Desorientierung ist Preis-Wert: Umwelt-Medienpreis für klimaretter.info

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Ende Übersetzung]

Auch Klimaretter.Info berichtet Erfreuliches von sich: Das Portal hat den Umwelt-Medienpreis der Deutschen Umwelthilfe bekommen.

Die Begründung der Preisgeber lautet: Deutsche Umwelthilfe
Klimaretter.info ging 2008 als wir-klimaretter.de an den Start und steht heute – wie damals – für seriöse, hochwertige und umfassende Berichterstattung zu Klimafragen. Inzwischen reicht die Bandbreite des Portals vom klassischen Energie-Journalismus über Greenwashing und Klimaprotest bis hin zu ganz konkreten Verbrauchertipps rund ums Energiesparen. Die Redakteure Susanne Götze und Benjamin von Brackel haben diesen Prozess entscheidend mitgeprägt und dafür gesorgt, dass die Klimaretter sich nicht nur den Respekt der Experten verdient haben, sondern auch über die Fachkreise hinaus zahlreiche Menschen begeistern.
Laudatio: Dagmar Dehmer, Umweltjournalistin – Der Tagesspiegel

Man könnte über so etwas stillschweigend hinweg sehen, wenn die Begründung „seriöse, hochwertige und umfassende Berichterstattung zu Klimafragen“ nicht so dreist an der Wirklichkeit vorbei ginge. Denn es gibt wohl wenige deutsch-sprachige Umweltportale, die mit solcher Konsequenz wie Klimaretter.Info Desinformation verbreiten. Das kann der Autor belegen, denn er nimmt dessen Publizierungen ja häufig zum Anlass für Rezensionen, um den bewussten Tendenzjournalismus darin aufzuzeigen. Daraus nur ein paar jüngere (von den fast „unendlich vielen“) Beispielen:
EIKE: Hurra, wir haben das EEG-Speicherproblem in Lösung – mit Beton-Pumpspeichern!
Klimaretter.Info: Das Ei im Meer
EIKE: Tuvalu versinkt mal wieder– rechtzeitig zum Klimagipfel in Marrakesch
EIKE: Der Unterschied in der Klimawandel-Berichterstattung
EIKE: Aus dem Lehrbuch zur Erzeugung von Klimaalarm Teil 2: So viel Meerespegel und Stürme hat es vor dem Klimawandel nie gegeben
EIKE: Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?
EIKE: Klimazombis, die nicht sterben dürfen, wie der Poopó-See in Bolivien
EIKE: Florida Keys: Ein Paradies geht unter – wegen des Klimawandels?
EIKE: Ist eine kleine Ratte das erste, unschuldige Opfer des Klimawandels?
EIKE: Staaten für mehr Klimaschutz verklagen ist cool
EIKE: Eine Professorin klärt den VDI auf, wie das EEG „wirklich“ funktioniert
EIKE: Berichterstattung von Klimaretter.Info über die am Pfingstwochenende durchgeführten Agitationen im Braunkohlerevier
EIKE: Schon fünf Salomonen-Inseln sind durch den Klimawandel versunken – obwohl der Pegel dort nicht gestiegen ist.

Die Laudatorin, Frau Dagmar Dehmer, „wies auch auf die zunehmend schwierigen Arbeitsbedingungen hin, denen sich der Qualitätsjournalismus in Deutschland gegenübersieht“, vergaß aber zu erwähnen, wo die Ursachen dafür liegen könnten. Liest man etwa, was der Tagesspiegel-Chefredakteur auf einer Tagung von sich gab, kann man das Problem exemplarisch nachvollziehen:
Neue Mobilitätskonzepte für die Stadt
Moderation: Gerd Nowakowski Leitender Redakteur Der Tagesspiegel

Berlin ist im Wandel. Eigentlich ist Berlin der Wandel. Doch diesmal soll es ein nachhaltiger sein. Er betrifft den Antrieb, mit dem sich Berliner und Touristen durch die pulsierende Hauptstadt bewegen. Fahrrad, Roller, Auto und ÖPNV: Alles soll elektrisch werden. Und emissionsfrei. Denn Berlin ist Schaufenster für Elektromobilität. Die Stadt investiert in Ladeinfrastruktur und Standort für Start-ups mit innovativen Mobilitätskonzepten. Wie weit ist Berlin? Wie weit wollen wir noch kommen? Was müssen wir bis dahin tun? Welche anderen Städte in Deutschland und Europa inspirieren uns?

Aber auch die Laudatorin selbst, Frau Dagmar Dehmer, ehemals Landesvorsitzende der Grünen in Baden-Würtemberg, hat eine sehr eigene Vorstellung von “Qualitätsjournalismus” , nämlich nicht, wie es der unvergessene Spiegel Herausgeber Rudolf Augstein seinen Redakteuren vorgab: “Berichten was ist”, sondern, so lautet die Dehmersche Version: "Berichten, was ich gerne glauben möchte” und dies, so versteht sich, als ihre Wahrheit den Lesern mitzuteilen.

