchterfolg. Als Konsequenz müsste es der Staat finanzieren – macht er aber nicht in ausreichenden Umfang (und bezahlt lieber eine zunehmende Armee von Instituten in denen „Forscher“ bequem vor Computern sitzen und Vulnerabilitäten in immer engeren Rechtecken rund um die Welt simulieren)

[11] Wer soll das bezahlen….., wer hat so viel Geld…?
Die aufgeführten Züchtungsziele werden zu deutlich höheren Aufwendungen (Kosten) bei der Sortenentwicklung führen. Auf die Fläche umgelegt bleiben die Züchtungskosten trotzdem gering.
Wie immer man es wendet: Der Aufwand für die Züchtung (Lizenzanteil am Saatgutpreis) ist selbst bei 100% Saatgutwechsel äußerst gering. Somit ist und bleibt die SORTE das günstigste und wirtschaftlichste Betriebsmittel überhaupt! Um so weniger kann der seit Jahrzehnten bestehende Zustand akzeptiert und entschuldigt werden, in dem de facto das „geistige Eigentum“ nicht respektiert und die angemessene Vergütung den Züchtern vorenthalten wird, weil das System Erhebung von Lizenzen und Nachbaugebühren weitgehend schlecht oder gar nicht funktioniert.

Verantwortungslos handeln diejenigen, die diesen Missstand unterstützen oder gar mit „fachlichen Argumenten“
begründen.

Die Züchtung kann und will maßgeblich dazu beitragen, "praxistaugliche" Sorten für die Anforderungen der Zukunft zu entwickeln. Die Weichen dafür werden jetzt gestellt, denn Sorten aus den Kreuzungen dieses Jahres werden erst nach 2020 bedeutsame Marktanteile erreichen. Die dafür notwendigen Investitionen können jedoch nur dann getätigt werden, wenn die Sortenentwicklung durch ein neues, funktionierendes Finanzierungssystem langfristig gesichert ist.

Wie Protest dagegen in Deutschland aussieht, lässt sich nachlesen:
Klimaretter.Info: Anpassung im Keim erstickt
Umwelt- und Bauernverbände haben in München demonstriert, um die Patentierung von Obst, Gemüse und Getreide zu stoppen. Besonders Regionen, die stark vom Klimawandel betroffen sind, leiden darunter – denn die Praxis erschwert die Anpassung an die klimatischen Veränderungen.

Das Thema Saatgut und Lizenzen ist nicht einfach Schwarz-Weiß

In dem Artikel von klimaretter.Info wird auch auf die Zwerghirse aus Äthiopien eingegangen. Wie es sich damit im Detail verhält, lässt sich wiederum in einem Dokument: Projektarbeit des Zertifikationsstudienganges ‚Ethnobotanik und Ethnomedizin 2009’, Universität Zürich: Tef ( Eragrostis tef [Zucc.] Trotter) – ein altes, unbekanntes Getreide wird Mode, von Ursula Heiniger nachlesen. Diese Schrift ist interessant zu lesen, weil sie detailliert, beiden Seiten genügen Raum gibt und neutral bleibt.

Ansonsten ist es ein Thema welchem sich praktisch alle grünen NGOs angenommen haben, die genau wissen, was sich „in der Welt“ gehört:
Novo Argumente: Der Monsanto-Wahn
Achgut: Die Schmeiser-Show geht auf Tournee (über den Kanadischen Farmer, der gegen Monsanto kämpft)
Aber nun haben in Marokko gerade die ärmsten Länder beschlossen, ihr bisschen Geld und das vom Ausland geliehene in Ökostrom umzuwandeln und das CO2 der Atmosphäre zu entnehmen, weil es der Westen so will (und finanziert). Für rationale Entwicklungen bleibt da kein Raum und kein Geld mehr übrig. Und weil es die westlichen Ökogeldgeber und Gutmenschen nicht wollen, wird auch jedes Wissen und Information über den Segen und Notwendigkeit von CO2 verdrängt.
kaltesonne: Neue Studien zur Wasserversorgung Äthiopiens: Schwere Dürren sind seltener geworden, höhere Niederschläge für die Zukunft werden erwartet

Schlusskommentar

Und damit ist man beim Kern der Information. Das laut eigenen Angaben so „investigative“ Rechercheinstitut hat beim genaueren nachsehen kein Interesse daran gehabt, eine seriöse Information zu liefern. Schon das, was in ihrer Überschrift steht, erweist sich als (wohl bewusst) falsch. Die Industrie hat sehr wohl Lösungen, aber diese müssen finanziert werden und das ist inzwischen von den Grün-Denkern verhindert:
correctiv.org: „… und die Agrarindustrie hat keine Lösung für dieses Problem“
Es ist eines der typischen Beispiele der GRÜNEN Politik, wie eine mögliche Lösung verhindert wird, man das aber dem, der es lösen wollte, in die Schuhe schiebt.
Es ist kein Zufall, dass der Artikel Greenpeace so gefallen hat. Und es ist wohl kein Zufall, dass ein solches Recherchezentrum welches dafür sorgt, „konforme“ Information zu liefern, von unseren Medien hofiert wird:
Siehe die Schlussbemerkung zum Artikel bei den „Nürnberger Nachrichten“: Die Autorin ist Redakteurin des Recherchezentrums Correctiv.org, mit dem die Nürnberger Nachrichten kooperieren. …. Correctiv.org ist unabhängig und nicht gewinnorientiert.

Wer sich bis hierher durchgelesen hat, dem sei noch eine Darstellung „gegönnt“, wie Schüler das Thema in der „Schulwissenschaft“ inzwischen argumentieren (müssen?):
Jugend forscht- Schüler experimentieren 2010, Fachgebiet: Geo-und Raumwissenschaft. Thema der vorliegenden Arbeit:
[15] Wachstumsdynamik von Nutzpflanzen in Abhängigkeit von der Temperatur
Aufgabenstellung:
Die Erde wird irgendwann nicht mehr bewohnbar sein. Gründe dafür sind die Erderwärmung, die steigende Verschmutzung der Atmosphäre, die Zerstörung der Ozonschicht und die Überbevölkerung. Wenn das passiert, müssen wir uns einen anderen Planeten suchen und ihn bewohnbar machen (z.B. den Mars oder unseren Mond). Irgendwann dehnt sich die Sonne auch aus und wir müssen uns einen weiter entfernten Planeten oder Mond (Titan) suchen um dort leben zu können. Wir haben deshalb einige Versuche durchgeführt, um zu beobachten, wie Nutzpflanzen unter veränderten Bedingungen (verschiedenen Temperaturen) wachsen.

Quellen

[1] correctiv.org, 26. Oktober 2016: Viele Lebensmittel sind vom Klimawandel bedroht – und die Agrarindustrie hat keine Lösung für dieses Problem
https://correctiv.org/recherchen/klima/artikel/2016/10/26/bayer-monsanto-gentechnik-samen-klimawandel/

[2] Umweltbundesamt: Kernbotschaften des Fünften Sachstandsberichts des IPCC Klimaänderung 2014: Folgen, Anpassung und Verwundbarkeit (Teilbericht 2)
http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/ipcc_sachstandsbericht_5_teil_2_bf.pdf

[3] Climate Service Center Germany: Klimawandel: Was er für die Landwirtschaft bedeutet Kernergebnisse aus dem Fünften Sachstandsbericht des IPCC
https://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/weitere_materialien/Agriculture_Briefing_DE_web.pdf

[4] als Link: Wirtschaftswoche: Klimawandel in Europa : Elf Bilder zeigen, was Sie über die Folgen wissen müssen
http://www.wiwo.de/technologie/green/living/klimawandel-in-europa-elf-bilder-zeigen-was-sie-ueber-die-folgen-wissen-muessen/13549618.html

[5] Studie: EU 2014 JRC SCIENTIF AND POLICY REPORTS Climate Impacts in Europe The JRC PESETA II Project

[6] IPCC WGIIAR5-Chap7_FINAL

[7] Deutschlandfunk 23.12.2014, Interview mit Prof. Ewert: Weizen Geringere Ernte durch Klimaerwärmung
http://www.deutschlandfunk.de/weizen-geringere-ernte-durch-klimaerwaermung.697.de.html?dram:article_id=307069

[8] Nature Climate Change, · December 2014, S. Asseng et al.: Rising temperatures reduce global wheat production

[9] Thünen Report 25, 2015: Klimaresilienz durch Agrobiodiversität?