So schrieb sie z.B. kürzlich, um 180 ° an der Realiät vorbei, in Ihrem Artikel "Der Klimaschutzplan 2050 geht ohne Zeitplan..“ wahrheitswidrig, dass die AfD „den Klimawandel nicht mal als Realität anerkennt“. Und bezog sich damit auf den Klimateil des AfD Grundsatzprogrammes. Darin steht jedoch bereits in der ersten Zeile die Feststellung Zitat:

"Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert.

Daraufhin von Herrn Limburg mit der Bitte um Quellen für diese Falschbehauptung direkt angesprochen, antwortete sie lapidar

ich habe keine Ahnung, wie Sie folgenden Absatz aus dem AfD-Grundsatzprogramm, Seite 791, zu interpretieren gedenken. Aber er deckt eindeutig meinen Satz in meinem Text.“

Und zitierte genau diesen Satz nochmal:  "Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert ….(Siehe Anhang)„ 

Soweit zum Verständnis von Qualitätsjournalismus beim Tagesspiegel, dort zweier seiner Redakteure und Frau Dehmer im Besonderen., nachlesbar unter: EIKE: Umweltredakteurin Dagmar Dehmer behauptet, dass die AfD „den Klimawandel nicht mal als Realität anerkennt“

Wie es um den die Preisverleihung mit begründenden „Respekt der Experten“ steht, kann der Autor nicht beurteilen. In den Blogbeiträgen sind selten welche zu finden und sachbezogene Fach-Diskussionen, wie sie im EIKE-Blog zu den jeweiligen Artikeln gang und gäbe sind (und die ein Autor benötigt, um zu erkennen, ob er „Mist“ schreibt, oder Nachrecherchen stand hält) kann man ebenfalls selten entdecken.

Welches Portal begeistert wie viele Personen

Wie sich „auch über die Fachkreise hinaus zahlreiche Menschen begeistern“, lässt sich jedoch sauber zählen. Und da sieht man, dass EIKE gegenüber Klimaretter.Info um Welten mehr „Menschen begeistert“:

Bild 1 Alexa Traffic Ranks Klimaretter.Info (Stand 18.11.2016). Je größer die Zahl. desto schlechter das Ranking. Je niedriger desto besser. SPON liegt bspw. bei 15 Achgut bei 1.123. In D bezieht sich die Zahl auf ca. 16 Mio Websites.

Bild 2 Alexa Traffic EIKE Traffic Ranks  (Stand 18.11.2016. Je größer die Zahl. desto schlechter das Ranking. Je niedriger desto besser. SPON liegt bspw. bei 15. Achgut bei 1.123In D bezieht sich die Zahl auf ca. 16 Mio Websites.

Das gilt auch international. Hier lässt sich sogar besser vergleichen, da beide Blogs durchgängig deutschsprachig sind und als Wissensblog bewertet werden. Während EIKE (als deutschsprachiger Blog) recht hoch gelistet ist:

EIKE Blog Nr. 62 unter den Top Hundred Wissenschaftsblogs der Welt

Bild 3 Feedspot Traffic Ranks EIKE (Stand 18.11.2016)

… erscheint der Blog Klimaretter.Info auf die Rankingsuche hin nicht.

Wer betreibt wie viel Aufwand dafür

Setzt man das Ranking mit dem Aufwand in Beziehung, zeigt sich eine zusätzliche Diskrepanz:
Klimaretter.Info beschäftigt lt. ihrer Homepage 7 Personen In der Redaktion, 10 Kolumnisten und Redakteure, 11 Korrespondenten, und 2 Personen im Lektorat und Technik, dazu noch eine nicht gelistete Anzahl PraktikantInnen.
EIKE „beschäftigt“ 5 … 6 Ehrenamtliche in lockerer Teilzeit und bekommt dazu Publikationen kostenlos von unterstützenden Privatredakteuren.

Die wesentlich höhere Klickzahl von EIKE liegt also sicher nicht an der Mitarbeiterzahl, sondern wohl daran, dass man die Information für besser befindet. Ein Problem, welches unsere Medien generell haben. Wenn Art und Inhalt dabei gleich bleiben, bringt eine Erhöhung der Schreiberzahl einfach nichts.

Zur Deutschen Umwelthilfe sei angemerkt, dass es sich dabei um einen Verein handelt, der sich auch schon mal in den Schlagzeilen findet. Ein Beispiel, warum dies so ist, findet sich auf TYCHIS EINBLICK beschrieben:
TYCHIS EINBLICK: Öko-Kommerz: Beispiel „Deutsche Umwelthilfe“

Anhang

Die vollständige Dehmersche Erwiderung in einer Mail vom 9.9.16 lautet: Sehr geehrter Herr Limburg, ich habe keine Ahnung, wie Sie folgenden Absatz aus dem AfD-Grundsatzprogramm, Seite 79, zu interpretieren gedenken. Aber er deckt sich eindeutig mit meinen Satz in meinem Text. "Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf hypothetischen Klima-Modellen basierend auf  computergestützten Simulationen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens." ….

Dagmar Dehmer