[10] Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, K.C.Kersebaum, Foliensatz 2015: Ertragslücken und Ertragsstagnation in Deutschland – Wissenstand und offene Fragen

[11] Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt, Gerhard Wenzel und Michael Schmolke: Züchtung als konstruktive Reaktion auf den Klimawandel am Beispiel Weizen

[12] Norddeutsches Weizenforum 2009, Vortragstexte
[12.1] Hans-Joachim Weigel Auswirkungen der Klimaänderungen auf die Weizenproduktion
[12.2] Ulf Böttcher∗ und Henning Kage: Analyse von Witterungs- und Standorteinflüssen auf die Ertragsbildung
[12.3] Ralf Schachschneider: Wie reagiert die Weizenzüchtung auf die Klimaveränderung? Eigenschaften "praxistauglicher" Sorten in der Zukunft?
[12.4] Ebrahim Kazman: Ertrag, Resistenz und Qualität – Überlegungen zur zukünftigen Weizenzüchtung

[14] Fachtagung Klimafolgen und Anpassung, Darmstadt, 08.09.2008, J. Onigkeit, J. Priess, M. Mimler: Klimafolgen für die hessische Landwirtschaft – eine Szenariostudie

[15] „Jugend forscht- Schüler experimentieren 2010“, Fachgebiet: Geo-und Raumwissenschaft
Thema der vorliegenden Arbeit: Wachstumsdynamik von Nutzpflanzen in Abhängigkeit von der Temperatur

[16] EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel
http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/ernteertraege-und-klimawandel/

[17] Redaktion Pflanzenforschung.de, 18.06.2013: Ungewisse Zukunft für den Weizen Modelle zeigen: Klimawandel wird die Erträge verringern

[18] Johann Heinrich von Thünen Institut, DLG Feldtage 2012, Foliensatz: Weltweit: Mais verdrängt Weizen! – Welche Trends zeichnen sich für Europa ab?

[19] EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/biobauern-sind-die-groessten-lebensmittel-vernichter-ohne-klimawandel-ueberlebt-die-biolandwirtschaft-ihre-ernteverluste-nicht/




Absurde Klima-Aussagen der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf: EIKE fragt nach in einem offenen Brief

Frau

Staatsministerin Ulrike Scharf 

  p e r s ö n l i c h 

Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Rosenkavalierplatz 2

81925 München

Sehr geehrte Frau Scharf,

als Ministerin im bayerischen Kabinett sind Sie neben Verbraucherschutz auch für Umweltfragen zuständig. Ihre öffentlichen Äußerungen, die den Klimawandel betreffen, werden dabei geprägt durch Behauptungen wie „Schließlich drohe der Klimawandel das Gesicht der Welt zu verändern“ oder „Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu“ oder „Es gibt Prognosen wonach sich bis zu 100 Millionen Menschen weiter auf den Weg machen werden, weil sie durch den Klimawandel ihre Lebensgrundlagen verlieren. Und für uns ist klar – Klimaschutz ist auch Flüchtlingspolitik“ [1]. Wir möchten Ihnen nun gerne einige Anmerkungen und Fragen zur Kenntnis bringen.

Zunächst möchten wir als wissenschaftlich unstrittig festhalten: Klimawandel ist naturgesetzlich, konstantes Klima gab es noch nie und kann es nie geben.

 

Zu Ihren Ausführungen:

Sie meinen offenbar, dass anthropogene Einflüsse für den aktuellen, sehr gemäßigten und im natürlichen Bereich der Klimavergangenheit liegenden Klimawandel verantwortlich seien. Ferner sprechen Sie von zunehmenden Extremwetterereignissen. Wir dürfen daher Ihre Aussagen unterteilen in

(a) „Extremwetterereignisse nehmen generell zu“

(b)„diese Zunahme wirddurch anthropogenen Einflüssen, z.B. CO2 Emissionen verursacht“. 

Zu Punkt (a) „Extremwetterereignisse nehmen generell zu„:

Als für die Umwelt zuständige Politikerin ist Ihnen bekannt, dass die Politik den Klimarat IPCC als Sprachrohr der Klimaforschung ansieht. Dabei scheinen Ihnen aber die weit über die „Summary for Policymakers SPM“ hinausgehenden, allein maßgebenden, detaillierten und sehr umfangreichen Berichte dieser Institution unbekannt zu sein [2], [3], [4]. In diesen finden sichnämlich sehr präzise Aussagen, die im krassen Gegensatz zu Ihren oben zitierten Bemerkungen stehen. Wir zitieren in Folgendem direkt aus diesen IPCC-Berichten 2001, 2013 und 2014 wörtlich (es gibt leider keine deutschen Versionen dieser Berichte):

TropischeStürme und Hurrikane [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]:No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”

Tropische Zyklone [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]:“Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”

Außer-tropischeZyklone [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220]:“In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low. There is also low confidence for a clear trend in storminess proxies over the last century due to inconsistencies between studies or lack of long-term data in some parts of the world (particularly in the SH). Likewise, confidence in trends in extreme winds is low, owing to quality and consistency issues with analysed data.”

Dürren [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50]:”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”

sowie in [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 215]:In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a globalscale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.”

Überflutungen [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 112]:”There continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale over the instrumental record.”

Hagel und Gewitter [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]: “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.”

Und schließlich fasst IPCC zusammen [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219]:“There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”

Es ist bemerkenswert, dass alle diese Zitate und Aussagen in der 28-seitigen deutschen Fassung des Summary forpolicymakers [3] fehlen! Alle wissenschaftlichen und damit allein maßgebenden IPCC-Aussagen sind dagegen absolut klar: Extremwetterzunahmen im jüngsten Klimazeitraum sind nicht auffindbar von den Wetterdiensten. Der Vollständigkeit halber fügen wir noch hinzu, dass sich die entwarnenden IPCC-Aussagen mit denen der Fachwissenschaft decken. Hier empfehlen wir insbesondere das Buch von Krauss und Ebel: Risiko Wetter. Professor H. Kraus war weltweit anerkannter Ordinarius für Meteorologie an der Universität Bonn.

Zu Punkt (b) „….. dieseZunahme wird durch anthropogene Einflüsse, z.B. CO2 Emissionen verursacht(Zitat Frau Scharf):

Für die in den Klima-Modellen prognostizierte Erwärmung ist die so genannte Klima-Sensitivität des CO2 entscheidend. Sie beschreibt die hypothetische Erwärmungsrate in Grad bei CO2-Verdoppelung. Ist sie groß, besteht evtl. Gefährdung, ist sie klein, dann nicht. Interessanterweise ist der Wert dieser Klimasensitivität aber bis heute der Wissenschaft unbekannt. Genau das steht sogar im jüngsten IPCC-Bericht (2013/14), Summary for Policymakers, SPM auf S.16 als Fußnote [4]: No best estimate for equilibrum climate sensitivity can now be given because of a lack of agreement on values across assessed lines of evidence and studies„.

Daraus folgt zwingend, dass alle „Klimaschutzmaßnahmen“ auf einem unbekannten Zahlenwert  beruhen.

Bei alledem ist noch zu berücksichtigen, dass der Klimarat IPCC in seinem jüngsten Bericht darauf hinweist, dass  es – seit mittlerweile mehr als 15 Jahren – keine Erwärmung mehr gibt [ IPCC 2013/14, IPCC, AR5, Climate Change 2013: Technical Summary, p.61]:

„… Fifteen-year-long hiatus periods are common in both the observed and CMIP5 historical GMST time series„.

Sehr geehrte Frau Scharf, wir können uns kaum vorstellen, dass Ihnen alle diese vorstehend zitierten konkreten IPCC-Aussagen unbekannt sind. Wenn doch, so möchten wir gerne mit diesem Schreiben zur Erweiterung Ihres Informationsstandes beitragen. Möglicherweise führt das ja auch dazu, daß Sie es künftig vermeiden, Ihre von uns w.o. zitierten Aussagen zu wiederholen, denn sie sind peinlich, weil sie den wissenschaftlich gesicherten Fakten widersprechen.

Als Pressesprecher des Europäischen Instituts für Klima und Energie mit einem Blog, der täglich viele Tausend Internet-Besucher zählt [5], erlauben wir uns dieses Schreiben öffentlich zu machen. Unsere Leser möchten nämlich gerne mehr über Ihre Motivation zu Ihren oben angeführten, sachlich unzutreffenden Aussagen sowie insbesondere über die wissenschaftlichen Quellen wissen, mit denen Sie diese Aussagen begründen. Wir bitten Sie daher hiermit, diese wissenschaftlichen Quellen zu nennen.

Bitte machen Sie sich nicht die Mühe, mediale Aussagen von Advokaten-Forschern wie etwa Prof. Hans-Joachim Schellnhuber oder Prof. Mojib Latif als Quellen zu nennen, da diese Wissenschaftler ihre Position in unzulässiger Weise zur Propagierung ideologischer Ziele missbrauchen. Von Mojib Latif wurde beispielsweise im Spiegel Online vom 1.4.2000 die Aussage veröffentlicht, es werde in Deutschland keine Winter mit Schnee mehr geben [6]. Dieser Unsinn bedarf keines weiteren Kommentars. Unter Quellen verstehen wir die wissenschaftliche Fachliteratur, meteorologische Fachbücher oder eben die wissenschaftlichen Berichte des IPCC (nicht die Zusammenfassungen für Politiker).

Schließlich: Wir werden auch Ihre Antwort auf dem EIKE Blog veröffentlichen und weiter für die Verbreitung in Foren wie Facebook etc. sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, Dipl.-Physiker

Dipl.-Meteorologe Klaus-Eckart Puls


[2] IPCC Climate Change 2001, the sientific basis, Chapter 02, Abschnitt 2.7, S. 155, http://www.grida.no/publications/other/ipcc_tar/; IPCC Extremwetterbericht (2012),  http://www.ipcc-wg2.gov/SREX/; PCC-Bericht 2013/14, http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg1/



Neues aus Absurdistan – WWF Aktivistin Regine Günther wird Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Wie schnell man – wenn man auf der richtigen Seite steht- zur Klimaexpertin (alle Hervorhebungen vom Autor) wird, erläutert die SZ so:

Die Klima-Expertin Regine Günther vom WWF Deutschland soll neue Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz werden. …Die 53-Jährige leitet seit einigen Jahren das Referat für Klima und Energie bei der Umweltstiftung WWF Deutschland. Sie zählt zu den renommiertesten Experten zu Fragen des Klimawandels in Deutschland. Zuletzt war sie Mitglied der Regierungskommission, die nach Lösungen zur Finanzierung des Atomausstiegs suchte.

Die wirrtschaftlich etwas schwächelnde Berliner Zeitung ist da schon etwas präziser, wenn sie schreibt

..Ansonsten wird sich für die ausgewiesene Expertin für nationale und internationale Klimaschutzpolitik eine Menge ändern, vor allem die Perspektive auf das Thema, die der Wechsel von der Umweltaktivistin zur Exekutive zwangsläufig mit sich bringt. Bislang gehörte es zu den Standardaufgaben der studierten Politikwissenschaftlerin, die Klimapolitik der Bundesregierung zu geißeln. „So viel Unvermögen macht sprachlos“, resummiert Günther, die sich in der globalen Klimaschutzgemeinde bestens auskennt. Deren Jargon, in dem es um „differenzierte Sektorenziele“, „konkrete Minderungspfade“ für Kohlendioxid und Zielkorridore für den Kohleausstieg geht, kommen ihr holperfrei über die Lippen. 

Auch bei  Wikipedia mutiert Frau Günther zur Klimaexpertin. Dort findet man…

Regine Günther (* 1962)[1] ist eine deutsche Klimaexpertin. Am 23. November 2016 wurde bekannt, dass die parteilose Günther Senatorin für UmweltVerkehr und Klimaschutz im künftigen Berliner Senat werden wird.[2] Zuvor leitete sie 16 Jahre lang des Klima- und Energiereferat des WWF Deutschland. Derzeit ist sie Generaldirektorin Politik und Klima der Organisation.[3][4]

Um wenig später unter "Leben" den Werdegang von Frau Günther darzustellen. Denn dort finden wir bei Wikipedia

Günther studierte Geschichte in Heidelberg, Madrid und Berlin sowie von 1986 bis 1990 Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin.[5] Von 1995 bis 1998 war sie bei der Berliner Energieagentur beschäftigt, seit 1999 ist sie für den WWF Deutschland tätig.[3] Eines ihrer zentralen Themen ist die Umsetzung der Energiewende.[6] Günther gilt als ausgewiesene Expertin für nationale und internationale Klimaschutzpolitik.[7]

Günther stammt aus Kaiserslautern und lebt seit 1986 in Berlin. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.[8]

Danach versteht versteht die "Klimaexpertin" Regine Günther nach früher mal üblicher Definition des Begriffs Expertin vom Klima in etwa soviel, wie der Igel vom Fensterputzen. Nämlich nichts.

Wovon sie einiges verstehen wird, sind Propaganda und Strippenziehen. Mit der Propaganda hat sie die Kollegen der Medien überzeugt, dass es sich bei ihr nur um eine Klimaexpertin handeln kann. Das Strippenziehen brachte ihr dazu den Senatorenposten ein.

Der Normale würde sagen in richtigen Genderdeutsch: "Da wurde die Geiß zur Gärtnerin gemacht". Willi Brandt formulierte es netter; wenn auch in etwas anderem Zusammenhang: 

"So wächst zusammen was zusammen gehört"




Bauer gegen Stromkonzern! Ein Leserbrief von Wolfgang Thüne

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie einen kurzen Leserbrief zu den beiden Artikeln:

Jede Anklage beruht auf einer Ursache-Wirkungs-Beziehung. Diese zu erforschen ist Aufgabe von Staatsanwälten und Richtern. Doch wie ist es um unser Bildungssystem bestellt, wenn nicht einmal die Justiz unterscheiden kann zwischen Wetter und Klima? In jedem Lexikon, in jedem Schulbuch steht: Klima wird vom Wetter abgeleitet und zwar nicht vom jährlichen Wetter, sondern von dem an einem Ort über 30 Jahre gemittelten Wetter.

Dies sagt auch Prof. Dr. Frank Sirocko bei seinem Vortrag „Universität im Rathaus“. Anhand der Gesteinsschichten von 620 000 Jahren könne man erkennen, „Dass das Wetter schon immer starken Schwankungen unterlag“.  Die Frage nach den Ursachen, nach dem Warum, klammerte er wohlwissend aus. Eine Antwort ist nicht möglich, denn selbst heute weiß kein Mensch, auch kein „Klimaexperte“, warum Jahr für Jahr der konkrete Wetterablauf ein anderer ist.

Dieses Allgemeinwissen um die Kausalität „Wetter – Klima“ müsste auch der Richter in Essen haben. Er hätte wie der US Supreme Court 2013 die Klage des Bauern aus Peru sofort abweisen müssen. RWE kann ob der CO2-Emissionen seiner Kraftwerke weder für die schwüle Hitze der Tropen, die trockene Hitze der Subtropen, die Kälte an den Polen oder Hochgebirgen noch die gemäßigten Temperaturen der mittleren Breiten ursächlich verantwortlich gemacht werden. RWE macht weder in Deutschland noch in der weiten Welt das Wetter! Eine „Globaltemperatur“ oder ein „Globalklima“ gibt es nicht, außer als künstlicher aber unnatürlicher Rechengröße.

Die Grünen- Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn verzichtet auch nicht auf ihre üppigen realen Abgeordneten-Diäten zugunsten eines wie auch immer geschätzten mittleren „Globaleinkommens“. Was sind ihre persönlichen Emissionswerte? Sie atmet Frischluft mit 400 ppm CO2 ein und emittiert kontaminierte Luft mit 40 000 ppm in die Umwelt. Der Bauer sollte besser seine Renovierungskosten von 6300 € von der Grünen-Fraktion einfordern. Die begleicht ihre Mitschuld am „Klimawandel“ aus der Portokasse!“

Mit der Bitte um Abdruck und freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne, Oppenheim




Die Anti-Fossile-Treibstoff Aktivisten scheiterten in der Kommunalwahl 2016

Heidi Ganahl, die Gründerin von Camp Bow Wow [ein Tierheim], besiegte eine verstohlene, gut finanzierte Umwelt-Maschine zur Übernahme des Board of Regents [Leitung der Universität, gewählter Beirat] der University of Colorado (CU) am 8. November.

 

Bild: Daily Caller; Bildtext: Varshini Prakash von der Divestment Student Network [Wir trainieren, beraten und koordinieren Studenten für nicht-gewaltätige, direkte Aktionen gegen Investitionen in fossile Brennstoffe und kommunale Reinvestitionen; Quelle Eigendarstellung Webseite] führt Sprechchöre an: „Ich glaube, dass wir gewinnen" während der „Unsere Generation, unsere Chance" Proteste in der Nähe des Weißen Hauses in Washington am 9. November 2015. Der Montagmarsch um Rassismus, Klima und Einwanderungsfragen war zeitlich genau terminiert zur 2016er US-Präsidentschaftswahl, nach Aussagen von Demonstranten. REUTERS / Jonathan Ernst

Tom Steyer und George Soros – die Bill McKibbens Aktivismus bei 350.org unterstützen und irreführend weichklingende Gruppen wie New Era – nutzen die Wahlurne, um die gefügig gemachten gewählten oder ernannten Wahlkämpfer, als politische Strohmänner für den Kampf gegen Kohle, Öl und Gas einsetzen zu können.

The Daily Caller: Unterstützen Sie die Anti-Fossile-Treibstoffe Bewegung?

Diese überregionalen Spender und Umweltschützer sind weitgehend gescheitert, trotz der über $ 4 Millionen Wahlkampfhilfe in Colorado, einschließlich des Wahlkampfs um die landesweite Kontrolle des Board of Regents der Universität von Colorado.

Dieses Anti-fossile Brennstoff „divestment movement“, wird nicht von Studenten gelenkt, bezahlt aber professionelle Aktivisten und ist „der Versuch, die Studenten zu radikalisieren und die öffentliche Unterstützung für drastische politische und wirtschaftliche Transformationen anzuschüren", so ein umfassender Bericht über das divestment movement durch die National Association of Scholars [Akademiker für freie Wissenschaft und offenen Meinungsaustausch, gegründet als Konfrontation gegen den aufkommenden campus political correctness; Quelle Webseite].

Frau Ganahl war befähigt diesen betrügerischen Wahlleitfaden zu entlarven und schlug knapp einen ehemaligen Klimabeamten und –ökologen der Obama-Regierung für den Posten des Vorsitzenden. Frau Ganahl fand, dass Wähler weniger über den Klimawandel besorgt sind, als über die Kosten des Unterrichts, Erhalt von Arbeitsplätzen und Wiederherstellung der freien Rede auf den Campus.

Sie glaubt an „lebhafte Debatten" und dass Hochschulen sich darauf konzentrieren sollten, „Studenten beizubringen zu denken und nicht was sie denken sollen."

In diesem exklusiven Video der Daily Caller News Foundation kommentiert Ganahl auch die wachsenden widerspenstigen Studentenproteste und Unruhen, die als Ergebnis der Präsidentschaftswahlen entstanden sind. Während Proteste in Amerika akzeptabel sind, kommen neue Beweise für ein bezahltes Profi-Protestnetzwerk zur Delegitimierung von Trumps Präsidentschaft.

Einige in Colorado fordern jetzt Steyer, den Anti-fossilen Brennstoffaktivisten und seinesgleichen auf, „nach Hause" nach Kalifornien abzuhauen.

Für mehr Informationen über Heidi Ganahl sehen Sie ihre Moms Fight Back Facebook Seite oder ihre website.

Gefunden auf The Daily Caller vom 19.11.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/11/19/anti-fossil-fuel-divestment-tactics-failed-during-the-2016-election-and-here-is-a-woman-who-beat-them-video/